Autor: tka_admin

  • Begleitet durch den Spitalalltag

    Begleitet durch den Spitalalltag

    «Eintritt – Aufenthalt – Austritt» – so nennt sich eine Broschüre der Klinik Innere Medizin des Stadtspitals Zürich. Sie bietet Informationen rund um den Spitalaufenthalt. Für KD Dr. med. Elisabeth Weber, Chefärztin Klinik Innere Medizin Waid, ist diese Aufklärung zentral. Nicht selten ist man überrascht oder gar überfordert von den zahlreichen Besuchen des Fachpersonals im Zimmer.

    «Ein Klinikaufenthalt ist kein Spaziergang, gerade in einem Akutspital wie dem Waid», betont die Chefärztin. Es gebe viele Kontakte, viele Untersuchungen und es herrsche ein reger Betrieb. «Das Fachpersonal aus verschiedenen Bereichen arbeitet Hand in Hand und hochprofessionell. Es kümmert sich um das Wohlergehen der Menschen, deshalb ist es wichtig, dass die Patientinnen und Patienten wissen, wie wir funktionieren.»

    Die ersten Ansprechpersonen

    Der Spitalalltag beginnt um 7 Uhr, erklärt Liliana Barros da Silva, Gruppenleitung Pflege. Wurde jemand über Nacht eingewiesen, macht sich der Frühdienst zunächst mit der Person vertraut. «Wir sind die ersten Ansprechpersonen», so Barros da Silva. Nach dem Rapport im Stationszimmer schauen die Pflegefachpersonen im Idealfall zu zweit vorbei: eine diplomierte Pflegefachperson HF zusammen mit einer Fachperson Gesundheit oder mit einer Pflegeassistenz. «Wir stellen uns vor, erkundigen uns nach dem Befinden, erläutern den Tagesablauf, beantworten Fragen und messen die Vitalzeichen – also Blutdruck, Puls, Atmung, Temperatur und Bewusstsein.»

    Wichtig ist es zu erklären, dass die Pflege im Schichtdienst arbeite, so die Gruppenleiterin: Früh-, Spät- und Nachtdienst wechseln sich ab. «Deshalb hat man als Patient verschiedene Ansprechpersonen im Laufe eines Tages», erklärt Barros da Silva.

    Das Pflegeteam tritt im Tagesverlauf mehrfach in Erscheinung. Etwa bei der Pflegevisite um 14 Uhr, aber auch zur Unterstützung beim Duschen, für das Legen eines intravenösen Zugangs, für die Medikamentenabgabe oder für die Sozialanamnese. «Diese hilft dabei, den Austritt rechtzeitig zu planen. Wir informieren uns über die sozialen Verhältnisse und klären, ob später eine externe Hilfe notwendig sein wird.»

    Die ärztliche Visite

    Ein täglicher Termin ist die Visite der Ärzteschaft, die im Stadtspital Zürich jeweils zwischen 9 und 11 Uhr stattfindet. Das ist die Stationsärztin oder der Stationsarzt, manchmal werden diese auch von Kaderärztinnen oder -ärzten (Oberärzt*innen, Chefärztin, Leitende Ärztinnen) unterstützt. Die Ärzteschaft wird immer begleitet vom Pflegepersonal. So kann eine beachtliche Gruppe das Zimmer betreten.

    «Das wirkt manchmal einschüchternd und deshalb haben wir einen Visitenstandard entwickelt», sagt Elisabeth Weber. Das heisst: Fachthemen und medizinische Begriffe werden in der Regel bereits vor dem Betreten des Zimmers besprochen. Im Zimmer dann steht der Patient oder die Patientin vollumfänglich im Zentrum.

    Bei der Visite führt eine der Personen aus der Ärzteschaft das Gespräch am Bett, diese erklärt etwa die Blutwerte und kündigt das weitere Vorgehen an. «So gibt es kein Durcheinander und die anderen können bei Bedarf unterstützend eingreifen.» Die Patientinnen und Patienten können diese Zusammenkünfte zudem nutzen, um Anliegen oder Bedenken zu teilen. «Falls nötig, werden im Laufe des Tages zusätzliche Gespräche vereinbart – denn manche Situationen erfordern mehr Zeit, die sich sowohl die Pflege- als auch die Ärzteschaft gerne nimmt» betont Weber.

    Weitere Besuche

    Der Spitalalltag hält weitere mögliche Termine bereit: So kommt vielleicht die Physiotherapie oder die Ernährungsberatung vorbei. Auch die Hotellerie des Stadtspitals besucht die Patienten und Patientinnen regelmässig. Hinzu kommen beispielsweise Untersuchungen wie Röntgen, Magenspiegelung, Punktionen und vieles mehr, alles je nach Krankheit und Situation. «All diese Besuche und Termine werden in der Regel angekündigt und finden innerhalb eines bestimmten Zeitfensters statt. Aber man muss verstehen, dass in einem Akutspital Notfälle jederzeit zu Verschiebungen führen können», erklärt die Chefärztin.

    Und auch wenn nicht durchgehend Fachpersonal am Bett stehe, dürfen sich die Patientinnen und Patienten dennoch gut aufgehoben fühlen. «Wir sind ein grosses Team und auch im Hintergrund stets im Einsatz. Wir planen, klären ab, führen Gespräche – man wird zu jeder Zeit betreut», so Weber.

    Ab 16 Uhr wird es meist ruhiger auf den Stationen. Viele denken vielleicht über eine neue Diagnose nach, sie haben Heimweh oder lassen den Tag Revue passieren. Halt bietet dann erneut die Pflege: «Bei Redebedarf sind wir da. Manche melden sich von selbst, aber wir achten darauf, ob jemand mit uns sprechen möchte», sagt Liliana Barros da Silva.

    In den meisten Fällen teilen sich zwei Personen ein Zimmer. Ein Bettenmanagement sorgt für eine ideale Zuteilung. So entstehen kaum Konflikte, dafür häufig Freundschaften. «Die Menschen hören einander zu und helfen sich gegenseitig», erzählt Barros da Silva. Nicht selten erkundigt sich jemand nach dem Austritt nach der Zimmernachbarin oder dem Zimmernachbarn.

    Redaktionelle Beiträge von:

    Stadtspital Zürich Waid,
    Tièchestrasse 99, 8037 Zürich
    044 417 11 11
    www.stadtspital.ch

  • Bluthochdruck – eine stille Volkskrankheit

    Bluthochdruck – eine stille Volkskrankheit

    Warum ist Bluthochdruck gefährlich?

    Das Heimtückische: Bluthochdruck verursacht oft keine Beschwerden. Viele Betroffene wissen somit nicht, dass sie darunter leiden oder haben Symptome, bei denen man nicht an erhöhten Blutdruck denkt. So können unspezifische Beschwerden wie «sturmer Kopf», Schwindel, aber auch ein allgemeines Krankheitsgefühl Zeichen eines erhöhten Blutdrucks sein. Unbehandelt führt Bluthochdruck zu einer Schädigung aller Gefässe und kann zu Herzinfarkt, Augenschäden, Schlaganfall und auch Demenz führen.

    Was ist Bluthochdruck genau?

    Beim Blutdruck bestimmen wir zwei Werte: Der obere (systolische) Wert kommt durch das Zusammenziehen des Herzens zustande, wenn das Herz das Blut in den Körper pumpt. Der untere Wert gibt den Druck in den Gefässen an, wenn das Herz sich entspannt. Ein optimaler Blutdruck liegt bei <120/70 mmHg, von einem Bluthochdruck spricht man bei mehrfachen Messungen >140/90 mmHg.

    Wie misst man den Blutdruck?

    Der Blutdruck unterliegt Schwankungen. Sowohl Tagesschwankungen als auch Anpassungen bei körperlicher Belastung. Beim Sport z. B. darf der Blutdruck ansteigen. Blutdruckmessungen sollten in einer ruhigen Umgebung sowie bei körperlicher und emotionaler Entspannung erfolgen. Dabei ist eine Messung in sitzender Position auf einem Stuhl mit Rückenlehne und auf dem Tisch abgelegtem Arm empfohlen. Die Beine sollten nicht übereinandergeschlagen sein.

    Was führt zu Bluthochdruck?

    Bei den meisten Menschen liegt eine primäre arterielle Hypertonie vor; oft sind es dabei gleichzeitig mehrere Faktoren wie Alter, Veranlagung, Rauchen, mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung mit zu viel Salz, manche Medikamente (z.B. Schmerzmittel), Stress oder nächtliche Atemaussetzer. Seltener sind spezifische Ursachen wie Störungen im Hormonhaushalt oder Verengung der Nierenarterien. Manchmal ist der Blutdruck in der Praxis zu hoch, weil man aufgeregt ist (Weisskittelhypertonie), aber es gibt auch das umgekehrte Phänomen, dass der Blutdruck in der Praxis gut, aber zu Hause zu hoch ist (maskierte Hypertonie). Deswegen sind Messungen zu Hause wichtig.

    Was kann man tun? 

    Ein gesunder Lebensstil hilft! Eine Anpassung des Lebensstils ist die Basis der Blutdruckbehandlung und kann dazu führen, dass man vielleicht kein oder eine niedrigere Dosis eines Medikaments braucht. Regelmässige körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung mit weniger Salz, wenig Alkohol und Nikotinstop sind gute erste Schritte. Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion von 5 kg den Blutdruck um bis zu 10 mmHg senken. Wichtig ist auch Stressabbau und ein gesunder Schlaf. Frühzeitig erkannt ist Blutdruck gut behandelbar – damit das Herz gesund bleibt.

    Herzpraxis Zürich Höngg

    Dr. med. Cornelia Joha,
    Fachärztin Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin,
    Kontakt über info@herzpraxishoengg.ch

  • Ein Fest für alle Generationen

    Ein Fest für alle Generationen

    Der Röschibachplatz verwandelte sich am Freitagnachmittag des 23. Mai in einen lebendigen Treffpunkt voller Lachen, Musik und Gemeinschaft: Von 15 bis 19 Uhr feierte Jung und Alt den Tag der Nachbarschaft – eine gelungene Gemeinschaftsaktion des GZ Wipkingen, des Quartiervereins Wipkingen, der Nachbarschaftshilfe Zeitgut, der freien, reformierten und katholischen Kirchen Wipkingen, der Kinder-kleiderbörse KiWi sowie der Gastrobetriebe Nordbrücke, Chez Nous, Belmondo, Kiosk Röschibachplatz und der Offenen Jugendarbeit OJA.

    Buntes Programm

    Kinder tobten ausgelassen auf der Hüpfburg, liessen sich fantasievoll schminken und tanzten fröhlich in der Kinderdisco in der «Nordbrücke». Die Nachfrage war so gross, dass sogar Schminke nachgekauft werden musste. Auch das Jugendzentrum OJA beim Bahnhof Wipkingen freute sich über regen Zulauf: Mit rund 30 Jugendlichen war es so gut besucht wie seit Langem nicht mehr.

    Zwischen dem Kiosk Röschibachplatz und dem Secondhand-Laden KiWi sorgte die fetzige Band Kito & the Ngo Connection, die der Kiosk organisiert hatte, für Unterhaltung. «Es freut uns mega, dass die Band im ganzen Quartier so gut angekommen ist; die Stimmung ist toll, das ist Nachbarschaft, wie sie sein sollte», so Kiosk-Betreiber Fredy Humbert. Für das leibliche Wohl sorgten Hotdogs und Kuchen, die gegen freiwillige Spenden verteilt wurden.


    Gemütliches Beisammensein am Tag der Nachbarschaft auf dem Röschi. (Archiv/Foto: Majka Mitzel)

    Wer es etwas ruhiger mochte, konnte an einem der angebotenen Quartierspaziergänge teilnehmen und Wipkingen neu entdecken. Oder einfach nur auf einen Schwatz verweilen. «Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und engagiert das Quartier ist», resümiert Rebekka Krebser vom GZ Wipkingen. An alle, die mitgeholfen haben und an die vielen Nachbarn, die mit ihren Kindern auf den Röschi kamen: vielen Dank!

    Redaktionelle Beiträge von:

    Quartierverein Wipkingen
    Postfach, 8037 Wipkingen
    wipkingen.net, facebook.com/wipkingen
    instagram.com/quartiervereinwipkingen

  • Mann nach Badeunfall verstorben

    Mann nach Badeunfall verstorben

    Am Mittwochabend, kurz nach 20.30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass soeben ein Mann beim Flussbad Oberer Letten durch die Badeaufsicht aus der Limmat geborgen worden war.

    Gemäss bisherigen Erkenntnissen war der Mann gemeinsam mit Kollegen in der Limmat schwimmen. Als diese ihn nicht mehr sehen konnten, suchten sie nach ihm und holten Hilfe. Die Badeaufsicht reagierte sofort, konnte den Mann auf dem Grund der Limmat finden und an Land bringen.

    Trotz Reanimationsmassnahmen und der Überführung in ein Spital verstarb der 25-Jährige leider noch am selben Abend. Die genauen Umstände sowie die Todesursache werden nun durch die Stadtpolizei Zürich, das Institut für Rechtsmedizin Zürich und die zuständige Staatsanwaltschaft abgeklärt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • Was macht unseren Wald stark?

    Was macht unseren Wald stark?

    Der Walderlebnistag auf dem Hönggerberg ermöglicht allen Interessierten, den Zürcher Wald mit neuen Augen zu sehen. Auf der frei begehbaren Thementour geben Waldfachleute und Forschende exklusive Einblicke in neue Erkenntnisse, aktuelle Forschungsprojekte und praktische Herausforderungen der Waldpflege. Die Stationen laden ein zum Mitmachen, Mitdenken und Verstehen.

    Gemeinsam für den Wald von morgen

    Der Zürcher Wald steht heute vor grossen Herausforderungen: Hitzesommer, Trockenstress und invasive Arten bedrohen zunehmend die Stabilität dieses einzigartigen Ökosystems. «Der Schlüssel zu einem zukunftsfähigen Wald liegt darin, seine Anpassungsfähigkeit zu stärken», betont Res Guggisberg, Präsident des Waldlabors und Kreisforstmeister beim Amt für Landschaft und Natur.

    Wie das gelingen kann, wird am Walderlebnistag gezeigt. Die Station zum Klimawandel vermittelt beispielsweise, mit welchen waldbaulichen Strategien wir der Trockenheit begegnen können. Das Arboretum – die schweizweit grösste Sammlung einheimischer Baum- und Straucharten – macht die Vielfalt an Gehölzarten erlebbar. Und wer an der Station zur nachhaltigen Holzernte Halt macht, erfährt, wie moderne Forstwirtschaft ökologische und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringt.

    Einladung für Gross und Klein

    Ob Waldbegeisterte, Neugierige oder Familien mit Kindern: Der Walderlebnistag bietet für alle etwas. Die Thementour dauert von 13 bis 18 Uhr und ist kostenlos. Treffpunkt ist bei der Holderbachhütte auf dem Hönggerberg, am Tobelholzweg 1. Für Verpflegung und geselliges Beisammensein sorgt eine Waldschenke.

    Quelle: Medienmitteilung Waldlabor

  • Glück kennt kein Verfalldatum

    Glück kennt kein Verfalldatum

    «Ge-GLÜCK-tes Altern» lautete das Motto des Nachmittags. Untertitelt mit: «Von der Kunst, im Alter Glück zu finden». Eingeladen hatte der reformierte Kirchenkreis zehn Mitte Mai in das Kirchgemeindehaus Höngg. Rund 25 Personen, viele davon bereits im gesetzten Alter, folgten der Einladung. Suchten sie alle das Glück? «Ich bezeichne mich als glücklich», meinte eine Besucherin im Vorfeld gegenüber dem «Höngger». Und ergänzte: «Aber man ist nicht jeden Tag glücklich, manchmal gelingt es, manchmal nicht.» Vielleicht, so hoffte sie, erhalte sie ein paar gute Tipps.

    Zunächst begrüsste zum Auftakt der Sozialdiakon Peter Lissa die Anwesenden. Er hatte den Themennachmittag organisiert. «Glück kann man nie genug haben», sagte er und das erste Schmunzeln ging durch den Zwinglisaal. Dann übernahm Dr. Heinz Rüegger das Wort. Seine Botschaft: Auch im Alter lässt sich Glück erfahren. Und das sei weder Schicksal noch Glückssache. Man könne sehr wohl etwas dafür tun.


    Dr. Heinz Rüegger. (Foto: Monika Stock)

    Acht Anregungen

    Wie das gelingen kann, zeigte Rüegger anhand von acht Anregungen. Zunächst sei es entscheidend, das Alter zu bejahen und das Älterwerden anzunehmen – fernab der gesellschaftlich oft negativ geprägten Bilder. Dazu zeigte er die Zeichnung «Die Lebenstreppen des Mannes» (um 1850), die das Leben in zehn Stufen gliedert: Mit 50 sei Stillstand erreicht, dann gehe es bergab, so die Aussage der Zeichnung. Von solchen Vorstellungen müsse man sich lösen, sagt Rüegger. «Es geht nicht darum, möglichst lange jung zu bleiben, sondern selbstbewusst und offen für Neues alt zu werden.»

    Ein Beispiel brachte er gleich mit: «Wenn Ihnen jemand sagt, Sie sehen zehn Jahre jünger aus, dann ist das kein Kompliment», erklärte er. Die passende Reaktion sei schon eher: «Wollen Sie mir meine gelebten zehn Jahre absprechen?». Denn in dieser Zeitspanne sei viel Wertvolles erlebt und gelernt worden.

    Reifung und Lebenszufriedenheit

    Rüegger geht bei seinen Anregungen von einem gesunden älteren Menschen aus. Dies vorausgesetzt, könne durch Reifung und Altersweisheit eine besondere Zufriedenheit entstehen. Wichtig sei, sich von starren Vorstellungen zu lösen und offen zu bleiben. «Es gibt keine Garantie, kein Versprechen. Also fördern Sie keine fixen Erwartungen darüber, wie das Alter sein müsste.» Ein zentraler Gedanke: «Glück gibt es nur zusammen mit Unglück.» Das Leben halte beides bereit. Doch selbst in schwierigen Zeiten könne man Glücksmomente wahrnehmen, nicht zuletzt dank Lebenserfahrung.

    Oft bleibt das Negative länger im Gedächtnis als das Positive. Hier helfen bewusste Erinnerungen. «Verdrängen Sie nicht und setzen Sie lieber die Glücksbrille auf», riet Rüegger. Ein biografischer Rückblick helfe: Welche Zeiten waren von Glück geprägt? Warum war das so? War es verdient oder unverdient? Die Dankbarkeit, die dabei entstehe, fördere ein gutes Lebensgefühl.

    Doch Glück finde man nicht nur im Rückblick. Es sei auch beglückend, sich für andere Menschen oder eine Sache einzusetzen. Etwa durch Freiwilligenarbeit oder die Unterstützung der Jüngeren. «Es müssen keine grossen Dinge sein, aber es lohnt sich, die eigene Bedeutsamkeit bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.»
    Auch Beziehungen seien ein Glücksfaktor. Besonders im Alter, doch auch sie erfordern Arbeit: Interesse, Toleranz, Akzeptanz und Nachsicht: «Es stimmt nicht, dass früher alles besser war», sagt Rüegger.

    Das pure Dasein

    Bevor man aber rastlos durch den «goldenen Herbst» hetze, gelte es, empfänglich zu sein für das pure Dasein. Innehalten, Ruhe geniessen, sich selbst Zeit schenken. Ein Tag ohne To-dos? Kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Schliesslich sprach Rüegger über die Kunst des Loslassens: von Überzeugungen, Aktivitäten, Positionen oder dem Anspruch auf Kontrolle. Nicht überall müsse man mitmischen. Man solle anderen den Vortritt lassen und nicht auf starren Standpunkten beharren. Daraus wachse eine innere Freiheit.

    Mit Leidenschaft

    «Ich bin leidenschaftlich gerne alt», sagte Rüegger während seines Vortrags. Dem «Höngger» erklärte er später, was er damit meint. Zum einen sei es sein Beruf: Er habe 25 Jahre in der Gerontologie gearbeitet und sich intensiv mit den Fragen des Alters auseinandergesetzt. Zum anderen aber auch die persönliche Erfahrung: «Mit der Pensionierung begann ein neuer Lebensabschnitt und ich suchte einen neuen Zugang zum Leben.» Die Analyse des eigenen Daseins empfand er als bereichernd: «Ich wusste, ich muss aktiv werden und mich einbringen.» Rüegger erwähnt weiter auch eine Krebserkrankung, die seine Sicht der Dinge ebenfalls beeinflusste. Heute sei er genesen und wisse daher zusätzlich, wie grossartig das Leben sein könne.

    Die Reaktionen auf seine Vorträge seien durchweg positiv, erzählte er weiter – so auch an diesem Nachmittag in Höngg. Die Menschen sind stets offen für das Thema Glück. Gerade in einer Lebensphase, in der Altersdiskriminierung – auch die selbst auferlegte – ein Thema sei. «Wer sich zurückzieht, sich nostalgisch verhält, verliert oft den Zugang zum Glück.» Deshalb müsse man selbst aktiv werden. Von nichts komme eben auch nichts.

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von betagten Menschen widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Mit leichter Verspätung begann die 88. Generalversammlung des Quartiervereins Höngg (QV) am Montag, 2. Juni. Präsident Alexander Jäger stellte erfreut fest, dass trotz der Woche vor Pfingsten zahlreiche Mitglieder den Weg in den grossen Saal des Tertianums Residenz Im Brühl fanden. Traditionsgemäss eröffnet ein kurzes Referat die Versammlung.

    Dieses Jahr stellten Barbara Comiotto und Danielle Lalive d‘Epinay den Bereich ETH Campus Community Relations vor, die zentrale Anlaufstelle für Anliegen aus der Nachbarschaft rund um die ETH-Standorte. Sie seien häufig «im Doppelpack» unterwegs, nicht nur auf dem Hönggerberg, sondern überall dort, wo die ETH ein Zuhause hat. Ihr Zauberwort heisse Vernetzung: zunächst innerhalb der ETH, dann in Koordinationsgruppen, ergänzt durch Mitgliedschaften wie jene im Quartierverein Höngg.

    Persönliche Beziehungen seien ebenso wichtig wie eine gute Medienarbeit. «Kommen Sie zu uns, wenn Sie ein Anliegen zur ETH haben», forderte Barbara Comiotto die Anwesenden auf. Als Werner Bader, Leiter des Bänkli-Teams im Verschönerungsverein Höngg, den Abfall bei den roten Sitzgelegenheiten rund um die ETH Hönggerberg ansprach, bestätigten die ETH-Vertreterinnen, dass sie dafür die Ansprechpersonen sind.

    Subventionen der Stadt

    Im Anschluss eröffnete Alexander Jäger den offiziellen Teil der Generalversammlung und begrüsste die Gäste: Beni Weder vom Quartierverein Wipkingen und Esther Leibundgut vom Quartierverein Altstetten sowie Vorstandsmitglied der Quartierkonferenz Zürich waren vor Ort, und die Gemeinderäte Johann Widmer (SVP), Ronny Siev (GLP) und Andreas Egli (FDP), der zugleich Vorstandsmitglied des QV Höngg ist. 90 Stimmberechtigte waren anwesend, die Traktanden wurden zügig behandelt und gaben informative Einblicke in die Arbeit des QV sowie der Vereine Wümmetfäscht, KulturBox Höngg und Weinweg Höngg, die alle auf ein erfolgreiches Jahr zurückblickten.

    Ein wiederkehrendes Thema waren die städtischen Subventionen und die damit verbundenen neuen Anforderungen. Einige Vereine – so auch der QV Höngg – seien auf diese Beiträge angewiesen, sagte Jäger. Konkret: Die Stadt wolle neue Anforderungen wie Kollektivunterschriften, externe Revisionen und individuelle Vereinbarungen einführen, da es in der Vergangenheit im Quartierverein Witikon zu Veruntreuungen kam. Nur so werde sie weiterhin Gelder sprechen. «Wir möchten unnötigen Mehraufwand vermeiden», so Jäger. Gewisse Anforderungen der Stadt könne man jedoch nachvollziehen und habe man auch sofort eingeführt, wie die Kollektivunterschrift.

    Schliesslich zu den Zahlen: Der QV Höngg zählt aktuell 907 Mitglieder. Einst der grösste seiner Art in Zürich, liege man heute im oberen Mittelfeld der städtischen Quartiervereine. Der QV Wipkingen, so Beni Weder, zähle aktuell 926 Mitglieder. Die Spitze halte derzeit wohl der QV Wiedikon mit über 1100 Mitgliedern. Jäger zeigte sich zuversichtlich: «Wir haben ein Ziel und wollen wieder 1000 Mitglieder zählen.»

    Die Jahresrechnung wurde von Tanja Ramah präsentiert, die souverän durch die Tabellen führte. Der QV Höngg kann sich über einen Gewinn von rund 1600 Franken freuen. Für das kommende Vereinsjahr ist jedoch ein Verlust von rund 5000 Franken budgetiert. Grund ist die geplante Erneuerung der Weihnachtsbaumbeleuchtung in Höngg. Rechnung und Budget wurden angenommen, und die Decharge wurde erteilt.

    Neue Gesichter und eine Ehre

    Gegen Ende der Versammlung wurden die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Béatrice Meier und Enrique Zbinden mit viel Applaus verabschiedet. Alexander Jäger dankte ihnen herzlich für ihr Engagement. Danach stellten sich Violaine Stehli, Frederic Martin und Stefan Gamper zur Wahl. Alle drei wurden einstimmig in den Vorstand gewählt.

    Die Überraschung folgte zum Schluss: Ueli Stahel wurde für seine langjährigen Verdienste im QV-Vorstand, unter anderem als Präsident, sowie insbesondere für sein Engagement für das Wümmetfäscht als Ehrenmitglied vorgeschlagen. Eigentlich ist diese Ehre nur Mitgliedern mit 20 Jahren Vorstandstätigkeit vorbehalten – Stahel bringt es auf 19 –, doch sei seine Leistung mehr als ehrenswert. Unter grossem Applaus nahm er die Wahl an. Nicole Kraft, Co-Präsidentin des Wümmetfäschts, überreichte ihm das Präsent und sagte gerührt: «Wir verdanken dir so viel.» Stahel betonte, dass seine Leistungen nur durch die Vernetzung und Unterstützung vieler Menschen möglich gewesen seien. «Ich danke Ihnen allen», sagte das neue Ehrenmitglied.

    Er nutzte auch die Gunst der Stunde, um auf die Mühlehalde aufmerksam zu machen, dessen Saal für die Gemeinschaft von grossem Wert sei. Er schlug vor, dass sich ein Zusammenschluss der Höngger Vereine statt eines externen Trägers um den Saal kümmern könnte. Vielleicht wäre dies finanziell machbar und auch für die Stadt eine gute Lösung. «Es wäre schön, wenn die Mühlehalde wieder in Höngger Hand ist», so Stahel. Damit endete der offizielle Teil der 88. Generalversammlung und der Apéro wurde eröffnet.

  • «Höngg spielt chic!»

    «Höngg spielt chic!»

    Für die 80 aktiven Mitglieder der «Hönggermusik» gibt es vier Jahreszeiten. Allerdings nicht die klassischen, sondern die vier Konzertphasen, die das Vereinsjahr prägen. Aktuell läuft die Sommerkonzertphase. Gemeinsam wird ein unterhaltendes Programm erarbeitet, das in der ersten Juliwoche mehrfach in der City aufgeführt wird: «Hercules», «How To Train Your Dragon», «Get Lucky» oder «Far and Away» sind ein paar der weit herum bekannten Titel.

    Neue Konzertanzüge

    Parallel dazu plant der Musikverein die Erneuerung seiner Konzertanzüge. Diese «Uniformen» sind 15 Jahre im Einsatz und in die Jahre gekommen. Ganz nach dem Motto «Damit wir so gut aussehen, wie wir klingen!» sollen deshalb bis Frühling 2026 alle Musizierenden neu eingekleidet werden, damit das Corps weiterhin mit einer einheitlichen Optik überzeugen kann.

    Für die Anzüge wurde wieder ein ähnlicher, anthrazitfarbener Stoff gewählt, wobei der Schnitt etwas modernisiert wird. Unterscheiden werden sich die Accessoires, das Geheimnis um den neuen Farbton wird am Konzert im Frühling 2026 gelüftet. Für die Beschaffung der neuen Konzertanzüge sind rund 90 000 Franken nötig. Deshalb hat der Verein die Sammelaktion «Höngg spielt chic» lanciert. Weitere Informationen dazu sind auf der Website des Orchesters zu finden.

    Sommerkonzerte

    Dienstag, 1. Juli, 19.30 Uhr, Füsslistrasse/St. Annahof
    Donnerstag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Hirschenplatz
    Freitag, 4. Juli, 19.30 Uhr,
    St. Peterhofstatt

  • Taschendiebe am oberen Letten verhaftet

    Taschendiebe am oberen Letten verhaftet

    Gegen 16 Uhr fielen Fahndern der Kantonspolizei Zürich drei Männer auf, die sich im Bereich des oberen Letten verdächtig verhielten. Als sie die Polizisten bemerkten, rannten zwei der Männer weg. Dank der schnellen Reaktion der Fahnder und der Unterstützung eines Passanten, der sein Velo zur Verfügung stellte, gelang es, die beiden Flüchtigen nach einer kurzen Verfolgung anzuhalten. Den dritten Mann erkannten die Polizisten rund zwei Stunden später im Kreis 2 wieder und konnte diesen ebenfalls verhaften.

    Zwei dieser drei Rumänen waren bereits wegen Taschendiebstahls zur Verhaftung ausgeschrieben. Die 33 und 44 Jahre alten Männer wurden nach der polizeilichen Befragung der Staatsanwaltschaft zugeführt. Dem dritten Mann konnte keine Straftat nachgewiesen werden. Er wurde nach seiner Überprüfung und Identifizierung wieder entlassen.

    Quelle: Medienmitteilung Kantonspolizei Zürich

  • Die Veloprüfung im Kreis 10

    Von Montag, 16. Juni, bis Freitag, 27. Juni, findet in der Stadt Zürich die traditionelle Veloprüfung für alle Kinder der 5. Klasse statt. Das Sicherheitsdepartement sowie das Schul- und Sportdepartement danken allen Verkehrsteilnehmenden im Voraus für ihre Rücksichtnahme, wie sie mitteilen.

    Seit vielen Jahren setzen sich Schulinstruktor*innen der Stadtpolizei Zürich – unterstützt von den Lehrpersonen – für die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmenden ein. Vom Kindergarten bis zur 2. Klasse steht die «Fussgängerausbildung» im Fokus, ab dem 3. Schuljahr rücken das Velofahren sowie die dazugehörenden Regeln und Signale ins Zentrum der Verkehrsinstruktion. Den Abschluss und den Höhepunkt bildet die seit 1947 jährlich stattfindende Veloprüfung in der 5. Klasse.

    Sicherheit erlangen die Kinder, indem sie bereits vor der Prüfung auf den Prüfungsstrecken üben können. Alle Veloprüfungsstrecken in der Stadt Zürich sind mit Verkehrsschildern gekennzeichnet. Dadurch erhalten die Kinder noch mehr Möglichkeiten, im Strassenverkehr Sicherheit zu erlangen.

    In Höngg findet die Veloprüfung am Mittwoch, 25. Juni, vormittags beim Schulhaus Vogstrain statt.