Autor: tka_admin

  • Zum Landgasthof nach Madiswil

    Zum Landgasthof nach Madiswil

    Vom Zürich Hauptbahnhof fährt die Wandergruppe um 7.53 Uhr mit dem Zug nach Huttwil. Die Ankunft ist um 9.10 Uhr geplant. Dort wird der Startkaffee mit einem Gipfeli eingenommen. Die anschliessende Wanderung führt die Gruppe zunächst 80 Meter etwas steil aufwärts, bis das Hochplateau erreicht ist. Dort geht es bei schöner Aussicht weiter über Auswil und Höchi.

    Bei der Hochwacht führt der Weg hinunter nach Madiswil in den Landgasthof Bären. Die Küche hat stolze 14 Gault-Millau-Punkte erhalten, ein feines Mittagessen ist daher versprochen. Nach der Mittagspause wird die Wanderung fortgesetzt, bis nach rund 35 Minuten der Bahnhof Gutenburg erreicht ist (Achtung, Halt auf Verlangen). Die Rückfahrt nach Zürich ist um 15.58 Uhr geplant, die Ankunft wird um 17.06 Uhr erwartet. Das Wanderleiterteam freut sich auf Anmeldungen.

    Höngger Wandergruppe 60Plus

    Besammlung um 7.40 Uhr beim Gruppentreffpunkt Zürich HB. Gruppenreisebillett Halbtax 26 Franken. Organisationsbeitrag acht Franken. Die Anmeldung ist obligatorisch, auch für GA-Inhaber: Montag, 27. Juni, 20 bis 21 Uhr und Dienstag, 28. Juni, 8 bis 9 Uhr bei Martin Wyss (044 341 67 51) oder Peter Surber (044 371 40 91). Notfallnummer 079 538 07 34.

  • Plötzlich Politiker*in

    Plötzlich Politiker*in

    Dreimal im Jahr findet in Bern ein Projekt namens «Spiel Politik» statt. Bei diesem Simulationsspiel geht es darum, eine Session und den Verlauf davor nachzuspielen. Vier verschiedene Klassen bilden eine eigene Partei und treffen sich im Bundeshaus zur Nationalratsdebatte.

    Lange Vorbereitung

    Auch mit dabei war unsere Parallelklasse sowie eine Klasse aus der Schule Milchbuck und eine Klasse aus dem Tessin. In der Schule haben wir viele Vorbereitungen getroffen. Wir mussten uns erst ein Bild der Politik machen. Dabei haben wir gelernt, wie das politische System der Schweiz funktioniert. Dann gründeten wir eine Partei und eine dazugehörige Initiative. Wir mussten 100 Unterschriften sammeln, ein Parteilogo und einen Parteitext entwerfen.

    Ganz viele Diskussionen

    Mit dem Zug ging es dann am 17. Mai nach Bern. Wir hatten nur wenig Zeit, uns im Hostel einzurichten, weil es danach direkt mit den Kommissionssitzungen weiter ging. In jeder Kommission wurde eine andere Initiative besprochen und diskutiert. Es gab einen Kommissionspräsidenten oder eine Kommissionspräsidentin, der/die die Kommission geleitet hat. Ein Übersetzer bzw. eine Übersetzerin war auch dabei, eine Lehrperson, die das Protokoll schrieb und die restlichen Kommissionsmitglieder. Am Schluss entschied sich die Kommission, ob sie dem Parlament die Initiative zur Annahme oder Ablehnung empfehlen soll oder ob allenfalls ein zuvor erarbeiteter Gegenvorschlag unterstützt werden sollte.
    Nach einer anschliessenden Fraktionssitzung gingen wir zurück ins Hostel, in dem wir die Nacht verbrachten. Dort konnten wir Tischtennis oder Billard spielen oder mit dem alten Lift fahren.

    Grosses Finale im Bundeshaus

    Am nächsten Tag mussten wir früh aus den Betten, um eine Führung durch das Bundeshaus geniessen zu können. Es war erstaunlich zu sehen, wie gross die Säle und Räume waren. Sehr beeindruckend war der Balkon im Ein- und Ausgangsbereich, der das Volk symbolisieren soll. Dieser Balkon wurde noch nie betreten und soll die Bundes- und Ständeräte daran erinnern, dass sie Volksvertreter*innen sind und das Volk über ihnen steht. Nach der Führung ging es weiter mit der Session. Wir sassen alle gespannt auf unseren Stühlen. Zu Beginn hielt der Ex-Nationalratspräsident Dominique de Buman, der die Rolle des Bundesrates übernommen hatte, eine Eröffnungsrede. Danach musste jede Kommission und jede Partei ihre Meinung zu den jeweiligen Initiativen präsentieren. Auch freiwillige Sprecher*innen konnten sich während der Session in einer Liste einschreiben, um ihre Meinung zu erläutern. Nachdem auch die Vertretung des Bundesrates ihre Meinung präsentiert hatte, mussten wir abstimmen.  Danach arbeiteten wir uns Schritt für Schritt durch jede Initiative. Nach zwei Runden gab es eine Pause, in der man sich mit einem kühlen Getränk und einem Snack stärken durfte. Nach einer halben Stunde fuhren wir weiter mit den restlichen zwei Initiativen. Nach den Abschiedsworten mussten wir schnell unser Gepäck holen und es ging ab nach Hause.

    Ein bleibendes Erlebnis

    Wenn wir heute zurückblicken, waren das zwei erstaunliche Tage, die uns immer in Erinnerung bleiben werden. Trotz eines dichten Programmes blieb auch noch etwas Zeit, die schöne Stadt Bern zu geniessen und uns mit den anderen Klassen anzufreunden. Wir können dieses grossartige Erlebnis allen Lehrpersonen weiterempfehlen. Man lernt etwas fürs Leben. 

    Die Initiativen aus dem Lachenzelg

    «Förderung der Solarenergie für eine unabhängige und nachhaltige Schweiz» 3. AB Glünkin, Stadt Zürich, Lachenzelg 

    Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:  

    Art. 89 Abs. 6 (neu)  

    1 Der Bund gibt vor, dass auf allen bestehenden und neuen Dächern Photovoltaikanlagen zur Strom- und/oder Wärmeproduktion installiert werden. Hauseigentümer und Bund teilen sich die Kosten. 
    2 Neubauten sollen einen beträchtlichen Teil der Fassade und des Dachs mit Photovoltaikanlagen bedecken. 
    3 Wenn der ökonomische Nutzen zu klein sein sollte oder bei besonders ortsbildprägenden Gebäuden, können Kantone und Gemeinden Ausnahmebestimmungen erlassen. 

    Die Initiative in unseren Worten: 

    Photovoltaikanlagen auf Dächern leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energiesicherheit des Landes. Durch Solarenergie löst sich die Schweiz von der Abhängigkeit fremder (meist autokratischer) Staaten. Zudem ist die Förderung nachhaltiger Energieformen dringend notwendig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. 

    Partei der Solarenergie (PDS)

     

    «Späterer Eintritt in die Berufslehre» 3. AB Gir, Stadt Zürich, Lachenzelg 

    Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:  

    Art. 62 Abs.7. (neu)  

    1 Bund und Kantone sorgen dafür, dass die Jugendlichen genügend Zeit für die Berufswahl haben. 
    2 Die Jugendlichen treten i.d.R. erst nach vollendetem 16. Lebensjahr eine Berufslehre an. 
    3 Die obligatorische Schulzeit wird auf 10 Schuljahre verlängert. In Ausnahmefällen ist auch ein Lehrbeginn nach vollendetem 
        9. Schuljahr möglich. 
    4 Der Eintritt ins Gymnasium soll auch nach dem 10. Schuljahr möglich sein. 

    Die Initiative in unseren Worten: 

    In den vergangenen Jahren wurde in vielen Kantonen das Stichdatum für den Schuleintritt nach vorne verschoben, was zur Folge hat, dass nun bereits knapp 15-Jährige mit der Berufslehre beginnen. Viele Jugendliche fühlen sich mit 13 bzw. 14 Jahren noch zu jung, um sich bereits auf die Berufswahl einzulassen und sich für einen Beruf zu entscheiden. Viele Jugendlich wünschen sich mehr Zeit und mehr persönliche Reife für diese wichtige Entscheidung. In Ausnahmefällen soll aber bereits nach 9 SJ ein Berufseintritt möglich sein. 

    Bildungspartei der Schweiz (BPS)

     

     

  • Das orange Haus

    Das orange Haus

    Die steile Holztreppe knarrt, als Marcel Knörr zur Wohnung hinaufsteigt, in der er mit seiner Frau lebt. Hier schleicht sich niemand unbemerkt hinein. «Dafür hält das Treppensteigen körperlich fit», lacht der passionierte Bergsteiger. Da die Wohnung im zweiten und dritten Stockwerk liegt, gibt es reichlich Stufen. Das Ticken einer Wanduhr ist zu hören und das laute Miauen einer roten Katze, die oben bereits wartet. Die Decken sind niedrig, doch die Wohnung ist hell. Das Holzparkett, das Täfer und die matt gestrichenen Türrahmen schaffen eine warme Atmosphäre. In der Stube befand sich früher in einer Ecke eine Bettnische, ein sogenannter Alkoven, wie er um 1700 verbreitet war. Das Täfer, das den kleinen Raum abschloss, wurde entfernt, geblieben ist eine kleine Nische mit Sitzgelegenheit unter der Dachschräge. Die Einrichtung ist schlicht, aber elegant, kein modischer Firlefanz, eher sachliche Bescheidenheit. Über eine Treppe gelangt man weiter in den ausgebauten Dachraum, der durch den Kehrfirst in vier Abteile unterteilt wird. Hier befinden sich das Schlafzimmer, ein Musikzimmer, viele Bücher und Allerlei. «Im Sommer kann es unter dem vielen Holz und mit nur zwölf Zentimetern Isolation ganz schön heiss werden, doch als Entschädigung kann man auf der kleinen Dachterasse mit Blick zur Kirche in der Abendsonne und bis spät in der Nacht ein Gläschen kredenzen», meint Knörr.

    Als die Stadt ihre Häuser verkaufen musste

    Vor gut 40 Jahren erwarb der Höngger Architekt das orangefarbene Haus mit der Adresse Limmattalstrasse 209, in unmittelbarer Nähe zum Kirchenplatz gegenüber der Liegenschaft Sonnegg. Die Stadt, die zu dieser Zeit viele Immobilien in schlechtem Zustand besass, aber zu wenig Geld, um sie zu renovieren, hatte begonnen, die baufälligsten Gebäude abzutreten. Mit dem Kauf war die Verpflichtung verbunden, die Sanierung in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege durchzuführen. Die auffällige Aussenfarbe des Hauses, die aus den 30er-Jahren stammt, wurde eine Spur heller überstrichen. Auch die Wohnung im ersten Stockwerk, die heute vermietet ist, wurde kaum verändert, der grüne Kachelofen von 1777 besteht noch und ist funktionsfähig. Nach Abschluss der Arbeiten wurde im Erdgeschoss Knörrs Architekturbüro eingerichtet. Hier fand ein Teil seiner Mitarbeiter Platz. Weitere Arbeitsplätze sind im Nachbarhaus, ob dem Restaurant Oriental. Das Arbeitsklima ist familiär. Über Mittag wird oft gemeinsam gegessen, bei gutem Wetter im Garten.

    Ein Haus mit vielen Besitzern

    Die Anfänge des Gebäudes müssen wohl im Dunkeln bleiben. Aufgrund vier untersuchter Eichenbalken im Erdgeschoss schätzt Dorfchronist Georg Sibler in der Mitteilung Nr. 31 «Ein Höngger Handwerkerhaus» (siehe Infobox) das Alter des ältesten Gebäudeteils auf 1473. «[Dies] ist für ein Dorf in unserer Gegend ein sehr früher Zeitpunkt. (…) Wohnhäuser aus dieser Zeit sind (…) bisher kaum bekannt», schreibt der Autor. Sibler konnte während seiner Recherchen alle Eigentümer*innen seit 1670 ausfindig machen, darunter recht bekannte Zürcher und Höngger Geschlechter wie Waser, Nötzli, Grossmann, Wehrli, Freitag, Rieder und Appenzeller. Alle gingen unterschiedlichen Berufen nach und nutzten auch das Haus entsprechend. 1730 wurden die oberen Stockwerke durch einen Brand zerstört. Schuhmacher David Rieder, der zu dieser Zeit hier lebte, wurde einen Tag später unter sechs Kandidaten zum neuen Schulmeister gewählt, möglicherweise aus Mitleid, denn eine andere Begründung ist nirgends festgehalten.

    Kurze mondäne Phase im sittenhaften Zürich

    Zwischen 1740 und 1752 wurde das Gebäude für kurze Zeit zu einem Landsitz von gehobeneren Stadtbürgern. Der «Chirurgus» – Arzt – Heinrich Waser hatte das Haus von Heinrich Peyer zu Höngg gekauft, ab 1746 trat Regula Waser als Hauseigentümerin auf. Vieles deutet darauf hin – bleibt aber auch bei Sibler eine Vermutung – dass einige Anpassungen wie die Freitreppe zur Haustüre, damals noch doppelläufig, aus dieser Zeit stammt. Im sogenannten «Saal», einem für heutige Verhältnisse kleinen Raum, wurde getanzt und geraucht, etwas, das im sittenstrengen Zürich lange verboten war. «Das Täfer in diesem Zimmer mussten wir ersetzen, es war nicht mehr zu retten», erzählt Knörr. Der Holzboden hingegen sei 180 Jahre alt, werde aber wahrscheinlich nur noch einen Abschliff überleben. Wer hier wohl im Dunkel der Nacht ein und aus gegangen sein mag?
    Die mondänen Zeiten des städtischen Landsitzes fanden bereits 1752 ein frühes und wenig glamouröses Ende, als das Haus als Konkursmasse einmal mehr den Besitzer wechselte. Später wurde das Eigentum vorübergehend durch Erbschaft in einen und zwei Drittel geteilt, ab 1938 befand es sich jedoch wieder als Einheit in einer Hand, nämlich in der von Gottlieb Hofstetter. Dieser liess das Gebäude umfangreich renovieren und verkaufte es zehn Jahre später an die Stadt Zürich. Diese wollte es damals wegen der Schutzwürdigkeit des Gebäudes haben, wie in der Mitteilung der Ortsgeschichtlichen Kommission zu lesen ist. «Der Kaufpreis betrug 56000 Franken gegenüber der 17200 Franken, die G. Hofstetter (…) bezahlt hatte (…)», heisst es dort. Aufgrund der Kosten für die Renovation dürfte der Gewinn am Ende dennoch nicht hoch ausgefallen sein. Nach 33 Jahren wechselte das orange Haus 1981 schliesslich vorläufig zum letzten Mal die Besitzer*in.


    Die Stube mit den niedrigen Decken und dem weissen Sofa mit Blick auf die Strasse. (Foto: Patricia Senn)

    Hauptsächlich, aber nicht nur alte Häuser

    Sich in vergangene Epochen und Stile einzulesen, sich damit auseinanderzusetzen und behutsam mit den Objekten umzugehen, ist so etwas wie eine Spezialität von Knörr geworden. «Das Umbauen und Erweitern fasziniert mich seit je her. Jedes Haus hat seine eigene Identität und Geschichte, seine eigene DNA». So würden er und sein Team bei einem Projekt jeweils zuerst der Geschichte nachgehen: Sind frühere Umbauten ablesbar, wurde das Haus aufgestockt oder angebaut? Wer lebte früher in dem Haus? «Alte Häuser sind fast immer in guter Qualität, die Handwerker nahmen sich Zeit», sagt der Architekt. «Meine Erfahrung ist, dass sich neue Funktionen in bestehenden Strukturen gut einbauen oder ergänzen lassen. Das ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll».
    Knörr Architekten realisieren aber selbstverständlich auch Neubauten. Im Kanton Aargau bauten sie drei Wohnhäuser mit 54 Wohnungen im Minergiestandard und komplett aus Holz. Dass sogar die Liftschächte in Holz ausgeführt wurden, war vor vier Jahren erstmalig in der Schweiz.
    Knörr spricht von jedem seiner Projekte mit einer Zuneigung, als wäre es sein eigenes Haus. In all den Jahren sei ihm sein Beruf noch nie verleidet. Er freue sich darauf, als «alter Mann» einmal in der Stube auf dem weissen Sofa zu sitzen und vom Fenster aus das Treiben auf der Limmattalstrasse zu beobachten, verrät er schmunzelnd. Es könnte aber noch eine Weile dauern, bis es so weit ist.


    Architekt Marcel Knörr vor seinem Bijou. (Foto: Patricia Senn)
  • Zurück in der Gartenschüür

    Zurück in der Gartenschüür

    Während der Pandemie fand der Jazz Circle Höngg einen Weg, seine Jazz-Abende trotzdem durchzuführen: Dank dem Entgegenkommen von Nicolas Blangey, dem Wirt des Restaurants Grünwald, konnten die Konzerte vorübergehend von der Gartenschüür nach draussen in den Garten verlegt werden. Die Fans und alle anderen Besucher*innen waren begeistert von diesem besonderen Ambiente unter den Kastanienbäumen. Auch das Wetter spielte meist mit.

    Mittlerweile hielt das «normale» Leben wieder Einzug und der Jazz Circle Höngg findet in gewohnter Umgebung statt. Die Programmgestaltung der Events wurde im Voraus geplant und die verschiedenen Themen sorgfältig vorbereitet. So wurden die Jazz-Happenings zu Konzerten mit erhöhter Ernsthaftigkeit und Qualität. Alle Gäste haben sich seither voll eingesetzt und so zum hohen musikalischen Erlebnis beigetragen.

    Auch der Anlass am 5. Mai verspricht etwas Besonders zu werden. Eingeladen wurden vier Trompeter, die mehrere Stücke mehrstimmig vortragen werden. Natürlich werden diese ergänzt durch spontan improvisierte Einlagen, wie es seit Jahren die Einzigartigkeit der Konzerte ist

    Trumpet Summit mit dem Jazz Circle Höngg

    Mit dabei sind die Trompeter Ivan Kubias (Programm), Philipp Rellstab (Arrangements), Werner Füllemann und Lukas Gallati. 

    5. Mai, 20 Uhr, Gartenschüür, Restaurant Grünwald, Regensdorferstrasse 237.

    Eintritt frei / Kollekte.

  • Offroad-Feeling im Schulhaus Riedhof

    Offroad-Feeling im Schulhaus Riedhof

    Kaum sind die Sportferien vorbei und die Ski im Keller versorgt, stehen schon die nächsten Schulferien vor der Tür. Wer nicht wegfahren kann oder will, muss sich nun wieder etwas überlegen, um den Nachwuchs bei Laune zu halten. Zum Glück ist Frühling und die Temperaturen laden – hoffentlich – zu Aktivitäten im Freien ein. In diesen Frühlingsferien hat Höngg neben Fussballplätzen, Feuerstellen und Spaziergängen an der Limmat etwas Neues zu bieten: Auf dem grossen Pausenplatz des Schulhauses Riedhof wird während dreier Wochen ein «Pumptrack» aufgebaut.

    Wellenförmiger Veloparcours

    Hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich ein sportlicher Parcours, der mit Fahr- und anderen Rädern wie Skateboards, Trottinetts oder Rollerblades genutzt werden kann. Der mobile «Pumptrack» besteht aus einzelnen wellenförmigen und kurvenreichen Holzelementen, welche auf verschiedene Arten kombiniert werden können. Daraus ergibt sich eine geschlossene Fahrbahn, auf der Geschicklichkeit und Fahrgefühl geübt werden können. «Pumptrack» heisst die Anlage deshalb, weil das Ziel ist, die Strecke auf dem Fahrrad zu bewältigen, ohne in die Pedale treten zu müssen – Schwung geholt wird lediglich beim Befahren der Wellen, durch «Pumpen».

    Eine Leihgabe des Kantons Zürich

    Zur Verfügung gestellt wird der Pumptrack vom Sportamt des Kantons Zürich gemeinsam mit der Fachstelle Veloverkehr. Drei solcher Anlagen besitzt das Sportamt und stellt sie den Schulhäusern im Kanton von März bis November für jeweils drei Wochen gratis zur Verfügung. Welche Schulhäuser in den Genuss kommen, eine Anlage aufbauen zu können, wird anhand der eingehenden Bewerbungen in einem Wettbewerb ausgelost.

    Elternrat der Schule Riedhof im Glück

    Organisiert wurde der Track im Riedhof durch Isabelle Ravizza, Vertreterin des Elternrats der Schule. Claudia Widmer, Fünfklasslehrerin am Schulhaus, erfuhr vor einiger Zeit über eine Kollegin von der Möglichkeit, eine solche Anlage zu ergattern. Sie informierte Isabelle Ravizza, Elternratsvertreterin ihrer Klasse, welche sofort aktiv wurde und für die Schule am Wettbewerb teilnahm. Der erste Versuch scheiterte noch, doch in diesem Jahr gehört das Riedhof zu den Auserwählten. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir solch ein Glück hatten und den Pumptrack aufbauen können. Insgesamt haben sich 99 Schulhäuser aus dem ganzen Kanton beworben, wir gehören zu den 33 Gewinnern», freut sich Ravizza. «Nun haben wir ein tolles Angebot für all diejenigen, die in den Ferien nicht wegfahren.»

    Alle dürfen mitmachen

    Angeliefert wird die Anlage am 14. April durch das Sportamt des Kantons Zürich, der Aufbau erfolgt dann durch engagierte Eltern. Vom Angebot profitieren dürfen jedoch nicht nur die Schüler*innen des Schulhauses: Der Track soll allen Sportbegeisterten im Quartier offenstehen. Jung und Alt können sich hier auf dem Schulgelände gratis austoben – nur zu Unterrichtszeiten und ab 22 Uhr muss Ruhe herrschen. Ab dem 15. April ist der Veloparcours bereit zum Befahren, abgebaut wird am 5. Mai.

  • «Ich will ans Meer»

    «Ich will ans Meer»

    Der dunkle von farbigen Linien durchzogene Schal liegt gekonnt drapiert auf ihren Schultern, die Ohrringe sind in Gold gefasste dunkelblaue Saphire, eine runde schwarze Brille sitzt auf ihrer Nase und die Lippen glitzern unaufdringlich. «Ja, ich schmücke mich gerne», sagt Corinne Jeisy. Schmuck habe etwas Aufwertendes, gegenüber sich selbst Wertschätzendes. «Niemand <braucht> Schmuck. Und trotzdem wird er auf der ganzen Welt und von allen Kulturen getragen», sagt die Goldschmiedin. Sie sitzt in ihrem Laden, der gleichzeitig Werkstatt ist, und lächelt entspannt. Früher war ein Friseur in diesem kleinen Raum nahe der Nordbrücke eingemietet. Heute wird hier gefeilt, gelötet, gesägt, gebogen. Jeisy macht «Schmucke Stücke», und so heisst auch ihr Laden.

    «Einmal Goldschmiedin, immer Goldschmiedin»

    In der Familie spielten Sport und Basteln eine wichtige Rolle. «Wir machten ständig etwas mit den Händen, daher kommt wahrscheinlich auch meine handwerkliche Veranlagung», erzählt Jeisy und betrachtet ihre schmalen, aber starken Finger. Vom Naturell her ist sie eher der Typ Zappelphilipp, aber beim Arbeiten mit den edlen Materialien wird sie ganz ruhig. «Mein Vater hat schon früh gesagt, ich solle mich selbstständig machen», erzählt die Goldschmiedin. «Wer hätte damals gedacht, dass ich einmal mit Murmeln den Schritt
    wagen würde». Die Rede ist vom «Murmelring», den sie für einen Wettbewerb entworfen hatte und der grosse Beachtung fand. Ein Ring mit einer silbernen Fassung, in die man Glasmurmeln legen und so immer unterschiedliche Ringe kreieren kann. Der Erfolg beflügelte sie und gab ihr den Mut, 2007 in Wipkingen ihren eigenen Laden, damals direkt am Röschibachplatz, zu eröffnen. 15 Jahre später hat sie diese Entscheidungen nicht bereut. Im Gegenteil: «Einmal Goldschmiedin, immer Goldschmiedin», sagt sie. Eine Alternative habe es eigentlich nie gegeben. Nicht, dass sie nicht schon andere Dinge ausprobiert hätte.

    Die goldenen Wanderjahre

    An ihre Schulzeit in St. Gallen erinnert sich Jeisy nicht besonders gerne. Entsprechend kam es für sie nicht in Frage, nach der Sekundarschule noch weiter die Schulbank zu drücken. Maskenbildnerin oder Goldschmiedin, das waren Berufe, die sie interessierten. Da sie für die Maskenbildnerin jedoch erst zwei Jahre Ausbildung als Coiffeuse hätte machen müssen, strich sie diesen Wunsch schnell von der Liste und schnupperte stattdessen bei einem Goldschmied. Sein Fazit: «Fräulein Jeisy ist wohl noch nicht reif genug». Also machte sie erst ein Welschlandjahr und versuchte es danach erneut, diesmal mit Erfolg. «Die Lehre lief gut für mich, auch die Schule gefiel mir. Am Ende meiner Ausbildung meinte mein Ausbildner, ich sei die beste Lehrtochter gewesen, die er bisher gehabt hatte», erzählt Jeisy stolz und ihre Augen leuchten. Schon immer hatte es sie gereizt, zu studieren. Während eines Sommerkurses in Salzburg lernte sie eine Professorin der Hochschule Pforzheim kennen – Pforzheim gilt als die sogenannte sogenannte «Goldstadt». Wahrscheinlich ermutigte diese Begegnung sie einige Jahre später, nachdem Jeisy der Liebe wegen nach Strassburg gezogen war und dort arbeitete, sich für den Studiengang Schmuck- und Gerätedesign zu bewerben. Auf zwei Gastsemester folgten vier Jahre Studium. In dieser Zeit lernte sie während eines Praktikums in der Ostschweiz ihren Mann, einen Physiker, kennen. Mit ihm reiste sie später nach Wien, wo sie ein Austauschsemester belegen konnte. «Das war eine geniale Zeit», schwärmt die jugendlich wirkende Frau. 1999 schliesslich zog das Paar nach Wipkingen, wo wenig später ihre Tochter zur Welt kam.

    Zukunft schmieden

    Im Mai macht sie einen Roadtrip und fährt zu ihrem Bruder nach Irland. «Ich brauche diese Auszeiten, um dem <Feilnagelblick> zu entkommen. Eine Art Tunnelblick. In diesen Wochen kann ich ausserhalb des Alltagstrotts kreativ werden, neue Produkte entwickeln.» Krisen kommen und gehen. Einschüchtern lässt sie sich davon nicht mehr so leicht. «Mit den Jahren kommt auch die Erfahrung und ich bin grundsätzlich eine optimistische Person.» Dennoch hat sie mit ihrem Mann abgemacht, dass sie aufhören würde, bevor sie sich verschulden müsse. «Dass ich nicht die Alleinversorgerin der Familie bin, hilft sicherlich auch, etwas gelassener zu bleiben», meint Jeisy. Immer wieder betont sie, wie privilegiert ihr Leben sei. So durfte sie in den vergangenen Jahren mit ihrer Familie mehrere Monate in Australien und Indonesien verbringen – die Reiselust hat sie nie verlassen. Nun, da ihre Tochter flügge geworden ist, juckt es sie wieder: «Ich möchte unbedingt einmal am Meer wohnen, ich liebe diese Weite, die Brandung, die unablässige Bewegung der Wellen.» Wer weiss, vielleicht zieht es sie nochmals für länger ins Ausland. Das braucht Mut, aber daran  mangelt es der quirligen Frau nicht.

  • Exklusive Führung «House of Natural Resources»

    Exklusive Führung «House of Natural Resources»

    Das «House of Natural Resources (HoNR)» steht am nördlichen Rand des Hochschulgeländes auf dem Hönggerberg. Es gehört zur Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie und beherbergt Forschungsabteilungen und Büroräumlichkeiten. Doch geforscht wird nicht nur im Inneren des Gebäudes, vielmehr ist das Haus selbst ein ganz eigenes Forschungsprojekt – allerdings nicht hydrologischer, sondern eher ingenieurstechnischer Natur. Der Holzbau stellt ein Pilotprojekt dar, mit dem das Ziel verfolgt werden soll, «innovative und effiziente Holzkonstruktionen aus Laubhölzern» zu entwickeln, wie es auf der Website des Gebäudes heisst. Sechs verschiedene Institute der Departemente Bau und Umwelt sowie Architektur waren am Bau beteiligt und konnten ihre Forschungsergebnisse direkt anwenden.
    Wer mehr zu diesem Gebäude erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, an der von der ETH Zürich und dem «Höngger» gemeinsam organisierten Führung am 7. April teilzunehmen. Der in Höngg wohnende Bauingenieur Michael Klippel wird an diesem Abend vor Ort Interessierten Einblicke in die Entstehungsgeschichte, Konstruktion und Forschung am Bauwerk gewähren und allen Fragen Rede und Antwort stehen.

    Exklusive Führung «House of Natural Ressources» für «Höngger»-Leser*innen

    Organisiert von der ETH Zürich und der Höngger Zeitung
    Donnerstag, 7. April, 18 Uhr
    Führung zirka 1 Stunde, anschliessend Apéro
    Anmeldung per E-Mail an redaktion@hoengger.ch bis spätestens 1. April. Die Anzahl Plätze ist begrenzt.

  • Ein Holzbau der besonderen Art

    Ein Holzbau der besonderen Art

    Das «House of Natural Resources (HoNR)» steht am nördlichen Rand des Hochschulgeländes auf dem Hönggerberg. Es gehört zur Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie und beherbergt Forschungsabteilungen und Büroräumlichkeiten. Doch geforscht wird nicht nur im Inneren des Gebäudes, vielmehr ist das Haus selbst ein ganz eigenes Forschungsprojekt – allerdings nicht hydrologischer, sondern eher ingenieurstechnischer Natur. Der Holzbau stellt ein Pilotprojekt dar, mit dem das Ziel verfolgt werden soll, «innovative und effiziente Holzkonstruktionen aus Laubhölzern» zu entwickeln, wie es auf der Website des Gebäudes heisst. Sechs verschiedene Institute der Departemente Bau und Umwelt sowie Architektur waren am Bau beteiligt und konnten ihre Forschungsergebnisse direkt anwenden.

    Tragekonstruktion aus Holz

    Das 2015 erbaute Bauwerk besteht aus drei Stockwerken. Der Sockel des Hauses, das unterste Stockwerk, ist aus Beton gefertigt, die beiden darüberliegenden aus Holz. Damit ist das «House of Natural Resources» das erste Bürogebäude der ETH mit einer rein aus Holz bestehenden Trägerstruktur.
    Das «Skelett» des Hauses bildet eine neuartige Rahmenkonstruktion, welche in der Forschung der ETH entwickelt wurde. Diese besteht aus einem System von vorgefertigten Holzträgern und -stützen, welche vor Ort zusammengesteckt wurden. Stabilisiert und zentriert wird das Ganze durch Stahlseile, die sich in einem innen liegenden Loch des Trägers befinden und aussen am Gebäude verankert wurden. In den Rahmen wurden anschliessend die Decken der Stockwerke eingelassen. Materialmässig von der Konstruktion gänzlich unabhängig ist die Fassade des Gebäudes, welche überwiegend aus Glas besteht.

    Nachhaltige Materialien und Bauweise

    Für den Bau wurden verschiedene Holzarten verwendet: Während die Pfeiler der Tragekonstruktion vorwiegend aus Eschenholz bestehen, sind die Träger als Hybrid aus Fichten- und Eschenholz gefertigt. Die Decken des Gebäudes und der einzelnen Stockwerke wiederum bestehen aus einer Holz-Betonverbunddecke unter Verwendung von Buchen-Furnierschichtholz. Für die Wände wurden Fichten- und Eschenholz verwendet.
    Die Holzbauweise ist nicht nur optisch attraktiv, sondern habe auch weitere Vorteile, wie der am Projekt beteiligte Bauingenieur Michael Klippel erklärt: «Holz ist lokal vorhanden und wächst nach. Damit ist es bei richtigem Einsatz ein sehr nachhaltiges Material. Mit diesem lässt sich eine hohe Qualität erzielen.» Ausserdem könne man vergleichsweise schnell bauen, da sich vieles vorfabrizieren lasse. «Holz ist aus meiner Sicht ganz klar der Baustoff des 21. Jahrhunderts. In der Schweiz haben wir ausreichend Holz, das wir zum Bau von Gebäuden verwenden können. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Wenn man Holz mit anderen Materialien kombiniert, die wie Lehm und nachwachsende Isolationsmaterialien in der Produktion sehr CO2-arm sind, könnte man heute in der Schweiz bis zu 30 Meter hohe Gebäude realisieren», so Klippel weiter.

    Ganzes Haus wird vermessen

    Um zu untersuchen, wie sich das Holz bei verschiedenen Belastungen über die Lebensdauer verhält, sind im ganzen Haus Sensoren angebracht. So kann etwa festgestellt werden, wie das Material auf Temperaturschwankungen reagiert, wie sich die Kräfte innerhalb des Holzskeletts verteilen, wie die Spannseile funktionieren oder wie sich eine Änderung der Feuchtigkeit auf die Konstruktion auswirkt.  
    Durch die kontinuierlichen Messungen erhalte man wichtige Daten zur Optimierung der angewendeten Bemessungsmodelle. Zum anderen könne man auch reagieren, falls die Messungen unerwartete Werte anzeigten, sagt Klippel.  

    Einladung zu einer exklusiven Führung

    Wer mehr zu diesem Gebäude erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, an der von der ETH Zürich und dem «Höngger» gemeinsam organisierten Führung am 7. April teilzunehmen. Der in Höngg wohnende Bauingenieur Michael Klippel wird an diesem Abend vor Ort  Interessierten Einblicke in die Entstehungsgeschichte, Konstruktion und Forschung am Bauwerk gewähren und allen Fragen Rede und Antwort stehen.

    Exklusive Führung «House of Natural Ressources» für “Höngger”-Leser*innen

    Organisiert von der ETH Zürich und der Höngger Zeitung
    Donnerstag, 7. April
    18.00 Uhr
    Führung ca. 1 Stunde, anschliessend Apéro
    Anmeldung per Email an redaktion@hoengger.ch bis spätestens 1. April. Die Anzahl Plätze ist begrenzt.

  • Die Premiere muss warten

    Die Premiere muss warten

    Erneut muss die Zürcher Freizeit-Bühne ihre geplanten Aufführungen absagen. Ende März wollte sie im reformierten Kirchgemeindehaus mit einer neuen Komödie für Lachsalven sorgen. Doch die Premiere wurde auf das Frühjahr 2023 verschoben. «Die Pandemie machte uns einen Strich durch die Rechnung», sagt Vize-Präsident Lajos Lüscher. «Regelmässige Ausfälle haben die Proben massiv erschwert. Für eine Premiere waren wir nicht bereit.»

    Die Theatergruppe rund um Regisseur Heinz Jenni legt Wert auf eine professionelle Darbietung. Das neue Stück «Das hät mer grad no gfählt» von Erich A. Kleen ist eine turbulente Boulevard-Komödie in drei Akten, die besonders mit Wortwitz punktet. Jede Pointe muss sitzen.

    Die letzte Dernière mit einem abendfüllenden Stück fand im April 2019 statt. Im Januar 2020 konnte noch ein Einakter gespielt werden. Danach fanden keine Aufführungen mehr statt. «In der Vereinsgeschichte gab es noch nie eine so lange Pause», sagt Lüscher.

    Ohne Publikum geht es nicht

    Immerhin konnte der Verein zwei neue Mitglieder gewinnen, die bereits kleine Rollen innehaben. Ganz ohne Publikum will die Zürcher Freizeit-Bühne in diesem Jahr nicht auskommen. Das Ensemble arbeitet an einem einstündigen Schwank, der im Herbst auf Mini-Tournee gehen soll.

  • Der Kunst begegnen

    Der Kunst begegnen

    Heute ist das nur schwer vorstellbar, aber in den 70er- und 80er-Jahre gab es in Höngg eine lebendige Kunstszene, die ihr Zentrum direkt am Meierhofplatz hatte. Dort wo heute der Hönggermarkt steht, boten früher alte Häuser Platz für Ateliers und günstiges Wohnen. Mit deren Abbruch verschwanden auch die Künstler*innen aus dem Ortsbild. Seither fehlen dem Quartier die Schnittstellen und Begegnungsorte, um Kunst hautnah zu erleben. Dies, obwohl nicht wenige Kunstschaffende im Quartier tätig sind. Wie Rita Maya Kaufmann. Sie ist visuelle Künstlerin und arbeitet in einem der drei Ateliers an der Limmattalstrasse im Frankental, gleich gegenüber des Max-Bill-Hauses. Dieser Abschnitt der Strasse ist beinahe eine Kunstmeile: Gleich nebenan hat Anna Vögtli ihr Atelier, Manù Hophan arbeitet im Haus von Sasha und Ernst Morgenthaler schräg gegenüber und in den übernächsten Räumlichkeiten liegt der Nachlass des verstorbenen Malers Klaus Däniker. Lange trug Kaufmann die Idee eines Ortes für Kunst in sich. Die Zusammenarbeit mit anderen Kunstschaffenden sei immer inspirierend und spannend. Als erste Co-Ausstellerin hat sie Beatrice Vogler angefragt, welche ihre Skulpturen zeigen wird. Geplant ist eine viertägige Ausstellung, ohne Vernissage, aber offen für alle. Vielleicht eine erste von vielen Begegnungen mit und für die Kunst in Höngg. Das Atelier bleibt jedoch Arbeitsplatz und soll auf keinen Fall zur Galerie werden, betont Kaufmann.

    Kunst braucht Zeit und Raum – Eine Begegnung

    Mit Rita Maya Kaufmann, Malerei und Beatrice Vogler, Skulpturen

    Donnerstag, 31. März bis Sonntag, 3. April. Jeweils 16 bis 20 Uhr. Limmattalstrasse 386.