Kategorie: Allgemein

  • Quartierverein Höngg: von Stadtbäumen und Stadtverträgen

    Quartierverein Höngg: von Stadtbäumen und Stadtverträgen

    Den Anfang machten die Bäume: Wie üblich begann die Generalversammlung des Quartiervereins auch in diesem Jahr mit einem Gastreferat. Andrea Gion Saluz, gebürtiger Höngger und bei Grün Stadt Zürich Koordinator für die Stadtbäume, gab dem Publikum einen kurzen, aber prägnanten Einblick in seine Arbeit.

    Eloquent erläuterte er, was Stadtbäume von Waldbäumen unterscheidet, welche Funktionen sie für die Stadt und ihre Bevölkerung übernehmen und welche Anstrengungen unternommen werden, um ihren Bedürfnissen zumindest in Ansätzen gerecht zu werden.

    Neue Verträge mit der Stadt

    Dann ging’s zum eigentlichen Kerngeschäft des Abends: der Generalversammlung. Quartiervereinspräsident Alexander Jäger begrüsste die 100 Anwesenden und gab einen Überblick über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres. Dabei sorgte ein Thema zum wiederholten Male für Diskussionen: die aktualisierte Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt Zürich.

    Aufgrund von vergangenen Veruntreuungen im QV Witikon hatte die Stadt die Vereinbarungen mit den Quartiervereinen neu aufgegleist und durch Einzelverträge ersetzt. Die Inhalte und Bedingungen dieses Vertragswerks sorgten für Unmut. Drei Quartiervereine, darunter Wipkingen, weigerten sich, den Vertrag zu unterzeichnen (der «Höngger» berichtete).

    Der Höngger Vorstand hingegen, so Jäger, habe sich entschieden, die Verträge zu unterzeichnen, da man auf den städtischen Zustupf angewiesen sei. Alternative dazu wäre aus Sicht des Vorstands einzig, die Mitgliederbeiträge zu erhöhen. Dies sei jedoch von den Mitgliedern bereits vor einigen Jahren abgelehnt worden.

    Im Publikum kamen Fragen und Diskussionen zu diesem Vorgehen sowie den genauen Inhalten der Verträge auf, woraufhin Jäger zusicherte, auf der Website eine Zusammenfassung der Kernpunkte zu veröffentlichen.

    Zwei Rücktritte und ein Neuzugang

    Der Rückblick auf die Aktivitäten der KulturBox Höngg und auf den Weinweg Höngg sowie ein Ausblick auf das Wümmetfäscht gehörten zu den weiteren Traktanden, bevor es um die Finanzen ging. Die Rechnungen des vergangenen Jahres wurden abgenommen, das Budget für das Vereinsjahr präsentiert. Wie in diesem Jahr ist auch für das kommende Jahr ein Verlust von rund 5000 Franken budgetiert.

    Zu den besonderen Ausgaben gehört der Relaunch der Website, die aktualisiert werden soll. Und schliesslich noch die Personalia: Neben der Wiederwahl des Präsidenten, der in seinem Amt bestätigt wurde, hatte der Vorstand zwei Rücktritte zu verzeichnen. Wolfgang Minas und Michael Brian verabschiedeten sich von ihrer Tätigkeit, ebenso wie Revisor Roger Scherrer.

    Als Neuzugang konnte dafür Barbara Wiegand in den Vorstand gewählt werden. Sie wird in Zukunft insbesondere für den Räbeliechtliumzug und die Waldweihnacht zuständig sein. Neuer Revisor wird Matthias Wälchli.

  • Werdinsel: Fischerweg wird für ein Jahr gesperrt

    Werdinsel: Fischerweg wird für ein Jahr gesperrt

    Die Wasserversorgung Zürich erstellt im unteren Bereich des Fischerwegs fünf neue Vertikalfilterbrunnen. Die Bauarbeiten dienen der technischen Erneuerung des Grundwasserfelds Hardhof und sollen langfristig die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser gewährleisten.

    Wie die Stadt nun auf Anfrage mitteilt, wird für die Arbeiten der Abschnitt des Fischerwegs ab dem Pumpwerk Fischerweg beziehungsweise vom Höngger Wehr bis zur Werdhölzlibrücke vom 20. Juli 2026 bis voraussichtlich Juli 2027 gesperrt.

    Für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende bedeutet dies eine längere Einschränkung. Die Stadt Zürich kündigt an, dass die Umleitungen signalisiert werden. Weitere Informationen sollen ab Anfang Juli auf der städtischen Webseite verfügbar sein.

  • Dargebotene Hand: Das Telefon klingelt alle 18 Minuten

    Dargebotene Hand: Das Telefon klingelt alle 18 Minuten

    Der Name «Die Dargebotene Hand», so geht die Legende, geht auf Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler zurück. Er war einer der Financiers, die den Zürcher Pfarrer Kurt Scheitlin 1957 dabei unterstützte, die erste Telefonseelsorge der Schweiz zu gründen.

    Als es darum ging, einen Namen für das Angebot zu finden, soll er seine Hand ausgestreckt und gefragt haben: «Warum nennen wir es nicht die Dargebotene Hand»? International begann diese Form der Seelsorge jedoch in England. Dort war es der anglikanische Priester Chad Varah, der bereits 1954 angesichts steigender Suizidraten eine telefonische Beratung ins Leben rief: «Bevor Sie sich das Leben nehmen, rufen Sie mich an», lautete der Slogan, mit dem er für sein Angebot warb.

    Die Nachfrage war auch in der Schweiz von Beginn an gross: Bereits in der ersten Nacht, so ist der Website zu entnehmen, nahmen die Zürcher Seelsorger 37 Anrufe entgegen. Von hier aus breitete sich die Idee schweizweit aus. Heute besteht der Verein aus zwölf unabhängigen Regionalstellen und einem zentralen Dachverband.

    Finanziert wird die Regionalstelle Zürich zu 42 Prozent durch die beiden Landeskirchen, 58 Prozent sind Spendeneinnahmen, Gelder von Stiftungen und weitere Zuwendungen.

    Für die Leitung ist ein zehnköpfiger Vorstand zuständig, an dessen Spitze sich eine Hönggerin befindet, genauer: eine Neu-Hönggerin. Barbara Schmid-Federer lebt seit Oktober letzten Jahres hier im Quartier. Und auch ihre Tätigkeit bei der Dargebotenen Hand ist noch relativ frisch: Vor rund einem Jahr hat sie das Amt der Präsidentin übernommen.

    Nur Freiwillige am Apparat

    Mit Vorstandstätigkeiten hat die ehemalige Nationalrätin bereits Erfahrung: So stand sie in der Vergangenheit schon namhaften Organisationen wie der Kinderhilfe Bethlehem, Pro Juventute oder das Schweizerische Rote Kreuz vor. Was für sie das Besondere sei an dem neuen Arbeitsfeld, wollte der «Höngger» von ihr wissen: «Was mich ausserordentlich beeindruckt, ist die hoch qualifizierte Ausbildung, welche die freiwilligen Mitarbeitenden hier erhalten. Das war für mich ein grosser Wow-Effekt, als ich die Organisation näher kennenlernte.»

    Die hohe Professionalität hat seinen guten Grund: Heute sind es keine Pfarrpersonen mehr, die an den Telefonleitungen beraten, sondern ausschliesslich Freiwillige. Das dafür notwendige Know-how wird ihnen – nach dem erfolgreichen Durchlaufen eines Bewerbungsverfahrens – in einer einjährigen Ausbildung vermittelt.

    124 Ehrenamtliche verzeichnet die Zürcher Sektion, etwa zwei Drittel davon sind Frauen. Mit ihrer Ausbildung verpflichten sie sich, jährlich mindestens 40 Einsätze zu leisten. Dabei gibt es viel zu tun: «Rund 100 Telefonate führen wir pro Tag, 28 000 pro Jahr», so Schmid-Federer. Das Telefon klingelt ungefähr alle 18 Minuten.

    Bei den Anrufen gehe es zu 99 Prozent um persönliche Probleme wie Alltagsbewältigung, körperliches Leiden, Einsamkeit oder Familienproblematik. Zugenommen habe das Thema «psychisches Leiden», das rund 45 Prozent aller Kontaktaufnahmen ausmache. In rund drei Fällen pro Tag ginge es, so die Präsidentin, konkret um die Suizidproblematik.

    Gerade hierbei zeige sich immer wieder die grosse Bedeutung des Angebots – auch als Ergänzung zu institutionellen Hilfsangeboten. Denn viele Betroffene seien misstrauisch gegenüber medizinischem Fachpersonal und staatlichen Institutionen. «Ein grosser Teil der Anrufenden wünscht sich explizit Freiwillige als Gesprächspartner», so Schmid-Federer. Wichtig sei zudem, dass die Gespräche anonym ablaufen. Das senke die Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen.

    Chats als neue Herausforderung

    Doch die Beratung findet längst nicht mehr nur am Telefon statt. Mittlerweile werden sowohl E-Mail-, als auch Chatberatungen angeboten. Insbesondere letztere erfahren eine grosse Nachfrage und haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. «Und hier», so Schmid-Federer, «stossen wir gerade an unsere Grenzen.»

    So fanden laut Jahresbericht im vergangenen Jahr 69 Prozent der Hilfesuchenden keinen freien Chatraum und erhielten die automatische Nachricht, dass sie es später noch einmal versuchen oder 143 anrufen sollen.

    Ebenfalls stark gestiegen ist die Nachfrage nach englischer Beratung, die seit 2023 angeboten wird. Mit «Heart2Heart» erreiche man Fremdsprachige, die oft weniger persönliche Kontakte in der Stadt haben und nicht wissen, an wen sie sich bei Problemen wenden sollen.

    In diesen Bereichen wird der Verein in Zukunft seine Kapazitäten ausbauen müssen. «Das», so Schmid-Federer, «betrachte ich als eine der grössten Herausforderungen momentan.» Und was sieht sie persönlich als ihre wichtigste Aufgabe an? «Ich bin, da kann ich mich nur wiederholen, wirklich nachhaltig beeindruckt von dem Enthusiasmus, mit dem die Beratenden an die Arbeit gehen. Davon möchte ich sehr gerne etwas an die Öffentlichkeit weitergeben.»

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  • Höngg: Mehrere Einsatzkräfte wegen Rauchentwicklung vor Ort

    Höngg: Mehrere Einsatzkräfte wegen Rauchentwicklung vor Ort

    «Es hat sehr seltsam gerochen, und aus einem Kellerfenster trat dunkler Rauch aus», berichtet ein Augenzeuge gegenüber der «Höngger Zeitung». Er war am Nachmittag an der Limmattalstrasse unterwegs und bemerkte die Rauchentwicklung beim Gebäude der ehemaligen Post, in dem sich heute unter anderem der Kinder-Secondhandladen Pimpinelli befindet.

    Daraufhin informierte er eine Mitarbeiterin des Geschäfts. Gemeinsam überprüften sie die Situation vor Ort. Zunächst sei die Rauchentwicklung nur schwach gewesen, habe dann jedoch wieder eingesetzt und zunehmend stärker gewirkt.

    Da die Ursache unklar blieb, wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Gemäss dem Augenzeugen trafen zunächst zwei Rettungswagen ein. Anschliessend rückten mehrere Polizeipatrouillen mit Blaulicht an und sperrten den Bereich ab.

    Eine weitere Augenzeugin berichtet gegenüber dem «Höngger», dass ein beissender Geruch in der Luft lag. Ausserdem habe sie schwarzen Rauch über der Strasse gesehen.

    Weshalb es zu der Rauchentwicklung kam, war zunächst nicht bekannt. Die Einsatzkräfte forderten Anwesende schliesslich auf, den Bereich zu verlassen. Weitere Informationen folgen, sobald sie vorliegen.

  • Winzerhalde: Bauarbeiten liegen im Zeitplan

    Winzerhalde: Bauarbeiten liegen im Zeitplan

    Mit den steigenden Temperaturen und der zunehmenden Nutzung der Werdinsel nimmt auch das Besucheraufkommen wieder deutlich zu. Deshalb wurden gemäss einer Baustellen-Information des Tiefbauamtes die Bauarbeiten an der Winzerhalde so organisiert, dass Einschränkungen für Anwohnende und Erholungssuchende möglichst minimiert werden.

    Die Arbeiten werden weiterhin etappenweise ausgeführt. Dabei wird jeweils nur auf einer Strassenseite gearbeitet, während der Verkehr auf der gegenüberliegenden Seite an der Baustelle vorbeigeführt wird. Die Signalisationen vor Ort sind weiterhin zu beachten.

    Es ist mit Einschränkungen zu rechnen

    Die Zufahrt zu den Liegenschaften bleibt grundsätzlich gewährleistet, allerdings ist zeitweise mit Einschränkungen zu rechnen. Die Verantwortlichen arbeiten gemeinsam mit der Bauunternehmung und der Bauleitung daran, die Belastungen für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten.

    Zum Abschluss des Projekts werden die Deckbeläge eingebaut und die Strassenmarkierungen erneuert. Für diese Arbeiten muss die Strasse abschnittsweise vollständig gesperrt werden. Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende können die Trottoirs jedoch weiterhin benutzen.

    Da die Deckbelagsarbeiten nur bei trockener Witterung ausgeführt werden können, sind bei Regen kurzfristige Terminverschiebungen möglich. Die genauen Termine der notwendigen Vollsperrungen werden rund einen Monat vor Beginn der Arbeiten bekannt gegeben. Laut der Baustellen-Information werden die Arbeiten im September 2026 beendet sein.

  • «Zürihegel»: Die Höngger Vorausscheidung bleibt ein Quartiermagnet

    «Zürihegel»: Die Höngger Vorausscheidung bleibt ein Quartiermagnet

    Als Violaine Stehli am Samstagnachmittag, 30. Mai, kurz innehielt, verspürte sie vor allem eines: viel Freude. Als Vorstandsmitglied des Quartiervereins Höngg lagen die organisatorischen Geschicke der Quartierausscheidung für «De schnällscht Zürihegel» erstmals in ihren Händen.

    Seit Januar hatte sie den Anlass vorbereitet und «von vorne bis hinten» durchdacht und geplant. Es galt unter anderem, die Technik zu organisieren und den Samariterverein Zürich-Höngg zu engagieren, die Freiwilligen zu rekrutieren sowie viel Administratives zu bewältigen.

    Dabei traf sie auch auf ein erfahrenes Team: «Für mich persönlich war die Zusammenarbeit mit dem Quartierverein Wipkingen, der am Vormittag seine Ausscheidung bei uns durchführte, sowie mit dem Turnverein Höngg ein absolutes Highlight», sagt sie.

    Sie lobt das Zusammenspiel aller Beteiligten und hebt hervor, wie gut es gelungen sei, genügend Helferinnen und Helfer zu finden. Schliesslich mussten nicht nur ein Höngger und ein Wipkinger Quartieranlass organisiert werden, sondern auch ein Wettbewerb, der die Vorgaben des städtischen Laufwettbewerbs erfüllen musste.

    Es gab auch einen Rekord


    Auf dem «Hönggi» herrschte beim «Zürihegel» reger Betrieb. (Foto: dad)

    Viel Spass hatten auch die Hauptakteure des Tages: die Kinder der Jahrgänge 2013 bis 2018 und jünger. Viele von ihnen nahmen nicht zum ersten Mal teil und kannten den Sprecher Martin Resch, dessen Stimme an der Höngger Ausscheidung einfach dazugehört.

    Insgesamt gingen im Einzellauf 283 Höngger Kinder auf der 60-Meter-Strecke an den Start. Das seien rund 17 Prozent weniger Teilnehmende als im Vorjahr, sagt Stehli. Am betreffenden Samstag habe in der ganzen Stadt viel stattgefunden. Auf dem «Hönggi» herrschte dennoch reger Betrieb – und es gab sogar einen Rekord zu feiern: «Wir zählten 45 Stafetten-Teams. Und allein aus der dritten Klasse nahmen in diesem Jahr 15 Teams teil – so viele wie noch nie», sagt sie stolz.

    Stehli brachte auch einige Neuerungen in den Wettbewerb ein: Eine Foto-Selfie-Box sorgte für eine virtuelle «Wall of Fame», die bei den Kindern sehr gut ankam. Zudem gelang es dank digitalisierter Abläufe, die Diplome deutlich schneller zu erstellen.

    Ungeduld habe sie allerdings nicht erlebt – im Gegenteil: «Bei meinen Begegnungen mit Eltern und Lehrpersonen habe ich ausnahmslos respektvolle, gelassene und höfliche Menschen angetroffen.»

    Wer die Ausscheidung für den «Zürihegel» auf dem «Hönggi» schon einmal miterlebt hat, weiss um die besondere Ausstrahlung dieses Wettbewerbs. Entsprechend wertvoll sei der Anlass für Höngg. «In erster Linie für die Kinder, die niederschwellig und kostenlos teilnehmen können. Gleichzeitig bietet der Anlass aber auch Raum für den sozialen Austausch.»

    Zudem sei die Ausscheidung ein Gewinn für den ganzen Kreis 10, sagt Stehli: «Wir organisieren den ‹Zürihegel› zusammen mit Wipkingen – das ist ein Grossanlass im Kreis 10, der eine Brücke schlägt über die Rosengartenstrasse hinweg.

  • Dagmar schreibt: Wie geht es eigentlich Reto Schrank?

    Dagmar schreibt: Wie geht es eigentlich Reto Schrank?

    a, auch ich komme um Social Media nicht herum. Ich scrolle Reels auf Instagram, schaue mir Posts auf Facebook an oder vertue meine Zeit damit, WhatsApp-Statusmeldungen anzuschauen. Kuck ich mir gerne an. Ist doch ganz nett zu erfahren, wer gerade Party macht oder eine tolle Ausstellung besucht hat.

    Das Lustige daran ist aber, dass sich unter meinen Handykontakten nicht etwa nur Leute befinden, die ich wirklich kenne, sondern auch solche, die ich nur einmal im Leben getroffen habe. Etwa, um einen Schrank auf Tutti zu ersteigern. Oder eine Ente abzuholen. Diese Leute bevölkern mein Telefonbuch unter Bezeichnungen wie «Reto Schrank», «Daniela Ente» oder «Erika Interview Baustelle».

    Meistens hab ich überhaupt keine Ahnung mehr, wer diese Personen eigentlich sind. Ich bin nur zu faul, mein Telefonbuch auszumisten. Selbst in der virtuellen Welt ist Aufräumen nicht so mein Ding.

    Das hat aber zur Folge, dass deren WhatsApp-Meldungen auch bei mir erscheinen. Und aus unerfindlichen Gründen schaue ich mir ihre Meldungen sogar an. Wenn also Reto Schrank Bilder seiner Familienferien in der Toskana postet, bin ich dabei. Wenn Daniela Ente einen runden Geburtstag feiert, freu ich mich mit ihr. Und Erika Interview Baustelle war gerade auf einer Velotour – stolze 50 Kilometer pro Tag ist sie geradelt!

    Keine Ahnung, ob Reto, Daniela und Erika sich freuen, dass ich ihr Leben mitverfolge. Keine Ahnung auch, ob sie noch wissen, wer ich bin. Was ich aber weiss, ist, dass Reto und Co. ebenfalls meine Statusmeldungen anschauen. So kriegt Reto natürlich auch mit, dass die Enten, die ich von Daniela habe, gerade Küken haben. Dank Social Media sind wir alle irgendwie miteinander verbunden. Ist das nicht schön?

  • Die grösste WM aller Zeiten – und wo sie im Kreis 10 zu sehen ist

    Die grösste WM aller Zeiten – und wo sie im Kreis 10 zu sehen ist

    Fussball-Weltmeisterschaften sind nichts fürs stille Kämmerlein. Wer nicht im Stadion dabei sein kann, verfolgt die Spiele am liebsten in Gesellschaft. Sei es beim Public Viewing, in der Lieblingsbar oder in der Gartenbeiz. Wenn die laut FIFA «grösste WM aller Zeiten» in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, werden sich wieder Tausende gemeinsam vor Leinwände und Bildschirme setzen und gebannt das Geschehen auf dem Rasen verfolgen. Doch wo lässt sich dieses Vergnügen im Kreis 10 geniessen? Wir haben nachgefragt und präsentieren eine kleine Auswahl.

    Fussball unter Büchern: Kapitel 10

    Wenn die Schweizer Nati an der WM spielt, verwandelt sich das Kapitel 10 ins «Kapitel 12». Mit Grossleinwand, Getränken und freiem Eintritt sind Fussballfans eingeladen, die Schweizer Auswahl gemeinsam zu unterstützen. Gezeigt werden die drei Vorrundenspiele der Schweiz: am Samstag, 13. Juni, gegen Katar, am Donnerstag, 18. Juni, gegen Bosnien-Herzegowina, sowie am Mittwoch, 24. Juni, gegen Kanada. Weitere Public Viewings mit Schweizer Beteiligung sind geplant, falls die Nati die nächste Runde erreicht. Ob die Spiele gezeigt werden, hängt unter anderem von den Anspielzeiten ab.

    Kapitel 10, Limmattalstrasse 197, 8049 Zürich

    Fussball auf dem Berg: Rüümli Höngg

    Das Höngger Rüümli im Clubhaus des SV Höngg bietet kein explizites Public Viewing an, sondern setzt auf gemütliches Beisammensein mit Fussballbegeisterten und Spaziergängern. Selbstverständlich werden während der WM die Fernseher eingeschaltet, wie es auf Anfrage heisst.

    Höngger Rüümli, Kappenbühlstrasse 72, 8049 Zürich

    Fussball im Rütihof: CaBaRe

    Auch die beliebte Quartierbeiz im Rütihof hat den Fernseher aus dem Keller geholt und entstaubt. Hier werden die Spiele gemeinsam verfolgt und lebhaft diskutiert. Jung und Alt fiebern mit, fachsimpeln über Tore, Taktiken und Schiedsrichterentscheide – wie bei Freunden im Wohnzimmer.

    CaBaRe, Rütihofstrasse 40, 8049 Zürich

    Fussball mittendrin: Nordbrüggli

    Das Nordbrüggli zeigt gemäss Auskunft alle WM-Spiele, die innerhalb der Öffnungszeiten stattfinden – sowohl drinnen als auch draussen auf den Terrassen. Ab dem Viertelfinal werden zudem die späteren Abendspiele übertragen. Sollte die Schweiz die Sechszehntel- oder Achtelfinals erreichen, bleiben die Bildschirme im Nordbrüggli auch dann eingeschaltet.

    Café Bar Nordbrücke, Dammstrasse 58, 8037 Zürich

    Fussball am Fluss: Bar am Damm

    Die beliebte Bar mit Garten mitten in Wipkingen wird die Spiele der Schweizer Nati zeigen, wie sie auf Anfrage mitteilt.

    Damm, Hönggerstrasse 3, 8037 Zürich

    Fussball urban: Kafischnaps

    Auch diese hippe Wipkinger Bar ist dabei. Gezeigt werden sämtliche WM-Spiele. Dafür setzt man auf einen grossen Bildschirm im Aussenbereich sowie auf einen kleineren Bildschirm im Innenbereich, falls das Wetter nicht mitspielt.

    Kafischnaps, Kornhausstrasse 57, 8037 Zürich

    Fussball verspielt: Alea-Spielbar

    Wo sonst Brettspiele im Mittelpunkt stehen, gibt während der Schweizer Spiele der Rasen den Ton an. Die Partien werden in einem separaten Raum gezeigt – ohne Eintritt und ohne Reservation. Die Plätze sind jedoch begrenzt. Es gilt: «Dä Schnäller isch de Gschwinder.»  

    Alea Spielbar, Zschokkestrasse 1, 8037 Zürich

    Fussball Openair: Röschibachplatz

    Am Sonntag, 19. Juli 2026, wird das Endspiel auf dem Röschibachplatz auf einer Grossleinwand übertragen. Mit dem Anlass möchte der Quartierverein Wipkingen die Möglichkeit bieten, das sportliche Grossereignis gemeinsam im Quartier zu verfolgen. Der Röschibachplatz wird dafür als gemütliche Fanzone genutzt.

    Ist Ihre Beiz, Bar oder Ihr Vereinslokal ebenfalls im WM-Fieber und überträgt Spiele im Kreis 10? Dann freut sich die Redaktion über einen Hinweis. Schliesslich gibt es im Kreis 10 vielleicht noch die eine oder andere Leinwand, die wir übersehen haben – und manche Flimmerkiste wird in den kommenden Wochen ohnehin Überstunden leisten müssen.

  • Wartaufest 2026: Mit Sonnenschirm, Charme und Melone

    Wartaufest 2026: Mit Sonnenschirm, Charme und Melone

    Als im Sommer 2019 das erste Wartaufest mit Livemusik, Bingo und Pizza zum Selbermachen über die Bühne ging, war dies der Auftakt zu einem Quartierfest, das seither immer beliebter geworden ist. Getreu dem Ziel, in Höngg einen Ort der Begegnung zu schaffen, treffen sich seither immer mehr Menschen einmal jährlich bei der Remise Wartau. Über dem Fest steht die Wassermelone, die laut der IG Wartau für die «süssen Freuden des Sommers» steht.


    Vizepräsident der IG Wartau: Ronny Siev. (Foto: dad)

    Auch in diesem Jahr hatte die IG Wartau Wetterglück: Das dreitägige Fest begann am Freitagabend, 29. Mai, bei strahlendem Sonnenschein und regem Besucherandrang. Für besondere Stimmung sorgten die Auftritte auf der Bühne, die von Up Development gesponsert wurde; der Höngger Verein betreut nachhaltige Projekte im Bereich Berufsbildung und ökologische Landwirtschaft in Ghana. Auf dessen Bühne begeisterte bereits am ersten Abend die Band Ash-Lee mit ihren Mundartversionen bekannter Popsongs.


    Gute Stimmung am Wartaufest. (Foto: das)

    Albumtaufe und Abschiedstour

    Die Musik stand am diesjährigen Wartaufest besonders im Fokus. So wurde der Samstag mit einer Albumtaufe eröffnet: Die «Wilde Blaatere», die Musik für Kinder und Erwachsene machen, präsentierten ihr gleichnamiges Debütalbum und eroberten Jung und Alt im Sturm. Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger Fidel Aeberli lebt in Höngg.


    Die Band Wildi Blaatere bei ihrem Auftritt am Wartaufest. (Foto: dad)

    Am Abend folgten weitere Live-Acts, darunter die Höngger Sängerin Nadeen Lavie sowie die «Birthday Girls», die derzeit auf ihrer Abschiedstournee unterwegs sind. Hinter dem Namen verbergen sich vier Musiker, von denen zwei aus Höngg stammen. Die einst von SRF als «Best New Talent» ausgezeichnete Band sorgte auf dem Vorplatz der Tramremise für ausgelassene Stimmung. Auch der Sonntag bot Musik: «Arte Amina» brachte Jazz und Bossa Nova zur Wartau.  


    Die Höngger Sängerin Nadeen Lavie. (Foto: das)

    Die IG Wartau setzt auf Nachhaltigekit

    Neben dem musikalischen Programm kam auch das Kulinarische nicht zu kurz: Selbstverständlich standen Hönggerli auf der Karte, ebenso frisch zubereitete Crêpes eines Sternekochs. Dabei achtete die IG Wartau auf ein nachhaltiges Abfallkonzept mit wieder verwendbaren Gläsern und Bechern sowie biologisch abbaubares Geschirr.


    Am Wartaufest Ende Mai 2026. (Foto: das)

    Für die jüngsten Gäste gab es am Wartaufest märchenhafte Geschichten mit Sarah Betschart und das beliebte Preis-Fischen anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums der Wartau-Apotheke. Nicht fehlen durfte natürlich auch das traditionellen Bingo am Sonntag. So bot das Wartaufest einmal mehr eine gelungene Mischung aus Musik, Kulinarik und Quartierleben.

  • Tief im Wald mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Tief im Wald mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Obwohl er nur wenige Zentimeter unter unseren Füssen liegt, ist der Waldboden für viele ein weitgehend unbekannter Lebensraum. Dabei sind Waldböden wahre Multitalente: Sie versorgen Bäume mit Nährstoffen, speichern enorme Mengen CO₂ im Humus, filtern Wasser und bieten unzähligen Organismen einen Lebensraum.

    Der Natur- und Vogelschutzverein Höngg lud Frank Hagedorn und Marco Walser von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf ein. Beide nehmen Interessierte mit auf eine faszinierende Expedition ins Erdreich.

    Auch ein Mikrofon wird eingesetzt

    Auf dieser Exkursion erhalten Interessierte spannende Einblicke in die Entstehung von Waldböden, die Vielfalt des Lebens im Dunkeln, die komplexen Netzwerke im Boden – und erfahren, warum gesunde Böden für uns und die Natur so wichtig sind.

    Die Filterwirkung des Waldbodens wird erlebbar, während sich – mithilfe eines hochempfindlichen Mikrofons – die Frass- und Bewegungsgeräusche seiner verborgenen Bewohner belauschen lassen. Am Ende der Exkursion erscheint der Waldboden in einem neuen Licht und offenbart seine erstaunlich lebendige Seite.

    Der Naturspaziergang

    Montag, 15. Juni, 18–20 Uhr
    Treffpunkt: Haltestelle Schützenhaus Höngg, Bus 38
    Ohne Voranmeldung – bei Starkregen findet die Veranstaltung nicht statt 

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