Autor: tka_admin

  • Höngger erreicht den 1. Rang beim Flughafenlauf

    Höngger erreicht den 1. Rang beim Flughafenlauf

    Der ZKB Zürilauf Cup wurde 1986 von der Zürcher Kantonalbank ins Leben gerufen und besteht aus zwölf Läufen, die über das Jahr verteilt im Kanton Zürich stattfinden. Am diesjährigen Auffahrtsdonnerstag wurde der sogenannte Flughafenlauf durchgeführt – vorbei an startenden und landenden Flugzeugen. Der Anlass fand bereits zum 61. Mal statt. Laut der Website des ZKB Zürilauf Cups nahmen über 2200 Laufbegeisterte daran teil.

    In der Kategorie «Männer M80» startete auch der Höngger Gregorio Sablone. Das Laufen ist für den 89-Jährigen eine grosse Leidenschaft. Der «Höngger» bezeichnete ihn einst als «schnellsten Senior» des Quartiers. Regelmässig nimmt er an Laufveranstaltungen teil, etwa auch am Zürich Marathon im vergangenen April. Dort erreichte er in seiner Kategorie den sechsten Platz (wir berichteten).

    Diesmal schaffte es der Höngger ganz nach vorne: Gemäss der offiziellen Rangliste des Flughafenlaufs belegte er den ersten Rang. Mit der Startnummer 9 absolvierte er die 17 Kilometer in 1 Stunde, 54 Minuten und 44 Sekunden. Es war allerdings knapp: Auf dem zweiten Platz landete Armin Fuchs mit einer Zeit von 1 Stunde, 55 Minuten und 15 Sekunden.

    In den Hauptkategorien

    Der Ukrainer Vitaliy Shafar bestätigte laut Medienmitteilung seine Topform. Mit einer Zeit von 54:12 Minuten lief er vor Eric Muthomi Riungu aus Berikon und Miro Mülli aus Dürnten als Erster ins Ziel. Es war bereits Shafars fünfter Sieg im sechsten Rennen der laufenden ZKB-Zürilauf-Cup-Saison.

    Bei den Frauen setzte sich Fabienne Vonlanthen aus Basadingen durch. Sie überquerte mit einer Zeit von 1 Stunde, 1 Minute und 48,3 Sekunden als Erste die Ziellinie. Laut Website ist Vonlanthen aktuelle Schweizer Meisterin im Marathon, Halbmarathon und über 10 Kilometer. Auf den zweiten Platz lief Janice Studler aus Rapperswil, Dritte wurde Joëlle Flück aus Affoltern am Albis.

    Bereits in zwei Wochen steht das nächste Rennen der Laufserie an: Am 29. Mai haben Läuferinnen und Läufer beim Hasli Night Run die Gelegenheit, weitere Punkte für den ZKB Zürilauf Cup zu sammeln.

    Quelle: zuerilaufcup.ch/

  • Selbstunfall auf dem Hönggerberg: Lenker leicht verletzt

    Selbstunfall auf dem Hönggerberg: Lenker leicht verletzt

    Wie ein Leser der «Höngger Zeitung» berichtete, ereignete sich am Auffahrtsabend kurz nach 23 Uhr nahe der Haltestelle Hönggerberg ein «heftiger Unfall». Die Buslinie 69 war daraufhin vorübergehend unterbrochen.

    Wie die Stadtpolizei auf Anfrage mitteilt, kam es bei der Verzweigung Emil-Klöti-Strasse/Eichholzweg zu einem Selbstunfall. Ein Personenwagen kollidierte dabei mit einem Verkehrsteiler sowie einem Kandelaber.

    Der Lenker wurde laut Stadtpolizei leicht verletzt und musste von Schutz & Rettung Zürich ins Spital gebracht werden. Die Stadtpolizei Zürich hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. (red)

  • Wahlkreis 10: Nachrücken im Gemeinderat

    Wahlkreis 10: Nachrücken im Gemeinderat

    Loïc Hurni (Die Mitte, Wahlkreis 10) war seit September 2025 Mitglied des Gemeinderats. Er hat per 7. Mai 2026 seinen Rücktritt erklärt. Die dadurch entstehende Vakanz wird durch Nachrücken des nächsten Ersatzmitglieds auf der Wahlliste der Partei besetzt.

    Die erste nachfolgende Person auf der Liste der Mitte des Wahlkreises 10, Wolfgang Kweitel, erklärte die Annahme des Gemeinderatsmandats und ist somit für den Rest der Amtsdauer 2026 bis 2030 gewählt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Und plötzlich Locarno

  • Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Die Idee des Nachbarschaftstags stammt ursprünglich aus Paris. Dort wurde 1999 erstmals die «fête des voisins» durchgeführt. Ziel der Aktion war es, wie auf der Webseite des Nachbarschaftstags zu lesen ist, alle Formen der Solidarität unter Nachbarinnen und Nachbarn zu fördern und der Anonymität der Grossstadt entgegenzuwirken.

    Mit Erfolg: Aus Paris schwappte die Idee schnell auf ganz Frankreich und von dort aus auch auf weitere Länder in Europa über. Die Schweiz beteiligte sich erstmals 2004. Hier war es die Stadt Genf, die als erste den «European Neighbours’ Day» beging.

    Zürich folgte 2007 mit seinem ersten «Tag der Nachbarn». Seither wird er auch in der Limmatstadt alljährlich – mit einem Unterbruch während der Corona-Jahre – durchgeführt.

    Mitmachen ist erwünscht

    Was nun an der diesjährigen Ausgabe vom 29. Mai genau geschehen wird, ist sehr individuell und flexibel. Denn begangen wird der Tag durch unzählige kleine und grössere Aktionen innerhalb der einzelnen Nachbarschaften.

    Alle sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen und auf die Nachbarschaft zuzugehen – sei es durch eine Einladung zum Kaffee, einen gemeinsamen Grillplausch im Hinterhof oder ein gemütliches Treffen im Garten.

    Über das Kontaktformular des Fördervereins Nachbarschaftshilfe Zürich kann zu diesem Zweck eine «Tag-der-Nachbarn-Box» bestellt werden, die Einladungskarten, Flyer, Ballons und weitere Dinge beinhaltet.

    Wer alles auf dem Röschi dabei ist

    Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche öffentliche Anlässe- zum Beispiel in Wipkingen. Dort wird der Röschibachplatz in einen Festplatz verwandelt, mit einer Hüpfburg für die Kleinsten, Kinderschminken im Nordbrüggli, Livemusik mit Afro Jazz vor dem Kiosk und einer Vielzahl weiterer Aktionen. 

    Organisiert wird dieser Anlass von zahlreichen Akteuren aus dem Quartier und findet von 15 bis 19 Uhr statt – allerdings nur bei schönem Wetter.

    Mit an Bord sind das GZ Wipkingen, der Quartierverein Wipkingen, die Nachbarschaftshilfe Zeitgut, die Freie Kirche Wipkingen, die reformierte und die katholische Kirche, die offene Jugendarbeit, die Kinderkleiderbörse KiWi, der Wartsaal Wipkingen sowie das Restaurant Nordbrüggli, das Chez Nous, der Kiosk Röschibach, das Belmondo und das ViCafé.

    Tag der Nachbarn 2026
    Röschibachplatz
    Freitag, 29. Mai, 15–19 Uhr

  • 51. SOLA-Stafette startet am Bucheggplatz

    51. SOLA-Stafette startet am Bucheggplatz

    Frühmorgens um 7.30 Uhr starten die ersten 1111 motivierten Teilnehmende am Bucheggplatz in die 112,6 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 2617 Metern und Teilstrecken zwischen drei und vierzehn Kilometern. Für Abwechslung sorgen nicht nur die Übergaben in den SOLA-Teams, auch die Streckenführung wechselt zwischen urbanem Gebiet innerhalb der Stadt sowie Dörfern, landwirtschaftlichen Feldern oder Abschnitten im Wald.

    Keine Strassensperrung notwendig

    «Die Teilnehmenden laufen über den ganzen Tag verteilt in und um Zürich und die Bevölkerung wird dadurch nicht eingeschränkt, denn wir sperren dafür keine einzige Strasse», erklärt Renato Maggi, der Leiter der SOLA-Stafette laut Medienmitteilung. Insgesamt dreizehnmal wird an diesem Tag innerhalb der Teams per Handschlag abgeklatscht und übergeben, bevor schliesslich ab ca. 17 Uhr die Ziellinie im Irchelpark überquert wird.

    Streckenabschnitte in Höngg

    Mehrere Streckenabschnitte führen durch den Kreis 10. Bereits die erste Teilstrecke startet am Bucheggplatz und verläuft über den Käferberg durch den Wald Richtung Hönggerberg. Danach führt die zweite Strecke vom Hönggerberg weiter über Höngg und entlang der Zürcherstrasse Richtung Buchlern. Später kehrt die SOLA noch einmal von Buchlern via Limmattal nach Höngg zurück. Sie geht einen Abschnitt an der Limmat und Werdinsel entlang und führt zurück auf den Hönggerberg.

    Ursprung aus Schweden

    Ursprünglich stammt die SOLA-Stafette aus Schweden, wo sie 1967 zum ersten Mal zwischen Karlstad und Göteborg durchgeführt wurde. Die 1972 teilnehmende Delegation des ASVZ war von dem Konzept derart begeistert, dass sie die SOLA-Stafette kurzerhand in die Schweiz importierte.

    Keine Strassensperrung notwendig

    Hauptgrund für die Beliebtheit der SOLA-Stafette ist diese einzigartige Form der Laufveranstaltung im Team. Sie verbindet aktuelle und ehemalige Studierende, eignet sich als Teamanlass für KMU und Grossunternehmen und war schon oft Beginn von langjährigen Freundschaften.

    Auch Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr sieht laut Medienmitteilung den Reiz der SOLA-Stafette in der Gemeinschaft: «14 Personen stecken sich zum Ziel, gemeinsam die Strecke von über 100 km zu laufen – das ist eine
    grossartige Herausforderung! Dieses Miteinander schweisst zusammen. Jede und jeder kann mitmachen, denn die SOLA spricht mit den unterschiedlichen Teilstrecken verschiedene Lauf-Stärken an.»

    Quelle: Medienmitteilung Akademischer Sportverband Zürich (ASVZ)

  • 51. SOLA-Stafette führt durch Höngg

    51. SOLA-Stafette führt durch Höngg

    Frühmorgens um 7.30 Uhr starten die ersten 1111 motivierten Teilnehmende am Bucheggplatz in die 112,6 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 2617 Metern und Teilstrecken zwischen drei und vierzehn Kilometern. Für Abwechslung sorgen nicht nur die Übergaben in den SOLA-Teams, auch die Streckenführung wechselt zwischen urbanem Gebiet innerhalb der Stadt sowie Dörfern, landwirtschaftlichen Feldern oder Abschnitten im Wald.

    Keine Strassensperrung notwendig

    «Die Teilnehmenden laufen über den ganzen Tag verteilt in und um Zürich und die Bevölkerung wird dadurch nicht eingeschränkt, denn wir sperren dafür keine einzige Strasse», erklärt Renato Maggi, der Leiter der SOLA-Stafette laut Medienmitteilung. Insgesamt dreizehnmal wird an diesem Tag innerhalb der Teams per Handschlag abgeklatscht und übergeben, bevor schliesslich ab ca. 17 Uhr die Ziellinie im Irchelpark überquert wird.

    Streckenabschnitte in Höngg

    Mehrere Streckenabschnitte führen durch den Kreis 10. Bereits die erste Teilstrecke startet am Bucheggplatz und verläuft über den Käferberg durch den Wald Richtung Hönggerberg. Danach führt die zweite Strecke vom Hönggerberg weiter über Höngg und entlang der Zürcherstrasse Richtung Buchlern. Später kehrt die SOLA noch einmal von Buchlern via Limmattal nach Höngg zurück. Sie geht einen Abschnitt an der Limmat und Werdinsel entlang und führt zurück auf den Hönggerberg.

    Ursprung aus Schweden

    Ursprünglich stammt die SOLA-Stafette aus Schweden, wo sie 1967 zum ersten Mal zwischen Karlstad und Göteborg durchgeführt wurde. Die 1972 teilnehmende Delegation des ASVZ war von dem Konzept derart begeistert, dass sie die SOLA-Stafette kurzerhand in die Schweiz importierte.

    Keine Strassensperrung notwendig

    Hauptgrund für die Beliebtheit der SOLA-Stafette ist diese einzigartige Form der Laufveranstaltung im Team. Sie verbindet aktuelle und ehemalige Studierende, eignet sich als Teamanlass für KMU und Grossunternehmen und war schon oft Beginn von langjährigen Freundschaften.

    Auch Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr sieht laut Medienmitteilung den Reiz der SOLA-Stafette in der Gemeinschaft: «14 Personen stecken sich zum Ziel, gemeinsam die Strecke von über 100 km zu laufen – das ist eine
    grossartige Herausforderung! Dieses Miteinander schweisst zusammen. Jede und jeder kann mitmachen, denn die SOLA spricht mit den unterschiedlichen Teilstrecken verschiedene Lauf-Stärken an.»

    Quelle: Medienmitteilung Akademischer Sportverband Zürich (ASVZ)

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    SOLA-Stafette feiert Jubiläum

  • Eine Höngger Familie im Einsatz für die Samariter

    Eine Höngger Familie im Einsatz für die Samariter

    Mehr als 17 000 Samariterinnen und Samariter sind, nach Auskunft des Vereins, in der ganzen Schweiz für Menschen in Not im Einsatz. In den Samaritervereinen organisieren sie Blutspendeaktionen, geben Erste-Hilfe-Kurse oder begleiten Veranstaltungen und sind dort für die Erstversorgung von Verletzungen zuständig.

    Auch in Höngg ist der Verein seit 1894 aktiv und zählt hier rund 30 Aktivmitglieder. Eines davon ist Manuela Bader, die sich seit 2019 für ihre Mitmenschen engagiert. Ihre Familie ist jedoch bereits viel länger im Verein aktiv – sie kann auf drei Generationen ehrenamtlichen Engagements zurückblicken. Der «Höngger» hat sie zu ihrer Motivation und ihren Aktivitäten befragt.

    Manuela, du bist seit sieben Jahren bei den Samaritern aktiv. Was sind hier deine Aufgaben?

    Ich bin aktive Samariterin und leiste Sanitätsdienst bei Veranstaltungen wie etwa dem Wümmetfäscht oder dergleichen. Früher habe ich auch bei den Blutspendeaktionen im Quartier ausgeholfen, das passt jetzt zeitlich nicht mehr rein. Zudem bin ich im Regionalverband Züri West, dem auch der Höngger Verein angegliedert ist, für die Finanzen zuständig.

    Wie gross ist dein Zeitaufwand pro Monat?

    Der Aufwand ist relativ überschaubar – ich würde sagen, insgesamt bin ich vielleicht so einen Tag pro Monat beschäftigt. Wir haben ungefähr neun Übungen pro Jahr, die ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Die Buchhaltung ist vor allem im Januar zeitintensiv. Dazu kommen übers Jahr verteilt einige mehrstündige Sanitätseinsätze bei Veranstaltungen.

    Und wie hast du dich für diese Sanitätseinsätze qualifiziert? Welche Ausbildungen muss man dazu besuchen?

    Angefangen habe ich mit einem einfachen Nothilfekurs und einer Schulung in Wiederbelebung. Anschliessend habe ich einen Sanitätsdienstkurs besucht und darauf aufbauend die Ersthelfer-Kurse IVR 2 und IVR 3. Sanitätseinsätze kann man aber auch schon leisten, wenn man den IVR-2-Kurs absolviert hat, der dritte Kurs ist eine weiterführende Ausbildung. Die Ausbildungen muss man alle zwei Jahre auffrischen, um up to date zu bleiben und die Zertifizierung zu erneuern. Falls man das versäumt, muss man mit der Ausbildung wieder von vorne beginnen.

    Hast du dein Wissen schon einmal in einem Ernstfall anwenden müssen?

    Da hatte ich bis jetzt Glück und habe noch nichts wirklich Ernstes miterlebt. An den Anlässen habe ich mehr kleinere Verletzungen behandelt wie eine ausgekugelte Schulter oder eine Kopfwunde bei einem Kind, die stärker geblutet hat.

    In deiner Familie bist du aber nicht die Einzige, die als Samariterin tätig ist.

    Nein, wir haben in der Familie eine lange Geschichte des Engagements. Mein Vater ist schon sehr lange bei den Samaritern tätig, er hat damit bereits begonnen, als er in seinen Zwanzigern war. Mittlerweile ist er Vizepräsident der Höngger Sektion und auch im Kantonalvorstand engagiert. Auch meine Mutter war dabei, hat sich aber mittlerweile aus dem aktiven Samariterdienst zurückgezogen. Meine Grossmutter hat ebenfalls mitgemacht und ist Samariterin geworden, nachdem sie das Engagement meines Vaters gesehen hat. Und schliesslich ist auch meine Schwester Mitglied im Verein, sie leitet Übungen, gibt öffentliche Kurse wie den Nothilfekurs und ist ebenfalls im Vorstand.

    Dann war das Engagement bestimmt auch schon während eurer Kindheit in der Familie Thema?

    Ja, wir haben das mitbekommen und wurden auch schon früh zu den Übungen mitgenommen. Das haben wir immer gerne gemacht, wir durften oft als «Figuranten» teilnehmen, Verletzte mimen und uns retten lassen. Dafür haben wir auch Wunden geschminkt und Verbände angelegt bekommen – für Kinder natürlich super spannend.

    Beruflich seid ihr aber nicht vom Fach oder doch?

    Nein, ich mache beruflich etwas ganz anderes, bin im Projektmanagement tätig. Mein Vater war früher im Rettungsdienst unterwegs und war hier hauptsächlich für die Einsatzlogistik und die Aus- und Weiterbildung von Rettungssanitätern zuständig. Es ist grundsätzlich nicht nötig, bereits medizinisch geschult zu sein, um im Samariterverein dabei sein zu können. Wir sind Laien, keine Profis. Wir haben uns Wissen angeeignet, um als Ersthelfer oder Ersthelferin tätig sein zu können, aber schwierige Fälle überlassen wir natürlich den Profis.

    Was sind die Voraussetzungen, um Mitglied im Verein zu werden?

    Man sollte gerne mit Menschen zu tun haben und einigermassen stressresistent sein. Blut sollte man auch sehen können, Zeit haben, sich regelmässig zu engagieren und zu üben und ein gewisses Commitment zeigen. Den Rest trainieren wir. Und dann kann man immer auch noch vom Austausch mit den anderen profitieren und sich gegenseitig unterstützen. Das ist sowieso ein grosser Bestandteil des Engagements: der Austausch und die Zusammenarbeit mit den anderen. Dass das erfüllend ist und Spass macht, zeigt auch die Tatsache, dass die meisten Mitglieder sehr lange dabei bleiben. Und dass wir sehr viele junge und neue Interessierte im Verein haben.

  • Eine Maturarbeit mit Tiefgang

    Eine Maturarbeit mit Tiefgang

    Als Ilena Teng ihrer Physiklehrerin am Gymnasium Hohe Promenade vor rund zwei Jahren ihre Idee zu einer Maturarbeit präsentierte, winkte diese ab. Das Thema sei viel zu komplex und entspreche vom Umfang her eher einer Bachelorarbeit an der Universität. Doch Teng liess nicht locker.

    In der Biologielehrerin fand sie schliesslich eine Betreuerin für ihre Arbeit, die sich ebenso für das Thema begeistern konnte wie sie selbst. Denn diese arbeitet selbst seit Jahren im Bereich der Meeresbiologie, und die Forschungsfrage, die Teng in ihrer Arbeit behandeln wollte, setzte sich mit der Echolokation von Delfinen auseinander: «Warum verfangen sich so viele Wale und Delfine in industriellen Fischernetzen und enden als Beifang?», fragte sich Teng. «Ist es den Meeressäugern mit ihrem Wahrnehmungssystem nicht möglich, die Fischernetze zu erkennen?» In der Literatur fanden sich zu diesem Thema erstaunlich wenige Antworten.

    Delfine im Kinderzimmer

    Um die Frage zu beantworten, hat Teng also ihr eigenes Forschungsprojekt durchgeführt. Zu diesem Zweck musste sie das Ortungs- und Kommunikationssystem der Delfine nicht nur verstehen, sondern auch nachbauen und simulieren. Delfine orientieren sich im Raum, indem sie Klicklaute im Ultraschallbereich produzieren, die von den Objekten reflektiert werden. Die Schallwellen, welche die Objekte zurückwerfen, werden von den Tieren aufgenommen und vermitteln ihnen ein räumliches Bild von dem Raum, in dem sie sich bewegen.

    Teng konstruierte in der Folge einen Versuchsaufbau, der diese Schallwellen messen kann. Auf einem Computer erzeugte sie via einem Digital-Analog-Umwandler Ultraschallwellen, die in eine Holzbox geleitet wurden und dort auf verschiedene Gegenstände trafen. Deren Echo wurde wiederum durch zwei Mikrofone aufgefangen und konnte so gemessen werden. In ihrem Zimmer in Höngg gelang es ihr damit, auf kleinstem Raum eine Versuchsanordnung zu schaffen, die das hochkomplexe Leben von Delfinen im Ozean abbilden konnte.

    Deutliche Ergebnisse

    Das Unterfangen stellte Teng technisch vor einige Probleme. Rund ein Jahr lang war sie mit der Forschungsarbeit beschäftigt. Ein wenig Unterstützung habe sie von ihrem Vater erhalten, der Elektrotechnik studiert habe, «ansonsten habe ich den Versuch aber komplett selbst geplant und konstruiert». «Und ja», räumt sie schmunzelnd ein, «wahrscheinlich hat die Physiklehrerin recht gehabt. Das Thema war sehr komplex und ich bin da vielleicht etwas blauäugig rangegangen.»

    Doch ihr Mut hat sich gelohnt: In ihrem Projekt konnte sie deutliche Unterschiede in der Reflexion des Schalls bei verschiedenen Gegenständen erkennen und somit nachweisen, dass die modernen Fischernetze, von denen sie sich extra Originalmuster aus Deutschland und Italien hatte kommen lassen, für Delfine quasi unsichtbar sind. Und nicht nur das: Sie konnte zudem mit relativ einfachen Methoden, etwa der Installation von Holzperlen an den Netzen, dafür sorgen, dass diese den Schall weitaus besser reflektierten und somit für die Delfine besser sichtbar wären.

    Ein Fall für «Jugend forscht»

    Diese beachtliche Leistung anerkannten die betreuenden Lehrpersonen mit der Bestnote. Teng überzeugte jedoch nicht nur die Schule, sondern auch die Jury des Wettbewerbs von «Schweizer Jugend forscht», bei dem sie die Arbeit auf Anraten ihrer Lehrerin einreichte. Die Jury lud sie ein, am Halbfinale in der ETH teilzunehmen. Hierzu musste sie die Arbeit vor einem Expertengremium in einem Vortrag und einem Gespräch präsentieren. «Es war hochspannend, mit Experten zu reden, die wirklich Ahnung von der Materie haben – und denen ich auch noch fachliche Fragen zu meiner Arbeit stellen konnte», schwärmt Teng im Gespräch mit dem «Höngger».

    Doch damit war der Wettbewerb noch nicht zu Ende: Mit der Präsentation sicherte sie sich den Finaleinzug und hatte gemeinsam mit rund 120 anderen jungen Forschenden aus der ganzen Schweiz die Gelegenheit, in Muttenz ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen. Teng erhielt die Auszeichnung Bronze.

    Nächste Station: Medizinstudium

    Und wie soll es nun weitergehen? Wird sie die Forschungsergebnisse weiterverfolgen? «Mit der Arbeit ging es mir erstmal darum, auf wissenschaftlicher Basis zu ermitteln, worin das Problem liegt – und welche Möglichkeiten es rein technisch gesehen geben kann, um Beifang zu verhindern», erklärt Teng ihre Motivation.

    Die konkrete Umsetzung der Ergebnisse beziehungsweise der aktivistische Teil daran wären jetzt der nächste Schritt. Wie dieser genau aussehen kann und wird, das ist im Moment noch offen. Sicher ist auf jeden Fall schon, dass sie noch in diesem Jahr einen grossen Schritt in Richtung berufliche Zukunft unternehmen wird: Im Herbst beginnt sie ihr Medizinstudium an der ETH in Zürich. Und wird dort mit Sicherheit auch auf viele komplexe Probleme treffen, zu deren Lösung sie beitragen kann.

    «Wie Delfine mit Schall sehen: Ein Nachbau der Echolokation zur Analyse von Beifangursachen.»

    Das Voting für den Publikumspreis bei «Schweizer Jugend forscht» ist noch bis Ende Juni offen.
    Auf der Website des Wettbewerbs kann für Ilenas Video abgestimmt werden: sjf.ch
    Akustische Beispiele zu den Schallwellen gibt es auf der Website von Ilena Teng: www.teng.ch/ilena/MA

  • Dagmar schreibt: Horror in Höngg

    Dagmar schreibt: Horror in Höngg

    Eigentlich wollte ich ja nicht schon wieder über meine Menagerie berichten. Ich hatte mir sogar schon ein nettes Thema ausgedacht, das gar nichts Tierisches beinhaltete. Aber dann ist letzte Woche etwas vorgefallen, das ich unbedingt loswerden muss. Denn ich hab in meiner kleinen Idylle etwas erlebt, das durchaus Potenzial für einen Horrorfilm gehabt hätte.

    Folgendes ist passiert: Ich war wie jeden Morgen bei meinen Hühnern: füttern, Eier einsammeln und so. Begleitet wurde ich von einer kleinen Hündin, so ein Dackelverschnitt. Diese war auf meinem Grundstück schon die Tage zuvor immer ganz aufgeregt gewesen, hatte gebellt und war unentwegt um mein kleines Holzhäuschen rumgerannt. Mehrfach war sie sogar schon in eine kleine Lücke unter das leicht erhöht stehende Häuschen gekrochen. Dort müssen Mäuse sein, dachte ich mir.

    Ein Loch am Eingang

    Auch an diesem Morgen war sie ganz ausser sich und schnüffelte wild herum, während ich meine Hühner versorgte. Plötzlich aber ertönte ein lautes Fauchen und Knurren, gefolgt von einem qualvollen Quietschen der Hündin. Sofort liess ich die Hühner Hühner sein und rannte zu der Stelle, wo das Geräusch herkam. Die Hündin stand direkt beim Eingang zu besagtem Loch und sah zwar einigermassen verzweifelt aus, wirkte aber sonst intakt. Ich rief sie zu mir, doch sie kam nicht. Konnte sie auch nicht. Die Leine, die ich zu Sicherheitszwecken an ihr gelassen hatte, befand sich unter dem Häuschen und schien dort festzustecken. So sehr sie sich auch bemühte, sie konnte sich nicht befreien.

    Also begann ich, selber am Hund und an der Leine zu ziehen. Doch die bewegte sich keinen Millimeter. Stattdessen ertönte nun erneut dieses furchteinflössende Geräusch, dieses Fauchen und Grollen. Der Schreck fuhr mir in die Glieder. Die Leine steckte nicht fest – etwas hielt sie fest! Unter dem Häuschen! Dieses Etwas versuchte, den Hund zu sich in die Höhle zu ziehen. Mit enormer Kraft und offensichtlich steigendem Missbehagen, wie dem Grollen unschwer zu entnehmen war.

    Das Monster reagierte sofort

    Was zur Hölle war das? Ich zog fester, bekam es aber gleichzeitig mit der Angst zu tun. Was, wenn dieses Wesen plötzlich aus seiner Deckung hervorkommen und mich in die Finger beissen würde? Ich gabs auf. Hastig öffnete ich den Karabiner, der die Leine mit dem Geschirr des Hundes verband, befreite den Vierbeiner aus seiner misslichen Lage und schaute, dass ich mit ihm auf dem Arm Land gewinne. Das Monster unter dem Haus reagierte sofort und zog die Leine zu sich.

    Weg war sie. Für immer verloren. Denn darunter fassen und sie dort wieder rausholen, das war mir dann doch zu wild. Notfallmässig bastelte ich aus Schnur eine Ersatzleine, um die Hündin davon abzuhalten, ihr Leben erneut aufs Spiel zu setzen und wieder unter das Haus zu kriechen. Sie war nämlich nicht halb so schockiert wie ich. Ich hingegen musste das Erlebte erst mal verarbeiten – und mich schlau machen, was das für ein Wesen gewesen sein könnte, dass sich da bei mir breit gemacht hat.

    Einen Verdacht hatte ich bereits, der sich dann bei meiner Recherche erhärtete: Ein Dachs hatte sich hier häuslich eingerichtet! Verdenken kann ich es ihm nicht. Auch nicht, dass er sich gegen die aufdringliche Hündin zur Wehr setzen wollte. Doch was passiert wäre, wenn er sie zu sich unters Haus gezogen hätte, das will ich mir gar nicht ausmalen.

  • Herz aus dem Takt?

    Herz aus dem Takt?

    In der Schweiz ist rund ein Prozent der Bevölkerung von Herzbeschwerden betroffen; mit einem deutlichen Anstieg mit zunehmendem Lebensalter. Bei ab 75-Jährigen liegt der Anteil bei 10 Prozent. Das Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Dabei schlägt das Herz unregelmässig und meist zu schnell. Oft spürt man ein inneres Unruhegefühl oder Herzrasen, manchmal auch Schwindel oder Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Da Vorhofflimmern aber auch gerne in der Nacht auftritt, haben manche Menschen zunächst keine Symptome.

    Was steckt dahinter?

    In der Regel bestimmt der Sinusknoten im rechten Vorhof, wie schnell das Herz schlägt – langsam, wenn wir uns ausruhen, und schneller, wenn wir beispielsweise Treppen steigen. Dabei entsendet der Sinusknoten regelmässige Stromimpulse, nach denen sich die Vorkammern zusammenziehen. Beim Vorhofflimmern ist dieser Rhythmus gestört und es liegen keine geordneten Stromimpulse vor, sondern ein Durcheinander an Impulsen – die Vorhöfe flimmern und schlagen dabei unkoordiniert und vermindert.

    Wie entsteht Vorhofflimmern?

    Es gibt viele Ursachen: Häufig tritt Vorhofflimmern bei Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzklappenerkrankungen auf. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, Alkoholkonsum, Übergewicht oder Schlafapnoe können Auslöser sein. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich. Vorhofflimmern kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, da sich in den Vorkammern Blutgerinnsel bilden können.

    Gelangen diese mit dem Blutfluss ins Gehirn verstopfen sie die Blutgefässe – ein Schlaganfall entsteht, da das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt wird. Vorhofflimmern kann auch zu einer Herzschwäche führen, wenn das Herz anhaltend schnell schlägt. Durch das Vorhofflimmern selbst kommt es zu Umbauprozessen am Herzen, die das Vorhofflimmern weiter begünstigen – die Vorhöfe werden immer grösser und sind dadurch anfälliger für ein Flimmern.

    Was ist ein Vorhofflattern?

    Ein Vorhofflattern ist hingegen eine mit dem Vorhofflimmern verwandte Erkrankung, entsteht klassischerweise aber in der rechten Vorkammer und ist etwas geordneter als ein Flimmern. Meist ist der Puls schnell und regelmässig zwischen 120 bis 150 pro Minute. Tritt ein Vorhofflattern auf, ist ein Vorhofflimmern meist nicht weit. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Wird Vorhofflimmern neu entdeckt ist das Ziel zumeist eine Wiederherstellung des normalen Rhythmus (Sinusrhythmus), insbesondere wenn Vorhofflimmern Beschwerden verursacht (Rhythmuskontrolle). Wenn es nicht gelingt den Rhythmus wieder herzustellen, wird versucht das Herz langsamer schlagen zu lassen (Frequenzkontrolle). Je nach Ursache und Dauer des Vorhofflimmerns kommen Medikamente, eine Kardioversion (elektrischer Stromstoss) oder ein Eingriff am Herzen wie die Katheterablation (Pulmonalvenenisolation) infrage.

    Was ist eine Blutverdünnung und warum braucht es sie?

    Da Vorhoflimmern das Risiko für Blutgerinnsel im Herzen erhöht, ist, abhängig vom individuellen Risiko des Patienten, oft eine Blutverdünnung nötig. Faktoren wie Alter, Diabetes, Gefässprobleme oder Herzschwäche spielen bei der Risikobewertung eine Rolle. Die heutigen Medikamente zur Blutverdünnung sind sehr gut verträglich und schützen vor einem Schlaganfall.

    Fazit

    Vorhofflimmern ist behandelbar. Eine gute Therapie kann die Lebensqualität deutlich verbessern und das Risiko für Schlaganfälle senken.

    Ein Beitrag von

    Herzpraxis Zürich-Höngg, Dr. med. Cornelia Joha, Kardiologin
    Limmattalstrasse 177, 044 525 09 09, info@herzpraxishoengg.ch