Kategorie: Allgemein

  • Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe über übelriechenden Geruch in der Stadt im Winter, insbesondere starkbefahrenen Passagen wie der Rosengartenstrasse. Dieser Geruch entsteht, trotz verbesserter Emissionswerten im Vergleich zu den Vorjahren, durch ein Wetterphänomen im Winter.

    «Der üble Geruch während des Winters in der Stadt liegt an einer sogenannten Inversionswetterlage», erklärte Flavio Kunert, Doktorand am Lehrstuhl für Luftqualität und Partikeltechnologie an der ETH Zürich, im «Tagblatt der Stadt Zürich». Das ist ein Hochdruckgebiet, welches dafür sorgt, dass die kalte, schwerere Luft am Boden bleibt, während die wärmere, leichtere Luft nach oben steigt. Dies führt zu einer Art Luftdeckel, der die kalte Luft am Boden einschliesst, sodass sie sich nicht mit der oberen, wärmeren Luft vermischen kann.

    Inversionswetterlage: Ein Phänomen im Winter

    In den tiefen Lagen sammeln sich dadurch Schadstoffe, insbesondere Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem durch den Autoverkehr entsteht. Zusätzlich kommen Feinstaubpartikel hinzu. In dieser Zeit werden die Grenzwerte für die Luftbelastung in der Rosengartenstrasse häufig über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg überschritten. Erst wenn Wind aufkommt, kann sich die Luft wieder durchmischen und die schädlichen, übelriechenden Stoffe vertreiben, so berichtete das «Tagblatt der Stadt Zürich».

    Emissionswerte in den letzten Jahren halbiert

    Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich teilt dem «Tagblatt der Stadt Zürich» mit, dass die Luftqualität in Zürich insgesamt besser geworden ist. In den letzten Jahren haben sich die Emissionswerte in der Rosengartenstrasse sogar halbiert. Teilweise werde der Grenzwert der Stickoxid-Belastung in stark befahrenen Strassen dennoch überschritten. Stickoxid kann laut dem Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Atemwegsinfektionen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

  • Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Wie die Stadt in einer Medienmitteilung heute erklärt, plant die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) im historisch wertvollen Lettenquartier zwischen der Imfeld-, Rousseau- und Lettenstrasse ihre bereits bestehenden Siedlungen zu erweitern. Gleichzeitig soll innerhalb des Areals eine neue städtische Schulanlage entstehen. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung der Lettenwiese als zentralen Grünraum innerhalb der Parzelle.  

    Landtausch zwischen Stadt und Genossenschaft  

    Zu diesem Zweck, so die Stadt, solle die Bauzonenordnung revidiert und ein Landabtausch zwischen der Baugenossenschaft und der Stadt durchgeführt werden. Denn aktuell, so die Medienmitteilung, «befindet sich das Grundstück der Stadt Zürich in der Mitte des Lettenplateaus, umrandet von den Wohnbauten der BEP». 

    Durch den Landtausch komme die neue Schule nun an den Rand des Perimeters zu liegen, dort, wo heute die BEP-Siedlung 6 steht. Damit könne die Genossenschaft ihre Wohnsiedlung innerhalb der Parzelle erweitern. Neuer Wohnraum soll gleichzeitig anstelle der Siedlung Letten 7 entstehen, welche vom Stadtrat im Sommer 2025 aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen wurde.

    Auflage bis April

    Erarbeitet wurde die vorliegende Variante durch eine zweijährige kooperative Testplanung zwischen der BEP, IMMO Stadt Zürich sowie der SBB, inklusive Mitwirkungsverfahren der Quartierbevölkerung. Die Pläne liegen ab heute bis und mit 7. April zur Einsicht auf.

    Direkt im Anschluss an den Vollzug der Revision der Bauzonenordnung, der voraussichtlich gegen Ende 2027 vonstatten geht, plant die BEP einen Architekturwettbewerb zur Planung der Überbauung.

    Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich

  • Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Die morgendliche Fahrt im 46er gewährt mir oft einen weiten Blick über die ganze Stadt, manchmal bis hin zu den schneebedeckten Alpen. In der Redaktion am Meierhofplatz angekommen werde ich von einem dynamischen Team begrüsst: Dani, Petra, Dagmar (und ihre Hunde) sind stets mit Freude am Werk.

    Seit über drei Jahren durfte ich mich hier einleben und einbringen. Nun findet meine Zeit bei der «Höngger Zeitung» ein Ende. Das Leben zieht mich weiter – ich freue mich, meinen kreativen Projekten, etwa als Sängerin Jina Rose, mehr Zeit zu widmen. Doch meine Kolleginnen und Kollegen werde ich vermissen – ich schätze die Zusammenarbeit mit euch, nicht zuletzt dank eurer herzlichen und humorvollen Art.

    Engagement und Neugier

    Zudem stelle ich fest, wie tief ich in dieses Quartier hineingewachsen bin. Vor einigen Jahren hatte ich kaum was mit Höngg am Hut, heute begegnen mir bekannte Gesichter und zahlreiche Geschichten. Durch die Arbeit bei der Quartierzeitung ist man nah am Leben, sie erfordert viel Engagement und Neugier.

    Es hat mir Spass gemacht, Interviews mit unterschiedlichsten Menschen zu führen, Texte zu korrigieren und alle zwei Wochen eine frische Zeitung in den Händen zu halten, die nicht nur in der eingespielten Zusammenarbeit unseres Teams, sondern auch durch die Menschen und Organisationen aus dem Quartier entstanden ist.

    Gerne habe ich meine Kreativität einfliessen lassen, zum Beispiel mit dem «Höngger Podcast» oder auf Social Media, wo zunehmend mehr Austausch entsteht. Ich bin dankbar für diese Zeit, die für mich von bereichernden Erfahrungen und spannenden Begegnungen geprägt war. Sicher werde ich dem «Höngger» verbunden bleiben, und ich freue mich darauf zu sehen, was dieses historische Jubiläumsjahr und die weitere Zukunft für die Quartierzeitung bereithält.

    Jina Rose produzierte ein Musikvideo mit ihrer Band ROSE & DOCTOR.
  • Instandsetzung der Fenster in der Wohnsiedlung Nordstrasse in Wipkingen

    Instandsetzung der Fenster in der Wohnsiedlung Nordstrasse in Wipkingen

    Die Wohnsiedlung Nordstrasse aus dem Jahr 1918 befindet sich im Quartier Wipkingen und umfasst 146 Wohnungen. Nun müssen laut einer städtischen Medienmitteilung die Fenster der «Schindelhäuser» – unter diesem Namen ist die Siedlung bekannt – altershalber instand gesetzt werden.

    Schrittweises Vorgehen

    Bei der letzten umfassenden Instandsetzung der Wohnsiedlung in den Jahren 2009 bis 2012 wurden insbesondere Küchen und Bäder modernisiert sowie eine Zentralheizung eingebaut. Die Fenster blieben damals unangetastet, da sie sich noch in gutem Zustand befanden. Dieses gezielte Vorgehen trägt zur nachhaltigen Nutzung der bestehenden Bauteile bei und schont Ressourcen.

    Die Lebensdauer ist erreicht

    Mittlerweile haben die Holzfenster ihre technische Lebensdauer erreicht. Rund 2400 Fensterflügel und 2200 Fensterläden werden nun abgeschliffen, ausgebessert und neu gestrichen. Zudem wird der Fensterkitt vollständig erneuert. Der Stadtrat hat für diese Arbeiten gebundene Ausgaben von 3,84 Millionen Franken bewilligt. Die Investition hat keine Auswirkungen auf die Mietzinsen, die Mietverhältnisse bleiben unverändert bestehen.

    Die Instandsetzung erfolgt in drei Etappen in den Jahren 2026, 2027 und 2028, jeweils in der warmen Jahreszeit, um die Beeinträchtigungen für die Bewohnenden so gering wie möglich zu halten.

  • Besetzte Post: Festnahme von Aktivist in Wipkingen war rechtswidrig

    Im Zusammenhang mit der Besetzung der ehemaligen Post am Wipkingerplatz hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die Festnahme und anschliessende Ausweisung eines pro-palästinensischen Aktivisten als rechtswidrig eingestuft, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

    Den 53-jährigen jordanisch-amerikanischen Doppelbürger nahm die Polizei während der Besetzung des leerstehenden Postgebäudes in Wipkingen im Januar 2025 fest. Gemäss dem Zeitungsbericht hätte er dort auftreten sollen.

    Eine «Entführung»

    Die Aktion war Teil von Protesten gegen den Krieg im Gazastreifen. In der Folge wurde der Aktivist mehrere Tage festgehalten und anschliessend aus der Schweiz weggewiesen. Er bezeichnete die Massnahme laut dem «Tages-Anzeiger» als «Entführung».

    Laut dem Urteil fehlte den Behörden sowohl für die Festnahme als auch für die ausländerrechtlichen Massnahmen eine genügende gesetzliche Grundlage. Der Kanton Zürich wurde verpflichtet, die Verfahrenskosten zu übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Die Besetzung der ehemaligen Post steht seit längerem im Quartier im Fokus städtebaulicher und politischer Diskussionen, da das Gebäude seit 2023 besetzt ist und die Stadt Zürich kürzlich den Bau gekauft hat.