Grund ist ein Umbau der Anlage: Aus dem bisherigen Sauna- und Wellnessbereich entstehe eine zusätzliche Fitnessfläche. Die Schliessung werde voraussichtlich bis Mitte September dauern. Nach Abschluss der Arbeiten soll eine modernisierte Anlage mit rund 1000 Quadratmetern Fitnessfläche zur Verfügung stehen.
Studierende sind empört
Dass der Sauna- und Wellnessbereich künftig wegfallen wird, kommt bei einigen Studierenden der ETH nicht gut an, wie die «Höngger Zeitung» aus erster Hand erfahren hat. «Die Empörung ist gross», sagt eine Studierende, die anonym bleiben möchte.
Gerade der Sauna- und Wellnessbereich wurde von den Studierenden sehr geschätzt. Dessen Wegfall habe zur Folge, dass man auf kommerzielle Angebote ausweichen müsse, die im Studium finanziell schwer zu stemmen seien. Man fühle sich angesichts der Entscheidung des ASVZ «hilflos».
Günstiges Abo
Das Fitness Hönggerberg ist nicht öffentlich zugänglich, steht jedoch Studierenden und Mitarbeitenden der Zürcher Hochschulen, Studierenden anderer Hochschulen sowie Alumni offen – und ist vergleichsweise günstig. Studierende zahlen beispielsweise nur 35 Franken pro Semester.
Derweil verweist der Sportverband für die Zeit der Schliessung auf seine anderen Standorte wie das Sport Center Irchel, Polyterrasse, Gloriarank und Fluntern.
Wein ist Kultur und Geschichte, Terroir und Herkunft, Genuss und Geselligkeit, schreibt der Branchenverband Deutschschweizer Wein in seiner Medienmitteilung. Kurzum: Weine sind etwas Besonderes. All diese Facetten können vom 1. Mai bis 3. Mai anlässlich der «Offenen Weinkeller» kennengelernt werden.
Die Weinbauregion Zürich ist laut dem Branchenverband unterteilt in die vier Regionen Zürichsee, Limmattal, Zürcher Unterland und Zürcher Weinland. Mit seiner Rebfläche von 613 Hektaren ist der Kanton der grösste Deutschschweizer Weinbaukanton und bietet die grösste Rebsortenvielfalt der Schweiz: rund 115 verschiedene Varietäten sind hier heimisch.
Das Angebot in Höngg
Die grosse Vielfalt der Zürcher Weine kann an den «Offenen Weinkellern» erlebt werden. Höngg darf dabei selbstverständlich nicht fehlen und zwei Betriebe öffnen für den «Tag der offenen Weinkeller» ihre Türen, um sich zu präsentieren.
Auch Zweifel 1898 ist dabei: In der Kelterei in Höngg entstehen laut Medienmitteilung schonend und natürlich vinifizierte Weine – geprägt von Leidenschaft, Erfahrung und zeitgemässer Technologie, wie es auf der Website des Branchenverbands heisst. Das Familienunternehmen öffnet am 2. Mai von 11 bis 17 seine Türen und lädt ein, erlesene Weine zu degustieren. Zudem stehen ein Wettbewerb sowie Führungen mit Urs Zweifel auf dem Programm (um 12.30 und 14.30 Uhr, mit Anmeldung). Die Weinbeiz bietet derweil Grillgut, Flammkuchen oder Winzer-Plättli an.
Wir haben bereits im ersten Teil berichtet: Die Brüder Anton und Franz Moos gründeten diese Zeitung, damals noch unter dem Titel «Korrespondenzblatt». Nach dem Tod von Franz Moos übernahm Anton Moos im März 1932 die alleinige Verantwortung. Er produzierte und verlegte den «Höngger» an der Ackersteinstrasse 159 im Buchdruckverfahren. An dieser Adresse lebt bis heute seine Tochter Marie-Antoinette Lauer. Für diesen Rückblick erinnert sie sich an jene Zeit, als «Der Höngger» mehr für sie war als eine Quartierzeitung – er war eine Familienangelegenheit.
Anton Moos wurde 1901 in Zug geboren. Er hätte sich gerne dem Studium der Geschichte und der Kunst gewidmet, doch die Umstände liessen es nicht zu: Sein Vater starb früh, und die Mutter musste ihre drei Söhne allein durchbringen. Anton Moos erhielt die Möglichkeit, bei Joseph Speck in Zug das Buchdruckerhandwerk zu erlernen. Zum Abschluss der Lehre erhielt er den sogenannten Gautschbrief von Gutenbergs Gnaden. In Leipzig erwarb er anschliessend das Maschinenmeister-Diplom.
Das Glück in Höngg
Anton Moos war von Abenteuerlust und der Sehnsucht nach fremden Ländern geprägt. Er zog nach Barcelona, doch der Ruf der Familie war stärker: «Mit seinem Bruder sollte er auf Geheiss der Mutter die Buchdruckerei Nötzli in Höngg übernehmen», erzählt Marie-Antoinette Lauer. «Aber er wollte eigentlich kein eigenes Geschäft. In Spanien arbeitete er in einer Druckerei, was ihm sehr gut gefiel. Er wäre gerne dortgeblieben.»
So entstand die Buchdruckerei Moos und 1926 das «Korrespondenzblatt». Anton Moos hatte zunächst vor, nach dem Aufbau der Druckerei wieder nach Spanien zurückzukehren. Doch als sein Bruder starb, zerschlugen sich diese Pläne. Rückblickend erwies sich die Rückkehr als glückliche Fügung: In Spanien brach der Bürgerkrieg aus, und in Höngg lernte er Gertrude Kusche kennen, die er 1933 heiratete.
Leicht war diese Verbindung zunächst nicht: Anton Moos war Katholik, seine spätere Frau Protestantin – eine sogenannte Mischehe. «Meine Mutter hat immer erzählt, dass sie aus diesem Grund nicht vor den Altar treten durfte», so Marie-Antoinette Lauer. Das Paar hatte aber vieles gemeinsam: Beide liebten die Natur, unternahmen viele Wanderungen und reisten – sofern es die Zeit erlaubte – auch ins Ausland. Und sie wurden Eltern von Marie-Antoinette. «Ich kam mit einer Missbildung am Bein zur Welt und bereitete meinen Eltern mit all den Operationen einige Schwierigkeiten. Aber ich war ein geliebtes Kind, meine Eltern haben alles für mich gemacht.»
Engagement im Quartier
Anton Moos war beim Erscheinen der Zeitung «der Neue» in Höngg. Es war ihm ein Anliegen, hier heimisch zu werden, sich zu beweisen und dazuzugehören. Dabei half es ihm, sich in den lokalen Vereinen zu engagieren. Er wirkte 1934 an der Gründung der Zunft Höngg mit und war auch Gründungs- und Vorstandsmitglied des Quartiervereins Höngg. In der Kirche engagierte er sich ebenfalls. Nicht zu vergessen ist sein Einsatz in der Propagandakommission zur Höngger 1100-Jahrfeier (siehe Artikel rechts). Er habe die Menschen rasch überzeugt: «Er war ein lebensfroher Mensch, sehr interessiert an Geschichte und Kultur, und er war wie ein Lexikon – er wusste alles», erinnert sich Lauer.
Das Singen war seine grosse Leidenschaft. Anton Moos war Mitglied im Männerchor Höngg und seit 1952 dessen Ehrenmitglied. Zudem engagierte er sich im Sängerverein Harmonie Zürich. «Mein Vater wäre auch gerne Schauspieler geworden», erzählt Lauer lächelnd. Er wirkte in Theatergruppen mit und spielte einmal sogar Wilhelm Tell. Die Tochter teilte diese Leidenschaft – auch sie wäre gerne Schauspielerin geworden, was ihr der Vater jedoch untersagte. «Das ist kein guter Beruf für eine Frau», waren seine Worte. Sie wandte sich stattdessen dem Musikstudium zu, lernte Klavier und ist bis heute als Sängerin aktiv. «Meine Eltern nahmen mich schon früh mit in die Oper, so kam ich zur Musik.»
Ein Leben mit der Zeitung
«Der Höngger» wurde im Haus gedruckt, wo die Familie lebte, ebenso andere Druckerzeugnisse wie Visitenkarten oder ortsgeschichtliche Mitteilungen. «Unser Haus an der Ackersteinstrasse wurde 1933 erbaut, und mein Vater plante die Druckerei von Anfang an im Untergeschoss ein.» Die Mutter kümmerte sich um die Buchhaltung. So war die kleine Familie immer eingespannt und avancierte zu einer lokalen Grösse in Höngg. «Die Zeitung war immer präsent, und es gab auch Kritik von Menschen, die mit den Inhalten nicht einverstanden waren», erinnert sich Marie-Antoinette Lauer.
Und auch an die Arbeit: «Ich habe viel mitgeholfen, etwa bei den grossen Ausgaben im Dezember. Wir hatten keine Falzmaschine, also machte ich das zusammen mit meiner Mutter.» Wie Lauer sagt, habe sie es geliebt, unten in der Druckerei zu sein, auf den Papierstapeln zu sitzen und ihrem Vater zuzusehen. «Wenn meine Mutter unzufrieden mit mir war, flüchtete ich ebenfalls nach unten zu meinem Vater – es war ein Paradies. ‹So, hast du wieder etwas angestellt?›, pflegte er zu sagen.»
Der Abschied
Anton Moos starb im November 1965 nach kurzer, schwerer Krankheit. «Er wurde nur 64 Jahre alt. Es war für uns eine schlimme Zeit.» Seine Zeitung widmete ihm als Nachruf das Titelblatt vom 3. Dezember 1965. Max Samuel schrieb: «Das Bild eines lieben Menschen, der das Zeitliche zu einem Zeitpunkt gesegnet hat, da man ihm noch einen geruhsamen Lebensabend gewünscht hätte, zu schildern, ist keine leichte Aufgabe.» Seine Abdankung in der Kirche Höngg gestaltete sich laut Samuel als «innige und würdige Feier». Der Männerchor Höngg gab dem Verstorbenen einen «letzten musikalischen Gruss», das Leidmahl fand in der Mühlehalde statt. Seine letzte Ruhestätte fand Anton Moos im Familiengrab auf dem Friedhof Hönggerberg.
Die Titelseite vom 3. Dezember 1965 mit dem Nachruf auf ANton Moos.
Damit endete für unsere Zeitung eine Ära. Für eine Übergangszeit übernahm Gertrude Moos die Leitung der Buchdruckerei, bis zwei heute in Höngg sehr bekannte Brüder auf den Plan traten und ein neues Kapitel für den «Höngger» einläuteten. Mehr dazu im nächsten Teil (1966 bis 1976).
Die Inhalte – ein Überblick
Ab Oktober 1956 erschien «Der Höngger» wie gewohnt in Affoltern, Ober- und Unterengstringen, Weiningen, Regensdorf und Watt, seit 1951 auch in Wipkingen. Der Abonnementspreis betrug 5 Franken, die Zeitung erschien wöchentlich.
Im Nachruf auf Anton Moos ist zu lesen, dass es nie seine Absicht war, seinem Quartierblatt das Gesicht einer grossen Tageszeitung zu geben, noch mit einer solchen zu konkurrenzieren. Das bejaht auch seine Tochter Marie-Antoinette Lauer: «Mein Vater wollte die Stimmung im Dorf vermitteln, denn wir nannten Höngg ein Dorf – und tun es heute noch». Auf diese Weise produzierte Anton Moos den «Höngger» weiterhin.
In der Regel bestand die Zeitung aus zwei Seiten, sie erschien wöchentlich und war dicht gefüllt. Fotografien wurden mit der Zeit häufiger eingesetzt. Anton Moos veröffentlichte wie gewohnt Quartier- und Vereinsnachrichten, kirchliche Mitteilungen, politische Meldungen sowie Informationen zu Bauarbeiten und Verkehrsregelungen. Gedruckt wurden auch Eheverkündungen, Geburten und Todesfälle, ebenso Meldungen zu goldenen Hochzeiten. Jahresberichte – etwa des Quartiervereins Höngg oder des Ortsmuseums – hatten ihren festen Platz, ebenso die Reden zum 1. August.
Wiederkehrend waren Hinweise auf Maskenbälle, die offenbar auf grosses Interesse stiessen. «Die Fröhlichen sollen leben, denn die Fröhlichkeit ist die Würze des Lebens», hiess es.
1100 Jahre Höngg
Über viele Ausgaben hinweg berichtete die Zeitung ab 1957 über «1100 Jahre Höngg». Anlass war eine Urkunde des Grossmünsterstifts aus dem Jahr 858, in der Höngg erstmals als Siedlung erwähnt wird. 1958 wurde dies mit einer Festwoche vom 4. bis 12. Oktober begangen.
Geplant waren unter anderem eine Festhütte für 1500 Personen auf dem Schulhausplatz Bläsi, Veranstaltungen in Turnhallen, Kunstausstellungen, Schülertreffen, Tanz und Unterhaltung, Gottesdienste und Vorträge. In der Vorberichterstattung hiess es: «Das Organisationskomitee hat mit der Durchführung dieser 1100-Jahrfeier keine leichte Aufgabe übernommen, ist aber gewillt, sein Bestes zu leisten.» Den Berichten zufolge waren die Festtage ein Erfolg, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.
1100-Jahre Höngg war ein grosses Thema im Jahr 1958.
Neubauten waren nicht erwünscht
Ein weiteres Thema waren Neubauten. Im Dezember 1957 berichtete «Der Höngger» über die Überbauung am Meierhofplatz – den «neuen» Rebstock, mit Visualisierung. Die Zeitung sprach von «einer wohl gelungenen Lösung für die Schaffung eines Quartierzentrums». Neben dem Restaurant wurde auch auf das Kino mit 350 Plätzen hingewiesen. Das «Kino Zentrum» und sein Programm wurden danach regelmässig erwähnt, ebenso die Gründung einer «Kulturfilm-Gemeinde».
1959 berichtete «Der Höngger» ausführlich über die Einweihung des reformierten Kirchgemeindehauses: «Die Zeiten sind längst vorbei, als neben der Kirche das Pfarrhaus für das kirchliche Leben genügte.» Nicht alle Projekte stiessen auf Zustimmung. Kritik gab es etwa an der Alterssiedlung Bombach, insbesondere am geplanten Hochhaus: «Ob man es wahrhaben will oder nicht: Ein Hochhaus in einem Gebiet, das zu 90 Prozent überbaut ist, bedeutet eine Anmassung für seine nähere Umgebung.» Auch der «Abschied vom Idyll Hönggerberg» war Thema, ausgelöst durch geplante Überbauungen: «Häuserblöcke werden entstehen, vielleicht auch Hochhäuser für die ETH.»
Im März 1960 wurde der Abbruch der «Rose» vermeldet: «Wiederum schliesst eine alte Höngger Wirtschaft ihre Pforten.» Kurz darauf folgte der Artikel «Dorfkern im Umbruch». Darin war zu lesen, dass es den Zeugen vergangener Zeiten «an den Kragen gehe». Genannt wurden der Kempfhof und die Alte Trotte. Und: Nach dem Rebstock standen auch die «Linde» und die «Rose» vor Veränderungen.
Begrüsst wurde dagegen die geplante Badeanlage. 1962 schrieb der «Höngger», es sei an der Zeit, dass das Quartier Höngg mit seinen 14’000 Einwohnern berücksichtigt werde. Dies war der Auftakt für das spätere Bad «Zwischen den Hölzern», das in ein «landschaftlich reizvolles, windgeschütztes Wald- und Wiesentälchen» zu liegen kommen sollte.
«Der Höngger» erschien auch 1966 weiterhin regelmässig, Gertrude Moos nahm das Zepter in die Hand und der Abonnementspreis war inzwischen auf 8 Franken angestiegen.
Das digitale Archiv: Dank an die Schmid-Wörner-Stiftung
Stöbern, Recherchieren, Entdecken, Wiederfinden oder Suchen: 100 Jahre «Höngger Zeitung» bedeuten eine Menge Lesestoff – und gleichzeitig sind diese Informationen auch zeitgeschichtliche Dokumente. Die Zentralbibliothek Zürich hat im Auftrag der «Höngger Zeitung» sämtliche Ausgaben ab dem 1. Oktober 1926 eingescannt und stellt das digitale Archiv nun laufend kostenfrei auf ihrer Website zur Verfügung.
«Herzlich willkommen, neue Nachbarschaft!», steht in roter Schrift auf einem hellblauen und mit weissen Sternen verzierten Transparent am Provisorium des GZ Wipkingen. Die Botschaft richtet sich an die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger auf der gegenüberliegenden Seite der Limmat in der Wohnsiedlung Tramdepot Hard, wie der «Tages-Anzeiger» berichtete.
«Herzlich willkommen neue Nachbarschaft!» (Foto: Jasmine Osterwalder)
Mehr Publikum für das GZ Wipkingen
In den beiden Wohntürmen sind mittlerweile alle 193 Wohnungen vergeben. Der Wipkinger berichtete bereits über die Siedlung. Für das GZ Wipkingen könnte das bedeuten: mehr Personen, die dessen Angebot nutzen. Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnsiedlung hätten eine Karte mit den wichtigsten Informationen zum GZ Wipkingen erhalten, sagt Betriebsleiterin Cornelia Schwendener gegenüber dem «Tages-Anzeiger».
Zudem wurde auf der Website der Zürcher Gemeinschaftszentren eine Seite für die neue Nachbarschaft aufgesetzt. «Wir sind in Kontakt mit einigen Bewohnenden und beteiligen uns am Siedlungsfest im September, an welchem wir auch den künftigen Bedarf der Bewohnenden abholen werden», so Schwendener.
Umzug aus dem Provisorium in die renovierten Räumlichkeiten
Der Zeitpunkt für den Austausch sei günstig: Im November zieht das GZ Wipkingen zurück vom Provisorium auf dem Wipkingerpark in die renovierten Räumlichkeiten an der Ampère- und Breitensteinstrasse. «Diesbezüglich wird das gesamte Angebot im GZ Wipkingen neu ausgerichtet. Natürlich wird dabei die neue Nachbarschaft einbezogen», sagt Schwendener. Dann eröffne auch das neue Café Jetzt, das fast doppelt so viel Platz biete wie die bisherigen Gastroangebote.
Der Verschönerungsverein Höngg (VVH) ist weithin bekannt für die roten Bänkli, die überall im Quartier zum Verweilen und Ausruhen einladen. Doch zum Verein gehört weit mehr: Auch das Ortsmuseum mit der Ortsgeschichtlichen Kommission ist Teil des Vereins, ebenso wie die Rebbaugruppe, die die rund 200 Weinstöcke auf dem Rebberg «Zum Chranz» bewirtschaftet, der gleich neben dem Ortsmuseum liegt.
Doch die drei Untergruppen agierten bis anhin dezentral und selbstständig. Es gab sogar zwei verschiedene Websites – eine für den Verschönerungsverein und eine für das Ortsmuseum. Das brachte Aufwand und manchmal auch etwas Verwirrung: Er selbst habe, so gestand Michael Stäheli, der Präsident des VVH, der Generalversammlung in seinem eingehenden Bericht schmunzelnd, zu Beginn seiner Zeit im Vorstand etwas Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass zum VVH eben nicht nur die Bänkli, sondern auch die Rebbaugruppe und das Ortsmuseum gehörten.
Damit ist nun Schluss: Gemeinsam mit einem Team von Studierenden des Bachelorstudiengangs Business Communications an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) wurde im vergangenen Jahr die Kommunikationsstrategie des Vereins auf den Prüfstand gestellt (der «Höngger» berichtete). Das Ergebnis ist seit März ein integrierter Auftritt mit neuem Logo und einer neuen Website, die mit studentischer Beteiligung entwickelt wurden.
Mit der differenzierten Ausprägung des Logos und der klaren Gliederung bleiben die drei Untergruppen des Vereins aber trotzdem auf den ersten Blick erkennbar. Das neue Logo vereint die Tätigkeitsgebiete auf bestechend einfache und eingängliche Art.
Ein neues altes Ortsmuseum
Doch die Website ist nicht das einzig Neue in diesem Jahr: Auch das Ortsmuseum im historischen Rebbauernhaus «Zum Chranz» musste sich in den vergangenen zwei Jahren einer Kur unterziehen und wurde durch die Stadt renoviert und saniert (der «Höngger» berichtete auch hierzu).
Nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Für den Mai ist eine erste Veranstaltung für die Sponsoren, Gönner und Gönnerinnen des Museums geplant. Parallel dazu laufen im Hintergrund die intensiven Arbeiten für die Wiederaufnahme des Museumsbetriebs.
Das neue Museumskonzept, so erklärte Stäheli, gliedert sich in drei unterschiedliche Module. Das erste Modul setzt das Haus aus dem 16. Jahrhundert in Szene. Denn dieses sei selbst durchaus museumswürdig und habe seine eigene, gut dokumentierte Geschichte zu erzählen.
Mit dieser Aufgabe wurde das Atelier «Schmauder Und» von Claudia Schmauder beauftragt. Erklärungstafeln informieren über bauhistorische Details und das einfache Leben zur damaligen Zeit. Das Atelier kuratiert auch das zweite Modul, bei dem aus der Sammlung des Ortsmuseums modular acht ausgewählte Objekte mit Bezug zu Höngg präsentiert werden.
«Hoenggenisa»
Rund um diese sogenannten «Hoenggensia» werden kurze Geschichten erzählt und so die Entwicklung Hönggs erlebbar gemacht. Das dritte Modul schliesslich befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Hierbei soll, in Einklang mit dem Lehrplan 21, ein neues Angebot für Schulklassen geschaffen werden, um Geschichte ausgehend vom konkreten lokalen Kontext erfahrbar zu machen und die im Lehrplan geforderten Kompetenzen zu üben. Höngg könnte hier Pioniercharakter haben und Vorbild sein für die sieben weiteren Ortsmuseen auf Stadtgebiet.
Der Verein hat also Grosses vor. Wann genau das Museum der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen wird, konnte oder wollte der Präsident zum Zeitpunkt der Generalversammlung noch nicht genau sagen. Geplant sei jedoch, gegen Mitte des Jahres zu starten, das neue kleine Museumscafé in Betrieb zu nehmen und schrittweise die seit fast zwei Jahren ruhenden Aktivitäten wieder hochzufahren.
«Uns bleibt noch viel zu tun, aber wir sind motiviert und engagieren uns in unserer Freizeit aus Freude und Interesse», so Stäheli. «Der neue kommunikative Auftritt in den digitalen Kanälen wird uns helfen, mit dem Ortsmuseum und unseren anderen Angeboten im Gespräch zu bleiben.»
Das Programm für den Ferientag (mit Anmeldung) sei flexibel, sagt Seraina Vetsch. Die Mitarbeiterin im QuarTierhof Höngg mit Schwerpunkt Soziokultur organisiert in Kooperation mit dem GZ Höngg den Anlass am 24. April und engagiert sich seit vier Jahren mit viel Herzblut für lehrreiche Erlebnisse auf dem Hof.
Die Biene im Fokus
Im Zentrum des Ferientags steht die Renovierung des Bienenhotels. Dieses wurde vor sechs Jahren im Rahmen des Ferienprogramms gemeinsam mit Imkerin Ruth Guillén errichtet. Nun soll das in die Jahre gekommene Hotel erneuert werden. Die Kinder helfen mit, es neu zu befüllen und lernen dabei spielerisch die Bedeutung der Biene kennen.
«Wir wollen aufzeigen, wie wichtig die Biene ist – auch wenn sie ein kleines Lebewesen ist. Ohne Bestäubung gibt es keine Früchte», sagt Vetsch.
Tierbesuche stehen hoch im Kurs
Im Stall. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Neben dem Bienenhotel lässt das Programm viele Freiräume. Besonders gefragt sind die Tierbesuche: Hühner, Ziegen, Ponys, Hasen und Schafe können aus nächster Nähe erlebt werden. Die Hühner und Ziegen können von den Kindern gefüttert und gestreichelt werden. Ein weiterer Fixpunkt sei die Zubereitung des Schlangenbrotes über dem Feuer beim «Zvieri».
Weitere Entdeckungen auf dem Hof
Den übrigen Tag verbringen die Kinder mit Werken, Entdecken und Experimentieren. Sie haben dabei einen grossen Mitbestimmungsgrad. «Wir sind mit verschiedenen Angeboten vorbereitet und bleiben flexibel», sagt Vetsch. So können etwa Steine bemalt oder aus Schafwolle Bänder gefilzt werden. Auch eine Fühlbox oder ein Baumdetektiv-Quiz stehen bereit.
Anmeldungen schwer planbar
Wie viele Kinder teilnehmen, ist jeweils schwer vorherzusagen. Anmeldungen sind jeweils bis zum Vortag möglich. Umso mehr freut sich Vetsch über neue Gesichter auf dem Hof. «Es ist schön zu sehen, wie Kinder hier die Natur entdecken – oft zum ersten Mal so nah», sagt sie.
Naturtag mit Bienenhotel auf dem QuarTierhof
Regensdorferstrasse 189
Freitag, 24. April von 9 bis 17 Uhr
Für Kinder ab 8 Jahren, Verpflegung inklusive
Kosten: Fr. 50.-, mit KulturLegi Fr. 25.-
Platzzahl begrenzt
Anmeldung und Kontakt:
seraina.vetsch@quartierhof-hoengg.ch
Sie haben eine lange Geschichte: Die Standschützen Höngg wurden 1933 gegründet, ein Jahr vor der Eingemeindung. Der Verein entstand aus dem Zusammenschluss der Feldschützen Höngg (gegründet 1864) und der Militärschützen Höngg (gegründet 1876). Er besteht bis heute, zählt aktuell rund 90 Mitglieder und trainiert jeweils am Dienstag- und Mittwochabend im Schützenhaus Höngg.
Dem Ort sind die Standschützen sehr verbunden, wie der ehemalige Präsident Martin Schnidrig beim Treffen mit dem «Höngger» erzählt. «Die Feld- und Militärschützen gründeten zusammen mit dem Schiessverein Höngg im Jahr 1930 die Schiessplatz-Genossenschaft Höngg, die den Platz bis heute betreibt», sagt er.
Schnidrig ist seit 1979 Mitglied bei den Standschützen und war auch als Schützenmeister aktiv. 1992 wurde er Vizepräsident, schliesslich übernahm er 2022 das Präsidium. Doch ihm war klar, dass er dieses Amt in absehbarer Zeit an eine jüngere Nachfolge übergeben will. «Wir hatten jedoch Schwierigkeiten, Personen zu finden, die den Verein führen wollen», erzählt er.
Eine Begegnung mit Folgen
Schnidrig dachte auch schon an Übergangslösungen, bis er an einem Anlass auf jemanden traf, der sich für dieses Amt anbot: Violaine Stehli. Beim besagten Anlass handelte es sich um das letztjährige Vernetzungstreffen vom Quartierverein Höngg (QVH).
Dieses hat Tradition und wird stets gut besucht. Zudem bietet es mit dem «Speed-Dating» einen unkomplizierten Weg, neue Gesichter kennenzulernen. Stehli – auch Vorstandsmitglied im QVH und neu verantwortlich für «De schnällscht Zürihegel» – sass dabei Präsident Schnidrig gegenüber.
«Wir haben uns ausgetauscht und er erzählte mir, dass sie auf der Suche nach einem neuen Präsidenten seien. Kurz darauf las ich im Höngger einen Artikel und dachte, die Standschützen seien fündig geworden, doch ich habe das mit dem Amt bei der Schiessplatzgenossenschaft verwechselt», erinnert sich Stehli.
«Ich war 14 Jahre alt, lebte in Oberlunkhofen und war in einem Jugendtreff, als ein junger Mann vor mir stand und mit einer Waffe auf mich zielte. Ich war wie erstarrt», sagt sie. Der Mann konnte an weiteren Taten gehindert werden, doch diese Schockstarre prägte Stehli.
«Ich wollte mich davon nicht einschüchtern lassen, sondern die Situation beherrschen, den Schiesssport als Sport verstanden wissen, nicht als Einschüchterung.» Also wandte sie sich an den Jungschützenverein im benachbarten Jonen, um das Erlebnis zu verarbeiten. «Mit 15 Jahren bin ich dort beigetreten und habe diesen Sport sehr schätzen gelernt.» Es benötige viel Körperbeherrschung und Konzentration, so Stehli. «Disziplin, Ruhe und Präzision gehören ebenfalls dazu.»
Aufgrund ihrer Lehre und des Berufslebens – Stehli arbeitete im Dienstleistungssektor, absolvierte als Zweitausbildung die Handelsschule mit anschliessendem KV und ist heute HR-Generalistin – gab sie den Schiesssport nach einigen Jahren wieder auf. Doch ganz los liess er sie nie.
Zwischen Tradition und Aufbruch
Für Stehli war klar: Wenn sie Präsidentin der Standschützen Höngg werden sollte, wolle sie dem Amt gerecht werden. Schnidrig berief eine ausserordentliche Vorstandssitzung ein. «Ich fand es gut, dass wir mit Violaine eine junge Person gefunden haben. Wir führten an dieser Sitzung ein sehr positives Gespräch», erinnert sich Schnidrig. Zu diesem Zeitpunkt gab es zwar einen weiteren Mitbewerber, jedoch nur, falls sich niemand anderes finden würde.
Am 4. März 2026 fand die Generalversammlung statt. Und möglicherweise einzigartig in der Geschichte des Vereins wurde ein neues Mitglied zugleich auch zur Präsidentin gewählt. Stehli ist weiter die erste Frau an der Spitze der Standschützen Höngg – gewissermassen aus dem Stand. «Ich wurde einstimmig gewählt, das ist sehr schön», sagt sie. Sie fühle sich gut aufgenommen und wisse, dass sie erfahrene Vereinsmitglieder an ihrer Seite habe, an die sie sich jederzeit wenden könne.
Fit für die Zukunft
Nun stehen für die neue Präsidentin erste Aufgaben an. Ganz vorne: Sie will wieder fit im Schiessen werden. «Ich werde nun von unseren Schützenmeistern trainiert.» Gemeinsam mit ihrem Mann wird sie auch Vereinskurse auf dem Hönggerberg besuchen, etwa das gut besuchte Pistolenschiessen.
Gleichzeitig will sie die Standschützen Höngg in die Zukunft führen – insbesondere im digitalen Bereich. So möchte Stehli die Website erneuern und die Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Ziel sei es, die Vorteile des Schiesssports sichtbarer zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. «Die öffentliche Wahrnehmung der Standschützen Höngg soll wachsen», sagt sie.
Fotos, Videos und weitere Informationen sollen Interessierten einen einfachen Zugang ermöglichen. Stehli, die nebenberuflich auch als Filmemacherin tätig war, bringt also Erfahrung mit. «Vom Drehbuch bis zur Auswertung haben wir damals alles selbst gemacht, das Wissen ist vorhanden.» Und die Möglichkeiten heutzutage seien noch vielfältiger geworden.
Die Gemeinschaft innerhalb der Standschützen Höngg bleibt dabei zentral. «Martin hat immer betont, wie wichtig unsere Gemeinschaft ist, dass es nicht nur um das Schiessen allein geht, sondern auch um Zusammenhalt und Kameradschaft.» Das wolle sie weiterführen, verspricht Stehli.
Mitten im Quartier, unweit des Bahnhofs Wipkingen, findet jedes Jahr das Landenbergfest statt. Der Eintritt ist frei, und die ganze Familie kann sich daran erfreuen: Auf der Wiese im Landenbergpark gibt es Livemusik, kulinarische Angebote und ein buntes Programm für Kinder. Dieses Jahr geht das Fest am 26. und 27. Juni über die Bühne.
Das Wipkinger Fest ist seit 42 Jahren im Kreis 10 verankert. Es entstand aus einem Nachbarschaftsanlass, als Bewohner einer Genossenschaft an der Zeunerstrasse – direkt angrenzend an den Landenbergpark – begannen, ein Picknick für Anwohnende zu organisieren. Aus diesem jährlich stattfindenden Treffen ist im Laufe der Zeit das heutige Landenbergfest gewachsen (wir berichteten).
Den familiären Charakter hat sich das Fest bis heute bewahrt. Entsprechend breit ist das Angebot: Am Freitag startet das Fest ab 18 Uhr mit Essen und Getränken. Ab 20 Uhr sorgen Caspar von Nebenan und Bodoh für musikalische Unterhaltung.
Caspar von nebenan – Chérie
Gelassene Stimmung am Landenbergfest in Wipkingen. (Foto: zvg)
Am Samstag beginnt das Programm bereits um 14 Uhr. Neben Verpflegungsmöglichkeiten stehen unter anderem ein Siebdruck-Angebot, ein Kinderflohmarkt sowie Aktivitäten mit dem Gemeinschaftszentrum Wipkingen und der Offenen Jugendarbeit auf dem Programm. Am Abend, ab 20 Uhr, treten Lost in Quiet, Lilac Attitude und Nadja Zela auf.
Nadja Zela – Still Alive
Im Quartier selbst ist das Fest breit abgestützt: Zahlreiche lokale Betriebe unterstützen den Anlass als Sponsoren, darunter KiWi, Float Zürich, der Röschi Kiosk, die Café Bar Nordbrücke und das Restaurant Da Noi.
Wie in den Jahren zuvor herrschte vor dem Dupont am Beatenplatz eine fröhliche Stimmung. Das Restaurant dient der Zunft Höngg am Sächsilüüte als Zunftstube. Kurz nach 14.30 Uhr traten die Zunftmitglieder und ihre Gäste hinaus, um sich gemeinsam mit der «Hönggermusik» für den Umzug bereit zu machen.
Warten vor dem grossen Umzug am Sächsilüüte. (Foto: Arthur Phildius)
Wie man hörte, war das Essen vorzüglich; unter anderem wurden Capuns serviert – schliesslich war Graubünden der diesjährige Gastkanton des Zürcher Frühlingsfests. Dieses begann schon am Freitag, 17. April, auf dem Lindenhof, bot Bälle am Samstag und den Kinderumzug am Sonntag. Der Umzug mit der Verbrennung des Bööggs aber gilt als Höhepunkt.
Die Ehrengäste der Zunft Höngg
Besonderes Augenmerk galt den Ehrengästen der Zunft Höngg: Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Bundesbahnen, Vincent Ducrot, CEO der SBB, Nationalrat Martin Candinas sowie Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch, mischten sich gut gelaunt unter die Hönggerinnen und Höngger.
Nationalrat Martin Candinas, Zunftmeister Walter Zweifel, Vincent Ducrot, CEO SBB, Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin SBB, und Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch. (Foto: Arthur Phildius)
Zunftmeister Walter Zweifel gibt den Kelch Ende Jahr weiter. (Foto: dad)
Blumenkönigin und Roboter
Dieser «letzte» Umzug für Zweifel als Zunftmeister fand bei perfektem Wetter statt. Die Zunft Höngg begab sich an fünfter Stelle auf die Route und traf dabei auf zahlreiche Schaulustige. Auch bei anderen Zünften liefen bekannte Gesichter mit: SRF-Moderator Nik Hartmann bei der Zunft Wiedikon, die Schauspielerin Tonia Maria Zindel bei der Zunft Hottingen, Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider bei der Zunft zum Weggen, der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal bei der Zunft zu Oberstrass sowie Bischof Joseph Maria Bonnemain bei der Zunft Wollishofen.
Martin Candinas ist beliebt. (Foto: Arthur Phildius)
Der «Tages-Anzeiger» schreibt zudem, dass Schlagersängerin Beatrice Egli der beliebteste Ehrengast gewesen sei. Sie wurde von der Zunft zum Widder eingeladen und erhielt, so die Tageszeitung, unzählige Blumensträusse. Einzig der Roboter «Henrietta» des Gastkantons Graubünden dürfte noch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben – eine Werbung für den Davos Tech Summit.
Christian Mossner vom Höngger Verein Connecta.TV. (Foto: dad)
Die Traube darf natürlich bei keinem Umzug fehlen. (Foto: Arthur Phildius)
12 Minuten und 48 Sekunden
Doch über all den Namen und Figuren thronte ohnehin nur einer: der Böögg. Seine Zeit im Scheinwerferlicht war in diesem Jahr allerdings kurz. Das Feuer griff schnell um sich, und nach 12 Minuten und 48 Sekunden explodierte der Böller im Kopf des Schneemanns. Das bedeutet, dass sich Zürich auf einen schönen Sommer freuen darf.
Die Höngger Fahne ist am Sächsilüüte ein begehrtes Sujet. (Foto: dad)
Nachdem der bisherige Standort beim Schulhaus Waidhalde als schlecht erreichbar beurteilt wurde (wir berichteten), prüft Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) Alternativen für den mobilen Recyclinghof im Quartier. Der Quartierverein Wipkingen führte dazu eine Online-Umfrage durch. Nun hat er die Ergebnisse auf seiner Website veröffentlicht.
Zur Auswahl standen die Turnhalle Lettenwiese, das Schulhaus Nordstrasse sowie der Röschibachplatz. Rund 1000 Personen riefen die Umfrage auf, 163 nahmen daran teil. Die Auswertung zeige laut dem Quartierverein Wipkingen ein deutliches Ergebnis: Eine Mehrheit der Teilnehmenden spricht sich für den Röschibachplatz als künftigen Standort aus.
Konkret sprachen sich 134 Personen für den «Röschi» aus. Das Schulhaus Nordstrasse wurde von 47 Personen angegeben. Bei der Turnhalle Lettenwiese waren zwei Standorte im Gespräch, diese erreichten jedoch nur 25 und 26 der Stimmen.
Zustimmung und Bedenken
Neben der klaren Präferenz wurden auch unterschiedliche Einschätzungen geäussert. Während einige Stimmen die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit vom «Röschi» hervorheben, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der bereits hohen Nutzung und Aufenthaltsqualität des Platzes.
Bei den bevorzugten Durchführungstagen liegen Mittwoch und Freitag vorne. Einzelne Teilnehmende wiesen jedoch darauf hin, dass ein Recyclingangebot am Freitag die Nutzung des Platzes im Hinblick auf das Wochenende beeinträchtigen könnte.
In Bezug auf die Tageszeiten zeigt sich, dass ein Start am Morgen von den meisten Befragten gewünscht wird. Gleichzeitig besteht auch Bedarf nach Entsorgungsmöglichkeiten am Nachmittag.
Ein morgendlicher Betrieb würde laut Rückmeldungen eine enge Abstimmung mit den umliegenden Betrieben erfordern, da zu dieser Zeit üblicherweise Warenanlieferungen stattfinden.