Autor: tka_admin

  • 60+ im Rütihof

    60+ im Rütihof

    Der Rütihof ist als Wohnquartier für Familien ebenso wie für ältere Leute sehr beliebt und hat mit seiner ruhigen Wohnlage und der Nähe zum Wald einiges an Lebensqualität zu bieten. Doch an Infrastruktur mangelt, beziehungsweise mangelte es deutlich: Mit der Schliessung der Bäckerei Keller im vergangenen Oktober wurde etwa nach dem Restaurant Rütihof auch noch das letzte gastronomische Angebot geschlossen. Mittlerweile konnte zwar Anfang August mit dem CaBaRe wieder eine Quartierbeiz eröffnet werden, doch während eines ganzen Jahres fiel das Café im Quartier als Treffpunkt für ältere Menschen weg. Ohnehin ist diese Altersgruppe im Vergleich zu anderen Zielgruppen in Bezug auf das soziokulturelle Angebot tendenziell eher benachteiligt: Ausser einem vom GZ angebotenen Gedächtnistraining stehen im Rütihof keine weiteren Anlässe spezifisch für Senior*innen auf der Agenda. Diese Umstände und die Tatsache, dass von verschiedenen Seiten Senior*innen an das GZ mit der Bitte nach der Schaffung eines neuen Treffpunkts herantraten, veranlassten Anina Schuler, damalige Praktikantin des GZ Hönggs, im vergangenen Herbst dazu, im Rahmen ihrer Ausbildung an der Hochschule für Soziale Arbeit eine empirische Projektarbeit zu diesem Thema zu verfassen.

    Bedarfsanalyse und konkrete Umsetzung

    Inhalt der Arbeit war nicht nur eine Bedarfsanalyse anhand der Interviews mit wichtigen Stakeholdern im Quartier – also Senior*innen, aber auch anderen im Quartier aktiven Akteuren und Vertretern der im Rütihof ansässigen Wohnbaugenossenschaften – sondern auch der Versuch, die konkreten Wünsche der über 60-Jährigen im Anschluss an die Analyse direkt umzusetzen. Schuler führte insgesamt 17 aktivierende Befragungen im Rütihof durch und wertete diese im Rahmen ihrer Arbeit aus. In einem anschliessenden Workshop präsentierte sie die Ergebnisse den Beteiligten und weiteren Interessierten. Wie zu erwarten, gaben die meisten Befragten an, dass ihnen ein Café beziehungsweise ein Begegnungsort im Quartier fehle. Aus den konkreten Vorschlägen, die die Beteiligten äusserten und bei denen sie sich vorstellen konnten, selbst aktiv mitzuwirken, wurde schliesslich die Idee eines monatlichen Spieltreffs ausgewählt. Schuler konnte drei Freiwillige gewinnen, die diese Idee gemeinsam mit ihr umsetzten. «Das war auch eines der Ziele der Befragung: eine sich selbst verwaltende Gruppe von Engagierten zu finden, die Anlässe aus dem Quartier heraus organisiert und gestaltet. Das GZ kann unterstützend dafür die Infrastruktur und die Öffentlichkeitsarbeit bieten», schildert Schuler den Kerngedanken dahinter.

    Drei engagierte Frauen als Kerngruppe

    Mittlerweile organisieren die drei engagierten Frauen aus dem Rütihof, Margarete Lüdi, Heidi Morger und Elena Riva, den Spieltreff alleine. Jeden ersten Dienstag im Monat bereiten sie das Treffen vor, bauen die Tische zum Spielen auf und führen die Liste mit den Teilnehmer*innen. Insgesamt ist der Spieltreff eine sehr unkomplizierte Angelegenheit, vorbeikommen können alle, die gerade Lust haben. «Es kommen immer so zirka zwölf Leute», erklärt Riva, «die dann in Gruppen unterschiedliche Spiele spielen. Die einen bevorzugen Karten-, die anderen Brettspiele, die dritten kommen weniger zum Spielen als vielmehr zum geselligen Beisammensein und zum Plaudern, das ist ganz ungezwungen bei uns.» «Eine Gruppe von Leuten kommt speziell, um Rummee immer zu spielen, andere entscheiden spontan, was sie tun möchten», ergänzt Morger. Aus Sicht der drei Frauen ist der Spieltreff sehr positiv angelaufen, ein paar mehr Teilnehmer*innen dürften schon kommen, aber «mehr als 20 Leute müssten es nicht sein, dann wird es zu laut und unruhig im Raum», schätzt Morger.

    Potential für weitere Veranstaltungen

    Alle drei sind zudem auch offen für weitere Vorschläge und neue Veranstaltungen. Vorstellbar wären etwa Vortrags- oder Diskussionsveranstaltungen zu gewissen Themen, auch Tanzen, Erzählcafés oder Klavierkonzerte im kleinen Rahmen stehen im Raum. Im Sommer haben sie bereits einmal einen Grillabend veranstaltet, zu dem als Überraschungsgast auch ein Zauberer aus dem Quartier eingeladen wurde. «Es gibt viele Ideen, was man anbieten könnte, damit noch etwas mehr Leben in den Treff und auch ins Quartier kommt. Es wäre sehr schön, wenn zusätzlich zum Spieltreff noch etwas Neues hier im Rütihof zustande kommen könnte», so die drei Frauen.

  • Mensch, bin ich depriviert!

    Ja, ich kann es nicht mehr hören. Diese endlose Leier über diese …………, die neulich waren. Und warum man nun in Hogwarts die Zauberformel anpassen müsse und warum man sich in Mordor dagegen wehrt. Oder dieses Hashtag-…………-Dings (ja, ohne «c» zwischen «s» und «h») und warum ich mir nun gewisse Filme nicht mehr ansehen und meine CD-Sammlung auslichten soll. Und das über den neuen …………, von dem niemand weiss, welche Rolle er wo – und überhaupt wer braucht den schon (?) – einnehmen soll. Also darf, vielleicht, wobei: wenn man es genau betrachtet, warum eigentlich? Ach ja, das mit dieser ………… geht mir auch schon lange auf den Sack. Oh, Verzeihung, das war jetzt ………… nicht ganz korrekt. Ungefähr so, wie dieser krankhaft um sich greifende …………-Trend, gegen den ich bald kein Rezept mehr weiss. Und diese medial in alle Himmelsrichtungen ausgelatschte Empörung über …………, was zum Teufel soll das? Ich blättere die Zeitung durch, das Radio, alle Fernsehsender, ………… hier, ………… da. Und ein paar Seiten weiter hinten oder Minuten später gleich nochmals, als wäre ich schwer von Begriff. Himmel nochmal, ich kann es alles einfach nicht mehr hören-lesen-sehen, so was von satt hab’ ich das! Gibt es tatsächlich nichts Dringenderes? Nichts Bedrohlicheres? Oder verlangt das Gesocks tatsächlich, dass man es mit solchem Kram füttert? Und dann jammert die Branche über «News-Deprivierte». Ja, mit «v», nicht mit «m», wobei das eine mit dem anderen fröhlich Hand in Hand durch das Herbstlaub hüpft. Einerlei, jedenfalls verschmähen diese Deprivierten jegliche «relevanten» (wer auch immer bestimmt, was relevant ist und was nicht) News und Informationen wie ein oder eine ………*.. die Auslage im Laden für tote, zerstückelte Tiere. Ja, wen wundert’s, wenn man dauernd den gleichen Bockmist lesen, hören oder sehen muss? Täglich aus wechselnd einseitiger Perspektive abgekupfert und zusammengewurstelt? Vom Leitartikel über die Hintergrundseite zum Kommentar des Kommentars, eeeeeendlooooooos. Ja, das ist sogar für mich Frohnatur deprimierend. Ja, mit «m». Und deshalb starte ich demnächst einen Selbstversuch als privilegierter Deprivierter. Wahrscheinlich fühlt es sich so gut an wie ………… in einem dieser trendigen …………, in die nun alle gerade hinrennen, seit es in allen medialen Kanälen gepriesen wird.
    Und falls Sie nun keine Ahnung haben, wovon ich hier schreibe: Setzen Sie nach Belieben und ganz individuell Substantive ein – oder fressen Sie den Beipackzettel und tragen Sie Ihren Arzt zur Apotheke. (Ich hoffe, Sie haben den letzten Satz extrem schnell gelesen. Und sonst bitte gleich nochmal üben, es sollte unter zwei Sekunden zu schaffen sein.)

    Es grüsst, Ihr
    ………… aus …………

  • Wie behält man da bloss den Überblick?

    Wie behält man da bloss den Überblick?

    Jede Apotheke führt ein bestimmtes Sortiment, das auch durch die Art der Kundschaft sowie die Fachrichtungen der Ärzte im Einzugsgebiet beeinflusst wird. Die Apotheke Im Brühl zum Beispiel hat aktuell 5 735 unterschiedliche Arzneimittel an Lager, zum Zeitpunkt des Interviews mit Apothekerin und Geschäftsführerin Susanne Wolf waren das 48 640 Packungen. Und kontinuierlich kommen neue Pharma-Produkte dazu. Gefragt ist dann laufend aktualisiertes Wissen über Neu- und Weiterentwicklungen, das weiter reichen muss als bloss über Indikation und Wirkung der neuen Medikamente Bescheid zu wissen: Welche Unverträglichkeiten, Neben- oder Wechselwirkungen auftreten können, ist mindestens ebenso wichtig, um die Sicherheit der Kundschaft gewährleisten zu können.

    Gesetzliche Fortbildungspflicht

    «Als Apothekerin oder Apotheker», so erklärt Susanne Wolf, «hat man eine lebenslange Fortbildungspflicht, das ist im Gesetz so definiert». Sie spricht damit Artikel 40 des Medizinalberufegesetzes (MedBG) an, das auf Bundesebene die Grundsätze der Aus- und Weiterbildung im medizinischen Bereich ganz allgemein festhält. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Kantone. So ist in einem Leitfaden der kantonalen Heilmittelkontrolle Zürich für Apotheker*innen, auch für Teilzeitarbeitende, eine Mindestfortbildungspflicht von 80 Lektionen zu 45 Minuten pro Jahr definiert. 32 davon müssen im Kontaktstudium, also zum Beispiel in externen Schulungen, absolviert werden, der Rest darf im Selbststudium erfolgen. Dokumentiert werden müssen beide, damit die Einhaltung der Fortbildungspflicht jeweils bei der Erneuerung der Berufsausübungsbewilligung kontrolliert werden kann.

    Der «Newsletter» der Apotheken

    Kommt ein neues Produkt auf den Markt, so werden die Apotheken von Swissmedic informiert, der Schweizerischen Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte. Auch diverse Fachzeitschriften weisen auf neue Produkte hin. Es ist Pflicht der Apotheker*innen, sich dort zu informieren. «Und sollten wir trotz all unserer Neugier mal ein neues Produkt übersehen», ergänzt Wolf mit einem Lächeln, «dann kommt garantiert ein Vertreter der Pharmaindustrie vorbei, der es uns vorstellen will». Gerade bei neuen Generika sind es in der Regel die Pharmafirmen, welche direkt in der Apotheke die Produkte vorstellen.

    Wie unabhängig sind die Weiterbildungsangebote?

    Schulungen werden von verschiedenster Seite angeboten. Da sind einerseits die Pharmafirmen, welche ihre Produkte erklären. Solche Schulungen sind, wie in anderen Branchen auch, immer mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen, denn letztlich haben alle Hersteller den eigenen Umsatz im Fokus. Wolf nimmt eine Einladung zur Hand, die auf dem Pausentisch der Apotheke liegt: «Hier wird zu einer Abendveranstaltung einer Kosmetikfirma geladen, die eine neue Sonnencrème vorstellt. Wer sich von uns dafür interessiert, kann da einfach hingehen». Ob man das Produkt dann einkaufe, stehe auf einem anderen Blatt.
    Unabhängiger – selbst wenn sich auch da die Pharmafirmen manchmal finanziell beteiligen – sind Schulungen, die von Berufsverbänden wie dem Schweizerischen Apothekerverband PharmaSuisse oder kantonalen Berufsverbänden angeboten werden. Doch dort, so Wolf, referieren unabhängige Apotheker*innen, Ärzt*innen oder Forscher*innen, die aus ihrem Fachbereich berichten, wie sie das selbst unlängst an einem sechstägigen Kurs zum Thema Interaktionen von Medikamenten erlebte.
    Auch betriebsintern finden Schulungen statt. Die Rotpunkt-Gruppe organisiert zum Beispiel fast monatlich Weiterbildungen, welche von allen Mitarbeiter*innen der ganzen Gruppe besucht werden können. «Diese Fortbildungen sind für Apothekerinnen und Apotheker wie auch für Pharmaassistentinnen und -assistenten konzipiert», erklärt Wolf. Letztlich sind in der Apotheke Im Brühl auch die hausinternen Fortbildungen tragend. Alle zwei bis drei Wochen sei eine Firma eingeladen, ein neues Produkt vorzustellen. «Man bildet sich ständig irgendwie weiter, jeden Tag, bereits wenn man sein eigenes Wissen im Gespräch mit anderen austauscht, ist das Weiterbildung». Und man hat nie Angst, etwas zu verpassen? Nein, beruhigt Wolf und spielt auf Ihre Neugier an: Sie brauche nur den Namen eines neuen Produktes zu hören und schon wolle sie mehr wissen. Hier wurde die gesetzlich verordnete «lebenslange Fortbildungspflicht» offensichtlich verinnerlicht.

    Auch im Selbsttest lernen

    Susanne Wolf hebt auch hervor, dass sie oft Produkte an sich selbst teste. Natürlich nimmt sie nicht wahllos Medikamente zu sich, ohne selbst eine medizinische Indikation zu haben. Kommt jedoch beispielsweise ein neues Magnesiumpräparat auf den Markt, so wolle sie doch wissen, wie das schmeckt, «sonst kann ich es ja nicht empfehlen», sagt sie. Oder ein Alternativprodukt für eine muskelschmerzlindernde Lotion, da müsse man sich die mal einreiben, fühlen und riechen, schliesslich sei die eigene Erfahrung ein tragender Bestandteil eines guten Kundengesprächs.

    Der «Faktor Mensch» bleibt

    Natürlich kommt, trotz der weltweiten Forschung, nicht täglich Neues auf den Markt. Doch zum Beispiel die Krebsforschung entdeckt derzeit immer wieder neue Wirkstoffe oder Kombinationen von Wirkstoffen. Auch wenn eine Apotheke diese Produkte noch nicht im Angebot führt, so muss das Personal doch darüber informiert sein, um beim Verkauf anderer Medikamente auf mögliche Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten hinweisen zu können. Was aber nur zuverlässig gemacht werden kann, wenn die Kundin oder der Kunde die Frage ehrlich beantwortet, ob er oder sie denn auch noch andere Medikamente einnehme? So ist es letztlich die Antwort auf diese Frage, der «Faktor Mensch», der entscheidet, wie umfassend die Beratung durch das Fachpersonal in der Apotheke ist, ganz egal, wie sehr sich dieses stetig weitergebildet hat.

    Diese Serie wird finanziell, ohne redaktionell eingeschränkt zu sein, durch die vier Höngger Rotpunkt Apotheken und Drogerien unterstützt. Alle Artikel online unter www.hoengger.ch/archiv/dossiers/ «Apotheken»

  • Kunstwerk vor Raiffeisen wird entfernt

    Kunstwerk vor Raiffeisen wird entfernt

    Seit der Eröffnung der Raiffeisenbank Zürich-Höngg im Jahr 2014 wurde der Notwasserbrunnen mit einem Kunstwerk ergänzt und aufgewertet. Das Kunstwerk beinhaltet den in die Höhe gerichteten, rosafarbenen Quader in unmittelbarer Nähe der Sitzskulptur. Infolge anhaltender Beschädigungen des Quaders, mehrmaliger Schmierereien und wegen witterungsbedingter Flecken hat sich die Raiffeisenbank Zürich entschieden, das Kunstwerk abzubauen.

    Selbstverständlich möchte die Raiffeisenbank der Höngger Bevölkerung den Platz mit einer Alternative wieder präsentieren. Verschiedene Diskussionen bezüglich der Umgestaltung des Platzes sind im Gange. Die definitive Lösung sollte bis im ersten Quartal 2020 realisiert sein.

    Anmerkung der Redaktion: Vielleicht könnte die Raiffeisenbank die goldene Zwingli-Statue ersteigern, die doch einigen gefallen zu haben scheint.

  • Ich habe mir DIE Strickjacke gekrallt!

    Sicher haben Sie es mitbekommen: Am 26. Oktober wurde Curt Cobains Strickjacke für 334’000 US-Dollar versteigert. Kurt wer? Cobain. Frontmann von Nirvana? Grunge-Ikone? Nahm sich im April 1994 das Leben? Keine sechs Monate nach dem legendären Unplugged-Konzert, an dem er besagte Jacke getragen hatte? Ja, der. Seine Strickjacke. Wobei es eigentlich keine Jacke ist, sondern eher ein formloser Lappen mit Ärmeln und Knöpfen, gefertigt aus Schafwolle und danach von einem Hunnenkönig während 26 von Cobains total 27 Jahren unter dem Sattel seines Tatarenhengstes zu Filz geritten. Aber egal. Jedenfalls habe ich mir dieses Ding gekauft. Ungewaschen sei es, seit jenem Konzert, inklusive Flecken. Und einem Loch, das aber nichts mit Kurtlis Suizid zu tun hat, dafür liegt es viel zu tief. Nein, es ist ein Brandloch. Von einer Zigarette, wird gesagt. Vielleicht war es aber auch ein Joint. Oder eine in Whisky getunkte Havanna. Oder ein selbstentzündetes Amphetamin, so genau weiss man das bei Cobain nicht. Spielt aber auch keine Rolle. Jedenfalls habe ich mir den Spass geleistet und das Ding gekauft.
    Gleich am Montag darauf habe ich das Steueramt angefragt, als was ich meine Trophäe nächstes Jahr zu deklarieren hätte. Primär als Vermögenswert, kam die Antwort. Das fand ich verständlich. Weniger verständlich fand ich dann den Nachsatz: «Bitte denken Sie daran, für die Jacke einen Eigentragwert von Fr. 15’000 pro Jahr als Einkommen zu deklarieren». «Eigentragwert»? «Einkommen»? Ja, wurde mir beschieden, Eigentragwert, denn ich könnte die Jacke ja vermieten, solange ich das aber nicht tue, sei dieser fiktive Eigentragwert anzugeben. Das sei wie bei Wohneigentum, in dem man selber wohnt: Man könnte es theoretisch ja vermieten, also muss man auch einen Eigenmietwert versteuern, als Ein-kommen, auch wenn man das gar nicht be-kommt. Logisch, oder? Ich stutzte und wies dann gutgläubig auf den Schmutzgehalt der Fasern und das Brandloch hin, ob ich die wie bei Liegenschaften als Minderwert abziehen könne? Nein, nur allenfalls die chemische Reinigung und die Schneiderrechnung, würde ich meine Erwerbung entsprechend aufwerten. Können Sie sich den Shitstorm vorstellen, wenn das bekannt würde? Also argumentierte ich weiter, dass es sich hier um eine Strickjacke, so ein Omi-Ding, handle, und nicht um eine Liegenschaft. Egal, fand das Steueramt, denn ich hätte mir für das viele Geld theoretisch eine Liegenschaft – vielleicht im Jura oder Ostdeutschland – kaufen können und deshalb sei es im Rahmen der sozialen Umverteilung des Volksvermögens nur recht und billig, wenn ich nun den Eigentragwert bezahlen müsse (fast hätten sie «berappen» geschrieben, fanden das dann aber in Anbetracht der vielen Nullen doch etwas degoutant). Im Kleingedruckten wurde «soziale Umverteilung» dann mit «Instandsetzung Sozialhilfezentrum» definiert, was mich aber auch nicht beruhigte. Mein Einwand, dass nebst mir auch sonst niemand im Jura oder in Ostdeutschland wohnen wolle und ich meine theoretisch erworbene Wohnung dort nicht einmal theoretisch vermieten könne, wurde schnöde weggewischt.
    Gut, dass ich mir Kurtlis Gitarre, weitere 340’000 Dollar, nicht auch noch gekauft hatte, die ebenfalls versteigert wurde. Gespielt hatte er sie auf der «In Utero»-Tournee und bei dem Namen wage ich nicht, mir vorzustellen, wie sie im Tageslicht aussieht. Wahrscheinlich gleich versifft wie der Eigenspielwert, den das Steueramt als theoretisch mit ihrer Vermietung zu erzielendes Einkommen veranschlagen würde.

    Es grüsst in sozialer Umverteilungslaune
    Frank Frei

  • Zwei Fachgebiete, die sich sinnvoll ergänzen

    Zwei Fachgebiete, die sich sinnvoll ergänzen

    Erst vor Kurzem erhielt das Team der Limmat Apotheke in Höngg Zuwachs von vier Drogistinnen, die zuvor in der Hönggermarkt Apotheke & Drogerie angestellt gewesen waren, welche diesen Herbst ihren Betrieb einstellen musste. Obwohl es in Höngg noch eine reine Drogerie gibt – die Centrum Drogerie an der Regensdorferstrasse – liegt die Kombination Apotheke und Drogerie im Trend. Dies nicht nur, weil sie Sinn macht, sondern auch aus weniger erfreulichen Gründen: Viele Produkte, die früher nur oder vor allem in Drogerien erhältlich waren, werden heute von Grossisten oder im Onlinehandel angeboten. Der Druck auf den Detailhandel macht also auch vor dieser Branche nicht Halt. Doch was unterscheidet denn nun eigentlich Apotheken von Drogerien?

    Von der Babynahrung bis zum Schädlingsbekämpfer

    Zur Herkunft und Geschichte der Apotheken erschien in dieser Serie bereits ein ausführlicher Bericht (siehe «Höngger» vom 28. März). Zum Thema Drogerien hat das Internet hingegen ungewöhnlich wenig zu sagen. Immerhin ist auf Wikipedia nachzulesen, dass der Name «Drogerie» nicht etwa vom deutschen Wort «Droge» stammt, sondern sich vom niederländischen Wort «droog» ableitet, das «trocken» bedeutet und im Mittelalter für getrocknete Gewürze oder Heilmittel verwendet wurde. Damals existierten bereits Arzneimittelhandlungen und Apotheker, welchen der Verkauf von Heil- und Giftkräutern lange Zeit vorbehalten war. In Deutschland und Österreich wurde es den sogenannten Drogerien Ende des 19. Jahrhunderts gestattet, ebenfalls Kräuter als Arzneimittel zu verkaufen. In der Schweiz, so ist im Historischen Lexikon der Schweiz nachzulesen, erstarkten die Drogeriegeschäfte vor allem im 20 Jahrhundert. In einzelnen Kantonen legitimierte der Einigungsvertrag der Berufsgruppen mit der Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel, der Vorgängerin der Swissmedic, ab 1948 den Verkauf klassierter Heilmittel. Drogisten fertigten auf Wunsch selber Zahncrème und -pulver, Putzmittel, Kräutermischungen und sogar Franzbranntwein an. Artikel der Körperhygiene und Präservative waren lange Zeit nur in diesen Geschäften zu finden. Mit dem Aufkommen der Fotografie erweiterten die Drogerien ihr Sortiment um Chemikalien, die zur Entwicklung der Bilder benötigt wurden. Zu Beginn der Automobilzeit sei sogar Treibstoff im Angebot gewesen, weiss Wikipedia. Heute sind viele dieser Produkte aus den Drogerien verschwunden. Das Angebot ist dennoch sehr breit geblieben, ein Umstand, der sich auch in der Ausbildung widerspiegelt: «Drogist*innen erhalten während ihrer vierjährigen Lehre Einblick in viele verschiedene Lebens- und Gesundheitsbereiche», erzählt Edith Zurfluh, ehemalige Drogistin der Hönggermarkt Apotheke & Drogerie und eine der vier neuen Angestellten der Limmat Apotheke. So werden sie in Naturheilkunde und Anatomie ausgebildet, setzen sich mit Gesundheits- und Ernährungsfragen, Schönheitspflege und Mutter-Kind-Thematiken auseinander. Ein Pflichtfach heisst «Haus und Garten»: Hier lernen die Auszubildenden alles über technische Utensilien, die in einer Drogerie eben auch angeboten werden, wie zum Beispiel Schädlingsbekämpfungsmittel. Da aber auch Heilmittel verkauft werden dürfen, sind die Auflagen, um eine Drogerie zu führen, in der Schweiz strenger als im Ausland. Nur wer nach der Ausbildung zum Drogist EFZ ein zweijähriges Studium zum Drogist HF abschliesst, darf ein eigenes Geschäft führen.

    Alternativen aufzeigen

    Der Schwerpunkt des Berufes liege klar auf der Beratung der Kund*innen, sagt Zurfluh. Dadurch, dass sowohl Ausbildung als auch Sortiment sehr breit seien, betrachte man ein Problem ganzheitlich und achte darauf, verschiedene Alternativen aufzuzeigen. «Wenn jemand eine Erkältung hat, können wir ihm oder ihr neben einem Nasenspray auch einen Inhalator oder verschiedene Tees und Ernährungsergänzungen anbieten, die die Krankheitssymptome ebenfalls mildern oder die Person bei der Selbstheilung unterstützen», erklärt die Drogistin. Was ganz klar den Apotheken vorbehalten sei, ist die Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten.

    Seit Januar 2019 werden die Heilmittel in der Schweiz in die Abgabekategorien A – Einmalige Abgabe auf ärztliche oder tierärztliche Verschreibung, B – Abgabe auf ärztliche oder tierärztliche Verschreibung; Apothekerinnen und Apotheker können bestimmte Arzneimittel der Abgabekategorie B ohne ärztliche Verschreibung abgeben, D – Abgabe nach Fachberatung durch medizinische Fachpersonen und E – Abgabe ohne Fachberatung eingeteilt. Die frühere Kategorie C wurde aufgelöst. Für die Drogerien bedeutet dies einerseits, dass sie auf Produkte zurückgreifen können, die früher den Apotheken vorbehalten waren, wie NeoCitran-Pulver und Zyrtec-Tabletten. Andererseits wurden rund 90 Produkte, darunter gewisse Bronchialpastillen, diverse Teesorten und Sportsalben, neu der Kategorie E zugeordnet und damit auch für den Grosshandel, also Migros und Coop, freigegeben.

    Als Apotheke seien sie von dieser Umverteilung weniger betroffen gewesen, meint Dr. Moritz Jüttner, Apotheker und Geschäftsführer der Limmat Apotheke. Gravierender sei damals die politische Entscheidung gewesen, dass Ärzte selber Medikamente abgeben dürfen, allgemein bekannt als Selbstdispensation, meint Jüttner. Eine klassische Apotheke führt verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Angebot. In bestimmten Fällen darf sie nach einem Beratungsgespräch und der Dokumentation der Abgabe auch rezeptpflichtige Medikamente ohne vorhandenes Rezept abgeben. Nach einer dreijährigen Grundausbildung mit Bachelorabschluss an einer Universität, folgt ein 1,5 bis 2-jähriges Masterstudium in Pharmazie mit anschliessender eidgenössischer Prüfung zur eidg. dipl. Apothekerin beziehungsweise zum eidg. dipl. Apotheker. Im Rahmen dieses Masterstudiengangs wird ein Praktikum absolviert. Wer in die Industrie oder Forschung gehen möchte, muss sich nach dem Bachelor für einen entsprechend anderen Mastergang entscheiden. «In unserer Ausbildung steht klar das Arzneimittel im Mittelpunkt», erklärt Jüttner, der selber noch nach einem anderen System studiert hat. «Die Themen reichen von der Suche nach neuen Arzneistoffen, über die Aufnahme und den Transport im Körper, die Wirkungsweise bis zur Herstellung und Anwendung am Patienten». Heute sei es ausserdem möglich, in der Apotheke Messungen wie Bestimmungen von Entzündungswerten oder andere Analysen zu machen, um innert sehr kurzer Zeit festzustellen, wo das Problem liegen könnte. Auch andere Dienstleistungen wie Impfungen können von Apotheken angeboten werden. Damit leisten sie einen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten und Entlastung der Hausärzte und Spitäler.

    Von Schönheitsprodukten und Haushaltshilfsmitteln hätten die Apotheker*innen hingegen weniger Ahnung, dies sei eben das Fachgebiet der Drogerien. Heute gebe es eigentlich sehr viele Schnittmengen zwischen Apotheken und Drogerien. Fühlten sich die studierten Pharmazeut*innen den Drogist*innen zu alten Zeiten vielleicht noch überlegen, begegne man sich heute zumindest in der Limmat Apotheke auf Augenhöhe und schätze die jeweils andere Berufsgruppe für ihre Fachkenntnisse, bestätigen sowohl Zurfluh als auch Jüttner. Obwohl die meisten Kund*innen durchaus wüssten, für welche Bedürfnisse sie sich an die Drogerie oder Apotheke wenden müssen, mache eine Kombination der beiden Branchen Sinn und werde sich wohl auch in Zukunft durchsetzen, meint Jüttner.

    Diese Serie wird finanziell, ohne redaktionell eingeschränkt zu sein, durch die vier Höngger Rotpunkt Apotheken und Drogerien unterstützt. Alle Artikel online unter www.hoengger.ch/archiv/dossiers/ «Apotheken»

  • Mit viel Fingerspitzengefühl provozieren

    Mit viel Fingerspitzengefühl provozieren

    Cindy war im achten Monat schwanger, mit ihrem Mann Leo sass sie inmitten einer Geburtstagsgesellschaft in einem grossen Garten. Es war Hochsommer und sie schwitzte in ihrer dicken weissen Strumpfhose, die sowieso nicht recht zu ihrem schönen Seidenrock und den hohen silbernen Schuhen passen wollte. Aber als sie sie ausziehen wollte, brüllte Leo sie an: «So bekommst du bloss wieder eine Blasenentzündung!». Manche der anderen Gäste fingen an, sich einzumischen – da wurde Leo noch wütender. Das stinke ihm alles sowieso, rief er aus, «jetzt kommt dieser Goof zur Welt und ich muss meinen Porsche verkaufen!» Viele der Gäste waren schockiert, aber manche von ihnen gaben Leo Stützhilfe.
    Das war der erste Anlass, an dem ich unsichtbares Theater spielte, vor 30 Jahren. Ich bin Schauspielerin, und damals hatte mich ein Schauspielkollege angefragt, ob ich mit ihm unsichtbares Theater spielen würde. Zwar war ich an jenem Fest tatsächlich schwanger mit meinem ersten Kind, aber die Charaktere von Cindy und Leo hatten wir komplett erfunden.
    Unsichtbares Theater geht auf einen brasilianischen Theaterautor zurück. Man wird an Geburtstagen, Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen engagiert, um zu spielen, wobei meist nur der oder die Gastgeber*in weiss, wer man wirklich ist. Von den ungefähr 2 000 Auftritten, die mein Schauspielpartner und ich seit jenem ersten gehabt haben, war jeder anders, aber es war immer fantastisch.
    Ich habe nebst Cindy mehrere Figuren und in welche Rolle ich schlüpfe, kommt sehr auf den Anlass an. Aber ob mein Kollege und ich nun ein verschrobenes Ehepaar oder komische Kellner spielen, es geht immer darum, Dinge zu tun, die man sonst nicht tut. Im unsichtbaren Theater provoziert man, diskutiert mit den Gästen, baut so langsam eine Geschichte auf, experimentiert mit sozialen Regeln. Spiele ich eine Serviertochter, dann probiere ich vielleicht den Wein, oder lege den Gästen eine Serviette um den Hals und putze ihnen manchmal den Mund, oder ich sauge mit einem kleinen Handstaubsauger den Tisch. Das braucht viel Fingerspitzengefühl, denn die Leute dürfen einen ja nicht durchschauen, und es stellt sich immer die Frage, was Platz hat und was zu weit geht. Oft deckt man so die Schattenseiten der Gäste auf.
    Nach zwei Stunden platzt dann üblicherweise die Bombe, der Gastgeber klopft mit einem Löffel gegen ein Glas und klärt die versammelte Gesellschaft auf. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich, manche reagieren erschreckt oder verschämt, aber meistens ist die Situation sehr lustig.
    Schon als kleines Kind träumte ich davon, Schauspielerin zu werden. Vielleicht, weil ich in einer Künstlerfamilie aufgewachsen bin. Ich bin eine Urhönggerin, meine Eltern sind vor meiner Geburt ins Quartier gezogen. Meine Mutter gab in den umliegenden Schulhäusern Blockflötenunterricht. Ausserdem war sie Bildhauerin und schrieb Theaterstücke, die jedes Jahr vom Höngger Kirchenchor aufgeführt wurden. Mein Vater führte jeweils Regie. Er war Organist, Dirigent, Kunst- und Orgelbaulehrer. Die schöne Orgel in der Reformierten Kirche hat er konstruiert, als ich noch ganz klein war.
    Meine Kindheit und Jugend im Quartier habe ich in sehr guter Erinnerung. Wir Jungen hatten den Wald und das Werdinseli, und später wurde uns das «Jufo» wie ein zweites Zuhause. Mir scheint, wir waren freier, als man es heute ist. Dabei war Höngg wirklich ein Dorf. Ich erlebte es, als das Frankental noch eine Wiese war und es die alte Mülihalde noch gab, eine verrauchte «Chnelle», in der sich Jung und Alt mischten. Und es gab damals noch richtige Dorforiginale, auch ein paar tolle Künstler, die mich immer sehr fasziniert und inspiriert haben.
    Heute wohne ich nicht mehr im Quartier, bin aber immer noch fest damit verbunden. Vor 25 Jahren gründete ich hier nämlich das Kindertheater «Märlibühne», das ich bis heute in der Lila Villa leite. Meine Mutter hatte mich auf die Idee gebracht, eine Kindertheater-Ausbildung zu machen, als meine eigenen noch klein waren. Sie waren alle vier dann auch bei der «Märlibühne» dabei.
    Die Kinder, die mitmachen, sind alle zwischen 6 und 12 Jahre alt. Jeden Herbst und Winter spielen wir Theaterspiele und improvisieren viel. Ich habe einen Koffer mit alten Kleidern, und sie überlegen sich damit aus dem Stegreif ein Theater. Wir Erwachsenen können so etwas gar nicht mehr – bei Kindern sprudelt es einfach! Zwischen den Weihnachts- und den Frühlingsferien festigt sich dann aber langsam ein Stück, das wir im Sommer schliesslich aufführen. Letztes Mal war es die Goldene Gans. Die Kinder haben so viele Fäden daraus gesponnen… Nach der Aufführung kam ein alter Schauspieler aus dem Publikum auf mich zu und sagte, das sei Bernhard Theater-würdig gewesen.
    Das Bernhard Theater oder das Schauspielhaus haben mich als Schauspielerin früher übrigens sehr gereizt. Aber mit dem unsichtbaren Theater war ich immer meine eigene Herrin und konnte meine eigenen Figuren schaffen. Wobei es lange auch eine sehr intensive Zeit war; samstagabends nach den Auftritten war ich früher meist todmüde und habe sonntags dann gerne ausgeschlafen – das heisst, bis 9 Uhr, ich hatte ja kleine Kinder. Jetzt, wo sie gross sind, nähe ich meiner Freizeit, bastle Schmuck, male oder spiele auf meinem geliebten Cello, das ich habe, seit ich ein Kind bin. Claude Starck, der weltberühmte Höngger Cellist, hat es damals für mich ausgewählt, worauf ich sehr stolz bin. Im Moment schreibe ich ausserdem an einem sozialkritischen Film und einem Kabarettprogramm. So ist das Schauspielerische auch Teil meiner Freizeit. Theater, finde ich übrigens, ist etwas für alle – auch für Erwachsene!

    In diesen monatlichen Beiträgen werden ganz normale Menschen aus Höngg porträtiert: Man braucht nicht der Lokalprominenz anzugehören und muss auch nicht irgendwelche herausragenden Leistungen vollbracht haben, nein, denn das Spezielle steckt oft im scheinbar Unscheinbaren, in Menschen «wie du und ich».
    So funktioniert’s: Die zuletzt porträtierte Person macht drei Vorschläge, an wen der Stab der Porträt-Stafette weitergereicht werden soll. Die Redaktion fragt die Personen der Reihe nach an und hofft auf deren Bereitschaft.
    Sollte die Stafette abreissen, sind wir froh, wenn auch Sie uns mögliche Kandidat*innen melden. Kontaktangaben bitte per Mail an redaktion@hoengger.ch oder Telefon 044 340 17 05.

  • «Blick» und Google, Seite 3

    Dieser Gedanke ist irgendwie wie die Sache mit dem Huhn und dem Ei.
    Eigentlich wollte ich nur etwas über Suchergebnisse bei Google schreiben, doch dann landete ich bei den Seite-3-Girls, der damals grössten Schweizer Boulevard-Tageszeitung. Ok, ich kann ja gleich «Blick» schreiben, Google nenne ich ja auch. Was der «Blick» mit Google gemein hat, erkläre ich Ihnen gleich. Einleitend dazu die Frage, wer sich noch an die «blutten» Frauen auf Seite 3 des Blicks erinnern mag? Wie lange ist das her? Irgendwann in den sonst schon grauenhaften 1970er und 1980er-Jahren. Ich wollte herausfinden, bis wann, doch Google konnte mir nicht helfen, egal was ich als Suchbegriff eingab. Womit ich bei Google gelandet wäre, seinen Suchergebnissen und der Seite 3. Was ursprünglich – Huhn oder Ei – der Grundgedanke zu diesem Beitrag war: nämlich darüber abzulästern, dass Google-Suchen je länger je weniger effizient sind.
    Machen wir mal ein kleines Experiment und geben, damit auch Sie endlich verstehen, worauf ich hinaus will, bei Google «Frank Frei» als Suchbegriff ein. Auf Seite 1 kommt, wie bei jeder Google-Suche, zuerst eine Anzeige von Amazon. Der Rest der Seite ist voller Anzeigen dubiosen Ursprungs und nur dort, weil dafür Geld nach Amerika überwiesen wurde. Weiter ist sie praktisch voll mit Hinweisen auf den Videoblog eines Frank A. Meyer (who the hell?) unter dem Titel «Frank & Frei», und geht in Seite 2 über, mit einer Brillenkollektion, einem Restaurant in Hamburg, Beraterdiensten, Worterklärungen, einem Ferienhaus in Oberfranken und sonstigem Schwachsinn. Erst auf Seite 3 erscheint der Hinweis auf «Frank Frei, Archiv – Höngger.ch». Sollten Sie bei dem Experiment andere Ergebnisse aufgelistet bekommen, so ist das Googles volle Absicht.
    Was lässt dies an Rückschlüssen zu? Dass diese Zeitung offenbar nichts bezahlt, um ihre Artikel bei Google nach oben zu bekommen. Vor allem aber, dass Google doof ist und nicht findet, was man sucht. Das heisst, ich bin mir sicher, dass es nicht am Können, sondern am Wollen liegt. Zuerst soll man anschauen, wofür andere bezahlt haben und erst dann, vielleicht, finden, was man eigentlich suchte. Ist man sich dessen bewusst, klicken geübte Googler*innen automatisch gleich auf Seite 3 der Suchergebnisse wie frühere «Blick»-Leser auf die ominöse Seite drei («Nein, ich habe ihn nur wegen dem Sportteil gekauft!»). Auf Googles Seite 3 werden die Ergebnisse zielführend – doch nur kurz, um danach auf 327 weiteren Seiten ins Absurde abzudriften. Was Google und Blick, abgesehen von der Seitenzahl, zu Verwandten macht.
    Aber nun Schluss des Google-bashings, denn auch die beste Suchmaschine findet nur, was man richtig in ihr Suchfeld tippt. Gibt man dort nämlich «Frank Frei, Kolumne» ein, dann erscheine ich auf Seite 1 bereits an vierter Stelle. Vor mir nur noch Amazon, ein nicht funktionierender Link zu «Blick» und natürlich dieser Frank A. Meyer. Auch die überhole ich noch, und wenn ich dafür bezahlen muss.

    Es Grüsst, ab irgendeiner Seite dieser Zeitung
    Ihr Frank Frei

  • Tierische Neuzuzüger in Höngg

    Tierische Neuzuzüger in Höngg

    Es war vor vielen, vielen Jahren, als ich in meinem Garten auf dem Berg einen wunderschönen Käfer fand. Gelb, mit schwarzen Streifen auf dem Rücken und gepunktetem Halsschild, faszinierte er mich derart, dass ich, damals Studentin, ihn ganz stolz unserem Entomologen, dem Insektenspezialisten an der Uni, brachte. Anstatt meine Begeisterung zu teilen, fuhr dieser mich an: «Weisst du überhaupt, was das ist?» Nein, hatte ich ja noch nie zuvor gesehen. «Das ist ein Kartoffelkäfer!», schrie er und schlug ihn platt! Noch nie gesehen, doch aus der Literatur war mir klar: Der Kartoffelkäfer ist einer der wichtigsten Schädlinge im Kartoffelanbau. Ende des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt, breitete er sich rasch in Europa aus und kam 1937 auch in die Schweiz. Ein klassisches Neozoon ist er also, der Kartoffelkäfer – wenn auch nicht absichtlich vom Menschen eingeführt, lebt er nun bei uns, wo er zuvor nicht heimisch war.

    Neuankömmlinge

    Neben dem Kartoffelkäfer gibt es zahlreiche weitere Insekten, die zu den Neozoen gezählt werden müssen. Insekten stellen wahrscheinlich die grösste Anzahl gebietsfremder Tierarten in der Schweiz. Sie alle aufzuzählen ist nicht nur aus Platzgründen unmöglich, sondern auch weil man viele von ihnen noch gar nicht kennt. Das Schreckgespenst unter ihnen dürfte aktuell die Tigermücke sein, deren Eier ursprünglich mit dem Güterverkehr aus Südostasien kamen. Im Mittelmeerraum und auch im Tessin etabliert, hat sie nun den letzten Winter offenbar in Wollishofen überlebt. Die aggressive Stechmücke sticht auch tagsüber und kann allergische Reaktionen auslösen und könnte Krankheiten übertragen. Doch bisher sind in der Schweiz keine Krankheitsübertragungen bekannt. Tigermücken zu bestimmen ist nicht einfach, helle Streifen an Körper und Beinen hat auch die Asiatische Buschmücke. Ebenfalls aus dem asiatischen Raum eingeschleppt, ist diese inzwischen sogar häufiger als unsere einheimische Stechmücke. Unter www.stadt-zuerich.ch/schaedlingsbekaempfung gibt es viele Infos und nützliche Tipps zu den beiden neuen Plagegeistern.

    Aber nicht nur bei den lästigen Blutsaugern, auch unter den Glücksbringern gibt es Neozoen. Diesen Sommer bat ich meinen Partner Hans-Peter Stutz, doch mal schnell im Garten ein «Anketierli» zu fotografieren, weil ich darüber einen Artikel zur Höngger-Fauna schreiben wollte. Die Bildausbeute war gross, aber ebenso die Enttäuschung: Auf fast allen Bildern war nicht das «Glücksbringerli» mit den sieben schwarzen Punkten abgelichtet, sondern der Asiatische Marienkäfer mit bis zu 19 Punkten. Aus Japan und China stammend, wurde dieser Käfer zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen in Gewächshäusern eingesetzt. Daraus entflohen, etablierte er sich rasch, so auch vor gut zehn Jahren in Zürich. Heute ist dieser Marienkäfer viel häufiger als «unser Anketierli», das er in Bedrängnis bringt. Aus dem einstigen Nützling ist inzwischen sogar ein Schädling im Obst- und Weinbau geworden.

    Wenn es in Höngg in einem Teich oder an der Limmat sehr laut quakt, ein ohrenbetäubendes, lachendes «oäh-mä-ä-ä» auch tagsüber erschallt, dann ist das gar nicht gut. Solche Gewässer sind vom Seefrosch befallen. Ursprünglich in Osteuropa und im Balkan heimisch, wurde er vor allem für kulinarische Zwecke eingeführt, leider auch heute noch. Seinem Schicksal entronnen oder absichtlich ausgesetzt, breitet er sich seit den 1960er-Jahren im Kanton aus. Nur, was ist denn so schlimm an diesem an und für sich hübschen Frosch? Erstens ist er gross und frisst alles, was er nur irgendwie hinunterwürgen kann, und dazu gehören auch andere Amphibienarten, die er in ihren Beständen arg dezimieren kann. Zweitens gibt es den «Seefrosch» als Art gar nicht. Hinter dem Namen «Seefrosch» verstecken sich mehrere eingeschleppte, ähnlich aussehende osteuropäische Arten. Drittens können sich diese untereinander und auch mit den einheimischen Wasserfröschen kreuzen, so dass grosse genetische Veränderungen stattfinden.

    Eigentlich gehört auch die Mauereidechse in Höngg zu den Neozoen, denn sie gelangte via Materialtransporte, also mit menschlicher Hilfe, vermutlich aus dem Süden in den Rangierbahnhof von Zürich. Von hier aus breitete sie sich in den 1990er-Jahren erfolgreich aus und besiedelte von der Limmat her den sonnigen Hönggerberg. Allerdings gibt es im Kanton Zürich auch ursprüngliche Vorkommen von Mauereidechsen, deshalb kann man darüber diskutieren, ob die Höngger Mauereidechsen nun Neozoen sind oder nicht. Sicher kein Neozoon ist die Weissrandfledermaus, ein Neuankömmling aus dem Mittelmeerraum, denn sie schaffte es aus eigener Kraft, die Alpen vom Tessin her zu überqueren. Die Fledermaus kam in den 1980er-Jahren nach Zürich und ist auch in Höngg zu Hause. Sie fühlt sich im relativ warmen Stadtklima wohl, findet selbst in kleineren Parks genügend Nahrung und zieht hier ihre Jungen auf.

    Alteingesessene

    Während all die vorhin aufgeführten Beispiele in diesem oder im letzten Jahrhundert zur Höngger Fauna gestossen sind, gibt es andere, von denen wir schon fast vergessen haben, dass sie auch Neozoen sind. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Schwan, genau genommen der Höckerschwan. Ursprünglich kam er in Nordosteuropa, beim Schwarzen Meer und in Asien vor. Bereits im 12. Jahrhundert hielt man in England die stolzen Wasservögel in Parkweihern. Vor bald 100 Jahren wurde das erste Paar im Zürichsee ausgesetzt und heute können wir uns See und Limmat ohne Schwäne kaum mehr vorstellen. Ein anderes, aber heimlich lebendes Beispiel, ist die Wanderratte. Sie kam auf Schiffen und mit anderen Transportmitteln im 19. Jahrhundert aus Südostrussland und Nordchina zu uns. Weil sie Krankheiten übertragen und an Bauten Schäden verursachen kann, werden ihre Bestände in der Stadt Zürich kontrolliert und reguliert. Ähnliche Massnahmen werden gegen die Stadttaube ergriffen. Diese stammt von verwilderten Haustauben ab, die ihrerseits in der Antike aus der Felsentaube, die ursprünglich am Mittelmeer und Atlantik lebte, domestiziert wurden. Und ebenso müssen wir ein anderes Haustier als Neozoon betrachten, auch wenn das ein heikles Thema ist: Hauskatzen wurden seit dem Mittelalter vor allem dazu gehalten, um Ratten und Mäuse zu bekämpfen. Diese Katzen ernährten sich hauptsächlich von selbst erjagten Beutetieren und wurden vom Menschen höchstens zugefüttert, wenn dieser selber genug Nahrung hatte, was damals nicht oft der Fall war. Die heutigen Hauskatzen erhalten zu Hause genügend Futter, befriedigen draussen nur noch ihren Jagdtrieb und lassen die erbeuteten Tiere meist liegen. In Höngg dürfte es über 4000 freilaufende Katzen geben. Tötet jede von ihnen wöchentlich auch nur ein Tier, fallen ihnen jährlich mehr als 200000 (zweihunderttausend) Tiere zum Opfer. Und dies sind nicht nur Mäuse, sondern viele Singvögel, Spitzmäuse, geschützte Eidechsen, Blindschleichen, Molche und Frösche, auch viele Schmetterlinge und Käfer, ja sogar Eichhörnchen. Die Verantwortung für all die getöteten Wildtiere tragen jedoch nicht die Hauskatzen selber, sondern wir Menschen. Neben den Hauskatzen gibt es aber auch echte einheimische Wildkatzen. Einst weit verbreitet, wurde die Wildkatze im Schweizer Mittelland Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet und kommt heute nur noch im Jura vor. Diese Katzen leben ausschliesslich von dem, was sie selber erbeuten. Studien belegen, dass es darum auf zehn Quadratkilometern gerade mal Platz für vier Wildkatzen hat. Dies bedeutet, dass es auf der Fläche von Höngg höchstens drei Hauskatzen geben könnte, müssten auch sie von dem leben, was sie draussen erbeuten – aber eben!

    Rückkehrer

    Selbstverständlich sind Tiere, die in Höngg ausgestorben sind oder ausgerottet wurden, keine Neozoen, wenn sie es schaffen, sich bei uns wieder zu etablieren. Ein typisches Beispiel für einen Rückkehrer ist das Wildschwein. Wer nicht schon eine Rotte live im Wald beobachten konnte, hat sicher ihre Spuren gesehen: aufgewühlte Böden, auch Wegränder, «Suhlen» für Schlammbäder, Trittsiegel mit den typischen Abdrücken von je zwei Haupthufen und Afterklauen schräg dahinter. Im 19. Jahrhundert schweizweit praktisch ausgerottet, eroberte das Wildschwein mit der Zunahme der Waldflächen und dem Maisanbau ab den 1960er-Jahren seine angestammten Gebiete zurück, auch den Höngger Wald. Der Biber hingegen, anfangs des 19. Jahrhunderts in der Schweiz ganz ausgerottet, schaffte seine Rückkehr nicht alleine. Er wurde von 1956 bis 1977 durch gezielte Aussetzungen wieder angesiedelt. Erfolgreich breitete er sich aus und seit ein paar Jahren leben auch bei uns an der Limmat wieder Biber.

    Demnächst in Höngg?

    Leider müssen wir in Zukunft mit vielen weiteren Neozoen rechnen, es dürften vor allem Insekten sein. Aber auch grössere Tiere sind zu erwarten. So zum Beispiel der Waschbär und die Bisamratte, die beide ihres Pelzes wegen im letzten Jahrhundert aus Nordamerika nach Europa eingeführt wurden. Der Waschbär breitet sich seither aus, erreichte 1976 die Schweiz und wird inzwischen auch in der Stadt Zürich gesichtet. Dieser Kleinbär mit dem schwarz-weiss geringelten Schwanz ist zwar putzig, bringt aber auch einen Spulwurm mit, der die menschliche Gesundheit gefährden könnte. Seine Auswirkungen auf die einheimische Fauna sind noch weitgehend unbekannt und umstritten. Und falls eines Tages kleine, braune Pelztiere in der Limmat herumschwimmen, sind das nicht unbedingt junge Biber, sondern es könnten durchaus Bisamratten sein. Als Räuber gefährden sie die einheimischen Muschelarten. Neben neu auftretenden Neozoen dürfen wir aber auch Rückkehrer in Höngg erwarten. Wer weiss, vielleicht stammen eines Tages die Trittspuren grosser Hunde, die wir im Schnee im Wald beobachten, tatsächlich vom Wolf. Jedenfalls ist das vermutlich früher möglich, als dass sich wieder Fischotter in der Limmat tummeln.

  • Von fremden Tieren

    Obwohl der Begriff «Neozoen» zu Beginn seiner Einführung nicht einheitlich verwendet wurde, hat man sich inzwischen auf eine Definition geeinigt, die sich an diejenige der Neophyten anlehnt: Neozoen sind Tierarten, die nach 1492 unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen eingeführt oder eingeschleppt wurden, respektive eingewandert sind» Schon lange bevor Amerika entdeckt wurde, gab es in der Schweiz Tiere, die ursprünglich aus anderen Gebieten stammten, heute aber als heimisch wahrgenommen werden: So wurden Wildkaninchen von der iberischen Halbinsel eingeführt, Ratten und Mäuse gelangten als blinde Passagiere aus Asien nach Europa und auch Zander und Karpfen schafften – mit menschlicher «Hilfe» – den Weg über verschiedene Flusssysteme in westeuropäische Gewässer.

    Manchmal werden die Tiere indirekt eingeführt, zum Beispiel, wenn durch den Bau eines Kanals vorher unüberwindbare Hindernisse von bestimmten Arten bezwungen werden können. «Das für die Arten der Schweiz offensichtlichste natürliche Hindernis sind die zwischen dem Tessin und den übrigen Landesteilen gelegenen Alpen, aber auch die diversen Wasserscheiden zwischen der Nordsee, dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer», ist in der «Übersicht über gebietsfremde Arten und ihre Bedrohung für die biologische Vielfalt und die Wirtschaft in der Schweiz» des Bundesamtes für Umwelt von 2006 festgehalten. Wie bei den Neophyten gilt auch bei den Neozoen: Die meisten sind in ihrer neuen Umgebung nur beschränkt überlebensfähig oder haben sich gut integriert. Einzelne Arten fühlen sich hier sehr wohl, können sich dadurch stark vermehren und für heimische Arten, Menschen oder sogar ganze Ökosysteme schädlich sein. Diese Arten heissen invasive Neozoen.

    Vor allem auf Inseln ein Problem

    Dem Kompaktlexikon der Biologie ist zu entnehmen, dass sich in den vergangenen 2000 Jahren mindestens 400 Neozoen in Mitteleuropa etabliert haben. Umgekehrt wurden und werden natürlich auch europäische Tierarten weltweit ausgeführt, sei es als Haustiere, Schädlingsvertilger oder zur Produktion von Nahrungsmitteln. Während gebietsfremde Arten in Zentraleuropa oft als geringes Problem eingestuft werden, sind die Auswirkungen auf andere Kontinente und vor allem Inseln dramatischer. Dennoch: Invasive gebietsfremde Problemarten werden heute als eine Hauptbedrohung für die Biodiversität angesehen. Die Biodiversitätskonvention (CBD) verpflichtet die internationale Staatengemeinschaft deshalb, Vorkehrungen gegen diese invasiven Arten zu treffen und diese gegebenenfalls zu bekämpfen. Da zwischen der Ankunft einer Art und ihrer überproportionalen Ausbreitung viel Zeit vergehen kann, sind Prognosen zur Invasivität schwierig zu stellen.

    Schädlinge melden

    Der Fokus Artikel «Tierische Neuzuzüger»  befasst sich ausführlich mit den verschiedenen Neozoen, die in Höngg anzutreffen sind. «Züri wie neu», der Mängelmelder der Stadt Zürich, wurde kürzlich um die Kategorie «Schädlinge» erweitert, unter welcher Sichtungen von Neozoen gemeldet werden können. Die Schädlingsprävention und -beratung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes Zürich verzeichnet jährlich rund 2000 Hinweise zu Schädlingen aus der Bevölkerung. Auf der Plattform können auch einheimische Tiere wie Wespen, Nagetiere oder Tauben gemeldet werden, wenn sie negativ auffallen.