Autor: tka_admin

  • Beim Verschönerungsverein Höngg ist einiges in Bewegung

    Beim Verschönerungsverein Höngg ist einiges in Bewegung

    Der Verschönerungsverein Höngg (VVH) ist weithin bekannt für die roten Bänkli, die überall im Quartier zum Verweilen und Ausruhen einladen. Doch zum Verein gehört weit mehr: Auch das Ortsmuseum mit der Ortsgeschichtlichen Kommission ist Teil des Vereins, ebenso wie die Rebbaugruppe, die die rund 200 Weinstöcke auf dem Rebberg «Zum Chranz» bewirtschaftet, der gleich neben dem Ortsmuseum liegt.

    Doch die drei Untergruppen agierten bis anhin dezentral und selbstständig. Es gab sogar zwei verschiedene Websites – eine für den Verschönerungsverein und eine für das Ortsmuseum. Das brachte Aufwand und manchmal auch etwas Verwirrung: Er selbst habe, so gestand Michael Stäheli, der Präsident des VVH, der Generalversammlung in seinem eingehenden Bericht schmunzelnd, zu Beginn seiner Zeit im Vorstand etwas Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass zum VVH eben nicht nur die Bänkli, sondern auch die Rebbaugruppe und das Ortsmuseum gehörten.

    Damit ist nun Schluss: Gemeinsam mit einem Team von Studierenden des Bachelorstudiengangs Business Communications an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) wurde im vergangenen Jahr die Kommunikationsstrategie des Vereins auf den Prüfstand gestellt (der «Höngger» berichtete). Das Ergebnis ist seit März ein integrierter Auftritt mit neuem Logo und einer neuen Website, die mit studentischer Beteiligung entwickelt wurden.

    Mit der differenzierten Ausprägung des Logos und der klaren Gliederung bleiben die drei Untergruppen des Vereins aber trotzdem auf den ersten Blick erkennbar. Das neue Logo vereint die Tätigkeitsgebiete auf bestechend einfache und eingängliche Art.

    Ein neues altes Ortsmuseum

    Doch die Website ist nicht das einzig Neue in diesem Jahr: Auch das Ortsmuseum im historischen Rebbauernhaus «Zum Chranz» musste sich in den vergangenen zwei Jahren einer Kur unterziehen und wurde durch die Stadt renoviert und saniert (der «Höngger» berichtete auch hierzu).

    Nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Für den Mai ist eine erste Veranstaltung für die Sponsoren, Gönner und Gönnerinnen des Museums geplant. Parallel dazu laufen im Hintergrund die intensiven Arbeiten für die Wiederaufnahme des Museumsbetriebs.

    Das neue Museumskonzept, so erklärte Stäheli, gliedert sich in drei unterschiedliche Module. Das erste Modul setzt das Haus aus dem 16. Jahrhundert in Szene. Denn dieses sei selbst durchaus museumswürdig und habe seine eigene, gut dokumentierte Geschichte zu erzählen.

    Mit dieser Aufgabe wurde das Atelier «Schmauder Und» von Claudia Schmauder beauftragt. Erklärungstafeln informieren über bauhistorische Details und das einfache Leben zur damaligen Zeit. Das Atelier kuratiert auch das zweite Modul, bei dem aus der Sammlung des Ortsmuseums modular acht ausgewählte Objekte mit Bezug zu Höngg präsentiert werden.

    «Hoenggenisa»

    Rund um diese sogenannten «Hoenggensia» werden kurze Geschichten erzählt und so die Entwicklung Hönggs erlebbar gemacht. Das dritte Modul schliesslich befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Hierbei soll, in Einklang mit dem Lehrplan 21, ein neues Angebot für Schulklassen geschaffen werden, um Geschichte ausgehend vom konkreten lokalen Kontext erfahrbar zu machen und die im Lehrplan geforderten Kompetenzen zu üben. Höngg könnte hier Pioniercharakter haben und Vorbild sein für die sieben weiteren Ortsmuseen auf Stadtgebiet.

    Der Verein hat also Grosses vor. Wann genau das Museum der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen wird, konnte oder wollte der Präsident zum Zeitpunkt der Generalversammlung noch nicht genau sagen. Geplant sei jedoch, gegen Mitte des Jahres zu starten, das neue kleine Museumscafé in Betrieb zu nehmen und schrittweise die seit fast zwei Jahren ruhenden Aktivitäten wieder hochzufahren.

    «Uns bleibt noch viel zu tun, aber wir sind motiviert und engagieren uns in unserer Freizeit aus Freude und Interesse», so Stäheli. «Der neue kommunikative Auftritt in den digitalen Kanälen wird uns helfen, mit dem Ortsmuseum und unseren anderen Angeboten im Gespräch zu bleiben.»

  • Summen, staunen, entdecken: Ferientag auf dem QuarTierhof Höngg

    Summen, staunen, entdecken: Ferientag auf dem QuarTierhof Höngg

    Das Programm für den Ferientag (mit Anmeldung) sei flexibel, sagt Seraina Vetsch. Die Mitarbeiterin im QuarTierhof Höngg mit Schwerpunkt Soziokultur organisiert in Kooperation mit dem GZ Höngg den Anlass am 24. April und engagiert sich seit vier Jahren mit viel Herzblut für lehrreiche Erlebnisse auf dem Hof.

    Die Biene im Fokus

    Im Zentrum des Ferientags steht die Renovierung des Bienenhotels. Dieses wurde vor sechs Jahren im Rahmen des Ferienprogramms gemeinsam mit Imkerin Ruth Guillén errichtet. Nun soll das in die Jahre gekommene Hotel erneuert werden. Die Kinder helfen mit, es neu zu befüllen und lernen dabei spielerisch die Bedeutung der Biene kennen.

    «Wir wollen aufzeigen, wie wichtig die Biene ist – auch wenn sie ein kleines Lebewesen ist. Ohne Bestäubung gibt es keine Früchte», sagt Vetsch.

    Tierbesuche stehen hoch im Kurs


    Im Stall. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Neben dem Bienenhotel lässt das Programm viele Freiräume. Besonders gefragt sind die Tierbesuche: Hühner, Ziegen, Ponys, Hasen und Schafe können aus nächster Nähe erlebt werden. Die Hühner und Ziegen können von den Kindern gefüttert und gestreichelt werden. Ein weiterer Fixpunkt sei die Zubereitung des Schlangenbrotes über dem Feuer beim «Zvieri».

    Weitere Entdeckungen auf dem Hof

    Den übrigen Tag verbringen die Kinder mit Werken, Entdecken und Experimentieren. Sie haben dabei einen grossen Mitbestimmungsgrad. «Wir sind mit verschiedenen Angeboten vorbereitet und bleiben flexibel», sagt Vetsch. So können etwa Steine bemalt oder aus Schafwolle Bänder gefilzt werden. Auch eine Fühlbox oder ein Baumdetektiv-Quiz stehen bereit.

    Anmeldungen schwer planbar

    Wie viele Kinder teilnehmen, ist jeweils schwer vorherzusagen. Anmeldungen sind jeweils bis zum Vortag möglich. Umso mehr freut sich Vetsch über neue Gesichter auf dem Hof. «Es ist schön zu sehen, wie Kinder hier die Natur entdecken – oft zum ersten Mal so nah», sagt sie.

    Naturtag mit Bienenhotel auf dem QuarTierhof

    Regensdorferstrasse 189
    Freitag, 24. April von 9 bis 17 Uhr
    Für Kinder ab 8 Jahren, Verpflegung inklusive
    Kosten: Fr. 50.-, mit KulturLegi Fr. 25.-
    Platzzahl begrenzt
    Anmeldung und Kontakt:
    seraina.vetsch@quartierhof-hoengg.ch

  • Die Standschützen Höngg haben eine neue Präsidentin

    Die Standschützen Höngg haben eine neue Präsidentin

    Sie haben eine lange Geschichte: Die Standschützen Höngg wurden 1933 gegründet, ein Jahr vor der Eingemeindung. Der Verein entstand aus dem Zusammenschluss der Feldschützen Höngg (gegründet 1864) und der Militärschützen Höngg (gegründet 1876). Er besteht bis heute, zählt aktuell rund 90 Mitglieder und trainiert jeweils am Dienstag- und Mittwochabend im Schützenhaus Höngg.

    Dem Ort sind die Standschützen sehr verbunden, wie der ehemalige Präsident Martin Schnidrig beim Treffen mit dem «Höngger» erzählt. «Die Feld- und Militärschützen gründeten zusammen mit dem Schiessverein Höngg im Jahr 1930 die Schiessplatz-Genossenschaft Höngg, die den Platz bis heute betreibt», sagt er.

    Schnidrig ist seit 1979 Mitglied bei den Standschützen und war auch als Schützenmeister aktiv. 1992 wurde er Vizepräsident, schliesslich übernahm er 2022 das Präsidium. Doch ihm war klar, dass er dieses Amt in absehbarer Zeit an eine jüngere Nachfolge übergeben will. «Wir hatten jedoch Schwierigkeiten, Personen zu finden, die den Verein führen wollen», erzählt er.

    Eine Begegnung mit Folgen

    Schnidrig dachte auch schon an Übergangslösungen, bis er an einem Anlass auf jemanden traf, der sich für dieses Amt anbot: Violaine Stehli. Beim besagten Anlass handelte es sich um das letztjährige Vernetzungstreffen vom Quartierverein Höngg (QVH).

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    Das Ei des Kolumbus

    Dieses hat Tradition und wird stets gut besucht. Zudem bietet es mit dem «Speed-Dating» einen unkomplizierten Weg, neue Gesichter kennenzulernen. Stehli – auch Vorstandsmitglied im QVH und neu verantwortlich für «De schnällscht Zürihegel» – sass dabei Präsident Schnidrig gegenüber.

    «Wir haben uns ausgetauscht und er erzählte mir, dass sie auf der Suche nach einem neuen Präsidenten seien. Kurz darauf las ich im Höngger einen Artikel und dachte, die Standschützen seien fündig geworden, doch ich habe das mit dem Amt bei der Schiessplatzgenossenschaft verwechselt», erinnert sich Stehli.

    In der Tat übergab Roland Spitzbarth sein Amt als deren Präsident im Sommer 2025 an Dominik Seeli. «Also kamen Martin und ich nochmals ins Gespräch, denn das Amt hat mich sehr interessiert», so Stehli, die eine besondere Verbindung zum Schiesssport hat, wie sie dem «Höngger» erzählt.

    «Ich war 14 Jahre alt, lebte in Oberlunkhofen und war in einem Jugendtreff, als ein junger Mann vor mir stand und mit einer Waffe auf mich zielte. Ich war wie erstarrt», sagt sie. Der Mann konnte an weiteren Taten gehindert werden, doch diese Schockstarre prägte Stehli.

    «Ich wollte mich davon nicht einschüchtern lassen, sondern die Situation beherrschen, den Schiesssport als Sport verstanden wissen, nicht als Einschüchterung.» Also wandte sie sich an den Jungschützenverein im benachbarten Jonen, um das Erlebnis zu verarbeiten. «Mit 15 Jahren bin ich dort beigetreten und habe diesen Sport sehr schätzen gelernt.» Es benötige viel Körperbeherrschung und Konzentration, so Stehli. «Disziplin, Ruhe und Präzision gehören ebenfalls dazu.»

    Aufgrund ihrer Lehre und des Berufslebens – Stehli arbeitete im Dienstleistungssektor, absolvierte als Zweitausbildung die Handelsschule mit anschliessendem KV und ist heute HR-Generalistin – gab sie den Schiesssport nach einigen Jahren wieder auf. Doch ganz los liess er sie nie.

    Zwischen Tradition und Aufbruch

    Für Stehli war klar: Wenn sie Präsidentin der Standschützen Höngg werden sollte, wolle sie dem Amt gerecht werden. Schnidrig berief eine ausserordentliche Vorstandssitzung ein. «Ich fand es gut, dass wir mit Violaine eine junge Person gefunden haben. Wir führten an dieser Sitzung ein sehr positives Gespräch», erinnert sich Schnidrig. Zu diesem Zeitpunkt gab es zwar einen weiteren Mitbewerber, jedoch nur, falls sich niemand anderes finden würde.

    Am 4. März 2026 fand die Generalversammlung statt. Und möglicherweise einzigartig in der Geschichte des Vereins wurde ein neues Mitglied zugleich auch zur Präsidentin gewählt. Stehli ist weiter die erste Frau an der Spitze der Standschützen Höngg – gewissermassen aus dem Stand. «Ich wurde einstimmig gewählt, das ist sehr schön», sagt sie. Sie fühle sich gut aufgenommen und wisse, dass sie erfahrene Vereinsmitglieder an ihrer Seite habe, an die sie sich jederzeit wenden könne.

    Fit für die Zukunft

    Nun stehen für die neue Präsidentin erste Aufgaben an. Ganz vorne: Sie will wieder fit im Schiessen werden. «Ich werde nun von unseren Schützenmeistern trainiert.» Gemeinsam mit ihrem Mann wird sie auch Vereinskurse auf dem Hönggerberg besuchen, etwa das gut besuchte Pistolenschiessen.

    Gleichzeitig will sie die Standschützen Höngg in die Zukunft führen – insbesondere im digitalen Bereich. So möchte Stehli die Website erneuern und die Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Ziel sei es, die Vorteile des Schiesssports sichtbarer zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. «Die öffentliche Wahrnehmung der Standschützen Höngg soll wachsen», sagt sie.

    Fotos, Videos und weitere Informationen sollen Interessierten einen einfachen Zugang ermöglichen. Stehli, die nebenberuflich auch als Filmemacherin tätig war, bringt also Erfahrung mit. «Vom Drehbuch bis zur Auswertung haben wir damals alles selbst gemacht, das Wissen ist vorhanden.» Und die Möglichkeiten heutzutage seien noch vielfältiger geworden.

    Die Gemeinschaft innerhalb der Standschützen Höngg bleibt dabei zentral. «Martin hat immer betont, wie wichtig unsere Gemeinschaft ist, dass es nicht nur um das Schiessen allein geht, sondern auch um Zusammenhalt und Kameradschaft.» Das wolle sie weiterführen, verspricht Stehli.

  • Weiterhin Zuschüsse für die AHV mit Zusatzleistungen

    Weiterhin Zuschüsse für die AHV mit Zusatzleistungen

    In der Verordnung über die Erprobung von Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen für AHV-Rentnerinnen und -rentner mit Zusatzleistungen ist die Erprobung von Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen bis zum 31. Dezember 2026 festgehalten.

    Mit der einer Motion wurde der Stadtrat zudem beauftragt, dem Gemeinderat eine kommunale Rechtsgrundlage vorzulegen, welche die Einrichtung von subjektorientierten Subventionsbeiträgen für Menschen aus der Stadt Zürich vorsieht, die aufgrund eines Pflege- oder Betreuungsbedarfs in einer stationären Institution leben.

    Entstanden aus der Altersstrategie 2035

    Mit der Altersstrategie 2035 hat der Stadtrat im Frühling 2020 die Stossrichtungen zur Weiterentwicklung des städtischen Angebots für die ältere Bevölkerung definiert und zu den einzelnen Handlungsfeldern der Altersstrategie konkrete Massnahmen beschlossen. Die daraus entstandene Verordnung ist seit dem 1. Januar 2024 in Kraft und gilt befristet bis 31. Dezember 2026. Wie aus der Medienmitteilung der Stadt Zürich hervor geht, hat die Stadt im Jahr 2025 den Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen mit Zusatzleistungen (BZZL) im Umfang von 252 551 Franken ausgerichtet.

    Evaluation stellt gute Noten aus

    Die Ausrichtung der BZZL wurde durch die Berner Fachhochschule evaluiert. Sie kam zum Schluss, dass die Stadt Zürich mit den BZZL beste Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Strategie einer guten Betreuung im Alter geschaffen hat – auch für finanziell benachteiligte Menschen im Rentenalter.

    Übernahme der befristeten Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüsse für AHV-Rentner:innen mit Zusatzleistungen

    In der neuen Legislaturperiode ist vorgesehen, die Verordnung über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und die Gewährung von Gemeindezuschüssen und die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen zu revidieren. Eine Verlängerung der aktuellen Befristung ist bis zum 31. Dezember 2028 erforderlich.

    Gleichzeitige Prüfung subjektorientierter Beiträge für Menschen in einer stationären Institution

    Die Motion GR Nr. 2023/534 soll im selben Rahmen geprüft werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher, die Bearbeitungsfrist um zwölf Monate zu verlängern.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Armut im Alter

  • «Und dann kam Netflix»

    «Und dann kam Netflix»

    Maxwell Mare aus Höngg hat den Sprung in eine internationale Produktion geschafft. In der deutschen Serie «Kacken an der Havel», die Ende Februar auf Netflix angelaufen ist, spielt der 19-Jährige den Schweizer Köbi. Im Zentrum steht der Rapper Toni, der in sein Heimatdorf Kacken zurückkehren muss und dort mit einem völlig neuen Leben konfrontiert wird. Für Mare ist die Rolle ein wichtiger Meilenstein. Hier erzählt er, wie es dazu kam.

    Maxwell, du bist in Höngg gross geworden und hier immer noch zu Hause. Was bedeutet dir der Ort?

    Maxwell Mare: Ich bin hier aufgewachsen und kenne nichts anderes. Ich liebe Höngg, es ist sehr friedlich und gut angeschlossen. Besonders mag ich die Werdinsel

    Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?

    Ich mache das, seit ich klein bin. Schauspielerei war für mich immer etwas Natürliches und hat einfach Spass gemacht. Ich bin ein offener Mensch und gerne unter Leuten. Obwohl meine Eltern nichts mit der Schauspielerei am Hut haben, haben sie mich immer unterstützt. Neben dem Schauspielunterricht bin ich auch anderweitig aktiv, etwa im Tischtennisclub Höngg, und kreativ tätig.

    Was war dein erster grösster Schauspielerfolg?

    Mein erster Kinofilm war «Rider Jack» im Jahr 2014. Ich habe die junge Version der Hauptrolle gespielt. Die erste grosse Rolle folgte in «Papa Moll». Ich habe mich beim Casting angemeldet und die Rolle des «Fritzli» bekommen. Ich machte Freudensprünge.

    Wie waren die Dreharbeiten von Papa Moll?

    Ich hatte den Spass meines Lebens. Die drei Monate am Dreh vergingen sehr schnell, weil ich so in meinem Element war. Mit der Schule war es gut vereinbar und sie haben mich unterstützt.

    Wie ging es dann weiter mit der Filmkarriere?

    Nach «Papa Moll» wurde es etwas ruhiger und ich habe mich auf die Sekundarschule konzentriert. Den Theaterunterricht habe ich aber immer weitergeführt. Meine Lehrerin ist Isabella Schmid, die im Film die Mutter Moll gespielt hat. Daneben hatte ich kleinere Theaterprojekte und spielte bei der SRF-Komödie «Amen Saleikum» mit. In dieser Zeit habe ich mich auch persönlich weiterentwickelt und wusste: Ich möchte mit der Schauspielerei fortfahren.

    Und wie kam es zu Netflix?

    Genau, dann kam Netflix! Das war eine ziemlich grosse Sache. Mein Theaterverein BellAcademia hat mich für ein E-Casting für die deutsche Netflix-Serie «Kacken an der Havel» vorgeschlagen. Zunächst hörte ich lange nichts. Doch plötzlich hiess es, ich solle nach Berlin kommen. Ich flog zum ersten Mal allein und hatte ein Reading. Mir war erst nicht klar, ob ich die Rolle tatsächlich bekommen hatte. Für das Team vor Ort offenbar schon, sie haben es nur nicht direkt ausgesprochen.

    Der Trailer der Serie «Kacken an der Harvel».

    War das mit der Lehre vereinbar?

    Ich habe im Sommer 2023 meine Lehre als Stickerei-Entwerfer begonnen. Ich wollte ein Jahr später den Betrieb wechseln und war gerade auf der Suche. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die Einladung für «Kacken an der Havel» und der Dreh startete kurz darauf. Dafür konnte ich meine Ferientage einsetzen. Für die Berufsschule an der Schweizerischen Textilfachschule in Zürich und Winterthur bin ich mittwochs hin- und hergependelt. Insgesamt hatte ich rund 20 Drehtage.

    Stickerei-Entwerfer ist ein eher ungewöhnlicher Beruf.

    Ja, das ist tatsächlich ziemlich «nischig». In meinem Jahrgang bin ich der einzige Lernende. Ich designe bei der acundis AG Stoffe und Stickereien für Lingerie sowie Haute Couture und Prêt-à-porter. Mich fasziniert die Liebe zum Detail und der Weg vom Entwurf zum fertigen Produkt. Ich zeichne auch sehr gerne und habe vor der Lehre einen künstlerischen Vorkurs gemacht.

    Zurück zu Netflix, welche Rolle spielst du in der Serie?

    «Kacken an der Harvel» spielt in einem kleinen, fiktiven und ziemlich schrägen Dorf in Berlin-Brandenburg. Im Zentrum steht der Rapper Toni, der eigentlich berühmt werden möchte. Ich selbst spiele den Schweizer Jungen Köbi, der mit seinem Vater in das Dorf zieht. Ich bin da ein Exot, weil das Kaff ziemlich von der restlichen Welt abgeschottet ist. Ich mische mich etwas in das Geschehen vor Ort ein. Meine Rolle Köbi ist sehr aufgestellt und warmherzig, teils verwirrt und ein bisschen naiv.

    Inwiefern kannst du dich mit Köbi identifizieren?

    Uns verbindet vor allem die Herkunft aus der Schweiz und der Wunsch, für andere das Beste zu wollen. Ansonsten sind wir unterschiedlich: Er ist deutlich introvertierter als ich. Ich musste mich deshalb intensiv in die Rolle hineinversetzen, habe ihn aber sehr ins Herz geschlossen.


    Maxwell in seiner Rolle als Schweizer «Köbi». (Foto: zvg.)

    Wie war es für dich auf dem internationalen Set?

    Das war ein riesiges Erlebnis. Viele haben wegen meines guten Hochdeutschs gar nicht gemerkt, dass ich aus der Schweiz komme. Ich musste am Set ständig zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch wechseln, weil meine Rolle ausschliesslich Schweizerdeutsch spricht. Ich traf dabei auf Veronica Ferres und Jördis Triebel. Am meisten freute ich mich über die Begegnung mit dem Rapper und Schauspieler Fatoni alias Anton Schneider. Seine Musik kannte ich bereits. Mein Schweizerdeutsch brachte ihn in einer Szene zum Lachen und steckte das ganze Set an.

    Woran arbeitest du als Nächstes?

    Aktuell habe ich noch kein neues Projekt. Im Sommer schliesse ich meine Lehre ab, danach möchte ich mich stärker auf die Schauspielerei konzentrieren und aktiv nach Castings suchen. Mein Traum wäre wieder eine Rolle im Ausland. Ich könnte mir auch vorstellen, mit einem Agenten zusammenzuarbeiten.

    Vielen Dank für das Interview!

  • Das Landenbergfest in Wipkingen sucht Freiwillige

    Das Landenbergfest in Wipkingen sucht Freiwillige

    Helfende Hände gesucht

    Damit das Landenbergfest reibungslos durchgeführt werden kann, ist das Organisationsteam auf Unterstützung angewiesen. Freiwilligenarbeit sei «Gold wert», heisst es auf der Website des Fests. Wer mithelfen möchte, kann sich unkompliziert über die dort bereitgestellte Helfer-App für Einsätze eintragen.

     

    Mitten im Quartier, unweit des Bahnhofs Wipkingen, findet jedes Jahr das Landenbergfest statt. Der Eintritt ist frei, und die ganze Familie kann sich daran erfreuen: Auf der Wiese im Landenbergpark gibt es Livemusik, kulinarische Angebote und ein buntes Programm für Kinder. Dieses Jahr geht das Fest am 26. und 27. Juni über die Bühne.

    Das Wipkinger Fest ist seit 42 Jahren im Kreis 10 verankert. Es entstand aus einem Nachbarschaftsanlass, als Bewohner einer Genossenschaft an der Zeunerstrasse – direkt angrenzend an den Landenbergpark – begannen, ein Picknick für Anwohnende zu organisieren. Aus diesem jährlich stattfindenden Treffen ist im Laufe der Zeit das heutige Landenbergfest gewachsen (wir berichteten).

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    Ein Fest der Nachbarschaft

    Vielfältiges Programm für alle Generationen

    Den familiären Charakter hat sich das Fest bis heute bewahrt. Entsprechend breit ist das Angebot: Am Freitag startet das Fest ab 18 Uhr mit Essen und Getränken. Ab 20 Uhr sorgen Caspar von Nebenan und Bodoh für musikalische Unterhaltung.

    Caspar von nebenan – Chérie

    Gelassene Stimmung am Landenbergfest in Wipkingen. (Foto: zvg)

    Am Samstag beginnt das Programm bereits um 14 Uhr. Neben Verpflegungsmöglichkeiten stehen unter anderem ein Siebdruck-Angebot, ein Kinderflohmarkt sowie Aktivitäten mit dem Gemeinschaftszentrum Wipkingen und der Offenen Jugendarbeit auf dem Programm. Am Abend, ab 20 Uhr, treten Lost in Quiet, Lilac Attitude und Nadja Zela auf.

    Nadja Zela – Still Alive

    Im Quartier selbst ist das Fest breit abgestützt: Zahlreiche lokale Betriebe unterstützen den Anlass als Sponsoren, darunter KiWi, Float Zürich, der Röschi Kiosk, die Café Bar Nordbrücke und das Restaurant Da Noi.

    Quelle: Landenbergfest

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    Unter dem Landenbergpark

  • «De schnällscht Zürifisch»: Kinder aus Wipkingen kamen in die Ränge

    «De schnällscht Zürifisch»: Kinder aus Wipkingen kamen in die Ränge

    Mitte März haben rund 1400 Stadtzürcher Kinder an den zwölf Ausscheidungswettkämpfen, darunter im Hallenbad Bläsi, teilgenommen. Davon haben sich rund 900 für den Einzug in den Halbfinal qualifiziert – das entspricht 64 Prozent der Teilnehmenden.

    Am Finaltag im Hallenbad Oerlikon hat bei den Mädchen Aurelia Wüst mit 28.18 Sekunden und bei den Jungen Henri Thurn mit 29.54 Sekunden den Titel «De schnällscht Zürifisch» gewonnen. Insgesamt haben sich laut Medienmitteilung 700 Stadtzürcher Kinder über 50 Meter Freistil gemessen.

    Höhepunkt des Finaltages war der ZKB Goldsprint: Die acht schnellsten Mädchen und Knaben aus den Finalläufen konnten um echtes Gold schwimmen.

    Schnelle Fische aus dem Kreis 10

    Aus Höngg kamen folgende Teilnehmende in die Ränge: Im Wettkampf 1 (Knaben, 50 Meter Freistil, 9 Jahre und jünger), siegte Vassilis Tsolakos aus der Schule Vogtsrain. Im Wettkampf 4 (Mädchen, 50 Meter Freistil, 10 Jahre) erreichte Kira Shapoval aus der Schule Bläsi ebenfalls den 1. Platz. Im Wettkampf 9 (Knaben, 50 Meter, Freistil, 13 Jahre) landete Pavlos Apostolopoulos von der Schule Riedhof auf Platz 3.

    Aus Wipkingen hat sich Isabelle Jegen aus der Schule Waidhalde im Wettkampf 2 (Mädchen, 50 Meter Freistil, 9 Jahre und jünger) den 2. Platz gesichert. Ebenfalls aus der selben Schule erreichte Vincent Szoltysek den dritten Rang im Wettkampf 3 (Knaben, 50 Meter Freistil, 10 Jahre).

    An der Ehrung haben die drei bestplatzierten Mädchen und Knaben aus den fünf Alterskategorien eine «Zürifisch-Medaille» erhalten.

    Quelle: Medienmitteilung Zürifisch

  • Die Zürcher Freizeit-Bühne unterstützt «Denk an mich»

    Die Zürcher Freizeit-Bühne unterstützt «Denk an mich»

    Im März spielte die Zürcher Freizeit-Bühne (ZFB) nach zweijähriger Pause wieder im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg. Gezeigt wurde die Komödie «Rekordverdächtig» (wir berichteten). Neben drei erfolgreichen Abendaufführungen gab es auch eine Benefizaufführung am Sonntagnachmittag.

    Begünstigt wurde – wie bereits in den Jahren zuvor – die Stiftung «Denk an mich». Ende März konnten die Einnahmen aus dieser Aufführung an den stellvertretenden Geschäftsführer und Leiter Fundraising, Patrick Huber, übergeben werden. Stolze 2300 Franken kamen zusammen.

    Die Präsidentin der ZFB, Vreni Jenni, sowie Heinz Jenni, Ehrenpräsident und Aktuar, überreichten den symbolischen Check persönlich in der Geschäftsstelle. Die Freude darüber sei «riesengross» gewesen, wie Jenni dem «Höngger» mitteilt.

    Die Stiftung «Denk an mich» unterstützt mit diesen Mitteln Ferien und Freizeitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen. Als Solidaritätsstiftung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) setzt sie sich seit über 50 Jahren für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein.

    Die ZFB, 1893 als Dramatischer Verein Höngg gegründet, blickt ihrerseits auf eine lange Tradition von Benefizvorstellungen zurück. Das jüngste Stück «Rekordverdächtig» wurde zudem auch zweimal in Wollishofen aufgeführt.

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    Dramen und Drama bei der ZFB

  • Sächsilüüte 2026: Der Sommer wird schön

    Sächsilüüte 2026: Der Sommer wird schön

    Wie in den Jahren zuvor herrschte vor dem Dupont am Beatenplatz eine fröhliche Stimmung. Das Restaurant dient der Zunft Höngg am Sächsilüüte als Zunftstube. Kurz nach 14.30 Uhr traten die Zunftmitglieder und ihre Gäste hinaus, um sich gemeinsam mit der «Hönggermusik» für den Umzug bereit zu machen.


    Warten vor dem grossen Umzug am Sächsilüüte. (Foto: Arthur Phildius)

    Wie man hörte, war das Essen vorzüglich; unter anderem wurden Capuns serviert – schliesslich war Graubünden der diesjährige Gastkanton des Zürcher Frühlingsfests. Dieses begann schon am Freitag, 17. April, auf dem Lindenhof, bot Bälle am Samstag und den Kinderumzug am Sonntag. Der Umzug mit der Verbrennung des Bööggs aber gilt als Höhepunkt.

    Die Ehrengäste der Zunft Höngg

    Besonderes Augenmerk galt den Ehrengästen der Zunft Höngg: Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Bundesbahnen, Vincent Ducrot, CEO der SBB, Nationalrat Martin Candinas sowie Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch, mischten sich gut gelaunt unter die Hönggerinnen und Höngger.


    Nationalrat Martin Candinas, Zunftmeister Walter Zweifel, Vincent Ducrot, CEO SBB, Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin SBB, und Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch. (Foto: Arthur Phildius)

    Viel Aufmerksamkeit erhielt aber auch Zunftmeister Walter Zweifel: Er wird sein Amt im Herbst abgeben. Seit 2018 führt er die Zunft Höngg; sein Vorgänger ist Daniel Fontolliet. Über Abschied und Nachfolge wird der «Höngger» bald berichten.


    Zunftmeister Walter Zweifel gibt den Kelch Ende Jahr weiter. (Foto: dad)

    Blumenkönigin und Roboter

    Dieser «letzte» Umzug für Zweifel als Zunftmeister fand bei perfektem Wetter statt. Die Zunft Höngg begab sich an fünfter Stelle auf die Route und traf dabei auf zahlreiche Schaulustige. Auch bei anderen Zünften liefen bekannte Gesichter mit: SRF-Moderator Nik Hartmann bei der Zunft Wiedikon, die Schauspielerin Tonia Maria Zindel bei der Zunft Hottingen, Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider bei der Zunft zum Weggen, der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal bei der Zunft zu Oberstrass sowie Bischof Joseph Maria Bonnemain bei der Zunft Wollishofen.


    Martin Candinas ist beliebt. (Foto: Arthur Phildius)

    Der «Tages-Anzeiger» schreibt zudem, dass Schlagersängerin Beatrice Egli der beliebteste Ehrengast gewesen sei. Sie wurde von der Zunft zum Widder eingeladen und erhielt, so die Tageszeitung, unzählige Blumensträusse. Einzig der Roboter «Henrietta» des Gastkantons Graubünden dürfte noch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben – eine Werbung für den Davos Tech Summit.


    Christian Mossner vom Höngger Verein Connecta.TV. (Foto: dad)

    Die Traube darf natürlich bei keinem Umzug fehlen. (Foto: Arthur Phildius)

    12 Minuten und 48 Sekunden

    Doch über all den Namen und Figuren thronte ohnehin nur einer: der Böögg. Seine Zeit im Scheinwerferlicht war in diesem Jahr allerdings kurz. Das Feuer griff schnell um sich, und nach 12 Minuten und 48 Sekunden explodierte der Böller im Kopf des Schneemanns. Das bedeutet, dass sich Zürich auf einen schönen Sommer freuen darf.


    Die Höngger Fahne ist am Sächsilüüte ein begehrtes Sujet. (Foto: dad)

  • Ein positives Jahr für den Gewerbeverein Chreis Zäh

    Ein positives Jahr für den Gewerbeverein Chreis Zäh

    Wie der Gewerbeverein Chreis Zäh an seiner Generalversammlung im Fasskeller von Zweifel 1898 mitteilte, ist er seit der Neugründung im Jahr 2024 auf 28 Mitglieder angewachsen. Auch weise er ein positives Jahresergebnis aus. Ziel sei es nun, im laufenden Jahr 10 bis 15 neue Mitglieder zu gewinnen, wie Vereinspräsident John Huizing sagte.

    Im Vorstand selbst gab es Veränderungen: Marcel Hirzel («Heisse Marroni») habe sich beruflich neu orientiert, Thomas Herter («Zweifel 1898») kehre nach Bordeaux zurück und Valeria Meier trete im Zuge einer geschäftlichen Reorganisation zurück. Der Verein dankte den drei Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement bei der Gründung und für ihre geleistete Arbeit.

    Neu in den Vorstand gewählt wurde schliesslich Ilenia Raso-Iacovo von der Zürcher Kantonalbank. Sie übernimmt das Amt der Kassiererin.

    Bewährt haben sich ausserdem die Vernetzungsanlässe über Mittag und am Abend, die man weiterführen werde. Zudem ist eine Teilnahme am kommenden Wümmetfäscht mit eigenem Stand geplant.