Autor: tka_admin

  • Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Unkonventionell sind Rose & Doctor nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch in ihrer Zusammensetzung: Jina Rose und ihr Vater Mike Doctor musizieren seit über 15 Jahren miteinander. Mike Doctor tourte schon in den wilden 1960er-Jahren mit diversen Bands und war Teil des deutschen Ensembles im Musical «Hair». Er komponiert auch klassische Musik, doch im Herzen ist und bleibt er ein Rocker.

    Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm: Seine Tochter Jina Rose – in Höngg auch als ehemalige Mitarbeiterin dieser Zeitung bekannt – hat sich einen bunten Weg durch diverse Stile gebahnt und testet gerne die Grenzen ihrer Stimme aus. Rose & Doctor haben bereits viele Songs gemeinsam geschrieben und aufgenommen sowie Konzerte im In- und Ausland gegeben. Eine Zeit lang waren sie als Soul-Punk-Band mit Bass und Schlagzeug unterwegs. Aus dieser Ära stammt das Musikvideo «To My Lover», das bei mehreren internationalen Filmfestivals in die Auswahl kam.  

    «ROSE & DOCTOR – To My Lover»

    Alte Wege neu gehen  

    Als die Punkband auseinander ging, hiess es «Back to the roots»; zurück zu Gitarre und zum Gesang. Dass ein Duo so rockig sein kann, überrascht viele Leute. Durch Effekte entstehen zudem träumerische Klangteppiche, und mit verschiedenen Gitarren sowie seiner originellen Gitarrenstimmung kreiert Mike Doctor überraschende Klänge.

    Ganz neu ist nun Ricky Jamin am Keyboard mit am Start. So kommen einige Songs der EP «Beyond Safety», die Rose & Doctor 2018 in Prag aufgenommen haben, ganz neu zur Geltung. Das Trio tritt nun am Freitag, 8. Mai, das erste Mal in Höngg im «CaBaRe» auf. Das Publikum darf sich auf eingängige Melodien, spannende Harmonien und vielfältige Stimmungen freuen.

    Das Konzert

    Rose & Doctor
    Freitag, 8. Mai, 20 Uhr
    CaBaRe, Rütihofstrasse 40
    Eintritt frei, Kollekte

  • Theater in Höngg: Was krabbelt denn da?

    Theater in Höngg: Was krabbelt denn da?

    Vorhang auf: Gemeinsam mit dem GZ Grünau lädt das GZ Höngg alle Kinder ab fünf Jahren zu einem Theaternachmittag ein. Im Kulturkeller präsentiert das Kindertheater Sgaramusch den jungen Theaterfans die durchaus etwas tragische Geschichte von Gregor und seiner Familie. Denn Gregor ist plötzlich nicht mehr derjenige, der er mal war.

    Früher stand er als Erster auf, ging arbeiten und brachte Geld für die ganze Familie nach Hause. Doch plötzlich verwandelt er sich in einen Käfer – und die Familie kann damit nicht umgehen. Das Stück, das frei nach Franz Kafkas «Die Verwandlung» erzählt wird, thematisiert den Umgang mit jemandem, der nicht mehr in das System passt. Es spielen Nora Vonder Mühll und Stefan Colombo, Regie führt Corsin Gaudenz.

    Besonders an der Aufführung ist aber nicht nur das Thema, sondern auch die Organisation. Unterstützt durch Mitarbeitende der beiden Gemeinschaftszentren übernehmen am Nachmittag Primarschulkinder aus Höngg und dem Quartier Grünau einen Anteil an der Organisation: Sie übernehmen nicht nur den Einlass, sondern auch die Moderation und den Verkauf von Popcorn und Sirup an der Bar.

    Auch das Stück selbst hat von der Mitarbeit mit dem jungen Publikum profitiert: Im Rahmen des von Kinderkultur der Stadt Zürich unterstützten Projekts «Behind Thea(ater) Scenes» konnten die Kinder bei einer Theaterprobe von Sgaramusch dabei sein und ihr Feedback geben.

    Kindertheater «Käfer»

    GZ Höngg, Kulturkeller, Limmattalstrasse 214
    Mittwoch, 13. Mai, 14.30–15.15 Uhr
    Kollekte, ohne Anmeldung

  • In der Parkanlage Beckenhof blüht es wieder

    In der Parkanlage Beckenhof blüht es wieder

    Der Beckenhof in Unterstrass zählte einst zu den prachtvollsten barocken Landsitzen in der Region Zürich. Die heutige Parkanlage ist seit den 1920er-Jahren öffentlich zugänglich und ein wichtiger Freiraum für die Bevölkerung. Unter sorgfältigem Erhalt des kulturellen Erbes wurde die Anlage saniert. Der Quartierverein Unterstrass wird die Parkanlage am Montag, 18. Mai, von 17 bis 19 Uhr festlich einweihen.

    Der Anlass bietet einen musikalischen Rundgang durch den Park, begleitet von der ukrainischen Geigerin Anastasiia Dutka, und erinnert an die verschiedenen historischen Epochen, die für den Park bedeutsam waren: Es erklingt Musik von Georg Friedrich Händel über Johannes Brahms und Jules Massenet bis zu Secret Garden. Ergänzt werden das Programm durch Improvisationen zu alten ukrainischen Volksliedern über die Schönheit der Natur.

    Rund 50 neue Bäume und ein Blumentheater

    Die Einfriedung entlang der Stampfenbachstrasse und der Beckenhofstrasse wurde restauriert. Die Wegführung wurde neugestaltet, um den Nebenzugang an der Beckenhofstrasse besser mit dem Park zu verbinden. Dadurch entstand ein neuer Aufenthaltsbereich mit einer langen Sitzbank, die zum Verweilen und Begegnen einlädt.

    In der Wiesenfläche vor dem ehemaligen Herrenhaus wurde der querende Weg zugunsten des sogenannten Blumentheaters aufgehoben. Wenn die Tulpen nach ihrer Vorstellung verblüht sind, werden sie gemäht und die Fläche kann im Sommer als Spiel- oder Liegewiese genutzt werden.

    Die Kieswege wurden instand gesetzt und der Spielplatz mit zusätzlichen Geräten ergänzt. Da die Beleuchtung des Parks veraltet war, musste sie ersetzt werden. Auch die Bepflanzung des Parks und die Strauchrabatten wurden regeneriert. Der altehrwürdige Baumbestand wurde erhalten und mit rund 50 zusätzlichen Jungbäumen ergänzt.

    Insgesamt werden so der ökologische Wert des Parks sowie die Aufenthaltsqualität erhöht. Der Beckenhof bleibt ein Ort der Erholung, des Spiels und ein lebendiges Zeugnis der Stadtgeschichte.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Mehr Platz zum Baden?

    Mehr Platz zum Baden?

    Zürich wird auch als Bäderstadt bezeichnet: Beliebt sind die Badis am See, die Freibäder – und natürlich die Limmatbadis. Doch, wie die Motion, die von den Gemeinderatsmitgliedern Matthias Renggli (SP), Severin Meier (SP) und Patrik Brunner (FDP) Anfang April eingereicht wurde, erklärt, sei der Platz für die Flussbäder begrenzt.

    Längere und wärmere Sommer führten zu einem wachsenden Bedarf an Badegelegenheiten, doch zusätzliche Standorte für Flussbäder seien schwer zu finden. Einerseits wegen der Schifffahrt auf der Limmat, andererseits wegen der schlechten Wasserqualität der Sihl. Um der wachsenden Beliebtheit weiterhin gerecht werden zu können, fordert die Motion daher die Aufwertung und Erweiterung des bestehenden Bads im Oberen Letten

    Wasser, Spiel und Schatten

    Konkret wird der Stadtrat aufgefordert, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, die die Möglichkeiten zum Schwimmen in mehreren Punkten verbessert. So soll der bestehende Steg mit Holzrost in Richtung Drahtschmidlisteg verlängert, die Schotterbereiche am nördlichen Ufer stärker begrünt und mit Wiesen aufgewertet und die Steinkörbe durch «robuste Sitz- und Spielstrukturen ersetzt» werden. Zudem sollen grosskronige Bäume zur Beschattung gepflanzt und der zugängliche Bereich des Damms in Richtung Drahtschmidlisteg verlängert werden.

    Der Stadtrat hat die Motion Mitte April als Postulat entgegengenommen. Innerhalb einer Frist von sechs Monaten muss er darauf antworten.

  • Hönggs einziger Schuhladen bleibt im Quartier

    Hönggs einziger Schuhladen bleibt im Quartier

    Parssa spricht von einem «Wunder», dass er das neue Lokal am Gässli 2 gefunden hat. Durch ein Gespräch mit dem neuen Vermieter sei er auf die Räumlichkeiten aufmerksam geworden. Diese hätten zuvor jahrelang leer gestanden. «Die Lage passt perfekt und der Raum ist grosszügig», sagt er.

    Noch vor einem Jahr drohte dem Schuhladen das Aus – oder zumindest der Umzug: Das Gebäude an der Limmattalstrasse 162, in welchem «Sandra Schuhe» bislang beheimatet war, wird laut Parssa saniert und er muss Ende April 2026 ausziehen. 

    Keine leichte Zeit

    Das vergangene Jahr sei für ihn sehr belastend gewesen: «Einen neuen Ort zu finden, war sehr stressig. Die Ungewissheit, wie es mit dem Geschäft weitergeht, war gross», erzählt Parssa. Ende April verlässt er nun definitiv den alten Standort. Dort sollen nach dem Umbau zwei Geschäfte und zwei Wohnungen entstehen.


    Ausverkauf vor dem Umzug: Schuhe sind aktuell stark reduziert. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Neuer Standort ab Mai

    Beim Umzug hilft die ganze Familie mit. Sogar sein Schwager ist aus Kanada angereist, um ihn zu unterstützen. Die Neueröffnung am neuen Standort am Gässli 2 ist für Anfang Mai geplant. Parssa freut sich, seine Stammkundschaft weiterhin im Quartier bedienen zu können, wie er dem «Höngger» mitteilt.

    Verwandter Artikel

    Schliessungen in Höngg

  • Ein Fluchttunnel durch den Hönggerberg

    Ein Fluchttunnel durch den Hönggerberg

    Das Zürcher ÖV-Netz wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Wie genau, das legt die Netzentwicklungsstrategie 2040 der VBZ fest. Ein Teil dieser Strategie ist der Bau einer Tramverbindung über die Europabrücke bis Affoltern. Für diese Verbindung ist der Bau eines Tunnels geplant – quer durch den Hönggerberg. Die Bauarbeiten werden allerdings nicht vor 2050 beginnen.

    Die Politik setzt sich bereits jetzt mit dem Thema auseinander. Dabei geht es nicht nur um den Tunnel für das Tram selber, sondern auch um den aus Sicherheitsgründen notwendigen Fluchttunnel, der neben dem Tramtunnel erbaut werden muss.

    Dieser soll, so wurde der Stadtrat Anfang April mittels eines Postulats aufgefordert zu prüfen, nicht nur für den Notfall dienen, sondern nach Möglichkeit als Velo- und Fussgängertunnel genutzt werden.

    Das würde, so das Postulat, eine direkte Verbindung zwischen Altstetten und Affoltern schaffen. Hinter dem Postulat stehen die Gemeinderatsmitglieder Stefan Reusser (EVP), Benedikt Gerth (Die Mitte) sowie Reis Luzhnica (SP).

    Vorbild aus Norwegen

    Als Beispiel dient den drei Politikern der Fyllingsdal-Tunnel in Norwegen, der auch als Rettungstunnel konzipiert wurde, dann jedoch auch für Fussgängerinnen und -gänger sowie Fahrräder ausgelegt wurde.

    Dieser fast drei Kilometer lange Tunnel in der norwegischen Stadt Bergen verbindet den Stadtteil Fyllingsdalen mit der Innenstadt und wurde im April 2023 eröffnet.

  • Zivilcourage: «Wichtig ist es, überhaupt aktiv zu werden»

    Zivilcourage: «Wichtig ist es, überhaupt aktiv zu werden»

    Eine Frau sitzt allein in einem Zugabteil, in ein Buch vertieft. Ein Mann kommt hinzu, lümmelt sich in den Sitz gegenüber und fragt nach einer Zigarette.  Sie blickt kurz auf, verneint und wendet sich wieder ihrer Lektüre zu. Doch das lässt er nicht zu. Immer wieder spricht er sie an, zunehmend aggressiv. Er wechselt den Platz, setzt sich nun neben sie, kommt ihr bedrohlich nahe und reisst ihr schliesslich sogar das Buch aus der Hand.

    Was hier geschieht, ist ein ganz «alltäglicher» Übergriff. Das Besondere: Diese Tätlichkeit ist gespielt. Inszeniert von Christa Sulimann von Amnesty International und Melvin Hasler, Theaterpädagoge. Sie findet auch nicht in einem Zug statt, sondern im GZ Höngg und unter der Beobachtung von 17 Teilnehmenden des Zivilcourage-Workshops. Dieser vom Frauenverein Höngg mit Unterstützung des GZ sowie der Stadt Zürich organisierte Workshop soll Mut und Wissen vermitteln, um sich in Krisensituationen für andere Menschen einzusetzen.

    Erfolgreich interveniert

    In der nächsten Runde werden die Teilnehmenden selbst aktiv: Vier Frauen steigen in die Szene ein, sitzen nun im fiktiven Abteil der Frau gegenüber. Als der Täter die Frau bedrängt, entwickeln die vier eine Strategie, wie sie ihr helfen können: Sie laden die Betroffene ganz einfach ein, sich zu ihnen zu setzen.

    Ein Vorgehen, das Melvin, den Schauspieler, beeindruckt: Diese Form der Intervention sei eine der erfolgreichsten gewesen, die er je erlebt habe, lobt er. Auch die Umstehenden sind überrascht: «Auf die Idee, die Frau einzuladen, sich zu ihnen zu setzen, wäre ich gar nicht gekommen», sagt eine von ihnen. Damit ist bereits eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Es ist ratsam, sich bei der Intervention auf das Opfer zu konzentrieren – und nicht auf den Täter.

    Warum tut niemand etwas?

    Die Realität aber sieht oft anders aus. Viele Menschen schauen lieber weg, als sich zu engagieren. Dafür gebe es, so erklären die Kursleitenden, eine Vielzahl von Gründen: Etwa die Angst um die eigene Sicherheit oder die Befürchtung, falsch zu handeln. Auch der sogenannte «Bystander-Effekt» ist hinderlich: Je mehr Leute eine Situation beobachten, desto unwahrscheinlicher wird es, dass jemand eingreift – weil sich alle darauf verlassen, dass schon «irgendjemand» etwas unternimmt.

    Die Bedenken sind teilweise verständlich: Beim Eingreifen, so die beiden Coaches, habe die eigene Sicherheit unbedingt Priorität. Bei gefährlichen Situationen sei daher der Anruf bei der Polizei die einzige Alternative. Anders sehe es jedoch mit der Angst davor aus, etwas falsch zu machen: Die könne man überwinden. «Wichtig ist es, überhaupt etwas zu tun – auch wenn es meistens nicht perfekt ist», so Melvin. Und gegen den genannten Effekt sei es hilfreich, Umstehende direkt anzusprechen. Denn wer persönlich um Hilfe gebeten werde, könne sich der Situation schlechter entziehen.

    Zum Abschluss wird nochmals geübt: In Kleingruppen werden reale Situationen nachgespielt. Dabei zeigt sich auch, wie gelähmt man oft ist, wenn man selbst Opfer eines Übergriffs wird. Und wie wichtig es ist, dass andere aufmerksam sind und einschreiten. Damit kommt der Kurs zum Abschluss. Die dreieinhalb Stunden vergingen wie im Flug und machen Lust auf mehr. Den mit der Zivilcourage ist es wie mit vielen anderen Dingen: Übung macht den Meister.

  • Eine neue Kampagne gibt Demenz ein Gesicht

    Eine neue Kampagne gibt Demenz ein Gesicht

    In der Stadt Zürich leben schätzungsweise 8000 Menschen mit Demenz – Tendenz steigend. Rund 60 Prozent von ihnen leben zu Hause, betreut und gepflegt von Angehörigen, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Menschen aus dem direkten Umfeld sind damit unmittelbar von der Krankheit mitbetroffen.

    Stärker als andere Erkrankungen ist Demenz mit Tabus behaftet. Aus Unsicherheit und falschen Vorstellungen über die Krankheit entstehen Berührungsängste, die den Kontakt erschweren können.

    Persönliche Geschichten

    Mit der Kampagne «Demenz heisst nicht vergessen…» will die Stadt Zürich Demenz im Alltag sichtbarer machen. Im Zentrum stehen persönliche Geschichten von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen. Die Kampagne setzt bewusst einen Gegenakzent zu gängigen Bildern von Verlust und Defizit.

    Sie lenkt den Blick auf das, was trotz einer Erkrankung bleibt: Persönlichkeit, Beziehungen und Würde. Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen und mehr Verständnis zu entwickeln.

    Demenzfreundlichkeit

    «Eine demenzfreundliche Stadt bietet gut zugängliche Beratungs- und Entlastungsangebote und eine starke medizinische Versorgung. Demenzfreundlichkeit entsteht aber auch in der Art, wie wir Menschen mit Demenz begegnen – nämlich so, dass sie sich in der Gesellschaft aufgehoben fühlen. Dafür braucht es Wissen, Offenheit und Verständnis im Alltag», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements.

    Die Kampagne wurde unter Einbezug zahlreicher Fachorganisationen in der Stadt Zürich entwickelt. Die Sensibilisierungskampagne gehört zu den acht Massnahmen des «Pilotprojekts Demenz», das die Versorgung der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen verbessern und das öffentliche Bewusstsein für das Thema schärfen will.

    Eine ebenfalls aus dem Pilotprojekt entstandene neue städtische Webseite zum Thema Demenz bündelt Informationen und Angebote für Betroffene, Fachpersonen und die Bevölkerung.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Fitness Hönggerberg wird ausgebaut – Sauna ist Geschichte

    Fitness Hönggerberg wird ausgebaut – Sauna ist Geschichte

    Wie der Akademische Sportverband Zürich (ASVZ) auf seiner Website mitteilt, wurde das Fitness Hönggerberg am Robert-Gnehm-Platz auf dem ETH Campus Hönggerberg ab dem 20. April geschlossen.

    Grund ist ein Umbau der Anlage: Aus dem bisherigen Sauna- und Wellnessbereich entstehe eine zusätzliche Fitnessfläche. Die Schliessung werde voraussichtlich bis Mitte September dauern. Nach Abschluss der Arbeiten soll eine modernisierte Anlage mit rund 1000 Quadratmetern Fitnessfläche zur Verfügung stehen.

    Studierende sind empört

    Dass der Sauna- und Wellnessbereich künftig wegfallen wird, kommt bei einigen Studierenden der ETH nicht gut an, wie die «Höngger Zeitung» aus erster Hand erfahren hat. «Die Empörung ist gross», sagt eine Studierende, die anonym bleiben möchte.

    Gerade der Sauna- und Wellnessbereich wurde von den Studierenden sehr geschätzt. Dessen Wegfall habe zur Folge, dass man auf kommerzielle Angebote ausweichen müsse, die im Studium finanziell schwer zu stemmen seien. Man fühle sich angesichts der Entscheidung des ASVZ «hilflos».

    Günstiges Abo

    Das Fitness Hönggerberg ist nicht öffentlich zugänglich, steht jedoch Studierenden und Mitarbeitenden der Zürcher Hochschulen, Studierenden anderer Hochschulen sowie Alumni offen – und ist vergleichsweise günstig. Studierende zahlen beispielsweise nur 35 Franken pro Semester.

    Derweil verweist der Sportverband für die Zeit der Schliessung auf seine anderen Standorte wie das Sport Center Irchel, Polyterrasse, Gloriarank und Fluntern.

  • Tanzhaus feiert 30 Jahre mit Festival für nachhaltige Zukunft

    Tanzhaus feiert 30 Jahre mit Festival für nachhaltige Zukunft

    Seit 30 Jahren sind die Türen vom Tanzhaus Zürich in Wipkingen geöffnet: In drei Studios entstehen Bühnenproduktionen, oft in Koproduktion mit ausgewählten lokalen Kunstschaffenden. Daneben fungiert es als inspirierender Residenz- oder Trainingsort für zeitgenössischen Tanz und ebensolches Ballett. Das Tanzhaus Zürich bietet eine Auswahl an Kursen für Erwachsene und zeigt unter dem Label «Tanzhaus Young» auch Vorstellungen für ein junges Publikum.

    «MovingTowardsZero»

    Im Juni feiert das Tanzhaus Zürich sein 30-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu einem dreitägigen Jubiläumsfestival ein. Unter dem Titel «MovingTowardsZero» vereint das Programm vom 26. bis 28. Juni Kunst, Aktivismus und gemeinschaftliches Erleben. Geplant sind Workshops, Performances und Rituale, die neue Perspektiven auf ein nachhaltiges Zusammenleben eröffnen.

    Diskursreihe mit vielseitigen Persönlichkeiten

    Bereits im September eröffnete die gleichnamige Diskursreise «MovingTowardsZero» den Denk- und Begegnungsraum. Dabei gaben internationale Expertinnen und Experten monatliche, thematische Inputs, wie zu Zukunftsfragen, Nachhaltigkeit oder neuen Formen des Zusammenlebens. So fand beispielsweise ein Gespräch der Politikerin Mandy Abou Shoak mit der französischen Autorin Emilia Roig statt oder der deutsche Aktivist Tadzio Müller unterhielt sich mit Drag Kuh «Soya the Cow».

    Politikerin Mandy Abou Shoak im Gepräch mit der französischen Autorin Emilia Roig

    Legendäre KUNT-Party und «Happy Hype» im Programm

    Das Festivalprogramm ist vielseitig und wird laufend erweitert. Nach zehn Jahren kehrt Marc Streit, der Pionier der fluiden Zürcher Underground-Szene, zurück. Er will mit der Party KUNT Grenzen überschreiten, übertreiben und die Nacht zurückzuerobern. Ein weiteres Programm-Highlight ist der «Happy Hype», eine Tanzperformance, die Raum für Identitäten und Diversität schafft. Sie lädt das Publikum ein, durch Rufe oder Mittanzen teilzuhaben.

    Quelle: Tanzhaus Zürich

    Programmübersicht «MovingTowardsZero»

    Freitag, 26. Juni

    21:00–03:00 Uhr
    Party KUNT mit Marc Streit und Lukas Beyeler

    Samstag, 27. Juni

    14:00–15:15 Uhr
    Kollektiv dance me to the end
    Sharing Moving Stillness

    15:30–16:30 Uhr
    Kollektiv dance me to the end – Tina Mantel
    Slow Dance

    15:30–16:30 Uhr
    Kollektiv dance me to the end – Katharina Vogel
    Body Nature Mindfulness

    16:45–17:45 Uhr
    Jessica Huber und Constanza Pellicci
    A coral for lost voices

    17:50–19:00 Uhr
    Cosima Grand und Jessica Huber
    wiegen/liegen

    Sonntag, 28. Juni

    14:00–15:00 Uhr
    Martin Schick
    Circle Dance

    15:15–16:45 Uhr
    Dears
    Sensing Bodies Writing

    15:30–17:00 Uhr
    Charlotte Mathiessen und Tejus Menon
    Titel

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