Autor: tka_admin

  • Zürcher Déjà-vu in New York

    Zürcher Déjà-vu in New York

    Bezahlter Inhalt

    New York hat einen neuen Bürgermeister – und man könnte meinen, er habe in Zürich hospitiert. Mamdani heisst er und will alles gleich radikal umkrempeln.

    Zürcher Ideen in Manhattan

    Sein Programm liest sich wie die immer wiederkehrenden Gemeinderatsvorstösse aus der Limmatstadt: Gratis-Busse für alle – wir bekommen sie jetzt für einen Stutz pro Tag, was das mit der Infrastruktur und dem Fahrplan macht, steht in den Sternen –, Mietzinsdeckel, Steuerkeule für Reiche und Unternehmen. Das ganze linke Wunschrepertoire. Alles soll gerechter, nachhaltiger, sozialer werden – am liebsten gratis, ausser für jene, die’s bezahlen müssen.

    Die Resultate sind bekannt: mehr Bürokratie, weniger Eigenverantwortung, dafür jede Menge guter Gefühle. Fehlen nur noch die aufgemalten Ecken auf der Strasse für die Beizentische, dann wäre das Zürcher Modell komplett – Symbolpolitik inklusive.

    Vernünftige Budgets und gezieltes Sparen

    In den USA stand der Staat still – Shutdown. Bei uns läuft alles geordneter ab, mit Sparrunden und Budgetdebatten. Parlamente diskutieren, im besten Fall erreicht man Kompromisse. In Zürich hat man aber den Eindruck, das Budget werde seit Jahren bewusst aufgeblasen, wie um zu zeigen: Steuersenkungen, leider nein. Das muss aufhören. Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern ist Pflicht.

    Das heisst eben nicht, reflexartig immer mehr Geld zu verlangen, um es mit der Giesskanne zu verteilen, sondern clever wirtschaften, faire Rahmenbedingungen schaffen, pragmatisch handeln – und sparen.

    Weniger Staat, mehr Eigenverantwortung

    Apropos aufgeblasenes Budget: Der Staat lockt mit Vorzügen, die Private niemals bieten können, und entzieht der Privatwirtschaft Fachkräfte im grossen Stil. Das fängt beim Lohn an und hört beim Menstruationsurlaub (noch nicht) auf. Staatsjob als Komfortzone. Wer würde da also nicht wechseln wollen?

    Nur: Auch das bezahlen wir alle. Braucht es tatsächlich immer neue Stellen wie neustens für Erinnerungskultur?
    Was Zürich braucht, ist Mut zur Ehrlichkeit. Weniger Schönreden, mehr Hinschauen und die Beantwortung der Frage: Könnten wir auch mit etwas weniger Staat, aber mehr Eigenverantwortung leben?

    Nicole Barandun-Gross,
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    www.gewerbezuerich.ch

  • Fahrplanwechsel 2025: Alle Änderungen auf einen Blick

    Fahrplanwechsel 2025: Alle Änderungen auf einen Blick

    Abschied von der «13» und von der «89»: Der VBZ-Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 bringt generell historische Änderungen mit sich. Ganze 10 Tramlinien, 7 Buslinien und 24 Nachtnetzlinien erhalten Änderungen. Auch in Höngg gibt es Umstellungen.

    Alle Angebotsänderungen auf einen Blick

    Tramnetz Süd und Baustelle Bahnhofquai

    Linie 2: Schlieren, Geissweid via Bellevue nach Klusplatz
    Fährt ab Bellevue die Route der heutigen Linie 8

    Linie 4: Bahnhofstrasse/HB via Central – Bellevue nach Rehalp
    Fährt ab Bellevue über Balgrist die Route der heutigen Linie 11 nach Rehalp

    Linie 5: Laubegg – Paradeplatz – Bellevue – Bhf. Stadelhofen
    Ersetzt zwischen Stockerstrasse und Bürkliplatz die Linie 8

    Linie 6: Bahnhofplatz/HB nach Zoo
    Die Linie 6 fährt ab der Haltestelle Bahnhofplatz/HB statt Bahnhofstrasse/HB

    Linie 8: Hardturm via Bhf. Enge – Rentenanstalt nach Kirche Fluntern
    Sonntags: Weiter bis Zoo
    Ersetzt ab Bhf. Enge die Strecke der bisherigen Linie 5

    Linie 10: Bahnhofstrasse/HB nach Zürich Flughafen
    Die Linie 10 fährt ab der Haltestelle Bahnhofstrasse/HB statt Bahnhofplatz/HB

    Linie 11: Bahnhofstrasse/HB via Paradeplatz – Bellevue nach Bhf. Tiefenbrunnen
    Ersetzt ab Bellevue die bisherigen Linien 2 und 4

    Linie 15: Bahnhofstrasse/HB via Central Bellevue nach Bhf. Tiefenbrunnen
    Ersetzt ab Bellevue die bisherigen Linien 2 und 4

    Linie 17: Werdhölzli via Sihlquai/HB Stampfenbachplatz nach Bucheggplatz

    Tram-Bau-Linie 50: Frankental – Sihlquai/HB – Bucheggplatz – Bhf. Oerlikon – Auzelg
    Ersetzt nördlich des Hauptbahnhofs die Linien 13 und 11

    Tram-Bau-Linie 51: Bhf. Altstetten Nord – Sihlquai/HB – Milchbuck – Sternen Oerlikon
    – Seebach
    Ersetzt nördlich des Hauptbahnhofs die Linien 4 und 14

    Linienwechsel am Hauptbahnhof auf Grund der Baustelle Bahnhofquai

    Linie 4 (Rehalp – Central – Bahnhofstrasse/HB) wird an der Bahnhofstrasse zur Linie 13
    (Bahnhofstrasse/HB – Bhf. Enge – Albisgütli). Beide Linien verkehren in den Hauptverkehrszeiten im engeren Takt.

    Linie 6 (Zoo – Bahnhofplatz/HB) wird am Bahnhofplatz zur Linie 14 (Bahnhofplatz/HB – Stauffacher – Triemli)

    Linie 11 (Bahnhof Tiefenbrunnen – Paradeplatz – Bahnhofstrasse/HB) wird an der Bahnhofstrasse zur Linie 15 (Bahnhofstrasse/HB – Central – Bhf. Tiefenbrunnen)

    Busnetz Zürich West

    Die Linien 89, 78 und 45 (bisher 35) werden verlängert und einzelne Teilstrecken getauscht:

    Linie 89 fährt neu nach Unterengstringen (Ersatz Linie 304)
    Linie 78 fährt neu nach Heizenholz
    Linie 45 neu nach Werdhölzli

    Weitere Anpassungen in der Stadt Zürich

    Neue Linie 44 zur Hauptverkehrszeit (ETH Hönggerberg via Bhf. Affoltern nach Reckenholz)

    Nachtnetz

    Schliessung von Lücken im Netz: Zum Beispiel am Zürichberg mit der neuen Linie N33 oder vom Bellevue Richtung Bhf. Enge (N5) und Stauffacher (N9)

    Längere Betriebszeiten: zusätzliche Fahrten nach 4 Uhr auf diversen Nachtlinien

    Linienführungen und -Nummern werden ans neue Tagnetz angepasst.

    N10 fährt neu immer zum Flughafen

    Ausblick Fahrplanwechsel Dezember 2026

    Nach Abschluss der Baustelle Bahnhofquai im Dezember 2026 wird das Tramnetz Süd vollumfänglich eingeführt:

    Die Linie 4 fährt wieder bis Bhf. Altstetten Nord, die Linie 13 bis Frankental.

    Die Linie 5 wird nach Rehalp verlängert und fährt zusätzlich in der Hauptverkehrszeit
    nach Albisgütli.

    Die Linie 11 verkehrt erneut bis Auzelg, die Linie 14 bis Seebach.

    Die Linie 17 fährt in der Hauptverkehrszeit auf der Strecke Werdhölzli – Bahnhofquai/HB – Paradeplatz – Bhf. Selnau – Stauffacher – Bhf. Wiedikon.

    Die Tram-Bau-Linien 50 und 51 werden eingestellt.

    Die Linienwechsel rund um den Hauptbahnhof werden aufgehoben.

    Quelle: Medienmitteilung VBZ

    Weitere Informationen

     Website der VBZ: fahrplanwechsel.vbz.ch

  • Sie sind die Zukunft

    Sie sind die Zukunft

    Einmal im Jahr findet der nationale Zukunftstag statt. Dann erhalten die Kinder der 5. bis 7. Klasse die Gelegenheit, einen Tag statt auf der Schulbank in einem Betrieb ihrer Wahl zu verbringen, um Berufe kennenzulernen. Auch der «Höngger» erhielt Besuch: Sarah Baumgartner und Jaden Mpangalah, beide aus der sechsten Klasse der Schule Vogtsrain, sowie Evelin Grundlehner aus der ersten Sekundarstufe Lachenzelg wollten die Arbeit einer Lokalredaktion kennenlernen.

    Es erwartete sie ein voller Arbeitstag, der um 8.30 Uhr startete. Sie erhielten Einblicke in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche: vom Texte verfassen über die Planung der nächsten Ausgabe – inklusive Redaktionssitzung – und die Akquise von Inseraten bis hin zu Layout und Druck sowie dem Auftritt in den sozialen Medien.

    Nach so viel Theorie waren die drei dann schliesslich selbst gefragt: Sie erhielten den Auftrag, für den Nachmittag ein Interview mit den Zukunftstag-Jugendlichen im Wohnzentrum Frankental vorzubereiten. Dazu gehörte auch, sich mit der Fotokamera vertraut zu machen. Für Instagram sollte schliesslich der Tag in kurzen Videos festgehalten werden.

    Voller Elan

    Nach der Mittagspause bei wunderarem Sonnenschein stand dann das Interview auf dem Programm. Sieben Jugendliche verbrachten den Zukunftstag im Wohnzentrum Frankental und standen dem «Höngger»-Team Rede und Antwort. Keine ganz leichte Aufgabe, mit so vielen Leuten gleichzeitig ein Interview zu führen! Die drei bewältigten ihren Job jedoch mit Bravour und machten sich danach im Büro an die Kernaufgabe: das Verfassen eines Textes (siehe unten).

    Und weil alle schnell und konzentriert arbeiteten, war anschliessend sogar noch Zeit, die Umfrage durchzuführen, nämlich auf der Strasse die Leute zu einem bestimmten Thema zu befragen (siehe Höngger Ausgabe vom 20. November 2025). Der Elan freute die begleitende Redaktorin, vor allem, weil eine Befragung sie selbst manchmal einiges an Überwindung kostet.

    Und selbst als auch diese Texte in den Computer eingetippt, die Fotos hochgeladen und bearbeitet waren, waren die drei Höngger Kinder noch immer voller Tatendrang. Doch der Zukunftstag neigte sich bereits dem Ende zu. Aus Sicht der Redaktion war dies ein äusserst spannender, spassiger und kurzweiliger Arbeitstag. Sollten die drei tatsächlich Ambitionen haben, in den Lokaljournalismus einzusteigen, sind sie in ein paar Jahren herzlich willkommen.


    Interviewtermin im Frankental: Die sieben Jugendlichen werden über ihre Erfahrungen am Zukunftstag befragt. (Foto: Jaden Mpangalah)

    Zu Besuch im Wohnzentrum Frankental

    Am Zukunftstag stand für Sarah, Evelin und Jaden ein Interviewtermin im Wohnzentrum Frankental auf dem Programm. Und anschliessend musste das Gespräch zu Papier gebracht werden.

    Wir waren im Wohnzentrum Frankental und haben mit den Kindern, die den Zukunftstag dort verbracht haben, ein Interview gemacht. Im Wohnzentrum wohnen 41 Menschen, die Hilfe brauchen. Die sieben Kinder haben dort den Tag verbracht und reingeschaut. Zum Beispiel in die Physiotherapie, was die meisten sehr spannend fanden.

    Sie waren 10 bis 14 Jahre alt und kamen nicht alle aus Höngg, sondern auch aus Uster und dem Aargau. Am Anfang haben sie einen Plan bekommen und haben ihn gut befolgt. Sie sind alleine zu den beeinträchtigten Leuten gegangen und haben ihnen zugeschaut, wie sie Übungen machen und auch geholfen. Manche der Kinder wollen später in der Pflege arbeiten.

    Nachdem wir sie gefragt haben, was ihre Traumjobs sind, hat Kai gesagt, dass er sich auf jeden Fall vorstellen könnte, im Wohnzentrum Frankental zu arbeiten. Anael will Mechaniker werden. Ein Mädchen will als Lehrerin arbeiten, aber weil ihre Mutter im Wohnzentrum angestellt ist, hat sie mal ausprobiert, wie es ist, hier zu arbeiten. Der Tag hat den Kindern gut gefallen.

    Das Frankental hat den Zukunftstag zum ersten Mal durchgeführt. Die Jugendlichen haben sich auf der Website vom Zukunftstag angemeldet. Nächstes Jahr will das Frankental wieder mitmachen.

    Ein Artikel von Evelin Grundlehner, Jaden Mpangalah und Sarah Baumgartner

  • Reha-Kliniken beim Stadtspital Waid und Triemli

    Reha-Kliniken beim Stadtspital Waid und Triemli

    Gemäss einer Medienmitteilung der Stadt Zürich erteilte der Regierungsrat des Kantons Zürich bereits im Jahr 2022 die Leistungsaufträge für die stationären Rehabilitationsangebote am Stadtspital Waid und am Stadtspital Triemli. Der Aufbau der Zentren wurde jedoch durch eine Beschwerde des Kantons Thurgau verzögert. Wie die Stadt nun mitteilt, hat das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde abgewiesen, so dass die Rehabilitationskliniken jetzt aufgebaut werden können.

    Dabei wird die Klinik im Stadtspital Waid in Wipkingen gemäss den Informationen der Stadt in Zusammenarbeit mit ZURZACH Care innerhalb der bestehenden Räumlichkeiten des Stadtspitals aufgebaut. Geplant sind rund 40 Betten, die dafür notwendigen räumlichen Umstrukturierungen hat das Stadtspital in den vergangenen zwei Jahren bereits vorangetrieben.

    Partnerschaft mit Valens

    Im Triemli wird die Rehaklinik dahingegen in einem Neubau entstehen, welcher durch die Klinikgruppe Valens in enger Partnerschaft mit dem Stadtspital gebaut und betrieben werden soll. Bereits heute besteht innerhalb der bestehenden Spitalinfrastruktur eine ambulante Rehabilitation, welche durch die Klinikgruppe betrieben wird.

    In der neuen stationären Klinik soll der Medienmitteilung zufolge Platz für 140 Patient*innen entstehen. Geplant ist ein Angebot in den Bereichen muskuloskelettale, neurologische, kardiologische, pulmonale und internistisch-onkologische Rehabilitation. Die Eröffnung ist für 2028 vorgesehen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Tempo 30 auf der Rosengartenbrücke

    Tempo 30 auf der Rosengartenbrücke

    Im Amtsblatt der Stadt Zürich vom 12. November ist die Rosengartenbrücke sowohl unter den Strassenbauprojekten als auch bei den Verkehrsvorschriften aufgeführt. Gemäss der Planauflage zum Strassenbauprojekt werde die Lärmgrenzwerte im Abschnitt Nordstrasse (Höhe Lehensteig) bis Nordstrasse (Höhe Röschibachsteig) überschritten.

    Das städtische Gesamtkonzept «Strassenlärmsanierung 3. Etappe» sieht deshalb für diesen Strassenabschnitt die Einführung von Tempo 30 vor. Sollten die Lärmgrenzwerte trotz Tempo 30 künftig weiterhin dauerhaft überschritten bleiben, wird eine Herabsetzung der genehmigten Sanierungserleichterungen beantragt.

    Der aufgelegte Bericht zeigt zudem, welche Gebäude weiterhin von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind und welche neu unter den Grenzwerten liegen. Die Einführung von Tempo 30 erfolgt durch reine Signalisations- und Markierungsanpassungen; bauliche Massnahmen sind nicht vorgesehen.

    In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls am 12. November eine permanente Verkehrsvorschrift ausgeschrieben. Diese sieht vor, dass die bestehende Zone «Röschibach», in der die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer beschränkt ist, um den Abschnitt Rosengartenbrücke erweitert wird.

    Gegen diese Verfügung (Verkehrsvorschrift) kann innert 30 Tagen – also bis Mitte Dezember – beim Stadtrat Zürich schriftlich ein Begehren um Neubeurteilung eingereicht werden. Das Strassenbauprojekt selbst ist bis Montag, 15. Dezember, öffentlich einsehbar. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich beim Tiefbauamt der Stadt Zürich Einsprache erhoben werden.

    Quelle: Städtisches Amtsblatt

  • «Ich sehe mich auch als Gastgeberin»

    «Ich sehe mich auch als Gastgeberin»

    Die Kirchenkreiskommissionen leiten strategisch das kirchliche Leben im Auftrag der Kirchenpflege der reformierten Kirche der Stadt Zürich. Im Gremium des Kirchenkreises zehn (Wipkingen, Höngg und Oberengstringen) sind derzeit sieben Personen vertreten, von denen vier im neuen Jahr nicht mehr antreten: Es sind dies Präsident David Brockhaus, Stefanie Bittmann, Anita Thomae und Christina Röcke. Nun werden Kandidierende für die Nachfolge und für eine Amtsdauer von vier Jahren gesucht. Weiterhin dabei bleiben Roland Aeschlimann, Harry Krarrer und Gudula Matzner. Letztere erzählt, welche Aufgaben in diesem Amt enthalten sind.

    Frau Matzner, welche Rolle spielt die Kirchenkreiskommission?

    Gudula Matzner: Im Gremium sind von Gemeindemitgliedern unseres Kirchenkreises gewählte Personen. Die Voraussetzung dafür ist die Zugehörigkeit zur reformierten Kirche. Weiter sind das Pfarramt, die Betriebsleitung und Mitarbeitende mit Delegierten vertreten. Ich sehe uns als Brücke zwischen der Kirchenpflege und den Gemeindemitgliedern. Wir alle haben ein zugeteiltes Ressort: Ressourcen, religionspädagogisches Gesamtkonzept und Jugend, Kirchenkreisentwicklung, Erwachsene, Bildung und Kultur, Gottesdienst, Spiritualität und Musik, Präsidium sowie Familie und Generationen, was meines ist. Unsere Aufgabe ist die Gemeindeentwicklung im Kirchenkreis zehn und damit auch in der reformierten Kirchgemeinde.

    Wie kamen Sie damals in die Kommission?

    Ich wurde von Pfarrerin Anne-Marie Müller angefragt, sie kannte mich bereits als Leiterin Beschäftigung und Aktivierung im Wohnzentrum Frankental. Etwas überrascht hat mich zunächst, dass das Engagement honoriert wird, das ist in meinem Heimatland Deutschland anders. Ungeachtet dessen war ich an der Aufgabe sehr interessiert. Ich bekomme hier die Möglichkeit, mich mit meinen Fähigkeiten und Ideen einzubringen, das macht mir Spass.

    Wie hoch ist der Zeitaufwand für ein solches Amt?

    Zunächst stehen zahlreiche Sitzungen und Besprechungen an, dazu kommen weitere Termine, wie etwa eine Pfarrwahl mit dem entsprechenden Rekrutierungsverfahren. Auch das Ausstellen von Zeugnissen für Pfarrpersonen, zusammen mit dem Präsidenten, kommt vor, wenn es mein Ressort betrifft. Entscheidungen treffen wir jedoch nie allein, sondern stets im Gremium. Zudem sind wir in die Organisation verschiedener Veranstaltungen eingebunden und bringen uns aktiv ein, etwa beim grossen Freiwilligen-Fest.

    Gibt es Aufgaben, die Sie besonders mögen?

    Es sind die Einsätze vor Ort, die mir viel geben, etwa der Kirchendienst. Wir heissen die Menschen im Gottesdienst willkommen, achten auf die Kollekte oder die Spielecke. Ich persönlich sehe mich dort auch als Gastgeberin. Ebenso im anschliessenden «Chilekafi»: Dort erlebe ich wertvolle Gespräche. Aber auch Dankbarkeit und Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Zudem halte ich unsere Präsenz für wichtig. Wir erhalten Informationen und beantworten Fragen.

    Welche Themen werden künftig die Kommission beschäftigen?

    Wichtig werden unsere Immobilien und deren Nutzung. Es gibt mittlerweile Vorgaben, wie die Gebäude ausgenutzt sein sollen. Beim Sonnegg ist das erfüllt, aber bei anderen nicht. Da gilt es, Lösungen zu suchen, die vielleicht nicht populär sind. Ein weiteres Thema, das aber auch in dieses einfliesst, ist der «Grüne Güggel». Dort bin ich als ausgebildete Umweltberaterin dabei. Das ist ein Umweltmanagementsystem, das kirchlichen Einrichtungen hilft, ihre Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren. Die reformierte Kirchgemeinde Zürich will dies in den Kreisen umsetzen. Das hat oft tiefgreifende Einwirkungen.

    Wie steht es um das Thema Austritte?

    Wir fragen uns ganz gezielt: Was können wir machen, um jüngere Menschen und weitere Zielgruppen zu erreichen? Es gab am Visionstag, der sich den genannten Änderungen annahm, ein spannendes Feedback. Die Kirche solle nicht nur die religiöse Sicht behandeln, sondern auch weitere Weltbilder miteinbeziehen. Es gibt ja nicht nur eine Art der Spiritualität, sondern viele weitere. Jüngere Generationen, gerade die Familien, bringen Ideen ein, dabei stehen Naturerleben und gemeinsame Mahlzeiten oft im Vordergrund.

    Das Amt scheint sehr lebendig zu sein.

    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir uns im Umbruch befinden. Aber ich fühle mich trotz dieser grossen Herausforderungen in meiner Aufgabe für den Kirchenkreis zehn sehr wohl. Ich hoffe, dass die neuen Mitglieder im Gremium dies auch so empfinden werden.

    Infoabend Kirchenkreiskommission

    Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr
    Sonnegg Höngg

    Weitere Informationen:
    kk10.ch/veranstaltung/83036

    Hintergrund

    Die reformierte Kirche ist als Parlamentsgemeinde organisiert, mit einer siebenköpfigen Kirchenpflege als Exekutive und einem 45-köpfigen Kirchgemeindeparlament als Legislative. Die reformierte Kirche der Stadt Zürich ist in zehn Kirchenkreise gegliedert. Diese Kirchenkreise sind Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit. Jeder Kirchenkreis hat eine Kirchenkreiskommission, die der Kirchenpflege unterstellt ist. (Quelle: reformierte Kirche Zürich)

  • Modern Times

    Modern Times

    Ich staune ja immer wieder, wozu unsere modernen Geräte in der Lage sind. Ohne mein Mobiltelefon wäre ich komplett aufgeschmissen. Ich könnte keine Rechnungen mehr bezahlen, würde am Morgen verschlafen, Tickets für meine Reisen könnte ich nicht mehr bequem in der App kaufen und wüsste nicht, welches die schnellste ÖV-Verbindung ist. Beim Kochen müsste ich wieder ein Kochbuch benutzen und schliesslich hätte ich auch nicht mehr die Gelegenheit, zu überprüfen, ob meine Kinder nachts sicher nach Hause kommen. Alles altbekannt und Fluch und Segen zugleich.

    Aber das soll heute nicht das Thema sein. Mich beschäftigt vielmehr, was mein Handy alles so hinter meinem Rücken anstellt. Dass es öfter mal aus meiner Hosentasche Bekannte und vor allem meine Kinder anruft, ohne dass ich das merke, habe ich schon akzeptiert. Liegt vielleicht auch ein bisschen an meiner Nachlässigkeit, die es versäumt, die Tastensperre einzuschalten. Das ist quasi eine Einladung zu heimlichen Telefongesprächen, auch wenn das Handy meistens ausser blödem Rascheln erstaunlich wenig zu sagen hat.

    Manchmal verschickt es aber stattdessen auch per WhatsApp Emojis, da wird’s schon ein bisschen peinlicher. Einmal hat es zum Beispiel meiner Tochter ungefähr 20 «I love you»-Sticker geschickt, nachdem wir kurz gechattet hatten. Meine Tochter hat sich gewundert. Und ich war erleichtert, dass die Empfängerin «nur» sie war und nicht der Zahnarzt, der mich kurz zuvor wegen eines Termins kontaktiert hatte.

    Letzte Woche aber, da hat das Handy komplett übertrieben. Ich war gemütlich zu Hause und hab mir ein paar Instagram-Reels angesehen. Nur so zum Zeitvertreib. Plötzlich war der Ton weg. Ich drehte die Lautstärke auf, wechselte zu anderen Videos – nix geschah. Ich probierte es bei Netflix, doch auch hier nur stumme Konversationen. Auch meine Sprachnachrichten konnte ich nicht mehr abhören. Stattdessen fiel mir aber ein dumpfes Gemurmel aus irgendeinem anderen Raum auf. War eines der Kinder am Telefon? Nein, ich war alleine zu Hause. Seltsam. Ich wechselte nochmals zu Instagram und hörte nun tatsächlich den Ton zum Video aus der Ferne erklingen. Aber von wo? Vermutlich war noch einer der Lautsprecher in der Wohnung mit meinem Handy verbunden. Sei’s drum, ich legte das Handy zur Seite und vergass den Vorfall.

    Bis mir der Nachbar von oben schrieb: «Hallo Dagmar», las ich, «ich kann deine Sprachnachrichten aus der Deckenlampe meiner Tochter hören.» Daher kamen also die dumpfen Geräusche – von der Wohnung über mir!

    Mein Handy hatte sich erdreistet, sich via Bluetooth mit der Lautsprecherlampe der Nachbarn zu verbinden! Unaufgefordert. Und schlimmer noch, ich hatte nicht mal die Chance, die Verbindung zu trennen, denn in der Liste der verbundenen Geräte war keine Lautsprecherlampe zu erkennen.

    Es blieb mir nichts anderes übrig, als mein Handy zu packen, fluchtartig die Wohnung zu verlassen und so die Verbindung zwischen den Geräten zu trennen. Zum Glück haben die beiden seither keinen Versuch mehr unternommen, sich zusammenzuschliessen. Aber ein gewisses Misstrauen ist geblieben. Wer weiss, was das Gerät sonst noch so ausheckt!

  • Zürich atmet durch: Lungen-Check und Gesundheitstipps

    Zürich atmet durch: Lungen-Check und Gesundheitstipps

    Lungen-Check auf der Rathausbrücke: Während drei Tagen im November steht der Luftibus im Herzen von Zürich und bietet Lungen-Checks. Am Public-Health-Stand gibt es zudem Tipps für eine gesunde Lunge. Eine Medienmitteilung der Stadt Zürich informiert über diese kostenlose Präventionsaktion von Lunge Zürich und den Städtischen Gesundheitsdiensten.

    Wie auf der Website von Lunge Zürich nachzulesen ist, leistet der Verein seit über 30 Jahren mit dem LuftiBus einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung und Früherkennung von Lungenkrankheiten: «In diesem Zeitraum haben wir bereits mehr als 190’000 Personen bezüglich Ihrer Lungenfunktion getestet.»

    Einfach und unkompliziert: Lungen-Check im LuftiBus

    Lungenfunktionstests helfen, Erkrankungen wie COPD oder Asthma frühzeitig zu erkennen. Im LuftiBus wird die kleine Lungenfunktionsmessung, auch Spirometrie genannt, durchgeführt. Dieser Test ist einfach, unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Das LuftiBus-Team erklärt Ihnen nach dem Test die Ergebnisse. Das Team stellt dabei keine Diagnosen; bei auffälligen Ergebnissen wird eine vertiefte Abklärung bei einer Lungenfachperson empfohlen.

    Laut Medienmitteilung wird besonders für Risikogruppen empfohlen, regelmässig einen Lungenfunktionstest zu machen. Zu diesen Risikogruppen gehören Personen, die häufig husten, rauchen und über 45 Jahre alt sind, bei raschem Gehen Atemnot bekommen oder bereits wegen einer Lungenkrankheit in Behandlung sind.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich, Website Lunge Zürich

    Der Lungen-Check

    19., 20. und 21. November, jeweils 9–16 Uhr
    Rathausbrücke (Gemüsebrücke), 8001 Zürich
     
    Eintritt: Gratis

    Eine Anmeldung ist nicht nötig. Es kann zu Wartezeiten kommen.

    Ideal für: Erwachsene, Familien, Senior*innen

     

  • «Baumzeit» im Gartencenter Hoffmann

    «Baumzeit» im Gartencenter Hoffmann

    Auch dieses Jahr wird die Weihnachtsausstellung im Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen die Besucher verzaubern. Zauberhafte Momente und ganz viel Vorfreude auf Weihnachten stehen im Zentrum der schönen Ausstellung. Olivia Hoffmann und ihr Team präsentierten an der Adventsausstellung vergangenen Jahres erstmals ihre neu konzipierten Floristikshows. Und das Publikum war begeistert.

    Grund genug für eine Neuauflage: An beiden Tagen der Adventsausstellung (22. und 23. November) finden zwei Floristikshows (11 Uhr und 15 Uhr) statt. «Wir präsentieren live auf der Bühne Handwerkskunst und zeigen, wie wir Adventskränze sowie generell Produkte rund um den Advent und Weihnachten gestalten», so Olivia Hoffmann.


    Auch dieses Jahr gibt es eine Weihnachtsausstellung im Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen. (Foto: zvg)

    In der Weihnachtsboutique

    Wunderschöne Weihnachtsartikel funkeln mit traumhafter Festtagsdekoration um die Wette und machen die Kaufentscheidung nicht ganz einfach: Grossartige Gestecke, Adventskränze, Weihnachtssterne und vielerlei traditionelle Kreationen finden sich im liebevoll dekorierten Blumenladen. Fehlen darf dabei die üppig ausgestattete Weihnachtsboutique nicht – auch sie ist ein Klassiker bei Hoffmann. Ein grosses Sortiment an schönsten Deko-Ideen für zu Hause.

    Genussvolle Kulinarik und Ponyreiten

    Und für die, die sich zwischendurch eine Ruhepause gönnen, finden sich im wundervoll dekorierten Areal des Gartencenters viele kulinarische Leckerbissen: Vom Gartenbistro-Grill mit gebrutzelten Köstlichkeiten, über Raclette bis hin zu einem guten Glas Wein oder Glühwein. Für die kleinen Pony-Begeisterten stehen an beiden Tagen von 11 bis 16 Uhr Ponys für eine kleine Tour durch das Gartencenter bereit.

    Die Adventsausstellung

    Samstag, 22. November, 10 bis 17 Uhr
    Sonntag, 23. November, 10 bis 17 Uhr

    Untere Bergstrasse 11, 8103 Unterengstringen

    gartencenter-hoffmann.ch/advent

  • Biene Maja im Konkurrenzkampf?

    Biene Maja im Konkurrenzkampf?

    Mitte September hat die Stadt Zürich bekannt gegeben, die Honigbienenhaltung auf städtischem Boden nicht mehr weiter zu fördern. Wer auf Stadtgebiet einen Honigbienenstand betreibt, darf diesen zwar auch in Zukunft noch weiterführen, solange der Pachtvertrag läuft. Doch wenn ein Vertrag ausläuft oder gekündigt wird, werden keine neuen Bienenstände mehr bewilligt. Grün Stadt Zürich empfiehlt daher, in Zukunft keine neuen Bienenstände auf städtischen Grundstücken zuzulassen. Bereits bestehende Bienenstände sollen in Gebieten, wo Wildbienen Vorrang haben, entfernt werden, wenn der Pachtvertrag beendet wird.

    Begründet wird der Entschluss mit dem Ziel der Stadt, die «Vielfalt im Siedlungsraum zu fördern und dem Insektensterben entgegenzuwirken». Denn genau dieses Ziel sieht die Stadt Zürich durch die Honigbienen gefährdet – genauer gesagt: die Biodiversität der Wildbienen. Dabei beruft sie sich auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

    Nicht genug Nahrung für alle?

    In der Schweiz leben rund 600 verschiedene Wildbienenarten, in Zürich sind rund 215 verschiedene Arten zu finden – über die Hälfte davon ist gefährdet. Wie ihre domestizierten Verwandten ernähren sich auch die Wildbienen von Pflanzennektar und sind als Bestäuberinnen für das Ökosystem von grosser Bedeutung. Anders als die Honigbienen leben sie jedoch meistens solitär und sind oft nur an wenigen Standorten und in sehr kleinen Populationen zu finden. Meistens sind die einzelnen Arten auf jeweils eine bestimmte Blütensorte spezialisiert.

    Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Honigbienen stetig gewachsen: Allein in der Stadt Zürich wurden im Jahr 2024 rund 200 Bienenstände registriert, schweizweit wurde zwischen 2012 und 2018 fast eine Verdoppelung der Stände gezählt. Dieses Ungleichgewicht könnte zu einer Nahrungskonkurrenz zwischen Honig- und Wildbienen führen, so die Studie der WSL. Deswegen sei eine Regulierung unumgänglich.

    Ein Herz für Bienen – und Wildbienen

    Wie aber sehen diejenigen die Situation, die hier direkt angesprochen werden – die Imkerinnen? Dazu gehören etwa Carlos und Ruth Guillen. Sie haben bereits vor über 30 Jahren im Rütihof einen Bienenstand übernommen, einige Jahre später konnten sie auch das dazugehörige Land erwerben. Ihr Freund Klaus Müller ist ebenfalls Imker, und zwar mitten in der Stadt, im Kreis 4. Direkt betroffen von der Entscheidung sind die drei zwar vorerst nicht – die Guillens können über ihren Bienenstock frei verfügen, weil er sich auf Privatgrund befindet, bei Müller würde sich allenfalls etwas ändern, wenn er sein Bienenhäuschen weitergeben würde.

    Dennoch bedauern sie die Entscheidung der Stadt. «Die Äusserungen der Stadt haben bei uns schon für ein wenig Aufruhr gesorgt», erklären sie. Schliesslich lägen ihnen nicht nur die Zukunft der eigenen Bienenvölker, sondern auch die Biodiversität und die Wildbienen am Herzen. Nicht umsonst haben die Guillens deshalb bereits vor rund 20 Jahren vor ihrem Imkerhäuschen ein «Wildbienenhotel» aufgestellt. «Wir beobachten auf unserem Grundstück sicher sechs, sieben verschiedene Wildbienenarten», schwärmt Carlos Guillen.

    Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

    Es sei zwar durchaus denkbar, dass die Honigbiene in bestimmten Situationen zur Konkurrenz für die Wildbiene werde, räumen alle ein. Schliesslich weise die Schweiz eine der höchsten Bienendichten der Welt auf. Dennoch seien die Massnahmen der Stadt in ihren Augen nicht wirklich nachhaltig. Denn erstens sei es gar nicht so einfach, die Entwicklung der Wildbienenpopulation zu untersuchen. Eine umfassende Studie über die Lebensräume und die Verteilung der Wildbienenpopulation auf Stadtgebiet fehle bisher. Die sei aber notwendig, um zu erkennen, wo Fördermassnahmen am meisten Sinn machten.

    Darüber hinaus hätten sie sich primär andere Massnahmen gewünscht. So sei es immens wichtig, das Nahrungsangebot für Insekten zu erhöhen – etwa, indem noch mehr Flächen mit Wildblumen bepflanzt werden. Dafür gäbe es in der Stadt noch grosses Potenzial. «Neben der Nahrung sind es vor allem aber auch die fehlenden Brutgelegenheiten, die den Wildbienen Probleme bereiten», so Ruth Guillen. Insbesondere die bodennistenden Arten hätten in der Stadt einen schweren Stand. Versiegelte Böden und Steingärten seien nicht gerade förderlich.

    Und in punkto Bestandsreduktion, so ein weiterer Gedanke, könnte die Stadt vielleicht auch dafür sorgen, dass auf städtischen Grundstücken nur Imkerinnen eine Bewilligung erhalten, die weniger als 20 Bienenvölker haben. «Für die Biodiversität wäre es zudem ein grosser Gewinn, wenn die städtischen Miet- und Pachtverträge sich auf die Haltung der ebenfalls vom Aussterben bedrohten einheimischen Honigbienenart beschränken würde.»

    Lieber Kooperation als Konfrontation

    Ein grösseres Problem als in der Stadt sehen die drei ohnehin auf dem Land. «In der Stadt herrscht eine künstliche Atmosphäre, hier ist es schwieriger, für den Erhalt von Wildtierarten aktiv zu werden. Auf dem Land aber, wo tatsächlich viel Potenzial wäre, werden kaum Massnahmen ergriffen», erklärt Müller. Man könne das Vorgehen der Stadt daher fast schon als Stellvertreterübung bezeichnen. Zu guter Letzt empfinden es die drei Bienenfreunde auch als verletzend, dass durch die Entscheidung und die Art der Kommunikation die Imker*innen zu einem «Feindbild» stilisiert worden seien. «Wir hätten es begrüsst, wenn die Stadt auf uns zugekommen wäre und versucht hätte, gemeinsam mit uns nach Lösungen zu suchen.»