Autor: tka_admin

  • Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Vom 20. bis 25. Mai 2026 lud «Abenteuer StadtNatur» zum zehnten Mal dazu ein, die Zürcher Stadtnatur neu zu entdecken. In Parks, Gärten, Quartieren und zwischen Häuserzeilen wurde erlebbar, wie wertvoll urbane Lebensräume sind, und wie eng Menschen, Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind. Dies kommuniziert der Verbund in einer Medienmitteilung.

    Das Programm bot vielfältige Zugänge für alle Altersgruppen: geführte Spaziergänge zu Wildtieren wie Igeln, Biber oder Fledermäusen, kreative Workshops, Ausstellungen und Mitmachaktionen wie der Bau von Bienenhotels oder Einblicke in naturnahe Gärten. Auch aktuelle Themen wie Biodiversität, ökologische Vernetzung und nachhaltige Stadtentwicklung wurden praxisnah vermittelt.

    Unsichtbare Naturzusammenhänge erleben

    Grossen Anklang fanden laut Medienmitteilung insbesondere die Veranstaltungen, welche die oft unsichtbaren Zusammenhänge im städtischen Ökosystem erfahrbar machten. Am Beispiel des Igels zeigte sich, wie wichtig vernetzte Grünräume sind: Zäune, Mauern und Strassen können für ihn schnell zur Barriere werden. Das Festival sensibilisierte für solche Herausforderungen und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag auf.

    Monica Sanesi, Präsidentin des organisierenden Verbunds Lebensraum Zürich (VLZ), zog eine positive Bilanz: «Vor jeder Haustüre hat’s Natur. Unser Festival gibt ihr für einmal eine Stimme. So finden immer mehr Menschen Zugang zur Natur.» Das Jubiläum zeigte auch, dass sich «Abenteuer StadtNatur» in den vergangenen Jahren vom Geheimtipp zu einer festen Grösse für Naturvermittlung in Zürich entwickelt hat.

    Quelle: Medienmitteilung «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur» ist der Stadtzürcher Beitrag zum «Festival der Natur», das rund um
    den internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai stattfindet. Hinter dem Festival steht der
    Verbund Lebensraum Zürich (VLZ), ein Netzwerk aus Organisationen und engagierten
    Akteur:innen, die sich gemeinsam für mehr Biodiversität und Lebensqualität in der Stadt
    Zürich einsetzen. Das Festival wird unterstützt von Grün Stadt Zürich und mehreren
    Stiftungen.

  • Wenn aus Angst vor Fremden ein politisches Konzept wird

    Wenn aus Angst vor Fremden ein politisches Konzept wird

    Migration ist vielen Menschen zumindest suspekt. Es gibt reale Herausforderungen und Probleme, wenn Menschen einwandern. Es gibt aber auch diffusere Sorgen darüber, ob eine Nation ihre kulturelle Identität verliert, wenn zu viele Menschen einwandern. Das Unbehagen gegenüber den Fremden ist ein wiederkehrendes Thema in der Geschichte der modernen Nationalstaaten, das von politischer Seite mal liberal, mal konservativ und mal xenophob in den politischen Diskurs eingespeist wird.

    Eine «Überfremdung»?

    Auch in der Schweiz wird viel über Migration und ihre Folgen diskutiert. Seit den 1970er-Jahren reihen sich hier immer wieder ähnliche lautende politische Vorhaben aneinander, die die Idee einer «Überfremdung» als gemeinsamen Nenner haben. Dabei werden jeweils düstere Szenarien vom Niedergang der Schweiz heraufbeschworen, für die die ausländische Bevölkerung als Drohkulisse herhalten muss. Inhaltlich ähneln sich die Szenarien jeweils sehr – was sich ändert, sind die Ausländergruppen, die nach Aussage der Szenarien das grösste Risiko darstellen.

    Diskussion mit dem Publikum

    Mit diesem Thema und dem gezielten Schüren von Ängsten innerhalb der Debatte setzt sich der Historiker und Philosoph Angelo Maiolino im Sonntagsklatsch auseinander. Er zeigt auf, welche Ideologien und Diskurse dem Bedrohungsgefühl gegenüber dem Fremden zugrunde liegen, und diskutiert mit dem Publikum, welche historischen Spuren, Kontinuitäten und Parallelen sich durch die Migrationsgeschichte des letzten Jahrhunderts ziehen.

    Sonntagsklatsch  

    Sonntag, 7. Juni, 10 Uhr.
    GZ Höngg, Limmattalstrasse 214.
    Mehr Informationen

  • Wandern im Glarnerland

    Wandern im Glarnerland

    Die Wandergruppe nimmt um 9.12 Uhr den Zug nach Ziegelbrücke mit Umsteigen auf die S6 nach Schwanden. Dann nehmen die Teilnehmenden den Bus nach Elm und weiter nach Obererbs. Ohne Startkaffee beginnt die Wanderung auf dem Elm-Höhenweg in Richtung Ämpächli.

    Während der ganzen Wanderung auf dem breiten Weg über den Hengstboden und die Bischofalp sind nur wenige Höhenmeter zu bewältigen. Die Gruppe geniesst dabei das Panorama mit den Tschingelhörnern, Martinsloch, Vorab und dem Hausstock.

    Genussvolle Mittagspause

    Nach zwei Stunden Marschzeit wird das Bergrestaurant Ämpächli erreicht: Auf der Sonnenterrasse kann eine genussvolle Mittagspause eingelegt werden. Für den Abstieg nach Elm haben die Teilnehmenden die Wahl zwischen Gondelbahn, Mountaincarts oder Trottinett. Um 15.29 Uhr fährt der Bus 541 von der Talstation nach Schwanden GL. Dort wartet der Zug zurück nach Zürich.

    Die Wanderung hat einen Aufstieg von 130 und einem Abstieg von 340 Meter. Die Wanderzeit beträgt rund zwei Stunden. Gute Schuhe empfohlen. Das Wanderleiterteam Urs und Werner freut sich auf eine schöne Wanderung über den Elm-Höhenweg.

    Wander-Infos

    Besammlung: 9 Uhr, Gruppentreffpunkt Bahnhof ZH.

    Gruppenbillett: mit Halbtax Fr. 21.-, Talfahrt individuell, Gondelbahn Fr. 14.- oder Trotti-/Mountaincarmiete Fr. 15.-.

    Organisationsbeitrag: Fr. 8.-.

    Anmeldung, auch mit GA: Montag, 8. Juni, 19–20.30 Uhr bei Werner Guntli, 044 341 03 02 oder Urs Eichenberger, 044 341 05 07.

  • Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Der Sommer in Höngg wird dieses Jahr früh eingeläutet: Vom 29. bis 31. Mai steigt das Wartaufest. Einer der Höhepunkte findet am Samstag, 30. Mai, um 11 Uhr statt: Dann steht die Band Wildi Blaatere auf der Bühne. Wo im letzten Jahr Andrew Bond ein grosses Kinderpublikum begeisterte, spielen diesmal Töme Haldimann, Sibylle Aeberli, Bice Aeberli und Fidel Aeberli.

    Letzterer – Neffe von Sibylle und Sohn von Bice – ist das jüngste Mitglied, lebt in Höngg, spielt Gitarre und Schlagzeug – und singt auch. «Wir machen Musik für Kinder und Erwachsene», sagt er beim Besuch in der «Höngger»-Redaktion. In der Tat: Songs mit Titeln wie «Piratetanz» oder «Pizza» animieren zum Mitsingen und sind verspielt, zugleich aber frech und rockig produziert.

    Wie alles begann


    Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger Fidel Aeberli. (Foto: dad)

    Die Wildi Blaatere sind noch eine relativ junge Band. Sie entstand vor rund drei Jahren aus der Kinderkultband Schtärneföifi. Bereits Fidel Aeberlis Vater Boni Koller war Teil der Formation, die ab den 1990er-Jahren in der ganzen Schweiz für Furore sorgte. Als sich Schtärneföifi auflösten, beschlossen Sibylle Aeberli und Töme Haldimann, mit der Kindermusik weiterzumachen und gründeten zunächst mit Bice Aeberli die Wildi Blaatere.

    Fidel Aeberli half anfangs als Schlagzeuger aus. «Sie haben mich dann gefragt, ob ich nicht als Gitarrist und Sänger fest einsteigen will – und ich hatte Lust, es zu probieren», erzählt er. Mittlerweile schreibt er auch Songs für die Band, die heute über ein eigenes Repertoire verfügt – ergänzt durch beliebte Stücke aus der «Schtärneföifi»-Zeit.

    Ein ehrliches Publikum

    Fidel Aeberli, der als Sozialpädagoge arbeitet, findet Inspiration im Alltag mit seinen beiden Kindern. «Neben der Musik und meinem Beruf bin ich drei Tage pro Woche als Hausmann tätig, ich verbringe daher viel Zeit mit meinen Kindern», sagt er. Musik war für ihn immer eine grosse Leidenschaft, die er mit den Wildi Blaatere nun wieder verstärkt ausleben kann.
    «Kinder sind ein ehrliches und emotionales Publikum», so Aeberli.

    Deshalb gehe es bei den Konzerten nicht nur um die Musik, sondern ebenso um Unterhaltung und Interaktion. «Die Kinder wollen antworten, mitmachen und mittanzen.» Entsprechend enthalten die Auftritte auch viele theatralische Elemente. Kinder dürfen auch einmal auf die Bühne oder die Bandmitglieder mischen sich unter das Publikum.

    Albumtaufe am Wartaufest

    Die Wildi Blaatere geben nicht nur Konzerte, sondern haben kürzlich auch ihr erstes Album aufgenommen. Die Taufe der neuen Scheibe, die ausschliesslich digital erhältlich ist, findet am Wartaufest statt. Zu hören sind die neun Songs bereits ab dem 8. Mai auf gängigen Plattformen. «Die Aufnahmen fanden in meinem Musikkeller statt – das Album ist also quasi ein Höngger Produkt», sagt Fidel Aeberli lachend.

    Für ihn, der bereits mit anderen Formationen Alben veröffentlicht hat, ist das Debüt der Wildi Blaatere dennoch etwas Besonderes: «Es ist das erste Mal, dass ich eine Produktion mit Kindermusik veröffentliche.» Der Wunsch der Band ist klar: Die Lieder sollen ein Publikum finden – und Jung und Alt gleichermassen Freude bereiten.

    Verwandter Artikel

    Gestatten: Bond, Andrew Bond

    Das Wartaufest 2026

    Vom 29. bis 31. Mai
    Platz vor der Remise Wartau, Limmattalstrasse 260
    Vorverkauf Wildi Blaatere: Eventfrog
    Weitere Informationen: wartau.info

  • Die SP-Sektionen Zürich 6 und 10 legen sich fest

    Die SP-Sektionen Zürich 6 und 10 legen sich fest

    Nicht mehr auf der Liste steht Sylvie Fee Matter, die am 18. Mai 2026 ihren Rücktritt aus dem Kantonsrat auf den Sommer dieses Jahres eingereicht hat. Matter vertrat die Kreise 6 und 10 seit 2014 im kantonalen Parlament und war von Mai 2023 bis Mai 2024 Ratspräsidentin und somit höchste Zürcherin.

    Vorgesehen ist, dass Barbara Dietrich im Sommer für Matter nachrutscht und im Rahmen der Wahlen 2027 als bisherige Kantonsrätin antritt. Dietrich ist Biologin und arbeitet als Leiterin Internationale Programme bei Helvetas. Im Kantonsrat will sie sich insbesondere für Klimaschutz, Biodiversität und für Menschen in prekären Situationen einsetzen.

    Fünf neue Gesichter

    Neben Barbara Dietrich und den zwei weiteren Bisherigen, Nicola Siegrist und Renata Grünenfelder, wurden fünf neue Kandidierende nominiert. «Wir freuen uns sehr, dass das Interesse unter den Mitgliedern für eine Kandidatur auf unserer Kantonsratsliste so gross war: es haben sich weit mehr Personen beworben, als es Listenplätze gibt.

    So konnten wir eine vielfältige Liste mit starken Kandidierenden zusammenstellen», sagt Sylvie Fee Matter, Mitglied der Findungskommission. «Diese acht Kandidierenden werden sich im Rahmen des Wahlkampfs und im Kantonsrat für einen sozialen und ökologischen Kanton Zürich einsetzen!»

    Zusammen mit der im Rahmen der Versammlung ebenfalls gewählten Wahlkampfleitung, Michel Zimmermann, Patricia De Luca Gull und Leonie Klett, ist das hoch motivierte und kompetente Team der SP Zürich 6 und 10 für den kommenden Wahlkampf komplett.

    Quelle: Medienmitteilung SP Zürich 10

  • Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Es passiert uns allen einmal – vielleicht sogar zweimal: Wir verlieren das Portemonnaie oder lassen es irgendwo liegen, weil wir mit den Gedanken gerade woanders sind. Und auch wenn das Smartphone dem Portemonnaie inzwischen den Rang als wichtigster persönlicher Begleiter abgelaufen hat, bleibt der Geldbeutel für viele unverzichtbar.

    So erging es auch einer Leserin, die sich an unsere Redaktion wandte, nachdem sie ihr Portemonnaie verloren hatte. Glücklicherweise wurde es von einer ehrlichen Finderin in Höngg entdeckt und zurückgebracht.

    Das «Danke» ging vergessen

    Vor lauter Erleichterung und Aufregung über das wiedergefundene Portemonnaie versäumte es die Hönggerin jedoch, sich bei der Finderin zu bedanken. Bei der Übergabe vor der Migros am Montag, 4. Mai, ging dies leider vergessen – was sie nun sehr bedauert.

    Unsere Leserin würde sich deshalb sehr freuen, wenn sich die sympathische Frau, die in Begleitung eines kleinen Mädchens war, bei der «Höngger Zeitung» melden würde, damit sie sich – wenn auch etwas verspätet – persönlich bedanken kann.

    Kontakt: redaktion@hoengger.ch
    044 340 17 05

  • Rentnerin nach Verkehrsunfall bei der Michelstrasse verstorben

    Rentnerin nach Verkehrsunfall bei der Michelstrasse verstorben

    Die Stadtpolizei Zürich teilte am Donnerstagabend, 21. Mai 2026 mit, dass es im Kreis 10 zu einem Unfall zwischen einem Lieferwagen und einer Fussgängerin gekommen war (wir berichteten). Die Rentnerin musste mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht werden.

    Heute teilt die Stadtpolizei mit, dass die Frau leider am selben Abend im Spital ihren Verletzungen erlag.

    Der Lieferwagen war führerlos

    Wie die Stadtpolizei gestern mitteilte, ging kurz nach 13 Uhr die Meldung über einen Verkehrsunfall in Höngg ein. Gemäss bisherigen Erkenntnissen rollte ein Lieferwagen aus noch unbekannten Gründen von der Verzweigung Michelstrasse und Engadinerweg in Richtung Regensdorferstrasse.

    Nach mehreren Metern erfasste das führerlose Fahrzeug eine Fussgängerin, die auf dem Trottoir unterwegs war. Sie wurde vom Lieferwagen erfasst und schwer verletzt. Die Rentnerin wurde durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital gebracht.

    Unfallhergang ist unklar

    Der Unfallhergang ist unklar und wird durch die Staatsanwaltschaft Zürich und die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich sowie Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich aufgeboten.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • Wipkingen im Wandel der Zeit

    Wipkingen im Wandel der Zeit

    Stattreisen Zürich existiert seit 1991 als private Initiative engagierter Zürcherinnen und Zürcher, die Interessierte in ihrer Freizeit durch die Stadt führen. Der Verein bietet heute 38 verschiedene Rundgänge an – von thematischen Führungen zur Drogen- oder Migrationsgeschichte bis hin zu Quartierspaziergängen. Das Team besteht derzeit aus elf Personen, die mit viel Leidenschaft und Kompetenz recherchieren und ihr Wissen kundig vermitteln.

    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)
    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)

    Unterwegs mit Saro Pepe

    Einer von ihnen ist Saro Pepe. Er ist in den 1970er-Jahren in Wipkingen aufgewachsen, Präsident von Stattreisen Zürich und Archivar im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich.

    Am 18. Juli führt Pepe durch Wipkingen und spannt dabei den Bogen von der Geschichte bis in die Gegenwart des Quartiers. Ab den 1960er-Jahren wurde Wipkingen zunehmend vom Verkehr geprägt und belastet. Das Quartier begann sich dagegen zu wehren und entwickelte sich im neuen Jahrtausend zu einem der lebendigsten Zürcher Stadtteile.

    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)
    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)

    Der Rundgang

    Vom Bahnhof Letten über den Röschibachplatz bis zum Wipkingerplatz befinden sich heute zahlreiche zentrale Orte im Wandel. Der Rundgang spürt den Gründen für die «Auferstehung» Wipkingens nach und verbindet historische Hintergründe mit aktuellen Entwicklungen. Dabei zeigt Pepe auch ausgewählte historische Fotografien und gewährt spannende Einblicke in die Geschichte des Quartiers.

    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)
    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)

    Quer durch Wipkingen

    Samstag, 18. Juli, 10 Uhr
    Treffpunkt beim Kiosk am Bucheggplatz
    www.stattreisen.ch

  • Die Nachhaltigkeitsinitiative: Pro & Contra

    Die Nachhaltigkeitsinitiative: Pro & Contra

    Die Initiative der SVP geht davon aus, dass infolge der unkontrollierten Einwanderung demnächst eine 10-Millionen-Schweiz drohe. Die «regelrechte Bevölkerungsexplosion» überfordere die Infrastrukturen, zerstöre die Natur und treibe die Mieten noch mehr in die Höhe.

    Nach dem Zustrom von über 180 000 Menschen in einem einzigen Jahr, so die SVP auf ihrer Kampagnen-Website, solle jetzt endlich gehandelt werden. Konkret: Die ständige Wohnbevölkerung darf bis 2050 die 10-Millionen-Grenze nicht überschreiten, so das Ziel der Vorlage.

    Bundesrat und Parlament empfehlen die Ablehnung und schreiben auf ihrer Website, wenn die ständige Wohnbevölkerung die 9,5 Millionen Personen vor 2050 überschreiten würde, müssten Bundesrat und Parlament insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug Massnahmen ergreifen.

    Der Bundesrat müsste zudem bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder aushandeln. Und: Würde die 10-Millionen-Grenze überschritten, so müsste die Schweiz diese Abkommen kündigen. Dadurch würden auch die anderen Verträge der Bilateralen I wegfallen.

    Die Ja-Parole beschlossen die SVP als Initiantin sowie die EDU. Die Nein-Parole beschlossen die SP, die Grünen, die GLP, die FDP, Die Mitte und die EVP, um die grossen Parteien zu nennen.

    Eine Umfrage von Tamedia, deren Ergebnisse Ende April publiziert wurden, sieht die Initiative der SVP aber im Vorteil: 52 Prozent der Befragten sagen Ja, 46 Prozent Nein, 2 Prozent sind unentschieden.

    Pro: Der tägliche Kampf mit den Folgen der Zuwanderung

    Von Johann Widmer, Gemeinderat und Präsident SVP Kreis 10

    Jacqueline Badran macht es sich zu einfach, wenn sie die Sorgen der Bevölkerung als SVP-Propaganda abtut. Die Umfrage der SVP-Volksvertreter im Kreis 10 hat es deutlich gezeigt: Die Leute beklagen fehlende Parkplätze und die Wohnungsnot. Wir alle erleben die Folgen der unkontrollierten Zuwanderung jeden Tag hautnah.

    Die Behauptung von Jacqueline Badran im Interview mit CH Media, die Wohnungsnot und die hohen Mietzinsen hätten nichts mit der Zuwanderung zu tun, widerspricht den harten Fakten. Wenn alleine im Jahr 2024 über 87 000 Personen netto in die Schweiz einwanderten, drängen diese unweigerlich auf den Wohnungsmarkt.

    Zwischen 2001 und 2020 hat der Wohnungsbau um über 70 Prozent zugenommen, und dennoch herrscht eine nie dagewesene Knappheit. Grünflächen werden zugebaut, um Wohntraum für die Zugewanderten zu schaffen. Die Behauptung, dass die Wohnungsnot vom gesteigerten Anspruch auf mehr Wohnraum herrühre, widerspricht den statistischen Erhebungen.

    Wenn die SP die Augen vor diesen negativen Auswirkungen verschliesst, verkennt sie die Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung. Es ist doch eine einfache Rechnung: Wenn jedes Jahr Tausende Menschen zusätzlich in unsere Stadt kommen, müssen diese irgendwo wohnen, zur Arbeit fahren, ihre Freizeit verbringen und zur Schule gehen.

    Die Folgen sind eine zunehmende Zubetonierung unserer Natur und ein massiver Verlust an Lebensqualität. Die Nachhaltigkeitsinitiative ist kein «Angstmachen», wie oft behauptet wird, sondern eine notwendige Notbremse. Wir müssen unser Wachstum endlich auf ein erträgliches Mass beschränken, bevor unsere Heimat unter der Last von 10 Millionen Einwohnern völlig erdrückt wird.

    Kontra: Nachhaltigkeit Ja – Chaos Nein

    Nicola Siegrist, Kantonsrat SP Zürich und Co-Fraktionspräsident SP

    Wenn die SVP mit ihrer aktuellen Volksinitiative von «Nachhaltigkeit» spricht, sollten alle skeptisch werden. Nachhaltigkeit bedingt einen sorgfältigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. Was ich aber Montag für Montag im Kantonsrat seitens der SVP erlebe, bei Biodiversität, Klima oder Landschaftsschutz, ist alles andere als nachhaltig.

    Die Initiative selbst fordert einen starren Bevölkerungsdeckel von 10 Millionen. Die geforderten Massnahmen, welche die Schweiz bereits ab 9,5 Millionen Einwohnenden ergreifen müsste, führen fast zwingend zur Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens und der Bilateralen mit der EU.


    Ohne geregelte Beziehungen zur EU droht ein massiver Wohlstandsverlust. Eine Annahme der Initiative würde Zehntausende Arbeitsplätze vernichten, der hart erkämpfte Lohnschutz fiele weg und in der Grundversorgung, insbesondere der Gesundheitsversorgung, würde das Chaos ausbrechen. Die Initiative, die mit einem ökologischen Mäntelchen daherkommt, greift im Kern das Funktionieren unserer Gesellschaft an, spielt Menschen gegeneinander aus und schafft brandgefährliche Probleme, statt solche zu lösen.


    Ja, die Leute finden keine bezahlbare Wohnung. Die Wohnkrise wird zum immer grösseren Problem. Doch die SVP, die sich übrigens von Spenden der Immokonzerne abhängig macht, streut uns Sand in die Augen. Teure Wohnungen gibt es genug. Es wird also nicht zu wenig, sondern das Falsche gebaut. Wenn wir nicht endlich die renditegetriebenen Immobilienbesitzer an die Leine nehmen, werden die Mieten weiter steigen – egal wie viele Leute in der Schweiz wohnen.

    Scheinlösungen der SVP lehnen wir ab. Stattdessen setze ich mich für echten Schutz für die Bevölkerung ein. Dies können Sie am 14. Juni ebenfalls tun, mit einem Ja zur Wohnschutz-Initiative im Kanton Zürich!

  • Michelstrasse: Frau von Lieferwagen erfasst und schwer verletzt

    Michelstrasse: Frau von Lieferwagen erfasst und schwer verletzt

    Kurz nach 13 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung über einen Verkehrsunfall in Höngg ein. Gemäss bisherigen Erkenntnissen rollte ein Lieferwagen aus noch unbekannten Gründen von der Verzweigung Michelstrasse und Engadinerweg in Richtung Regensdorferstrasse.

    Nach mehreren Metern erfasste das führerlose Fahrzeug eine Fussgängerin, die auf dem Trottoir unterwegs war. Sie wurde vom Lieferwagen erfasst und schwer verletzt. Die Rentnerin wurde durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital gebracht.

    Der Unfallhergang ist unklar und wird durch die Staatsanwaltschaft Zürich und die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich sowie Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich aufgeboten.

    Zur Betreuung des Lieferwagenlenkers wurde ein Care-Team aufgeboten.

    Unterbruch der Linie 38

    Aufgrund des Unfalls wurde die Buslinie 38 laut den VBZ zwischen Michelstrasse und Schützenhaus Höngg in beiden Richtungen unterbrochen. Wie lange die Einschränkung noch andauert, ist derzeit unklar.

    Die Linie verkehrt aktuell nur auf dem Abschnitt Waidspital – Michelstrasse. Die Haltestellen Friedhof Hönggerberg und Schützenhaus Höngg werden nicht bedient.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich