Autor: tka_admin

  • Freundliche Eindringlinge auf acht Beinen

    Freundliche Eindringlinge auf acht Beinen

    Die Situation ist wohlbekannt: Man sitzt gemütlich auf dem Sofa, lässt den Blick in die Ferne schweifen, oder besser: zur Zimmerdecke. Und schlagartig ist es vorbei mit der gemütlichen Ruhe. Denn dort oben in der Ecke lauert sie: Die Hausspinne! Am langen Faden baumelnd hat sie sich bislang unbemerkt in der guten Stube häuslich eingerichtet.  

    In der Regel folgt auf eine solche Entdeckung hektisches Treiben, das sich entweder direkt in einer Flucht oder aber in der Gegenwehr manifestiert. Mit Gläsern, Papier oder gar mit Staubsaugern wird dem Tier dann zu Leibe gerückt. Und erst, wenn der ungebetene Gast vor die Tür gesetzt wurde, kann in den eigenen vier Wänden wieder Ruhe einkehren.
     
    Jetzt im Herbst häufen sich diese vermeintlich verhängnisvollen Begegnungen. Denn nicht nur die Menschen, auch die Spinnen begeben sich bei kühleren Temperaturen vermehrt in die Innenräume der Häuser.

    Schlimmer als ein Wespenstich sind die Spinnenbisse nicht

    Doch woher stammt die Abneigung gegenüber den Spinnen? Wissenschaftlich ist dies noch nicht ganz geklärt, aber das Unbehagen ist weit verbreitet. Bei manchen steigert sich das Unbehagen gar zu einer ausgewachsenen Phobie, der sogenannten Arachnophobie.

    Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die Spinnenangst. Sie könnte einerseits, so ist es etwa einer Medienmitteilung des Zürcher Zoos zu entnehmen, evolutionär bedingt sein. Weil es durchaus einige Spinnen gibt, die für den Menschen gefährlich werden können.

    Mit der heutigen Realität hat diese Befürchtung aber zumindest hierzulande nichts mehr zu tun. Denn in unseren Gefilden finden sich keine gefährlichen Giftspinnen. Zwar können die hier ansässigen Nosferatu-, Dornfinger- und auch die Kreuzspinnen durchaus zubeissen, so stark, dass es Schmerzen verursacht. Aber schlimmer als ein Wespenstich sind die Spinnenbisse nicht.

    Von Generation zu Generation weitergegeben

    Vielleicht sind es aber auch die zahlreichen und oft ziemlich behaarten Beine, die uns Zweibeinern suspekt vorkommen. Und diese ungewohnte Form der Fortbewegung. Lässt man das Tier auch nur eine Sekunde aus den Augen, so die Befürchtung, hat es sich schon abgeseilt und ist seinem Opfer in die Haare gekrochen.

    Oder noch schlimmer: Es beobachtet die Menschen von seiner erhöhten Position mit seinen zahlreichen Augen in Seelenruhe so lange, bis diese sich zum Schlafe niederlegen. Nur um sich dann direkt auf deren Gesichter abzuseilen.  Wer soll da noch ruhig schlafen können?

    Mit Sicherheit spielt auch die gesellschaftliche Prägung, die wir schon als Kleinkinder von unseren Eltern mit in die Wiege gelegt bekommen, eine grosse Rolle. Die kreischende Panik, die einer Studie zufolge mehr als die Hälfte aller Frauen und rund zwanzig Prozent der Männer beim Anblick einer Spinne befällt, bleibt mit Sicherheit auch dem Nachwuchs nicht verborgen.

    Aufräumen oder Kastanien auslegen

    Wer nun in seiner Wohnung mit einer Spinne konfrontiert ist, hat im Grunde genommen drei Möglichkeiten, sich zu verhalten: Aushalten und hoffen, dass sich der Achtbeiner in Bälde verkrümelt. Oder einsammeln und entfernen und für die Zukunft vorsorgen. Und drittens: sich mit dem faszinierenden Tier anfreunden.

    Für die Variante «Einsammeln» muss übrigens nicht zwangsläufig auf das klassische Hilfsmittel «Glas und Papier» zurückgegriffen werden. Im Internet sind zahlreiche «Spinnenfänger» käuflich erwerblich, mit deren Unterstützung die Spinnen kontaktlos eingesammelt und behutsam ins Freie befördert werden können.

    Es empfiehlt sich, so die Botschaft an sehr ängstliche Menschen, danach dafür zu sorgen, dass die Tiere nicht gleich wieder den Rückweg in die Wohnung antreten. Etwa durch verbesserte Dichtungen an Fernstern oder Türen oder aber durch die Installation eines Fliegengitters.

    Helfen soll gemäss einem Artikel in «20 Minuten» auch, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und staubige Ecken zu entfernen. Denn Sauberkeit, so der Tenor, behage den Spinnentieren weniger.

    Aber auch Pfefferminzöl, Essig oder Kastanien im Fensterrahmen – versprüht oder ausgelegt – seien hilfreich, weil Spinnen diese Gerüche nicht ausstehen können. Allerdings, so besagter Artikel, ist Pfefferminzöl für Haustiere giftig, es sollte daher nur in Wohnungen angewendet werden, in denen keine Vierbeiner zuhause sind.

    Die Spinne, meine neue Freundin?

    Die Königsvariante des Umgangs mit den Achtbeinern ist aber sicher die Letztere: der Versuch einer freundschaftlichen Beziehung. Denn die Tiere verfügen über äusserst faszinierende Fähigkeiten.

    Zum Beispiel in Bezug auf die Netze, welche einige (aber nicht alle) Arten produzieren. In unglaublicher Geschwindigkeit weben etwa Radnetzspinnen sowie die Gartenkreuzspinne architektonische Gebilde, die um ein Vielfaches grösser sind als sie selber. Und enorm stabil: Spinnenseide, so berichtet der Zoo Zürich in erwähnter Medienmitteilung, ist fünfmal belastbarer als ein Stahlseil gleicher Dicke.

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    Ein netter Zug der Spinnentiere ist auch, dass sie sich zwar unaufgefordert Zutritt zur Wohnung verschaffen, im Gegenzug dafür aber auch einiges für deren Bewohnende leisten: Wo Spinnen leben, finden sich deutlich weniger Stechmücken oder Fliegen. Ein Charakterzug, der nicht nur hilfreich für die Menschen ist, sondern auch für das Ökosystem von grosser Bedeutung ist.

    Insgesamt, so die Schätzung zweier Wissenschaftler in der Zeitschrift «Science of Nature», verzehren Spinnen weltweit jährlich zwischen 400 und 500 Millionen Tonnen Beute und leisten so einen entscheidenden Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.

    Vielleicht kann beim Aufbau einer freundschaftlichen Beziehung auch der Besuch im Zoo Zürich unterstützend sein. Denn in der neuen Spinnenhöhle im Insektenwald können sich die Tiere frei bewegen, ohne trennende Scheibe. Damit können sich geneigte Personen nicht nur auf neutralem Terrain mit dem Anblick von Spinnen vertraut machen, sondern vielleicht gleich auch noch in einer Art «Konfrontations-Strategie» etwaige vorhandene Ängste abbauen.

  • Mutmasslicher Täter von Tramattacke festgenommen

    Mutmasslicher Täter von Tramattacke festgenommen

    Am Sonntagabend veröffentlichten verschiedene Medien einen Vorfall mit einer Frau, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag Opfer eines tätlichen Angriffs in einem Tram an der VBZ-Haltestelle Frankental geworden war. Weiter wurde erwähnt, dass die Frau die Stadtpolizei alarmiert hatte, diese aber aufgrund eines Kapazitätsengpasses nicht vor Ort ausrücken konnte. 

    Das Opfer war in der Zwischenzeit bei der Stadtpolizei und hat eine Anzeige erstattet. Der mutmassliche Täter, ein 28-jähriger Syrier, konnte am Montagabend, 15. September 2025, festgenommen werden. Weshalb die Stadtpolizei Zürich keine Einsatzmittel an die genannte Örtlichkeit schicken konnte, wurde in der Zwischenzeit abgeklärt.

    Deshalb konnte die Stadtpolizei keine Patrouille senden

    Aufgrund der Tatsache, dass sämtliche Patrouillen der Stadtpolizei zum genannten Zeitpunkt mit dem Grosseinsatz im Bereich Kasernenareal (Besetzungsversuch durch linke Aktivist*innen mit massiver Gewaltausübung gegenüber den Einsatzkräften), dem Knabenschiessen sowie weiteren schwerwiegenden Vorfällen (drei Verkehrsunfälle mit verletzten Personen) im Einsatz standen, konnte zur genannten Örtlichkeit keine Patrouille entsendet werden.

    Die Stadtpolizei bedauert laut Medienmitteilung, dass man der Frau in jenem Moment nicht unmittelbar helfen konnte. An Wochenenden kann es aufgrund einer Häufung von Einsätzen zeitweise vorkommen, dass der Einsatzzentrale vorübergehend keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, was zur Folge hat, dass teilweise nicht ausgerückt werden kann.

    Einen Appell gegen Gewalt an Frauen

    In einem Video, das in den sozialen Medien verbreitet wurde, ist die Frau verletzt zu sehen, während Fahrgäste den mutmasslichen Angreifer am Boden festhalten. Zunächst kritisierte die Betroffene, die Polizei sei trotz Notruf nicht ausgerückt. Später betonte sie gegenüber dem «Blick», es gehe ihr nicht um Vorwürfe gegen die Polizei, sondern um einen Appell gegen Gewalt an Frauen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich / «Tages-Anzeiger»

  • Neuer Chefarzt Pneumologie am Stadtspital Zürich

    Neuer Chefarzt Pneumologie am Stadtspital Zürich

    Wie einer Medienmitteilung der Stadt zu entnehmen ist, wurde ein neuer Leiter Pneumologie gewählt: KD Dr. med. Urs Bürgi übernimmt auf den 1. April 2026 als neuer Chefarzt die Nachfolge von KD Dr. med. Irène Laube. Irène Laube wird nach mehr als 25 Jahren Tätigkeit im Stadtspital Zürich, davon 13 Jahre als Leiterin Pneumologie, pensioniert.

    KD Dr. med. Urs Bürgi ist aktuell als Chefarzt Pneumologie am Luzerner Kantonsspital tätig. Neben ausgewiesener fundierter Kompetenz in Pneumologie verfügt der neue Chefarzt über Spezialisierungen in der Schlafmedizin sowie bei Brustfell-Erkrankungen.

    Die Abteilung für Pneumologie ist ein zentraler Bestandteil des Departements Innere Medizin am Stadtspital Zürich. Die Pneumologie deckt die umfassende Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Patient*innen mit Lungenkrankheiten ab.

    Erfahrener und breit aufgestellter neuer Leiter Pneumologie

    Der 48-jährige Urs Bürgi ist ein fachlich sehr breit aufgestellter Pneumologe, wie in der Medienmitteilung nachzulesen ist. Nach seiner Facharztausbildung und Kaderarzttätigkeit am Universitätsspital Zürich wechselte er 2017 ans Luzerner Kantonsspital (LUKS), wo er seit mehreren Jahren die Pneumologie als Chefarzt leitet. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Aussenstandorten des LUKS hat Urs Bürgi mit dem Aufbau entsprechender Fachboards koordiniert. Zusammen mit den Kolleg*innen der Thoraxchirurgie hat er 2024 erfolgreich das Lungenzentrum am LUKS eröffnet.

    Als Spezialgebiet bringt Urs Bürgi den Fähigkeitsausweis für Schlafmedizin und eine besondere Expertise bei Erkrankungen des Brustfells (Pleura) mit. Im Auswahlverfahren hat Urs Bürgi als erfahrene Fachperson und integrative Persönlichkeit mit einer zukunftsorientierten Vision für die Pneumologie im Stadtspital Zürich überzeugt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Provisorische Wertstoffsammelstelle an der Nordstrasse

    Provisorische Wertstoffsammelstelle an der Nordstrasse

    Nach der für viele überraschenden Aufhebung der Sammelstelle an der Rousseaustrasse vor einer Woche kommt das ERZ der Quartierbevölkerung nun entgegen. Die fehlende Vorankündigung hatte für Unmut gesorgt, da viele Anwohnende auf weiter entfernte Standorte ausweichen mussten.

    Wie der Quartierverein Wipkingen nun mitteilt, schafft die Stadt nun Abhilfe mit einer provisorischen Sammelstelle an der Nordstrasse 205 – wenn auch nicht ohne Nebeneffekt: Zwei Parkplätze der blauen Zone fallen durch diese Lösung weg. Dennoch: Der Quartierverein Wipkingen bedankt sich bei ERZ für die schnelle Lösung, wie er auf Anfrage mitteilt.

    Bis Ende Mai 2026 bleibe die Übergangslösung in Betrieb. Parallel entstehen an der Rousseaustrasse Unterflurcontainer, die künftig für eine saubere, leisere und optisch unauffällige Sammlung sorgen sollen.

  • Stadtspital Zürich stärkt Führungsstruktur

    Stadtspital Zürich stärkt Führungsstruktur

    Das Stadtspital Zürich richtet seine Führungsstruktur neu aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst: Die Spitalleitung wird ab 1. Januar 2026 aus 12 statt bisher 13 Mitgliedern bestehen. «Mit der neuen Führungsstruktur schaffen wir noch klarere Verantwortlichkeiten und stärken die bereichsübergreifende Zusammenarbeit – ein zentraler Erfolgsfaktor für die Gesundheitsversorgung der Zukunft», sagt Spitaldirektor Marc Widmer.

    Auch Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, zeigt sich erfreut über die klare Ausrichtung: «Mit der neuen Führungsstruktur stellen wir sicher, dass das Stadtspital Zürich auch in Zukunft eine erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung für die Menschen in Zürich und in der ganzen Region bietet.»

    Zwei kleinere Departemente werden aufgelöst

    Im Zuge der Neuorganisation werden zwei bisher eigenständige, kleinere medizinische Departemente aufgelöst. Ihre Kliniken, Institute und Abteilungen werden in die drei bestehenden medizinischen Departemente Innere Medizin, Chirurgie und Medizinische Plattformen integriert. Darüber hinaus wird das Integrale Kapazitätsmanagement (IKM) neu als eigene Stabsfunktion in der Spitalleitung verankert.

    Kontinuität sowie neue Impulse

    Das Departement Innere Medizin wird nach dem Weggang von Prof. Dr. med. Lars C. Huber interimistisch von KD Dr. med. Elisabeth Weber und Céline Hollfelder in Co-Leitung geführt. Die Leitung des Departements Chirurgie übernimmt der bisherige Leiter, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Markus Weber, neu gemeinsam mit Anna Scrowther.

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    «Frauen machen vieles anders»

    Die neu geschaffene Stabsfunktion Integrales Kapazitätsmanagement (IKM) wird von Maximilian Bäge übernommen. Er wird die spitalweiten Prozesse zur Planung, Steuerung und Optimierung von Kapazitäten künftig direkt in der Spitalleitung vertreten – ein wichtiger Schritt für eine zukunftsgerichtete Ressourcensteuerung.

    Moderne Führungsmodelle fördern Zusammenarbeit

    Die Umstrukturierung betrifft die Organisation auf der obersten Führungsebene. Sie erfolgt unter Berücksichtigung bevorstehender Pensionierungen innerhalb der derzeitigen Spitalleitung. Die strukturelle Verschlankung ist somit ein vorausschauender Schritt in der Personal- und Nachfolgeplanung.

    Mit der Einführung von Co-Leitungen wird die fachliche und strategische Verantwortung bewusst geteilt – medizinische und betriebswirtschaftliche Perspektiven ergänzen sich auf Augenhöhe. Dies ermöglicht eine geteilte Führungsverantwortung und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

    Bewährtes medizinisches Angebot bleibt unverändert

    Patient*innen können sich weiterhin auf eine umfassende, qualitativ erstklassige Versorgung und Betreuung verlassen. Auch das bewährte Leistungsangebot der Kliniken steht wie gewohnt in vollem Umfang zur Verfügung. Mit der neuen Struktur werden die medizinischen Departemente künftig noch klarer nach fachlicher Ausrichtung gebündelt.

    Damit schafft das Stadtspital Zürich beste Voraussetzungen, um Synergien gezielt zu nutzen, Verantwortlichkeiten transparenter zu gestalten und interdisziplinäre Entscheidungsprozesse zu stärken.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Der Holzwurm von Höngg

    Der Holzwurm von Höngg

    Claudio Bolliger ist gebürtiger Höngger, absolvierte seine Lehre bei der Jos. Berchtold AG und wagte vor 25 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit. Seither hat er sich mit viel Herzblut und Durchhaltewillen ein festes Standbein geschaffen. Zusammen mit seiner Frau Conny, die er an einer Berufsmesse kennengelernt hat, führt er die Schreinerei Holzwurm, die nun das 25-Jahr-Jubiläum feiert. Jetzt blickt er zurück auf ein Vierteljahrhundert, auf die Veränderungen im Handwerk und darauf, warum er trotz aller Anstrengungen nie bereut hat, sein «eigenes Ding» durchgezogen zu haben.

    Noch immer ein Einmannbetrieb

    Claudio Bolliger ist – was das Handwerk betrifft – auch nach 25 Jahren noch ein Einmannbetrieb. Wenn viel Arbeit ansteht, helfen Kollegen aus. Die Büroarbeit erledigt seit je seine Frau Conny. «Sie ist die ruhige Seele im Hintergrund», sagt er. Sein Alltag besteht vor allem aus Service- und Reparaturarbeiten für Verwaltungen und Privatkunden.

    Mit seinem roten Transporter ist er täglich unterwegs, die kleine Werkstatt in Oberhasli nutzt er nur für grössere Arbeiten. «Neuanfertigungen gibt es kaum noch, die Nachfrage liegt klar bei Reparaturen», erzählt er.

    Ganz ohne Herausforderungen geht es nicht: 2024 sei ein schwieriges Jahr gewesen, die Auftragslage sei deutlich eingebrochen. «Das haben viele Kollegen so erlebt, es wurde einfach weniger investiert.» Inzwischen laufe es wieder besser. In besonderer Erinnerung ist ihm die Zeit der Pandemie geblieben: «Die Leute waren viel zu Hause und hatten Zeit, Termine liessen sich viel einfacher koordinieren als heute.»

    Auch die Digitalisierung hält Einzug: Aufträge landen heute über QR-Codes und Portale direkt beim Handwerker. «Die Administration wird dadurch komplizierter, man verbringt schnell sieben, acht Minuten mehr pro Auftrag nur fürs Eintragen.»

    Sie sagen ihm Würmli

    Und wie kam der Name «Holzwurm 2000» zustande? «Mein Vater arbeitete damals in einer Werbeagentur. Ein Lehrling schlug vor, einen Holzwurm auf den Hobel zu setzen – das gefiel uns, und so entstand der Name. Früher nannte man mich schon Holzwurm, heute sagen mir gute Freunde einfach Würmli.»

    Privat freut sich Bolliger über zwei Enkelkinder. In acht Jahren möchte er in Pension gehen – «aber sicher nicht von einem Tag auf den anderen», betont er. Ein bisschen weiterarbeiten werde er bestimmt. Und das Highlight seiner Arbeit? «Das Schönste ist, wenn der Kunde zufrieden ist.»

    Holzwurm2000 Claudio Bolliger

    Schreinerservice
    8049 Zürich
    Tel.nr.: 044 341 90 48
    E-Mail: info@holzwurm2000.ch

    Website: holzwurm2000.ch 

  • «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates»

    «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates»

    Im Gebiet um den Hauptbahnhof treffen die vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung und die Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung aufeinander, wie die Stadt letzte Woche mitteilte. Mit dem sogenannten Weissbuch «Stadtraum Hauptbahnhof 2050» zeigt die Stadt auf, wie das Zentrum von Zürich für die künftigen Anforderungen vorbereitet werden soll.

    Der Schlüssel liege in der Organisation des Verkehrs. Um das künftige Verkehrsaufkommen vor dem Hintergrund des Klimaziels Netto-Null bis 2040 bewältigen zu können, wird dem ÖV sowie dem Velo- und Fussverkehr im besagten Weissbuch Priorität eingeräumt.

    Der Hauptbahnhof und die Parkhäuser bleiben für den motorisierten Individualverkehr erreichbar und die Feinerschliessung für Anlieferung, Taxis, Vorfahrten (Kiss & Ride), Schutz & Rettung usw. gewährleistet. Die Planungen sehen vor, den stadtquerenden motorisierten Individualverkehr weitgehend auf die Autobahn zu verlagern und den städtischen Binnenverkehr zu kanalisieren.

    Die Kritik der IG Westangente Plus

    Das Vorhaben stösst auf Kritik bei der IG Westangente Plus, die in einer Medienmitteulung mit dem Titel «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates» schreibt: «Ein Teil des verdrängten Innenstadtverkehrs soll nun gemäss Weissbuch HB/Central auf der Buchegg- und Rosengartenstrasse kanalisiert werden.»

    Gleichzeitig zeigt sich die IG enttäuscht: «Obwohl eine breit abgestützte dringliche Motion des Gemeinderats 2020 einen Dialogprozess zur Erarbeitung von Entlastungsmassnahmen im Hinblick auf die 2028 vorgesehene Eröffnung der ausgebauten Nordumfahrung verlangte, liegt heute praktisch nichts vor», so der Wortlaut in der Medienmitteilung.

    Der Bericht des Stadtrates zeige vielmehr auf, dass der verlangte Dialogprozess erst jetzt gestartet werden solle, zeitlich und inhaltlich mit offenem Ausgang.

    Die IG erinnert daran, dass die Buchegg- und Rosengartenstrasse 40 Jahre nach Inkrafttreten von USG und LSV immer noch nicht lärmsaniert sei. Verantwortlich dafür sei die Stadt Zürich.

    Weiter seien die Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte (IGW) an der Westtangente massiv. Tausende von Anwohnende seien davon betroffen. Die Lebensqualität sei entlang der ganzen Achse und deren Umfeld massiv eingeschränkt.

    Eine Sanierung der Westtangente sei ferner nur möglich mit einer Massnahmenkombination (Verkehrsverlagerung, Verlangsamung, lärmarme Beläge, Umgestaltung).

    Keine Verdrängung des Verkehrs auf die Westangente

    Für die IG Westtangente Plus ist die Prioritätensetzung des Stadtrates ein Skandal, wie sie schreibt: Während der Abbau der gesundheitsgefährdenden Belastungen entlang der dicht bewohnten Westtangente trotz gesetzlicher Fristen und deren Umgestaltung auf die lange Bank geschoben werde, geniesse die Aufwertung des Innenstadtbereichs HB/Central so hohe Priorität, dass dafür sogar die zusätzliche Belastung der Westtangente in Kauf genommen werde.

    Die IG lehnt daher den Dialogprozess zur Westtangente im vorgesehenen Rahmen ab. Als erste Priorität fordert sie die Erarbeitung und Auflage von kapazitätsbeschränkenden Bauprojekten entlang der Westtangente.

    Zum Zweiten solle der Dialogprozess zeitlich limitiert werden. Zum Dritten sei die Masterplanung HB/Central so anzupassen, dass keine Verdrängung des Verkehrs auf die Westtangente stattfindet.

  • Abschied nehmen – eine Kampagne von Kinderkrebs Schweiz

    Abschied nehmen – eine Kampagne von Kinderkrebs Schweiz

    Am 1. September 2025 startete die neue Sensibilisierungskampagne «Abschied nehmen» von Kinderkrebs Schweiz. Wie der Medienmitteilung zu entnehmen ist, fällt der Start bewusst in den «Goldenen September», den weltweiten Aktionsmonat zu Kinderkrebs.

    In der Schweiz erkranken jedes Jahr rund 350 Kinder und Jugendliche an Krebs. Während die meisten von ihnen geheilt werden können, überlebt jedes fünfte Kind die Krankheit nicht. Familien sind dadurch nicht nur mit dem Verlust konfrontiert, sondern oft auch mit der Erfahrung sozialer Isolation. Menschen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz schweigen oder ziehen sich zurück, weil sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

    Betroffene Eltern erzählen: «Wir haben Angst, dass unsere Tochter in Vergessenheit gerät, wenn niemand mehr über sie spricht. Darum schätzen wir es, von ihr erzählen zu können, auch wenn es manchmal sehr schmerzhaft ist.» Diese Worte zeigen, wie wichtig ein offenes Umfeld ist, das Trauer nicht ausklammert, sondern Raum für Begegnungen und Gespräche schafft.

    Familien stärken – der Trauer Raum geben

    Offene Gespräche, kleine Gesten der Anteilnahme, gemeinsame Erinnerungen und Rituale können gemäss Medienmitteilung dazu beitragen, die Trauer Schritt für Schritt in das neue Leben zu integrieren. Ein Umfeld, das zuhört, konkrete Unterstützung bietet und nicht wegschaut, kann dabei helfen.

    «Aus Erfahrung wissen wir, dass neben den professionellen Angeboten und einem tragenden sozialen Umfeld auch der Austausch unter betroffenen Eltern eine wichtige Rolle spielt, etwa in Trauergruppen, wie sie unsere Mitgliedsorganisationen anbieten.», so Elena Guarnaccia, CEO von Kinderkrebs Schweiz. «Einen weiteren wichtigen Beitrag leistet zudem die neue digitale Infoplattform von Kinderkrebs Schweiz. Sie bietet Orientierung, Unterstützung und wertvolle Hinweise rund um das Leben mit und nach Kinderkrebs.»

    Die neue Infoplattform

    www.kinderkrebs-infoplattform.ch

    Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister

    Für Familien bedeutet der Verlust eines Kindes einen tiefen Einschnitt, der ihr Leben für immer verändert. Die Trauer ist oft schon während der Krankheit spürbar, wenn Hoffnungen schwinden und die Endlichkeit greifbarer wird. «Jede Familie, jeder Abschied ist verschieden. Trauer verläuft nicht graduell, sie verschwindet nicht eines Tages, aber sie verändert sich im Laufe der Zeit», so Dr. med. Kathrin Hauri, Leitende Ärztin für Pädiatrische Palliative Care am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB).

    Wie die Medienmitteilung erklärt, beginnt die Palliativbetreuung von Kindern und Jugendlichen nicht erst in der letzten Lebensphase, sondern kann bereits frühzeitig in den Behandlungsverlauf integriert werden. Sie schenkt Sicherheit, lindert Ängste und eröffnet Möglichkeiten, die verbleibende Zeit bewusst zu gestalten. Im Zentrum stehen dabei stets die Lebensqualität und die Begleitung der ganzen Familie – Eltern wie Geschwister – bis zum Tod des Kindes und darüber hinaus.

    Quelle: Medienmitteilung Kinderkrebs Schweiz

    10 Jahre Kinderkrebs Schweiz

    Kinderkrebs Schweiz setzt sich seit 2015 gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen dafür ein, die Situation krebskranker Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien nachhaltig zu verbessern. Als Dachverband engagieren sie sich für eine optimale Betreuung, bessere rechtliche Rahmenbedingungen, sowie Sensibilisierung. Im Bereich der Selbsthilfe und Nachsorge haben sie zudem die schweizweit einzige Anlaufstelle für ehemalige Kinderkrebspatienten ins Leben gerufen, die Überlebende berät und unterstützt.

  • Die letzte Tanzhaus-Saison mit Catja Loepfe

    Die letzte Tanzhaus-Saison mit Catja Loepfe

    Die neue Spielzeit im Tanzhaus in Wipkingen hat begonnen. Es ist die letzte Saison unter der Leitung von Catja Loepfe, die das Tanzhaus seit 2014 prägt. Ab der Saison 2026/2027 werden Lisa Letnansky und Guillaume Guilherme die Leitung übernehmen (der «Wipkinger» berichtete).

    Dass sich diese Spielzeit laut Medienmitteilung vom Tanzhaus den «drängenden Fragen zur Zukunft unserer Welt widmet», zeigt sich auch im Ausblick auf das Jubiläum. Das Tanzhaus wird 30 Jahre alt – Dies wird einerseits mit dem Festival «MovingTowardsZero» im Juni 2026 gefeiert, das Kunst, Aktivismus und gemeinschaftliches Erleben zu einem utopischen Raum der Transformation vereint, wie auf der Website nachzulesen ist.


    Emilia Roig. (Foto: Mohamed Badarne)

    Andererseits eröffnet die gleichnamige Diskursreihe MovingTowardsZero #8 bis #1 bereits ab September 2025 einen Denk- und Begegnungsraum. In monatlichen Inputs mit internationalen Expert:innen zu Themen wie ökologischer Körperpraxis, dekolonialer Ökologie, Intersektionalität oder ethischer Berührung werden Brücken zwischen Theorie und Praxis geschlagen. Die Inputs sind öffentlich zugänglich, nach der Durchführung werden die Inhalte jeweils online auf der Tanzhaus-Website abrufbar sein.

    Das erste dieser Gespräche findet Ende September statt. Darin spricht die Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Mandy Abou Shoak mit der französischen Autorin und Aktivistin Emilia Roig über systemischen Wandel, persönliche Verantwortung und radikale Hoffnung.

    Ein Ausblick auf das Programm

    Am ersten Septemberwochenende gibt es im Tanzhaus eine Performance im Rahmen des Breakdance-Festivals «Breakthrough» zu sehen. Zudem gibt es zwei kostenlose Sharings, bei denen Künstler*innen Einblicke in ihre Prozesse geben: Malika Fankha mit dem Stück «No Place Like Home» und das choreografische Duo Rykena/Jüngst mit seinem Werk «Stripping Bolero».


    «De-Domestication» mit und von Soya the Cow und Uhura Bqueer. (Foto: Tarcisio Gabriel)

    Vom 24. bis 27. September wird «De-Domestication» gezeigt, eine Ko-Produktion mit dem Tanzhaus. Soya the Cow und Uhura Bqueer haben diese Queere Drag-Performance über globale Krisen gemeinsam erarbeitet: Eine Drag-Kuh aus den Alpen und ein Panther aus dem Amazonas treffen auf eine Welt im Ungleichgewicht. Die multimediale Performance verbindet Themen wie Monokulturen, Rinderzucht, koloniale Gewalt und Ökozid – poetisch, politisch und provokant.

    Am 26. September liest Emilia Roig aus ihrem Werk Lieben sowie einige Passagen aus dem neuen Buch LIEBER SOHN oder So rettest du die Welt, welches diesen Oktober erscheinen wird. Moderiert wird der Abend von Tanzhaus-Kompliz:in Daniel Hellmann aka Soya the Cow.


    «making a sullen roar» vom Schweizer Kollektiv dance me to the end und dem Choreografen Fabrice Mazliahdas. (Foto: Ralf Buron)

    In der ersten Hälfte Oktober bringt das Schweizer Kollektiv dance me to the end gemeinsam mit Choreograf Fabrice Mazliahdas «making a sullen roar» auf die Tanzhaus-Bühne. Das Stück erforscht Emotionen jenseits konventioneller Erzählweisen. Acht Tänzer:innen zwischen 60 und 70 Jahren verbinden individuelle Bewegungssprachen mit kollektiven Aushandlungen und lassen ein vielschichtiges Netz aus Klang, Bild und Assoziation entstehen. In einem Labor lädt das Kollektiv Ende Oktober professionelle und nicht-professionelle Tänzer*innen jeden Alters ein, an einer offenen Erkundung ihrer kreativen Prozesse teilzunehmen.


    «Flüstertüten» von Yasmine Hugonnet. (Foto: Lechat)

    Am 22. Oktober lassen bei «Flüstertüten» von Yasmine Hugonnet drei Performer:innen in einer magischen Kieferhöhle Tanz und Bauchrednerei verschmelzen. Stimmen wandern zwischen Körpern, verwandeln Hände und Füsse in Resonanzräume und öffnen eine imaginäre Landschaft zwischen Mythos, Sprache und Gegenwart. Das Stück ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
     
    Der November wird mit einer Verbindung von Postmodern Dance und Voguing eingeläutet: Mit «Judson Church Is Ringing in Harlem (Made-to-Measure)» schafft Trajal Harrell ein Werk für drei Tänzer, das den Minimalismus des Judson Dance Theaters mit der Extravaganz der Harlemer Ballroom-Szene zusammenführt. Improvisation, Jazz, Funk und Rhythm-and-Blues verschmelzen mit postmodernem Tanzvokabular und eröffnen neue ästhetische wie soziale Perspektiven.

    Quelle: www.tanzhaus-zuerich.ch

  • «malreden» ist für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert

    «malreden» ist für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert

    Der Verein Silbernetz Schweiz ermöglicht ein telefonisches Gesprächsangebot für ältere Menschen. Laut einer Medienmitteilung von «malreden» wurde dieses Angebot für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert.

    Diversität bedeutet, Unterschiede sichtbar zu machen und als Bereicherung in unserer Gesellschaft zu verstehen. Der bewusste Umgang mit dieser Vielfalt trägt zu sozialem Zusammenhalt und gleichberechtigter Teilhabe bei. Bei «malreden» wird Diversität seit Anbeginn grossgeschrieben.

    Dass das telefonische Gesprächsangebot für den renommierten «Swiss Diversity Award 2025» in der Kategorie «Age» nominiert ist, würdigt dieses Engagement für gelebte Vielfalt in der Schweizer Gesellschaft.

    Brücken zwischen Generationen und Lebenswelten

    «malreden» richtet sich an ältere Menschen, die sich Austausch und ein offenes Ohr wünschen. Es ist kostenlos, anonym, vertraulich und für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Hintergrund.

    Auch die Freiwilligen, die sich als Gesprächspartner*innen engagieren, spiegeln die Vielfalt der Gesellschaft wider. Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebenswegen bringen ihre persönlichen Erfahrungen ein und schaffen dadurch einen wertvollen Dialog.

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    Einsamkeit im Alter

    So baut «malreden» Brücken zwischen Generationen, Lebenswelten und fördert soziale Teilhabe im Alter. «Bei uns zählt nicht, wer man ist oder woher man kommt – entscheidend ist die Offenheit für ein Gespräch», sagt die Co-Geschäftsleiterin Eve Bino von malreden.

    Das Telefonangebot von «malreden» steht schweizweit auf Deutsch zur Verfügung. Dazu gehört das Alltagstelefon, ein Gesprächstandem und die Infovermittlung zu weiteren passenden Angeboten von Fachstellen oder Organisationen. Alle Anrufe auf die Nummer 0800 890 890 sind kostenlos, anonym und vertraulich.

    Unterstützt und finanziert wird das Telefonangebot von der Gesundheitsförderung Schweiz, diversen namhaften Stiftungen, durch die öffentliche Hand und Spendengelder.

    Der Award

    Der Award des Vereins Swiss Diversity zeichnet seit 2019 jährlich Persönlichkeiten, Organisationen und Projekte aus, die sich besonders für Vielfalt und Inklusion engagieren. Der diesjährige «Swiss Diversity Award» wird am 6. September 2025 im Kursaal Bern verliehen.

    Quelle: Medienmitteilung malreden