Kategorie: Allgemein

  • Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Es passiert uns allen einmal – vielleicht sogar zweimal: Wir verlieren das Portemonnaie oder lassen es irgendwo liegen, weil wir mit den Gedanken gerade woanders sind. Und auch wenn das Smartphone dem Portemonnaie inzwischen den Rang als wichtigster persönlicher Begleiter abgelaufen hat, bleibt der Geldbeutel für viele unverzichtbar.

    So erging es auch einer Leserin, die sich an unsere Redaktion wandte, nachdem sie ihr Portemonnaie verloren hatte. Glücklicherweise wurde es von einer ehrlichen Finderin in Höngg entdeckt und zurückgebracht.

    Das «Danke» ging vergessen

    Vor lauter Erleichterung und Aufregung über das wiedergefundene Portemonnaie versäumte es die Hönggerin jedoch, sich bei der Finderin zu bedanken. Bei der Übergabe vor der Migros am Montag, 4. Mai, ging dies leider vergessen – was sie nun sehr bedauert.

    Unsere Leserin würde sich deshalb sehr freuen, wenn sich die sympathische Frau, die in Begleitung eines kleinen Mädchens war, bei der «Höngger Zeitung» melden würde, damit sie sich – wenn auch etwas verspätet – persönlich bedanken kann.

    Kontakt: redaktion@hoengger.ch
    044 340 17 05

  • Wipkingen im Wandel der Zeit

    Wipkingen im Wandel der Zeit

    Stattreisen Zürich existiert seit 1991 als private Initiative engagierter Zürcherinnen und Zürcher, die Interessierte in ihrer Freizeit durch die Stadt führen. Der Verein bietet heute 38 verschiedene Rundgänge an – von thematischen Führungen zur Drogen- oder Migrationsgeschichte bis hin zu Quartierspaziergängen. Das Team besteht derzeit aus elf Personen, die mit viel Leidenschaft und Kompetenz recherchieren und ihr Wissen kundig vermitteln.

    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)
    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)

    Unterwegs mit Saro Pepe

    Einer von ihnen ist Saro Pepe. Er ist in den 1970er-Jahren in Wipkingen aufgewachsen, Präsident von Stattreisen Zürich und Archivar im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich.

    Am 18. Juli führt Pepe durch Wipkingen und spannt dabei den Bogen von der Geschichte bis in die Gegenwart des Quartiers. Ab den 1960er-Jahren wurde Wipkingen zunehmend vom Verkehr geprägt und belastet. Das Quartier begann sich dagegen zu wehren und entwickelte sich im neuen Jahrtausend zu einem der lebendigsten Zürcher Stadtteile.

    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)
    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)

    Der Rundgang

    Vom Bahnhof Letten über den Röschibachplatz bis zum Wipkingerplatz befinden sich heute zahlreiche zentrale Orte im Wandel. Der Rundgang spürt den Gründen für die «Auferstehung» Wipkingens nach und verbindet historische Hintergründe mit aktuellen Entwicklungen. Dabei zeigt Pepe auch ausgewählte historische Fotografien und gewährt spannende Einblicke in die Geschichte des Quartiers.

    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)
    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)

    Quer durch Wipkingen

    Samstag, 18. Juli, 10 Uhr
    Treffpunkt beim Kiosk am Bucheggplatz
    www.stattreisen.ch

  • WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    Unbürokratisch, direkt und mit so wenig Bedingungen wie nötig unterstützt die 2020 gegründete Schweizer Ting Community aktive Menschen dabei, sinnhafte Ziele zu verfolgen.

    Und wie funktioniert das?

    Ting verteilt Geld um. Ting nutzt monatliche Beiträge, um ein gemeinsames Vermögen aufzubauen. Das Geld aus diesem Pot wird als grundlegende finanzielle Sicherheit in einem direkten Umlageverfahren (ähnlich der AHV) an andere Mitglieder ausgezahlt. Dies schafft die notwendige Zeit für Projekte, Bildung, Selbstwirksamkeit, Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit und stärkt das Vertrauen in die Gesellschaft. Die Community-Plattform bildet die Grundlage dafür.

    Positive Zukunftsprojekte

    Seit 2020 hat die Ting Community bisher 1,7 Millionen Franken an intrinsisch motivierte Menschen ausbezahlt, diese haben ihre zukunftsgerichteten Projekte erfolgreich und mit viel Freude umgesetzt. Was hinter der Idee von Ting steckt, und was die Ting-Gründer mit ihrer Community in der Gesellschaft bewirken möchten, erfahren Sie im WipWest Talk mit Silvan Groher und Nina Müller am 19. Mai.

    Eingesandt von Nina Müller

    Zeit: 18.30 Uhr: Apéro
    19 Uhr: Beginn Talk Nina Müller & Silvan Groher
    Ort: WipWestHuus grosser Gruppenraum
    Eintritt gratis, mit Anmeldung, da Platzzahl begrenzt: nina.mueller@reformiert-zuerich.ch

    Geld teilen als neues Wirtschaftssystem. – Interview mit Silvan Groher | Mach-dis-Ding.ch

  • Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Die Idee des Nachbarschaftstags stammt ursprünglich aus Paris. Dort wurde 1999 erstmals die «fête des voisins» durchgeführt. Ziel der Aktion war es, wie auf der Webseite des Nachbarschaftstags zu lesen ist, alle Formen der Solidarität unter Nachbarinnen und Nachbarn zu fördern und der Anonymität der Grossstadt entgegenzuwirken.

    Mit Erfolg: Aus Paris schwappte die Idee schnell auf ganz Frankreich und von dort aus auch auf weitere Länder in Europa über. Die Schweiz beteiligte sich erstmals 2004. Hier war es die Stadt Genf, die als erste den «European Neighbours’ Day» beging.

    Zürich folgte 2007 mit seinem ersten «Tag der Nachbarn». Seither wird er auch in der Limmatstadt alljährlich – mit einem Unterbruch während der Corona-Jahre – durchgeführt.

    Mitmachen ist erwünscht

    Was nun an der diesjährigen Ausgabe vom 29. Mai genau geschehen wird, ist sehr individuell und flexibel. Denn begangen wird der Tag durch unzählige kleine und grössere Aktionen innerhalb der einzelnen Nachbarschaften.

    Alle sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen und auf die Nachbarschaft zuzugehen – sei es durch eine Einladung zum Kaffee, einen gemeinsamen Grillplausch im Hinterhof oder ein gemütliches Treffen im Garten.

    Über das Kontaktformular des Fördervereins Nachbarschaftshilfe Zürich kann zu diesem Zweck eine «Tag-der-Nachbarn-Box» bestellt werden, die Einladungskarten, Flyer, Ballons und weitere Dinge beinhaltet.

    Wer alles auf dem Röschi dabei ist

    Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche öffentliche Anlässe- zum Beispiel in Wipkingen. Dort wird der Röschibachplatz in einen Festplatz verwandelt, mit einer Hüpfburg für die Kleinsten, Kinderschminken im Nordbrüggli, Livemusik mit Afro Jazz vor dem Kiosk und einer Vielzahl weiterer Aktionen. 

    Organisiert wird dieser Anlass von zahlreichen Akteuren aus dem Quartier und findet von 15 bis 19 Uhr statt – allerdings nur bei schönem Wetter.

    Mit an Bord sind das GZ Wipkingen, der Quartierverein Wipkingen, die Nachbarschaftshilfe Zeitgut, die Freie Kirche Wipkingen, die reformierte und die katholische Kirche, die offene Jugendarbeit, die Kinderkleiderbörse KiWi, der Wartsaal Wipkingen sowie das Restaurant Nordbrüggli, das Chez Nous, der Kiosk Röschibach, das Belmondo und das ViCafé.

    Tag der Nachbarn 2026
    Röschibachplatz
    Freitag, 29. Mai, 15–19 Uhr

  • Eine Maturarbeit mit Tiefgang

    Eine Maturarbeit mit Tiefgang

    Als Ilena Teng ihrer Physiklehrerin am Gymnasium Hohe Promenade vor rund zwei Jahren ihre Idee zu einer Maturarbeit präsentierte, winkte diese ab. Das Thema sei viel zu komplex und entspreche vom Umfang her eher einer Bachelorarbeit an der Universität. Doch Teng liess nicht locker.

    In der Biologielehrerin fand sie schliesslich eine Betreuerin für ihre Arbeit, die sich ebenso für das Thema begeistern konnte wie sie selbst. Denn diese arbeitet selbst seit Jahren im Bereich der Meeresbiologie, und die Forschungsfrage, die Teng in ihrer Arbeit behandeln wollte, setzte sich mit der Echolokation von Delfinen auseinander: «Warum verfangen sich so viele Wale und Delfine in industriellen Fischernetzen und enden als Beifang?», fragte sich Teng. «Ist es den Meeressäugern mit ihrem Wahrnehmungssystem nicht möglich, die Fischernetze zu erkennen?» In der Literatur fanden sich zu diesem Thema erstaunlich wenige Antworten.

    Delfine im Kinderzimmer

    Um die Frage zu beantworten, hat Teng also ihr eigenes Forschungsprojekt durchgeführt. Zu diesem Zweck musste sie das Ortungs- und Kommunikationssystem der Delfine nicht nur verstehen, sondern auch nachbauen und simulieren. Delfine orientieren sich im Raum, indem sie Klicklaute im Ultraschallbereich produzieren, die von den Objekten reflektiert werden. Die Schallwellen, welche die Objekte zurückwerfen, werden von den Tieren aufgenommen und vermitteln ihnen ein räumliches Bild von dem Raum, in dem sie sich bewegen.

    Teng konstruierte in der Folge einen Versuchsaufbau, der diese Schallwellen messen kann. Auf einem Computer erzeugte sie via einem Digital-Analog-Umwandler Ultraschallwellen, die in eine Holzbox geleitet wurden und dort auf verschiedene Gegenstände trafen. Deren Echo wurde wiederum durch zwei Mikrofone aufgefangen und konnte so gemessen werden. In ihrem Zimmer in Höngg gelang es ihr damit, auf kleinstem Raum eine Versuchsanordnung zu schaffen, die das hochkomplexe Leben von Delfinen im Ozean abbilden konnte.

    Deutliche Ergebnisse

    Das Unterfangen stellte Teng technisch vor einige Probleme. Rund ein Jahr lang war sie mit der Forschungsarbeit beschäftigt. Ein wenig Unterstützung habe sie von ihrem Vater erhalten, der Elektrotechnik studiert habe, «ansonsten habe ich den Versuch aber komplett selbst geplant und konstruiert». «Und ja», räumt sie schmunzelnd ein, «wahrscheinlich hat die Physiklehrerin recht gehabt. Das Thema war sehr komplex und ich bin da vielleicht etwas blauäugig rangegangen.»

    Doch ihr Mut hat sich gelohnt: In ihrem Projekt konnte sie deutliche Unterschiede in der Reflexion des Schalls bei verschiedenen Gegenständen erkennen und somit nachweisen, dass die modernen Fischernetze, von denen sie sich extra Originalmuster aus Deutschland und Italien hatte kommen lassen, für Delfine quasi unsichtbar sind. Und nicht nur das: Sie konnte zudem mit relativ einfachen Methoden, etwa der Installation von Holzperlen an den Netzen, dafür sorgen, dass diese den Schall weitaus besser reflektierten und somit für die Delfine besser sichtbar wären.

    Ein Fall für «Jugend forscht»

    Diese beachtliche Leistung anerkannten die betreuenden Lehrpersonen mit der Bestnote. Teng überzeugte jedoch nicht nur die Schule, sondern auch die Jury des Wettbewerbs von «Schweizer Jugend forscht», bei dem sie die Arbeit auf Anraten ihrer Lehrerin einreichte. Die Jury lud sie ein, am Halbfinale in der ETH teilzunehmen. Hierzu musste sie die Arbeit vor einem Expertengremium in einem Vortrag und einem Gespräch präsentieren. «Es war hochspannend, mit Experten zu reden, die wirklich Ahnung von der Materie haben – und denen ich auch noch fachliche Fragen zu meiner Arbeit stellen konnte», schwärmt Teng im Gespräch mit dem «Höngger».

    Doch damit war der Wettbewerb noch nicht zu Ende: Mit der Präsentation sicherte sie sich den Finaleinzug und hatte gemeinsam mit rund 120 anderen jungen Forschenden aus der ganzen Schweiz die Gelegenheit, in Muttenz ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen. Teng erhielt die Auszeichnung Bronze.

    Nächste Station: Medizinstudium

    Und wie soll es nun weitergehen? Wird sie die Forschungsergebnisse weiterverfolgen? «Mit der Arbeit ging es mir erstmal darum, auf wissenschaftlicher Basis zu ermitteln, worin das Problem liegt – und welche Möglichkeiten es rein technisch gesehen geben kann, um Beifang zu verhindern», erklärt Teng ihre Motivation.

    Die konkrete Umsetzung der Ergebnisse beziehungsweise der aktivistische Teil daran wären jetzt der nächste Schritt. Wie dieser genau aussehen kann und wird, das ist im Moment noch offen. Sicher ist auf jeden Fall schon, dass sie noch in diesem Jahr einen grossen Schritt in Richtung berufliche Zukunft unternehmen wird: Im Herbst beginnt sie ihr Medizinstudium an der ETH in Zürich. Und wird dort mit Sicherheit auch auf viele komplexe Probleme treffen, zu deren Lösung sie beitragen kann.

    «Wie Delfine mit Schall sehen: Ein Nachbau der Echolokation zur Analyse von Beifangursachen.»

    Das Voting für den Publikumspreis bei «Schweizer Jugend forscht» ist noch bis Ende Juni offen.
    Auf der Website des Wettbewerbs kann für Ilenas Video abgestimmt werden: sjf.ch
    Akustische Beispiele zu den Schallwellen gibt es auf der Website von Ilena Teng: www.teng.ch/ilena/MA

  • Abfall am Letten: Video löst Diskussion aus

    Abfall am Letten: Video löst Diskussion aus

    Der Instagram- und TikTok-User «Dewinterthurer» alias Adrian Moucharfiech veröffentlichte kürzlich ein Video, das er am vergangenen Sonntag um 7.30 Uhr beim Joggen auf dem Kloster-Fahr-Weg aufgenommen hatte. Gegenüber «20 Minuten» erklärte er, ein derartiges Ausmass habe er dort noch nie erlebt: Der Weg sei über weite Strecken praktisch zugemüllt gewesen, zudem war der Boden voller Scherben.

    Wie zahlreiche Kommentare in den sozialen Medien vermuten lassen, könnte die enorme Abfallmenge auf das «Letten Opening 2026 – Saisonstart am Wasser» beim Lokal GUMP am Oberen Letten vom Vorabend zurückzuführen sein.

    Auf Nachfrage teilt die MAAG Music & Arts AG, die das Season Opening beim GUMP organisierte, mit, dass der Müll am Kloster-Fahr-Weg nicht allein von Gästen der Party stamme. Viele Personen hätten sich am Samstagabend am Oberen Letten aufgehalten, ohne die Veranstaltung besucht zu haben.

    Zudem wird festgehalten, dass gleichzeitig auch eine Veranstaltung beim Park Platz stattfand. Ausserdem seien laut Medienstelle zahlreiche Getränke und Flaschen privat mitgebracht und entsorgt worden, die nicht an der Party verkauft worden seien.

    Die Zuständigkeiten sind klar geregelt

    Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) bestätigte ebenfalls auf Anfrage, dass am Wochenende beim GUMP am Oberen Letten das «Letten Opening» stattgefunden habe. Der Anlass habe in Kombination mit dem freundlichen Wetter dazu geführt, dass sich viele Menschen vor Ort versammelt und offenbar ausgiebig gefeiert hätten.

    Die Veranstaltung sei angemeldet und die Zuständigkeiten seien klar geregelt gewesen, so ERZ: Innerhalb des Festperimeters sei der Veranstalter für Reinigung und Abfallentsorgung verantwortlich, auf öffentlichem Grund hingegen die Stadt.

    Der Letten sei gemäss ERZ auch ohne Eröffnungsfest ein sehr beliebter Treffpunkt. Wo Menschen zusammenkämen und feierten, bleibe leider oft Abfall liegen. Vergleichbare Situationen kenne man etwa vom Seebecken. Je häufiger sich grössere Menschenmengen im öffentlichen Raum treffen und feiern, desto häufiger werde ERZ auch mit ähnlichen Szenen konfrontiert.

    Hat das Littering zugenommen?

    Das Video von «Dewinterthurer» wirft auch die Frage auf, ob diese Art von Littering in der Stadt Zürich zugenommen hat. Laut ERZ seien die Abfallmengen in den vergangenen Jahren trotz Bevölkerungswachstums aber stabil geblieben. Grundlage dafür ist eine Statistik, die sowohl das Gewicht des in öffentlichen Abfallbehältern entsorgten Abfalls als auch die Menge an Schmutz und Littering erfasst.

    Wie ERZ weiter ausführt, seien jedoch nicht allein Menge und Gewicht entscheidend. So könne auf einer blühenden Frühlingswiese bereits eine einzige achtlos weggeworfene Plastikflasche störend wirken. Besonders ärgerlich seien zudem Zigarettenstummel. Und gerade Scherben – wie sie am Sonntagmorgen am Letten festgestellt wurden – stellen eine Gefahr dar.

    Eine Gemeinschaftsleistung

    ERZ hält weiter fest, dass der öffentliche Raum als Aufenthaltsort zunehmend an Bedeutung gewinne. Die Menschen hielten sich häufiger und länger draussen auf. Teilweise werde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert – Partygäste sowie Joggerinnen und Jogger gäben sich bei Sonnenaufgang quasi die Klinke in die Hand.

    Aus Sicht der Stadtreinigung sei es erfreulich, wenn die Bevölkerung den öffentlichen Raum nutze und gleichzeitig hohe Ansprüche an die Sauberkeit stelle. Denn, so ERZ: Eine saubere Stadt sei eine Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Je weniger Littering anfalle, desto gründlicher könne die Stadtreinigung die 737 Kilometer Strassen, 1080 Kilometer Trottoirs und Fusswege sowie die 1,7 Millionen Quadratmeter Parkanlagen der Stadt Zürich reinigen. (dad)

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  • Schachmatt im Höngger Kirchgemeindehaus

    Schachmatt im Höngger Kirchgemeindehaus

    Das reformierte Kirchgemeindehaus Höngg wird gerne für Anlässe aller Art genutzt. Meistens sind dies Theater, Konzerte oder sonstige kulturelle Veranstaltungen.

    Am 3. Mai fand dort jedoch ein Grossanlass der etwas anderen Art statt – ohne laute Töne, aber mit über hundert jungen und motivierten Teilnehmenden: Der Schachclub Zürich Seebach lud zum Schachturnier «Seebach Open U18» ein.

    163 Teilnehmende unter 18 Jahren, so schreibt es der Club auf seiner Webseite, hätten sich für das Turnier angemeldet – ein neuer Rekord. 13 Jugendliche stammten aus dem Seebacher Team, die restlichen Teilnehmenden reisten aus der ganzen Region an.

    Alle können teilnehmen

    Angetreten wurde in zwei Kategorien: 42 Teilnehmende starteten in der Kategorie Masters, 121 im Challengers- Modus. Was das bedeutet? Im Challenger-Modus, so ist den Informationen des Schachclubs zu entnehmen, können alle teilnehmen – egal, ob Turnier-Neuling oder Profi. In der Masterkategorie wird schon eine gewisse Anzahl an Punkten vorausgesetzt, die in Turnieren erlangt worden sind.

    Gespielt wurde in sieben Runden, im sogenannten Schweizer System, mit dem die Paarungen zwischen den Gegnern ermittelt wurden. Mit einer Stoppuhr wurde die Bedenkzeit, die jedem Spieler zur Verfügung stand, berechnet: 15 Minuten hatten die Spielenden insgesamt Zeit, sich Gedanken über die richtige Platzierung ihrer Spielfiguren zu machen.

    Ein grosser Erfolg

    Zusätzlich zum Turnier stellte sich nach Informationen des Vereins der routinierte Schachspieler und Youtuber Jonathan «OrcaChess» Reichel zur Verfügung, um sich von Kindern im Blitzschach «challengen» zu lassen.

    Der Club bezeichnet den Anlass als grossen Erfolg – und zeigt sich dankbar, die Gelegenheit gehabt zu haben, das Turnier im Höngger Kirchgemeindehaus auszutragen.

    Und schon am 30. August wird er wieder hier im Quartier zu Gast sein: Dann findet nämlich das Seebach Open statt, an dem sich auch Erwachsene im Spiel der Könige messen können.

    Quelle: Schachclub Zürich Seebach

  • So war das Sächsilüüte im Wohnzentrum Frankental

    So war das Sächsilüüte im Wohnzentrum Frankental

    Da der Frankentaler Böögg im letzten Jahr aufgrund des Norovirus nicht zum Einsatz kommen konnte, wartete er bereits ungeduldig im Keller des Wohnzentrums auf seinen diesjährigen Einsatz. Fein herausgesputzt stand er am Mittag des Sächsilüüte-Montags auf seinem Scheiterhaufen und sah seinem Schicksal entgegen.

    Zahlreiche Gäste, darunter Mitglieder, Angehörige, Mitarbeitende und natürlich die Bewohnenden des Wohnzentrums Frankental fanden am Nachmittag bei trockenem Wetter den Weg in den Garten. Nach der offiziellen Begrüssung durch den Institutionsleiter Urs Horisberger begann das gesellige Beisammensein, und das Buffett wurde eröffnet. Für das leibliche Wohl sorgten die traditionelle Sechseläuten-Bratwurst sowie eine vielfältige Auswahl an Grilladen, frischen Salaten und feinen Desserts. Alles fand grossen Anklang.

    Ein schöner Sommer

    Ein besonderer Höhepunkt war das Verbrennen des Bööggs. Um Punkt 18 Uhr, beim sechsten Schlag der Glocken, wurde der Scheiterhaufen von freiwilligen Anwesenden entzündet und alle warteten gespannt, wie lang es wohl dauern würde, bis der Kopf des Bööggs herunterfällt. Im Wohnzentrum brannte dieser fünf Minuten und 27 Sekunden, was traditionell einen vielversprechenden und schönen Sommer prophezeit. Zum Vergleich: In der Stadt Zürich brannte der Böögg 12 Minuten und 48 Sekunden, bevor es zum grossen Knall kam. Auch dies verspricht uns einen schönen Sommer.

    Für zusätzliche Spannung sorgte die Verkündung der Gewinner des Schätzwettbewerbs. Es wurde jeweils ein Gewinner unter den Bewohnenden, den Mitarbeitenden sowie den Gästen ermittelt. Die Glückspilze durften sich über ein Trio aus hausgemachten Produkten aus dem Frankental freuen: ein Glas Konfitüre, eine Kerze und Kräutersalz.

    Das Sächsilüüte im Frankental war ein rundum gelungener Anlass, der allen in bester Erinnerung bleiben wird und auf einen schönen Sommer hoffen lässt.

    Eingesandt von Kathrin Richter, Wohnzentrum Frankental

  • Das Bastel- und Spielmobil ist wieder on Tour

    Das Bastel- und Spielmobil ist wieder on Tour

    Der Mittwochnachmittag ist der beste Nachmittag in der ganzen Woche. Das finden zumindest die meisten Kindergarten- und Schulkinder. Denn dieser Nachmittag ist immer frei. Und wer dann noch keine grossen Pläne, aber Lust auf Basteln und Spielen hat, für den bietet das GZ Höngg wieder jede Woche Spannendes: Das mobile Bastel- und Spielangebot ist im Quartier unterwegs.

    Wöchentliche Inspiration

    Das Elektrovelo hat erneut allerhand Spielgeräte geladen und die Mitarbeiterinnen vom GZ Höngg bieten wöchentlich neue Bastelinspirationen für alle jungen Talente. Das Mobil macht jeweils abwechselnd auf der Schärrerwiese und im Rütihof Halt. Das Spielangebot ist gratis, für die Bastelangebote wird ein Unkostenbeitrag von drei Franken pro Person erhoben. Das Bastel- und Spielmobil richtet sich an Vorschulkinder und Kinder bis 8 Jahre. Kinder unter 7 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson.

    Bastel- und Spielmobil

    Ab 20. Mai, jeweils mittwochs von 14 – 17 Uhr.
    Auf der Schärrerweise und im Rütihof.
    Bei Regen wird das Angebot des Standorts Schärrerwiese ins GZ Höngg verlegt.
    Im Rütihof findet es bei jedem Wetter statt.
    Aktuelle Daten und Standorte: gz-zh.ch/gz-hoengg
    Unkostenbeitrag: Fr. 3.–

  • Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    «Wenn die Leute nicht ins Kino können, muss halt das Kino zu ihnen», sagt Roman Vital. Tatsächlich begrüsst der Regisseur die Gäste im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg mit seinem Pop-up-Kino persönlich. Er zeigt dort seinen Dokumentarfilm «Herbstfeuer». Für Vital selbst ist es etwas Besonderes, sein Werk nun auch im eigenen Quartier zeigen zu können. «Ich fand es so schön, dass Nachbarn kommen. Durch das Flyer-Verteilen in die Briefkästen erlebte ich das Quartier wieder von einer neuen Seite.»

    Im Zentrum von «Herbstfeuer» steht der Brand des traditionsreichen Grandhotels Waldhaus Vulpera im Unterengadin im Jahr 1989. Das imposante Gebäude im Stil der Neorenaissance galt einst als Treffpunkt der internationalen Elite: Bundesräte, Schriftsteller, reiche Geschäftsleute und indische Prinzessinnen logierten dort. Der Brand verursachte einen Schaden von rund 30 Millionen Franken – die Ursache blieb ungeklärt.

    Herbstfeuer – Ein Film von Roman Vital

    Im Film begleitet Vital den damaligen Hoteldirektor Rolf Zollinger, der bis heute nicht von den Ereignissen loskommt. Jahrzehnte später rollt Zollinger gemeinsam mit einem pensionierten Ermittler den Fall nochmals auf. Er hatte die Hoffnung, endlich Antworten zu finden. Vital interessierte weniger der Kriminalfall selbst als die psychologische Dimension. «Es geht im Film um das Loslassen und darum, dass wir nie die ganze Wahrheit sehen können», erklärt der Regisseur.

    Persönliche Verbindung

    Der Film ist für Vital ein sehr persönliches Projekt. Der damalige Hoteldirektor Rolf Zollinger ist sein Götti. Lange hatte er kaum Kontakt zu ihm. Erst ein intensives Gespräch vor einigen Jahren änderte das. «Er erzählte mir die ganze Geschichte des Brandes in dreieinhalb Stunden», erinnert sich Vital. «Da wurde mir bewusst, dass seine Geschichte etwas Universelles hat.»

    Die Recherchen begannen bereits vor fünf Jahren. Vital führte zahlreiche Gespräche, sichtete Archivmaterial und traf die beteiligten Personen mehrfach. Besonders wichtig war ihm dabei, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. «Wenn wir nur eine Perspektive haben, hängt man in einer Welt fest, in der man sich eine einseitige Geschichte konstruiert.»

    Der Film lebt stark vom Gegensatz seiner Hauptfiguren: «Ich habe einen emotionalen Hoteldirektor und einen faktenbasierten Kommissar. Das gibt per se schon eine gute Konstellation», sagt Vital. Immer wieder stellt der Film die Frage, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umgehen und wie weit Wahrheit überhaupt eindeutig feststellbar ist. Dabei sei das Thema universell. «Der Film hat viele Andockpunkte zum eigenen Leben und löst Erinnerungen aus», sagt Vital. Gerade deshalb seien die Reaktionen des Publikums sehr unterschiedlich.

    Bewegende Reaktionen

    Viele Filmfans, die das Pop-up-Kino besuchten, verbanden persönliche Erinnerungen mit dem Hotel oder der Region. Heidi Bader aus Dielsdorf kam aus emotionalen Gründen an die Vorstellung. Ihr Mann war früher Wanderleiter im Hotel und die beiden wohnten damals oft selbst im «Vulpera». «Der Film war tiefgründig und gut», meint sie nach dem Film. Das offene Ende beschäftige sie aber noch.

    Auch Ines Bernasconi aus Uetikon-Waldegg erinnert sich an Ferien als Kind im «Vulpera»: «Bis zum Brand waren meine Eltern jedes Jahr dort. Wir sind alle Wege abgewandert.» Besonders geblieben seien ihr das grosse 1.-August-Buffet und das Feuerwerk. «Mir gefiel die Geschichte von Zollinger und zu sehen, dass es ihm heute gut geht. Ich hätte mir aber gewünscht, dass im Film noch mehr zur Brandursache herauskommt.» Gabrielle Guckelberger aus Höngg sieht die Länge des Films ambivalent: «Gewisse Szenen waren etwas lang. Aber das war wohl nötig, um Details auszubeineln.» Als Engadin-Fan habe sie den Film dennoch sehr spannend gefunden.


    Im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg zeigte Roman Vital vier Vorstellungen seines Filmes. (Foto: jao)

    Neben dem Film selbst stiess auch das kleine Quartierkino von Vital auf viel Sympathie. Esther Hiltebrand und Margrit Castelmur schätzen das unkomplizierte Angebot in Höngg. «Das ist ganz herzig so. Es braucht eigentlich gar keinen grosser Saal dafür», sagt Castelmur. Und Hiltebrand ergänzt: «Es ist toll, dass wir nicht extra in die Stadt müssen.» Genau darum geht es Vital mit seinem Pop-up-Kino-Konzept: Filme dorthin zu bringen, wo klassische Kinos verschwunden sind oder kaum mehr stattfinden.