Auch in diesem Sommer lädt das WipWest Huus zu einer Reihe von Gartenkonzerten ein. Von Juni bis Ende August finden jeweils einmal pro Monat an einem Sonntagnachmittag musikalische Veranstaltungen im Garten der Einrichtung statt. Den Auftakt macht am Sonntag, 14. Juni ab 15 Uhr ein Sommerfest mit Live-Musik.
Zum Start der Konzertreihe treten das Acoustic-Pop-Duo LUFIA sowie das Johnny Iniguez Trio auf. Während LUFIA mit akustischen Popklängen aufwartet, bringt das Trio um Johnny Iniguez lateinamerikanische Rhythmen in den Garten des WipWest Huus.
Bei schlechtem Wetter finden die Darbietungen drinnen im ehemaligen Pfarrhaus bei gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre statt. So oder so gibt es selbstgebackene Kuchen, salzige und süsse Crèpes und diverse Getränke.
Katharina Busch kommt zu Besuch
Am 5. Juli darf sich das Publikum auf die Singer und Songwriterin Katharina Busch freuen, am 30. August dann auf den Berner Mundartsänger Boris Bittel.
WipWest Gartenkonzert
Sonntag, 14. Juni, ab 15 Uhr
Weitere Gartenkonzerte: 5. Juli, 30. August Zur Website
In Höngg nehmen die Schmierereien wieder zu und sorgen bei der Bevölkerung für wachsenden Unmut. Betroffen sind zahlreiche Orte im Quartier: Hausfassaden, Plakate, Briefkästen und Container wurden mit Farben verunstaltet. Gehäuft kommen sie an der Limmattal- und der Regensdorferstrasse vor.
Auch die Mühlehalde war betroffen: «43», ein FCZ-Tag, und «SARDO» wurden darauf gesprayt. «Die Stadt toleriert Schmierereien nicht und entfernt sie so rasch wie möglich. Wir sind überzeugt, dass ein sauberes und respektvolles Stadtbild zum Wohlbefinden aller Menschen in Zürich beiträgt», meint Kornel Ringli, Leiter Kommunikation Liegenschaften der Stadt Zürich.
Von den neusten Schmierereien an der Mühlehalde habe die Stadt nichts gewusst. Sie hat die notwendigen Abklärungen eingeleitet, und die Mühlehalde wurde nach der Anfrage des «Hönggers» gereinigt.
Die Schmierereien an der Mühlemalde wurden bereits beseitigt. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Die Stadt gehe aktiv gegen das Problem vor: «Wo immer möglich, bringen wir an städtischen Liegenschaften einen Graffitischutz an. Dieser spezielle Oberflächenschutz erleichtert und vergünstigt die Reinigung, da sich Farbe einfacher entfernen lässt», so Ringli. Dies helfe bei der Reinigung und spare Kosten. Eine absolute Prävention sei aber nicht möglich.
Ringli berichtet weiter, dass die Reinigung so rasch wie möglich erfolge: «Bei Schmierereien mit rassistischen, diskriminierenden oder anderweitig menschenverachtenden Inhalten reagieren wir mit besonderer Dringlichkeit innerhalb von 24 Stunden.» Meldungen aus der Bevölkerung, beispielsweise via der Website und App «Züri wie neu», helfen zusätzlich, die Schmierereien möglichst rasch zu entdecken und zu entfernen.
Grosser Frust in Höngg
Das Erscheinungsbild des Quartiers leidet sichtbar unter den FCZ-Schriftzügen, dem Begriff «Sardo» oder neuerdings rotem, kaum lesbarem Geschmiere. Für viele ist diese Entwicklung ärgerlich und zunehmend belastend. So zeigt sich auch der Höngger Kurt Meierhans deutlich verärgert.
«Das ist eine totale Schweinerei. Kaum ist etwas gereinigt, wird es kurz darauf wieder verschmiert.» Für ihn ist klar, dass hier rücksichtslos und ohne Verantwortungsbewusstsein gehandelt werde. Bei seinen täglichen Spaziergängen mit dem Hund habe er in den letzten Wochen eine deutliche Zunahme der Schmierereien festgestellt.
Alex Ryser aus Höngg meldete sich sogar beim «Höngger», um auf die Situation aufmerksam zu machen. Er findet, dass das Quartier ungepflegt wirkt und der Eindruck entsteht, dass sich niemand mehr darum kümmert: «Ich glaube, dass so die Identifikation mit dem Quartier abnimmt. Früher hatte man stärker das Gefühl, dass viele gemeinsam Sorge zu Höngg tragen.»
Auch andere Stimmen aus dem Quartier zeichnen ein ähnliches Bild. Eine Passantin beschreibt den Zustand kurz und bündig als «grusig». Einem weiteren Anwohner ist die Situation ebenfalls aufgefallen, er zeigt sich jedoch ratlos: Was konkret dagegen unternommen werden könne, wisse er nicht.
Resignation bei Betroffenen
Selbst die Holzscheune bliebt nicht verschont. (Foto: Jasmine Osterwalder)
Diese Hilflosigkeit teilt der Höngger Peter Gugolz. Besonders hart trifft es ihn persönlich. Die Wand seiner Scheune wurde grossflächig beschmiert, selbst die Holzwand des angrenzenden Stalls blieb nicht verschont. Einen Teil der Fassade liess er auf eigene Kosten überstreichen.
Die Freude hielt nur kurz an. «Kaum war alles sauber, wurde es wieder verschmiert», erzählt er. Die wiederholten Schäden seien nicht nur ärgerlich, sondern auch finanziell belastend. «Es ist mühsam und wir mussten die Kosten selbst tragen.» Inzwischen habe er resigniert und lasse die Wand vorerst im jetzigen Zustand.
Quartierverein Höngg ist informiert
Alexander Jäger, Präsident des Quartierverein Höngg (QVH), spürt den Verdruss im Quartier: «Es gibt einen generellen Ärger gegenüber den Fussballclubs und deren Fans. Das ist schade, sie machen so das Ansehen des Sports kaputt.»
Er habe seitens des QVH eine Meldung zu den Schmierereien im Zusammenhang mit dem Fussballclub erhalten. Dies sei bei ihnen im Vorstand besprochen worden. Auch im Gespräch mit der Eigentümerschaft erfahre man den Ärger über die Schmierereien. Jäger würde als Lösungsansatz bei den Fussballclubs eine Nulltoleranz begrüssen.
Des Weiteren schlägt er vor, die bereits bestehenden Schmierereien in schöne Wandbilder zu verwandeln. Er wisse auch von Schulklassen, die bereit wären, einen solchen Einsatz zu leisten, um beispielsweise angebrachte Kleber zu entfernen.
Der Höngger Alex Ryser wünscht sich derweil wieder mehr Mitwirkung und Interesse am Quartierleben: «Höngg funktioniert dann am besten, wenn Menschen nicht nur hier wohnen, sondern sich auch als ein Teil davon fühlen.»
Wie der Medienmitteilung von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) zu entnehmen ist, meldeten Anwohner am Donnerstag der Einsatzleitzentrale 144/118 kurz nach 15.30 Uhr, dass ein hohes Gebüsch neben einem Mehrfamilienhauses an der Regensdorferstrasse auf der Höhe der Haltestelle Segantinistrasse Feuer gefangen habe.
Als die Berufsfeuerwehr kurz darauf am Einsatzort eintraf, stieg bereits dichter Rauch aus dem Dach des Hauses auf. Die Berufsfeuerwehr begann sofort mit den Löscharbeiten via Autodrehleiter von aussen und einem Innenangriff durch die Wohnungen. Um an Brandherd zu gelangen, deckte sie einen Teil des Dachs ab. So konnten die Hitze und der Rauch besser entweichen und die Glutnester rasch bekämpft werden.
Beträchtlicher Sachschaden
Die Bewohnerinnen und Bewohner verliessen die Liegenschaft vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbständig. Der Brand ist gelöscht und die Wohnungen werden voraussichtlich wieder übergeben werden können. Der Sachschaden ist beträchtlich.
Im Einsatz stand die Berufsfeuerwehr mit der Einsatzleitung, vorsorglich wurde ein Rettungsdienst des Spitals Limmattal aufgeboten. Ebenso aufgeboten wurden mehrere Patrouillen der Stadtpolizei Zürich, Spezialist*innen der VBZ sowie das EWZ. Die Mittel wurden durch die Einsatzleitzentrale 144/118 von SRZ alarmiert und koordiniert.
Früher als üblich findet dieses Jahr das Fest der IG Wartau statt, nämlich bereits Ende Mai. Auf dem Vorplatz des Tramdepots entsteht dann erneut ein Ort, wo sich ganz Höngg trifft, lacht und tanzt. Am Freitag, 29. Mai, geht es um 17 Uhr los mit Barbetrieb, verschiedenem Essen und Auftritten von Plan 5, Trotta Nova und Ash-Lee.
Der Auftakt am Samstag gehört ab 11 Uhr der Band Wildi Blaatere (der «Höngger» berichtete), für deren Auftritt man Karten bestellen kann. Es folgt ein vielfältiges Programm für Kinder mit Kinderschminken, der Märchenerzählerin Sarah Betschart und dem Abschlusskonzert der Schlagzeugschule Zürich.
Und wie die IG Wartau auf Facebook mitteilte, werden wieder «antike» Museumstrams anlässlich des Wartaufestes unterwegs sein. Die Route führt über den Paradeplatz via Hardbrücke und zur Wartau und zurück.
Das Wartaufest 2026
29.– 31. Mai
Platz vor der Remise Wartau, Limmattalstrasse 260
Zum Programm: wartau.info
Corine Mauch hat gestern, am 26. Mai, ihr Amt als Stadtpräsidentin in einer kleinen Zeremonie an ihren Nachfolger Raphael Golta übergeben. Dazu veröffentlichte die SP-Politikerin eine letzte Nachricht auf ihrem Facebook-Kanal:
«17 Jahre. Unzählige Entscheide, Gespräche, Begegnungen – und eine Stadt, die mich täglich begeistert und gefordert hat. Heute durfte ich den Stadthausschlüssel an unseren neuen Stadtpräsidenten Raphael Golta weitergeben.» Sie verabschiede sich mit «grosser Dankbarkeit – und Zuversicht, dass Zürich auch zukünftig mit Herz und Verantwortung geführt wird».
In diesem letzten Post – der Kanal der Stadtpräsidentin endet hiermit – erwähnte Corine Mauch auch die Begegnungen mit Zürcherinnen und Zürchern an Abstimmungssonntagen, auf dem Velo, im Tram oder irgendwo zwischen Kreis 1 und 12 – und an Quartierfesten.
Über den Chillesteig
Das Wümmetfäscht 2024 war ein solches Fest. Auf Einladung der Zunft Höngg kam Corine Mauch – ganz ohne Entourage – mitten zu uns ins Quartier. Während rund einer Stunde erlebte die damalige Stadtpräsidentin allerhand: einen Apéro bei der «Wiilaube», einen Spaziergang über das Festgelände, ihren Auftritt auf der Kleinkunstbühne und schliesslich einen Ausritt auf dem Chillesteig.
Prost: Corine Mauch mit Höngger Wein und Höngger Zeitung. (Foto: pen)
Gut gelaunt setzte sich Corine Mauch auf ein Pferd namens Mathilde. «Wackelig» sei es gewesen, sagte sie anschliessend lachend. Generell sei es eindrücklich, wie viele Menschen sich ehrenamtlich für das Fest engagierten.
Nicht nur der Besuch am 45. Wümmetfäscht, sondern auch das Grusswort von Corine Mauch im Festführer wurde in Höngg viel beachtet. «Höngg trägt den Weinbau nicht nur im Wappen, sondern lebt die Weinkultur auch heute noch. Der wunderschöne Rebberg am Chillesteig ist weitherum sichtbar», schrieb Corine Mauch.
Corine Mauch in Höngg. (Foto: pen)
Die Würdigung der Stadt
Corine Mauch wurde 2009 zur ersten Zürcher Stadtpräsidentin gewählt. Während 17 Jahren repräsentierte sie Zürich an weit über tausend Anlässen als weltoffene, innovative und solidarische Stadt. In ihrer Amtszeit wuchs die Stadt um mehr als 70 000 Einwohner*innen und noch mehr Arbeitsplätze.
Die Förderung von bezahlbarem Wohnraum und die Sicherung der gesellschaftlichen Vielfalt in der wachsenden Stadt gehörten zu ihren zentralen Anliegen: Unter Corine Mauchs Führung beschloss der Stadtrat 2012 seine erste wohnpolitische Strategie und entwickelte sie seither weiter. Instrumente wie das sozialräumliche Monitoring helfen, Verdrängungsrisiken frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Die Einsetzung eines Wohndelegierten stärkte die städtische Wohnpolitik.
Weitreichend war ihr Engagement für das gute Zusammenleben und für bessere Chancen und gleiche Rechte für alle Zürcher*innen: Motivationsbriefe zur Einbürgerung, die Initiative für ein Ausländer*innen-Stimmrecht, die ersten Massnahmenpläne zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und die Erhöhung des Frauenanteils im städtischen Kader sind Beispiele.
Kultur war für Corine Mauch ein Herzensthema. Mit zusätzlichen Ateliers, weiterentwickelten Förderinstrumenten und Massnahmen für gerechtere Löhne stärkte sie die Freie Szene. Wichtige Infrastrukturprojekte wie die Sanierung von Kongresshaus und Tonhalle, die Erweiterung des Kunsthauses und der Neubau des Tanzhauses fallen in ihre Amtszeit.
Unter der Präsidentschaft von Corine Mauch bewältigte die Stadt Zürich die Corona-Krise erfolgreich. Unter anderem mit subsidiären Massnahmen zugunsten besonders betroffener Bereiche wie Gastro und Hotellerie, Kultur oder notleidende Kleinstunternehmen.
Eine respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit verstand Corine Mauch als Schlüssel zum Erfolg. Dafür setzte sie sich leidenschaftlich ein: sei es im Stadtrat, mit den Zürcher Unternehmen, mit Kanton und Bund, mit den Nachbarsgemeinden sowie mit Städten in der Schweiz und weltweit. Zürich nahm unter ihrer Führung auch international Verantwortung wahr und stärkte den Wissensaustausch sowie die humanitäre Hilfe.
Vor lauter Ostern, Ferien, Auffahrt und Pfingsten wäre er fast in Vergessenheit geraten: der traditionelle Kinderflohmarkt im Rütihof, der normalerweise im April stattfindet. Zum Glück gab es da noch ein paar aufmerksame junge Händlerinnen und Händler im Rütihof, die es kaum erwarten konnten, ihre ausgedienten Spielsachen an den Mann oder die Frau zu bringen und sich bei der Veranstalterin meldeten.
Dank ihnen steht das Datum für den Flohmarkt jetzt fest: Am 30. Mai können, sofern das Wetter es zulässt, auf dem Platz vor dem Restaurant CaBaRe, direkt bei der Endhaltestelle Rütihof, wieder die Decken ausgerollt und die Verkaufsverhandlungen gestartet werden. Bei schlechtem Wetter wird der Markt um eine Woche verschoben. Eine Anmeldung ist nicht nötig, alle können mitmachen.
Der Flohmarkt
Samstag, 30. Mai, 10–13 Uhr
Endhaltestelle Bus 46 Rütihof
Nur bei schönem Wetter, Verschiebedatum:
Samstag, 6. Juni.
Auskunft über die Durchführung bei Dagmar Schräder, 076 504 48 08.
Wie dem Betriebskonzept zum Rebhaus Chillesteig zu entnehmen ist, erfüllt das Gebäude zugleich mehrere betriebliche Funktionen für den Gutsbetrieb Juchhof: Es dient als Werkstatt, Materiallager, Fahrzeugeinstellplatz, Weinlager und Aufenthaltsraum. Allerdings entsprechen die Räumlichkeiten heute nicht mehr den geltenden Richtlinien der Stadt.
Unter anderem betrifft dies das Untergeschoss, das derzeit als Aufenthaltsraum genutzt wird. Dieses verfügt laut dem Konzept lediglich über eine einfache Kochgelegenheit, eine Garderobe ohne Kabinen, schlichte Schränke sowie einen Kaltwasseranschluss. WC-Anlagen für Mitarbeitende fehlen vollständig. Der Raum sei zudem unbeheizt und feucht und könne deshalb nur eingeschränkt als Pausenraum genutzt werden.
Auch die Bedingungen im Weinlager seien unzureichend: Die Feuchtigkeit könne nicht reguliert werden, wodurch die Lagerung des Weins problematisch sei. Zudem stünden keine geeigneten klimatisierten Räume zur Verfügung, was die Qualität des eingelagerten Weins beeinträchtigen könne.
Mehr Arbeitsstunden im Rebberg
Aus diesen und weiteren Gründen reichte nun die Stadt Zürich, vertreten durch das Amt für Hochbauten, ein Bauvorhaben ein, das seit dem 15. Mai öffentlich aufliegt. Vorgesehen sind der Umbau und die Erweiterung des Rebhauses, ein südseitiger Anbau, ein nordseitiges Vordach sowie Umgebungsanpassungen und eine aussenliegende Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Ziel sei es laut Betriebskonzept, adäquate Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden zu schaffen. Denn die Umstellung auf pilzwiderstandsfähige Sorten führe zu einer höheren Arbeitsintensität und damit zu mehr Arbeitsstunden im Rebberg. Das Raumprogramm umfasst demnach den erwähnten Aufenthaltsraum, die sanitären Einrichtungen, die Umkleide, das Weinlager, die Garage, das Lager, die Werkstatt sowie den Aussenraum, der auch als Waschplatz bezeichnet wird.
Weiter soll auf dem Dach Solarstrom produziert und beim Rebhaus bei Bedarf Wasser für die Bewässerung von Jungreben bezogen werden. Ebenfalls geplant sind Vorinstallationen für die Schnellladung von Elektrofahrzeugen.
Das Baugesuch ist bis am 4. Juni öffentlich einsehbar.
Seit 1997 unterstützt die Stadt einzelne Nachbarschaftshilfen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Pilotprojekt von 2024 bis 2026 habe zudem gezeigt, dass ein einheitliches Finanzierungsmodell sinnvoll ist, es jedoch Anpassungen braucht, damit die Betriebe gesichert sind und der Bedarf an nachbarschaftlichen Dienstleistungen gedeckt ist.
Ab 2027 wird auch ein Verein aus Witikon einbezogen – womit das Netzwerk gesamtstädtisch verfügbar ist. Die Nachbarschaftshilfen vermitteln freiwillig Engagierte, die unentgeltlich Menschen im Quartier unterstützen und dadurch Angehörige entlasten und den sozialen Zusammenhalt stärken. 2024 leisteten laut Medienmitteilung 991 Freiwillige rund 41’572 Stunden Hilfe.
«Digi-Kafis»: Angebot langfristig verankern
Zehn Nachbarschaftshilfen haben mit einer Startfinanzierung von «Google.org» sogenannte «Digi-Kafis» aufgebaut – niederschwellige Treffpunkte, an denen Hilfe im Umgang mit digitalen Geräten angeboten wird.
2025 fanden 265 Digi‑Kafi‑Veranstaltungen statt, bei denen rund 880 Anfragen bearbeitet wurden. Mit der neuen Finanzierung können die «Digi‑Kafis» fest in den Quartieren verankert werden.
Die Nachbarschaftshilfe Zeitgut
Zum genannten Netzwerk gehört auch die Nachbarschaftshilfe Zeitgut Zürich Höngg-Wipkingen. Sie unterstützt Menschen im Kreis 10. Der Leitfaden sei, einander zu helfen in schönen aber auch schwierigen Zeiten, und für einander da zu sein.
Gefragt ist die digitale Unterstützung: Um die Arbeit am Laptop, Handy und Tablet zu erleichtern, bietet Zeitgut dieses Angebot jeden ersten und dritten Samstag in Höngg oder jeden zweiten und vierten Samstag in Wipkingen an.
Der Förderverein Nachbarschaftshilfe fungiert laut der Stadt als zentrale Dienstleistungsorganisation: Er organisiert Weiterbildungen, stellt IT‑ und Kommunikationsinfrastruktur bereit und koordiniert den jährlich im Mai stattfindenden internationalen «Tag der Nachbarschaft» (siehe Box unten).
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, für den Betrieb der 15 Nachbarschaftshilfe‑Vereinen und des Fördervereins Nachbarschaftshilfe für die Jahre 2027–2030 einen wiederkehrenden Beitrag von jährlich 880’600 Franken zu bewilligen. Der Beitrag wird jährlich an die Teuerung angepasst.
Migration ist vielen Menschen zumindest suspekt. Es gibt reale Herausforderungen und Probleme, wenn Menschen einwandern. Es gibt aber auch diffusere Sorgen darüber, ob eine Nation ihre kulturelle Identität verliert, wenn zu viele Menschen einwandern. Das Unbehagen gegenüber den Fremden ist ein wiederkehrendes Thema in der Geschichte der modernen Nationalstaaten, das von politischer Seite mal liberal, mal konservativ und mal xenophob in den politischen Diskurs eingespeist wird.
Eine «Überfremdung»?
Auch in der Schweiz wird viel über Migration und ihre Folgen diskutiert. Seit den 1970er-Jahren reihen sich hier immer wieder ähnliche lautende politische Vorhaben aneinander, die die Idee einer «Überfremdung» als gemeinsamen Nenner haben. Dabei werden jeweils düstere Szenarien vom Niedergang der Schweiz heraufbeschworen, für die die ausländische Bevölkerung als Drohkulisse herhalten muss. Inhaltlich ähneln sich die Szenarien jeweils sehr – was sich ändert, sind die Ausländergruppen, die nach Aussage der Szenarien das grösste Risiko darstellen.
Diskussion mit dem Publikum
Mit diesem Thema und dem gezielten Schüren von Ängsten innerhalb der Debatte setzt sich der Historiker und Philosoph Angelo Maiolino im Sonntagsklatsch auseinander. Er zeigt auf, welche Ideologien und Diskurse dem Bedrohungsgefühl gegenüber dem Fremden zugrunde liegen, und diskutiert mit dem Publikum, welche historischen Spuren, Kontinuitäten und Parallelen sich durch die Migrationsgeschichte des letzten Jahrhunderts ziehen.
Die Wandergruppe nimmt um 9.12 Uhr den Zug nach Ziegelbrücke mit Umsteigen auf die S6 nach Schwanden. Dann nehmen die Teilnehmenden den Bus nach Elm und weiter nach Obererbs. Ohne Startkaffee beginnt die Wanderung auf dem Elm-Höhenweg in Richtung Ämpächli.
Während der ganzen Wanderung auf dem breiten Weg über den Hengstboden und die Bischofalp sind nur wenige Höhenmeter zu bewältigen. Die Gruppe geniesst dabei das Panorama mit den Tschingelhörnern, Martinsloch, Vorab und dem Hausstock.
Genussvolle Mittagspause
Nach zwei Stunden Marschzeit wird das Bergrestaurant Ämpächli erreicht: Auf der Sonnenterrasse kann eine genussvolle Mittagspause eingelegt werden. Für den Abstieg nach Elm haben die Teilnehmenden die Wahl zwischen Gondelbahn, Mountaincarts oder Trottinett. Um 15.29 Uhr fährt der Bus 541 von der Talstation nach Schwanden GL. Dort wartet der Zug zurück nach Zürich.
Die Wanderung hat einen Aufstieg von 130 und einem Abstieg von 340 Meter. Die Wanderzeit beträgt rund zwei Stunden. Gute Schuhe empfohlen. Das Wanderleiterteam Urs und Werner freut sich auf eine schöne Wanderung über den Elm-Höhenweg.
Wander-Infos
Besammlung: 9 Uhr, Gruppentreffpunkt Bahnhof ZH.
Gruppenbillett: mit Halbtax Fr. 21.-, Talfahrt individuell, Gondelbahn Fr. 14.- oder Trotti-/Mountaincarmiete Fr. 15.-.
Organisationsbeitrag: Fr. 8.-.
Anmeldung, auch mit GA: Montag, 8. Juni, 19–20.30 Uhr bei Werner Guntli, 044 341 03 02 oder Urs Eichenberger, 044 341 05 07.