Früher als üblich findet dieses Jahr das Fest der IG Wartau statt, nämlich bereits Ende Mai. Auf dem Vorplatz des Tramdepots entsteht dann erneut ein Ort, wo sich ganz Höngg trifft, lacht und tanzt. Am Freitag, 29. Mai, geht es um 17 Uhr los mit Barbetrieb, verschiedenem Essen und Auftritten von Plan 5, Trotta Nova und Ash-Lee.
Der Auftakt am Samstag gehört ab 11 Uhr der Band Wildi Blaatere (der «Höngger» berichtete), für deren Auftritt man Karten bestellen kann. Es folgt ein vielfältiges Programm für Kinder mit Kinderschminken, der Märchenerzählerin Sarah Betschart und dem Abschlusskonzert der Schlagzeugschule Zürich.
Und wie die IG Wartau auf Facebook mitteilte, werden wieder «antike» Museumstrams anlässlich des Wartaufestes unterwegs sein. Die Route führt über den Paradeplatz via Hardbrücke und zur Wartau und zurück.
Das Wartaufest 2026
29.– 31. Mai
Platz vor der Remise Wartau, Limmattalstrasse 260
Zum Programm: wartau.info
Corine Mauch hat gestern, am 26. Mai, ihr Amt als Stadtpräsidentin in einer kleinen Zeremonie an ihren Nachfolger Raphael Golta übergeben. Dazu veröffentlichte die SP-Politikerin eine letzte Nachricht auf ihrem Facebook-Kanal:
«17 Jahre. Unzählige Entscheide, Gespräche, Begegnungen – und eine Stadt, die mich täglich begeistert und gefordert hat. Heute durfte ich den Stadthausschlüssel an unseren neuen Stadtpräsidenten Raphael Golta weitergeben.» Sie verabschiede sich mit «grosser Dankbarkeit – und Zuversicht, dass Zürich auch zukünftig mit Herz und Verantwortung geführt wird».
In diesem letzten Post – der Kanal der Stadtpräsidentin endet hiermit – erwähnte Corine Mauch auch die Begegnungen mit Zürcherinnen und Zürchern an Abstimmungssonntagen, auf dem Velo, im Tram oder irgendwo zwischen Kreis 1 und 12 – und an Quartierfesten.
Über den Chillesteig
Das Wümmetfäscht 2024 war ein solches Fest. Auf Einladung der Zunft Höngg kam Corine Mauch – ganz ohne Entourage – mitten zu uns ins Quartier. Während rund einer Stunde erlebte die damalige Stadtpräsidentin allerhand: einen Apéro bei der «Wiilaube», einen Spaziergang über das Festgelände, ihren Auftritt auf der Kleinkunstbühne und schliesslich einen Ausritt auf dem Chillesteig.
Prost: Corine Mauch mit Höngger Wein und Höngger Zeitung. (Foto: pen)
Gut gelaunt setzte sich Corine Mauch auf ein Pferd namens Mathilde. «Wackelig» sei es gewesen, sagte sie anschliessend lachend. Generell sei es eindrücklich, wie viele Menschen sich ehrenamtlich für das Fest engagierten.
Nicht nur der Besuch am 45. Wümmetfäscht, sondern auch das Grusswort von Corine Mauch im Festführer wurde in Höngg viel beachtet. «Höngg trägt den Weinbau nicht nur im Wappen, sondern lebt die Weinkultur auch heute noch. Der wunderschöne Rebberg am Chillesteig ist weitherum sichtbar», schrieb Corine Mauch.
Corine Mauch in Höngg. (Foto: pen)
Die Würdigung der Stadt
Corine Mauch wurde 2009 zur ersten Zürcher Stadtpräsidentin gewählt. Während 17 Jahren repräsentierte sie Zürich an weit über tausend Anlässen als weltoffene, innovative und solidarische Stadt. In ihrer Amtszeit wuchs die Stadt um mehr als 70 000 Einwohner*innen und noch mehr Arbeitsplätze.
Die Förderung von bezahlbarem Wohnraum und die Sicherung der gesellschaftlichen Vielfalt in der wachsenden Stadt gehörten zu ihren zentralen Anliegen: Unter Corine Mauchs Führung beschloss der Stadtrat 2012 seine erste wohnpolitische Strategie und entwickelte sie seither weiter. Instrumente wie das sozialräumliche Monitoring helfen, Verdrängungsrisiken frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Die Einsetzung eines Wohndelegierten stärkte die städtische Wohnpolitik.
Weitreichend war ihr Engagement für das gute Zusammenleben und für bessere Chancen und gleiche Rechte für alle Zürcher*innen: Motivationsbriefe zur Einbürgerung, die Initiative für ein Ausländer*innen-Stimmrecht, die ersten Massnahmenpläne zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und die Erhöhung des Frauenanteils im städtischen Kader sind Beispiele.
Kultur war für Corine Mauch ein Herzensthema. Mit zusätzlichen Ateliers, weiterentwickelten Förderinstrumenten und Massnahmen für gerechtere Löhne stärkte sie die Freie Szene. Wichtige Infrastrukturprojekte wie die Sanierung von Kongresshaus und Tonhalle, die Erweiterung des Kunsthauses und der Neubau des Tanzhauses fallen in ihre Amtszeit.
Unter der Präsidentschaft von Corine Mauch bewältigte die Stadt Zürich die Corona-Krise erfolgreich. Unter anderem mit subsidiären Massnahmen zugunsten besonders betroffener Bereiche wie Gastro und Hotellerie, Kultur oder notleidende Kleinstunternehmen.
Eine respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit verstand Corine Mauch als Schlüssel zum Erfolg. Dafür setzte sie sich leidenschaftlich ein: sei es im Stadtrat, mit den Zürcher Unternehmen, mit Kanton und Bund, mit den Nachbarsgemeinden sowie mit Städten in der Schweiz und weltweit. Zürich nahm unter ihrer Führung auch international Verantwortung wahr und stärkte den Wissensaustausch sowie die humanitäre Hilfe.
Vor lauter Ostern, Ferien, Auffahrt und Pfingsten wäre er fast in Vergessenheit geraten: der traditionelle Kinderflohmarkt im Rütihof, der normalerweise im April stattfindet. Zum Glück gab es da noch ein paar aufmerksame junge Händlerinnen und Händler im Rütihof, die es kaum erwarten konnten, ihre ausgedienten Spielsachen an den Mann oder die Frau zu bringen und sich bei der Veranstalterin meldeten.
Dank ihnen steht das Datum für den Flohmarkt jetzt fest: Am 30. Mai können, sofern das Wetter es zulässt, auf dem Platz vor dem Restaurant CaBaRe, direkt bei der Endhaltestelle Rütihof, wieder die Decken ausgerollt und die Verkaufsverhandlungen gestartet werden. Bei schlechtem Wetter wird der Markt um eine Woche verschoben. Eine Anmeldung ist nicht nötig, alle können mitmachen.
Der Flohmarkt
Samstag, 30. Mai, 10–13 Uhr
Endhaltestelle Bus 46 Rütihof
Nur bei schönem Wetter, Verschiebedatum:
Samstag, 6. Juni.
Auskunft über die Durchführung bei Dagmar Schräder, 076 504 48 08.
Wie dem Betriebskonzept zum Rebhaus Chillesteig zu entnehmen ist, erfüllt das Gebäude zugleich mehrere betriebliche Funktionen für den Gutsbetrieb Juchhof: Es dient als Werkstatt, Materiallager, Fahrzeugeinstellplatz, Weinlager und Aufenthaltsraum. Allerdings entsprechen die Räumlichkeiten heute nicht mehr den geltenden Richtlinien der Stadt.
Unter anderem betrifft dies das Untergeschoss, das derzeit als Aufenthaltsraum genutzt wird. Dieses verfügt laut dem Konzept lediglich über eine einfache Kochgelegenheit, eine Garderobe ohne Kabinen, schlichte Schränke sowie einen Kaltwasseranschluss. WC-Anlagen für Mitarbeitende fehlen vollständig. Der Raum sei zudem unbeheizt und feucht und könne deshalb nur eingeschränkt als Pausenraum genutzt werden.
Auch die Bedingungen im Weinlager seien unzureichend: Die Feuchtigkeit könne nicht reguliert werden, wodurch die Lagerung des Weins problematisch sei. Zudem stünden keine geeigneten klimatisierten Räume zur Verfügung, was die Qualität des eingelagerten Weins beeinträchtigen könne.
Mehr Arbeitsstunden im Rebberg
Aus diesen und weiteren Gründen reichte nun die Stadt Zürich, vertreten durch das Amt für Hochbauten, ein Bauvorhaben ein, das seit dem 15. Mai öffentlich aufliegt. Vorgesehen sind der Umbau und die Erweiterung des Rebhauses, ein südseitiger Anbau, ein nordseitiges Vordach sowie Umgebungsanpassungen und eine aussenliegende Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Ziel sei es laut Betriebskonzept, adäquate Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden zu schaffen. Denn die Umstellung auf pilzwiderstandsfähige Sorten führe zu einer höheren Arbeitsintensität und damit zu mehr Arbeitsstunden im Rebberg. Das Raumprogramm umfasst demnach den erwähnten Aufenthaltsraum, die sanitären Einrichtungen, die Umkleide, das Weinlager, die Garage, das Lager, die Werkstatt sowie den Aussenraum, der auch als Waschplatz bezeichnet wird.
Weiter soll auf dem Dach Solarstrom produziert und beim Rebhaus bei Bedarf Wasser für die Bewässerung von Jungreben bezogen werden. Ebenfalls geplant sind Vorinstallationen für die Schnellladung von Elektrofahrzeugen.
Das Baugesuch ist bis am 4. Juni öffentlich einsehbar.
Vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 finden in Kanada, Mexiko und den USA die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2026 statt. Die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, Karin Rykart, erteilt für diesen Zeitraum eine Ausnahmebewilligung: In Gartenwirtschaften auf privatem Grund und in Boulevard-Cafés auf öffentlichem Grund können Fernsehgeräte zur Live-Übertragung ohne Bewilligung betrieben werden.
Erlaubt sind Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale bis maximal drei Metern. Der Einsatz von Beamern und Verstärkeranlagen ist verboten. Die Fläche der Gastwirtschaftsbetriebe darf nicht vergrössert werden.
Zusatzregelung am Wochenende und für Schweizer Spiele
Erlaubt ist die Live-Übertragung aller Spiele der WM 2026 mit spätester Anspielzeit von 21 Uhr. Zusätzlich dürfen alle Spiele der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft und alle Freitags- und Samstagsspiele mit spätester Anspielzeit um 23 Uhr ausgestrahlt werden.
Eine solche zusätzliche Regelung für späte Spiele wurde in einem als dringlich erklärten Postulat gefordert, das der Gemeinderat am Mittwoch, 27. Mai 2026, überwiesen hat. Die Fernsehgeräte müssen 15 Minuten nach Spielschluss ausgeschaltet werden.
Die Lautstärke der Fernsehgeräte darf die Umgebung der Gastwirtschaftsbetriebe nicht übermässig belasten. Sollte es zu berechtigten Klagen kommen, kann in Einzelfällen der Betrieb der Fernsehgeräte im Freien mit Auflagen verbunden oder verboten werden.
Die Rahmenbedingungen der Verfügung werden am Mittwoch, 3. Juni 2026, im Amtsblatt ausgeschrieben.
Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Hunger leiden muss hier hoffentlich niemand. Doch dass Armut auch hierzulande verbreitet ist, das geht oft vergessen: Rund 16 Prozent der Bevölkerung sind entweder direkt von Armut betroffen oder armutsgefährdet – Tendenz steigend.
Allein im Kanton Zürich sind über 200 000 Menschen bedürftig. Als arm gilt dabei eine Person, deren verfügbares Einkommen unterhalb der definierten Armutsgrenze von 2388 Franken monatlich liegt, oder eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren, die weniger als 4159 Franken pro Monat verdient.
Diese Zahlen stammen von Caritas Zürich. Und seit nunmehr genau hundert Jahren hat sich der gemeinnützige Verein dem Kampf gegen die Armut verschrieben.
Damals, so berichten die beiden Vorstandsmitglieder Marie-Christine Schindler und Daniel Otth aus Höngg, war die Armut in der Stadt allgegenwärtig. Die Industrialisierung forderte ihren Tribut, man befand sich in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Katholiken kamen als Arbeitskräfte aus anderen Kantonen ins reformierte Zürich, das Elend innerhalb der Minderheit war gross.
Dies war der Auslöser, der den damaligen Generalvikar der katholischen Kirche, Alfred Teobaldi, dazu bewog, aktiv zu werden: Er gründete den Caritasverband Zürich. Heute gehört Caritas Zürich zu einem grossen nationalen und internationalen Netzwerk: Innerhalb der Schweiz existieren 16 eigenständige regionale Caritasorganisationen, weltweit sind es über 160 nationale Organisationen, die sich für Armutsbetroffene engagieren.
Für alle Bedürftigen da
Das Engagement hat sich seither ausgeweitet. Längst beschränken sich die Angebote nicht mehr nur auf die katholische Gemeinde, sondern generell auf von Armut betroffene Menschen. Doch die Bindung an die katholische Kirche ist nach wie vor vorhanden.
Einerseits durch die Vorstandsarbeit: Vier der acht Vorstandsmitglieder sind kirchliche Delegierte. Und andererseits durch die Finanzierung, wie Otth erklärt: «Rund ein Viertel der Gelder, der unserer Non-Profit-Organisation zur Verfügung steht, stammt von der Kirche.
Die restlichen drei Viertel stammen aus anderen Quellen – zur Hauptsache aus Leistungsaufträgen des Kantons oder anderer Institutionen, aus Donationen, Spenden und Legaten sowie aus Einnahmen aus den Secondhand-Läden und Caritas-Märkten.»
Und auch die Arbeit der Organisation hat sich verändert. Ging es damals oft um das blanke Überleben, steht heute der Begriff der Teilhabe im Vordergrund – etwa am sozialen und kulturellen Leben oder am Arbeitsmarkt. Diese Teilhabe, so erklären Schindler und Otth, versuche der Verein zu ermöglichen, und zwar weniger durch finanzielle Unterstützung, sondern vielmehr durch Empowerment.
«Dafür haben wir die verschiedensten Kanäle, wie zum Beispiel die Schuldenberatung, die Unterstützung bei der Job- und Wohnungssuche, die Bildungsangebote oder die Vermittlung zur digitalen Teilhabe», so Schindler. Auch die KulturLegi gehört dazu, die nicht nur den Einkauf in den Caritas-Märkten ermöglicht, sondern auch einen vergünstigten Zugang zu Kulturveranstaltungen und Sportangeboten bietet.
Freiwilliges Engagement
Ein Grossteil dieser Arbeit erfolgt durch freiwilliges Engagement: Allein im Kanton Zürich engagieren sich rund 600 Freiwillige bei den verschiedenen Angeboten, unterstützt durch 80 Festangestellte. Auch die Tätigkeit der beiden Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.
Schindler hat ursprünglich als Mentorin beim Programm «incluso» begonnen: «Mich hat das Profil von Caritas Zürich und der klare Auftrag, den ich hier hatte, überzeugt», berichtet sie. Bei «incluso» habe sie Jugendliche mittels Coaching dabei unterstützt, eine Lehrstelle zu finden: «Wir haben uns wöchentlich getroffen, Bewerbungsunterlagen vorbereitet und Schnupperlehren organisiert.»
Aus zeitlichen Gründen musste sie zwar nach einigen Jahren mit dem Coaching aufhören, die Vorstandsarbeit übt sie jedoch weiterhin aus. Otth seinerseits ist einer der kirchlichen Delegierten des Vorstands: «Ich bin sozusagen von Amtes wegen im Vorstand. Innerhalb der Kirche bin ich Synodalrat der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich und zuständig für die Ressorts Soziales und Ökologie. Da gehört Caritas zu meinen Aufgabengebieten.»
Betreuungslücken schliessen
Ein grosses Jubiläum ist auch ein Grund, zurückzublicken und zu analysieren. Was gehört aus Sicht der Höngger Vorstandsmitglieder zu den grössten Erfolgen von Caritas Zürich? «Wir denken, dass es uns gelungen ist, den Wandel mitzumachen», erklären sie. «Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen 100 Jahren enorm verändert, doch der Verein hat es geschafft, immer relevant zu bleiben und sein Angebot anzupassen.»
Seine Relevanz zeige sich insbesondere auch darin, dass er im Vergleich zu staatlichen Institutionen viel schneller und fokussierter auf Situationen reagieren könne – vor allem bei Krisen, gesellschaftlichen Verschiebungen oder Betreuungslücken.
So zum Beispiel während der Corona-Pandemie oder gleich nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs: Hier konnte Caritas schnell und unbürokratisch Beratungs- und Unterstützungsangebote für Bedürftige auf die Beine stellen.
Wird das Jubiläum in diesem Jahr denn auch noch festlich begangen? Ja, bestätigen die beiden, wenn auch eher bescheiden: «Wir haben uns entschieden, kein grosses Fest zu veranstalten, sondern das Jubiläum eher niederschwellig zu begehen – im Rahmen der Angebote, die wir haben» so Schindler.
Zudem findet sich auf der Website eine fotografische Dokumentation der vergangenen Jahre, die wöchentlich durch ein neues Kapitel ergänzt wird. Und schliesslich hat der Verein einen Jubiläumsfilm produziert, der die Geschichte Revue passieren lässt.
Um etwa 11 Uhr fuhr ein Chauffeur der VBZ mit einem Bus der Linie 32 auf der Rötelstrasse bergwärts in Richtung Bucheggplatz, wie die Stadtpolizei mitteilt. Gleichzeitig war ein Velofahrer auf der Rötelstrasse in entgegengesetzter Richtung talwärts unterwegs.
Auf Höhe der Liegenschaft Rötelstrasse 85 kollidierten der Bus und das Velo frontal miteinander. Dabei wurde der Velofahrer schwer verletzt. Der 25-jährige Mann musste durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich in ein Spital gebracht werden.
Unfallhergang ist unklar
Im Bereich der Unfallstelle befindet sich derzeit eine Baustelle. Der Verkehr wird dort mittels Verkehrszeichengabe geregelt. Der genaue Unfallhergang ist zurzeit unklar und wird durch die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich beigezogen.
Zeugenaufruf:
Personen, die Angaben zum Unfall im Bereich der Rötelstrasse 85 zwischen dem Bucheggplatz und dem Gymnasium Unterstrass machen können und den Vorfall am Mittwoch, 27. Mai 2026, kurz nach 11 Uhr beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich unter der Telefonnummer 044 411 71 17 zu melden.
Seit 1997 unterstützt die Stadt einzelne Nachbarschaftshilfen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Pilotprojekt von 2024 bis 2026 habe zudem gezeigt, dass ein einheitliches Finanzierungsmodell sinnvoll ist, es jedoch Anpassungen braucht, damit die Betriebe gesichert sind und der Bedarf an nachbarschaftlichen Dienstleistungen gedeckt ist.
Ab 2027 wird auch ein Verein aus Witikon einbezogen – womit das Netzwerk gesamtstädtisch verfügbar ist. Die Nachbarschaftshilfen vermitteln freiwillig Engagierte, die unentgeltlich Menschen im Quartier unterstützen und dadurch Angehörige entlasten und den sozialen Zusammenhalt stärken. 2024 leisteten laut Medienmitteilung 991 Freiwillige rund 41’572 Stunden Hilfe.
«Digi-Kafis»: Angebot langfristig verankern
Zehn Nachbarschaftshilfen haben mit einer Startfinanzierung von «Google.org» sogenannte «Digi-Kafis» aufgebaut – niederschwellige Treffpunkte, an denen Hilfe im Umgang mit digitalen Geräten angeboten wird.
2025 fanden 265 Digi‑Kafi‑Veranstaltungen statt, bei denen rund 880 Anfragen bearbeitet wurden. Mit der neuen Finanzierung können die «Digi‑Kafis» fest in den Quartieren verankert werden.
Die Nachbarschaftshilfe Zeitgut
Zum genannten Netzwerk gehört auch die Nachbarschaftshilfe Zeitgut Zürich Höngg-Wipkingen. Sie unterstützt Menschen im Kreis 10. Der Leitfaden sei, einander zu helfen in schönen aber auch schwierigen Zeiten, und für einander da zu sein.
Gefragt ist die digitale Unterstützung: Um die Arbeit am Laptop, Handy und Tablet zu erleichtern, bietet Zeitgut dieses Angebot jeden ersten und dritten Samstag in Höngg oder jeden zweiten und vierten Samstag in Wipkingen an.
Der Förderverein Nachbarschaftshilfe fungiert laut der Stadt als zentrale Dienstleistungsorganisation: Er organisiert Weiterbildungen, stellt IT‑ und Kommunikationsinfrastruktur bereit und koordiniert den jährlich im Mai stattfindenden internationalen «Tag der Nachbarschaft» (siehe Box unten).
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, für den Betrieb der 15 Nachbarschaftshilfe‑Vereinen und des Fördervereins Nachbarschaftshilfe für die Jahre 2027–2030 einen wiederkehrenden Beitrag von jährlich 880’600 Franken zu bewilligen. Der Beitrag wird jährlich an die Teuerung angepasst.
Denn, so das Institut, das gemeinsame Vorlesen verbinde Menschen, fördere den Austausch und ermutige Kinder und Jugendliche, die Welt der Bücher und Geschichten mit Neugier zu erkunden. Nachfolgend einige Tipps aus Höngger Feder, die sich für den Schweizer Vorlesetag empfehlen.
Raffaella Naldi: «Kai’s magische Reise»
Der 12-jährige Kai ist ein ganz normaler Junge und lebt bei seiner Mama, seit die Eltern geschieden wurden. Eines Tages steht Kai vor einer schweren Entscheidung: Soll er bei seiner Mutter und seinem Hund Lumpi bleiben oder zum Vater nach Amerika ziehen, der dort eine neue Arbeit fand? Die Situation macht den Jungen wütend und verzweifelt, bis er in einer alten Truhe einige Erinnerungsstücke an seine Urgrossmutter findet, darunter auch ein «magisches Pendel». Kai ist skeptisch, aber er beginnt zu lernen, auf seine eigene innere Stimme zu hören. Und so wird er auch die richtige Entscheidung treffen.
Ein Leben im Zirkus, welches Kind träumt nicht davon! Doch für Henry, der in einer Zirkusfamilie aufwächst und Tag für Tag in der Manege stehen muss, ist dieses Leben gar nicht so einfach. Denn er hat leider kein akrobatisches Talent. Alles, was er ausprobiert, geht schief. Also verlässt er den Familienbetrieb frustriert und macht sich auf die Reise. Und findet unterwegs doch noch seine Berufung. Die besteht aus einem Taxi und einer Clown-Nummer.
Manuele Übelhart: «Wolke und Elias. Die Reise auf dem Zauberseil»
In der Geschichte gelangen die beiden Freunde Wolke und Elias über ein Zauberseil in eine andere Welt. Sie machen sich auf die Suche nach dem Heimweg, doch das ist gar nicht so einfach. Um zurückzufinden, benötigen sie die Hilfe von allerhand fantastischen Wesen: sprechenden Tieren und guten Feen. Doch auch der Schurke Wanzor Schimmelgurk treibt im Zauberland sein Unwesen. Ob es Wolke und Elias gelingen wird, die Schwierigkeiten zu überwinden?
Am Anfang der Zeit gab es Geschichten und Lieder. Diese Lieder überschritten Grenzen und Kulturen, bewahrten Geschichte und Weisheit und vermitteln heute noch Werte und kulturelle Identität. Südafrika hat eine sehr schmerzhafte und dunkle Geschichte, geprägt von Unterdrückung, Landenteignung, ungleichem Zugang zu Ressourcen und Apartheid.
Der südafrikanische Jugendchor Vulingoma, der Teil des Sozialprojekts Vulamasango mit Sitz in Kapstadt ist, nimmt sich dieser Themen und Lieder an und tritt nach zwei Jahren wieder in Höngg auf.
Die Show
Die erste Hälfte des Programms «Love Letters to Africa» hebt kraftvolle Lieder wie «Senzenina» und «Thina Sizwe» hervor, die in schwierigen Zeiten Hoffnung spenden. Mit Musik und Tanz wird gefeiert, wie diese Kunstform auch heute inmitten globaler Konflikte den Geist beflügelt. Zudem wird die Rolle religiöser Musik als Kraftquelle für viele Gemeinschaften betont.
Der zweite Teil widmet sich den Ursprüngen der Djembe-Trommel. Von den alten Rhythmen Westafrikas bis zum lebhaften südafrikanischen Gumboot-Tanz – diese Show hebt den unvergänglichen Geist der afrikanischen Menschen durch Lieder und Geschichten hervor.
Dank einer Hönggerin
Dass Vulingoma wieder im Quartier auftreten wird, ist einer Hönggerin zu verdanken: Nadine Widmer organisiert die Konzerte in Zürich. Sie unterstützt Florian Krämer, der das Sozialprojekt Vulamasango gründete.
«Love Letters to Africa» soll an die Schönheit des Menschseins in Afrika erinnern. Es sind musikalische Liebesbriefe, die nun in Höngg zu erleben sind.