Nicht nur im Wald und am Waldrand, sondern auch andernorts engagiert sich der Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV). Auf dem nächsten Spaziergang im Mai zeigt er den Teilnehmenden «in eigener Sache» einige Projektstandorte im Quartier. Die Route beginnt beim Parkplatz Sportplatz Hönggerberg, bei der Kreuzung Michel- und Kappenbühlstrasse und führt schliesslich bis in den Rütihof.
Im Rahmen vom Festival «Abenteuer Stadtnatur»
Beim Spaziergang präsentieren die NVV-Vorstandsmitglieder Benjamin Kämpfen, Michael Furrer und Diana Marti zudem praktische Naturschutzprojekte und sie schildern, welche Erfolge sich dabei schon eingestellt haben. Und nicht zuletzt wird auch erklärt, wo der Verein tatkräftige Unterstützung gebrauchen kann. Der Anlass ist auch Teil des Festivals «Abenteuer Stadtnatur», das vom 20. bis 25. Mai stattfindet.
Donnerstag, 21. Mai, 18.30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Sportplatz Hönggerberg, Kreuzung Michelstrasse/Kappenbühlstrasse
Offen für alle, ohne Voranmeldung, bei jedem Wetter
Der Instagram- und TikTok-User «Dewinterthurer» alias Adrian Moucharfiech veröffentlichte kürzlich ein Video, das er am vergangenen Sonntag um 7.30 Uhr beim Joggen auf dem Kloster-Fahr-Weg aufgenommen hatte. Gegenüber «20 Minuten» erklärte er, ein derartiges Ausmass habe er dort noch nie erlebt: Der Weg sei über weite Strecken praktisch zugemüllt gewesen, zudem war der Boden voller Scherben.
Wie zahlreiche Kommentare in den sozialen Medien vermuten lassen, könnte die enorme Abfallmenge auf das «Letten Opening 2026 – Saisonstart am Wasser» beim Lokal GUMP am Oberen Letten vom Vorabend zurückzuführen sein.
Auf Nachfrage teilt die MAAG Music & Arts AG, die das Season Opening beim GUMP organisierte, mit, dass der Müll am Kloster-Fahr-Weg nicht allein von Gästen der Party stamme. Viele Personen hätten sich am Samstagabend am Oberen Letten aufgehalten, ohne die Veranstaltung besucht zu haben.
Zudem wird festgehalten, dass gleichzeitig auch eine Veranstaltung beim Park Platz stattfand. Ausserdem seien laut Medienstelle zahlreiche Getränke und Flaschen privat mitgebracht und entsorgt worden, die nicht an der Party verkauft worden seien.
Die Zuständigkeiten sind klar geregelt
Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) bestätigte ebenfalls auf Anfrage, dass am Wochenende beim GUMP am Oberen Letten das «Letten Opening» stattgefunden habe. Der Anlass habe in Kombination mit dem freundlichen Wetter dazu geführt, dass sich viele Menschen vor Ort versammelt und offenbar ausgiebig gefeiert hätten.
Die Veranstaltung sei angemeldet und die Zuständigkeiten seien klar geregelt gewesen, so ERZ: Innerhalb des Festperimeters sei der Veranstalter für Reinigung und Abfallentsorgung verantwortlich, auf öffentlichem Grund hingegen die Stadt.
Der Letten sei gemäss ERZ auch ohne Eröffnungsfest ein sehr beliebter Treffpunkt. Wo Menschen zusammenkämen und feierten, bleibe leider oft Abfall liegen. Vergleichbare Situationen kenne man etwa vom Seebecken. Je häufiger sich grössere Menschenmengen im öffentlichen Raum treffen und feiern, desto häufiger werde ERZ auch mit ähnlichen Szenen konfrontiert.
Hat das Littering zugenommen?
Das Video von «Dewinterthurer» wirft auch die Frage auf, ob diese Art von Littering in der Stadt Zürich zugenommen hat. Laut ERZ seien die Abfallmengen in den vergangenen Jahren trotz Bevölkerungswachstums aber stabil geblieben. Grundlage dafür ist eine Statistik, die sowohl das Gewicht des in öffentlichen Abfallbehältern entsorgten Abfalls als auch die Menge an Schmutz und Littering erfasst.
Wie ERZ weiter ausführt, seien jedoch nicht allein Menge und Gewicht entscheidend. So könne auf einer blühenden Frühlingswiese bereits eine einzige achtlos weggeworfene Plastikflasche störend wirken. Besonders ärgerlich seien zudem Zigarettenstummel. Und gerade Scherben – wie sie am Sonntagmorgen am Letten festgestellt wurden – stellen eine Gefahr dar.
Eine Gemeinschaftsleistung
ERZ hält weiter fest, dass der öffentliche Raum als Aufenthaltsort zunehmend an Bedeutung gewinne. Die Menschen hielten sich häufiger und länger draussen auf. Teilweise werde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert – Partygäste sowie Joggerinnen und Jogger gäben sich bei Sonnenaufgang quasi die Klinke in die Hand.
Aus Sicht der Stadtreinigung sei es erfreulich, wenn die Bevölkerung den öffentlichen Raum nutze und gleichzeitig hohe Ansprüche an die Sauberkeit stelle. Denn, so ERZ: Eine saubere Stadt sei eine Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Je weniger Littering anfalle, desto gründlicher könne die Stadtreinigung die 737 Kilometer Strassen, 1080 Kilometer Trottoirs und Fusswege sowie die 1,7 Millionen Quadratmeter Parkanlagen der Stadt Zürich reinigen. (dad)
Es war ein Interview mit Autorin und Biologin Florianne Koechlin, das die studierte Dokumentar- und Experimentalfilmerin Antshi von Moos sofort für das Thema der Biokommunikation einnahm. «Im 20. Jahrhundert ist die Mauer zwischen Mensch und Tier löchrig geworden», sagte Koechlin im März 2018 gegenüber der «Emma». «Jetzt gerät die Mauer zwischen Mensch und Pflanzen ins Wanken.»
Sehr zur Freude von Antshi von Moos. Entspannt sitzt die 40-Jährige auf einer Waldlichtung auf dem Hönggerberg und schildert ein Beispiel für die Kommunikation zwischen Pflanzen und Schlupfwespen. Ihre Augen leuchten, als sie erklärt, der Baum erkenne am Speichel die Art der seine Blätter anknabbernden Raupe.
Entsprechend kombiniere er seine Duftstoffe in der jeweils passenden Dosis – «wie bei einem Parfüm», um exakt die Schlupfwespe anzulocken, die ihn vor dem Gefressenwerden retten kann. Er kreiert den Duft mit der Nachricht: «Hilfe, ich werde angefressen!»
Die Schlupfwespe befällt die Raupe und legt ihre Eier im Raupenkörper ab, sodass die Schlupfwespenlarven das Tier allmählich von innen her verspeisen. Gleichzeitig «spricht» der Baum mit seinen Nachbarn: «Achtung, es kommt Gefahr!»
Poetisch und wissenschaftlich
Mit dem Menschen hingegen kommunizieren die Pflanzen nicht auf diese direkte Weise. Aber Antshi von Moss fasziniert es, «dass wir immer umgeben sind von dieser Kommunikation». Auch von der wohltuenden Wirkung der Duftstoffe auf den Menschen ist die leidenschaftliche Gärtnerin überzeugt. Seit der Zufall sie nach Höngg führte, schätzt sie es daher, so nahe am Wald zu leben.
Im Jahr 2021 bewarb sich Antshi von Moos mit einem Konzept für einen Dokumentarfilm an der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK), der das Zusammenspiel zwischen Mensch, Insekt und Pflanze auf ebenso poetische und philosophische wie naturwissenschaftliche Weise in den Blick nehmen sollte. Von den ersten Ideen an erarbeitete sie sich auf dem Toni-Areal den gesamten Produktionsprozess eines Dokumentarfilms.
Während der Produktion nahm Antshi von Moos Kontakt zu Florianne Koechlin auf. Über die Biologin, die acht Bücher über Pflanzenkommunikation vorzuweisen hat, sagt die Regisseurin: «Sie stellt im Film die grossen Fragen: Was bedeutet es für uns als Gesellschaft, wenn wir lernen, dass Pflanzen lebende Organismen sind?»
Szene aus dem Film «Unter Pflanzen». (Foto: Vinca Film)
Für ihren Film wählte Antshi von Moos Personen aus, die tagtäglich mit Pflanzen arbeiten. Auf diese Weise kam ein feines Geflecht aus Perspektiven zustande. Neben Florianne Koechlin holte die Filmerin auch Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger vor die Kamera. In seinem Permakulturgarten hebt das künstlerische Duo die Grenzen zwischen Mensch und Pflanze auf.
Jörg Lenzlinger erklärt gar den Begriff der Natur als solchen für absurd, da dieser den Menschen als ausserhalb der Natur definiere, «als ob das zwei verschiedene Dinge sind. Aber so kann es ja gar nicht sein! Weil wir ja voll von diesem Leben sind und der sogenannten Natur gar nie entkommen können». An der Perspektive von Steiner und Lenzlinger schätzt Antshi von Moos unter anderem, dass sie einen humorvollen Blick auf diese Beziehung werfen, wie sie sagt.
Empathie entwickeln
Aus dem Experimentalfilm kommend bewegt sich die Regisseurin sicher in der Kunst. Auch ihre eigene künstlerische Perspektive lässt sie in «Unter Pflanzen» einfliessen: «Den poetisch-sinnlichen Zugang sieht man sicher in den Makroaufnahmen von den Pflanzen, Schnecken und Insekten.»
Entstanden sind diese in Zusammenarbeit mit Pascal Kohler, der zuvor einen Film über Wildbienen gedreht hatte und Erfahrungen mitbrachte, die sich für Antshi von Moos‘ Projekt als äusserst wertvoll erwiesen. Die so entstandenen Aufnahmen stehen für sich, ohne Ergänzung durch einen Off-Text, widerstrebte es der Regisseurin aber, die Pflanzen ausschliesslich «top-down» zu betrachten, wie sie sagt.
Stattdessen wollte sie «Empathie mit Pflanzen entwickeln, ohne sie zu vermenschlichen». Um diese Sequenzen hörbar zu machen, setzte sie hochsensitive im Boden versenkbare Mikrofone ein. «Man sieht nur die Pflanzen und man hört akustische Interpretationen dessen, was wir mit dem Mikrofon gehört haben.» Hierfür hat Pablo Jókay eine ganz spezielle Filmmusik entwickelt.
Um das auf diese Weise Hör- und Sichtbare einzuordnen, wandte sich Antshi von Moos an eine «absolute Expertin und Pionierin». Prof. Dr. Consuelo de Moraes leitet an der ETH Zürich die Biocommunication Group. Bei ihr lernte die Regisseurin die Hintergründe der Duftstoffkommunikation kennen und erhielt Einblicke in die Forschung zum Florigen, einem Stoff, der Pflanzen zum Blühen bringen könnte.
Der offizielle Trailer zum Film «Unter Pflanzen – Ein Perspektivenwechsel».
Auf Inszenierungen verzichtete Antshi von Moos bei ihren Dreharbeiten im Labor: «Ich wollte den wissenschaftlichen Alltag zeigen.» Weisse Kittel etwa spielen in «Unter Pflanzen» keine Rolle. Hier an der Rämistrasse erfuhr sie zum ersten Mal von der Vielfalt der Forschung zum Thema. Wöchentlich, so sagte man ihr, erschienen Artikel zu den unterschiedlichsten Aspekten der Biokommunikation.
Doch die Auseinandersetzung mit ihnen ende oft an den Hochschultüren und zwischen den Heftumschlägen. Für Antshi von Moos ist das Grund genug, mit «Unter Pflanzen» einen Beitrag zu leisten, das Wissen aus den Laboren in die Gesellschaft zu tragen.
Der Filmstart
Die Gelegenheit, etwas davon aufzuschnappen, gibt es am 20. Mai um 14.10 Uhr beim Special Screening mit Biologin und Autorin Florianne Koechlin und Antshi von Moos im Houdini an der Badenerstrasse 173. Wer sich ein wenig Praxis wünscht, kommt am 21. Mai um 18.30 Uhr ins Houdini, denn von dort aus bietet Yvonne Christ von Grün Stadt Zürich einen Rundgang zum Thema Siedlungsökologie an. Am 14. Mai kommt «Unter Pflanzen» in die Deutschschweizer Kinos. Mehr Infos gibt es unter vincafilm.ch oder unterpflanzen.ch
Das reformierte Kirchgemeindehaus Höngg wird gerne für Anlässe aller Art genutzt. Meistens sind dies Theater, Konzerte oder sonstige kulturelle Veranstaltungen.
Am 3. Mai fand dort jedoch ein Grossanlass der etwas anderen Art statt – ohne laute Töne, aber mit über hundert jungen und motivierten Teilnehmenden: Der Schachclub Zürich Seebach lud zum Schachturnier «Seebach Open U18» ein.
163 Teilnehmende unter 18 Jahren, so schreibt es der Club auf seiner Webseite, hätten sich für das Turnier angemeldet – ein neuer Rekord. 13 Jugendliche stammten aus dem Seebacher Team, die restlichen Teilnehmenden reisten aus der ganzen Region an.
Alle können teilnehmen
Angetreten wurde in zwei Kategorien: 42 Teilnehmende starteten in der Kategorie Masters, 121 im Challengers- Modus. Was das bedeutet? Im Challenger-Modus, so ist den Informationen des Schachclubs zu entnehmen, können alle teilnehmen – egal, ob Turnier-Neuling oder Profi. In der Masterkategorie wird schon eine gewisse Anzahl an Punkten vorausgesetzt, die in Turnieren erlangt worden sind.
Gespielt wurde in sieben Runden, im sogenannten Schweizer System, mit dem die Paarungen zwischen den Gegnern ermittelt wurden. Mit einer Stoppuhr wurde die Bedenkzeit, die jedem Spieler zur Verfügung stand, berechnet: 15 Minuten hatten die Spielenden insgesamt Zeit, sich Gedanken über die richtige Platzierung ihrer Spielfiguren zu machen.
Ein grosser Erfolg
Zusätzlich zum Turnier stellte sich nach Informationen des Vereins der routinierte Schachspieler und Youtuber Jonathan «OrcaChess» Reichel zur Verfügung, um sich von Kindern im Blitzschach «challengen» zu lassen.
Der Club bezeichnet den Anlass als grossen Erfolg – und zeigt sich dankbar, die Gelegenheit gehabt zu haben, das Turnier im Höngger Kirchgemeindehaus auszutragen.
Und schon am 30. August wird er wieder hier im Quartier zu Gast sein: Dann findet nämlich das Seebach Open statt, an dem sich auch Erwachsene im Spiel der Könige messen können.
Die Bestattungskultur in der Stadt Zürich verändert sich, wie die Stadt mitteilt. Klassische Grabformen werden zunehmend durch Gemeinschaftsgräber und alternative Bestattungsformen abgelöst. Gleichzeitig entstehen auf den Friedhöfen vermehrt freie Flächen.
Friedhöfe bleiben laut der Stadt Orte der Bestattung, des Gedenkens und der Trauer. Zugleich sind sie Teil der städtischen Grün- und Freiraumstruktur und erfüllen wichtige ökologische und soziale Funktionen.
Die unterschiedlichen Anforderungen an diese Orte können zu Nutzungskonflikten führen, die künftig einheitlicher und vorausschauender angegangen werden sollen.
Die neue Strategie
Um die langfristige Entwicklung und Nutzung der 19 städtischen Friedhöfe zu definieren, erarbeitet die Stadt aktuell die übergeordnete Strategie «Zukunft Zürcher Friedhöfe». Die Strategie definiert die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung und Nutzung der städtischen Friedhöfe.
Auf dieser Grundlage werden in einem nächsten Schritt konkrete Massnahmen für die verschiedenen Standorte erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Massnahmen.
Bei der Erarbeitung der Strategie legt die Stadt Zürich grossen Wert auf den Einbezug der Bevölkerung sowie relevanter Anspruchsgruppen.
Über die Mitwirkungsplattform der Stadt Zürich kann die Bevölkerung ab Oktober Hinweise und Empfehlungen einbringen. Ergänzend dazu finden auf den Pilotfriedhöfen Sihlfeld, Nordheim und Witikon Veranstaltungen statt, die einen direkten Austausch zu konkreten Fragestellungen ermöglichen.
Zudem werden sechs bestehende Motorradparkplätze aufgehoben. Dafür entstehen 29 neue Veloabstellplätze.
Auch nach den Bauarbeiten werde es laut «Tages-Anzeiger» wohl keine weiteren Parkplätze geben. Auf «Wunsch der Anwohnenden» werde dort neu eine Begegnungszone mit Tempo 20 eingeführt. Dabei soll das Trottoir verbreitert und 24 neue Bäumen sollen gepflanzt werden.
Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident von Zürich. Der SP-Politiker trat am Sonntag im zweiten Wahlgang ohne Gegenkandidatur an und wurde mit 41’098 Stimmen gewählt. Auf vereinzelte weitere Kandidierende entfielen dennoch 9481 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag insgesamt bei tiefen 23,5 Prozent.
Anders im Kreis 10: Dort belief sich die Wahlbeteiligung auf 27,06 Prozent. Damit liegen Höngg und Wipkingen auf dem zweiten Platz aller Zürcher Stadtkreise. Nur in den Kreisen 7 und 8 war die Beteiligung mit 27,12 Prozent noch leicht höher. Schlusslicht war der Kreis 12 mit lediglich 16,95 Prozent.
Weiterhin die SP
Das Stadtpräsidium bleibt damit weiterhin bei der SP. Golta übernimmt das Amt von Corine Mauch, die Zürich während 17 Jahren als Stadtpräsidentin prägte.
Der zweite Wahlgang wurde notwendig, nachdem Golta am 8. März zwar 54’832 Stimmen erzielt hatte, das absolute Mehr von 57’562 Stimmen jedoch verpasste. Sein Konkurrent, der FDP-Kandidat Përparim Avdili, kam damals auf 28’053 Stimmen.
Das Kurswesen in der Pfadi Sankt Mauritius Nansen (SMN) ist vielfältig. So gibt es den ersten Kurs bereits ab dem Alter von 15 Jahren. Das ist für die Teilnehmenden jene Zeit während der sogenannten Piostufe. Dabei liegt der Fokus auf der Planung und Ausführung von eigenen Projekten.
So werden erste Grundsteine für das spätere Leiten gelegt: Organisation, Zeitmanagement und Auswertung der eigenen Arbeit werden gelernt. Im Zentrum steht ebenso die gemeinsame Zeit mit den anderen Teilnehmenden des Kurses. Auch das Erleben und der Spassfaktor spielen eine Rolle. Aus diesem Grund sind auch die Projekte sehr vielfältig.
Ob ein Ausflug auf die Lenzburg, auf einen Aussichtspunkt oder gemeinsames Grillieren, (fast) alles ist möglich. Der darauffolgende «Futurakurs» bildet für die erste Leitungstätigkeit aus. Als Hauptkursleitung gibt es für die erfolgreiche Durchführung so einiges zu beachten.
Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits im Sommer davor, wenn das Kursteam zusammengesetzt wird. Im Anschluss arbeitet das Team gemeinsam daran, das Programm zu planen. Sowohl Lernen, Anwenden und Ausführen, aber auch Spass und Entspannung finden Platz in fünf abwechslungsreichen und dicht gepackten Tagen.
Tipps und Tricks
Weitere aufbauende Kurse sind anschliessend offiziell durch Jugend und Sport zertifiziert. In diesen Kursen bekommen die Leitungspersonen Tipps und Tricks für die Durchführung und Organisation von Lagern mit und sie lernen, wie ein Lagerprogramm korrekt geplant wird. Die Kurse begeistern auch mit verschiedenen Höhepunkten: Spannenden Aktivitäten wie Abseilen oder auch Curling sowie Wanderungen mit fantastischen Ausblicken und der Übernachtung in einer Berghütte.
Unverzichtbar für jedes Lager und jeden Kurs: Der Lagerdruck entsteht. (Foto: zvg.)
Alle Kurse gemeinsam haben das Aufeinandertreffen von verschiedensten Personen. Das Team und die Teilnehmenden bringen unterschiedliche Erfahrungen aus den eigenen sowie aus anderen Abteilungen mit. Dadurch kommt es zu einem regen Austausch in Zeiten des gemütlichen Beisammenseins, wovon alle profitieren können.
Da der Frankentaler Böögg im letzten Jahr aufgrund des Norovirus nicht zum Einsatz kommen konnte, wartete er bereits ungeduldig im Keller des Wohnzentrums auf seinen diesjährigen Einsatz. Fein herausgesputzt stand er am Mittag des Sächsilüüte-Montags auf seinem Scheiterhaufen und sah seinem Schicksal entgegen.
Zahlreiche Gäste, darunter Mitglieder, Angehörige, Mitarbeitende und natürlich die Bewohnenden des Wohnzentrums Frankental fanden am Nachmittag bei trockenem Wetter den Weg in den Garten. Nach der offiziellen Begrüssung durch den Institutionsleiter Urs Horisberger begann das gesellige Beisammensein, und das Buffett wurde eröffnet. Für das leibliche Wohl sorgten die traditionelle Sechseläuten-Bratwurst sowie eine vielfältige Auswahl an Grilladen, frischen Salaten und feinen Desserts. Alles fand grossen Anklang.
Ein schöner Sommer
Ein besonderer Höhepunkt war das Verbrennen des Bööggs. Um Punkt 18 Uhr, beim sechsten Schlag der Glocken, wurde der Scheiterhaufen von freiwilligen Anwesenden entzündet und alle warteten gespannt, wie lang es wohl dauern würde, bis der Kopf des Bööggs herunterfällt. Im Wohnzentrum brannte dieser fünf Minuten und 27 Sekunden, was traditionell einen vielversprechenden und schönen Sommer prophezeit. Zum Vergleich: In der Stadt Zürich brannte der Böögg 12 Minuten und 48 Sekunden, bevor es zum grossen Knall kam. Auch dies verspricht uns einen schönen Sommer.
Für zusätzliche Spannung sorgte die Verkündung der Gewinner des Schätzwettbewerbs. Es wurde jeweils ein Gewinner unter den Bewohnenden, den Mitarbeitenden sowie den Gästen ermittelt. Die Glückspilze durften sich über ein Trio aus hausgemachten Produkten aus dem Frankental freuen: ein Glas Konfitüre, eine Kerze und Kräutersalz.
Das Sächsilüüte im Frankental war ein rundum gelungener Anlass, der allen in bester Erinnerung bleiben wird und auf einen schönen Sommer hoffen lässt.
Eingesandt von Kathrin Richter, Wohnzentrum Frankental
Der Mittwochnachmittag ist der beste Nachmittag in der ganzen Woche. Das finden zumindest die meisten Kindergarten- und Schulkinder. Denn dieser Nachmittag ist immer frei. Und wer dann noch keine grossen Pläne, aber Lust auf Basteln und Spielen hat, für den bietet das GZ Höngg wieder jede Woche Spannendes: Das mobile Bastel- und Spielangebot ist im Quartier unterwegs.
Wöchentliche Inspiration
Das Elektrovelo hat erneut allerhand Spielgeräte geladen und die Mitarbeiterinnen vom GZ Höngg bieten wöchentlich neue Bastelinspirationen für alle jungen Talente. Das Mobil macht jeweils abwechselnd auf der Schärrerwiese und im Rütihof Halt. Das Spielangebot ist gratis, für die Bastelangebote wird ein Unkostenbeitrag von drei Franken pro Person erhoben. Das Bastel- und Spielmobil richtet sich an Vorschulkinder und Kinder bis 8 Jahre. Kinder unter 7 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson.
Bastel- und Spielmobil
Ab 20. Mai, jeweils mittwochs von 14 – 17 Uhr.
Auf der Schärrerweise und im Rütihof.
Bei Regen wird das Angebot des Standorts Schärrerwiese ins GZ Höngg verlegt.
Im Rütihof findet es bei jedem Wetter statt.
Aktuelle Daten und Standorte: gz-zh.ch/gz-hoengg
Unkostenbeitrag: Fr. 3.–