Autor: tka_admin

  • Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    «Wenn die Leute nicht ins Kino können, muss halt das Kino zu ihnen», sagt Roman Vital. Tatsächlich begrüsst der Regisseur die Gäste im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg mit seinem Pop-up-Kino persönlich. Er zeigt dort seinen Dokumentarfilm «Herbstfeuer». Für Vital selbst ist es etwas Besonderes, sein Werk nun auch im eigenen Quartier zeigen zu können. «Ich fand es so schön, dass Nachbarn kommen. Durch das Flyer-Verteilen in die Briefkästen erlebte ich das Quartier wieder von einer neuen Seite.»

    Im Zentrum von «Herbstfeuer» steht der Brand des traditionsreichen Grandhotels Waldhaus Vulpera im Unterengadin im Jahr 1989. Das imposante Gebäude im Stil der Neorenaissance galt einst als Treffpunkt der internationalen Elite: Bundesräte, Schriftsteller, reiche Geschäftsleute und indische Prinzessinnen logierten dort. Der Brand verursachte einen Schaden von rund 30 Millionen Franken – die Ursache blieb ungeklärt.

    Herbstfeuer – Ein Film von Roman Vital

    Im Film begleitet Vital den damaligen Hoteldirektor Rolf Zollinger, der bis heute nicht von den Ereignissen loskommt. Jahrzehnte später rollt Zollinger gemeinsam mit einem pensionierten Ermittler den Fall nochmals auf. Er hatte die Hoffnung, endlich Antworten zu finden. Vital interessierte weniger der Kriminalfall selbst als die psychologische Dimension. «Es geht im Film um das Loslassen und darum, dass wir nie die ganze Wahrheit sehen können», erklärt der Regisseur.

    Persönliche Verbindung

    Der Film ist für Vital ein sehr persönliches Projekt. Der damalige Hoteldirektor Rolf Zollinger ist sein Götti. Lange hatte er kaum Kontakt zu ihm. Erst ein intensives Gespräch vor einigen Jahren änderte das. «Er erzählte mir die ganze Geschichte des Brandes in dreieinhalb Stunden», erinnert sich Vital. «Da wurde mir bewusst, dass seine Geschichte etwas Universelles hat.»

    Die Recherchen begannen bereits vor fünf Jahren. Vital führte zahlreiche Gespräche, sichtete Archivmaterial und traf die beteiligten Personen mehrfach. Besonders wichtig war ihm dabei, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. «Wenn wir nur eine Perspektive haben, hängt man in einer Welt fest, in der man sich eine einseitige Geschichte konstruiert.»

    Der Film lebt stark vom Gegensatz seiner Hauptfiguren: «Ich habe einen emotionalen Hoteldirektor und einen faktenbasierten Kommissar. Das gibt per se schon eine gute Konstellation», sagt Vital. Immer wieder stellt der Film die Frage, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umgehen und wie weit Wahrheit überhaupt eindeutig feststellbar ist. Dabei sei das Thema universell. «Der Film hat viele Andockpunkte zum eigenen Leben und löst Erinnerungen aus», sagt Vital. Gerade deshalb seien die Reaktionen des Publikums sehr unterschiedlich.

    Bewegende Reaktionen

    Viele Filmfans, die das Pop-up-Kino besuchten, verbanden persönliche Erinnerungen mit dem Hotel oder der Region. Heidi Bader aus Dielsdorf kam aus emotionalen Gründen an die Vorstellung. Ihr Mann war früher Wanderleiter im Hotel und die beiden wohnten damals oft selbst im «Vulpera». «Der Film war tiefgründig und gut», meint sie nach dem Film. Das offene Ende beschäftige sie aber noch.

    Auch Ines Bernasconi aus Uetikon-Waldegg erinnert sich an Ferien als Kind im «Vulpera»: «Bis zum Brand waren meine Eltern jedes Jahr dort. Wir sind alle Wege abgewandert.» Besonders geblieben seien ihr das grosse 1.-August-Buffet und das Feuerwerk. «Mir gefiel die Geschichte von Zollinger und zu sehen, dass es ihm heute gut geht. Ich hätte mir aber gewünscht, dass im Film noch mehr zur Brandursache herauskommt.» Gabrielle Guckelberger aus Höngg sieht die Länge des Films ambivalent: «Gewisse Szenen waren etwas lang. Aber das war wohl nötig, um Details auszubeineln.» Als Engadin-Fan habe sie den Film dennoch sehr spannend gefunden.


    Im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg zeigte Roman Vital vier Vorstellungen seines Filmes. (Foto: jao)

    Neben dem Film selbst stiess auch das kleine Quartierkino von Vital auf viel Sympathie. Esther Hiltebrand und Margrit Castelmur schätzen das unkomplizierte Angebot in Höngg. «Das ist ganz herzig so. Es braucht eigentlich gar keinen grosser Saal dafür», sagt Castelmur. Und Hiltebrand ergänzt: «Es ist toll, dass wir nicht extra in die Stadt müssen.» Genau darum geht es Vital mit seinem Pop-up-Kino-Konzept: Filme dorthin zu bringen, wo klassische Kinos verschwunden sind oder kaum mehr stattfinden.

  • Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Jens Mackensen hatte alle Hände voll zu tun: Wochenlang haben er und seine Frau Helen auf die Luga hingearbeitet. Auf 300 Quadratmetern zeigten sie Helens Playmobil-Sammlung – und lockten damit Kinder in Scharen an. Aus zwei Containern voller Playmobil-Fundstücke zauberte das Wipkinger Ehepaar eine Welt, wie sie verspielter kaum sein könnte.

    Da stand die mittelalterliche Burg mit einem Heer aus Rittern, dort die Flotte mit Piratenschiffen, daneben ein Berg mit Seilbahn. Gleich daneben düste ein Zug vorbei – nein, mehrere Züge. Sie fahren vorbei am Zirkus Knie, an einem brennenden Haus und vielem mehr. Die Ausstellung in dieser Form war erstmals an der Luga zu sehen und zeigte rund 90 Prozent der Sammlung.


    Jens Mackensen vor der Sammlung seiner Frau Helen an der Luga. (Foto: dad)

    Tatsächlich durften die Kinder die ausgestellte Welt nicht anfassen. Doch Helen und Jens Mackensen dachten auch an den Spielspass: Sie boten eine eigene Ecke an, in der sich die Kinder mit Playmobil austoben konnten. So wurde die «Faszination Playmobil» mitten in der Luzerner Frühlingsmesse zu einer wahren Attraktion – ein direkter Import aus Wipkingen.


    Eine Flotte von Piratenschiffen. (Foto: dad)

    Ein Leben mit Playmobil

    Jens Mackensen erzählte der «Luga-Zytig», wie seine Leidenschaft in der DDR begann: Weil Playmobil dort kaum erhältlich war, bekam er erste Figuren von Verwandten aus Westdeutschland geschenkt. Gemeinsam mit seinem Grossvater baute er daraus eigene Ritterwelten. Nach der Wende wuchs die Sammlung stetig weiter.

    Später lernte er seine Frau Helen kennen, die ebenfalls zur begeisterten Sammlerin wurde. Nach dem Tod seines Grossvaters übernahm Helen die über Jahre gewachsene Sammlung. «Heute gehört sie ganz ihr – und ich bin sozusagen ihr Manager», sagt Jens mit einem Lächeln.

    Auch an ihrer Hochzeit spielten die kleinen Figuren eine besondere Rolle. Stolz präsentierte Jens der Zeitung zwei Playmobil-Figuren im Brautkleid und Hochzeitsanzug. «Das sind Helen und ich an unserem schönsten Tag.»

    Ein breites Publikum

    Zehn Tage lang wurde die Luzerner Allmend zum Treffpunkt für die ganze Zentralschweiz. «Die Luga zeigte sich einmal mehr lebendig, farbenfroh und authentisch», freut sich Messeleiterin Linda Gabriel laut Medienmitteilung. Über 120’000 Menschen liessen sich inspirieren, unterhalten, kauften ein und entdeckten Neues.

    Entsprechend positiv fällt auch Gabriels Bilanz aus: «Ich bin sehr zufrieden. Überall auf dem Gelände war eine tolle Stimmung spürbar, und wir hatten keine Zwischenfälle.» Auch das frühlingshafte Wetter trug zur guten Stimmung bei und lud zum Verweilen ein. «Die Kombination aus Marktplatz, Landwirtschaft, Unterhaltung und Gastronomie sowie das Zusammenspiel von Bewährtem und Neuem spricht ein breites Publikum an», erklärt Gabriel.

    Nach der Messe folgt der Verein


    Auch ein Berg mit Seilbahn wurde aufgestellt. (Foto: dad)

    Helen und Jens Mackensen waren gemeinsam mit Freunden täglich vor Ort und pendelten zwischen Luzern und Wipkingen. Mittlerweile ist die Playmobil-Welt wieder zurück im Kreis 10 – doch sie soll weiterhin genutzt werden. Mit dem Verein «Helens Playmobil Traum» gründeten die Mackensens eine Plattform für alle, die ihre Begeisterung für Playmobil teilen. Und vielleicht folgt schon bald die nächste Ausstellung.

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  • «Mamma Mia!»: Eine Hönggerin im Abba-Fieber

    «Mamma Mia!»: Eine Hönggerin im Abba-Fieber

    Mittlerweile dürfte die Geschichte des Musicals «Mamma Mia!» fast allen bekannt sein. Die originale Bühnenfassung mit den Abba-Hits sprengte Rekorde, und die Hollywood-Verfilmung mit Meryl Streep wurde zum Millionenseller. Dennoch eine kurze Erinnerung: Auf einer griechischen Insel betreibt Donna eine kleine Pension, während sich ihre Tochter auf die Hochzeit vorbereitet. Diese will unbedingt ihren bis anhin unbekannten Vater einladen – doch genau das wird zum «Problem». In einem Tagebuch ihrer Mutter findet Sophie Hinweise auf gleich drei mögliche Kandidaten. Kurzerhand lädt sie alle drei Männer ein. Das sorgt für reichlich Tumult – und für viel Musik und Tanz auf der sonst so friedlichen Insel.

    «Mamma Mia!» funktioniert weltweit: Das Musical wurde bereits in 16 Sprachen aufgeführt, darunter Deutsch, Schwedisch, Spanisch, Koreanisch, Französisch und Niederländisch. Warum also nicht auf Schweizerdeutsch? Eric Hättenschwiler und Dominik Flaschka (Dialoge) sowie Roman Riklin (Songtexte) gaben der Geschichte einen Mundartanstrich. Ab dem 7. Mai erobern nun Donna (Sandra Studer) und Sophie (Judith von Orelli) bis am 14. Juni die Maag-Halle – im gewohnten Setting und in vertrauter Sprache.


    Szene aus «Mamma Mia!». (Foto: René Tanner)

    Heimkehr auf die Musicalinsel

    Mit auf der Insel: die Hönggerin Maja Xhemaili-Luthiger. Für die diplomierte Bühnentänzerin und Musicaldarstellerin ist die Produktion so etwas wie ein Heimkommen, wie sie dem «Höngger» erzählt. Bereits vor acht Jahren stand sie bei den Thunerseespielen in «Mamma Mia!» auf der Bühne; ebenfalls unter der Regie von Dominik Flaschka.


    Lebt mit ihrer Familie in Höngg: Maja Xhemaili-Luthiger. (Foto: zvg)

    «Es ist ein grossartiges Stück, und das Ensemble ist besonders im ersten Teil gefordert», sagt Xhemaili-Luthiger. Ironischerweise hielt die Hönggerin früher nicht besonders viel von Abba-Songs. Mit dem Engagement änderte sich das jedoch. Im Hinblick auf die kommenden Shows sagt sie: «Ich nahm an, ich müsste die für meine Rolle erforderlichen Choreografien und Noten neu lernen. Doch mein Körper schien sich noch sehr gut an die Shows in Thun zu erinnern.»

    Einen besonderen Bezug hat sie inzwischen auch zu einem der Lieder: «Slipping Through My Fingers» erklingt im Musical, wenn Donna realisiert, wie schnell ihre Tochter erwachsen wurde. «Seit drei Jahren bin ich selbst Mutter eines Kindes. Deshalb kann ich mich in diesen Song sehr gut einfühlen», sagt Xhemaili-Luthiger.

    Plan B im Hinterkopf

    Ursprünglich wollte Xhemaili-Luthiger eine Ballerina werden und absolvierte die Grundausbildung u.a. an der Schule des Opernhaus Zürich. «Doch ich war zu klein für eine klassische Ballettkarriere», sagt sie. Deshalb entschied sie sich für eine Musicalausbildung an der Hamburg School of Entertainment und bildete sich später in New York und Zürich weiter.

    Mit Erfolg: Seither steht Xhemaili-Luthiger regelmässig auf der Bühne. 2017 war sie beispielsweise in der Operette «Das Land des Lächelns» am Opernhaus Zürich zu sehen sowie in «Tanz der Vampire» in Wien. In Emmen spielte sie in «Sister Act», und 2019 war sie Choreografin für «Jesus Christ Superstar». Zuletzt, im Jahr 2025, gehörte sie zum Cast von «Der Glöckner von Notre Dame» in Thun.

    «Ich hatte zunächst einen Plan B und bin ausgebildete Primarlehrerin. Das gab mir etwas Gelassenheit. Unterrichtet habe ich bislang jedoch wenig, da es mit dem Bühnenberuf vorwärts ging.» Ein Beruf, der die junge Mutter auch privat fordert. Da ihr Mann, Lavdrim Xhemaili, ebenfalls Darsteller ist (wir berichteten), sind die Arbeitszeiten der jungen Eltern unregelmässig – die Unterstützung der Familie sei daher unentbehrlich. «Bislang funktioniert das sehr gut. Wie es in ein paar Jahren aussieht, werden wir sehen», sagt Xhemaili-Luthiger. Sie hofft, dass Höngg auch künftig ihr Lebensmittelpunkt bleibt: «Wir leben enorm gerne hier im Quartier.»

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  • Das «Hölzli» wird 60: Eine Badi für Höngg und Oberengstringen

    Das «Hölzli» wird 60: Eine Badi für Höngg und Oberengstringen

    Was ist das Schönste an Zürich im Sommer? Das Wasser. Die Limmatstadt ist europaweit, gemessen an der Zahl der Einwohnerschaft, die Stadt mit der höchsten Dichte an Badis. Das behauptet zumindest die Autorin Tina Schmid in ihrem «Züribadibuch». Neben den frei zugänglichen Badestellen am See und an der Limmat sind es insgesamt 25 Bäder, die der Stadtbevölkerung zur Verfügung stehen: 7 Hallenbäder und 18 Sommerbäder.

    Von Letzteren finden sich vier verschiedene Typen: die Kastenbäder, die Seebäder sowie die Fluss- und Freibäder. Eines dieser Freibäder ist die Badi Zwischen den Hölzern in Oberengstringen und an der Grenze zu Höngg. In diesem Frühjahr jährt sich deren Eröffnung zum 60. Mal.

    Eine Kooperation über die Stadtgrenzen hinweg

    Ihre Entstehung ist einer Kooperation zwischen der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen zu verdanken: In den 1960er-Jahren, so schildert es die «Limmattaler Zeitung» in einem Artikel aus dem Jahr 2016, wuchs nämlich aufgrund zunehmender Bevölkerungszahlen sowohl im Stadtquartier Höngg als auch in Oberengstringen der Bedarf nach einer eigenen Badeanstalt.

    Denn für die Oberengstringer Bevölkerung war die nächste Badi erst in Schlieren zu finden. Auch in Höngg musste man zur Abkühlung eine weite Reise unternehmen, wenn man sich nicht in die Limmat wagen wollte: entweder in Richtung Altstetten zur Badi Letzigraben oder nach Oerlikon ins Allenmoos.

    Aus diesem Grund einigten sich die Stadt und die Gemeinde darauf, ein gemeinsames Projekt zu verfolgen. Damit war beiden gedient – denn, wie die «Limmattaler Zeitung» die Situation erklärt, «hatte Oberengstringen genügend Land, aber kein Geld. Die Stadt hatte das Geld, jedoch kein Land».

    In der Folge überliess Oberengstringen das Land oberhalb des Frankentals der Stadt Zürich für 99 Jahre im Baurecht und übernahm die Erschliessungskosten in der Höhe von 620 000 Franken. Die Stadt ihrerseits war für den Bau des Schwimmbads zuständig, was mit rund 3 Millionen Franken zu Buche schlug. Für den Betrieb der Badi wiederum war bis zum Jahr 2005 die Gemeinde Oberengstringen zuständig, dann übernahm das Sportamt der Stadt Zürich.

    Zur Eröffnung ein grosses Fest

    Mit dem Bau der Badi, die Mitte Mai 1966 fertiggestellt wurde, wurde das renommierte Büro Stücheli Architekten beauftragt. Erstellt wurden drei Schwimmbecken: ein 50 Meter langes Schwimmer-, ein 25 Meter langes Nichtschwimmerbecken sowie ein kleineres Lernschwimmbecken. Ein Planschbecken und eine Sprungbucht mit einem Sprungturm ergänzten das Angebot. Am Sonntag, 22. Mai 1966, hatte die lokale Bevölkerung, wie «Der Höngger» in seiner damaligen Ausgabe berichtete, die Gelegenheit, ihre neue Badi erstmals zu besichtigen.

    In Betrieb genommen wurde das «Hölzli» schliesslich einen Tag später mit einer feierlichen Zeremonie. Sowohl der Stadtpräsident Emil Landolt als auch sein designierter Nachfolger Sigmund Widmer, waren zugegen. Musik spielte, ein Kinderchor sang, Kanufahrer und Synchronschwimmerinnen traten auf. Und als Highlight, so berichtet die «Limmattaler Zeitung», habe Widmer trotz der kühlen Temperaturen sogar einen Sprung vom Dreimeterbrett gewagt.

    Baden im Wald

    Die Eintrittspreise waren damals äusserst moderat, zumindest aus heutiger Sicht. Wie «Der Höngger» schrieb, kostete der Einzeleintritt für Erwachsene 60 Rappen, Kinder kamen mit nur 20 Rappen davon – und mussten oft gar nichts bezahlen: Montag, Dienstag und Freitag ab 16 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag ab 14 Uhr war der Eintritt für sie frei.

    Heute kommen die Badegäste zwar immer noch günstig, aber nicht mehr ganz so billig davon: Ein Erwachseneneintritt kostet acht Franken, Kinder bezahlen vier. Gratiseintritte gibt es nur noch für Kinder unter sechs Jahren.

    Doch beliebt ist die Badi bei der Höngger und der Engstringer Bevölkerung nach wie vor. In den letzten Jahren verzeichnete sie jährlich jeweils mehr als 60 000 Eintritte – an Spitzentagen tummeln sich über 1000 Badegäste auf den Liegewiesen und in den Schwimmbecken. Das liegt sicherlich auch an ihrer besonderen Lage, die auch die NZZ im vergangenen Jahr zu würdigen wusste: «Das Spezielle an dieser unaufgeregten Badi ist, dass sie umgeben ist von Wald, mit Blick auf die ferne Stadt, und von einem hübschen Rebberg. Und sie ist so weitläufig, dass alle, ob jung oder alt, ohne Dichtestress aneinander vorbeikommen.»

    Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des «Hölzlis» sind bis anhin allerdings keine geplant. Dafür stand das «Hölzli» aber im vergangenen Jahr bei den dreitägigen Festivitäten zum 1155-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Oberengstringen ganz im Mittelpunkt des Geschehens.

    Start Badesaison

    9. Mai 2026
    Täglich und bei jeder Witterung
    von 9 bis 14 Uhr, bei schönem Wetter teilweise bis 21 Uhr

  • «De schnällscht Zürihegel» wird wieder gesucht

    «De schnällscht Zürihegel» wird wieder gesucht

    Gesponserter Inhalt vom Quartierverein Höngg (Violaine Stehli), in Zusammenarbeit mit Connecta.TV Höngg.

    Der Quartierverein Höngg organisiert gemeinsam mit dem Turnverein Höngg die diesjährige Ausscheidung von «De schnällscht Zürihegel». Der traditionsreiche Laufwettbewerb für Zürcher Schülerinnen und Schüler findet bereits seit 75 Jahren statt und begeistert laut Website jährlich über 4000 Kinder.

    Schon die Quartierausscheidungen sind ein Highlight: In Höngg gehen jeweils am Nachmittag weit über 300 Kinder an den Start – nach den Wipkinger Teilnehmenden, die am Vormittag laufen. Der 60-Meter-Einzellauf ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.

    Wer mitmachen will, sollte früh auf dem «Hönggi» sein, um sich rechtzeitig zu registrieren. Startberechtigt sind die Jahrgänge 2013 bis 2018 sowie jüngere Kinder. Die Schnellsten qualifizieren sich für den Final am Samstag, 13. Juni, auf der Sportanlage Fronwald in Affoltern.

    Ist wieder eine «Donnergang» dabei?

    Auch die Stafetten sind Publikumslieblinge – nicht zuletzt wegen ihrer kreativen Teamnamen. Im letzten Jahr waren etwa die «Schnellen Schildkröten», «Powersushi» oder die «Donnergang» am Start. Sechs Kinder aus einer Schulklasse bilden jeweils ein Team. Die Anmeldeformulare wurden den Lehrpersonen zugestellt. Wer keines erhalten hat, findet es auf der Website des «Zürihegel».

    Quartierausscheidung «Zürihegel»

    Samstag, 30. Mai,
    13.30–17 Uhr
    Turnerhaus und Sportplatz TV Höngg, Kappenbühlstrasse 60

    Teilnahme
    Startberechtigt sind Kinder der 1. bis 6. Primarklasse.

    • 60-Meter-Einzellauf für sechs Jahrgänge
    • 60-Meter-Klassenstaffel für Primarschulklassen

    Das schnellste Drittel jeder Kategorie qualifiziert sich für die Zwischenläufe.

    Die schnellste Staffel jeder Kategorie erreicht den Final.

    Ein Anlass für das ganze Quartier

    Für viele Kinder ist der Zürihegel der erste Wettkampf überhaupt:
    Aufregung vor dem Start, Anfeuerungsrufe am Rand und grosser Stolz im Ziel.

    Fragen richten Sie an zuerihegel@zuerich-hoengg.ch

    Quelle: Quartierverein Höngg

  • Auffahrtsgottesdienst mit dem reformierten Kirchenchor

    Auffahrtsgottesdienst mit dem reformierten Kirchenchor

    «Hier ist der Himmel auf Erden», sagen wir, wenn es uns gut geht. Auf der Erde aber geht es nicht immer himmlisch zu und es braucht manchmal viel Kraft, Vertrauen und Mut. Pfarrer Max Schäfer teilt am Auffahrtsgottesdienst seine Gedanken zur Auffahrt und er fragt: Wer blickt nicht gelegentlich Hilfe suchend gen Himmel? Denn seit seiner Rückkehr zu Gott, ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist.

    Gelobt sei Gott

    Der reformierte Kirchenchor, geleitet von Kantor Igor Marinkovic, umrahmt diesen Gottesdienst mit Werken dreier Komponisten: Er singt den «Psalm 47» von Heinrich Schütz, «Gelobt sei Gott» von Melchior Vulpius sowie «Ehre sei Gott» von Franz Schubert – Musik, welche die genannten Gedanken aufnimmt. Der Chor wird von der Organistin Tamar Midelashvili Good begleitet.

    Auffahrtsgottesdienst

    Donnerstag, 14. Mai, 10 Uhr
    Reformierte Kirche Höngg
    Mit Abendmahl

  • TC Hönggerberg: Neue Tennisplätze weiter blockiert

    TC Hönggerberg: Neue Tennisplätze weiter blockiert

    Der Tennisclub Hönggerberg wartet weiterhin auf konkrete Schritte zur Reaktivierung der seit Jahren stillgelegten Tennisplätze am Lerchenberg in Affoltern. Wie das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtet, sind die beiden Plätze seit über einem Jahrzehnt nicht mehr bespielbar. Obwohl die Stadt Ende 2024 signalisiert habe, die Anlage wiederherstellen zu wollen, fehle bis heute ein verbindlicher Terminplan.

    Der Tennisclub Hönggerberg, der 2024 aus der Fusion des TC Lerchenberg und des TC Höngg entstanden ist (wir berichteten), zählt heute knapp 500 Mitglieder. Gespielt wird derzeit auf sieben Plätzen in Höngg und Affoltern. Aus Sicht des Vereins wären die zwei zusätzlichen Plätze wichtig, um Angebote für Juniorinnen und Junioren sowie spezielle Projekte wie Girls-Tennis oder Sportangebote für Jugendliche mit Asylstatus langfristig sichern zu können.

    Fehlende Planungssicherheit

    Wie das «Tagblatt» weiter schreibt, setzt sich der Club für moderne Allwetterplätze mit Beleuchtung ein. Diese sollen nicht nur dem Verein dienen, sondern möglichst auch öffentlich nutzbar sein. Eine Sanierung aus eigener Kraft könne der Club jedoch finanziell nicht stemmen.

    Für Unmut sorge vor allem die fehlende Planungssicherheit. Laut dem Verein habe das Sportamt bereits Gespräche über mögliche Lichtanlagen geführt und grundsätzlich erkennen lassen, dass die Stadt den Tennissport fördern wolle. Schriftliche Zusagen oder ein konkreter Zeitplan lägen jedoch weiterhin nicht vor. Der Club fordere deshalb Klarheit über Zuständigkeiten und die nächsten Schritte.

    «Grünraum Lerchenhalde»

    Hintergrund der Verzögerung ist offenbar das Projekt «Grünraum Lerchenhalde» von Grün Stadt Zürich. Dieses sieht eine neue Freiraumgestaltung zwischen dem Zentrum Affoltern und der ETH Hönggerberg vor.

    Gemäss Angaben gegenüber dem «Tagblatt» sollen die Tennisplätze in dieses Gesamtkonzept integriert und allenfalls leicht verschoben werden. Deshalb erachte die Stadt eine kurzfristige Sanierung am heutigen Standort als wenig sinnvoll.

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  • Glückwunsch, Schlorian: Illustrator aus dem Kreis 10 gewinnt Preis

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    Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Eine Frage, die in der Ausstellung an der Badstrasse in Baden thematisiert wird. Dort ist noch bis 17. Mai eine kritisch-humorvolle Cartoon-Ausstellung zu sehen, organisiert von der Satire-Plattform «Bissfest».

    Insgesamt nahmen über 100 Cartoonistinnen und Cartoonisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz daran teil. Ihre insgesamt 190 Werke sind als bissige Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen und werden im Grossformat auf mobilen Plakatwänden präsentiert.


    Haller sicherte sich den 3.Platz. (Foto: zvg.)

    Mit dabei ist auch der Höngger Illustrator Stefan Haller, den unsere Leserschaft als Schlorian, den Cartoonisten in der Grossauflage, kennt. Nun hat eine Jury von «Bissfest» drei Werke der Ausstellung ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht – Haller erreichte den dritten Platz.

    «Die hochentzündliche Spannung in diesem Cartoon war für die Jury beim Betrachten fast physisch spürbar: Schlorian zeigt in dieser Arbeit wunderbar plakativ, wie rasch wir uns aneinander reiben und wie leicht ein gefährlicher Funke entstehen kann», so die Jury.

    Denken und kommunizieren

    Hinter der Satire-Plattform steht der 2019 gegründete Badener Verein «SlamJamCartoon», der eine Plattformen für die Kunst des offenen Dialogs bieten will. Konkret: «Denken und Kommunizieren kulturell inszeniert, gesprochen, gesungen und gezeichnet», wie es auf der Website heisst. Die Ausstellung «Ende der Debatte?» begleitet das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation.

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    Frühlingsmarkt im Rütihof: Pizza auf der Piazza

    Der Wonnemonat Mai lockt zum Schlendern und Spazieren. Und wo lässt es sich besser schlendern als auf einer Piazza im bunten Markttreiben? Zugegeben, der Begriff Piazza ist vielleicht ein wenig hochgegriffen für die Endhaltestelle im Rütihof, doch am 9. Mai verwandelt sich der Platz wieder einmal in einen lebendigen Basar.

    Mit mobilem Pizzaofen

    An 24 verschiedenen Ständen werden hier selbstgemachte Kostbarkeiten und Köstlichkeiten präsentiert – vom handgefertigten Schmuck über Upcycling-Taschen bis hin zu den Konfitüren. Auf die kleinen Gäste wartet wieder Manuela am Schminktisch, die vom Schmetterling bis zum Spiderman alle Wünsche erfüllen kann.

    Und für den kleinen und grossen Hunger gibt es, wie es sich für eine Dorfpiazza gehört, einen mobilen Pizzaofen, an dem sich alle ihre eigene Pizza zusammenstellen können.

    Frühlingsmarkt Rütihof

    Auf dem Platz bei der Endhaltestelle Rütihof, vor Restaurant CaBaRe
    Samstag, 9. Mai
    11 bis 18 Uhr
    24 Stände, Pizza zum selber Backen, Kinderschminken
    Kontakt: Simone Caseri, 079/ 236 92 82

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    Haller sicherte sich den 3.Platz (Foto: zvg.)

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