Autor: tka_admin

  • Nachbarschaftshilfe Wipkingen sucht Freiwillige

    Die Nachbarschaftshilfe Wipkingen ist ein gemeinnütziger, konfessionell und politisch unabhängiger Verein, der sich über Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert. Er ergänzt bestehende Organisationen und vermittelt Hilfeleistungen, die von keiner anderen Institution abgedeckt sind. Um dies zu gewährleisten, sucht der Verein Freiwillige, die ab und zu oder regelmässig etwas Zeit und Freude an einem sozialen Einsatz haben. Zum Beispiel, jemanden zum Arzt oder Coiffeur zu begleiten, bei Besorgungen, Einkäufen oder im Umgang mit Ämtern zu unterstützen, Gespräche zu führen, vorzulesen, Tiere zu betreuen, die Wohnung zu hüten, Pflanzen zu giessen oder einfach einen Besuch abzustatten. Das Engagement beschränkt sich auf maximal zwei Stunden pro Woche. Den Freiwilligen ihrerseits wird eine Einführung, Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und Begleitung geboten. Wer ist interessiert zu helfen?

    Die Einsätze werden von Martina Zobrist, Vermittlerin, koordiniert:
    Büro: Rosengartenstrasse 1a (Postterrasse), Dienstag 10 bis 11 Uhr und Freitag 14 bis 15 Uhr. Telefon 044 272 68 80 (ausserhalb der Bürozeit Telefonbeantworter). Mail: wipkingen@nachbarschaftshilfe.ch, weitere Infos unter www.nachbarschaftshilfe.ch
    Der Verein freut sich über Freiwillige, Hilfesuchende, Passivmitglieder und Spender.

  • Höngger Geschäfte: Eine Schliessung, eine Verlagerung

    Höngger Geschäfte: Eine Schliessung, eine Verlagerung

    Bei der Boutique Dialog besagt ein Zettel an der Türe «Bis auf weiteres geschlossen» und beim Blumengeschäft Gardenia hat der «Raus-Verkauf» begonnen. Der «Höngger» hat bei beiden Geschäften nachgefragt. Die Inhaberin der Modeboutique will keinen Bericht in der Zeitung. Sie habe sich frühpensionieren lassen, sagt sie, und mit dem Thema abgeschlossen, das Konkursverfahren sei eingeleitet. Der Laden wird folglich, entgegen dem Schild an der Türe, wohl nicht mehr aufgehen. Gemäss unbestätigten Informationen wird eine Fahrschule mit Theorielokal die Räume im Frühjahr übernehmen.

    Laden zu, Geschäft besteht weiter

    Anders ist die Situation im Blumengeschäft Gardenia, wo Inhaberin Esther Schwank klar kommuniziert. «Das letzte Geschäftsjahr hat uns veranlasst, unser Dienstleistungskonzept zu ändern», schreibt sie dem «Höngger», und weiter: «Nach fast 29 Jahren verlassen wir das Ladenlokal an der Limmattalstrasse 197 per Ende März.» Wichtig zu wissen sei jedoch, dass Gardenia weiterhin Bestellungen telefonisch oder per Mail entgegen nimmt und Blumenwünsche erfüllt – man erweitert unter dem Motto «Sie bestellen, wir liefern» sogar den Lieferradius über die Stadt und Region Zürich hinaus bis ins Zürcher Unterland und ins Klettgau. «Nach jetzigem Stand entstehen unsere floralen Kreationen ab 1. April bis auf weiteres ausserhalb von Höngg», so Esther Schwank, «interessierten Kundinnen und Kunden werden wir im März weitere Details bekannt geben.»
    Damit schliessen beziehungsweise verlassen wieder zwei Detailgeschäfte Höngg, die über viele Jahre das Dorfbild geprägt haben. Zu hoffen bleibt, dass die Schaufenster nicht so lange unbelebt bleiben wie an anderen Stellen im Dorfzentrum.

  • Wandel in der Koordinationssitzung des Quartiervereins

    Wandel in der Koordinationssitzung des Quartiervereins

    Am Dienstagabend, 26. Januar, pilgerten rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Höngger Vereinen zur Koordinationssitzung in der Residenz Tertianum, organisiert vom Quartierverein Höngg (QVH). Es war bislang immer das Treffen, an dem die vielen Höngger Anlässe terminlich aufeinander abgestimmt wurden. Früher mit Agenda, Papier und Bleistift, seit einigen Jahren über die Homepage des QVH, auf der die Anlässe vorgängig eingetragen werden. Musste früher noch über Datumskollisionen verhandelt werden, konnten seither die Tage und Monate nur noch im Schnelldurchlauf durchgeklickt werden, weil es, da man früh genug den eigenen Anlass terminlich auf die anderen hatte abstimmen können, kaum mehr Änderungen gab. Davon profitierte indes Vorstandsmitglied Andy Homs, der für die Website des QVH verantwortlich ist und via Google-Analytics tiefe Einblicke in die Nutzung «seines Babys» gab. Zugenommen hat im letzten Jahr die Verweildauer der täglich rund 150 Seitenbesucher. Die Spitze lag, wie jedes Jahr, am Tag des Räbeliechtliumzugs. Auch darüber, aus welcher Weltgegend, über welche anderen Websites oder Suchmaschinen und auf welchen Geräten die Besucher zum QVH gelangen, berichtete Homs – was allen mal wieder vor Augen führte, wie viele Spuren man als Nutzer im World Wide Web hinterlässt. Doch viel wichtiger war und ist es für alle Höngger Vereine zu wissen, dass die Homepage des QVH bestens funktioniert und die Veranstaltungen im Kalender gut beachtet werden.

    Kontakte von Verein zu Verein

    Und an dieser Stelle wären nun eben Woche für Woche die Termine gesichtet worden, doch ab diesem Jahr, so hatte Präsident Alexander Jäger einleitend gesagt, soll sich dieser Anlass mehr zu einem Treffen entwickeln, bei dem die Kontakte unter den Vereinen gepflegt und der Austausch gefördert werden soll. Wie dies genau geschieht, das ist – positiv verstanden – noch offen.
    So berichtete denn QVH-Vorstandsmitglied Tiziana Werlen zuerst über den ersten Höngger Adventszauber von letztem November. Beachtlich seien der Erfolg und die an gemeinnützige Organisationen gespendeten Beträge gewesen – was auch die teilnehmenden Vereine bestätigten – und bereits gelte es für alle wieder, sich Gedanken über den nächsten Adventszauber zu machen, denn man wolle den Anlass sicher wieder organisieren. Spontan verdankten alle Anwesenden Werlens Engagement für diesen neuen, kleinen, aber feinen Höngger Dorfanlass, der dieses Jahr am Donnerstag, 1. Dezember, stattfinden soll.
    Dann gab Jäger die Runde frei und tatsächlich wandten sich einzelne Vereinsvertretende an alle und fragten nach Erfahrungen, so zum Beispiel zum Thema, wie man die Vereinskasse etwas aufbessern könne – vielleicht dachten einige wehmütig an jene Zeiten zurück, als dies noch mit dem Sammeln von Altpapier möglich war oder die Sponsorengelder bei Firmen noch etwas lockerer sassen? Doch nach wenigen Fragen zog es alle von den Tischen weg und raus ins Foyer, wo ein Stehapéro zum Verweilen lockte – und dort, in kleinerer Runde, wurde noch so manche Frage besprochen, wurden Kontakte aufgefrischt und Wünsche und Anliegen deponiert. Wenn sich die Koordinationssitzung in diese Richtung weiter entwickelt, dürfte sie weiterhin ihren guten Zweck erfüllen und Höngg sich auch in Zukunft der zahlreichen, aktiven Vereine rühmen.

  • Gefahrenstelle wird entschärft

    Gefahrenstelle wird entschärft

    Im Dezember 2009 hatten die städtischen Behörden die Sanierung der Strasse Am Wasser – und damit auch des gefährlichen Engpasses auf Höhe des Hauses 108 – angekündigt und für 2012 in Aussicht gestellt. Doch 2012 wurde das ganze Projekt auf unbestimmte Zeit verschoben: Man wolle den Ergebnissen des Mitwirkungsprozesses «Verkehr Kreis 10» nicht vorgreifen, liess das Tiefbauamt damals wissen. Weitere drei Jahre später, der Quartierverein Höngg hatte es unlängst angekündigt, wird nun doch der besonders für Fussgänger sehr gefährliche Engpass vor dem Haus Am Wasser 108 saniert.

    Neuer Weg hinter bestehender Mauer

    Das ursprüngliche Projekt sah vor, die massive Steinmauer vor der städtischen Liegenschaft zurückzuversetzen, um den hangseitigen Gehweg durchgehend bauen zu können. Nun wird die Stützmauer stehengelassen und das Trottoir dahinter geführt: Dazu wurde das Terrain bereits auf Strassenniveau abgesenkt, der rückwärtige Hang wird mit einer neuen Stützmauer gesichert. Noch vor Weihnachten soll der neue Weg bereit sein. Die IGAWB, die sich seit langer Zeit für Verbesserungen auf der Verkehrsachse Am Wasser/Breitensteinstrasse einsetzt, bedankt sich auf ihrer Homepage ausdrücklich bei den Behörden. Präsident Martin Zahnd dazu: «Für Aussenstehende mag es etwas komisch aussehen, dass die Mauer so stehen geblieben ist, doch nur dank der Mauer ist nun das Trottoir bald wirklich sicher: Ohne Mauer würden die Lastwagen das Trottoir als Ausweichstelle benutzen. Wie eng die Stelle ist, zeigt sich auch daran, wie oft die Tempo-30-Tafel schon umgefahren worden ist.»

  • Quartierverein Höngg: Bericht aus der Vorstandssitzung vom 20. Oktober

    Einbezug der QVH-Mitglieder in die Entscheidungsfindung des Vorstands

    Andreas Egli informiert über mögliche Ansätze, wie die QVH-Mitglieder verstärkt in die Entscheidungsfindung des QVH-Vorstandes eingebunden werden können (Antrag der QVH-Mitglieder Liliane Forster und Fredy Haffner). In reger Diskussion wurden Möglichkeiten identifiziert, die nun weiter konkretisiert werden.

    Erster Höngger Adventszauber

    Tiziana Werlen berichtet über den aktuellen Planungsstand und präsentiert einen Rohentwurf des Programms inklusive Situationsplan. Zahlreiche Vereine, Firmen und auch Privatpersonen engagieren sich, und wir dürfen uns auf eine stimmungsvolle erste Auflage des Höngger Adventszaubers am 26. November freuen. Der «Höngger» unter Federführung von Fredy Haffner unterstützt in verdankenswerter und grosszügiger Weise die Veranstaltung als Medienpartner. Der «Höngger» wird in seiner Ausgabe vom 19. November detailliert berichten.

    Breitensteinstrasse/Am Wasser

    Das Polizeidepartement erstellt einen Bericht, in dem auch die Empfehlungen des Workshops «Verkehr Kreis 10» berücksichtigt werden. Geprüft wird unter anderem eine Lösung hinsichtlich der gelben Fussgängermarkierung an Stelle eines Trottoirs auf der Höhe der Strasse Am Wasser 108.

    Neue Vorstandsmitglieder

    Weiterhin sind nicht alle im Gemeinderat vertretenen Höngger Parteien auch im QVH-Vorstand vertreten. Alexander Jäger berichtet über seine Bemühungen, Persönlichkeiten von SP Zürich 10, Grünliberale Zürich Kreis 6 & 10 sowie SVP für ein QVH-Vorstandsamt zu gewinnen.

    Eingesandt von Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg

  • Die Sonne scheint über dem neuen Haus Sonnegg

    Die Sonne scheint über dem neuen Haus Sonnegg

    Bereits vor elf Uhr hatte sich letzten Samstag eine ansehnliche Festgemeinde vor dem neuen Eingang des Hauses Sonnegg versammelt, um dessen Eröffnung gebührend zu feiern. Gekommen war, was man getrost als «Who is Who» von Höngg bezeichnen darf: Honoratioren und Ehrengäste aus Kirchen, Vereinen, Politik und Gesellschaft. Und kaum war das Elfuhrgeläut verklungen, schritt Kirchenpflegepräsident Jean E. Bollier zu deren Begrüssung ans Mikrofon.

    Bewegte Hausgeschichte

    Er begann mit einem Rückblick auf die bewegte Geschichte des «Sonnegg». Dieses war 1886 anstelle eines zwei Jahre zuvor abgebrannten Landwirtschaftsbetriebes, der zum Pfarrhaus gehört hatte, erbaut worden und wurde bereits als Wirtschaft betrieben. 1893 lautete der Name noch «Sonneneck», 1894 «Sonneck» und erst ab 1911 fand man zum seither bekannten «Sonnegg», wie die Ortsgeschichte Höngg von Georg Sibler aufführt. 1916 kaufte die Gemeinde Höngg das Haus und vermietete es dem Frauenverein Höngg, der darin, was damals noch eine Seltenheit war, eine alkoholfreie Wirtschaft betrieb. 1930 wurde das Haus baulich auf die heutigen Dimensionen erweitert, bevor es 1934 im Zuge der Eingemeindung in den Besitz der Stadt Zürich über ging. 1954 übergab dann der Frauenverein Höngg den Betrieb ebenfalls an den Frauenverein der Stadt Zürich, der ihn jedoch zirka 1972 einstellte. 1977 kam neues Leben ins Haus: Eine Gruppe von Frauen der reformierten Kirchgemeinde Höngg, die «Sonnegg-Frauen», eröffneten eine Kaffeestube und betreiben sie bis heute. 1984 erwarb die reformierte Kirchgemeinde das «Sonnegg» und führte es fortan als offenes, «zweites» Kirchgemeindehaus. Darin fanden bereits bisher Menschen aller Generationen viele interessante Angebote, die immer rege genutzt wurden und so betrachtet wurde die Idee des «Generationenhauses» längst gelebt, wenn auch nicht in einem so durchdachten Betriebskonzept, wie es nun erstellt wurde und wie es die baulichen Erweiterungen nun erlauben.

    Ästhetik im Kostenrahmen

    Haus und Schopf wurden noch vor Baubeginn unter Denkmalschutz gestellt. Was die Wipkinger Architekten Yves Milani und Alexandra Gübeli von GXM-Architekten vor Herausforderungen stellte, wie Milani auf die entsprechende Frage von Jean Bollier berichtete: Die vielen Erwartungen und Visionen der Bauherrschaft und die Anforderungen der Denkmalpflege mussten zu einem harmonischen Ganzen zwischen «Denkmal» und neuer Nutzung finden, und das ist dem Architektenteam gelungen. Auf Bolliers Frage, ob der grosse Ästhet Milani mit dem Ergebnis zufrieden sei, kam dieser kurz ins Zögern: «Der erste Eindruck ist positiv, aber ob alles so ist, wie wir uns dies vorgestellt hatten, wird wie immer erst der Betrieb zeigen. Der Ästhet in mir sieht natürlich immer noch Details, die er hinterfragen kann, aber das ist wohl die Berufskrankheit der Architekten, zu der man auch mal Abstand nehmen sollte.» Sicher aber könne er sagen, dass, auch wenn die Bauabrechnung noch nicht vorliegt, der Kostenrahmen eingehalten worden sei. 4,8 Millionen Franken wurden verbaut, 1.8 Millionen für werterhaltende Renovationen und drei Millionen für die Erweiterungen.

    Mit Kochlöffel und Scheren zur Übergabe

    Peter Kraft, Liegenschaftenverwalter der reformierten Kirchgemeinde und selber Architekt, leitete die offizielle Übergabe des Hauses damit ein, dass er symbolisch den Bauhelm abzog, den er als Leiter der Baukommission nun die letzten 14 Monate auf diesem Gelände getragen hatte. Aus der alten «Sonnegg»-Küche hatte er eine grosse Kochkelle gerettet und als «ein Symbol der gelebten Diakonie, die in diesem Haus ganz wichtig sein soll» golden gestrichen – damit schritt er nun zur «Stabsübergabe» an seine Frau, die Betriebskoordinatorin Claire-Lise Kraft. An Pfarrer Markus Fässler, die zweite treibende Kraft hinter dem neuen «Sonnegg», übergab Peter Kraft ein Paket mit verschiedenen Scheren, um das rote Band zu durchschneiden und damit dieses «Haus mitten im Herzen von Höngg» zu eröffnen, das «auch wieder zum Herz von Höngg werden soll», wie er abschliessend wünschte.
    So kam es dann, dass Kinder, Jugendliche und Senioren als Vertretungen aller Generationen zum feierlichen Akt schritten und das Band ganz nach dem Motto des neuen Hauses durchtrennten: «Sonnegg, Familien- und Generationenhaus: lebensnah, nebeneinander, miteinander und durcheinander».

    Das grosse Staunen

    Nach weiteren Grussbotschaften war es endlich soweit: Gespannt und neugierig wurde das Haus Sonnegg in Besitz genommen von jenen, die es hoffentlich künftig auch nutzen werden. Peter Kraft und Yves Milani führten zwei Gruppen durch alle Räume, vom Keller bis unters Dach. Und was es da zu sehen gab, löste allenthalben Staunen aus. Was man alles neu erstellt und untergebracht hatte, ohne dabei den Charakter des alten «Sonnegg» zu zerstören, ist tatsächlich beachtlich. Von den neuen Kellerräumen für Kinder und Jugendliche bis zur Lounge für die Erwachsenen unter dem Dach, mit Lift alles behindertengerecht erschlossen, das Café, die Werkstatt, das Kinderhaus, die Büros, Küche, Sanitär- und Technikräume: alles mit viel Liebe zum Detail umgebaut und eingerichtet. Neu ist auch ein Teil des schönen Pfarrhausgartens erschlossen, der auch von der Spielgruppe «Gartespatze» genutzt werden wird. Auch wenn die Umgebungsarbeiten und kleine Details im Hausinnern noch nicht restlos abgeschlossen sind, kann zweifellos rundum nur gratuliert und ein grosser Dank an all jene ausgesprochen werden, welche sich acht Jahre lang unermüdlich für dieses neue Haus Sonnegg eingesetzt haben!

    Zwei Tage voller künftigem Sonnegg-Leben

    Und Dank und Lob waren dann auch immer wieder zu hören: An den Tischen drinnen und draussen, während den Führungen und in vielen Gesprächen. Dass sich der Einsatz gelohnt hatte, zeigte sich bereits am Eröffnungswochenende: Unter einem Dach und in einem Garten lebten Jung und Alt friedlich zusammen und fanden unkompliziert Kontakt. Sei es beim Spiel oder im Bastelatelier, beim kulinarischen Geniessen, in spontanen oder locker organisierten Gesprächsrunden, bei den drei Höngger Lebensgeschichten oder den musikalischen Darbietungen der Formation Montezuma und des Jazz Circles Höngg – und was noch alles mehr zur Eröffnung geboten wurde, alles wurde ganz nach dem Hausmotto «lebensnah, nebeneinander, miteinander und durcheinander» genutzt. Zu wünschen bleibt, dass diese Stimmung wie das alte Sonnen-Wirtshausschild auch weiterhin über dem Alltagsbetrieb des Hauses scheinen werde − auf dass das «Sonnegg» das Zentrum mit Herz wird, das Höngg verdient hat.

    Haus Sonnegg
    Bauherrenstrasse 53, 8049 Zürich
    Alle Angebote detailliert unter www.refhoengg.ch/sonnegg

    kafi & zyt
    Das Generationencafé für alle. Der Garten und die Spielecke für Kleinkinder erweitern die Möglichkeiten. Das kafi & zyt ist offen von Montag bis Freitag, von 14 bis 17.30 Uhr (während den Ferien gemäss Publikationen). Auskunft Claire-Lise Kraft, 043 311 40 56

    Zmittag-Pause für Erwachsene
    Wöchentlich am Dienstag von 12 bis 13.30 Uhr für Erwachsene, die in Höngg leben oder arbeiten: Suppe, Salat, Brot, Kaffee und Getränke zu Selbstkostenpreisen −  «S‘hät, solang‘s hät!». Wer möchte, kann seine Verpflegung selbst mitbringen. Eine kurze Anmeldung bis Dienstag, 8 Uhr, erleichtert die Vorbereitung: mittagstisch@refhoengg.ch oder Telefon 043 311 40 62. Erstmals am Dienstag, 3. November

    Mittagessen für alle
    Ein Mittagessen für Menschen jeder Generation, monatlich an einem Mittwoch, erstmals am 4. November. Beginn jeweils 11.30 Uhr mit Eintreffen bis 13 Uhr. Menü zu 14 Franken (Erwachsene) und acht Franken (Kinder). Keine Anmeldung nötig

    Mittagessen 60plus
    Ein Mittagessen für 14 Franken für Frauen und Männer 60plus, die in  Gemeinschaft essen wollen. Keine Anmeldung nötig. Die nächsten Daten: Freitag, 20. November und 11. Dezember, 12 bis 14 Uhr. Ansprechperson Rosmarie Wydler, 044 341 32 51, rosmarie.wydler@bluewin.ch

    Chinderhuus
    Kinderhaus mit Spielbereich und Bastelmaterial für Kinder verschiedenen Alters. Die Spielgruppenleiterinnen helfen, dass die Kleinen unbeschwerte Freude miteinander haben – drinnen oder im Garten und auf dem angrenzenden Spielplatz. Offen während den Öffnungszeiten des Cafés

    Lounge
    Die Lounge unter dem Dach für Erwachsene, ein Ort für Vortragsabende, für Gespräche und Diskussionsrunden. Gemütliche Sitzgelegenheiten und eine kleine Dachterrasse sind das Richtige, um auch Ruhe zu finden. Mit WLAN-Zugang und Küchenecke

    Atelier
    Platz für kreative Aktivitäten, handwerkliche Kurse und Ausstellungen. Eine Fachperson begleitet auf Wunsch thematisch. Dazu gibt es Kurse und Workshops. An gewissen Nachmittagen parallel zum kafi & zyt gibt es spezielle Angebote für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene

    Jugendraum
    Jugendlichen und jungen Erwachsenen bietet dieser Raum mit Bar, Billardtisch und «Jöggelichaschte» einen Treffort. Spielen, Experimentieren, Gestalten, Musizieren − auch ein offener Treff oder der Aufbau von Events und Projekten sind möglich

    Saal
    Wenn der Saal im ersten Stock nicht als Erweiterung des Cafés benutzt wird, bietet er das passendes Ambiente und moderne Technik für Vorträge und Kurse.

    Markt & Info
    Zentrale Informationsdrehscheibe im Eingangsbereich für Anlässe, Freiwilligenbörse, laufende Projekte, Eigeninitiativen oder die Vernetzung mit anderen Organisationen.

    Spielgruppe «Gartespatze»
    Dienstag und Mittwoch, Details unter www.gartespatze.ch sowie bei Leiterin Monique Homs unter Telefon 044 341 01 86 oder Mail an gartespatze@hotmail.com

    Räume mieten
    Fast alle Räume können von Vereinen, Gruppen und Privaten für Anlässe, Feste und Kurse gemietet werden. Informationen bei Silvia Stiefel unter Telefon 043 311 40 65 oder per Mail an silvia.stiefel@zh.ref.ch

     

    Wie aus dem «alten» Sonnegg das neue Familien- und Generationenhaus Sonnegg wurde, ist nachzulesen unter www.hoengger, Archiv, «Dossier Haus Sonnegg».

  • Klappe auf für Auftrittskompetenz

    Klappe auf für Auftrittskompetenz

    Liliane Forster, Inhaberin der Firma Text.Film.Stil möchte an ihrem Stand an der Gewerbeschau zwei ihrer Kernkompetenzen miteinander verbinden: Film und Stil – das Drehen von Videos im Zusammenhang mit der Vermittlung von Auftrittskompetenz. Anstatt aber aus ihrem reichhaltigen Archivmaterial zu schöpfen, wollte sie aktuellste Videos drehen, in denen zu sehen ist, worauf es ankommt, wenn man vor eine Kamera treten will – oder manchmal auch unverhofft muss.
    Kurzerhand fragte sie die Verwaltung der Räume an und erhielt die Erlaubnis, diese mit einem Pop-up-Filmstudio zu beleben. «Pop-up-Stores» ziehen vorübergehend in leerstehende Räume und ziehen spätestens wieder aus, sobald diese fest vermietet werden: Das bringt beiden Seiten etwas, dem «Pop-up-Store» einen günstigen Standort und dem leerstehenden Mietobjekt Aufmerksamkeit. Das zeigt sich auch hier: Kaum jemand geht vorbei, ohne neugierige Blicke ins Ladeninnere zu werfen.

    Nur sieben Prozent

    Doch kein Film entsteht ohne Protagonisten, die sich auch vor die Kamera wagen. Liliane Forsters Anfrage, wer Auftrittskompetenz vor der Kamera trainieren möchte, stiess auf reges Interesse, denn das Medium Film wird im Onlinezeitalter in der Kommunikation immer wichtiger. Nicht nur für Politiker und Firmen, sondern auch für Vereine, wie zum Beispiel den Quartierverein Höngg, für den am Tag des «Höngger»-Besuchs im temporären Studio Vizepräsidentin Karin Keller vor die Kamera tritt.
    «Ich mache das zum ersten Mal», sagt sie und eine leichte Aufregung ist ihr anzusehen. Nervös sei sie aber nicht und sie habe auch bewusst den erarbeiteten Text nicht gross einstudiert. Sie will so vor der Kamera erscheinen, wie sie auch im persönlichen Dialog ist: natürlich und unkompliziert. «Zehn», lacht sie auf die Frage, wie viele Aufnahmen sie wohl brauche, bis der Film im Kasten ist.
    Eine Minute Filmzeit soll es zum Schluss werden, in einem Take, also ohne Schnitt aufgenommen. Bevor es aber los geht, erklärt Liliane Forster, worauf es ankommt: «Es mag erstaunen, aber das gesprochene Wort macht nur sieben Prozent dessen aus, was beim Betrachter ankommt. Der ganze Rest wird nonverbal vermittelt: Wie stehe ich da? Wie rede ich, wie ist die Melodie der Stimme? Lebt meine Mimik? Stimmen Gestik und Kleidung mit der Botschaft überein?» Viele Dinge sind zu beachten, damit das erreicht wird, was so einfach aussieht, wenn man auf der anderen Seite der Kamera, vor dem Bildschirm, sitzt: Authentizität.

    Die freie Rede ist selten einfach

    Dann geht es los und als Erstes muss das Textblatt verschwinden, denn Ablesen geht gar nicht, der Blick muss dauernd auf die Kamera und damit auf den imaginären Zuschauer gerichtet sein. Bei Fernsehproduktionen projiziert der Teleprompter den Text auf einen Einwegspiegel vor der Kameralinse und wird dort zum Beispiel vom Nachrichtensprecher abgelesen – so wird der Eindruck der freien Rede erweckt. Hier muss es ohne gehen und prompt verheddert sich Karin Keller beim ersten Take in einer komplizierten Textschlaufe. Dass sie nun doch angespannt ist, zeigt auch ihre Körperhaltung. Nach jeder Aufnahme betrachten die beiden Frauen das Ergebnis am Computer. Selbstkritisch sieht die eine, was sie falsch gemacht hat, und die andere gibt Tipps und Regieanweisungen für den nächsten Versuch. Auch am Text wird noch gefeilt und gekürzt. Dann folgen Take zwei, drei, vier – jeder geht fliessender, die Aufregung schwindet und plötzlich ist es für die Protagonistin fast normal, sich in der Kameralinse lebendige Zuschauer vorzustellen und ihnen zu erzählen, wofür der Quartierverein Höngg alles steht und warum man doch Mitglied werden soll.
    Am Schluss werden es elf Aufnahmen, bis Karin Keller ihre Botschaft authentisch vermittelt hat. Nicht schlecht, für das erste Mal vor einer Kamera. Das Ergebnis wird an der Gewerbeschau am Wümmetfäscht zu sehen sein. Hier gelangen Sie direkt zu einem Video der Quartierzeitung «Höngger» und einem von He-Optik

     

    Text.Film.Stil
    Liliane Forster
    Riedhofstrasse 31, 8049 Zürich
    Telefon 044 341 24 17
    lf@lilianeforster.ch
    www.lilianeforster.ch

  • Fünf Minuten Ruhe vom Verkehr

    Fünf Minuten Ruhe vom Verkehr

    Letzten Samstag, kurz nach zwölf Uhr mittags: Viele Anwohnerinnen und Anwohner der Strassenachse Am Wasser/Breitensteinstrasse sitzen und stehen im Vorgarten der Wohnsiedlung Am Wasser 110 bis 116, reden, essen, trinken und hören den Jazz-Klängen des Jazz Circle Höngg zu. Sie setzen mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen gegen den stark gestiegenen Durchgangsverkehr. Rund 12‘000 Autos und Lastwagen zwängen sich gemäss IGAWB durch diese Achse – den ganzen Tag. «Ab etwa fünf Uhr morgens kommen die Lastwagen, sie sind die Schlimmsten», so Martin Zahnd, Präsident der IGAWB. Er wohnt seit 24 Jahren hier und hat, wie viele andere Bewohnerinnen und Bewohner auch, erlebt, wie stark der Verkehr zugenommen hat. «Damals war es abends um 21 Uhr still, heute rollt und steht der Verkehr den ganzen Tag hindurch, und auch in der Nacht ist die Achse oft befahren. Man könnte meinen, hier sei eine offizielle Transitstrecke – dabei ist das hier ein Teil des Wohnquartiers Höngg mit über 3‘000 Menschen, darunter über 300 Schulkinder.»

    Vortritt wird oft nicht gewährt

    Man könne sich auf der Strasse nicht mehr frei bewegen, die schmalen Trottoirs seien unzureichend, zudem hielten an den Fussgängerstreifen die Autofahrer oft nicht einmal an, um Fussgänger passieren zu lassen. «Es gab schon mehrmals Unfälle mit Kindern, und Hunde wurden sogar an der Leine überfahren, weil sie vor ihren Haltern herliefen und von den Autofahrenden schlicht übersehen wurden», so ein Anwohner.
    Den Lärm und die Unruhe, welche die Autos und Lastwagen bringen, spürt man im Vorgarten an der Kundgebung deutlich. So muss man das Gespräch unterbrechen, wenn ein Lastwagen vorüberfährt, und Martin Zahnds Rede hört man nur, wenn man wenige Meter von ihm entfernt steht. Die Stadt Zürich habe nie eine Lärmmessung gemacht, doch habe der Verkehr seit dem Bau der Westumfahrung spürbar massiv zugenommen: «Wir sehen hier oft Innerschweizer Autokontrollschilder, das war vorher nicht so. Geschwindigkeitskontrollen gibt es, abgesehen vom mobilen Radarkasten, auch nicht wirklich», so der Präsident.
    Trotz des Verkehrs sind anscheinend nicht alle Bewohner der inoffiziellen Durchgangsachse Freunde der IGAWB: «Diesen Freitagabend hängten wir ein Transparent am Zaun des Siedlungsgartens auf, also auf Privatgrund. Ein Anwohner beobachtete, wie jemand das Transparent mit Gewalt entfernen wollte. Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Person ebenfalls an der Strasse Am Wasser wohnt, aber unser Engagement eine Frechheit findet», so ein IG-Mitglied.

    «Gefangenenmarsch» macht nachdenklich

    Dann ist es soweit, die «Gefangenen des Durchgangsverkehr», viele kostümiert als Sträflinge, formieren sich zum von der Stadt bewilligten, fünfminütigen Umzug durch die Strasse Am Wasser zum Engpass bei der Hausnummer 108, begleitet von traurigen Klängen des Jazz Circle Höngg. Mit Fussfesseln und Autoreifen, durch die sich einige gezwängt haben, endet der «Gefangenenmarsch», und das Transparent «Bestraft durch den Verkehr. Bitte begnadigt uns!» wird von vielen Händen gehalten. Die Stille und die vielen nachdenklichen Menschen jeden Alters mitten auf der Strasse lassen niemanden kalt. Als die Sperrung nach fünf Minuten durch die drei Verkehrsdienstmitarbeiter, welche ein Mitglied der IGAWB bezahlt hat, aufgehoben wird, rast ein Rollerfahrer durch die 30er-Zone und ruft: «Ihr seid doch alles Egoisten!» – ob er wohl dasselbe rufen würde, wenn er an der inoffiziellen Transitroute wohnen würde?

    Weitere Informationen: www.igawb.ch

  • Sichere Schulwege, Chinesisch-Kurse und eine neue Schulleiterin

    Sichere Schulwege, Chinesisch-Kurse und eine neue Schulleiterin

    Am Dienstag, 30. Juni, waren abends alle Plätze im Mehrzwecksaal der Schule Scherr besetzt. Zu Beginn der Versammlung wurden die Aufgaben der Verkehrskommission vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Dienstabteilung Verkehr und dem Tiefbauamt wird nach baulichen Lösungen gesucht, wenn sich ein Schulweg als zu wenig sicher erweist. Dazu werden bei Bedarf auch Begehungen vor Ort gemacht. So konnten im Laufe des letzten Jahres elf schwierige Situationen entschärft werden. Den Kommissionsmitgliedern wird die Arbeit vorläufig aber nicht ausgehen, auf ihrer Pendenzenliste kommen immer wieder neue Fälle hinzu.

    Fühlen sich die Kinder wohl?

    Die Kommission zur Integration fremdsprachiger Kinder hat einen ganz anderen Aufgabenbereich. Zu ihren Pflichten gehören die Schulbesuche in den Kursen für heimatliche Sprache und Kultur. So erzählte deren Präsident, wie es den Schulpflegemitgliedern ergeht, wenn sie eine Lektion in Chinesisch beurteilen müssen, obwohl sie kein Wort verstehen. Aber auch da ist es möglich, zu erkennen, ob sich die Kinder wohlfühlen und sich aktiv am Unterricht beteiligen. Unterstützt werden Schule und Behörde dabei von den Sprach- und Kulturvermittlern. Diese werden auch dann beigezogen, wenn es darum geht, bei Elterngesprächen zu übersetzen und das Zürcher Schulsystem zu erklären. Zu den erfahrensten Übersetzerinnen gehört Bienvenida Komotar. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre hat sie nicht nur unzählige Male übersetzt, sondern den spanisch sprechenden Eltern auch die hiesige Kultur nähergebracht. Da sie das Pensionsalter erreicht hat, muss sie ihre Arbeit im Dienst der Schule beenden. Ihre Verdienste wurden vom Schulpräsidenten Urs Berger mit einem Blumenstrauss und einem Präsent verdankt.

    Verabschiedungen und Begrüssung

    Zwei Behördenmitglieder musste der Schulpräsident verabschieden: Ursula Zatti und Franco Pavone verlassen nach einem Jahr die Kreisschulpflege wieder. Beide hatten sich gut in ihr Amt eingelebt, müssen dieses jetzt aber aus beruflichen Gründen wieder abgeben. Der letzte Blumenstrauss war für eine Begrüssung vorgesehen: Rahel Häsler wird auf Anfang August ihre Stelle als Co-Schulleiterin der Schule Waidhalde antreten. Die 35-jährige Primarlehrerin und zweifache Mutter wird nebst ihrer Leitungstätigkeit auf der Mittelstufe unterrichten. Rahel Häsler freut sich, ihren Horizont vom Klassenzimmer auf die ganze Schule zu erweitern und ist aber froh, das Unterrichten trotzdem nicht ganz aufgeben zu müssen. Gemeinsam mit dem langjährigen Schulleiter Ernst Hüsler wird sie die Geschicke der grossen Schule in Wipkingen an die Hand nehmen.
    Zum Schluss würdigte Urs Berger die Arbeit der Behördenmitglieder. In einem Schulkreis, in dem gegen 1‘000 Personen in allen Bereichen der Schule arbeiten, jährlich etwa 600 Kinder in den Kindergarten eintreten und insgesamt 4‘500 Kinder unterrichtet werden, braucht es auch seitens der Schulpflege ein grosses Engagement, um alle Aufgaben zu meistern. Dass dies gelingt, zeigt sich nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulen und ihren Behördenmitgliedern. So gehen sie auch gemeinsam den künftigen Herausforderungen, wie zum Beispiel der Umsetzung des Lehrplans 21, an.

    Eingesandt von Ruth Stössel, Aktuarin Kreisschulpflege Waidberg

  • Gastgeber sein und den Kopf einziehen – beides im «Sonnegg»

    Gastgeber sein und den Kopf einziehen – beides im «Sonnegg»

    Nach langen Verhandlungen und Änderungen war es am 1. September 2014 endlich soweit: Der Spatenstich zum neuen Familien- und Generationenhaus Sonnegg konnte in Angriff genommen werden. Neun Monate sind seither vergangen, viel Baulärm, Staub und Schweiss kosteten Nerven, doch der Rohbau ist gelungen. Vor der Baustellenführung gab Peter Kraft die Verhaltensregeln durch: «Ziehen Sie den Kopf ein, gehen Sie langsam und vorsichtig und lehnen Sie sich nirgends an – eventuell ist frisch gestrichen, und sie haben dann Farbschlieren auf dem T-Shirt. Vergessen Sie nicht: wir sind auf einer Baustelle!» Die Interessierten erfuhren alles über das «neue» Haus, welches komplett umgebaut wurde.

    Verhaltensregeln auf Baustelle einhalten

    Die unfertigen, staubigen Treppenstufen, unzählige herabhängende Kabel, unverputzte Wände und offenliegende Leitungen faszinierten die vornehmlich älteren Infoanlassteilnehmenden, welche vorsichtig die «Hindernisse» in Angriff nahmen. «Die grösste Neuerung ist, dass das Sonnegg nun komplett unterkellert ist. Diese rund 100 Quadratmeter schaffen Lagerraum, einen grossen Jugendraum und zusätzliche, für verschiedene Tätigkeiten nutzbare Räumlichkeiten. Auch Technikräume und die Heizungsanlage sind hier untergebracht», so Peter Kraft, Liegenschaftenverwalter der reformierten Kirchenpflege Höngg.

    Ein Pfarrgarten-Teil gehört neu zum «Sonnegg»

    Die dicke Mauer rund ums «Sonnegg» sei übrigens keine «Abgrenzungsmauer», sondern zum Draufsitzen und als Stauraum gedacht: In ihrem Innern können Gartenmöbel und Spielsachen witterungssicher untergebracht werden. Der Schopf, wie das «Sonnegg» auch unter Denkmalschutz stehend, wird neu zum «Chinderhuus» und ist hinter den renovierten Holzbalken verglast, damit es nicht durch die Ritzen zieht, und ist neu beheizbar. Vom «Chinderhuus» aus kann man unterirdisch durch den neuen Keller direkt ins Haus Sonnegg gelangen. «Beide Gebäude sind für alle Generationen da, zudem gehört neu ein Drittel des Pfarrhausgartens dazu», so Peter Kraft. Spielzeug, welches den Kindern zur Verfügung gestellt werde, solle auch selbstständig wieder versorgt werden: «Wir möchten eine selbstordnende Ordnung».
    Das Familien- und Generationenhaus Sonnegg selbst präsentierte sich leer und hell. Bis zur Eröffnung sollen farbige Plattenbeläge, viel Parkett und eine moderne Einrichtung für Ambiente sorgen. Im zukünftigen «kafi & zyt», wo früher schon das Café war, wird eine Schallschluckdecke zusammen mit vielen, einzelnen Leuchten für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Ein grosses Fenster gibt den Blick zum Kinderhaus frei, so dass die Eltern beim «Käfele» den Nachwuchs im Blick haben können.

    Vier Räume, drei Büros und grosszügige Einteilung

    Im ersten Stock, wo ganz früher der Albatros-Jugendtreff war, sind neu ein grosser Mehrzweckraum, in dem auch Konzerte stattfinden können, sowie ein Büro für sozialdiakonische Mitarbeitende. Im obersten, zweiten Stock präsentiert sich ein neuer Raum: Früher war dies der Dachboden, in welchem zwei Palette voller Dachziegel gelagert wurden. «Der Raum hat noch keinen Namen, bis jetzt ist er die «Dachlounge», wo Gesprächsgruppen sich treffen sollen, und wo man gemütlich ein Glas Wein auf dem Sofa trinken kann», so Kirchenpflegepräsident Jean Bollier, der zusammen mit Pfarrer Markus Fässler ebenfalls vor Ort war. Total gibt es im neuen, 4,8 Millionen Franken teuren «Sonnegg» vier grosse Räume, drei Büros, einen Lift und einen grossen Eingangsbereich, in dem es eine grosse Garderobe hat, um die Kleider der zukünftigen Besucherschar aufzunehmen.

    Im «kafi & zyt» mithelfen

    Die rund 60 Besucherinnen und Besucher waren zudem gekommen, weil sie sich für die ehrenamtliche Mithilfe im neuen Café interessieren. «Wir brauchen rund 30 Leute, die von einmal monatlich bis hin zu einmal wöchentlich mithelfen und Gastgebende sein möchten. So wollen wir an die «Sonnegg-Frauen» anknüpfen und ein einladendes Selbstbedienungs-Café schaffen, in dem Frauen und Männer und Kinder jeglichen Alters verweilen können. Das Haus Sonnegg ist ein niederschwelliges Angebot, das alle einlädt, selbst aktiv zu sein und teilzunehmen», so Markus Fässler.

    Eröffnung Familien- und Generationenhaus Sonnegg
    Am 24. und 25. Oktober wird die Eröffnung mit offiziellem Charakter gefeiert. Festgottesdienst, Rundgänge und die Übergabe an die Kirchgemeinde stehen dann auf dem Programm. Am Wümmetfäscht vom 25. bis 27. September wird das Haus Sonnegg zu Gunsten des «Wüfäs» vorgezogen genutzt. Der Monat danach wird für die Fertigstellung der Einrichtung und den Probebetrieb genutzt. Öffnungszeiten «kafi & zyt»: Montag bis Freitag, 14 bis 17.30 Uhr. Wer Interesse hat, mitzuhelfen, kann sich bei Markus Fässler unter Telefon 043 311 40 52 oder per E-Mail markus.faessler@zh.ref.ch melden.