Autor: tka_admin

  • Nutzung der Notschlafstellen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen

    Nutzung der Notschlafstellen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen

    Am 1. Dezember 2025 hat die Stadt Zürich neben der Notschlafstelle in Wipkingen an der Rosengartenstrasse einen zweiten Standort für Frauen eröffnet. Damit konnte laut einer Medienmitteilung die Kapazität in den Notschlafstellen von 52 auf 70 Plätze erhöht werden.

    Die Zahlen zeigen die Notwendigkeit dieses Schritts: Im Schnitt haben in den vergangenen fünf Wintermonaten 57 Menschen in den städtischen Notschlafstellen übernachtet.

    Die Kapazität vor der Erweiterung wurde in 80 Prozent der Nächte überschritten. Die meistbesuchte Nacht war der 19. Januar 2026 mit 71 Personen, die am wenigsten besuchte der 15. November 2025 mit 41 Personen. Über 90 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Stadtzürcher und Stadtzürcherinnen.

    Im Vergleich zum Winter 2024/25 haben mit gut 400 Menschen rund 10 Prozent mehr Personen die Notschlafstelle genutzt. Die meisten Menschen nutzen die Notschlafstelle nach wie vor nur für ein paar Nächte.

    Zwischen November und März wurden zudem 55 von Wohnungs- oder Obdachlosigkeit bedrohte oder betroffene Familien in der Notunterkunft für Familien untergebracht.

    Notschlafstelle für Frauen soll weitergeführt werden

    Aufgrund der gestiegenen Zahlen soll der zusätzliche Standort an der Gerechtigkeitsgasse bis zur Sanierung der Liegenschaft, voraussichtlich im Frühjahr 2027, als Notschlafstelle für Frauen beibehalten werden. Der zusätzliche Standort mit 18 Plätzen wurde seit Dezember durchschnittlich von 12 Frauen und weiblich gelesenen Personen genutzt.

    Draussen unterwegs für Menschen ohne Obdach

    Die Teams von sip züri haben diesen Winter an 228 von obdachlosen Menschen genutzten Schlafplätzen rund 385 Mal Menschen angetroffen und dabei 235 Beratungen durchgeführt. Dies sind deutlich mehr aufgesuchte Schlafplätze und mehr Beratungen als im Vorjahr.

    Vergangenen Winter war es an 76 Nächten so kalt, dass Kältepatrouillen von sip züri bis 2 Uhr morgens für Menschen am Rand im Einsatz waren. Durch Beratungsgespräche konnte sip züri Menschen im öffentlichen Raum dazu motivieren, ein Notübernachtungsangebot aufzusuchen.

    26 Mal wurden Personen mit ungenügender Ausrüstung für eine Übernachtung im Freien angetroffen. Der Beizug eines Notarztdienstes aufgrund von Selbstgefährdung, zum Beispiel durch übermässigen Substanzkonsum, Suizidalität oder schlechte Ausrüstung war fünfzehn Mal nötig.

    Im Winter rund 200 obdachlose Personen in Zürich

    Seit 2024 erhebt sip züri gemeinsam mit dem Sozialwerk Pfarrer Sieber jeweils zwei Mal jährlich (Januar und Juli) mittels der Methode der Stichtagszählung die Anzahl der obdachlosen Personen in der Stadt Zürich. Gezählt werden dabei die Menschen im öffentlichen Raum und in den städtischen und privaten Einrichtungen für diese Zielgruppe.

    Gemäss den bislang durchgeführten Zählungen halten sich im Winter durchschnittlich etwa 200 obdachlose Personen in der Stadt Zürich auf. Drei Viertel von ihnen nutzen entsprechende soziale Einrichtungen. Im Sommer sind es im Schnitt 125 obdachlose Personen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Ein Bett auf Zeit

  • Höngger Sieg am «De schnällscht Zürifisch»

    Höngger Sieg am «De schnällscht Zürifisch»

    Mitte März haben rund 1400 Stadtzürcher Kinder an den zwölf Ausscheidungswettkämpfen, darunter im Hallenbad Bläsi, teilgenommen. Davon haben sich rund 900 für den Einzug in den Halbfinal qualifiziert – das entspricht 64 Prozent der Teilnehmenden.

    Am Finaltag im Hallenbad Oerlikon hat bei den Mädchen Aurelia Wüst mit 28.18 Sekunden und bei den Jungen Henri Thurn mit 29.54 Sekunden den Titel «De schnällscht Zürifisch» gewonnen. Insgesamt haben sich laut Medienmitteilung 700 Stadtzürcher Kinder über 50 Meter Freistil gemessen.

    Höhepunkt des Finaltages war der ZKB Goldsprint: Die acht schnellsten Mädchen und Knaben aus den Finalläufen konnten um echtes Gold schwimmen.

    Höngger Fische

    Aus Höngg kamen folgende Teilnehmende in die Ränge: Im Wettkampf 1 (Knaben, 50 Meter Freistil, 9 Jahre und jünger), siegte Vassilis Tsolakos aus der Schule Vogtsrain. Im Wettkampf 4 (Mädchen, 50 Meter Freistil, 10 Jahre) erreichte Kira Shapoval aus der Schule Bläsi ebenfalls den 1. Platz. Im Wettkampf 9 (Knaben, 50 Meter, Freistil, 13 Jahre) landete Pavlos Apostolopoulos von der Schule Riedhof auf Platz 3.

    An der Ehrung haben die drei bestplatzierten Mädchen und Knaben aus den fünf Alterskategorien eine «Zürifisch-Medaille» erhalten.

    Quelle: Medienmitteilung Zürifisch

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    Hönggerin auf Platz 1

  • Ein Ferientag auf dem QuarTierhof in Höngg

    Ein Ferientag auf dem QuarTierhof in Höngg

    Bereits zum zweiten Mal gestalten der QuarTierhof Höngg und das GZ Höngg gemeinsam einen Ferientag. Spielerisch und direkt vor Ort lernen die Kinder viel Neues über die tierischen Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Hof.

    Ein kleines Tier, das bei den vielen blühenden Bäumen, Büschen und Blumen besonders viel zu tun hat, steht an diesem Tag jedoch im Zentrum: die Biene. Als weiteres Highlight wird gemeinsam gekocht und gebastelt.

    Zur Anmeldung

    Der Anlass findet am Freitag, 24. April, und bei jeder Witterung statt. In den Kosten von Fr 50.00 (mit KulturLegi Fr 25.00) sind Verpflegung und Material inbegriffen. Für  Kinder ab 8 Jahren. Anmeldung per E-Mail an seraina.vetsch@quartierhof-hoengg.ch

  • Jetzt kann der Standort für den Recyclinghof ausgewählt werden

    Jetzt kann der Standort für den Recyclinghof ausgewählt werden

    Vielleicht war die Welt zu Zeiten der Entsorgungscoupons ja doch noch ein bisschen einfacher: Dann wusste man nämlich noch ziemlich genau wohin mit dem Sperrmüll. Seit Stadträtin Simone Brander diese Coupons jedoch abgeschafft hat, ist die Sache ein wenig komplizierter.

    Neu kann die Quartierbevölkerung einmal monatlich vom Angebot eines mobilen Recyclinghofs profitieren, der direkt ins Quartier kommt. In Höngg ist dafür einerseits die Tramschlaufe an der Winzerstrasse vorgesehen, wo bis anhin das Cargotram Halt machte – und der Pausenplatz des Schulhauses Lachenzelg.

    Komplexe Lage in Wipkingen

    Für Wipkingen ist die Lage komplex: Eigentlich ist als Standort das Schulhaus Waidhalde vorgesehen. Weil es aber noch eine Weile dauert, bis diese mobilen Recyclinghöfe richtig in Betrieb sind, wurde die Zeit bis dahin mit mehreren Recyclingaktionen überbrückt – aber nicht bei der Waidhalde, sondern auf dem Röschibachplatz (wir berichteten). Der Zulauf war gross, die Stimmung ausgelassen, die Anwohnerschaft zufrieden und vollbepackt mit Matratzen, Schränkchen und alten Koffern.

    Doch die Waidhalde als künftiger Entsorgungsstandort kommt nicht gut an. Denn die Krux ist – die Entsorgung ist nur mit dem öV oder zu Fuss möglich. Mit dem Auto anfahren und das Sperrgut abladen ist nicht erlaubt. Und deswegen ist der Waidhalde-Standort als einer der höchsten Punkte im Quartier aus Sicht vieler suboptimal gewählt.

    Wer die Wahl hat, hat die Qual

    Der Unwille der Bevölkerung und insbesondere des Quartiervereins Wipkingen ist indes auch der städtischen Verwaltung nicht entgangen. Und deswegen, so teilt Beni Weder, der Präsident des Quartiervereins mit, habe das ERZ nun vier Alternativvorschläge zum Schulhaus Waidhalde erarbeitet.

    Der Quartierverein seinerseits hat dazu eine Umfrage gestartet, die online auf der Website des Vereins durchgeführt wird. Mittlerweile hätten sich, so Weder, bereits über 150 Menschen an der Umfrage beteiligt.

    Gewählt werden kann zwischen zwei verschiedenen Varianten beim Schulhaus Letten sowie einem Standort beim Schulhaus Nordstrasse – und auf dem Röschibachplatz. Auch der gewünschte Tag und die Startzeit kann angegeben werden. Welcher Standort bis anhin von den Teilnehmenden favorisiert wird, ist der Redaktion nicht bekannt.

    Die Umfrage läuft noch bis am Freitag 17. April 2026. Die Resultate werden anschliessend auf der Website des Quartiervereins publiziert und dem ERZ mitgeteilt. 

  • Reformierte Kirche: Res Peter wird neuer Kirchenpflegepräsident

    Reformierte Kirche: Res Peter wird neuer Kirchenpflegepräsident

    Bei der Gesamterneuerungswahl für die Behörden der grössten Kirchgemeinde der Schweiz bewarben sich laut Medienmitteilung fünfzehn Kandidierende um einen Sitz in der Kirchenpflege, darunter drei Bisherige und zwölf Neukandidierende.

    Gewählt wurden im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit Michael Braunschweig (bisher), Michael Hauser (bisher), Anna Katharina Hotz Semadeni (neu), Andreas «Res» Peter (bisher), Céline Germaine Reymond (neu) und Mona Schatzmann (neu). In der Wahl für das Präsidium setzte sich Res Peter gegen Mona Schatzmann durch.

    Neubesetzung der Legislative

    Gleichzeitig wurde die Legislative der Kirchgemeinde für die Amtsdauer 2026–2030 neu besetzt. Für das 45-köpfige Kirchgemeindeparlament kandidierten 45 Personen, davon 27 Bisherige. Einige Kandidierende traten gleichzeitig für die Kirchenpflege und das Kirchgemeindeparlament an.

    Die Parlamentswahl erfolgte in den sechs Wahlkreisen, die auch für die Wahlen des Kantonsrats auf Stadtgebiet gelten. Die Wahl der Kirchenpflege fand gesamtgemeindlich statt. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 13 Prozent.

    Zweiter Wahlgang am 14. Juni 2026

    Der zweite Wahlgang wird am 14. Juni die definitive Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung der Kirchenpflege bringen. Dann reicht das relative Mehr für den Einzug in das siebenköpfige Gremium.

    Auch wird voraussichtlich eine Nachwahl für das Kirchgemeindeparlament notwendig sein, weil einige der doppelt Kandidierenden sich für den Sitz in der Kirchenpflege entscheiden dürften. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 16 Jahren.

    Quelle: Medienmitteilung reformierte Kirche Zürich

  • Mit 89 Jahren am Start: Höngger läuft stark am Zürich Marathon

    Mit 89 Jahren am Start: Höngger läuft stark am Zürich Marathon

    Unter den Teilnehmenden des Ochsner Sport Zürich Marathons war auch der 89-jährige Höngger Gregorio Sablone, der im Halbmarathon an den Start ging. Diese Zeitung bezeichnete ihn einst als «schnellsten Senior» des Quartiers. In seiner Kategorie der über 75-Jährigen belegte Sablone mit einer Zeit von 2:14:53 Stunden den sechsten Platz.

    Sablone kam einst als Gastarbeiter aus den Abruzzen in die Schweiz, war NZZ-Postbote und wohnt beim Heizenholz. Bis heute hat er an über unzähligen Volksläufen teilgenommen und dabei viele Kategoriensiege erzielt.

    Die Strecken am Zürich Marathon

    Der Zürich Marathon bietet verschiedene Strecken und Kategorien für unterschiedliche Leistungsniveaus. Die klassische Hauptdisziplin ist der Marathon über 42,195 Kilometer, der entlang des Zürichsees führt. Daneben gibt es den Halbmarathon über 21,1 Kilometer, der besonders beliebt ist.

    Wer es kürzer mag, kann am 10-Kilometer-City-Run teilnehmen, der durch die Stadt verläuft und auch für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet ist.

    «Hart, aber stolz»

    Der Kenianer Davis Kiplangat gewann laut offizieller Medienmitteilung die 23. Austragung des Marathons in 2:09:03 Stunden. Es war der erste Marathon-Sieg seiner Karriere. Der ehemalige 3000-Meter-Läufer zeigte sich im Ziel emotional: «Es war sehr hart, aber ich bin stolz», sagte er.

    Für das sportliche Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Raphael Josef. Die nationale Spitzengruppe blieb lange geschlossen, ehe sich Josef in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:49 Stunden erreichte er das Ziel als bester Schweizer.

    Starke Siegerzeit bei den Frauen

    Das Frauenrennen wurde von Beginn an von den beiden Kenianerinnen Lydia Cheruto und Anastasha Rono geprägt. Das Duo bestimmte das Tempo, ehe sich Cheruto durchsetzen konnte. Sie gewann in 2:28:25 Stunden – der drittschnellsten Siegerzeit in der Geschichte des Marathons.

    Auf Rang drei klassierte sich bereits die beste Schweizerin: Selina Ummel überzeugte mit einer starken Zeit von 2:39:13 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um rund fünf Minuten. «Ich wollte unterwegs aufgeben, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht. Am Ende war ich schneller als erwartet», erklärte sie im Ziel.

    Quelle: Medienmitteilung Zürich Marathon Ochsner Sport

  • «Zeit zum Loslassen»

    «Zeit zum Loslassen»

    In Höngg war sie Seelsorgerin, Predigerin, Dichterin, Trauerbegleiterin und vieles mehr: Anne-Marie Müller wurde in zehn Jahren zur Vertrauensperson für viele Menschen. Nun wendet sie sich einem neuen Kapitel zu. In einem Interview mit ihrem Kollegen Beat Gossauer, nachzulesen in der März-Ausgabe des «reformiert.lokal», blickt die Pfarrerin zurück.

    Müller sagt darin, dass die Seelsorge von Anfang an – schon während des Studiums und später in den 36 Jahren im Pfarramt – ihr zentrales Thema gewesen sei. «So viele Anliegen, Probleme, Trauer, Interesse, Not, auch von Heranwachsenden, auch von mir, würden Seelsorge benötigen. Schade, dass viele Menschen gar nicht auf die Idee kommen, dass Seelsorge helfen kann.»

    «Du bist nicht allein, du bist gehalten»

    Laut dem Interview arbeitete die Bernerin unter anderem vor ihrem Amtsantritt in Höngg in einem Pflegezentrum in Dielsdorf. Dort begleitete sie fast täglich Sterbende – und tat dies, wie sie sagt, sehr gerne. «Du bist nicht allein, du bist gehalten», lautete ihre Botschaft an jene Menschen. Schliesslich sei für sie aber die Zeit gekommen, in einer «quirligen Gemeinde» in der Stadt zu arbeiten – und sie fand diese in Höngg.

    In ihrem Wirken hier habe sie vieles erlebt: Lebensgeschichten, Hochs und Tiefs, Trauer und Freude, Erinnerungen und ungelöste Konflikte – aber auch den Blick nach vorn. Auch ihr Gespür für Symbole kam zum Tragen: «In sehr vielen Gesprächen und Diskussionen ist ein Symbol, eine Bewegung, eine Farbe, eine Schachfigur weiterführend, anschaubar. Mehr als lange Erklärungen.»

    Offene Worte und Sätze

    Nun sagt Müller Adieu zu ihrer Gemeinde – ein Moment, der ihr nicht leichtfällt, wie sie im Interview mit Beat Gossauer einräumt. Doch das Loslassen sei eine der Aufgaben, die ihr gegeben sei. Wie sie der «Höngger»-Redaktion auf Nachfrage mitteilt, kehrt sie in ihre Heimat nach Wabern zurück.

    Als Dichterin will sie weiterhin tätig sein – eine Aufgabe, für die sie ebenfalls geschätzt wird. «Gedichte sind offene Worte und Sätze, die Halt geben. Dies habe ich immer gebraucht. Gedichte bieten Raum zur eigenen Interpretation.»

    Zudem suche sie weiterhin nach dem Sinn des Lebens – und finde ihn manchmal auch. Zum Abschiedsgottesdienst, geleitet von Yvonne Meitner, war die reformierte Kirche Höngg sehr gut besucht. Damit schliesst sich für Müller ein Kapitel und ein neues beginnt. (dad)

    Quelle: «reformiert.lokal», Interview von Beat Gossauer

  • Der Quartierverein Wipkingen macht ernst: Deutliche Absage an die Stadt

    Der Quartierverein Wipkingen macht ernst: Deutliche Absage an die Stadt

    Die 166. Generalversammlung des Quartiervereins Wipkingen (QW) hat am 10. April die von der Stadt Zürich vorgelegte Subventionsvereinbarung mit 64 Stimmen bei zwei Enthaltungen zurückgewiesen. Damit sei ein klares Zeichen gesetzt worden, wie es auf der Website des QW heisst. Die Mitglieder folgten geschlossen dem Antrag des Vorstands.

    Die neue Subventionsvereinbarung der Stadt sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Bislang honorierte die Stadt die freiwillige Quartierarbeit «unkompliziert», so der QW, mit jährlichen Beiträgen von insgesamt rund 12’745 Franken. Dies entspricht etwa 18 Prozent des Budgets des Wipkinger Vereins. Mit der neuen, nicht verhandelbaren Vereinbarung ab 2026 wolle die Stadt jedoch weitreichende Bedingungen stellen, heisst es weiter.

    Einschränkung der Autonomie

    Der Vorstand des QW sieht im neuen Vertragswerk eine massive Einschränkung der Vereinsautonomie. Die Vereinbarung würde unter anderem Vorschriften zur Organisation, zur Rechnungsführung sowie Verpflichtungen zu Stillschweigen und Sperrfristen für Vorstandsmitglieder umfassen. Zudem werde eine externe Revision verlangt, die laut QW gesetzlich nur für grössere Unternehmen vorgeschrieben ist.

    «Für den Vorstand schränkt diese Vereinbarung die Unabhängigkeit massiv ein und auferlegt ihm einen unnötigen administrativen Aufwand», sagt QW-Präsident Beni Weder. Er erinnerte an der Generalversammlung an die lange Geschichte des QW, der seit 1859 existiert, politisch neutral agiert und sich massgeblich durch Mitgliederbeiträge, Spenden und eigene Aktivitäten finanziert.

    Unabhängigkeit ist wichtiger

    Mit dem deutlichen Abstimmungsergebnis von 64 Ja-Stimmen zur Ablehnung machten die Mitglieder laut QW unmissverständlich klar, dass ihnen die Unabhängigkeit von der Stadtverwaltung wichtiger ist als städtische Zuschüsse.

    Wie diversen Medienberichten zu entnehmen ist, ist der Widerstand aus Wipkingen gegen die Subventionsvereinbarung nicht der einzige: Auch der Quartierverein Altstetten lehnte die Vereinbarung mit einer überwältigenden Mehrheit von 98 Prozent der Stimmen ab. Etwas knapper fiel das Resultat beim Quartierverein Wiedikon aus, wo sich 54 Prozent dagegen aussprachen.

    Neue Vorstandsmitglieder dank Statutenänderung

    An der 166. Generalversammlung wurden zudem neue Vorstandsmitglieder gewählt: Marc Bürgi (Kultur), Raffaela Hartmann (Kommunikation), Sebastian Kernbach (Kultur) und Martin Landolt (Kommunikation/Web) gehören neu dem Gremium an. Möglich wurde dies durch eine Statutenänderung: Die maximale Anzahl der Vorstandsmitglieder wurde von 14 auf 16 erhöht, um den neuen Kräften Platz zu bieten.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen

  • Sächsilüüte 2026: Zunft Höngg an fünfter Stelle

    Sächsilüüte 2026: Zunft Höngg an fünfter Stelle

    Das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs hat das Programm des diesjährigen Zürcher Frühlingsfests angekündigt: Start am Freitagnachmittag auf dem Lindenhof mit Präsentation und Programm des Kantons Graubünden, Kinderumzug am Sonntag sowie der Zug der Zünfte zur Bööggverbrennung auf dem Sechseläutenplatz am Montag.

    Graubünden nimmt mit einer eigenen Delegation von 300 Personen am traditionellen Zug zum Feuer am Sächsilüüte-Montag teil. Am Kinderumzug am Sonntag sind rund 150 Kinder aus fünf Kinderchören mit dabei. An beiden Umzügen ist der eigens für das Sechseläuten komponierte Song «Patgific» zu hören.

    Die Ehrengäste

    Der Zug der Zünfte am 20. April wird ab 15 Uhr von der Zunft zu Wiedikon angeführt, die Zunft Höngg folgt bereits an fünfter Stelle. Insgesamt werden wieder 26 Zünfte durch die Innenstadt ziehen und sich präsentieren.

    Wie der offiziellen Gästeliste des Zentralkomitees zu entnehmen ist, zählen Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Bundesbahnen, Vincent Ducrot, CEO der Schweizerischen Bundesbahnen, Nationalrat Martin Candinas sowie Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch, zu den Ehrengästen der Zunft Höngg.

    Die Gästeliste insgesamt hält viele illustre Namen bereit: SRF-Moderator Nik Hartmann ist bei der Zunft Wiedikon dabei, die Schauspielerin Tonia Maria Zindel bei der Zunft Hottingen, der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal bei der Zunft zu Oberstrass oder Bischof Joseph Maria Bonnemain bei der Zunft Wollishofen.

    Insgesamt seien rund 120 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kultur und Sport am Zug der Zünfte dabei.

    Quelle: Website Sächsilüüte

    Verkehrseinschränkungen wegen Sechseläuten

    Wegen des Kinderumzugs am Sonntag, 19. April 2026 und dem Zug der Zünfte und der Bööggverbrennung am Montag, 20. April 2026 werden mehrere Strassen in den Stadtzürcher Kreisen 1 und 2 für den Verkehr gesperrt. Die Dienstabteilung Verkehr und die Stadtpolizei Zürich signalisieren Umleitungen; dennoch kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Die Stadtpolizei Zürich empfiehlt, die Innenstadt grossräumig zu umfahren.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Am 5. Kantonsratslauf gaben bekannte Gesichter und Parteien das Tempo vor

    Am 5. Kantonsratslauf gaben bekannte Gesichter und Parteien das Tempo vor

    Heute, am 13. April 2026, um fünf vor sieben, gab Regierungsrat Mario Fehr den Startschuss: Dann machten sich die Kantonsratsmitglieder auf der Tartanbahn im Zürcher Letzigrund auf den Weg, so viele Meter und Kilometer wie möglich abzuspulen.

    Zum bereits 5. Mal fand der jährliche Zürcher Kantonsratslauf, organisiert vom Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und der Parlamentarischen Gruppe Sport (PGS), statt. 60 Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte nahmen an der frühmorgendlichen Sportsession teil.

    Die Mehrheit legte innert 20 Minuten joggend oder walkend ihre Runden auf der Bahn zurück, während die restlichen Teilnehmenden eine Gymnastik-Einheit in der Aufwärmhalle absolvierten.

    Mittlerweile Tradition

    Der alljährliche Event, der immer im April vor einer Ratssitzung stattfindet, geniesst mittlerweile Tradition unter den Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Gut ein Drittel des Kantonsrats nimmt regelmässig daran teil.

    Sinn und Zweck des Kantonsratslaufs ist denn auch ein gemeinschaftlicher: gemeinsam Sport zu treiben, anstatt zu politisieren – und das über die Parteigrenzen hinaus. Dennoch gab es auch dieses Jahr wieder einen sportlichen Anreiz.

    Die zurückgelegten Jogging- und Walking-Distanzen beziehungsweise die durchgeführte Bewegungseinheit (mit einer Pauschal-Distanz) wurden den jeweiligen Fraktionen der Teilnehmenden gutgeschrieben. Und dies spornte die Kantonsratsmitglieder sichtlich an: Zahlreiche Teilnehmende bewiesen Kampfgeist und gute Ausdauer.

    Die GLP schnitt am besten ab

    Wie in den letzten Jahren schwangen unter den Parteien wieder die altbekannten Gesichter oben hinaus: Die GLP-Fraktion legte mit gesamthaft 33,6 Kilometern innert 20 Minuten ein weiteres Mal die grösste Distanz zurück, gefolgt von der SVP (29 km) und der SP (23,4 km).

    Insbesondere SVP-Kantonsrat Domenik Ledergeber und SP-Kantonsrätin Sibylle Jüttner hatten grossen Anteil an der Gesamtdistanz ihrer jeweiligen Partei, waren sie doch der beste Läufer bzw. die beste Läuferin auf der Bahn.

    Auch für die EVP gab es einen augenzwinkernden Prestige-Erfolg: Gewichtet nach Anzahl Teilnehmenden, war sie die Fraktion mit der durchschnittlich grössten zurückgelegten Distanz (3,9 km pro Person).

    Quelle: Medienmitteilung Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS)

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