Autor: tka_admin

  • Das Openair Wipkingen lädt wieder an die Limmat

    Das Openair Wipkingen lädt wieder an die Limmat

    An zwei Tagen stehen nationale und internationale Acts auf der Bühne im Wipkingerpark. Zu den bekanntesten Namen im diesjährigen Programm gehören die deutsche Rapperin Haiyti und die Schweizer Reggae-Band Splendid.

    Ergänzt wird das Line-up durch Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Stilrichtungen – von Hip-Hop über Indie bis zu elektronischer Musik.

    Ein Festival für alle

    Das Openair Wipkingen wird vom gleichnamigen Verein organisiert und versteht sich als Quartierfestival für alle. Der Eintritt ist kostenlos. Neben den Konzerten sorgen verschiedene Verpflegungsstände für Festivalatmosphäre direkt an der Limmat.

    Das Festival startet am Freitag, 19. Juni, um 18 Uhr und am Samstag, 20. Juni, um 14 Uhr mit einem Kinderprogramm.

  • Sinfonietta Höngg: Klingendes Wort – beredter Klang

    Sinfonietta Höngg: Klingendes Wort – beredter Klang

    Vom spätantiken Seikilos-Epitaph über die Motette der Renaissance und Ausschnitte aus Beethovens 9. Sinfonie bis zu Mani Matters Sprachakrobatik und George Gershwins mitreissenden Rhythmen: die Sinfonietta Höngg laden gemeinsam mit dem St. Galler Vokalensemble Choropax zu Magie von Wort und Klang ein.

    Einige der wohl berühmtesten Stücke der Klassik überhaupt wechseln ab mit unbekannteren Werken, und sogar eine Uraufführung wird dargeboten.

    Serenade der Sinfonietta Höngg

    Unter der Leitung von Emanuel Rütsche und der Chorleitung von Martina Hofmann erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Notker Balbulus, Ludwig van Beethoven, Caroline Charrière, Gabriel Fauré, George Gershwin, Joseph Haydn, Nathalie Laesser Zweifel, Orlando di Lasso, Mani Matter, Modest Mussorgski und Ludwig Senfl.

    Sonntag, 21. Juni, 17 Uhr
    Ref. Kirchgemeindehaus
    Ackersteinstr. 190
    Eintritt frei – Kollekte
    Sinfonietta-hoengg.ch

  • Wartaufest 2026: Mit Sonnenschirm, Charme und Melone

    Wartaufest 2026: Mit Sonnenschirm, Charme und Melone

    Als im Sommer 2019 das erste Wartaufest mit Livemusik, Bingo und Pizza zum Selbermachen über die Bühne ging, war dies der Auftakt zu einem Quartierfest, das seither immer beliebter geworden ist. Getreu dem Ziel, in Höngg einen Ort der Begegnung zu schaffen, treffen sich seither immer mehr Menschen einmal jährlich bei der Remise Wartau. Über dem Fest steht die Wassermelone, die laut der IG Wartau für die «süssen Freuden des Sommers» steht.


    Vizepräsident der IG Wartau: Ronny Siev. (Foto: dad)

    Auch in diesem Jahr hatte die IG Wartau Wetterglück: Das dreitägige Fest begann am Freitagabend, 29. Mai, bei strahlendem Sonnenschein und regem Besucherandrang. Für besondere Stimmung sorgten die Auftritte auf der Bühne, die von Up Development gesponsert wurde; der Höngger Verein betreut nachhaltige Projekte im Bereich Berufsbildung und ökologische Landwirtschaft in Ghana. Auf dessen Bühne begeisterte bereits am ersten Abend die Band Ash-Lee mit ihren Mundartversionen bekannter Popsongs.


    Gute Stimmung am Wartaufest. (Foto: das)

    Albumtaufe und Abschiedstour

    Die Musik stand am diesjährigen Wartaufest besonders im Fokus. So wurde der Samstag mit einer Albumtaufe eröffnet: Die «Wilde Blaatere», die Musik für Kinder und Erwachsene machen, präsentierten ihr gleichnamiges Debütalbum und eroberten Jung und Alt im Sturm. Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger Fidel Aeberli lebt in Höngg.


    Die Band Wildi Blaatere bei ihrem Auftritt am Wartaufest. (Foto: dad)

    Am Abend folgten weitere Live-Acts, darunter die Höngger Sängerin Nadeen Lavie sowie die «Birthday Girls», die derzeit auf ihrer Abschiedstournee unterwegs sind. Hinter dem Namen verbergen sich vier Musiker, von denen zwei aus Höngg stammen. Die einst von SRF als «Best New Talent» ausgezeichnete Band sorgte auf dem Vorplatz der Tramremise für ausgelassene Stimmung. Auch der Sonntag bot Musik: «Arte Amina» brachte Jazz und Bossa Nova zur Wartau.  


    Die Höngger Sängerin Nadeen Lavie. (Foto: das)

    Die IG Wartau setzt auf Nachhaltigekit

    Neben dem musikalischen Programm kam auch das Kulinarische nicht zu kurz: Selbstverständlich standen Hönggerli auf der Karte, ebenso frisch zubereitete Crêpes eines Sternekochs. Dabei achtete die IG Wartau auf ein nachhaltiges Abfallkonzept mit wieder verwendbaren Gläsern und Bechern sowie biologisch abbaubares Geschirr.


    Am Wartaufest Ende Mai 2026. (Foto: das)

    Für die jüngsten Gäste gab es am Wartaufest märchenhafte Geschichten mit Sarah Betschart und das beliebte Preis-Fischen anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums der Wartau-Apotheke. Nicht fehlen durfte natürlich auch das traditionellen Bingo am Sonntag. So bot das Wartaufest einmal mehr eine gelungene Mischung aus Musik, Kulinarik und Quartierleben.

  • Das Frühlingsfest im Wohnzentrum Frankental bot einen Klang der Kulturen

    Das Frühlingsfest im Wohnzentrum Frankental bot einen Klang der Kulturen

    Damit die Gäste die Sonne am Frühlingsfest des Wohnzentrums Frankental entspannt geniessen konnten, wurden auf dem Festgelände zahlreiche Pavillons aufgestellt. Darunter liess es sich wunderbar verweilen, plaudern und das abwechslungsreiche Programm erleben.

    Bereits beim Betreten des Festgeländes tauchten die Besucherinnen und Besucher in eine kleine afrikanische Erlebniswelt ein. Eine liebevoll gestaltete Safari-Dekoration, Ballone sowie Darstellungen verschiedener afrikanischer Länder sorgten für eine besondere Atmosphäre.

    Ein echter Blickfang waren die Länderflaggen sämtlicher afrikanischer Staaten. Auf ihnen stand «En Guete» beziehungsweise «Guten Appetit» in den jeweiligen Landessprachen und auf Suaheli. Eine kreative und zugleich lehrreiche Idee.

    Musikalischer Höhepunkt

    Für den musikalischen Höhepunkt sorgte die afrikanische Live-Band Claudia Masika Trio. Mit ihren mitreissenden Rhythmen und stimmungsvollen Klängen brachte sie das Publikum zum Mitschwingen und Mitklatschen.

    Passend zum Motto wartete auch ein Wettbewerb auf die Gäste. Dabei galt es, verschiedene Instrumente zu erkennen. Und dann kam die grosse Schätzfrage: Wüssten Sie, wie viele Menschen auf dem Kontinent Afrika leben? Die Antworten reichten von vorsichtig geschätzt bis mutig geraten – und sorgten für manche angeregte Diskussion.

    Auch kulinarisch liess das Fest keine Wünsche offen. Zum Apéro wurden unter anderem Satayspiessli, Crevettenspiessli, Cevapcici, Antipasti, Tomaten-Mozzarella-Spiessli, Knoblibrot, Melonen, Minisandwiches, Bruschetta, Blätterteiggebäck und Chicoréeschiffli serviert. Dazu durfte natürlich ein sommerlicher Pina Colada – wahlweise mit oder ohne Alkohol – nicht fehlen.

    Ein solcher Anlass entsteht nicht von selbst

    Am Abend lockte der Grill mit feinen Würsten, Poulet, Steak und vegetarischen Köstlichkeiten. Ergänzt wurde das Angebot durch einen leckeren Couscous-Salat sowie weitere frische Salate. Wer danach noch Platz hatte, wurde mit einem Glacéwagen belohnt, der für die passende süsse Erfrischung sorgte.

    Ein solcher Anlass entsteht nicht von selbst. Organisiert wurde das Frühlingsfest von der Wohngruppe EG 414, die mit viel Herzblut und Engagement ein unvergessliches Fest auf die Beine stellte. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie von den Mitarbeitenden der Hotellerie, Hauswirtschaft, Küche und des Technischen Dienstes. Ihnen allen gebührt ein grosses Dankeschön.

    Das Frühlingsfest 2026 zeigte einmal mehr, wie bereichernd Begegnungen zwischen Menschen, Kulturen und Generationen sein können. Oder anders gesagt: Wenn Musik erklingt, feines Essen duftet und ein Glacéwagen vorfährt, spricht man eben eine Sprache, die alle verstehen.

    Eingesandt von Alexander Stein

  • Tief im Wald mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Tief im Wald mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Obwohl er nur wenige Zentimeter unter unseren Füssen liegt, ist der Waldboden für viele ein weitgehend unbekannter Lebensraum. Dabei sind Waldböden wahre Multitalente: Sie versorgen Bäume mit Nährstoffen, speichern enorme Mengen CO₂ im Humus, filtern Wasser und bieten unzähligen Organismen einen Lebensraum.

    Der Natur- und Vogelschutzverein Höngg lud Frank Hagedorn und Marco Walser von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf ein. Beide nehmen Interessierte mit auf eine faszinierende Expedition ins Erdreich.

    Auch ein Mikrofon wird eingesetzt

    Auf dieser Exkursion erhalten Interessierte spannende Einblicke in die Entstehung von Waldböden, die Vielfalt des Lebens im Dunkeln, die komplexen Netzwerke im Boden – und erfahren, warum gesunde Böden für uns und die Natur so wichtig sind.

    Die Filterwirkung des Waldbodens wird erlebbar, während sich – mithilfe eines hochempfindlichen Mikrofons – die Frass- und Bewegungsgeräusche seiner verborgenen Bewohner belauschen lassen. Am Ende der Exkursion erscheint der Waldboden in einem neuen Licht und offenbart seine erstaunlich lebendige Seite.

    Der Naturspaziergang

    Montag, 15. Juni, 18–20 Uhr
    Treffpunkt: Haltestelle Schützenhaus Höngg, Bus 38
    Ohne Voranmeldung – bei Starkregen findet die Veranstaltung nicht statt 

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  • Schulanlage Rütihof soll für die Einführung der Tagesschule umgebaut werden

    Schulanlage Rütihof soll für die Einführung der Tagesschule umgebaut werden

    Die Schulanlage (SA) Rütihof in Zürich-Höngg soll ab Frühling 2027 für die Einführung der Tagesschule umgebaut werden, wie die Stadt heute mitteilte. Die Stadt will die Küche und Betreuungsflächen im Obergeschoss des Betreuungstrakts vergrössern und so die Kapazität von heute 150 Mahlzeiten pro Tag auf 260 erhöhen.

    Über dem Verbindungstrakt zum Hauptgebäude entstehen neue Büro- und Lagerflächen. Auf dem Dach wird die bestehende Photovoltaikanlage angepasst und erweitert. Für den sommerlichen Wärmeschutz werden zudem die Storen des Betreuungstrakts ersetzt und automatisiert.

    Instandsetzungsarbeiten

    Da die Küche ab Baubeginn nicht mehr genutzt werden kann, richtet die Stadt im Erdgeschoss des Betreuungstrakts ein Provisorium für die Verpflegung der Schüler*innen ein.

    Zugleich sind Instandsetzungsarbeiten geplant: Die Linoleumböden werden ersetzt, Abhangdecken erneuert, die Beleuchtung auf LED umgerüstet, die Fassade gereinigt und der Betreuungstrakt mithilfe von Rampen hindernisfrei erschlossen.

    Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat für den Umbau der SA Rütihof neue einmalige Ausgaben von 4,97 Millionen Franken und beschliesst für die Instandsetzungsmassnahmen gebundene Ausgaben im Umfang von 1,03 Millionen Franken.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Ein Jahr Tagesschule

  • 100 Jahre «Höngger», Teil 5: 1966 bis 1976

    100 Jahre «Höngger», Teil 5: 1966 bis 1976

    Anton Moos, der den «Höngger» seit 1926 herausbrachte, die ersten Jahre mit seinem Bruder Franz, starb im November 1965 nach kurzer, schwerer Krankheit. Wir berichteten im Teil 4 des Jubiläumsrückblicks über seinen Werdegang. Nach seinem Tod blieben seine Frau Gertrude Moos und die Tochter, heute Marie-Antoinette Lauer, zurück. Es ging damals nicht nur um die Zeitung, sondern auch um die Buchdruckerei Moos, die im Wohnhaus an der Ackersteinstrasse 159 untergebracht war.

    Gertrude Moos übernahm daraufhin die Leitung. «Meine Mutter hat damals sehr viel Mut bewiesen», sagt Marie-Antoinette Lauer im Interview mit dem «Höngger». Frau Moos wollte die Druckerei im Sinne ihres verstorbenen Ehemanns weiterführen. Und das mit der Hilfe des Mitarbeiters Willy Lehmann. Aber sie stiess an ihre Grenzen. «Sie war nicht von der Branche und sie hatte als Frau einen schweren Stand in diesem Geschäft», so Marie-Antoinette Lauer.


    Auf dem Titel der letzten Ausgabe von Gertrude Moos wurde die Geschäftsübergabe mitgeteilt.

    Die Übernahme

    Es war eine Meldung in «Die Staatsbürgerin», einer Zeitschrift für politische Frauenbestrebungen, herausgegeben vom Verein Aktiver Staatsbürgerinnen. Darin vermeldete Getrude Moos: «Am 1. Oktober 1967 haben die Gebrüder Erich und Louis Egli die Buchdruckerei Anton Moos übernommen. Es ist mir ein grosses Bedürfnis, mich beim Frauenstimmrechtsverein Zürich für die langjährige Treue, auch nach dem Tode meines Mannes – trotz allen Schwierigkeiten, die ich zu bestehen hatte – herzlich zu bedanken.»

    Es falle ihr nicht leicht, von einem Wirkungskreis Abschied zu nehmen, mit dem sie und ihre Familie so lange verbunden waren. Sie wünschte den Gebrüdern Egli einen «verheissungsvollen Start und Erfolg in ihrem Bemühen um gute Qualitätsarbeit».

    Tatsächlich suchte Getrude Moos zunächst nach einem Geschäftsführer, der die Buchdruckerei sowie die Geschicke des «Hönggers» in die Hand nimmt – und sie traf auf Erich und Louis Egli aus Reiden, Luzern. Letzterer schlug Gertrude Moos vor, er könne das Geschäft mit seinem Bruder gemeinsam übernehmen. Die damals 29-jährigen Zwillinge kamen vom Fach:

    Bereits ihr Vater Alfred Egli war in dieser Branche erfolgreich (er war Geschäftsführer der Luzerner Nachrichten AG), die Söhne zogen nach: Erich bildete sich beim «Oltner Tagblatt» zum Drucker aus, Louis als Schriftsetzer bei Ringier in Zofingen. Gertrude Moos stimmte dem Verkauf zu und Louis Egli sagt heute offen, er habe den «Höngger» damals «gerettet». «Die Zeitung hatte nur noch zwei Seiten und die Maschinen waren veraltet», erinnert er sich.

    Erst einige Jahre später sollten die Brüder erfahren, dass es eine Verbindung zwischen ihrem Vater und dem «Höngger»-Gründer gab: Alfred Egli hat Anton Moos persönlich gekannt, denn sie hatten gegenseitig ihren «Gautschbrief», das Gesellenzeugnis der Drucker und Setzer, unterzeichnet.

    Eine neue Epoche beginnt

    Am 29. September 1967 erschien die letzte Ausgabe mit der Buchdruckerei Moos. Auf dem Titel die Meldung der Geschäftsübergabe sowie der Geschäftsübernahme. Sie war mit sechs Seiten gut bespielt; drei Seiten allein für Inserate. Die nachfolgende Nummer 1 der Gebrüder Egli, die nun von der Bruchdruckerei AG Höngg herausgegeben wurde, erschien am 6. Oktober 1967, ebenfalls produziert an der Ackersteinstrasse, aber mit moderner Schrift, und immer noch wöchentlich.

    Der Abonnementspreis betrug 8 Franken und einmal monatlich wurde «Der Höngger» gratis in die Höngger Briefkasten verteilt. Der Erscheinungsradius blieb bestehen: Höngg, Wipkingen, Affoltern, Ober- und Untereng-stringen, Weiningen, Regensdorf und Watt.

    Der Betrieb wurde familiär geführt: Die Ehefrauen Rita und Pia sowie Mutter Hedwig halfen tatkräftig in der neuen Firma mit. Inhaltlich blieben die Zwillinge dem Konzept vorerst treu. Vereinsnachrichten und Amtliches dominierten. Aber Erich und Louis Egli hatten viel vor. Bereits in der zweiten Ausgabe am 13. Oktober wurde die neue Buchdruckmaschine präsentiert (ein originaler Heidelberg Zylinderautomat).

    Obwohl die Brüder nicht aus Höngg kamen, wurden sie mit offenen Armen im «Dorf» empfangen. Unterstützt wurden sie vom Mitarbeiter Willy Lehmann, der ein gutes Wort für die Brüder einlegte. So fanden Erich und Louis Egli den Anschluss im Quartier. Und es gab vieles zu berichten.

    Alltag, Vereine und Quartierleben

    Betreffend dem Zeitungsinhalt verfolgten Erich und Louis Egli von Beginn an eine klare Linie: Alle Vereine, Institutionen und weiteren Akteure des Quartiers wurden eingeladen, Artikel einzureichen, die für Höngg relevant waren. Denn, so Louis Egli: «Wir konnten nur gewinnen, wenn wir mit den Inhalten lokal blieben. Und das haben wir geschafft.»

    Es gab keine Ambitionen, die grossen Tageszeitungen zu imitieren oder gar zu konkurrenzieren. Es ging ausschliesslich um Höngg und die Nachbarschaft. Dennoch wurde die Zeitung auch politischer. Louis Egli machte den Parteien jedoch klare Auflagen: Sämtliche Beiträge mussten ohne Diffamierung auskommen. Gleichzeitig erhielt die Zeitung eine gewisse Lockerheit und auch Biss, wenn etwa über die «angefressene PTT» geschrieben wurde.

    Dass in Höngg einiges los war, beweist der Blick in das Archiv. Ende 1967 wurde die Buslinie 80 eingeführt, gleichzeitig informierte man über den Neubau des Turnerhauses auf dem Hönggerberg. Im Jahr 1968 feierte der Dramatische Verein Waidberg – heute die Zürcher Freizeit-Bühne – sein 75-Jahr-Jubiläum, ein fester Bestandteil der Berichterstattung. Gespielt wurde «Der verkaufte Grossvater» von Franz Streicher und Schaggi Streuli.

    Auch die Kulturfilmgemeinde informierte regelmässig über ihr Programm. So wurde etwa im Oktober 1971 die deutsche Klamotte «Hurra, die Schule brennt» gezeigt – vorgeführt im Cinema Zentrum. Ebenso fanden Neueröffnungen von Handel und Gewerbe ihren Platz in der Zeitung. Dazu kam das «Salzkorn der Woche»: ein Kommentar zu allgemeinen Themen, gerne auch pointiert.

    Im März 1969 gratulierte die Zeitung schliesslich dem beliebten Pfarrer Paul Trautvetter zum 80. Geburtstag. Der Geistliche wurde bereits in der ersten Ausgabe von 1926 erwähnt. Mittlerweile wirkte er nicht mehr als Pfarrer, jedoch als Seelsorger im Altersheim Bombach. Ebenfalls berichtet wurde über den Bau der neuen Frankentalerstrasse und das 75-Jahr-Jubiläum des Samaritervereins Zürich-Höngg.

    Auch die «Rubrik für die Frau» machte von sich reden. Dort ging es etwa um den Umgang mit Hefeteig für einen Zopf; wobei ausdrücklich vermerkt wurde, dass dies durchaus auch Männersache sei. Berichtet wurde weiter über die fehlende Toilette am Meierhofplatz oder über das 1000. Mitglied im Verein Altersheim Höngg. Über die Fasnacht in Höngg und die Gründung des Vereins Zentrum Höngg.


    Auch Berichte über Mode gab es in den wilden Siebzigern im «Höngger».

    Über die neue Orgel in der Kirche Höngg oder ganz einfach über Mode: Damen- und Herrenbekleidung. Thema war auch das neue katholische Pfarreizentrum Heilig Geist, das 1973 eröffnet wurde, ebenso der Besuch der Miss Schweiz, Barbara Schoettlin, im «Limmatberg» im Jahr 1973 oder das neue Schützenhaus und die Schiessplatzgenossenschaft Höngg.

    Über die Einweihung des Schulhauses Vogtsrain im Jahr 1974, Erinnerungen an den «verträumten Weiler» namens Rütihof, oder darüber, wie der «Chranz» 1975 zur Heimat des Ortsmuseums Höngg wurde. Auch die Eröffnung der Galerie «Zentrum» fand Erwähnung – ein Fest für Kunstliebhaber. Und natürlich berichtete die Zeitung über das erste Höngger Wümmetfäscht im Jahr 1973.

    Immer wieder Thema waren die Wahlen – und entsprechend zahlreich die Inserate. Denn: «Vieles ist in Höngg und Wipkingen schlecht», behauptete 1970 der Landesring der Unabhängigen. Im Februar 1971 wurde dann bekanntlich vieles besser, und zwar landesweit: Auf Seite eins erschien der Artikel «Ein herzliches JA für unsere Frauen» – das Frauenstimmrecht wurde angenommen.

    Es gab auch Blicke über den Tellerrand. 1969 wurde etwa die «Rauschgiftsucht» thematisiert, unter dem Titel «Teufel an der Wand». Ebenso schrieb man über die Schweiz und ihre Beziehung zu Europa oder erhob ein «Zwischenzeugnis für den Bundesrat».

    Besuch vom Zürcher Kammerorchester

    Die Buchdruckerei AG entwickelte sich in diesen Jahren sehr erfolgreich: Nicht nur durch die Zeitung, sondern auch mit weiteren Aufträgen. Und so führten zehn erste geschäftige Jahre zum 50-Jahr-Jubiläum des «Hönggers». Ursprünglich hatten Erich und Louis Egli nicht im Sinn, diese Zahl gross zu feiern (mit Ausnahme der Sondernummer), aber der Zufall wollte es, dass ein befreundeter Geschäftspartner noch eine Art «Gutschein» vom Zürcher Kammerorchester zur Verfügung hatte.


    Das Plakat zum Jubiläumskonzert im Jahr 1976.

    Mit diesem war es möglich, das Orchester kostenfrei für einen Auftritt zu engagieren. Also organisierten die Gebrüder Egli ein Konzert in der reformierten Kirche, dirigiert wurde es von Edmond de Stoutz. «Die Kirche war voll besetzt», erinnert sich Louis Egli. Das Orchester spielte Werke von Leclair, Purcell, Schubert und Strawinsky.

    Es geht weiter

    Gedruckt wurde ab dem Jahr 1972 nicht mehr an der Ackersteinstrasse, denn, so Erich Egli, die Druckmaschinen waren zu laut. Gertrude Moos, Eigentümerin des Hauses, protestierte – und so zog man an die Pfingstweidstrasse 6 im Kreis 5. Dort wirkten Erich und Louis Egli weiter, quasi vor den Toren von Höngg.

    Privat fanden beide Familien übrigens nie eine Wohnung in Höngg, stattdessen lebten die Eglis in Dielsdorf. Das vermochte aber das Engagement in Höngg nicht zu beeinträchtigen. Der Abonnementspreis betrug mittlerweile 16 Franken.

    100 Jahre: das ZKO kehrt ­zurück!

    Das Zürcher Kammerorchester kam zum 50-Jahr-Jubiläum nach Höngg und begeisterte damals das Publikum. Nun kehrt es am 6. Novem­ber, 19 Uhr, für das 100-Jahr-Jubiläum zurück und tritt für uns in der Kirche Heilig Geist auf. Es spielt Werke von Corelli, Locatelli, Schubert und Strawinsky. Das Konzert wird ermöglicht dank der grosszügigen Unterstützung von Zweifel 1898. Karten können bei Eventfrog oder gegen Barzahlung bei der «Höngger Zeitung» bezogen werden.

    Das digitale Archiv: Dank an die Schmid-Wörner-Stiftung

    Stöbern, Recherchieren, Entdecken, Wiederfinden oder Suchen: 100 Jahre «Höngger Zeitung» bedeuten eine Menge Lesestoff – und gleichzeitig sind diese Informationen auch zeitgeschichtliche Dokumente. Die Zentralbibliothek Zürich hat im Auftrag der «Höngger Zeitung» sämtliche Ausgaben ab dem 1. Oktober 1926 eingescannt und stellt das digitale Archiv nun laufend kostenfrei auf ihrer Website zur Verfügung.

    Ein Vorhaben, das dank der Schmid-Wörner-Stiftung in Höngg realisierbar war, welche die Kosten übernommen hat. Die Stiftung unterstützt Kultur und Soziales, gemeinnützige Projekte und Institutionen sowie Bedürftige im Quartier Zürich-Höngg. Herzlichen Dank an den Stiftungsrat der Schmid-Wörner-Stiftung, der damit das digitale Archiv ermöglicht hat.

  • Fünftklässler treten zur Veloprüfung an

    Fünftklässler treten zur Veloprüfung an

    Vom Montag, 15., bis Freitag, 26. Juni findet in der Stadt Zürich die Veloprüfung für alle Kinder der 5. Klasse statt. Das Sicherheitsdepartement sowie das Schul- und Sportdepartement danken allen Verkehrsteilnehmenden im Voraus für ihre Rücksichtnahme, wie sie mitteilen.

    Seit vielen Jahren setzen sich Schulinstruktor*innen der Stadtpolizei Zürich – unterstützt von den Lehrpersonen – für die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmenden ein. Vom Kindergarten bis zur 2. Klasse steht die «Fussgängerausbildung» im Fokus, ab dem 3. Schuljahr rücken das Velofahren sowie die dazugehörenden Regeln und Signale ins Zentrum der Verkehrsinstruktion. Den Abschluss und den Höhepunkt bildet die seit 1947 jährlich stattfindende Veloprüfung in der 5. Klasse.

    Sicherheit erlangen die Kinder, indem sie bereits vor der Prüfung auf den Prüfungsstrecken üben können. Alle Veloprüfungsstrecken in der Stadt Zürich sind mit Verkehrsschildern gekennzeichnet.

    In Höngg findet die Veloprüfung am Mittwoch, 24. Juni, vormittags beim Schulhaus Bläsi statt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Vom Paradeplatz zur ESPAS

    Vom Paradeplatz zur ESPAS

    Rita Durschei hat die Stiftung ESPAS in unterschiedlichen Rollen, zuletzt als Geschäftsführerin, massgeblich geprägt. Per 1. Juni trat sie nun in den vorzeitigen Ruhestand – und übergab die Verantwortung ihrem Stellvertreter Michael Frei. Seit 13 Jahren ist er bei ESPAS tätig.

    Angefangen hat er in der Zweigstelle Richterswil als Zweigstellenleiter, im Jahr 2014 wurde er Teil der Geschäftsleitung und war zunächst Bereichsleiter der Zweigstellen Richterswil und Winterthur. Der stellvertretende Geschäftsführer des Gesamtbetriebs ist er seit zwei Jahren. Anfangs Juni zieht er sein Büro nun nach Höngg um – und berichtet dem «Höngger», was ihm bei seinem Job wichtig ist und welche Ziele er erreichen möchte.

    Michael Frei, die ESPAS ist mit 500 Beschäftigten ein grösserer Betrieb, aber in Höngg nicht sehr bekannt. Was macht Ihre Organisation genau?
    Michael Frei: Unser Betrieb ist eine Sozialunternehmung, die sich zwei Kernaufgaben widmet: einerseits der Integration von Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt, andererseits dem Angebot von angepassten Arbeitsplätzen für Menschen mit IV-Rente. Wir bieten berufliche Eingliederungsmassnahmen und Integrationsprogramme für rund 100 Personen an, können an unseren drei Standorten in Zürich, Richterswil und Winterthur rund 60 Lernende ausbilden und haben rund 260 Mitarbeitende in angepassten Arbeitsplätzen.

    Welche Dienstleistungen bieten Sie darüber hinaus an?
    Michael Frei: Wir sind auch ein professioneller Dienstleistungspartner und bieten mit unseren Beschäftigten eine breite Palette an verschiedenen Dienstleistungen für externe Kundschaft an: Wir haben in Höngg unter anderem eine Wäscherei, bieten einen professionellen Telefonservice, übernehmen Sekretariatsdienste für Vereine und die Lagerung und gesamte Bestellabwicklung für Webshops. Auch Versand und Konfektionierungsaufträge sind immer willkommen, wir übernehmen im Rahmen von Projekt Restwert den Verkauf gebrauchter Haushaltsgegenstände via Ricardo und führen ein firmeninternes Restaurant, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

    Ursprünglich waren Sie im Bankwesen tätig. Was hat sie bewogen, in den sozialen Bereich zu wechseln?
    Michael Frei: Richtig, ich war über 20 Jahren im Bankwesen, habe am Paradeplatz in Führungsfunktion bei einer Grossbank gearbeitet. Doch mit rund 40 Jahren hatte ich das Bedürfnis, etwas anderes zu machen – einen Job auszuüben, der mir mehr Sinnhaftigkeit gibt. Gleichzeitig reizte es mich weiterhin, in einer Führungsposition zu bleiben. Deswegen habe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als Zweigstellenleiter bei ESPAS beworben.

    Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?
    Michael Frei: Ja definitiv, ich schätze an meiner Tätigkeit sehr, etwas bewegen zu können und zu sehen, wie die eigene Arbeit Wirkung zeigt. Das hilft auch in anspruchsvollen Situationen. Und ich denke, der Slogan «Nah am Mensch, nah am Markt» passt sehr gut auf den Betrieb. Meine Tätigkeit hat nach wie vor sehr viele betriebswirtschaftliche Komponenten, doch jetzt steht der Mensch im Vordergrund.

    Eine neue Geschäftsleitung bringt oft neue Ideen mit. Haben Sie bereits konkrete Pläne?
    Michael Frei: Das sind jetzt nicht die ganz neuen Pläne, es ist jedoch klar, dass sich die ESPAS weiter wird entwickeln müssen. Das Umfeld verändert sich ständig. Wir sind als Betrieb auf Dienstleistungsaufträge von aussen angewiesen, und gerade in diesem Bereich ist, insbesondere mit dem Aufkommen von KI, alles im Fluss. Deshalb müssen wir unser Angebot stetig den neuen Bedürfnissen anpassen. Früher haben wir zum Beispiel öfter Versandarbeiten gemacht oder die Erfassung von Fragebögen für Umfragen. Diese Angebote sind eingebrochen.

    Was ist der Grund dafür?
    Michael Frei: Viele der klassischen Routinetätigkeiten sind mittlerweile weniger gefragt, werden automatisiert. In anderen Bereichen wächst dafür die Nachfrage – wie etwa bei den Webshops. Diese benötigen einerseits Lagerflächen für die Produkte, andererseits ein professionelles Management und Lagerlogistik. Da entstehen bei uns neue Herausforderungen und Aufgabenprofile.

    Rita Durschei, was hat sie bewogen, den Stab weiterzugeben?
    Rita Durschei: Ich habe sehr viele Jahre bei ESPAS gearbeitet, und irgendwann hatte ich das klare Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in den frühzeitigen Ruhestand zu treten. Für mich war es entscheidend, das Unternehmen in einer stabilen finanziellen Situation und mit einer engagierten, motivierten Belegschaft übergeben zu können. Dieses gute Gesamtbild hat mir den Abschied erleichtert.

    Wohin wird Ihr Weg Sie in Zukunft führen?
    Rita Durschei: Mein Weg führt mich in den Fluss der Entwicklung. Ich engagiere mich bewusst in Vereinen, in denen Bewegung, Veränderung und Weiterentwicklung gefragt ist. Es bereitet mir Freude, Neues zu entdecken und jeden Tag dazuzulernen. Dabei ist mir wichtig, dass auch die Kultur ihren festen Platz hat – sie inspiriert, verbindet und bereichert meinen Weg.

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  • Vom Paradeplatz zur ESPAS in Höngg

    Vom Paradeplatz zur ESPAS in Höngg

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    Angefangen hat er in der Zweigstelle Richterswil als Zweigstellenleiter, im Jahr 2014 wurde er Teil der Geschäftsleitung und war zunächst Bereichsleiter der Zweigstellen Richterswil und Winterthur. Der stellvertretende Geschäftsführer des Gesamtbetriebs ist er seit zwei Jahren. Anfangs Juni zieht er sein Büro nun nach Höngg um – und berichtet dem «Höngger», was ihm bei seinem Job wichtig ist und welche Ziele er erreichen möchte.

    Michael Frei, die ESPAS ist mit 500 Beschäftigten ein grösserer Betrieb, aber in Höngg nicht sehr bekannt. Was macht Ihre Organisation genau?
    Michael Frei: Unser Betrieb ist eine Sozialunternehmung, die sich zwei Kernaufgaben widmet: einerseits der Integration von Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt, andererseits dem Angebot von angepassten Arbeitsplätzen für Menschen mit IV-Rente. Wir bieten berufliche Eingliederungsmassnahmen und Integrationsprogramme für rund 100 Personen an, können an unseren drei Standorten in Zürich, Richterswil und Winterthur rund 60 Lernende ausbilden und haben rund 260 Mitarbeitende in angepassten Arbeitsplätzen.

    Welche Dienstleistungen bieten Sie darüber hinaus an?
    Michael Frei: Wir sind auch ein professioneller Dienstleistungspartner und bieten mit unseren Beschäftigten eine breite Palette an verschiedenen Dienstleistungen für externe Kundschaft an: Wir haben in Höngg unter anderem eine Wäscherei, bieten einen professionellen Telefonservice, übernehmen Sekretariatsdienste für Vereine und die Lagerung und gesamte Bestellabwicklung für Webshops. Auch Versand und Konfektionierungsaufträge sind immer willkommen, wir übernehmen im Rahmen von Projekt Restwert den Verkauf gebrauchter Haushaltsgegenstände via Ricardo und führen ein firmeninternes Restaurant, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

    Ursprünglich waren Sie im Bankwesen tätig. Was hat sie bewogen, in den sozialen Bereich zu wechseln?
    Michael Frei: Richtig, ich war über 20 Jahren im Bankwesen, habe am Paradeplatz in Führungsfunktion bei einer Grossbank gearbeitet. Doch mit rund 40 Jahren hatte ich das Bedürfnis, etwas anderes zu machen – einen Job auszuüben, der mir mehr Sinnhaftigkeit gibt. Gleichzeitig reizte es mich weiterhin, in einer Führungsposition zu bleiben. Deswegen habe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als Zweigstellenleiter bei ESPAS beworben.

    Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?
    Michael Frei: Ja definitiv, ich schätze an meiner Tätigkeit sehr, etwas bewegen zu können und zu sehen, wie die eigene Arbeit Wirkung zeigt. Das hilft auch in anspruchsvollen Situationen. Und ich denke, der Slogan «Nah am Mensch, nah am Markt» passt sehr gut auf den Betrieb. Meine Tätigkeit hat nach wie vor sehr viele betriebswirtschaftliche Komponenten, doch jetzt steht der Mensch im Vordergrund.

    Eine neue Geschäftsleitung bringt oft neue Ideen mit. Haben Sie bereits konkrete Pläne?
    Michael Frei: Das sind jetzt nicht die ganz neuen Pläne, es ist jedoch klar, dass sich die ESPAS weiter wird entwickeln müssen. Das Umfeld verändert sich ständig. Wir sind als Betrieb auf Dienstleistungsaufträge von aussen angewiesen, und gerade in diesem Bereich ist, insbesondere mit dem Aufkommen von KI, alles im Fluss. Deshalb müssen wir unser Angebot stetig den neuen Bedürfnissen anpassen. Früher haben wir zum Beispiel öfter Versandarbeiten gemacht oder die Erfassung von Fragebögen für Umfragen. Diese Angebote sind eingebrochen.

    Was ist der Grund dafür?
    Michael Frei: Viele der klassischen Routinetätigkeiten sind mittlerweile weniger gefragt, werden automatisiert. In anderen Bereichen wächst dafür die Nachfrage – wie etwa bei den Webshops. Diese benötigen einerseits Lagerflächen für die Produkte, andererseits ein professionelles Management und Lagerlogistik. Da entstehen bei uns neue Herausforderungen und Aufgabenprofile.

    Rita Durschei, was hat sie bewogen, den Stab weiterzugeben?
    Rita Durschei: Ich habe sehr viele Jahre bei ESPAS gearbeitet, und irgendwann hatte ich das klare Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in den frühzeitigen Ruhestand zu treten. Für mich war es entscheidend, das Unternehmen in einer stabilen finanziellen Situation und mit einer engagierten, motivierten Belegschaft übergeben zu können. Dieses gute Gesamtbild hat mir den Abschied erleichtert.

    Wohin wird Ihr Weg Sie in Zukunft führen?
    Rita Durschei: Mein Weg führt mich in den Fluss der Entwicklung. Ich engagiere mich bewusst in Vereinen, in denen Bewegung, Veränderung und Weiterentwicklung gefragt ist. Es bereitet mir Freude, Neues zu entdecken und jeden Tag dazuzulernen. Dabei ist mir wichtig, dass auch die Kultur ihren festen Platz hat – sie inspiriert, verbindet und bereichert meinen Weg.

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