Autor: tka_admin

  • Ein Haus mit Geschichte

    Ein Haus mit Geschichte

    Der Kranzweg gehört zu den idyllischsten Strässchen im Zentrum Hönggs. Der schmale, leicht versteckte Weg verbindet die Bläsistrasse mit der Gsteigstrasse. Wer dort entlang schlendert, fühlt sich unwillkürlich in eine andere Zeit zurückversetzt. Genauso wie am Gässli, das vom Meierhofplatz parallel zur Gsteigstrasse verläuft und diese in der grossen Kurve schneidet. Genau dort, wo das Gässchen auf den Kranzweg trifft, befindet sich eines der ältesten Häuser Hönggs.

    Georg Sibler bezeichnet dieses in seiner «Ortsgeschichte Höngg» sogar als das «älteste erhalten gebliebene Privathaus von Höngg». Erbaut wurde das Gebäude im Jahr 1525. Damals stand das auf der anderen Strassenseite der Gsteigstrasse liegende «Haus zum Kranz», das heutige Ortsmuseum, bereits: Es wurde 1506 erbaut. Doch im Gegensatz zu diesem Repräsentationsbau, der vom Fraumünster-Kloster erstellt worden war, stellt das Haus am Kranzweg ein «damals gewöhnliches Bauernhaus» dar, typisch für die «damaligen Durchschnittsbauten in einem Dorf bei der Stadt Zürich», wie der «Höngger» im Jahr 1993 zu berichten wusste. Erbaut wurde es als Ständerbau mit Bohlenwänden, die später, im Laufe des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, durch Fachwerk und Mauern ersetzt wurden. Nur rund die Hälfte des Gebäudes wurde als Wohnhaus genutzt, der talseitige Teil des Hauses diente als Scheune.


    Das Haus am Kranzweg 9 im Jahr 1990. (Foto: Baugeschichtliches Archiv Zürich)

    In Höngg ist noch viel Platz

    Zu den Zeiten, in denen das Haus erbaut wurde, war Höngg noch ein kleiner Weiler: Betrachtet man alte Karten aus dem 16. Jahrhundert, sind im Dorfkern nur rund 30 Häuser zu finden, die sich im losen Abstand um die Kirche gruppieren, das Haus am Kranzweg 9 befindet sich noch weit ausserhalb des Zentrums. 100 Jahre später, im 17. Jahrhundert, ist das Zentrum bereits deutlich gewachsen, der Ortskern dichter bebaut – und auch das Haus hat seinen Umfang verdoppelt: Es hat einen Anbau erhalten, welcher als Trotte diente.


    Vor der Sanierung: Im Jahr 1990 wirkte das Haus baufällig, sein ehrwürdiges Alter war ihm nicht anzusehen. (Foto: Baugeschichtliches Archiv Zürich)

    Ein Abbruchobjekt?

    Im Laufe der Jahre wechselte das Haus mehrfach seine Besitzer und erschien zunehmend abgewohnt und baufällig. Es wurde «vor allem in der jüngsten Zeit wenig gepflegt, was (…) zum heutigen eher verwahrlosten Bild führte», beschrieb etwa der «Höngger» die Situation im Jahr 1993. Dennoch erweckte es zu Beginn der 1990er-Jahre die Aufmerksamkeit von Ruedi Wiedmer. Er war selber Bauherr und hatte bereits einige Liegenschaften in Höngg erstanden, um sie zu sanieren. Er klopfte beim Besitzer mit der Frage an, ob das Haus zu verkaufen sei und hatte schliesslich Erfolg: Gemeinsam mit Jürg Ryser, Rheumatologe mit eigener Praxis direkt am Meierhofplatz, konnte er das Haus käuflich erwerben – als Abbruchobjekt. Anstelle des Hauses planten sie einen Neubau, der Wohnungen und Büros enthalten sollte.

    Das vergessene Haus

    Doch es kam anders als geplant. Denn nach der Baueingabe bei der Stadt erhielten sie eine Absage für ihr Bauprojekt. Es handle sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, so die Begründung. Das war den neuen Eigentümern nicht bewusst gewesen – und dies nicht nur wegen des bescheidenen Äusseren des Gebäudes: Im Inventar des Denkmalschutzes war es nicht enthalten. Offensichtlich war das Haus bei der Inventarisierung vergessen gegangen.


    Die Fachwerk des geschichtsträchtigen Hauses kommt heute wieder zur Geltung. (Foto: Dagmar Schräder)

    Damit kam ein Abbruch des Gebäudes nicht mehr infrage, stattdessen wurden Sanierungsarbeiten geplant. Das machte die Bauarbeiten aufwendiger als geplant. Bis die Baubewilligung für den Umbau erteilt wurde, vergingen fast fünf Jahre und 1995 konnte schliesslich mit dem Umbau begonnen werden. Auch finanziell war die Sanierung eine Herausforderung: Fast eine Million Franken teurer als ursprünglich budgetiert sei das Projekt geworden, erklären die beiden Hausbesitzer dem «Höngger» bei einer Begehung des Gebäudes.


    Hier ist das alte Gemäuer zu sehen. (Foto: Dagmar Schräder)

    Interessante Funde

    Bei den Sanierungsarbeiten wurde die verputzte Fassade entfernt und das darunterliegende Fachwerk im ersten Stock des Hauses wieder freigelegt. Die alten Trägerbalken wurden durch neue ergänzt, auch der Dachfirst wurde neu aufgebaut. In den Innenräumen des Hauses mischen sich nun alte Balken und Gemäuer mit modernen architektonischen Elementen.


    Neue Treppe, alte Balken. (Foto: Dagmar Schräder)

    Die Gartenansicht nach der Renovation. (Foto: Dagmar Schräder)

    Die alte Trotte, die abgebaut wurde, wurde durch einen neuen Anbau ersetzt, der sich heute zum Garten hin durch eine durchgehende Fensterfront auszeichnet.

    Spektakulär war die Vorgehensweise zur Unterkellerung des Gebäudes: Um dem Haus ein Untergeschoss zu verleihen, musste das gesamte Gebäude an Balken «aufgehängt» und abgestützt werden. Bei den Grabungen machten die Arbeiter zudem einen ganz besonderen Fund: Im Garten wurde ein alter Mühlstein freigelegt, der ausgehoben und als Anschauungsmaterial vor das Gebäude gelegt wurde.

    Im Jahr 1996 schliesslich konnten die neuen Bewohner einziehen. Sie haben sich das Haus aufgeteilt: Der Bereich der ehemaligen Scheune gehört Wiedmer, hier bewohnt seine Tochter eine Familienwohnung. Das Ehepaar Ryser besitzt den ehemaligen Wohnteil mit Anbau, worin sich drei Mietwohnungen befinden.


    Wiedmer vor seinem Haus. (Foto: Dagmar Schräder)
  • «Stärker denn je»: 25 Jahre im Einsatz für die Tiere

    «Stärker denn je»: 25 Jahre im Einsatz für die Tiere

    Vor 25 Jahren gründete Susy Utzinger eine kleine private Initiative, um notleidenden Tieren zu helfen. Heute zählt die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) zu den anerkannten Kräften im internationalen Tierschutz, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Unter dem Jubiläumsmotto «Stärker denn je» zieht die Stiftung Bilanz und richtet den Blick zugleich nach vorn.

    Ein Kernstück der internationalen Arbeit ist das SUST-Shelter im rumänischen Galați. Seit zehn Jahren bietet das Tierheim herrenlosen Hunden und Katzen Schutz und vermittelt sie an neue Lebensplätze. Die Einrichtung gilt als Referenzprojekt für nachhaltige Tierschutzarbeit vor Ort.

    Parallel betreibt die Stiftung sieben sogenannte Orphan Animal Hospitals in Ägypten, dem Libanon, Peru und Rumänien. Dort erhalten verletzte oder ausgesetzte Tiere medizinische Versorgung und Pflege.

    Sozialarbeit für Tiere

    In der Schweiz hat die SUST vor zehn Jahren die Sozialarbeit für Tiere aufgebaut. Es sei laut Medientext eine Brücke zwischen Mensch und Tier, wenn beide in Not sind.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermeidung von Tierleid durch Kastrationsprojekte: Seit 2012 wurden mehr als 150’000 Tiere kastriert. Damit will die Stiftung das Problem unerwünschten Nachwuchses direkt an der Wurzel anpacken.

    «Ich hätte mir vor 25 Jahren nie träumen lassen, wie viel wir gemeinsam bewegen können», sagt Gründerin und Geschäftsleiterin Susy Utzinger gemäss der Medienmitteilung. Und: «Wenn Herz, Verstand und Hartnäckigkeit zusammenkommen, ist echter Wandel möglich.»

    Der Blick nach vorne

    Am 7. September richtet die Stiftung anlässlich des Jubiläums einen Tierschutzmarkt in der Haupthalle des Zürcher Hauptbahnhofs aus. Mehr als 20 Schweizer Organisationen beteiligen sich, rund 30 Marktstände geben Einblick in den Alltag des professionellen Tierschutzes und zeigen, wie die Menschen selbst aktiv werden können.

    Zudem startet die Stiftung im Jubiläumsjahr einen Podcast zum Buch «Heimatlos», in dem Susy Utzinger mit Gästen aus Politik, Journalismus, Tierschutz und Kultur über Erlebnisse, Herausforderungen und Zukunftsfragen spricht.

    Quelle: Medienmitteilung SUST

  • Werdinsel: Mann stirbt bei Badeunfall

    Werdinsel: Mann stirbt bei Badeunfall

    Wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt, ging am Montag kurz vor 15. 30 Uhr via Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann, der mit weiteren Personen in der Limmat baden war, unterging und anschliessend nicht mehr gesehen wurde.

    Sofort rückten die Stadtpolizei Zürich, die Kantonspolizei Zürich und ein Helikopter der AAA Alpine Air Ambulance AG aus. Aufgrund des Einsatzstichworts «Person im Wasser» wurde sofort das Flussrettungskonzept ausgelöst.

    Unter der Leitung der Berufsfeuerwehr von SRZ besetzten die ebenfalls aufgebotenen Feuerwehren Engstringen, Schlieren und Dietikon alle Brücken flussabwärts, um nach der vermissten Person zu suchen.

    Weitere Abklärungen

    Kurz nach 18.30 Uhr konnte der 65-jährige Portugiese durch den zusätzlich ausgerückten Helikopter der Kantonspolizei Zürich bei Dietikon entdeckt und durch die kantonale Seepolizei in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Dietikon nur noch tot geborgen werden. Wie es zu diesem Unfall kam, wird abgeklärt.

    Für die Personen, die mit dem Verstorbenen bei der Werdinsel waren, wurde ein Notfallseelsorger aufgeboten.

    Das Baden und Schwimmen in Flüssen birgt besondere Risiken, die beachtet werden müssen. Auf der Internetseite der BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) finden Sie wichtige Tipps, um sicher im Fluss zu schwimmen und Unfälle zu vermeiden.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • Käferberg: «Eine Pertinenz von sieben Huben»

    Käferberg: «Eine Pertinenz von sieben Huben»

    Wie berechnete ein Bauer im Mittelalter, der nicht rechnen konnte, die Fläche seines Ackers? Wie wusste der Knecht, wie viel Holz er schlagen muss, wenn er weder schreiben noch lesen kann? Im angeblich finsteren Mittelalter gab es ein raffiniertes System, wie Analphabeten Äcker, Weiden, Wälder, Allmenden und ganze Höfe samt ihrem Ertrag messen konnten.

    Unsere heutigen Einheiten wie Meter und Kilogramm sind uns so geläufig, dass wir uns ein komplett anders Mess-System gar nicht mehr vorstellen können. Alte Urkunden geben preis, wie das System im Mittelalter funktionierte. Das Besondere dabei war, dass nicht die berechnete Fläche zum Zug kam, sondern der Ertrag, den sich aus einer Fläche erlösen liess. Eine Urkunde vom 3. April 1418 berichtet: «Johannes Dietschy und seine Frau Elsbetha Koufleibin verkaufen die Gült ihrer Wiese Buechholtz in Wippkingen. Sie stösst an den Kefferberg.»

    Offenbar gab es Anfang des 15. Jahrhunderts am Waldrand beim Käferberg eine Wiese namens Buchholz. Was sagt uns die Urkunde sonst noch? Frau Koufleib war mit Herrn Dietschy verheiratet, aber sie musste nicht den Namen des Mannes annehmen. Eigentumsrechtlich war sie ihm nicht unterworfen, die beiden besassen die Wiese zu gleichen Teilen und wollten sie gemeinsam verkaufen. Das heisst – was genau wollten sie verkaufen? «…verkaufen die Gült ihrer Wiese …» steht auf dem Pergament. Sie wollten eine Gült verkaufen, nicht eine Wiese.

    In Wipkingen verkaufte man nicht den Boden, sondern handelte mit dem Erlös der Fläche. Bekanntlich war Wibichinga ein Fraumünsterlehen. Das heisst, der Boden der ganzen Gemeinde gehörte dem Kloster. Regen Handel gab es aber mit allem, was der Boden hergab, mit Kernen, Holz, Äpfeln, Ziegen, Milch und Käse.

    Das Wort blieb erhalten, die Gült nicht. Etwas «gilt» oder «gilt nicht», oder etwas ist «ungültig». Die Begriffe gehen auf die mittelalterliche Gült zurück. Die Gült bezeichnet die Abgabe, die ein Pächter oder Lehensnehmer dem Eigentümer eines Grundstücks, einer Weide oder eines ganzen Hofes zahlen musste. Es konnte auch ein Pfand oder eine Rente sein. Es gab Geldgülte (Zahlung in klingender Münze) und Fruchtgült (in Naturalien). Im Gültbuch war die Eigentümerschaft der Güter, ihre jeweilige Gült und die Abgabenpflichtigen erfasst. Als Grundpfand für die Gült haftete das Grundstück, nicht der Schuldner persönlich.

    Reiche, stimmberechtigte Wipkingerinnen

    Eine weitere Urkunde aus dem Jahr 1551 verkündet: «Hans Appenzeller soll seiner Schwester Magdalena 100 Pfund Kapital verzinsen, von und ab 2 ½ Juchart Reben, 3 Mütt Holz im Käferberg, 1 Stück Wiesen hinter dem Käferberg, 2 Ditto Haus und Hofstatt am Käferberg.»

    Hans Appenzeller, aus einem alten Wipkinger Geschlecht stammend, war verpflichtet, seiner Schwester Zins zu zahlen. Das bedeutet, dass seine Schwester Eigentümerin der Güter war. Die Frauen im mittelalterlichen Wipkingen hatten eigenes Einkommen, besassen Eigentum, waren selbstständig, waren erb- und stimmberechtigt. Besassen sie einen Hof, hatten sie auch das Stimmrecht an den Nutzungsrechten.

    Im Todesfall erbten die Witwen zusätzlich zum Besitz auch das Stimmrecht in der Korporation, also der Eigentümerversammlung der Allmende. Das Stimmrecht in der Korporation war pro Anzahl Mütt und nicht pro Kopf vergeben. Es ist weniger kompliziert als es tönt: Ein Mütt ist ein Volumenmass für Kernen (Getreide) oder Holz. 12 Mütt sind 1 Hube, 4 Mütt sind 1 Malter, umgerechnet in heutige Einheiten 333 Liter. Also entspricht 1 Mütt 83 Liter. So viel Volumen Holz durfte man als Eigentümer des Nutzungsrechts holzen. Was man im Wald schlagen durfte, hiess «Holzgerechtigkeit». Diese wurde in Mütt gerechnet. Der Zins für ein Stück Weideland betrug zum Beispiel 4 Mütt Holzgerechtigkeit. Es war ein Mass für Holznutzung und eine Abgabe an geschlagenem Brennholz.

    Anmerkung am Rande: Die Schweiz war nicht das letzte Land, welches das Frauenstimmrecht eingeführt hat, es war das erste. Es kannte im Mittelalter Frauenstimmrechte, insbesondere Stimmrechte an Ressourcennutzung. Die Frage lautet nicht, warum hat die Schweiz das Frauenstimmrecht so spät eingeführt, sie lautet, wann und weshalb haben die Schweizerinnen ihr Stimmrecht verloren?


    Das mittelalterliche Wibichinga entwickelte sich auch nach der Reformation prächtig und zog neue Bürger an, die sehr hohe Preise für die Niederlassung bezahlten. In diesem Einzugsbrief von 1590 betrug der Preis für das Wipkinger Bürgerrecht 9 Gulden. Damit verbunden war auch das Recht auf «Holtz und Veld, Wunn und Weid», Holzrecht, Weiderecht und Ernterecht. Die Urkunde wird im Stadtarchiv aufbewahrt. (Bild: zvg)

    Waldnutzung im mittelalterlichen Wipkingen

    Der Wald in Wipkingen ist in der Gründungsurkunde aus dem Jahr 881 ausdrücklich vermerkt, als Kaiser Karl der Dritte seinem Getreuen Wolfgrim den Weiler zu lebenslänglicher Nutzniessung überliess. Wesentlich ist, dass der Weiler nach dem Ableben des Lehensnehmers an das Fraumünsterkloster zurück ging. Von daher stammt die Eigentumsordnung, die fast 700 Jahre Bestand hatte. Der Boden gehörte dem Fraumünster, gehandelt wurden Rechte an der Nutzung und den Erlösen.

    Seit dem frühen Mittelalter wird unser Wald intensiv genutzt. Wie gelang es, dass trotz der Nutzung der Wald stehen blieb und nicht ratzekahl gerodet wurde? Eine Antwort lautet, dass es dem Fraumünster im Mittelalter gelang, «nachhaltige Institutionen» zu schaffen, also Eigentumsrechte und Nutzungsformen, die nicht auf kurzfristigen Gewinn zielen. Das «Mütt» in der Urkunde von Hans Appenzeller ist ein eindrückliches Beispiel.

    Mütt, Pertinenz und Huben

    Im Mittelalter hiess die Einheit für das Holz-Volumen Mütt und für die Nutzung Hube. Der «Huber» entrichtet den Hubzins, daher der Familienname Huber. Die Hube bezeichnet das Eigentumsrecht und die Nutzungsrechte, die einem Mitglied der Allmende zustanden. Die Hube bezog sich auf die bewirtschaftete Fläche.

    Der Käferbergwald war im 16. Jahrhundert in Nutzungseinheiten aufgeteilt. Die Grösse des Käferbergwaldes betrug die «Pertinenz von 7 Huben». Jede Hube umfasst 12 Mütt Wald. Diese 84 Mütt verteilten sich auf 19 Wipkinger Holzgenossen (58 Mütt), den Kehlhof des Münsters (12 Mütt), den Lehensmann des Münsters, das Ötenbachamt, das Spital und das Siechenhaus St. Jakob, (je 2 Mütt) sowie das Obmannamt (6 Mütt). Zur Nutzung waren nur die Eigentümer der Mütt zugelassen. Sie waren Mitglied der Wald-Verwaltung, der «Holzgenossen».

    Diese Zahlen zeigen, dass die Berechnung der Waldfläche im Mittelalter sich auf die Nutzung bezog und nicht auf die effektive geografische Fläche. Die Flächenangabe in Pertinenz und Anzahl Huben zeigt, dass der Holzschlag nachhaltig erfolgte. In vielen Urkunden im Mittelalter ist die Rede von Holzgerechtigkeit, also dem Recht auf Waldnutzung.

    Die «Pertinenz von sieben Huben» entspricht somit der wirtschaftlichen Gesamtnutzung des Waldes. Die Nutzung muss nachhaltig erfolgen, man darf nur so viel Holz schlagen, wie nachwächst. Die Holzgenossen legten periodisch die maximale Nutzungsmenge des Käferbergwaldes fest. Die Gemeinde musste dafür sorgen, dass niemand ohne Berechtigung Bäume fällt.

    Die Waldbewirtschaftung oblag damals einer korporativen Nutzungsgemeinde. Anfänglich hiessen sie Holzgenossen, ab 1671 taucht in den Urkunden eine «Korporation Käferberg» auf. Waldeigentümerin war seit dem Frühmittelalter das Fraumünster. Bis zur Reformation und der Klosterschliessung um 1524 leitete die Abtei als Vertreterin der niederen Gerichtsbarkeit die rechtliche Aufsicht, danach die Stadt. Holzfrevel wurde bestraft.

    Nobelpreis 2024

    Der letztjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoglu beschreibt in seinem lesenswerten Buch «Warum Nationen scheitern» wie es mancherorts gelang, die Ressourcen schonend und nachhaltig zu nutzen und vielerorts eben nicht. Im mittelalterlichen Weiler Wibichinga gelang dies vorbildlich. Auf den ersten Blick wirken die Organisation mit den Eigentumsrechten, den Nutzungsformen und der Berechnung des Ertrages verworren und kompliziert. Es lohnt sich, sich damit zu befassen. Die spektakulär erfolgreichen alten Methoden der Ressourcennutzung sind uns heute noch ein Vorbild.

    Quellen

    Martin Bürlimann, Kurt Gammeter: «Damals», Wibichinga Verlag, 2023
    Daron Acemoglu (Nobelpreis 2024), Warum Nationen scheitern, Fischer Taschenbuch 2024

  • Stadtzürcher helfen blinden und augenkranken Menschen

    Stadtzürcher helfen blinden und augenkranken Menschen

    Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich spendeten der CBM Christoffel Blindenmission im vergangenen Jahr gesamthaft 383’314 Franken, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Davon flossen 153’178 Franken in die Augenarbeit der CBM.

    Dieser Betrag entspricht 3’064 Grauer-Star-Operationen, die komplett und teilweise erblindeten Menschen in Armutsgebieten die Sehkraft zurückgebracht haben.

    Grauer Star häufigster Grund für Blindheit

    Weltweit leben 43 Millionen blinde Menschen. Von ihnen haben rund 17 Millionen aufgrund des Grauen Stars ihr Augenlicht verloren. Obwohl korrigierbar, ist der Graue Star die global häufigste Ursache für Blindheit.

    Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse langsam ein, bis die betroffene Person schliesslich erblindet. Die erblindeten Personen leben vor allem in den Armutsgebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

    Eine Grauer-Star-Operation kostet in den CBM-Projektländern durchschnittlich rund 50 Franken. Diese Kosten übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der in Armut lebenden Personen jedoch in der Regel um ein Vielfaches. Häufig können sie sich nicht einmal eine medizinische Abklärung leisten.

    In Armutsgebieten raubt der Graue Star auch Kindern das Sehvermögen. Die häufigsten Ursachen hierbei sind Vererbung, Infektionen in der Schwangerschaft oder Mangelernährung.

    Im letzten Jahr ermöglichte die internationale CBM-Föderation dank Spenden 103’000 Grauer-Star-Operationen. Insgesamt erhielten im Jahr 2024 rund 1,4 Millionen Menschen augenmedizinische Leistungen.

    Zukunftsweisende Operation

    Dank CBM-Spenden hat auch Oscar aus Madagaskar sein Augenlicht wiedererlangt. Seine Sehbehinderung zeigte sich bereits früh. «Oscar hat schon mit fünf Jahren alles verschwommen gesehen», erläutert Felistine Rasoafiavy, Oscars Mutter, die vier Kinder allein aufzieht.

    «Der Dorfarzt sagte, mein Sohn müsse am Grauen Star operiert werden. Ich habe aber nur einen kleinen Imbissstand. Was er einbringt, reicht gerade für das Nötigste und für Oscars Schulgebühren.» So verringerte sich Oscars Sehvermögen Jahr um Jahr. «Ich sah die Wandtafel am Schluss nur noch sehr schlecht», erinnert sich der heute 13-Jährige.

    Über die Kirche erfährt Felistine Rasoafiavy eines Tages von der CBM-geförderten Augenklinik in Tuléar. Für Familien in Armut tragen Spendende der CBM die Kosten. Dort wird Oscar erfolgreich operiert. Seine Mutter ist überglücklich, und begeistert erzählt Oscar: «In der Schule sehe ich jetzt alles. Mit meinen Freunden spiele ich ohne Probleme Fussball. Ich bediene auch die Kunden an Mamas Imbissstand und helfe ihr im Haushalt.»

    Dank der neu erlangten Sehkraft wird Oscar die Schule abschliessen und sich damit Zukunftsperspektiven erarbeiten können.

    Quelle: Medienmitteilung CBM Christoffel Blindenmission

    Die CBM Christoffel Blindenmission

    Die CBM Christoffel Blindenmission ist eine international tätige, christliche Entwicklungsorganisation und fördert Menschen mit Behinderungen in Ländern des Globalen Südens. Sie leistet Entwicklungszusammenarbeit sowie humanitäre Hilfe und ermöglicht, dass Behinderungen vorgebeugt sowie Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut und inklusiv gefördert werden. Ihr Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und Menschen mit Behinderungen eine verbesserte Lebensqualität haben. Die CBM Schweiz führt das Zewo-Gütesiegel und ist Partnerorganisation der Glückskette.

  • Wer pflegt uns im Alter?

    Wer pflegt uns im Alter?

    Das Problem ist bekannt: In Schweizer Krankenhäusern und Pflegeinstitutionen ist das Personal Mangelware. Und die Situation wird sich weiter verschärfen: Gemäss den Zahlen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums könnten es bis zu 20 000 Pflegende sein, die bis zum Jahr 2029 schweizweit fehlen. Die Gründe dafür sind vielfältig. So sorgt die demografische Entwicklung für einen steigenden Bedarf an qualifiziertem Personal.

    Gleichzeitig ist der Alltag der Pflegenden von hoher Belastung geprägt. Die Arbeitszeiten, schlechte Entlöhnung und nur bedingt mögliche Kombination von Familie und Beruf machen den Job auf Dauer unattraktiv, die Fluktuation ist hoch. Mit der Pflegeinitiative, die Ende 2021 angenommen wurde, wird auf Bundesebene versucht, die Pflegeausbildung zu stärken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

    Auch in der Stadt Zürich wird das Problem in Angriff genommen. Wie dies konkret geschieht, das erläuterte Stadtrat Andreas Hauri gemeinsam mit Vertreter*innen des Stadtspitals Zürich und der Gesundheitszentren der Stadt Zürich an einer Medienkonferenz im Juni. Sie informierten über das Programm «Stärkung Pflege», das im Jahr 2022 gestartet wurde.

    Das Massnahmenpaket

    Das Programm beinhaltet ein Massnahmenpaket, das aus den vier Punkten Flexibilität, Entlastung, Empowerment sowie Aus-, Weiter- und Fortbildung besteht. Der Punkt Flexibilität bezieht sich auf den Berufsalltag und soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.

    So sollen Einsatzpläne durch die Pflegenden in Zukunft mitgestaltet werden können. Der Arbeitsbeginn soll flexibel gestaltet werden können, geteilte Dienste werden flächendeckend abgeschafft. Jobsharing wird vermehrt auf allen Ebenen ermöglicht, Löhne werden angepasst und die Ferien erweitert.

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    Glück kennt kein Verfalldatum

    Entlastung und Empowerment sollen erstens in Form von fachlicher Unterstützung gewährleistet werden, aber auch in der Schaffung von neuen Berufsbildern und Ausbildungswegen. Dazu gehört etwa der Fachbeauftragte Geriatrie oder der CAS Intercare, die sich auf die Pflege älterer Menschen konzentrieren, aber auch der Ausbildungsweg Advanced Practice Nurses, der die Kompetenzen der Pflegenden gegenüber Ärzten stärkt. Generell soll bei den Beschäftigten das Potenzial besser erkannt werden, ein Talentpool die Förderung besonderer Talente ermöglichen.

    Das Zwischenfazit, das die Stadt nun zieht, ist positiv. In den vergangenen drei Jahren seien die Löhne erhöht und die Ausbildungsplätze erhöht worden. Rückläufig sei dagegen die Fluktuation in den Gesundheitsinstitutionen, die sich seit 2022 deutlich gesenkt habe. Und während die Massnahmen wie Lohnerhöhung und Ausbildungsförderung natürlich Kosten verursachten, habe der Abbau von Temporärstellen zu Einsparungen von rund 11,5 Millionen Franken geführt.

    Ein internationales Problem

    Doch das Problem ist bei Weitem nicht nur lokaler oder nationaler Natur. Das machte die Podiumsdiskussion «Wer pflegt uns morgen?» der Nichtregierungsorganisation Solidarmed Ende Mai deutlich. Denn der Mangel an verfügbaren Fachkräften im Inland hat einen Dominoeffekt zur Folge: Weil der Bedarf an Pflegenden hierzulande nicht gedeckt werden kann, rekrutiert die Schweiz Personal im Ausland – rund 30 Prozent der Beschäftigten haben, so Zahlen aus dem Jahr 2021, ihre Ausbildung im Ausland absolviert. Sie stammen fast alle aus den europäischen Nachbarländern.

    Und um deren eigene Personallücken zu decken, rekrutieren diese Länder selber im Ausland – etwa im europäischen Osten oder den Ländern des Südens.

    Mit gravierenden Konsequenzen: Sei die Migration für das einzelne Individuum verständlich und legitim, so Roswitha Koch vom Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer, stelle sie für die Gesundheitssysteme der Herkunftsländer eine wahre Katastrophe dar. Die Zahlen der WHO untermauern dies: So stehen in 83 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika nur rund 22,8 Gesundheitsfachkräfte pro 100 000 Menschen zur Verfügung. Nicht einmal die elementarste Gesundheitsversorgung kann so gewährleistet werden.

    Hilft ein internationaler Kodex?

    Initiativen wie Solidarmed unterstützen die Länder des Südens darin, die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im eigenen Land zu verbessern, um den Verbleib von Fachpersonal zu fördern. Doch es braucht auch Bemühungen innerhalb der Industrienationen.

    Auf internationaler Ebene existiert daher seit 2010 der Verhaltenskodex «zur internationalen Rekrutierung von Gesundheitspersonal» der WHO. Er hält die Mitgliedsstaaten an, dem Mangel an Gesundheitsfachkräften abzuhelfen und aus eigener Kraft die Versorgung mit Fachkräften sicherzustellen. Allerdings sind die Vorgaben wenig bindend und werden nicht konsequent umgesetzt.

    Im Gegenteil: Die Rekrutierung im Ausland hat seither auch hierzulande weiter zugenommen.
    Lösungen sind hier schwer zu finden. Die Pflegeinitiative sowie die städtischen Programme könnten kleine Schritte in die richtige Richtung bedeuten. Doch es bedarf mit Sicherheit noch grosser Anstrengungen, um die Situation lokal, national und international zu entschärfen.

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • «Hopp Letten!»

    «Hopp Letten!»

    Die 2. Klasse des Schulhauses Letten hat am Samstag, den 5. Juli, das Fussball-Schüeli 2025 gewonnen. Die jungen Kickerinnen haben hart gekämpft und der brütenden Hitze getrotzt. Insgesamt hat der Event fast acht Stunden gedauert.

    Die Torkönigin

    Fünf Spiele haben sie erfolgreich gewonnen, bei einem Spiel stand es unentschieden. Julie Eichenberger war die Torkönigin, die mit super Tricks und Können die meisten Tore schoss.

    Auch die zweite Stürmerin Eleni hat zwei Tore beigesteuert. Das Team hat super verteidigt und die Spielweise war fair, eine tolle Atmosphäre.

    Fans fieberten mit

    Der Fanclub bestehend aus Mitschülerinnen (Anna Webster, Marlene Jüdes-Nerlich) und einigen Jungs aus der 2. Klasse des Schulhauses Letten haben kräftig angefeuert. Das Banner mit der Aufschrift «Hopp Letten» wurde immer straff gehalten und der Fangesang war weit zu hören.


    Die Erfolgsmannschaft aus Wipkingen. (Foto: zvg)

    Die Lehrpersonen der 2. Klasse Nievergelt/Grest und Steiner/Seinig des Schulhauses Letten haben ein Mädchen- und Bubenteam zusammengestellt. Die Lehrerin Frau Nievergelt war am Samstag vor Ort und hat kräftig mitgefiebert.

    Die zuständigen Lehrpersonen waren Cécil Steiner, Sebastian Seinig, Danja Grest und Anaïs Nievergelt

    Für das Coaching verantwortlich waren Anaïs Nievergelt (Mädchen) und Sebastian Seinig (Jungs).

    Eingesandt von Moena Zeller

    Die Spielerinnen

    Verteidigerinnen: 
    Marnie Werlen, Lenaya Zeller, Victora Meier, Meret Shaker

    Goalie:
    Alice Kamber

    Mittelstürmerinnen:
    Ellen Lindberg, Camila Cipriani, Nora Bee, Leyla Akkaya

    Stürmerinnen:
    Julie Eichenberger, Eleni Lorusso

    Fans:
    Anna Webster, Marlene Jüdes-Nerlich und ein paar Jungs 

  • Einbrecher in Wipkingen festgenommen

    Einbrecher in Wipkingen festgenommen

    Kurz nach 20.30 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung über einen möglichen Einbruch in ein Einfamilienhaus ein. Die ausgerückten Polizist*innen konnten den mutmasslichen Einbrecher beim Verlassen der Liegenschaft stoppen und festnehmen. Der 47-jährige Algerier wurde für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache gebracht.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

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  • Neue Öffnungszeiten der Quartier- und Regionalwachen

    Neue Öffnungszeiten der Quartier- und Regionalwachen

    In Zürich finden immer mehr Veranstaltungen statt und auch die Zahl der Besucher*innen in der Stadt steigt. Das führt zu mehr Einsätzen für die Stadtpolizei, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Gerade in der Sommerzeit steigt die Belastung für die Polizist*innen noch weiter an.

    In der Vergangenheit setzte die Stadtpolizei bereits Sofortmassnahmen zur Entlastung der Mannschaft um. So wurden zum Beispiel die Regionalwachen in der Nacht und am Sonntag geschlossen. Zusätzliche Massnahmen sind nötig, um den polizeilichen Grundauftrag weiterhin erfüllen zu können.

    Entlastung und Sofortmassnahmen

    Jetzt entlastet die Stadtpolizei Zürich ihre Mitarbeitenden weiter und setzt zusätzliche Sofortmassnahmen um. So können die vorhandenen personellen Ressourcen gebündelt und optimal eingesetzt werden. Nebst betriebsinternen Massnahmen gibt es solche, die Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Diese gelten ab dem 4. August 2025 und werden von der Vorsteherin des Sicherheitsdepartements gestützt.

    Die Schalteröffnungszeiten der Regionalwachen werden angepasst. Die Wachen werden neu auch am Samstag geschlossen sein, Notfälle werden aber bearbeitet. Auch die Schalteröffnungszeiten der Quartierwachen werden gekürzt. Dies, um die Personalressourcen für die Entgegenannahme von Anzeigen auf den Regionalwachen zu bündeln. Es besteht die Möglichkeit, Anzeigen einfach online zu erfassen.

    Auf diese Möglichkeiten wird auch hingewiesen, wenn jemand ausserhalb der regulären Öffnungszeiten bei einer Regionalwache anruft. Bei dringlichen Anliegen wird auf die Einsatzzentrale 117 verwiesen.

    Die Quartierwache Höngg

    In der Stadt Zürich gibt es vier Regionalwachen der Stadtpolizei, die Anlaufstelle für alle polizeilichen Belange sind. Weiter zählt die Stadtpolizei sechs Quartierwachen. Im Kreis 10 ist die Quartierwache Höngg an der Limmattalstrasse 160 ansässig.

    Auf der Website der Quartierwache werden aktuell folgende Öffnungszeiten angegeben: Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr. Am Wochenende ist die Wache geschlossen.

    Temporäre Schliessung von Anzeigeschaltern bei Grossanlässen

    Zudem werden die Schalter der Regional- und der Quartierwachen sowie der des Kriminalpolizeistandorts Mühleweg bei Grossanlässen für Anzeigen geschlossen. Als Grossanlässe gelten beispielsweise die Street Parade oder ein grosses Stadtfest, grössere Ordnungsdiensteinsätze, die es bei gewissen Demonstrationen oder Fussballspielen benötigt, oder interkantonale Polizei-Einsätze (IKAPOL), wie beispielsweise am WEF.

    Die Regionalwache City bildet in diesem Zusammenhang eine Ausnahme. Diese Wache wird an der Street Parade als Hauptanzeigewache geöffnet sein und auch bei anderen Grossanlässen nur dann geschlossen, wenn es aus personeller Sicht notwendig ist.

    Quelle: Stadtpolizei Zürich, Medienmitteilung

  • Grüsse vom Hallwilersee

    Grüsse vom Hallwilersee

    Im letzten Jahr ging es auf die Schienen, nun aufs Wasser: Der traditionelle Sommerausflug der Hauserstiftung Höngg stand auf dem Programm und insgesamt 31 Personen liessen es sich nicht nehmen, einen Tag aus dem gewohnten Alltag auszubrechen. Das Ziel: der Hallwilersee.

    Zunächst folgte eine einstündige Reise mit dem Car der Schuler Reisen. Am Steuer sass mit Christian Schuler der Chef persönlich. Er verstand es, die Reisenden immer wieder zu unterhalten. Institutionsleiter Romano Consoli begrüsste die Anwesenden und neben den Bewohnenden und dem Pflegepersonal waren auch die Stiftungsratsmitglieder Adrian Denzler, Bruno Dohner und Anita Marolf zugegen.


    Der «Kapitän»: Institutionsleiter Romano Consoli. (Foto: dad)

    Als Gast war die Höngger Jodlerin Luise Beerli dabei. Bei schönstem Wetter fuhren sie alle via Limmattal auf den Mutschellen, dann bis nach Bremgarten und von dort war Meisterschwanden nicht mehr weit.

    Auf dem See

    Die Ankunft bot einen herrlichen Anblick: Ruhig lag der Hallwilersee vor der Höngger Reisegruppe. Manche kannten die Gegend und freuten sich, diesen Ort wieder zu besuchen. Der Ausflug hatte – wie immer – den Vorteil, dass auch jene teilnehmen konnten, die nicht mehr gut zu Fuss sind.


    Die MS Seetal auf dem Hallwilersee. (Foto: dad)

    Und da kam sie schon: die MS Seetal. Das Schiff gehört zur Flotte der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee und ist eines von fünf, mit dem Rundfahrten möglich sind. Voller Freude nahmen alle Reisenden an den reservierten Tischen Platz und schon nahm die MS Seetal Kurs in Richtung Seengen.

    Die rund einstündige Fahrt auf dem 8,4 Kilometer langen See führte auch nach Birrwil sowie nach Beinwil und endete wieder in Meisterschwanden. Dort kündigte sich der zweite Höhepunkt an: das Mittagessen.


    Unterwegs auf dem Hallwilersee. (Foto: dad)

    In der Seerose

    Reserviert wurde in der Seerose Resort & Spa. Sie gehört zur «Balance Familie», die von Felix und Rhéane Suhner geführt wird. Die Geschichte des Resorts geht auf das Jahr 1862 mit der Eröffnung einer Pintwirtschaft zurück. 18 Jahre später tauchte erstmals der Name Seerose auf, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Betrieb zu einem Restaurant.

    Ab 1974 übernahm die Familie Suhner das Restaurant und seither wurde die Seerose stetig erweitert und schliesslich ab 2013 zur Seerose Resort & Spa umgestaltet.

    In einem hellen Seminarraum nahmen die Höngger Teilnehmenden an liebevoll dekorierten Tischen Platz, um kurz darauf ein dreigängiges Mittagessen zu geniessen. Alle fühlten sich in bester Gesellschaft, und das feine Essen sowie der ausgezeichnete Service trugen zur rundum gelungenen Stimmung bei.

    Schliesslich war Christian Schuler wieder bereit für die Rückfahrt: Es folgte eine angenehme Heimreise nach Zürich und alle nahmen ihre Erinnerungen als Souvenir an einen unvergesslichen Tag mit zurück nach Höngg.