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  • Schulen in Höngg: Teil 2, «Der Schulkreispräsident und die Schulpflege»

    Schulen in Höngg: Teil 2, «Der Schulkreispräsident und die Schulpflege»

    Der 59-jährige Urs Berger, Vater von drei erwachsenen Kindern, ist SP-Mitglied und seit dem Jahr 2000 Präsident des Schulkreises Waidberg, zu dem die Quartiere Höngg, Wipkingen, Unter- und Oberstrass zusammengefasst sind. Einige statistische Daten, der offiziellen Webseite entnommen: Im Schulkreis Waidberg werden täglich über 4500 Kinder und Jugendliche von mehr als 600 Lehrpersonen in rund 250 Klassen unterrichtet, betreut und gefördert. Der Schulkreis ist in 15 Schulen unterteilt. Eine Schule umfasst ein oder mehrere Schulhäuser, die zugeordneten Kindergärten und Horte. Eine Aufsichtskommission betreut und beaufsichtigt jeweils zwei bis vier Schulen. Sie besteht aus einem Präsidium und einer der Grösse der Schulen angepassten Anzahl von Mitgliedern der Kreisschulpflege. In Höngg gibt es zwei Aufsichtskommissionen. Höngg I betreut die Schulhäuser Lachenzelg, Riedhof-Pünten und Rütihof, Höngg II die Schulhäuser Am Wasser, Bläsi und Vogtsrain.

    Die Schulpflege entspricht dem Parteienproporz

    Der Schulpräsident wird alle vier Jahre durch direkte Volkswahl für sein Amt bestimmt oder darin bestätigt. Der «Volkswille» wird nicht durch ihn allein transportiert; ihm zur Seite steht die gemäss parteipolitischem Proporz zusammengesetzte Kreisschulpflege, die 25 Personen umfasst. In der Zusammenarbeit mit den Behördemitgliedern steht für Urs Berger das Verbindende im Vordergrund. Wie seine bisher 14 Jahre Amtszeit beweisen, funktioniert das im Schulkreis Waidberg gut, auch wenn ein Blick in die Bildungspapiere der Parteien, die sowohl in der Grundhaltung als auch bei einzelnen Positionen erhebliche Unterschiede ausweisen, eher das Gegenteil vermuten liesse. Wer sich für Details interessiert, findet diese in den jeweiligen Partei-Webseiten. Urs Berger betont, dass parteipolitische Differenzen im Arbeitsalltag eine untergeordnete Rolle spielen. Es bestehe bei den Schulpflegern ein grosses Interesse an den Belangen der Schule und an deren Gelingen. Eine wesentliche Bedeutung des Milizgremiums Kreisschulpflege sieht er im Engagement von Personen mit unterschiedlichen politischen, beruflichen, sozialen und familiären Hintergründen. Sie alle bringen aufgrund ihrer Sichtweise bestimmte Anliegen ein und konfrontieren die Schule damit.

    Verschiedenste zentrale Aufgaben

    Seine Tätigkeitsfelder gliedert Urs Berger in vier Kernbereiche. Mit der Zuteilungsfrage sehen sich Eltern, deren Kind ins Kindergartenalter kommt, und neu Zugezogene konfrontiert. Unterstützt durch das Sekretariat an der Rotbuchstrasse in Wipkingen ist der Schulpräsident dafür besorgt, dass jedes im Schulkreis wohnhafte Kind einen Platz in einer Schule und in einer Klasse erhält. Er ist gleichzeitig verantwortlich für die Anstellung von genügend Lehrkräften und Betreuungspersonal. 2014 wurden 190 Kinder mehr angemeldet als im Vorjahr. Bemerkenswert: Der Ausländeranteil im Schulkreis Waidberg ist am Sinken. Urs Berger führt dies zum einen auf Einbürgerungen zurück, zum anderen besteht ein Verdrängungseffekt durch steigende Mieten. Höngg und Wipkingen werden trendy!
    Die Mitglieder der Schulpflege begleiten, beurteilen und kontrollieren Schulleitungen, Lehrkräfte und Betreuungspersonen. Schulbelange werden unter der Leitung des Schulpräsidenten, im Beisein von Schulvertretungen, regelmässig in verschiedenen Gremien diskutiert. Schulische Qualitätsentwicklung und deren Sicherung ist dabei ein herausragendes Thema. Einige Zeit beanspruchen Einzelgespräche aufgrund besonderer Situationen in Schulen, Klassen oder mit Eltern.
    Schüler, Lehr- und Betreuungspersonen benötigen für ihr auftragsgemässes Zusammenwirken ausreichend Raum. Dieser Aufgabe nimmt sich der Schulpräsident in Kooperation mit der Fachstelle für Schulraumplanung und Immobilien Stadt Zürich an. Er berichtet von einem oft zähen Ringen, denn beim Thema Neubau, Renovation oder Umnutzung bestehender Räume treffen verschiedenste Interessen aufeinander. Erwähnt seien hier die Anliegen der Denkmalpflege, die Auflagen von Feuerpolizei und Gesundheitsschutz sowie die vom Zürcher Souverän beschlossene 2000-Watt-Gesellschaft, die speziell bei der Wärmedämmung der Schulhäuser als Kostentreiber wirken.
    Und nicht zuletzt amtet Urs Berger als Vize-Präsident der Schulpräsidentenkonferenz der Stadt Zürich, deren Vorsitzender Stadtrat Geri Lauber ist. Als oberste städtische Schulbehörde diskutiert und entscheidet sie über gesamtstädtische Rahmenbedingungen wie beim Projekt Tagesschulen, den Blockzeiten, der Gliederung der Oberstufe oder der Begabtenförderung. Dabei hat sie sowohl kantonale als auch städtische Vorgaben zu befolgen.

    Elternmitarbeit, ein zentrales Element

    Krisenmanagement gehört zu den zentralen Aufgaben eines Chefs und kann jeden seiner Tätigkeitsbereiche betreffen. Der Schulpräsident kommt dann zum Zug, wenn sich Konflikte vor Ort nicht mehr lösen lassen. Erfahrungsgemäss geschieht das am häufigsten an der Schnittstelle der Schule zu den Eltern. In der vor fünf Jahren institutionalisierten Elternmitarbeit sieht Urs Berger ein wichtiges und für beide Seiten hilfreiches Element. Mit guter, transparenter Kommunikation könne vielen Konflikten oder Missverständnissen zuvorgekommen werden.
    Ein grosses Anliegen ist Urs Berger, dass die Schule allen Kindern ermöglicht, ihr individuelles Potenzial auszuschöpfen. Gleichzeitig soll jede Schule auch «Spezialitäten» anbieten und darf sich damit von den anderen unterscheiden. Das drückt sich in besonderen Formen der Eltern-Mitarbeit und bei Angeboten wie Sport- oder Projektnachmittagen aus – ein Abbild sowohl eines heterogenen und sozial durchmischten Quartiers als auch von spezifischen Kompetenzen der Lehrkräfte. Darüber hinaus stellt die Volksschule für Urs Berger eine wichtige gesellschaftliche Klammer dar. Hier, wo alle sozialen Schichten zusammenkommen, könne ein toleranter Umgang mit Unterschiedlichkeit «trainiert» werden, mit dem jedes Schulkind den Platz findet, der ihm gerecht wird.

    Langeweile kommt nie auf

    Urs Berger erlebt seine Arbeit als Traumjob, als extrem spannende Aufgabe. Er treffe jeden Tag interessante Menschen, sehe in einzelne Klassen hinein und könne sich parallel dazu mit übergeordneten Fragestellungen befassen. Langweilig sei es ihm noch keine Sekunde geworden. Er werde von guten Leuten unterstützt und seine Familie gebe ihm den Halt und die emotionale Geborgenheit, die ihn bisher alle Belastungen, die sein Job mit sich bringt, habe bewältigen lassen.

    Markus Eisenring leitete von 1988 bis 2003 die Jugendsiedlung Heizenholz, heute Wohn- und Tageszentrum Heizenholz. Er wohnt an der Bläsistrasse in Höngg. Seit 2012 in Pension geht er diversen Freiwilligen-Engagements nach, u.a. als Tixifahrer und als Schülerbegleiter im Rahmen der Organisation Arche.

     

    Bisher erschienen:
    15. Januar: «Eine Reise durch vier Jahrhunderte»

  • Der «Limmatsprützer» auf dem Stauwehr wurde abgebaut

    Der «Limmatsprützer» auf dem Stauwehr wurde abgebaut

    Wer am Dienstagmorgen seinen Hund spazieren führte, joggte oder einfach seines Weges beim Stauwehr ging, bekam mit, wie der «Limmatsprützer» endgültig abgebaut wurde. «Der von Künstler Ruedi Müller konstruierte Limmatsprützer wurde als Kunst am Bau 1983 im Auftrage der Wasserversorgung errichtet. Seinen Namen erhielt die Einrichtung, weil das Windrad laufend Wasser hochpumpte, welches dann periodisch als kräftiger Strahl in die Limmat befördert wurde», so Marianne Locher, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Wasserversorgung der Stadt Zürich.

    Windrad hätte herabstürzen können

    «Wegen erneuter Funktionsstörungen erfolgte am 16. Februar 2011 die Demontage der Windradelemente per Helikopter. Grund dafür waren erhebliche Schäden an den Befestigungen und im Getriebe. Der «Limmatsprützer» war deswegen nicht nur funktionsuntüchtig, sondern er stellte ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar: Es drohte ein mögliches Herabstürzen des Windrades», so Marianne Locher.
    Die Sachlage rund um den gefährlichen Defekt wurde bereits 2013 bekannt gegeben. Dies führte zu einem eingehenden Informationsaustausch zwischen der Wasserversorgung und interessierten Kreisen. Etliche Reparaturversuche blieben erfolglos, so dass ein Abbruch unumgänglich wurde. Trotz intensiver Suche konnte keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, um den «Limmatsprützer» betriebssicher zu machen, weder in technischer noch in finanzieller Hinsicht.

    Regelmässig gewartet, mehrmals revidiert

    Das pinkfarbene Windrad und die Pumpvorrichtung wurden regelmässig gewartet, mehrmals revidiert und 1995, 2003 sowie 2005 umfassend instand gestellt. 2011 erwiesen sich in der Werkstatt die Schäden an der Konstruktion noch umfangreicher als angenommen. Die Überprüfung ergab, dass die mechanischen Bauteile einer stärkeren Windbelastung nicht standhalten konnten.
    Eine Analyse der Wasserversorgung und der damaligen Herstellfirma führten zu keiner Lösung. Ebenso verliefen die Gespräche mit dem Künstler und mit einem Hersteller von Windkraftanlagen ergebnislos. Auch deswegen konnte die überaus raffinierte, aber störungsanfällige Konstruktion nicht revidiert und sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Ein weiterführender Umbau hätte erhebliche Kosten verursacht und wäre darüber hinaus nicht im Sinne des Künstlers gewesen.
    «Die Wasserversorgung bedauert es ausserordentlich, dass die von der Höngger Bevölkerung hoch geschätzte Einrichtung leider nicht gerettet werden konnte», so Marianne Locher. Die Einzelteile des «Limmatsprützers» sind nun bei der Wasserversorgung der Stadt Zürich eingelagert – und wer weiss, vielleicht meldet sich ja «jemand mit viel Geld, der irgendetwas aus den Einzelteilen machen möchte».

     

  • Schulen in Höngg, Teil 1: Eine Reise durch vier Jahrhunderte

    Schulen in Höngg, Teil 1: Eine Reise durch vier Jahrhunderte

    Die meisten von uns haben einen gewichtigen Teil ihrer Kindheit in der Volksschule verbracht. Die unterschiedlichsten Lehrkräfte standen uns gegenüber. Wir liebten sie, wir hassten sie, sie begeisterten, sie langweilten uns. Wir fanden Freunde und trafen auf Feinde. Manche gingen mit Leichtigkeit und erfolgreich durch die Schule, anderen bekundeten Mühe mit dem Lernen oder fanden sich in der Klassenhackordnung weit unten. Erinnerungen an die Schulzeit verbinden und trennen, mit Sicherheit lassen sie uns aber nicht gleichgültig! Prägend für unseren weiteren Lebensweg war diese Zeit allemal.
    Die hier umschriebenen persönlichen Erlebnisse gründen auf einem ganz besonderen «sozialen System». Der Kindergarten-Eintritt beendet schlagartig den Vorrang des Privaten in der frühen Kindheit. Die Volksschule ist in hohem Mass ein öffentlicher und damit politisch bestimmter «Betrieb», dessen Ziele allerdings nicht einheitlich und eindeutig definiert werden können. Zur Schule gehören zwei grundsätzlich unterschiedliche Zielebenen. Zum einen die technokratische: die Schule als Organisation zur Steuerung von Lernprozessen, zum Erwerb von Qualifikationen, abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf der Wirtschaft. Dazu kommt die Selektion aufgrund individueller Leistungsfähigkeit in den Kernfächern Sprache(n) und Mathematik – mit grossem Einfluss auf den zukünftigen sozialen Status der Schüler.
    Zum anderen die humanistische oder pädagogische Ebene: Hilfe an der Bildung eines jeden Menschen als Individuum, zur Entfaltung seines ganz persönlichen Potenzials, aber auch zur Übermittlung von moralischen, gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen. Der Pädagoge, Philosoph und Politiker Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), dessen Grossvater Andreas Pestalozzi als reformierter Pfarrer in Höngg gewirkt hat, formulierte seinen ganzheitlichen Ansatz mit der bekannten «Dreifaltigkeit» Kopf, Herz und Hand, die für Intellekt, Sitte und praktische Fähigkeiten steht. Dieser Spannungsbogen lässt sich nicht auf die eine oder andere Seite hin auflösen, ohne dass dabei Wesentliches verloren geht. Wirtschaft, politische Parteien, Zeitgeist und Medien haben seit jeher unterschiedliche Positionen zum Thema Schule und (Aus)Bildung vertreten oder propagiert. Die Auseinandersetzungen darüber verliefen und verlaufen stets emotional.

    Weniger Lohn als der Schweinehirt

    Begeben wir uns nun auf eine «Schulreise» durch die Vergangenheit: Eine Lohnzahlung an den Schulmeister Oth (Otto) Guldibeck, 1579 in der Kirchengutsrechnung Höngg vermerkt, ist der erste schriftliche Hinweis auf schulische Tätigkeiten in Höngg. Es gilt aber als sicher, dass schon einige Jahre vor 1579 in Höngg gelegentlich Schule gehalten wurde, denn dem Zürcher Reformator Zwingli (1484-1531) und seinem Nachfolger Bullinger (1504-1575) war es wichtig, dass das Volk die Bibel lesen lerne. «Dem Schulmeister syn lon» – ein Dauerthema bis zum heutigen Tag! Der Oth Guldibeck erhielt für ein halbes Jahr Schulmeisterei 2 Pfund, was, verglichen mit den 3 Pfund, die der Höngger Schweinehirt für ein ganzes Jahr bezog, nicht eben von grosser Wertschätzung für die Schule zeugt. Erst das kantonale Schulgesetz von 1832 erlöste die Lehrkräfte von der dörflichen Finanzwillkür. Immerhin, der Lehrer bekam noch ein Schulgeld, das ihm die Schüler jeden Montagmorgen abzuliefern hatten, und im Winter täglich das Schulscheit. Mit 100 Schülern im Winter kam er gut durch, mit nur gegen 30 im Sommer war er auf Nebenbeschäftigungen, unter anderem als Sigrist der reformierten Kirche, angewiesen. Unterrichtet wurde vorerst im Haus des Schulmeisters, in der eigenen, zur Verfügung gestellten Bauernstube. Wo diese ersten «Schulhäuser» standen, ist nicht bekannt. 1615 platzierte die Gemeinde das Schulzimmer dann im neuen Gemeinde- und Gesellenhaus Rebstock. Aber da «das Gesellenhaus und ein Schul sich so wenig wie als liecht und finsternuss zemen rymend», bemühte man sich beim Abt von Wettingen um die leerstehende Kaplanei am Wettingertobel. Mit einem Staatsbeitrag vom Grossmünsterstift, den die Höngger mit untertänigstem Dank in Empfang nahmen, entstand 1643 das erste Höngger Schulhaus. 1856 erweitert erfüllte es seinen Dienst bis 1907 und dann nochmals von 1934 bis 1958. Heute beherbergt das Wettingertobel einen Kindergarten, eine Klasse der heilpädagogischen Schule, einen Hort sowie Räume für das Musikkonservatorium und ist Teil der Schule Vogtsrain.

    Erst ab 1750 entstand, was heute noch ist

    Bis etwa 1750 standen die sogenannten unteren Schulen ganz im Dienste der kirchlichen Unterweisung. Es ging ums Lesen und Auswendiglernen, rechnen konnten die wenigsten. In der Stadt gab es Lateinschulen, die heutigen Gymnasien. Eine grundlegende Erneuerung erlebte die Schule, parallel zur Industrialisierung, durch den Einfluss von Aufklärern wie Rousseau oder Pestalozzi. Es entstanden Lehrerseminare, 1832 trat ein kantonales Schulgesetz in Kraft und 1874 wurde die obligatorische, unentgeltliche Primarschule in der Bundesverfassung verankert.
    Das Dorf Höngg entwickelte sich vom bäuerlichen Flecken unweit der Stadt Zürich zu deren Vorort, in dem Gewerbetreibende, Kaufleute, Beamte und Industriearbeiter die Bauernschaft bald in Minderheit versetzten. Die Bevölkerung und mit ihr die Schülerzahl wuchsen stetig. Diese Entwicklung spiegelt sich im Bau neuer Schulhäuser – eine kurze Aufzählung: 1883 wurde das vierzimmrige Bläsischulhaus (B) eingeweiht. Es lag westlich des heutigen Bläsischulhauses (A), das mit seinen neun Klassenzimmern 1907 den Dienst aufnahm. Das Bläsi B wurde 1977 abgetragen. Es folgten 1953 die Sekundarschule Lachenzelg, 1957 ergänzt durch die Schulhäuser Imbisbühl und Pünten, 1963 das Riedhof-, 1973 das Vogtsrain- und 1994 das Rütihofschulhaus. Das Schulhaus Am Wasser beschliesst im Jahr 2000 den Reigen der Höngger Schulhäuser. Alle Schulgebäude wurden und werden seit ihrer Eröffnung regelmässig neuen Bedürfnissen angepasst, erweitert, renoviert, umgebaut.

    Quellen:
    – Mitteilung Nr. 19 «Von der Bauernstube zur Gross-Schulhausanlage» von Reinhold Frei.
    – Ortsgeschichte Höngg von Georg Sibler
    Beide herausgegeben von der ortsgeschichtlichen Kommission des Verschönerungsvereins Höngg, erhältlich im Ortsmuseum Höngg, Vogtsrain 2.
    – 1934-2009: Vom Dorf Höngg zum Quartier Zürich-Höngg, von François und Yves Baer, herausgegeben vom Quartierverein Höngg.

    Markus Eisenring leitete von 1988 bis 2003 die Jugendsiedlung Heizenholz, heute Wohn- und Tageszentrum Heizenholz. Er wohnt an der Bläsistrasse in Höngg. Seit 2012 in Pension geht er diversen Freiwilligen-Engagements nach, zum Beispiel als Tixifahrer und als Schülerbegleiter im Rahmen der Organisation Arche.

     

  • Umfrage Höngg: Ein Ergebnis ohne Folgen?

    Ende 2012 wurde unter dem Patronat des Vereins Handel und Gewerbe Höngg (HGH) die grosse Umfrage zum Thema «Höngg – quo vadis?» lanciert und im Januar 2013 durchgeführt. Der «Höngger» informierte später über die Ergebnisse (siehe Infobox).
    Die Arbeitsgruppe, welche jene Studie ausgearbeitet hatte, traf sich weiterhin unter dem nichtoffiziellen Namen «Netzwerk Höngg». Anfänglich von engagierten Personen aus dem Umfeld des HGH dominiert, stiessen Schritt für Schritt weitere aus anderen Höngger Vereinen, Institutionen und der Politik hinzu – alle nicht als offizielle Vertretung ihrer Organisation, sondern lediglich in Botschafterfunktion. Man wollte dabei und informiert sein, ohne sich gleich festzulegen.
    Zusammen wollte man die Voraussetzung schaffen, um die Bedürfnisse der Höngger Bevölkerung zu erkennen, den Austausch zu fördern und Aktivitäten zu koordinieren. Alles mit dem Ziel, die Besonderheiten und das Image von Höngg auch längerfristig positiv zu prägen.
    Vor diesem Hintergrund führten vier im Departement Wirtschaft der Kalaidos Fachhochschule Schweiz Studierende zwischen Juli und Ende August dieses Jahres im Auftrag des «Netzwerks Höngg» eine Online-Umfrage durch, um die Ergebnisse der ersten Umfrage zu präzisieren.

    Nicht repräsentativ, trotzdem wertvoll

    320 vollständig ausgefüllte Fragebögen konnten die Studierenden auswerten, was sie als «eine ordentliche Stichprobe» sehen, die aber «wissenschaftlich nicht als repräsentativ gewertet werden kann». Die Ergebnisse, ausgewertet in einer 29-seitigen Präsentation und einem 64-seitigen Marketingkonzept unter dem Titel «Stärkung des „Wir-Gefühls“ der Höngger Bevölkerung» sind trotzdem interessant.
    Als Fazit heisst es da: «Das Produkt- und Dienstleistungsangebot bildet das grösste Defizit, welches aber mit kreativen Lösungen angesprochen werden könnte» und weiter: «Fakt ist auch, dass die Bevölkerung sich mit dem Quartier identifiziert. Die Einwohner sind grundlegend mit Höngg und der gebotenen Wohnqualität zufrieden.» Verbesserungen seien jedoch für die Altersgruppe 25 bis 50 nötig: «Hierzu müssen kreative Einkaufsmöglichkeiten geboten, die Verkehrssituation angegangen und die Strukturen und das Marketing gefördert werden.»
    Die Datenauswertung ergab weiter, dass die Wohnqualität der wichtigste Einflussfaktor auf die Zufriedenheit ist – in Höngg wird die Wohnqualität sehr geschätzt. Die Studierenden folgern, dass dies vermarktet werden müsste. Die Quintessenz sei, die Bevölkerung auf die bestehenden, gebotenen Stärken zu sensibilisieren und mit der Redensart «Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah» zu konfrontieren.

    Die Studie verrät im Detail auch anderes

    So zeigen zum Beispiel «Wortwolken» − Ansammlungen von Wörtern, in denen häufig genannte Begriffe grösser erscheinen als andere −, grafisch auf, wo Höngg der Schuh drückt. Auch wenn die Erkenntnis nicht neu ist, aber es stechen die Worte «Meierhofplatz», «Verkehr», «Verkehrssituation», «Zentrum» und «fehlt» hervor. Auf der Positivseite sind es dafür Begriffe wie «Lage», «Nähe», «Wald», «Aussicht», «Stadt», «Limmat», «Werdinsel», «Hönggerberg», «Dorfcharakter» und Ähnliches. Ebenfalls in Wortwolken wird aufgezeigt, wie aus Sicht der Antwortenden die Verbundenheit mit Höngg weiter gesteigert werden könnte. Hier stechen die Begriffe «Vereine», «Kinder», «Restaurants», «Cafés», «Einkaufsmöglichkeiten», «Meierhofplatz», «Junge» und «Treffpunkt» hervor. «Der Meierhofplatz», so werten die Studienverfasser aus, «wird von den meisten als Kernproblem genannt.» Als Massnahme wird angeregt, den Platz allgemein «politisch im Fokus zu behalten» oder, etwas konkreter, es seien «autofreie Sonntage, abends Tempo 30 und bauliche Massnahmen» zu prüfen. Doch zu diesen Problemzonen ist die Stadt Zürich im Rahmen des «Mitwirkungsprozesses Verkehr Kreis 10» seit längerem am Abklären, ohne bislang greifbare Ergebnisse liefern zu können (siehe «Höngger» vom 20. November 2014).

    Ideen und Massnahmen, aber kein «Netzwerk Höngg»

    Die Kalaidos-Studie nennt in einigen Bereichen interessante Lösungsansätze. Das daraus abgeleitete Marketing-Konzept der Studierenden hält zu Recht fest, dass Höngg ein hervorragendes Fundament für den zukünftigen Erfolg als Vorzeigebezirk in Zürich hat und sicherlich nicht in einer schlechten Verfassung ist. Sie empfehlen, «einen Dachverband zu schaffen, welcher sich nicht an konkreten „Mikro-Zielwerten“ orientiert wie eine Partei oder ein Handel- und Gewerbeverein, sondern sicherstellt, dass übergreifende Marketingmassnahmen weiter vorangetrieben werden und konkrete Massnahmen nach aussen getragen werden».
    Doch Höngg steht nun wie bereits nach der HGH-Umfrage vor der Frage, wer sich an die Umsetzung dieser Ziele macht. Und mit welcher Legitimation. Dies zu klären, war das Ziel des «Netzwerks Höngg». Doch die Geschichte kam anders. An zahlreichen Sitzungen wurde über Sinn, Zweck und Zusammensetzung des als Verein geplanten Netzwerks gerungen. Dabei war die Skepsis, um nicht zu sagen Angst, der beiden grossen Höngger Vereine − des Quartiervereins und des HGH – vor einer Konkurrenzorganisation unüberhörbar. Schliesslich einigte man sich darauf, das Netzwerk als «Think-Tank» zu verstehen, der lediglich Bedürfnisse aufgreift, thematisiert und jene vernetzt, welche bereit sind, etwas umzusetzen Doch auch dagegen entstanden Bedenken. Als sich dann auch noch die beiden letzten Botschafter des HGH aus dem kurz vor der offiziellen Vereinsgründung stehenden «Netzwerk Höngg» zurückzogen, war die Luft draussen. Ein auf den 20. November angesetzter Podiumsabend wurde kurzfristig abgesagt. An der letzten Sitzung am 4. November wurde von einzelnen Privatpersonen und Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik geäussert, man wolle einzelne Massnahmen auf anderer Ebene thematisieren und konkretisieren. So zum Beispiel einen Weihnachtsmarkt oder einen eigentlichen Dorfplatz. Auch hat der Botschafter des Quartiervereins (QVH) angekündigt, dass gewisse Ideen auch vom QVH weiter verfolgt werden können.

    Die Studienergebnisse und das daraus abgeleitete Marketingkonzept sind hier abrufbar.
    Die Artikel zur HGH-Umfrage und andere zum Themenbereich sind im Dossier «Höngg – Quo vadis?» unter www.hoengger.ch, Archiv, Dossiers abrufbar.

  • Kommentar: Naiv und trotzdem richtig

    Kommentar: Naiv und trotzdem richtig

    Und heute, nach zwei Jahren? Was hat es gebracht? Ich bin weniger naiv. Und ja: auch persönlich enttäuscht. Dass die Idee einer neutralen Organisation wie dem «Netzwerk Höngg» scheitert, war im Nachhinein betrachtet vorhersehbar. Aber genau da liegt in Höngg wie andernorts auch seit vielen Jahren das Problem: Auf den Verdacht hin, etwas sei «vorhersehbar», wird es gar nicht erst versucht. Bloss, damit kommt man nirgends hin. Man bleibt stehen – und zurück, denn das Umfeld zieht weiter. Ich glaube nicht, dass mich meine Erinnerung täuscht, wenn ich einen Satz zitiere, den ich eigentlich furchtbar finde: «Früher war das besser». Aber heute? «Man» nennt fehlende zeitliche oder finanzielle Ressourcen als Grund, etwas nicht anzugehen. Oder ist es der fehlende Mut zur Veränderung?
    Was ich ganz persönlich bedaure ist, dass mit den beiden Umfragen und den Artikelserien dazu in Höngg Fragen aufgeworfen und gewisse Erwartungen geweckt wurden, die nun niemand beantwortet und erfüllt. Und der «Höngger» war, vielleicht über seine Informationspflicht hinaus, Verkünder der zweifelhaften Botschaft. Asche auf mein Haupt, dafür entschuldige ich mich bei allen, welche sich die Zeit nahmen, um die Umfragen zu beantworten. Bei allen, die sich ein lebendigeres Höngg wünschen. Aber als Meilensteine auf einem Weg, der vielleicht – von wem auch immer – dereinst weiter begangen wird, waren beide Umfragen wichtig.

    Was mir bleibt ist, jenen Menschen zu danken, die sich in der Arbeitsgruppe des HGH und dem «Netzwerk Höngg» bis zuletzt engagiert haben: Ihr habt es zumindest versucht, ihr habt viel Zeit und zum Teil auch Geld investiert, ihr habt heftig diskutiert, kreative Ideen gesponnen, wieder verworfen und nicht aufgegeben. Erst ganz am Schluss und auch da nicht alle. Nein, das «Netzwerk Höngg» ist nicht tot, aber es liegt auf der Intensivstation – und das Pflegepersonal ist abgewandert oder im Bummelstreik. Ich hoffe, die eine oder andere Massnahme wird doch noch umgesetzt. Ich denke da an die Idee Dorfplatz oder an den Weihnachtsmarkt. Eines ist sicher: Ich werde mich – naiv hin oder her − persönlich für das eine oder andere Projekt weiter engagieren und der «Höngger» ist jederzeit bereit, um für alles, das sich konkretisiert, die unabhängige Medienplattform zu sein.
    In diesem Sinne wünsche ich allen Hönggerinnen und Hönggern eine versöhnliche Adventszeit!

    Fredy Haffner, Verlagsleiter Quartierzeitung Höngg GmbH

  • Singen auf hohem Niveau

    Singen auf hohem Niveau

    Wie lange gibt es den Frauenchor Höngg schon, wie sieht seine Geschichte aus?

    Es gibt ihn seit 1870. Er wurde vor 143 Jahren als «Töchter- und Frauenchor» im Weindorf Höngg gegründet, vermutlich, um den jungen Frauen eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten. In seiner langen Geschichte hat der Frauenchor eine wechselhafte Entwicklung zwischen Erfolgen, Mitgliederschwund, regem Zulauf und Überalterung erlebt.
    1995 übernahm Susanne Eggimann die musikalische Leitung des Chors. Sie schaffte zusammen mit einem motivierten Vorstand den Aufschwung mit viel beachteten Projekten.
    Der Chor erzielte Höchstbewertungen bei Gesangswettbewerben und nimmt an verschiedenen ausländischen Chorfestivals teil. Seit 2006 steht der Chor unter der professionellen Leitung von Gary A. Abrahams. Mit individueller Stimmbildung und intensiven Probewochenenden wird am Chorklang gearbeitet. 2007 machte sich der Chor mit klassischen Werken und 2008 mit seinem Jazz-Repertoire – mit dem Werner-Broger-Jazz-Trio – einen Namen. Musikalische Höhepunkte sind ohne Zweifel die Konzerte im Jahr 2010, wo sich der Frauenchor Höngg in der besonderen Atmosphäre des Grossmünsters und Fraumünsters präsentierte, gemeinsam mit «The North Hungarian Chamber Orchestra» und den Solistinnen Yvonne Widmer, Sopran, und Leila Pfister, Alt, und im Jahr 2013 in der Predigerkirche zusammen mit dem ungarischen «MAV Symphony Orchestra».

    Wie viele Mitglieder hat der Frauenchor Höngg?

    Wir haben 28 Sängerinnen.

    Was ist der Sinn und Zweck des Vereins?

    Der Chor arbeitet stetig am homogenen Chorklang und optimiert seine Gesangsqualität.

    Was ist der Beweggrund, mitzumachen, was bietet der Frauenchor Höngg den Mitgliedern und der Gesellschaft in Höngg?

    Wir tragen zum kulturellen Leben in der Stadt Zürich bei. Unser Verein bietet die Qualität eines professionellen Dirigents, der die Stimmbildung in den Proben integriert.

    Wie werden neue Mitglieder geworben, wen will man ansprechen?

    Neue Mitglieder werben wir über unsere Webseite oder über unsere Konzerte an, die für sich sprechen sollen.

    Gibt es Nachwuchsprobleme?

    Nein, damit haben wir nicht zu kämpfen.

    Wie hoch sind die Kosten für Mitglieder?

    Sie betragen 500 Franken pro Jahr.

    Für wen eignet sich eine Mitgliedschaft, wen will der Verein ansprechen?

    Frauen, welche sich gesanglich weiterbilden möchten und somit bereit sind, wöchentlich an den Proben teilzunehmen.

    Kontaktangaben für neue Interessierte: Mareli Mulders, Präsidentin Frauenchor Höngg, Telefon 079 755 39 21, www.frauenchorhoengg.ch

  • Der «Sonnegg»-Umbau macht Fortschritte

    Der «Sonnegg»-Umbau macht Fortschritte

    Nach dem Spatenstich am 1. September ging es gleich los mit dem Aushub der Baugrube für die neue Unterkellerung, auch jener unter dem denkmalgeschützten Schopf, der künftig das Kinderhaus sein wird. Speziell diese Arbeiten waren heikel, durfte der Schopf selbst doch keinen Schaden nehmen. Ausgehoben wurde viel Moränenkies und Lehm, aber auch einiges an Schutt des 1917 abgebrannten Spritzenhauses, den man damals offenbar einfach hier liegen liess. «Historisch Wertvolles kam aber nicht zum Vorschein, was man bei einem Aushub an so zentraler Stelle neben einer Kirche nie mit Sicherheit im Voraus weiss», so Liegenschaftsverwalter Peter Kraft. Unterdessen ist bereits das neue Fundament gelegt und die ersten Seitenwände sind hochgezogen.
    Auch im Innern des Hauses geht es zügig voran. Der neue Liftschacht und die Treppenläufe werden Stock für Stock eingeschalt und betoniert und die neuen Strukturen des Hauses, dessen Eröffnung auf das Wümmetfäscht 2015 hin geplant ist, sind bereits gut zu erkennen.
    «Inserat» Dossier Sonnegg

  • Quartierverein Höngg – Bericht aus dem Vorstand

    Jungbürgerfeier

    Andreas Egli hat ein spannendes Programm für die diesjährige Höngger Jungbürgerfeier vom 28. November zusammengestellt, in deren Verlauf die Teilnehmenden Einblick in die Uni Zürich erhalten und bei schönem Wetter nach den Sternen über der Stadt greifen können. Während des Nachtessens ergibt sich die Gelegenheit zur Diskussion mit Prominenz aus Wissenschaft und Politik.

    Quartierverein intern

    Obwohl und gerade weil der QVH statutengemäss politisch neutral ist, bemüht er sich aktiv darum, dass möglichst viele politische Parteien im Vorstand vertreten sind und ein breites Spektrum der Höngger Bevölkerung repräsentieren.
    Alexander Jäger hat im Hinblick auf die nächste Generalversammlung mit den Präsidien von SP Zürich 10 und Grünliberalen Zürich Kreis 6 & 10 – beides Parteien mit gewählten Höngger Gemeinderatsmitgliedern – bezüglich an einem Vorstandsamt im QVH interessierten Personen Kontakt aufgenommen. Beide Präsidien haben zugesagt, sich über mögliche Kandidaten zu informieren, die bereit sind, aktive QVH-Vorstandsarbeit zu leisten.
    Gerade für beruflich und politisch engagierte Personen kann der grosse zusätzliche Arbeitsaufwand der Grund sein, sich nicht im QVH für ein Amt zu verpflichten. Rund die Hälfte des QVH-Vorstands ist keiner Partei zugehörig, sondern setzt sich aus Überzeugung als Privatperson für Höngg ein.

    Weihnachtsbäume

    Jürg Bürkler berichtete, dass die Beleuchtung der durch den QVH organisierten Weihnachtsbäume zum ersten Mal bereits am 20. November eingeschaltet wird und in der Nacht zum 7. Januar zum letzten Mal erlischt. Die Dauer der Weihnachtsbeleuchtung wurde insgesamt um eine Woche verlängert.

    Koordinationssitzung der Höngger Vereine

    Karin Keller fasste den Organisationsstand für die Koordinationssitzung aller Höngger Institutionen vom 27. Januar 2015 zusammen. Die Einladungen werden voraussichtlich Anfang Januar versandt. Damit die Besprechung allfälliger Terminkollisionen so effizient wie möglich vonstattengehen kann und möglichst viel Zeit für andere Themen bleibt, sind die Vereine gebeten, ihre Termine so rasch als möglich im bewährten QVH-Veranstaltungskalender einzutragen, an dem sich auch der «Höngger» orientiert.

    Weitere Inormationen unter: www.zuerich-hoengg.ch

  • «Kulturellen Beitrag in Höngg erbringen»

    Hat der Musikverein Zürich-Höngg verschiedene Abteilungen, wenn ja, welche?

    Die Vereinsstruktur unterscheidet zwei Arten von Mitgliedern: Aktiv- und Passivmitglieder. Das Orchester setzt sich aus den Aktivmitgliedern zusammen, welche sich zu wöchentlichen Proben treffen. Insgesamt finden pro Jahr etwa 60 Zusammenkünfte statt. Ungefähr 45 davon sind Proben inklusive Probeweekends, dazu kommen etwa 15 Konzertauftritte, Musikreisen, Musikfeste und Versammlungen.
    Gönner und Passivmitglieder sind Freunde und Bekannte, ehemalige Aktivmitglieder und Fans der Hönggermusik beziehungsweise der Blasmusik.

    Wie lange gibt es Ihren Verein schon, wie ist seine Geschichte?

    Im Jahre 1881 gründeten sechs Höngger im damaligen Gesellenhaus Zum Rebstock die Musikgesellschaft Höngg. Dem Nachwuchsproblem begegnete der Verein Anfang der 30er-Jahre mit Jungbläserkursen in Höngg. So konnte 1931 das 50-Jahr-Jubiläum mit 35 Mann gefeiert werden. Die Eingemeindung 1934 brachte eine Erweiterung des Betätigungsfeldes: Da Höngg und Wipkingen den Kreis 10 bildeten, wurde der Verein die Quartiermusik von Höngg und Wipkingen. Die im gleichen Jahr gegründete Zunft Höngg wollte an ihrem ersten Sechseläuten auch musikalisch eine gute Figur machen: Der naheliegenden Anfrage entsprach der Musikverein nur allzu gerne und marschierte fortan an jedem Sechseläuten-Umzug als Zunftmusik mit.
    Im Laufe der Zeit entwickelte sich durch gemeinsame Auftritte eine grosse gegenseitige Verbundenheit. 1964 trat die erste Musikantin dem Verein bei. Seither nahm der Anteil weiblicher Mitglieder laufend zu und liegt heute bei rund 40 Prozent. Ausführlichere Informationen zur Vereinsgeschichte sind auf der Website des Vereins zu finden.

    Wie viele Mitglieder hat der Musikverein Zürich-Höngg?

    Das Musikkorps besteht zurzeit aus etwa 70 Musikantinnen und Musikanten, dazu kommen noch rund 250 Gönner, Ehren-, Frei- und Passivmitglieder.

    Was ist der Sinn und Zweck Ihres Vereins?

    Der Musikverein Zürich-Höngg ist ein Stadtzürcher Blasorchester mit Wurzeln im Quartier Höngg. Die Bindung zur Stadt Zürich und zum Quartier Höngg ist uns wichtig. Mit attraktiven Anlässen für Publikum und Musizierende bieten wir einen kulturellen Beitrag im Quartier Höngg und in der Stadt Zürich. Das gemeinsame musikalische Erlebnis und die Freude an qualitativ hochstehendem Musizieren stehen im Vordergrund.

    Was ist der Beweggrund, mitzumachen, was bietet Ihr Verein den Mitgliedern und der Gesellschaft in Höngg?

    Der Musikverein Zürich-Höngg bietet seinen Mitgliedern den Raum, die Blasmusik aktiv zu pflegen und sich musikalisch zu entfalten. Die musikalische Herausforderung ist uns wichtig. Der Verein investiert in die musikalische Qualität – unter anderem durch den Beizug von Fachkräften – und bietet somit Spielraum zur individuellen Förderung der Mitglieder.
    Das kulturelle Leben in der Stadt Zürich und in Höngg ist vielseitig. Es trägt viel zu einer guten Lebensqualität bei. Engagierte Vereine sorgen dafür, dass ein reichhaltiges Freizeitangebot besteht – auch wir zählen uns zu diesen Vereinen.

    Wie werden neue Mitglieder geworben, wen will man ansprechen?

    Für interessierte Musikanten: Grundsätzlich versuchen wir Besetzungslücken gezielt mit Musikantinnen und Musikanten aus den umliegenden Jugendmusikkorps zu besetzen. Die Tür steht aber für alle offen. Etliche Mitglieder finden auch zu uns, indem sie uns an einem Konzert erleben und anschliessend mit uns Kontakt aufnehmen.
    Für interessierte Gönner und Passivmitglieder: Die Tür steht für jede Musikbegeisterte und jeden Musikbegeisterten offen. Auf unserer Website findet man alle Angaben inklusive unseren «Gegenleistungen».

    Für wen eignet sich eine Mitgliedschaft, wen will der Verein ansprechen?

    Alle Musikinteressierten. Die aktive Mitgliedschaft im Verein bedingt eine musikalische Ausbildung, da der Verein keine Ausbildung anbietet, sowie die Bereitschaft und Motivation, zur musikalischen Weiterentwicklung des Vereins beizutragen. Nicht-Musiker, die Interesse am Musikverein Zürich-Höngg und der Blasmusik haben, können Gönner werden. Unsere Musik und unsere Konzerte sollen ein breites und heterogenes Publikum ansprechen
    Wir freuen uns über neue Mitglieder, welche mit uns die Freude am gemeinsamen Musizieren teilen und dabei neben der eigenen Motivation zur Erarbeitung eines ansprechenden Repertoires auch gerne aktiv am übrigen, gesellschaftlichen Vereinsleben teilnehmen möchten.

    Gibt es Nachwuchsprobleme?

    Der Nachwuchs ist generell ein Problem bei vielen Musikvereinen, da in der Stadt Zürich ein enormes Freizeitangebot besteht und das Mitwirken in einem Musikverein einiges an Zeit erfordert. Wir sind, unter der Berücksichtigung einer ausgewogenen Orchesterbesetzung, immer an neuen Mitgliedern interessiert. Da und dort gibt es immer noch, beziehungsweise wieder, «Lücken» die wir gerne besetzen würden. Interessierte Neumitglieder mit vorhandener musikalischer Ausbildung sind deshalb herzlich willkommen.

    Wie hoch sind die Kosten für Mitglieder?

    Für Aktivmitglieder beträgt der jährliche Beitrag 100 Franken, für Passivmitglieder 30 Franken, Gönner bezahlen 100 Franken.

    Website und Kontaktangaben für neue Interessierte:
    www.hoenggermusik.ch, www.facebook.com/hoenggermusik,
    Mail: kontakt@hoenggermusik.ch.

  • Bericht aus dem Vorstand des Quartiervereins

    Liebe Leserinnen und Leser 

    Im Laufe des Jahres befasst sich der Vorstand des Quartiervereins Höngg (QVH) mit den unterschiedlichsten Themen rund um unser schönes Quartier und das Leben in Höngg. Gerne nutzen wir ab jetzt die uns von der Redaktion des «Hönggers» zur Verfügung gestellte Möglichkeit, Ihnen, liebe Hönggerinnen und Höngger, aus unseren Vorstandssitzungen zu berichten. Anlässlich dieses ersten «Berichts in eigener Sache» freuen wir uns, mit drei positiven Meldungen zu starten. 

    Ihr Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg

    Räbeliechtli-Umzug vom 8. November

    Felix Bertschi ist mit der Organisation des diesjährigen Räbeliechtli-Umzugs im Schlussspurt. Die stolzen Räbenliechtli-Träger ziehen auch dieses Jahr wieder auf den bekannten Routen zum Platz vor der reformierten Kirche Höngg. Die Informationen zu den einzelnen Routen sowie den Startzeiten werden natürlich im «Höngger» und auf der QVH-Webseite publiziert. Kinder, die mit einem Räbeliechtli am Umzug teilnehmen, erhalten den traditionellen «Weggen» und einen Punsch. Felix Bertschi koordiniert die Räbenbestellungen für die Höngger Schulen und Kindergärten. Alternativ wäre die nächste Adresse für den Räbenkauf die Landi Regensdorf in Adlikon.
    Überdies offerieren der Eltern- und Freizeitclub Rütihof und das GZ Höngg/Rütihof gleichentags von 14 bis 17 Uhr in der Quartierschüür an der Hurdäckerstrasse 6 ein Räbenschnitzen für Kinder ab der 1. Klasse und für Kleinkinder in Begleitung Erwachsener. 

    Neue Webseite

    Dank des grossen Efforts von Vorstandsmitglied Andy Homs und dem «Webseiten-Kernteam» hat das Projekt «neue Webseite für den QVH» die Zielflagge hinter sich gelassen und wurde am Montagabend aufgeschaltet. Stichworte zum neuen QVH-Internetauftritt sind: neues Design, vereinfachte Erfassung der Veranstaltungen, die nächsten öffentlichen Veranstaltungen bereits auf der Frontseite und vieles mehr. Besuchen Sie www.zuerich-hoengg.ch und navigieren Sie schnell und einfach zu den Themen, die Sie interessieren.

    Newsletter

    Künftig wollen wir unsere Mitglieder aktiv informieren und haben anlässlich der letzten Vorstandssitzung das Konzept für den QVH-E-Mail-Newsletter abgenommen. Rund 500 Mitglieder haben uns bis jetzt ihre E-Mail-Adressen bekannt gegeben. Wenn Sie QVH-Mitglied sind und ebenfalls zu den Empfängern unseres Newsletters gehören möchten, uns aber Ihre E-Mail Adresse noch nicht mitgeteilt haben, mailen Sie sie bitte so rasch als möglich an Alexander Jäger.

    Sind Sie noch nicht QVH-Mitglied?

    Dann ist unser Newsletter ein guter Grund, eines zu werden. Mit 20 Franken Mitgliederbeitrag pro Jahr sind Sie dabei und bleiben auf dem Laufenden! 
    Anmeldung einfach per Mail an alexanderdavidjaeger@gmail.com

    Der «Höngger» freut sich, dass der QVH-Vorstand das Angebot zur regelmässigen Berichterstattung angenommen hat. Als Vertreter des Quartiers bei der Stadt Zürich kommt dem QVH eine zentrale Rolle für das Leben im Quartier zu – und deshalb war der «Höngger» immer der Meinung, dass auch die Öffentlichkeit regelmässig über die wichtige Arbeit des QVH-Vorstandes informiert werden sollte. 

    Fredy Haffner, Verlags- und Redaktionsleiter «Höngger»