Autor: tka_admin

  • Der Rütihof hat seine eigene App

    Der Rütihof hat seine eigene App

    Soziale Netzwerke sind heutzutage allgegenwärtig – von Facebook über Instagram bis hin zu Youtube. Kaum jemand, der nicht über einen dieser Social-Media-Kanäle mit seiner Umwelt kommuniziert. Doch während viele dieser Netzwerke globalen Charakter haben und dazu dienen, Menschen über grosse Distanzen miteinander zu verbinden, untersucht ein Forschungsprojekt des ETH-Wohnforums nun, inwiefern ein soziales Netzwerk dazu beitragen kann, die «realen» Beziehungen innerhalb einer Nachbarschaft zu fördern.

    «Kann eine digitale Plattform genutzt werden, um zur Inklusion innerhalb eines Quartiers beizutragen?», fragen sich die Forscher*innen. Oder, wie es Angela Birrer vom Projektteam formuliert: «Können hybride Nachbarschaften, die sowohl physische als auch digitale Kontakte ermöglichen, dazu beitragen, den Alltag zu vereinfachen und soziale Beziehungen aufzubauen oder zu erweitern?»

    Eine grosse Gemeinschaft mit zahlreichen Untergruppierungen

    Um diese Frage beantworten zu können, dient dem Team des ETH Wohnforums, einem Forschungszentrum am Departement Architektur, der gesamte Rütihof bis hin zur Genossenschaft Kraftwerk im Heizenholz und dem Quartierhof als Untersuchungsobjekt. Innerhalb dieses Gebiets soll die Rütihof-App, die vom Schweizer Start-Up «beUnity» entwickelt wurde, als «virtueller Quartiertreff» fungieren.

    Hier können sich alle Bewohnenden des Rütihofs als Mitglieder einloggen. Dabei existiert zum einen eine grosse Gesamtgruppe, zu der man automatisch gehört. Zum andern gibt es Untergruppen, die von den Mitgliedern selber erstellt werden können – etwa für Vereine, um Informationen und Aktivitäten im Quartier bekannt zu machen, aber auch einfach, um Leute zu finden, die gleiche Interessen teilen. Einer «offenen» Gruppe können alle interessierten Personen beitreten; für eine «geschlossene» Gruppe braucht es eine Genehmigung.

    Die App bietet noch weitere Funktionen: Sie fungiert nicht nur als interaktiver Veranstaltungskalender und Pinwand, in der jede*r kommende Events und Informationen platzieren kann, sondern auch als Chatraum zwischen Einzelpersonen, Gruppen oder der gesamten Community. Auf dem Marktplatz können zudem Waren angeboten und getauscht werden.  

    Schon viel los auf dem Markt

    Die Quartierbewohner*innen wurden durch das Forschungsteam via Brief und Postkarten über die App informiert und eingeladen, sich zu beteiligen. Mit Erfolg: Bereits haben sich rund 200 User eingeloggt und nutzen die Plattform  intensiv – vor allem auf dem Marktplatz herrscht ein emsiges Bieten und Tauschen. Der offizielle Start der Rütihof-App wird nun am 25. Mai mit einem Info-Apéro gefeiert. Das Projektteam erklärt bei dieser Gelegenheit die Funktionsweise der App und bringt Interessierten die Nutzung näher. 

    Links und Informationen

    Info-Apéro im Quartier:

    25. Mai, 18 Uhr, Restaurant CaBaRe
    Zur Rütihof-App: Rütihof auf Beunity

  • Leben im Heim: Die finanzielle Frage

    Leben im Heim: Die finanzielle Frage

    Der Entschluss, den Lebensabend im Alters- oder Pflegeheim zu verbringen, ist auch eine Frage der Kosten. Diese betreffen die ärztlich verordnete Pflege, die Hotellerie und die Betreuung sowie die persönlichen Ausgaben.

    Zunächst die ärztlich verordnete Pflege: Hier wird zwischen zwölf Pflegestufen unterschieden, die sich am zeitlichen Aufwand orientieren: Je höher die Pflegestufe, desto höher der Aufwand und somit die Kosten. Die Krankenkasse zahlt bei Pflegestufe 1 mit bis zu 20 Minuten 9.60 Franken pro Tag, bei der Stufe 12 ab 221 Minuten sind es 115.20 Franken pro Tag. Die pflegebedürftige Person muss aber maximal 23 Franken pro Tag selbst bezahlen.

    Wird wenig Pflege benötigt, ist der Betrag womöglich geringer. Sollten die Kosten höher sein, übernimmt die Krankenkasse. Bleiben nach Abzug des Beitrags der Krankenkasse und des eigenen Beitrags noch ungedeckte Kosten übrig, werden diese von der Gemeinde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen übernommen.

    Der zweite Faktor ist die Hotellerie und die Betreuung (Pensions- und Betreuungstaxe): Das sind beispielsweise die Kosten für das Zimmer, die Verpflegung, das Waschen der Kleidung, für Abonnements (je nach Residenz) und die Betreuung, die nicht in den Pflegebereich fällt (z.B. allgemeine und individuelle Unterstützungsleistungen im Alltag, Förderung sozialer Kontakte, Begleitung und Betreuung).

    Diese Kosten müssen selbst übernommen werden und können je nach Alters- und Pflegeheim variieren: Bei Pflegeheimen mit einem Leistungsauftrag der Gemeinde sind die Tarife so festgesetzt, dass sie höchstens die tatsächlichen Kosten der Institution decken. Private Pflegeheime können ihre Preise grundsätzlich frei gestalten. Den «klassischen» Durchschnittspreis gibt es nicht; Recherchen zeigen eine Preisspanne von beispielsweise 130 Franken pro Tag in einem Zweierzimmer bis zu über 300 Franken für ein grösseres Einzelzimmer.

    Schliesslich sind es die persönlichen Auslagen: etwa Restaurantbesuche, der Kauf von Büchern und Zeitungen, neue Kleidung oder Theaterbesuche. Diese Kosten muss jede Person selbst tragen.

    Die Ergänzungsleistungen

    Wer nun mit dem Rechnen beginnt, wird feststellen, dass das Wohnen im Alters- und Pflegeheim eine beachtliche Summe ausmacht, selbst in einer günstigen «Variante». Was, wenn die AHV, die Pensionskasse und das Ersparte nicht ausreichen? Hier kommen die Hilflosenentschädigung des Kantons Zürich und die sogenannten Zusatzleistungen der Gemeinden zum Einsatz; in der Stadt Zürich sind das Leistungen, die das Amt für Zusatzleistungen ausrichtet. Neben den Ergänzungsleistungen sind das die kantonale Beihilfe und die Gemeindezuschüsse. Es sind Unterstützungen, die auch unabhängig vom Heimaufenthalt gelten.

    Die Hilflosenentschädigung richtet sich an Personen, die bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Essen oder der Körperpflege die Hilfe anderer Menschen benötigen. Diese Entschädigung wird nach dem Grad der Hilflosigkeit eingeteilt («leicht» mit 245 Franken, «mittel» mit 613 Franken und «schwer» mit 980 Franken) und von der SVA ausbezahlt.
    Schliesslich gibt es Ergänzungsleistungen für Menschen, die AHV- und IV-Gelder beziehen. In diesem Fall wird eine individuelle Bedarfsrechnung vorgenommen: die Gegenüberstellung von Einkünften und Ausgaben.

    Die Regeln und Lebenssituationen sind stets individuell und komplex, sodass die persönliche Abklärung unumgänglich ist, sei es bei der Hilflosenentschädigung, bei den Ergänzungsleistungen sowie generell bei der Frage nach den Kosten für das Leben in einem Alters- und Pflegeheim.

    Quelle:
    Broschüre Pflegefinanzierung
    der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich.

    Ein Tag im Alters- und Pflegeheim

    Wie lebt es sich in einer Altersresidenz? Viele haben Bedenken vor dem Eintritt. Der Besuch bei der Hauserstiftung in Höngg zeigt, dass der Lebensabend im Heim auch schöne Seiten haben kann.

    Lesen Sie hier die Reportage.

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Als vor mehr als zwei Jahren bekannt wurde, dass das «Bergbüssli» von Höngg, die Linie 38, eingestellt werden soll, regte sich grosser Widerstand im Quartier. Der Höngger Miro Steiner hat mit der Unterstützung des Quartiervereins Höngg (QVH) damals eine Petition gegen die Einstellung der Buslinie lanciert (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Der Grund für die mögliche Einstellung der Linie 38 war in erster Linie die Umsetzung von Tempo 30 zwischen Rosengartenbrücke und Schwert. Das hätte auf den Linien 46 und 13 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) Mehrkosten in der Höhe von jährlich 900 000 Franken zur Folge. Da die Bus- und Tramlinien durch die Temporeduktion länger unterwegs seien, brauche es mehr Fahrzeuge und Personal, um den Takt aufrechtzuerhalten, so die VBZ damals. Die Linie 38 mit ihrer geringen Auslastung wäre aus Spargründen geopfert worden. Auch, weil die umliegenden Haltestellen der Linien 13, 46, 69 und 80 den Bereich vom «Bergbüssli» abdecken würden.

    Nun vermeldete der QVH in seinem Newsletter vom 12. Mai, dass der Weiterbetrieb der Linie 38 bis auf Weiteres gesichert sei. Nachzulesen ist, dass der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 8. Februar einstimmig einer gesetzlichen Grundlage zugestimmt hat, mit der die Mehrkosten des öffentlichen Verkehrs wegen der Einführung von Tempo 30 von bis zu 15 Millionen Franken pro Jahr durch die Stadt Zürich getragen werden soll. Laut dem QVH entfalle so der Druck durch den kantonalen Verkehrsverbund auf die Schliessung unrentabler Linien als Kompensation für die durch Tempo 30 verursachten Mehrkosten.  

    Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) stelle sich zudem auf den Standpunkt, dass er die durch Gemeinden beschlossene Temporeduktionen und die dadurch verursachten Taktverlangsamungen nicht mitfinanzieren wolle. Die Stadt Zürich trage solche Kosten nun selbst und wolle versuchen, das Geld doch noch vom ZVV eintreiben zu können, heisst es in dem Newsletter weiter. Unabhängig davon: Der QVH geht nun davon aus, dass die Linie 38 zumindest bis auf Weiteres in Betrieb sei.

  • Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Es sind Orte, wo heute nichts ist. Leere Flächen, Zwischenräume, Asphalt. An der Ecke Lehen- und Wunderlistrasse war bisher nicht viel mehr zu sehen als ein überbreites Trottoir, vielleicht ein kleiner Platz – eine grosse Asphaltfläche, an der man achtlos vorbeiging.

    Dasselbe Bild bietet sich an der Ecke Lägern- und Wibichstrasse. Hier steht immerhin ein Brunnen und bis vor kurzem auch eine alte Sitzbank. Doch auch hier verweilte man nicht – man ging vorbei. Der Verein CALA will den beiden vergessenen Plätzen in Wipkingen Leben einhauchen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt.

    Er hat hier zwei Treffpunkte gebaut, die mehr als nur Sitzgelegenheiten sein wollen: sie sollen den öffentlichen Raum aufwerten, zum Innehalten einladen und neue Begegnungen ermöglichen.

    «Partizipatives Budget» auf Quartierebene

    Das Projekt ist aus der «Quartieridee Wipkingen» entstanden. In Zürich-Wipkingen testete die Stadt Zürich in den Jahren 2020 und 2021 eine Art «partizipatives Budget» auf Quartierebene, das später auf die ganze Stadt ausgeweitet wurde. Es konnten Ideen eingegeben werden, über die anschliessend im Quartier abgestimmt wurde. 40’000 Franken wurden so verteilt.

    Das Projekt des Vereins Cala war eines der Siegerprojekte. «In Wipkingen gibt es neben dem Röschibachplatz und dem Raum Letten kaum öffentliche Treffpunkte», sagt Stefanie Pfändler vom Verein Cala. «Wir wollten besonders in den ruhigeren Wohngegenden solche Orte schaffen.»

    Fliegestühle und eine Tribüne

    Beide Treffpunkte sehen ganz unterschiedlich aus. An der Lägernstrasse wurden vier «Liegestühle» gebaut – ein Design von Architekturstudenten der ETH. Die Studenten haben das Projekt entworfen und zusammen mit dem Verein Cala selber gebaut. «Das Projekt zeigt, wie viele Ressourcen auf Quartierebene mobilisiert werden können», freut sich Pfändler.

    Die Holzverarbeitung durfte der Verein in der Werkstatt des GZ Bucheggplatz machen, gelagert und zusammengeschraubt wurden die Teile in der Kirche Wipkingen, die vom Klimastreik genutzt wird – und spontan kamen Leute aus dem Quartier beim Bau zu Hilfe. Die Fliegestühle werden bereits rege genutzt. «Jedes Mal, wenn ich dort vorbeifahre, sitzen Leute in den Stühlen. Es ist toll, dass der Ort so schnell angenommen wurde», sagt Pfändler.

    Der zweite Standort an der Lehenstrasse wird vom Architekt Lorenz Bachmann in Freiwilligenarbeit gebaut. Dort entsteht eine Tribüne, die als Pflanzentopf, Bücherschrank oder Sitzplatz genutzt werden kann. Die Tribüne wurde in enger Zusammenarbeit mit den direkten Anwohnern entwickelt, die nun auch beim Bau mithelfen. Die Tribüne wird erst am Tag der Einweihung fertiggestellt. «Wir sind gespannt, ob dieser Standort auch so gut funktionieren wird, wie der erste», sagt Pfändler.

    Die Eröffnung findet am Mittwoch, 17. Mai, statt. Von 16 bis 18 Uhr wird die Tribüne an der Lehenstrasse eingeweiht, von 18.15 bis 20 Uhr werden die Fliegestühle offiziell eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und sind gebeten, eigene Gläser oder Becher mitzubringen.

    Quelle: Verein Cala

  • Das grösste Schützenfest der Welt

    Das grösste Schützenfest der Welt

    Das Eidgenössische Feldschiessen, das Anfang Juni an drei Tagen stattfindet, kann auf eine über 130-jährige Tradition zurückblicken. Der vom Schweizer Schiesssportverband organisierte Wettbewerb gilt als das grösste Schützenfest der Welt. Die Schiessplatzgenossenschaft Höngg holt den Anlass jährlich auf den Hönggerberg.

    Das Schiesssportzentrum ist die Heimat von sechs Vereinen, darunter der Schützenverein Zürich-Hönggerberg und die Standschützen Höngg. Diese bieten erneut viele Helfer*innen auf, die etwa die Scheiben bedienen, sich um die EDV kümmern oder die Munition herausgeben. Auch heuer wird in Höngg mit bis zu 350 Personen gerechnet, die sich auf drei verschiedenen Distanzen beweisen: Auf 300 Meter mit Gewehr, auf 50 und 25 Metern mit Pistolen, alles Ordonnanzwaffen.

    Die Teilnahme ist kostenlos, die Voraussetzung ist, eine Waffe zu besitzen. Wenn das Feldschiessen am dritten Tag endet, werden bereits die Resultate aus dem ganzen Land bekanntgegeben. Aber: Es zählt in erster Linie die Teilnahme, nicht der Rang.

    Eidgenössisches Feldschiessen

    Schiessportzentrum Hönggerberg
    Freitag, 2. Juni, 16.30 bis 19 Uhr
    Samstag, 3. Juni, 9 bis 12 Uhr
    Sonntag, 4. Juni, 9 bis 12 Uhr
    Standblattausgabe bis 30 Minuten vor Schluss
    Programm:
    Distanzen: 300 Meter und 50/25 Meter
    Teil 1: Einzelfeuer (sechs Schüsse innert sechs Minuten)
    Teil 2: Kurzfeuer (zweimal je drei Schüsse in je 60 Sekunden)
    Teil 2: Schnellfeuer (sechs Schüsse in 60 Sekunden)
    Keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

  • Die Sammelaktion geht weiter

    Die Sammelaktion geht weiter

    Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist die Solidarität mit der dortigen Bevölkerung gross. Die vor einem Jahr gegründete Ukraine Support Group leistet Hilfe vor Ort. Sie ist eine sechsköpfige Gruppe mit meist polnischen Wurzeln, darunter auch die Hönggerin Katarzyna Lanfranconi. Sie veranstalten Sammelaktionen, um Produkte und Lebensmittel in das Krisengebiet zu bringen. Diese Hilfe richtet sich besonders an Frauen mit Kindern, ältere Paare, Kinder aus Waisenhäusern und Soldaten.

    «Wir sammeln Sachen, die wirklich gebraucht werden. Unsere Kontakte in der Ukraine informieren uns laufend über die Situation», sagt Lanfranconi. Und weiter: «Im vergangenen Jahr haben wir viele gute Beziehungen und Freundschaften in der Ukraine aufgebaut. Wir wissen, dass unsere Hilfe ankommt.»

    In der Tat: Bislang wurden Hunderte von Kartons in rund 50 Lieferungen nach Polen und in die Ukraine geliefert. In Polen werden die Hilfsgüter zu Flüchtlingsunterstützungszentren gebracht. In der Ukraine werden die Waren an sogenannte Verteilpunkte in Lviv, Kiev oder Zhytomyr geliefert. Von diesen Ortschaften aus werden sie mit Privattransporten an Soldaten und Bedürftige verteilt. Lanfranconi weiss, dass viele Menschen im Krisengebiet verharren. Sie wollen ihr Haus, ihre Heimat nicht verlassen.

    Produkte für ein Feldspital

    Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich mit den Jahreszeiten oder der Situation. Waren es im Winter etwa Einweggrills, sind es aktuell Medikamente und Erste-Hilfe-Produkte, die benötigt werden. Beispielsweise rezeptfreie Schmerzmittel, Krücken oder alte Rollstühle (siehe Box).

    «Unsere Freunde in der Ukraine liefern diese an ein im Bau befindliches Feldspital bei der Stadt Kramatorsk, für das wir gerade eine Waschmaschine besorgen konnten», sagt Lanfranconi. Der Siegeswille bei den Kriegsbetroffenen sei weiterhin ungebrochen. «Wir hören, dass die Menschen für ihr Land kämpfen wollen. Und sie sind nach wie vor entsetzt, dass sich dieser Krieg überhaupt ereignet hat», sagt Lanfranconi.

    Nächste Sammelaktion

    Samstag, 13. Mai, von 10 bis 14 Uhr
    Mit Kuchenverkauf.
    Pfarreizentrum Heilig Geist, Limmattalstrasse 146, 8049 Zürich
    Weitere Informationen: www.ukrainesupportgroup.ch

    Gesammelt werden:

    Thermosflaschen, Thermoskannen, Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, Einweggrills, Taschenlampen mit Batterien, Batterien, Elektroheizung, Schlafsäcke etc.
    Dosen (Fleisch, Fisch, Ravioli etc.), Pasta, Reis, schwarze Schokolade, Nüsse, Proteinriegel, Baby-Nahrung.
    Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente, antivirale Mittel, wie z.B. Neocitran, Paracetamol, Ibuprofen (rezeptfrei), Verbandmaterial, Elastische Binde, Desinfektionsmittel, Wundversorgung, Krücken, Rollstuhle.
    Binden, Tampons, Zahnbürsten/Paste, Seife, Duschgel, Shampoo, Conditioner, Deodorants, Windeln, Feuchttücher, Pflegeprodukte etc.
    Unterhosen, Unterleibchen, Socken

  • «Ich habe nie mit meinem Schicksal gehadert»

    «Ich habe nie mit meinem Schicksal gehadert»

    Seit ich ein Jahr alt bin, lebt meine Familie hier in Höngg, unten an der Limmat. Ich habe zuerst die Primarschule Am Wasser besucht und war dann für zwei Jahre in der Sekundarschule Lachenzelg. Nach der zweiten Sek habe ich die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium bestanden. Nun besuche ich das Kurzzeitgymnasium Stadelhofen.

    Was ich beruflich später einmal machen werde, weiss ich noch nicht so genau. Gerne würde ich mich zum Beispiel in Richtung Biologie orientieren und mich dann auf Verhaltensforschung konzentrieren. Es fasziniert mich sehr, wie Tiere miteinander kommunizieren und ich würde gerne mehr darüber erfahren. Ich könnte mir auch gut vorstellen, später mal viel zu reisen oder in einer anderen Stadt oder einem anderen Land zu leben.

    Da meine Muttersprache Französisch ist, liegt mir der französische Sprachraum sehr nahe. Ich spreche aber nicht nur französisch, sondern singe auch gern in dieser Sprache. Deshalb habe ich vor Kurzem angefangen, Gesangsstunden zu nehmen.

    Musik und Sport

    Viel Zeit verbringe ich zudem beim Landhockey-Training. Viermal wöchentlich trainiere ich bei GC auf dem Hardhof, am Wochenende kommen manchmal noch Spiele dazu. Zu der Sportart bin ich durch einen Freund gekommen, ich hatte ursprünglich mal mit Fussball angefangen, aber die Atmosphäre im Fussballclub hat mir nicht so behagt.

    Beim Landhockey war das anders, das hat mir von Anfang an grossen Spass gemacht. Ich war elf Jahre alt, als ich damit angefangen habe und hatte gerade ein halbes Jahr lang trainiert, als der Unfall passiert ist.

    Unter den Zug geraten

    Damals war ich auf der Geburtstagsparty eines Freundes im Technorama in Winterthur. Auf dem Heimweg mussten wir am Bahnhof in Oberwinterthur relativ lange auf die S-Bahn warten. Was danach genau passiert ist, weiss ich nicht mehr, ich kann die Ereignisse nur noch aus den Erzählungen der anderen wiedergeben.

    Ich stand auf dem Bahnsteig wohl zu nahe an den Gleisen. Dabei bin ich vom heranfahrenden Zug erfasst worden, gegen die Lokomotive geprallt und unter den Zug geraten. Ich erinnere mich daran, dass ich auf den Schienen lag und ein Arzt mich nach meinem Namen und meiner Adresse gefragt hat. Schmerzen hatte ich in diesem Moment keine – im Gegenteil, ich habe eine angenehme Wärme im Arm verspürt. Danach wurde ich bewusstlos und fiel ins Koma.

    Sofort wieder zurück ins Leben

    Während drei Tagen war nicht klar, ob ich den Unfall überlebe. Ich hatte zahlreiche Knochenbrüche sowie einen mehrfachen Schädelbruch erlitten. Die gravierendste Verletzung aber betraf meinen rechten Arm: Er konnte nicht mehr gerettet werden und musste mit dem Schultergelenk amputiert werden.

    Als ich schliesslich aus dem Koma erwachte, habe ich keinen Moment gezögert oder mit dem Schicksal gehadert. Ich hatte direkt die Motivation weiterzumachen: weiter zu trainieren, wieder in die Schule zurückzukehren. Nach vier Wochen Spitalaufenthalt habe ich deshalb darauf verzichtet, noch eine Reha zu besuchen und bin stattdessen nach Hause zurückgekehrt.

    Nicht nur meine Familie, auch meine Trainer sowie meine Mannschaft haben mich bei der Genesung sehr unterstützt. Das Team hat mir Briefe geschrieben, mich besucht und mich ermutigt, das Training wieder aufzunehmen. Beim Landhockey braucht man für die Schlägerführung hauptsächlich den linken Arm, das war mein Glück.

    Mit einer positiven Einstellung durchs Leben

    Insgesamt muss ich sagen, dass ich das Positive an dieser ganzen Geschichte sehen kann. Vor dem Unfall habe ich nicht sehr bewusst gelebt, war irgendwie unzufrieden, schlecht in der Schule, hatte keine grossen Pläne für die Zukunft. Doch mit diesem Unfall bin ich so nahe am Tod vorbeigeschrammt, dass ich gelernt habe, mein Leben zu lieben. Ich habe es als Challenge angesehen, mit einem Arm zu leben und alles meistern zu können.

    Es war zwar anstrengend und die Schmerzen waren gross, doch die Herausforderung habe ich gemeistert. Mittlerweile habe ich nicht mehr das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Zu Beginn haben die Menschen manchmal komisch gekuckt, wenn sie mich gesehen haben. Das passiert mir heute eigentlich nicht mehr – und wenn mal jemand fragt, was passiert ist, erkläre ich den Sachverhalt.

    Seit ungefähr zwei Monaten trainiere ich nun im Landhockey bei der U18-Nationalmannschaft mit. Bei Länderspielen konnte ich bis anhin allerdings noch nicht mitmachen, da ich nicht lange genug dabei bin. Doch das kommt hoffentlich noch. Mein Ziel ist es ausserdem, es im Verein in die erste Herrenmannschaft zu schaffen. Ich denke, ich habe gute Chancen, dort aufgenommen zu werden.

    Aufgezeichnet von Dagmar Schräder

  • «Fahr-Gaudi-Tag» an der Limmat

    «Fahr-Gaudi-Tag» an der Limmat

    Seit April lädt der Fährigarten vor dem Restaurant «Zu den Zwei Raben» beim Kloster Fahr in die SommerBeiz ein. Es ist ein Treffpunkt für Freunde und Familien, der mit seinen beeindruckenden Bäumen auf dem Weg Richtung Limmat zum Verweilen einlädt.

    Es können leichte, saisonale und trendige Gerichte mit Fleisch vom eigenen Hof genossen werden. Und von köstlichen Snacks bis zu kühlen Drinks ist für jeden Geschmack etwas dabei.

    Die Fahr Erlebnis AG organisiert neben dem gastronomischen Angebot auch weitere Anlässe, etwa den «Fahr-Gaudi-Tag» am Sonntag, 14. Mai. Das bedeutet ein Tag voller Spass und Spiele auf dem Klosterareal.

    Neben den spannenden Einblicken in die Tierwelt des Bauernhofes wird – bei trockenem Wetter – eine Hüpfburg aufgestellt, auch Ponyreiten ist dann möglich. Weiter lädt die Wiese zum Spielen ein und es gibt auch ein Kinderschminken ab 13 Uhr.

    Fahr Erlebnisse

    Fahr-Gaudi-Tag, 14. Mai, 11-17 Uhr
    Eintritt: 5 Franken, Ponyreiten: 5 Franken.
    Tag der offenen Hoftüre, 4. Juni, ab 10.30 Uhr.

    Öffnungszeiten SommerBeiz:
    Bei schönem Wetter Mittwoch bis Sonntag ab 11 Uhr geöffnet.
    www.fahr-erlebnis.ch/gastronomie

  • «De schnällst Zürihegel»

    «De schnällst Zürihegel»

    Auf dem Areal des Turnvereins Höngg werden bald wieder Hunderte von Kindern um Medaillen und Plätze für das Finale von «De schnällscht Zürihegel» rennen – und selbstverständlich auch, um mit dabei zu sein. Denn der «Zürihegel» gehört seit 1951 zum ältesten Wettbewerb für Schulkinder der Stadt.

    Bei der letztjährigen Quartierausscheidung rannten so viele Teilnehmende um den Finaleinzug wie noch nie. 338 Einzelläufer*innen waren angemeldet, dazu kamen 47 Stafetten-Teams, die insgesamt 319 Kinder zählten.

    Teilnahme ist kostenlos

    Wie bisher wird der Wettkampf auf dem «Hönggi» vom Turnverein Höngg (TVH) und dem Quartierverein Wipkingen (QVH) organisiert. Letzterer organisiert den Wettkampf morgens für die Kinder aus dem Nachbarquartier, während der TVH für den Höngger-Teil am Nachmittag zuständig ist.

    Die kostenlose Teilnahme im Einzellauf ist ohne Voranmeldung möglich: einfach frühzeitig auf dem Hönggerberg beim Tisch des QVH erscheinen und den Sportpass für die Registrierung nicht vergessen. Dieses Jahr sind folgende Jahrgänge startberechtigt: 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und jünger.

    Für die Stafette der Klassen-Teams, welche wieder mit kreativen Namen nach den Einzelläufen rennen, haben die Lehrpersonen bereits in den letzten Wochen die Flyer und Anmeldeformulare erhalten. Sollte das Formular noch nicht eingetroffen sein, kann es auf der Website des «Zürihegels» bezogen werden.

    Bei jeder Witterung

    Die Kinder laufen in Turnschuhen oder barfuss – Schuhe mit Stollen sind nicht gestattet. Für das leibliche Wohl der Gäste ist wie immer der Turnverein Höngg besorgt. Die Quartierausscheidung findet bei jeder Witterung statt. Neu werden auch die Stafetten-Läufe mit der Distanz von 60 Metern realisiert.

    Wer schnell genug ist, der oder die qualifiziert sich für den Finaltag am Samstag, 10. Juni, auf der Sportanlage Utogrund. Dort werden die Höngger Teilnehmenden auf die Kinder der anderen Zürcher Quartiere treffen.

    Quartierausscheidung Wipkingen

    Samstag, 13. Mai, ab 10.15 Uhr
    Bei Fragen: Marco Lanza, Quartierverein Höngg, 079 229 47 03 www.zuerihegel.ch

  • «Gutes tun – für dich und andere»

    «Gutes tun – für dich und andere»

    «Aus der Not eine Tugend machen» – so liesse sich vielleicht in einem Satz zusammenfassen, wie Valeriana entstanden ist. Aufgrund seiner Erfahrungen als Kind einer Familie mit Migrationshintergrund weiss Bora Polat, wie schwierig es gerade für Frauen ist, in der Schweiz beruflich und sozial Fuss zu fassen. Deshalb hat er es sich gemeinsam mit seiner Frau Salomé Fässler zur Aufgabe gemacht, diese Situation zu verändern. Und zwar mit einer Website, die sie für seine Mutter gestalteten. Hier konnte sie Dienstleistungen wie Reinigungs- und Näharbeiten anbieten. Niederschwellig und einfach.

    Aus diesem einfachen Konzept ist mittlerweile ein Non-Profit-Unternehmen mit über 50 Beschäftigten herangewachsen, welches das Ehepaar neben seiner beruflichen Tätigkeit im Bereich «Social Impact» ehrenamtlich, quasi als Hobby führt. Sieben verschiedene Dienstleistungen bietet Valeriana an – neben Reinigungen sind das etwa Be- und Entsorgungen, Näharbeiten oder Petsitting, die direkt über die Webseite buchbar sind.

    Integration leisten
    Drei einfache Buchstaben, A, B und C, bilden das Leitbild ihrer Organisation. Sie stehen für «Arbeit», «Bildung» und «Community». Den Anfang macht der Buchstabe A: «Aus unserer Sicht funktioniert Integration primär über Arbeit.» Für viele Frauen sei dieser Schritt aber häufig schwer. Mangelnde Deutschkenntnisse, ein oft geringeres Ausbildungsniveau als bei den Männern und die Betreuung der Kinder sorgten für einen Rückzug ins Privatleben. Dadurch verlieren sie die Chance, neue Sozialkontakte zu knüpfen oder finanziell unabhängiger zu werden. «Bei uns erhalten Frauen daher die Möglichkeit, zu einem fairen Lohn direkt in den Arbeitsmarkt einzusteigen, trotz Sprachbarriere», erklären Fässler und Polat.

    Wer mit Valeriana einen Arbeitsvertrag abschliesst, wird fachlich geschult und kann die Arbeitszeiten flexibel einteilen, damit sie mit der Kinderbetreuung vereinbar sind. Gleichzeitig ist die Verpflichtung zum Besuch eines hauseigenen Deutschkurses integraler Vertragsbestandteil – der Buchstabe B: «Mit den Kursen wollen wir die Frauen auf ihrem Weg unterstützen. Deshalb finanzieren wir auch Prüfungen, mit denen sie einen Nachweis über ihre erworbenen Deutschkenntnisse erhalten», so Fässler. Darüber hinaus veranstalten sie Workshops zum politischen System der Schweiz, Schulungen zum Umgang mit den Apps und dem digitalen Arbeitsplan oder ganz einfach Treffen zum Austausch.

    Diese Anlässe sind Bestandteil des C in ihrem Konzept: «Wir wollen die Gesellschaft näher zusammenbringen», so ihr Anliegen. Und das funktioniere nicht nur innerhalb der Organisation, sondern auch im Kundenkontakt: «Die Beziehung zwischen unseren Mitarbeiter*innen und den Kund*innen geht oft über ein reines Arbeitsverhältnis hinaus», schwärmt das Ehepaar. «Es sind schon richtige Freundschaften daraus entstanden.»

    (Publireportage)