Kategorie: Allgemein

  • Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Jens Mackensen hatte alle Hände voll zu tun: Wochenlang haben er und seine Frau Helen auf die Luga hingearbeitet. Auf 300 Quadratmetern zeigten sie Helens Playmobil-Sammlung – und lockten damit Kinder in Scharen an. Aus zwei Containern voller Playmobil-Fundstücke zauberte das Wipkinger Ehepaar eine Welt, wie sie verspielter kaum sein könnte.

    Da stand die mittelalterliche Burg mit einem Heer aus Rittern, dort die Flotte mit Piratenschiffen, daneben ein Berg mit Seilbahn. Gleich daneben düste ein Zug vorbei – nein, mehrere Züge. Sie fahren vorbei am Zirkus Knie, an einem brennenden Haus und vielem mehr. Die Ausstellung in dieser Form war erstmals an der Luga zu sehen und zeigte rund 90 Prozent der Sammlung.


    Jens Mackensen vor der Sammlung seiner Frau Helen an der Luga. (Foto: dad)

    Tatsächlich durften die Kinder die ausgestellte Welt nicht anfassen. Doch Helen und Jens Mackensen dachten auch an den Spielspass: Sie boten eine eigene Ecke an, in der sich die Kinder mit Playmobil austoben konnten. So wurde die «Faszination Playmobil» mitten in der Luzerner Frühlingsmesse zu einer wahren Attraktion – ein direkter Import aus Wipkingen.


    Eine Flotte von Piratenschiffen. (Foto: dad)

    Ein Leben mit Playmobil

    Jens Mackensen erzählte der «Luga-Zytig», wie seine Leidenschaft in der DDR begann: Weil Playmobil dort kaum erhältlich war, bekam er erste Figuren von Verwandten aus Westdeutschland geschenkt. Gemeinsam mit seinem Grossvater baute er daraus eigene Ritterwelten. Nach der Wende wuchs die Sammlung stetig weiter.

    Später lernte er seine Frau Helen kennen, die ebenfalls zur begeisterten Sammlerin wurde. Nach dem Tod seines Grossvaters übernahm Helen die über Jahre gewachsene Sammlung. «Heute gehört sie ganz ihr – und ich bin sozusagen ihr Manager», sagt Jens mit einem Lächeln.

    Auch an ihrer Hochzeit spielten die kleinen Figuren eine besondere Rolle. Stolz präsentierte Jens der Zeitung zwei Playmobil-Figuren im Brautkleid und Hochzeitsanzug. «Das sind Helen und ich an unserem schönsten Tag.»

    Ein breites Publikum

    Zehn Tage lang wurde die Luzerner Allmend zum Treffpunkt für die ganze Zentralschweiz. «Die Luga zeigte sich einmal mehr lebendig, farbenfroh und authentisch», freut sich Messeleiterin Linda Gabriel laut Medienmitteilung. Über 120’000 Menschen liessen sich inspirieren, unterhalten, kauften ein und entdeckten Neues.

    Entsprechend positiv fällt auch Gabriels Bilanz aus: «Ich bin sehr zufrieden. Überall auf dem Gelände war eine tolle Stimmung spürbar, und wir hatten keine Zwischenfälle.» Auch das frühlingshafte Wetter trug zur guten Stimmung bei und lud zum Verweilen ein. «Die Kombination aus Marktplatz, Landwirtschaft, Unterhaltung und Gastronomie sowie das Zusammenspiel von Bewährtem und Neuem spricht ein breites Publikum an», erklärt Gabriel.

    Nach der Messe folgt der Verein


    Auch ein Berg mit Seilbahn wurde aufgestellt. (Foto: dad)

    Helen und Jens Mackensen waren gemeinsam mit Freunden täglich vor Ort und pendelten zwischen Luzern und Wipkingen. Mittlerweile ist die Playmobil-Welt wieder zurück im Kreis 10 – doch sie soll weiterhin genutzt werden. Mit dem Verein «Helens Playmobil Traum» gründeten die Mackensens eine Plattform für alle, die ihre Begeisterung für Playmobil teilen. Und vielleicht folgt schon bald die nächste Ausstellung.

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  • Das «Hölzli» wird 60: Eine Badi für Höngg und Oberengstringen

    Das «Hölzli» wird 60: Eine Badi für Höngg und Oberengstringen

    Was ist das Schönste an Zürich im Sommer? Das Wasser. Die Limmatstadt ist europaweit, gemessen an der Zahl der Einwohnerschaft, die Stadt mit der höchsten Dichte an Badis. Das behauptet zumindest die Autorin Tina Schmid in ihrem «Züribadibuch». Neben den frei zugänglichen Badestellen am See und an der Limmat sind es insgesamt 25 Bäder, die der Stadtbevölkerung zur Verfügung stehen: 7 Hallenbäder und 18 Sommerbäder.

    Von Letzteren finden sich vier verschiedene Typen: die Kastenbäder, die Seebäder sowie die Fluss- und Freibäder. Eines dieser Freibäder ist die Badi Zwischen den Hölzern in Oberengstringen und an der Grenze zu Höngg. In diesem Frühjahr jährt sich deren Eröffnung zum 60. Mal.

    Eine Kooperation über die Stadtgrenzen hinweg

    Ihre Entstehung ist einer Kooperation zwischen der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen zu verdanken: In den 1960er-Jahren, so schildert es die «Limmattaler Zeitung» in einem Artikel aus dem Jahr 2016, wuchs nämlich aufgrund zunehmender Bevölkerungszahlen sowohl im Stadtquartier Höngg als auch in Oberengstringen der Bedarf nach einer eigenen Badeanstalt.

    Denn für die Oberengstringer Bevölkerung war die nächste Badi erst in Schlieren zu finden. Auch in Höngg musste man zur Abkühlung eine weite Reise unternehmen, wenn man sich nicht in die Limmat wagen wollte: entweder in Richtung Altstetten zur Badi Letzigraben oder nach Oerlikon ins Allenmoos.

    Aus diesem Grund einigten sich die Stadt und die Gemeinde darauf, ein gemeinsames Projekt zu verfolgen. Damit war beiden gedient – denn, wie die «Limmattaler Zeitung» die Situation erklärt, «hatte Oberengstringen genügend Land, aber kein Geld. Die Stadt hatte das Geld, jedoch kein Land».

    In der Folge überliess Oberengstringen das Land oberhalb des Frankentals der Stadt Zürich für 99 Jahre im Baurecht und übernahm die Erschliessungskosten in der Höhe von 620 000 Franken. Die Stadt ihrerseits war für den Bau des Schwimmbads zuständig, was mit rund 3 Millionen Franken zu Buche schlug. Für den Betrieb der Badi wiederum war bis zum Jahr 2005 die Gemeinde Oberengstringen zuständig, dann übernahm das Sportamt der Stadt Zürich.

    Zur Eröffnung ein grosses Fest

    Mit dem Bau der Badi, die Mitte Mai 1966 fertiggestellt wurde, wurde das renommierte Büro Stücheli Architekten beauftragt. Erstellt wurden drei Schwimmbecken: ein 50 Meter langes Schwimmer-, ein 25 Meter langes Nichtschwimmerbecken sowie ein kleineres Lernschwimmbecken. Ein Planschbecken und eine Sprungbucht mit einem Sprungturm ergänzten das Angebot. Am Sonntag, 22. Mai 1966, hatte die lokale Bevölkerung, wie «Der Höngger» in seiner damaligen Ausgabe berichtete, die Gelegenheit, ihre neue Badi erstmals zu besichtigen.

    In Betrieb genommen wurde das «Hölzli» schliesslich einen Tag später mit einer feierlichen Zeremonie. Sowohl der Stadtpräsident Emil Landolt als auch sein designierter Nachfolger Sigmund Widmer, waren zugegen. Musik spielte, ein Kinderchor sang, Kanufahrer und Synchronschwimmerinnen traten auf. Und als Highlight, so berichtet die «Limmattaler Zeitung», habe Widmer trotz der kühlen Temperaturen sogar einen Sprung vom Dreimeterbrett gewagt.

    Baden im Wald

    Die Eintrittspreise waren damals äusserst moderat, zumindest aus heutiger Sicht. Wie «Der Höngger» schrieb, kostete der Einzeleintritt für Erwachsene 60 Rappen, Kinder kamen mit nur 20 Rappen davon – und mussten oft gar nichts bezahlen: Montag, Dienstag und Freitag ab 16 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag ab 14 Uhr war der Eintritt für sie frei.

    Heute kommen die Badegäste zwar immer noch günstig, aber nicht mehr ganz so billig davon: Ein Erwachseneneintritt kostet acht Franken, Kinder bezahlen vier. Gratiseintritte gibt es nur noch für Kinder unter sechs Jahren.

    Doch beliebt ist die Badi bei der Höngger und der Engstringer Bevölkerung nach wie vor. In den letzten Jahren verzeichnete sie jährlich jeweils mehr als 60 000 Eintritte – an Spitzentagen tummeln sich über 1000 Badegäste auf den Liegewiesen und in den Schwimmbecken. Das liegt sicherlich auch an ihrer besonderen Lage, die auch die NZZ im vergangenen Jahr zu würdigen wusste: «Das Spezielle an dieser unaufgeregten Badi ist, dass sie umgeben ist von Wald, mit Blick auf die ferne Stadt, und von einem hübschen Rebberg. Und sie ist so weitläufig, dass alle, ob jung oder alt, ohne Dichtestress aneinander vorbeikommen.»

    Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des «Hölzlis» sind bis anhin allerdings keine geplant. Dafür stand das «Hölzli» aber im vergangenen Jahr bei den dreitägigen Festivitäten zum 1155-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Oberengstringen ganz im Mittelpunkt des Geschehens.

    Start Badesaison

    9. Mai 2026
    Täglich und bei jeder Witterung
    von 9 bis 14 Uhr, bei schönem Wetter teilweise bis 21 Uhr

  • Glückwunsch, Schlorian: Illustrator aus dem Kreis 10 gewinnt Preis

    Glückwunsch, Schlorian: Illustrator aus dem Kreis 10 gewinnt Preis

    Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Eine Frage, die in der Ausstellung an der Badstrasse in Baden thematisiert wird. Dort ist noch bis 17. Mai eine kritisch-humorvolle Cartoon-Ausstellung zu sehen, organisiert von der Satire-Plattform «Bissfest».

    Insgesamt nahmen über 100 Cartoonistinnen und Cartoonisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz daran teil. Ihre insgesamt 190 Werke sind als bissige Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen und werden im Grossformat auf mobilen Plakatwänden präsentiert.


    Haller sicherte sich den 3.Platz. (Foto: zvg.)

    Mit dabei ist auch der Höngger Illustrator Stefan Haller, den unsere Leserschaft als Schlorian, den Cartoonisten in der Grossauflage, kennt. Nun hat eine Jury von «Bissfest» drei Werke der Ausstellung ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht – Haller erreichte den dritten Platz.

    «Die hochentzündliche Spannung in diesem Cartoon war für die Jury beim Betrachten fast physisch spürbar: Schlorian zeigt in dieser Arbeit wunderbar plakativ, wie rasch wir uns aneinander reiben und wie leicht ein gefährlicher Funke entstehen kann», so die Jury.

    Denken und kommunizieren

    Hinter der Satire-Plattform steht der 2019 gegründete Badener Verein «SlamJamCartoon», der eine Plattformen für die Kunst des offenen Dialogs bieten will. Konkret: «Denken und Kommunizieren kulturell inszeniert, gesprochen, gesungen und gezeichnet», wie es auf der Website heisst. Die Ausstellung «Ende der Debatte?» begleitet das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation.

  • Frühlingsmarkt im Rütihof: Pizza auf der Piazza

    Frühlingsmarkt im Rütihof: Pizza auf der Piazza

    Der Wonnemonat Mai lockt zum Schlendern und Spazieren. Und wo lässt es sich besser schlendern als auf einer Piazza im bunten Markttreiben? Zugegeben, der Begriff Piazza ist vielleicht ein wenig hochgegriffen für die Endhaltestelle im Rütihof, doch am 9. Mai verwandelt sich der Platz wieder einmal in einen lebendigen Basar.

    Mit mobilem Pizzaofen

    An 24 verschiedenen Ständen werden hier selbstgemachte Kostbarkeiten und Köstlichkeiten präsentiert – vom handgefertigten Schmuck über Upcycling-Taschen bis hin zu den Konfitüren. Auf die kleinen Gäste wartet wieder Manuela am Schminktisch, die vom Schmetterling bis zum Spiderman alle Wünsche erfüllen kann.

    Und für den kleinen und grossen Hunger gibt es, wie es sich für eine Dorfpiazza gehört, einen mobilen Pizzaofen, an dem sich alle ihre eigene Pizza zusammenstellen können.

    Frühlingsmarkt Rütihof

    Auf dem Platz bei der Endhaltestelle Rütihof, vor Restaurant CaBaRe
    Samstag, 9. Mai
    11 bis 18 Uhr
    24 Stände, Pizza zum selber Backen, Kinderschminken
    Kontakt: Simone Caseri, 079/ 236 92 82

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  • Höngger Illustrator gewinnt Preis bei Badener Ausstellung

    Höngger Illustrator gewinnt Preis bei Badener Ausstellung

    Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Eine Frage, die in der Ausstellung an der Badstrasse in Baden thematisiert wird. Dort ist noch bis 17. Mai eine kritisch-humorvolle Cartoon-Ausstellung zu sehen, organisiert von der Satire-Plattform «Bissfest».

    Insgesamt nahmen über 100 Cartoonistinnen und Cartoonisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz daran teil. Ihre insgesamt 190 Werke sind als bissige Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen und werden im Grossformat auf mobilen Plakatwänden präsentiert.


    Haller sicherte sich den 3.Platz (Foto: zvg.)

    Mit dabei ist auch der Höngger Illustrator Stefan Haller, den unsere Leserschaft als Schlorian, den Cartoonisten in der Grossauflage, kennt. Nun hat eine Jury von «Bissfest» drei Werke der Ausstellung ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht – Haller erreichte den dritten Platz.

    «Die hochentzündliche Spannung in diesem Cartoon war für die Jury beim Betrachten fast physisch spürbar: Schlorian zeigt in dieser Arbeit wunderbar plakativ, wie rasch wir uns aneinander reiben und wie leicht ein gefährlicher Funke entstehen kann», so die Jury.

    Für 500 Jahre der Badener Disputation

    Hinter der Satire-Plattform steht der 2019 gegründete Badener Verein «SlamJamCartoon», der eine Plattform für die Kunst des offenen Dialogs bieten will. Konkret: «Denken und Kommunizieren kulturell inszeniert, gesprochen, gesungen und gezeichnet», wie es auf der Website heisst. Die Ausstellung «Ende der Debatte?» begleitet das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation.

  • Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Unkonventionell sind Rose & Doctor nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch in ihrer Zusammensetzung: Jina Rose und ihr Vater Mike Doctor musizieren seit über 15 Jahren miteinander. Mike Doctor tourte schon in den wilden 1960er-Jahren mit diversen Bands und war Teil des deutschen Ensembles im Musical «Hair». Er komponiert auch klassische Musik, doch im Herzen ist und bleibt er ein Rocker.

    Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm: Seine Tochter Jina Rose – in Höngg auch als ehemalige Mitarbeiterin dieser Zeitung bekannt – hat sich einen bunten Weg durch diverse Stile gebahnt und testet gerne die Grenzen ihrer Stimme aus. Rose & Doctor haben bereits viele Songs gemeinsam geschrieben und aufgenommen sowie Konzerte im In- und Ausland gegeben. Eine Zeit lang waren sie als Soul-Punk-Band mit Bass und Schlagzeug unterwegs. Aus dieser Ära stammt das Musikvideo «To My Lover», das bei mehreren internationalen Filmfestivals in die Auswahl kam.  

    «ROSE & DOCTOR – To My Lover»

    Alte Wege neu gehen  

    Als die Punkband auseinander ging, hiess es «Back to the roots»; zurück zu Gitarre und zum Gesang. Dass ein Duo so rockig sein kann, überrascht viele Leute. Durch Effekte entstehen zudem träumerische Klangteppiche, und mit verschiedenen Gitarren sowie seiner originellen Gitarrenstimmung kreiert Mike Doctor überraschende Klänge.

    Ganz neu ist nun Ricky Jamin am Keyboard mit am Start. So kommen einige Songs der EP «Beyond Safety», die Rose & Doctor 2018 in Prag aufgenommen haben, ganz neu zur Geltung. Das Trio tritt nun am Freitag, 8. Mai, das erste Mal in Höngg im «CaBaRe» auf. Das Publikum darf sich auf eingängige Melodien, spannende Harmonien und vielfältige Stimmungen freuen.

    Das Konzert

    Rose & Doctor
    Freitag, 8. Mai, 20 Uhr
    CaBaRe, Rütihofstrasse 40
    Eintritt frei, Kollekte

  • In der Parkanlage Beckenhof blüht es wieder

    In der Parkanlage Beckenhof blüht es wieder

    Der Beckenhof in Unterstrass zählte einst zu den prachtvollsten barocken Landsitzen in der Region Zürich. Die heutige Parkanlage ist seit den 1920er-Jahren öffentlich zugänglich und ein wichtiger Freiraum für die Bevölkerung. Unter sorgfältigem Erhalt des kulturellen Erbes wurde die Anlage saniert. Der Quartierverein Unterstrass wird die Parkanlage am Montag, 18. Mai, von 17 bis 19 Uhr festlich einweihen.

    Der Anlass bietet einen musikalischen Rundgang durch den Park, begleitet von der ukrainischen Geigerin Anastasiia Dutka, und erinnert an die verschiedenen historischen Epochen, die für den Park bedeutsam waren: Es erklingt Musik von Georg Friedrich Händel über Johannes Brahms und Jules Massenet bis zu Secret Garden. Ergänzt werden das Programm durch Improvisationen zu alten ukrainischen Volksliedern über die Schönheit der Natur.

    Rund 50 neue Bäume und ein Blumentheater

    Die Einfriedung entlang der Stampfenbachstrasse und der Beckenhofstrasse wurde restauriert. Die Wegführung wurde neugestaltet, um den Nebenzugang an der Beckenhofstrasse besser mit dem Park zu verbinden. Dadurch entstand ein neuer Aufenthaltsbereich mit einer langen Sitzbank, die zum Verweilen und Begegnen einlädt.

    In der Wiesenfläche vor dem ehemaligen Herrenhaus wurde der querende Weg zugunsten des sogenannten Blumentheaters aufgehoben. Wenn die Tulpen nach ihrer Vorstellung verblüht sind, werden sie gemäht und die Fläche kann im Sommer als Spiel- oder Liegewiese genutzt werden.

    Die Kieswege wurden instand gesetzt und der Spielplatz mit zusätzlichen Geräten ergänzt. Da die Beleuchtung des Parks veraltet war, musste sie ersetzt werden. Auch die Bepflanzung des Parks und die Strauchrabatten wurden regeneriert. Der altehrwürdige Baumbestand wurde erhalten und mit rund 50 zusätzlichen Jungbäumen ergänzt.

    Insgesamt werden so der ökologische Wert des Parks sowie die Aufenthaltsqualität erhöht. Der Beckenhof bleibt ein Ort der Erholung, des Spiels und ein lebendiges Zeugnis der Stadtgeschichte.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Mehr Platz zum Baden?

    Mehr Platz zum Baden?

    Zürich wird auch als Bäderstadt bezeichnet: Beliebt sind die Badis am See, die Freibäder – und natürlich die Limmatbadis. Doch, wie die Motion, die von den Gemeinderatsmitgliedern Matthias Renggli (SP), Severin Meier (SP) und Patrik Brunner (FDP) Anfang April eingereicht wurde, erklärt, sei der Platz für die Flussbäder begrenzt.

    Längere und wärmere Sommer führten zu einem wachsenden Bedarf an Badegelegenheiten, doch zusätzliche Standorte für Flussbäder seien schwer zu finden. Einerseits wegen der Schifffahrt auf der Limmat, andererseits wegen der schlechten Wasserqualität der Sihl. Um der wachsenden Beliebtheit weiterhin gerecht werden zu können, fordert die Motion daher die Aufwertung und Erweiterung des bestehenden Bads im Oberen Letten

    Wasser, Spiel und Schatten

    Konkret wird der Stadtrat aufgefordert, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, die die Möglichkeiten zum Schwimmen in mehreren Punkten verbessert. So soll der bestehende Steg mit Holzrost in Richtung Drahtschmidlisteg verlängert, die Schotterbereiche am nördlichen Ufer stärker begrünt und mit Wiesen aufgewertet und die Steinkörbe durch «robuste Sitz- und Spielstrukturen ersetzt» werden. Zudem sollen grosskronige Bäume zur Beschattung gepflanzt und der zugängliche Bereich des Damms in Richtung Drahtschmidlisteg verlängert werden.

    Der Stadtrat hat die Motion Mitte April als Postulat entgegengenommen. Innerhalb einer Frist von sechs Monaten muss er darauf antworten.

  • Hönggs einziger Schuhladen bleibt im Quartier

    Hönggs einziger Schuhladen bleibt im Quartier

    Parssa spricht von einem «Wunder», dass er das neue Lokal am Gässli 2 gefunden hat. Durch ein Gespräch mit dem neuen Vermieter sei er auf die Räumlichkeiten aufmerksam geworden. Diese hätten zuvor jahrelang leer gestanden. «Die Lage passt perfekt und der Raum ist grosszügig», sagt er.

    Noch vor einem Jahr drohte dem Schuhladen das Aus – oder zumindest der Umzug: Das Gebäude an der Limmattalstrasse 162, in welchem «Sandra Schuhe» bislang beheimatet war, wird laut Parssa saniert und er muss Ende April 2026 ausziehen. 

    Keine leichte Zeit

    Das vergangene Jahr sei für ihn sehr belastend gewesen: «Einen neuen Ort zu finden, war sehr stressig. Die Ungewissheit, wie es mit dem Geschäft weitergeht, war gross», erzählt Parssa. Ende April verlässt er nun definitiv den alten Standort. Dort sollen nach dem Umbau zwei Geschäfte und zwei Wohnungen entstehen.


    Ausverkauf vor dem Umzug: Schuhe sind aktuell stark reduziert. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Neuer Standort ab Mai

    Beim Umzug hilft die ganze Familie mit. Sogar sein Schwager ist aus Kanada angereist, um ihn zu unterstützen. Die Neueröffnung am neuen Standort am Gässli 2 ist für Anfang Mai geplant. Parssa freut sich, seine Stammkundschaft weiterhin im Quartier bedienen zu können, wie er dem «Höngger» mitteilt.

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  • Zivilcourage: «Wichtig ist es, überhaupt aktiv zu werden»

    Zivilcourage: «Wichtig ist es, überhaupt aktiv zu werden»

    Eine Frau sitzt allein in einem Zugabteil, in ein Buch vertieft. Ein Mann kommt hinzu, lümmelt sich in den Sitz gegenüber und fragt nach einer Zigarette.  Sie blickt kurz auf, verneint und wendet sich wieder ihrer Lektüre zu. Doch das lässt er nicht zu. Immer wieder spricht er sie an, zunehmend aggressiv. Er wechselt den Platz, setzt sich nun neben sie, kommt ihr bedrohlich nahe und reisst ihr schliesslich sogar das Buch aus der Hand.

    Was hier geschieht, ist ein ganz «alltäglicher» Übergriff. Das Besondere: Diese Tätlichkeit ist gespielt. Inszeniert von Christa Sulimann von Amnesty International und Melvin Hasler, Theaterpädagoge. Sie findet auch nicht in einem Zug statt, sondern im GZ Höngg und unter der Beobachtung von 17 Teilnehmenden des Zivilcourage-Workshops. Dieser vom Frauenverein Höngg mit Unterstützung des GZ sowie der Stadt Zürich organisierte Workshop soll Mut und Wissen vermitteln, um sich in Krisensituationen für andere Menschen einzusetzen.

    Erfolgreich interveniert

    In der nächsten Runde werden die Teilnehmenden selbst aktiv: Vier Frauen steigen in die Szene ein, sitzen nun im fiktiven Abteil der Frau gegenüber. Als der Täter die Frau bedrängt, entwickeln die vier eine Strategie, wie sie ihr helfen können: Sie laden die Betroffene ganz einfach ein, sich zu ihnen zu setzen.

    Ein Vorgehen, das Melvin, den Schauspieler, beeindruckt: Diese Form der Intervention sei eine der erfolgreichsten gewesen, die er je erlebt habe, lobt er. Auch die Umstehenden sind überrascht: «Auf die Idee, die Frau einzuladen, sich zu ihnen zu setzen, wäre ich gar nicht gekommen», sagt eine von ihnen. Damit ist bereits eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Es ist ratsam, sich bei der Intervention auf das Opfer zu konzentrieren – und nicht auf den Täter.

    Warum tut niemand etwas?

    Die Realität aber sieht oft anders aus. Viele Menschen schauen lieber weg, als sich zu engagieren. Dafür gebe es, so erklären die Kursleitenden, eine Vielzahl von Gründen: Etwa die Angst um die eigene Sicherheit oder die Befürchtung, falsch zu handeln. Auch der sogenannte «Bystander-Effekt» ist hinderlich: Je mehr Leute eine Situation beobachten, desto unwahrscheinlicher wird es, dass jemand eingreift – weil sich alle darauf verlassen, dass schon «irgendjemand» etwas unternimmt.

    Die Bedenken sind teilweise verständlich: Beim Eingreifen, so die beiden Coaches, habe die eigene Sicherheit unbedingt Priorität. Bei gefährlichen Situationen sei daher der Anruf bei der Polizei die einzige Alternative. Anders sehe es jedoch mit der Angst davor aus, etwas falsch zu machen: Die könne man überwinden. «Wichtig ist es, überhaupt etwas zu tun – auch wenn es meistens nicht perfekt ist», so Melvin. Und gegen den genannten Effekt sei es hilfreich, Umstehende direkt anzusprechen. Denn wer persönlich um Hilfe gebeten werde, könne sich der Situation schlechter entziehen.

    Zum Abschluss wird nochmals geübt: In Kleingruppen werden reale Situationen nachgespielt. Dabei zeigt sich auch, wie gelähmt man oft ist, wenn man selbst Opfer eines Übergriffs wird. Und wie wichtig es ist, dass andere aufmerksam sind und einschreiten. Damit kommt der Kurs zum Abschluss. Die dreieinhalb Stunden vergingen wie im Flug und machen Lust auf mehr. Den mit der Zivilcourage ist es wie mit vielen anderen Dingen: Übung macht den Meister.