Autor: tka_admin

  • Vom Restwert zum Selbstwert

    Vom Restwert zum Selbstwert

    Mein Name ist Anastasia Imfeld, ich bin 17 Jahre alt und arbeite im Projekt «Restwert» Zürich. Als ich die Möglichkeit bekam, einen Artikel darüber zu schreiben, freute ich mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und die Chance, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Das Projekt «Restwert» in Zürich-Höngg wurde durch das Grundlagenwerk ins Leben gerufen und ist Teil eines stetig wachsenden Netzwerks. Dieses umfasst inzwischen 28 Standorte in der ganzen Schweiz und bietet rund 380 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen oder körperlichen Be­einträchtigungen.

    Doch was machen wir eigentlich im Projekt «Restwert»? Wir übernehmen den kompletten Verkauf von ausrangierten Dingen über die Online-Plattform Ricardo: vom Erfassen und Testen von Produkten, über das Fotografieren bis hin zum Verfassen von Inseraten sowie von Rechnungen, dem Verpacken und dem Versenden. So holen wir den bestmöglichen Restwert aus jedem Produkt heraus, seien es Haushaltsgegenstände, Elektronikgeräte oder auch Weihnachtsschmuck. Allein im letzten Jahr verkaufte unser Team fast 1000 Artikel an durchweg zufriedene Kunden und Kundinnen.

    Das Miteinander zählt

    Im Projekt «Restwert» zählt das Miteinander. Wir tauschen uns viel aus, was das Verständnis füreinander stärkt. Alle sind freundlich und hilfsbereit – und es wird oft gelacht. Die klar strukturierten Prozesse und die Vielfalt der Produkte sorgen für Abwechslung und geben der Arbeit Sinn. Für jeden Menschen ist es wichtig, eine Perspektive zu haben.

    Als ich im Projekt «Restwert» anfing, fehlten mir Struktur und Zukunftsaussichten. Ich begann mit nur zwei Stunden Arbeit pro Tag und steigerte mich langsam. Diese kleinen Schritte halfen mir, Vertrauen aufzubauen und eine Routine zu entwickeln. Ich überarbeitete mein Bewerbungsportfolio und begann, mich aktiv zu bewerben. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht zugetraut. Und hier stehe ich nun und schreibe meinen eigenen Zeitungsartikel. Ja, ich bin stolz auf mich. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sich auch für kleine Erfolge selbst zu loben. Jeder Mensch ist anders, aber wir alle verdienen eine Chance.

    Ein Beitrag der ESPAS

    Redaktionelle Beiträge von ESPAS

    Projekt «Restwert»
    Naglerwie­sen­strasse 4, 8049 Zürich
    043 311 58 25
    zuerich@projekt-restwert.ch

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    Neues Leben für alte Produkte

     

  • Wenn die Kirche neue Wege geht

    Wenn die Kirche neue Wege geht

    Vor einem halben Jahr habe ich bereits mit einigen Zeilen die virtuelle Kirche im Spiel «Minecraft» vorgestellt. Ein halbes Jahr später blicken wir auf mehrere erfolgreiche Anlässe zurück. Am Bucheggfest waren 80 Jugendliche auf unserem Bauserver zu Gast. Am «Refine», dem Treffen der Deutschschweizer reformierten Jugend in Oerlikon, Ende Oktober waren es sogar 500!

    An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die von Cansteinsche Bibelgesellschaft und deren «Minecraft»-Projekt, welches das Vorbild für das unsere war und ist. Sie haben 20 Helfende und einen Lieferwagen voll Material von Berlin nach Zürich gebracht und gemeinsam mit uns für ein unvergessliches Wochenende gesorgt.

    Mit neuem Elan

    Allerdings müssen wir auch umplanen. Kevin Hablützel, der mit mir das Projekt aufgebaut hat, hat seine Arbeitsstelle gewechselt. Auch ihm möchte ich von Herzen für seinen Einsatz danken. Wir werden die Festtage also nutzen, um im neuen Jahr mit gestärktem Elan weiterzugehen. Nicht nur in «Minecraft», sondern im digitalen Raum allgemein. Wer sich gerne auf dem Laufenden halten möchte:

    www.chilezh.wordpress.com

    Sowohl an den Adventssonntagen als auch im Januar finden Events statt und wir freuen uns über alle, die wir antreffen.

    Eingesandt von Benjamin Walser

    Redaktionelle Beiträge von:

    Kirchenkreis sechs, Milchbuckstrasse 57, 8057 Zürich

    www.reformiert-zuerich.ch

  • Wenn alles zu viel wird

    Wenn alles zu viel wird

    «Alt werden ist nichts für Feiglinge» sagte einst der Showmaster Joachim Fuchsberger. Ein Zitat, das oft und gerne wiederholt wird. Denn dieser Lebensabschnitt hält einiges an existenziellen Herausforderungen bereit. Glücklicherweise weiss der Grossteil der älteren Generation diese gut zu bewältigen und sich umso mehr der schönen Seiten des dritten Lebensalters zu erfreuen.

    Und doch gibt es Situationen, welche die Betroffenen überfordern. «Ich fühle mich wie ein Wanderer vor einem hohen Berg, der nicht mehr weiss, ob er den Anstieg noch bewältigen kann», schilderte kürzlich ein Nachbar der Autorin seine aktuelle Befindlichkeit. Woher kommt dieses Gefühl der Überforderung? Wie kann man ihm begegnen? Der «Höngger» hat sich mit Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation von Pro Senectute, darüber ausgetauscht.

    Peter Burri Follath, im Alter stellt uns der Körper vor eine Reihe von Herausforderungen: Muskelmasse und Knochendichte sinken, das Hör- und Sehvermögen nimmt ab. Auch Herz und Kreislauf arbeiten langsamer, die Lungenleistung nimmt ab, das Nervensystem wird generell empfindlicher und weniger belastbar. Welche Faktoren können darüber hinaus zu einem Gefühl der Überforderung führen?

    Peter Burri Follath: Während die körperlichen Fähigkeiten nachlassen, steigen die Anforderungen des Alltags. So verlagern sich viele Dienstleistungen ins Digitale und die Informationsflut verunsichert besonders Menschen, die damit nicht aufgewachsen sind. Gleichzeitig engagieren sich viele ältere Menschen stark, betreuen Enkel, pflegen Partner oder engagieren sich freiwillig. Diese Verantwortung kann zur Belastung werden, vor allem, wenn mehrere Herausforderungen gleichzeitig auftreten.

    Zudem müssen oft auch noch eigene Erkrankungen und der Verlust geliebter Menschen bewältigt werden. Welche Symptome zeigen sich denn bei einer Überforderung?

    Sie äussert sich im Alter oft weniger durch klare Stresssignale als durch körperliche und emotionale Veränderungen und wird daher oft erst spät bemerkt. Man schläft schlechter, fühlt sich erschöpft oder hat diffuse Schmerzen. Oft wird unregelmässig gegessen, Stürze nehmen zu, weil die Konzentration leidet. Andere ziehen sich zurück, werden vergesslicher oder reagieren gereizter. Psychischer Stress kann zudem den Blutdruck erhöhen, chronische Erkrankungen intensivieren und das Immunsystem schwächen. Die Verbindung zwischen Psyche und Körper ist im höheren Alter besonders eng.

    Gibt es Rezepte, um diesen Problemen vorzubeugen?

    Ein strukturierter Tagesablauf, regelmässige soziale Kontakte und der gezielte Umgang mit Informationen helfen, belastende Situationen zu reduzieren. Auch technische Hilfen können entlasten, sofern sie gut erklärt und begleitet werden. Ebenso wichtig sind Bewegung, Schlaf und Ernährung, die im Alter stark zum Wohlbefinden beitragen. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist auch die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit in belastenden Lebensumständen. Resilienz wächst durch das Gefühl, Schwierigkeiten bewältigen zu können. Ältere Menschen profitieren von Aktivitäten, die ihnen Sinn geben, etwa freiwilliges Engagement, kreative Tätigkeiten oder der Austausch mit anderen. Ergänzend können psychologische Beratung und einfache Entspannungsübungen helfen, den Umgang mit Stress zu verbessern.

    Zuweilen aber reichen diese Massnahmen der Selbstfürsorge nicht aus. Wann ist es Zeit zu erkennen, dass professionelle Hilfe benötigt wird?

    Hilfe wird wichtig, wenn der Alltag nicht mehr sicher gelingt, etwa wenn Medikamente falsch eingenommen werden, Stürze zunehmen oder eine Person sich stark zurückzieht. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt einen Umzug in eine Institution. Viele Situationen lassen sich mit ambulanten Hilfen und Tagesstrukturen gut auffangen.

    In vielen Fällen erkennen die Betroffen jedoch gar nicht, dass sie Unterstützung benötigen und lehnen diese ab?

    Hilfeverweigerung entsteht oft aus Angst vor Abhängigkeit oder Kontrollverlust. Es hilft, diese Sorgen ernst zu nehmen und Unterstützung in kleinen Schritten einzuführen. Zuweilen akzeptieren ältere Menschen Ratschläge von Hausärztinnen oder Beratungsstellen eher als von der eigenen Familie. Wichtig ist, Geduld zu haben und dennoch Grenzen zu setzen, wenn die Sicherheit gefährdet ist.

    Die Sicherheit ist auch gefährdet, wenn aus dem Gefühl der Überforderung die Lust am Leben verloren geht. Wie soll man als Angehöriger in einem solchen Fall reagieren?

    Man sollte das Gespräch suchen und klar machen, dass solche Gefühle ernst genommen werden. Professionelle Hilfe kann viel bewirken, denn depressive Symptome im Alter sind gut behandelbar. Gleichzeitig ist es wichtig, soziale Kontakte zu aktivieren und gemeinsam kleine, aber regelmässige Alltagsrituale zu schaffen. Bei Suizidgedanken muss sofort ärztliche Unterstützung organisiert werden.

    Zum Schluss noch ein kleines Gedankenspiel. Wie müsste eine Gesellschaft aussehen, in der ältere Menschen nicht mehr das Gefühl haben müssen, überfordert zu sein?

    Eine solche Gesellschaft würde Alter als wertvolle Lebensphase betrachten und Barrieren im Alltag konsequent abbauen. Dienstleistungen wären verständlich und zugänglich, Pflege und Betreuung gut finanziert und leicht erreichbar. Mehrgenerationen-Wohnformen wären selbstverständlich, soziale Teilhabe wäre einfach möglich, und ältere Menschen müssten sich nicht an ein Tempo anpassen, das ihnen nicht entspricht. Kurz gesagt, es wäre eine Gesellschaft, die ältere Menschen nicht an den Rand drängt, sondern sie als selbstverständlichen Teil des Ganzen einschliesst.

    Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

    Alle bisher erschienenen Artikel der Serie sind hier nachzulesen.

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    Stille Not im Alter

  • Rosengartenstrasse: Ist der Dialogprozess am Ende?

    Rosengartenstrasse: Ist der Dialogprozess am Ende?

    «Ist ein Dialog noch möglich?», titelte diese Zeitung vergangene Woche und bezog sich dabei auf den vom Tiefbauamt der Stadt initiierten Dialogprozess, mit dem, so die Stadt, «ergebnisoffen» mit allen relevanten Stakeholdern über die Zukunft der Rosengartenstrasse diskutiert werden sollte.

    In diesem Jahr fanden dazu die ersten Treffen einer Spurgruppe statt. Diese hatten jedoch von Beginn an einen schweren Stand: Sowohl der Kanton, als auch die Automobilverbände ACS und TCS verweigerten die Mitarbeit, ebenso wie der Hauseigentümerverband.

    Im Verlauf des Jahres und nach der Teilnahme an den ersten Sitzungen kündigten kürzlich nun auch die Vertreter*innen der IG Westtangente plus sowie des Quartiervereins Wipkingen an, auf eine weitere Mitarbeit im Gremium zu verzichten.

    Ein Dialog sei ohne die Teilnahme wichtiger Akteure nicht möglich, der Handlungsspielraum der Stadt infolge des schwelenden Rechtskonflikts mit dem Kanton bezüglich Tempo 30 sowie der Annahme der Mobilitätsinitiative ohnehin begrenzt.

    Gelder für Dialog gestrichen

    Nun hat der Gemeinderat, wie der «Tages Anzeiger» berichtet, am 10. Dezember im Rahmen der Budgetdebatte beschlossen, den Betrag von 150’000 Franken für den Dialogprozess zu streichen.

    Mit 67 zu 56 Stimmen, so die Tageszeitung, hiess der Gemeinderat die von FDP, SVP, GLP, Mitte/EVP und AL beantragte Streichung des Betrags gut.

    Ob, und wenn ja, wann der Dialogprozess nun fortgeführt werden wird, ist damit völlig unklar. Gegenüber dem «Tages Anzeiger» erklärte Tiefbauvorsteherin Simone Brander, die Streichung der 150’000 Franken bedeute «keinen vollständigen Halt» des Prozesses. Das Departement müsse nun schauen, wie es weiter vorgehen wolle.

    Die Direktorin nimmt Stellung

    Die Direktorin des Tiefbauamts der Stadt Zürich, Simone Rangosch, informierte gemäss Angaben des Quartiervereins Wipkingen die Teilnehmenden offiziell über das Ende der Dialogveranstaltungen.

    Beim Tiefbauamt nehme man mit Bedauern zur Kenntnis, dass eine Mehrheit des Gemeinderats im Rahmen der Budgetdebatte der vergangenen Woche die finanziellen Mittel für den Dialogprozess gekürzt habe. Der «umfassende Meinungsbildungsprozess» sei damit in der mit den Beteiligten diskutierten Form nicht mehr möglich. Die Dialogveranstaltungen würden daher nicht wie geplant stattfinden.

    Rangosch betonte, dass man weiterhin das Ziel verfolge, eine tragfähige Lösung für die Rosengartenachse zu finden. In welcher Form dies geschehen werde, sei derzeit offen. Das Tiefbauamt werde zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren.

  • Ist dein Velo fit für den Winter?

    Ist dein Velo fit für den Winter?

    Bevor die Strassen nass und das Wetter ungemütlich werden, gönne deinem treuen Begleiter eine verdiente Pause und eine gründliche Revision.

    Im Veloatelier Zürich machen wir dein Bike fit für die kalte Saison oder bereiten es optimal für den Frühling vor – ohne den Stress und lange Wartezeiten der Hochsaison!

    Deine Vorteile beim Service aktuell:

    Keine Hektik: Profitiere von freien Werkstatt-Slots, bevor der Frühlingsturbo zündet.

    Volle Funktion: Wir checken Bremsen, Schaltung, Beleuchtung und alle sicherheitsrelevanten Teile für eine Fahrt durch Herbst und Winter.

    Werterhaltung: Gründliche Reinigung und Schmierung schützt vor Korrosion und erhöht die Lebensdauer deines Velos.

    Startklar im Frühling: Dein Bike wartet perfekt gewartet auf die ersten Sonnenstrahlen – einfach aufsteigen und losfahren!

    Termin sichern und entspannt in die Velosaison starten!

    VELOATELIER Zürich
    Kornhausstrasse 21, 8037 Zürich
    Telefon: +41 (0)44 364 15 10

    Öffnungszeiten November bis März: Dienstag bis Freitag: 9-13/14.30-18.30 Uhr, Samstag: 9-16 Uhr

    veloatelier.ch 

  • «Weihnachten stirbt nicht aus»

    «Weihnachten stirbt nicht aus»

    Der reformierte Kirchenchor singt an diesem Weihnachtsgottesdienst Teile aus dem «Oratorio de Noel» von Camille Saint-Saëns, einem der bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. In seinem Oratorium werden in lateinischer Sprache Texte aus dem Neuen und Alten Testament vertont.

    Ergänzt wird das Programm durch die berühmte Motette «Panis Angelicus» von César Franck, die in einer Fassung für Solo-Sopran und Chor erklingt. Die romantischen Kompositionen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schaffen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre, um die frohe Botschaft von Weihnachten zu übermitteln.

    Letzter Auftritt

    Neben dem Kirchenchor musizieren die Sopranistin Catriona Bühler, das Kammerorchester Aceras und die Organistin Tamar Midelashvili Good. Für Kantor Peter Aregger ist es der letzte Auftritt als Leiter des Kirchenchors: Nach 25 Jahren geht er in den vorzeitigen Ruhestand.

    Für die Texte und die Predigt zum Thema «Weihnachten stirbt nicht aus» sorgt Pfarrer Matthias Reuter. Zudem wir das Abendmahl mit Wein oder Traubensaft im Gemeinschaftskelch oder in Einzelbechern gefeiert.

    Weihnachtsgottesdienst

    Donnerstag, 25. Dezember,
    10 Uhr, reformierte Kirche Höngg

  • Fahrplanänderung: Das müssen Sie im Kreis 10 beachten

    Fahrplanänderung: Das müssen Sie im Kreis 10 beachten

    Linie 13 wird zur 50

    Für ein Jahr – die Dauer der Baustelle am Bahnhofquai, das hindernisfrei ausgebaut wird (siehe unten) – wird die temporäre Linie 50 statt der 13 nach Höngg fahren. Diese verkehrt auf der Strecke Frankental – Sihlquai/HB – Auzelg. Der 13er fährt daher lediglich zwischen Albisgüetli und Bahnhofstrasse und wird ab der Bahnhofstrasse zur Nummer 4, die neu bis zur Rehalp fährt. Für Fahrgäste vom Albisgüetli nach Höngg bedeutet dies, dass sie dort umsteigen müssen.

    Linie 89 & Linie 78

    Der Bus der Linie 89 wird in seiner Routenführung verlängert und verkehrt dann ab Frankental bis nach Unterengstringen. Damit ersetzt er die bisherige Linie 304. Die Strecke Frankental – Heizenholz wird neu durch die Linie 78 bedient, die vom Dunkelhölzli via Bahnhof Altstetten bis zum Heizenholz verkehrt. In den Stosszeiten besteht auf dieser Linie neu alle 7,5 Minuten eine Verbindung, zudem wird der Betrieb in den Randzeiten erweitert: Neu wird der Abschnitt täglich bis etwa 00.30 Uhr (bisher 20.30 Uhr) sowie am Sonntagmorgen bereits ab 6.00 Uhr (bisher 7.45 Uhr) bedient.

    Neue Linie 44

    Die neue Buslinie 44 fährt zur Hauptverkehrszeit von der ETH Hönggerberg via Bahnhof Affoltern nach Reckenholz.

    Haltestelle Pflegezentrum Käferberg

    Diese Haltestelle heisst neu nur noch Käferberg.

    Tramhaltestelle «Bahnhofquai» wird barrierefrei

    Mit rund 44 000 Fahrgästen täglich gehört die Tramhaltestelle «Bahnhofquai» zu den wichtigsten ÖV-Knotenpunkten in der Stadt. Die heutige Anlage stammt aus den 1950er-Jahren und wird altersbedingt saniert und erweitert. Mit dem Ausbau verbessert die Stadt den Komfort und stellt die Barrierefreiheit sicher. Die Umsetzung erfolgt nach dem Projekt «EGENDER» von Joos & Mathys Architekten AG aus Zürich und Ferrari Gartmann AG aus Chur. Im Architekturwettbewerb überzeugte ihr Entwurf durch die transparente Gestaltung, die den historischen Kontext respektiert und zugleich modern wirkt.

    Anspruchsvolle Arbeiten im dichten Zentrum

    Aufgrund der speziellen Lage gestalten sich die Bauarbeiten besonders anspruchsvoll. Damit das Tram künftig stufenlos zugänglich ist, muss die Strasse auf der Seite des Hauptbahnhofs um 1,2 Meter näher an das Bahnhofsgebäude verschoben werden. Gleichzeitig muss während der Bauzeit die Zufahrt zur zentralen Anlieferung des Bahnhofs jederzeit gewährleistet bleiben. Weil die Haltestelle denkmalgeschützt ist und das «ShopVille» teilweise darunter liegt, ist zudem besonders vorsichtiges, aufwendiges Bauen nötig. Aus Sicherheitsgründen können die Arbeiten nur ohne Tramverkehr erfolgen.

    Bauablauf und Kosten

    Nach dem Fahrplancwechsel am 14. Dezember 2025 starten die Vorbereitungsarbeiten und die Fahrleitungen werden abgenommen, das Mobiliar ausgeräumt und die Bauwerke unterhalb der Haltestelle untersucht. Ab Mitte Januar 2026 beginnen die Abbruch- und Strassenbauarbeiten, im April und Mai folgen Gleisbauarbeiten. Ab Juni werden die Hochbauarbeiten an den Wartehallen ausgeführt.

    Ab Herbst ersetzt die Stadt den Kiosk und stattet die Haltestelle mit Ticketautomaten, Sitzbänken und weiterem Mobiliar aus. Bis zur Wiederinbetriebnahme der Haltestelle Mitte Dezember 2026 werden letzte Fertigstellungsarbeiten ausgeführt. Die Gesamtkosten für die Sanierung (inklusive der bereits erfolgten Gleisbauarbeiten im Sommer 2025) belaufen sich auf 28,56 Millionen Franken.

    Einschränkungen für den öffentlichen Verkehr

    Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 wird die Haltestelle bis zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2026 nicht bedient. Neben der Baustelle führt auch das neue Tramnetz Süd zu zahlreichen Streckenänderungen bei den Tramlinien. Den Fahrgästen wird empfohlen, für die Reiseplanung den online Fahrplan oder die ZVV-App zu benützen. 

    Verkehrsbeschränkungen für den Fuss-, Velo- und Autoverkehr

    Mit dem Fahrplanwechsel der VBZ und der gleichzeitigen Sperrung des Bahnhofquais für die Trams nimmt die Anzahl der Tramquerungen über die Bahnhof- und Walchebrücke deutlich zu. Um einen reibungslosen Verkehrsablauf zu gewährleisten, wird die Umleitung bereits ab dem 10. Dezember 2025 eingerichtet.

    Für Autos wird der Rechtsabbieger von der Bahnhofbrücke in den Bahnhofquai aufgehoben. Vom Seilergraben her in Richtung Chur, Luzern und Autobahnanschluss Westring kann die Baustelle via Rudolf-Brun-Brücke umfahren werden. Autofahrende mit dem Ziel Sihlquai und weiter zum Autobahnanschluss Westring werden via Central, Stampfenbach- und Walchestrasse umgeleitet. Auch in Richtung Höngg, Flughafen und Winterthur wird der Autoverkehr via Central, Stampfenbachstrasse und Neumühlequai geführt. Die Zufahrt zum Bahnhofplatz erfolgt via Stampfenbachstrasse, Stadtgraben, Central und Bahnhofbrücke.

    Für Velos wird ab dem 19. Januar 2026 die Unterführung Bahnhofquai stadteinwärts gesperrt. Vom Sihlquai her können Velofahrende den Stadttunnel nutzen. Aus den anderen Richtungen können sie dem oberen Bahnhofquai entlangfahren.

    Für Fussgänger*innen werden die Zugänge zur Tramhaltestelle Bahnhofquai gesperrt. Sie können die Unterführungen durch das «ShopVille» nutzen.

    Die Umleitungen sind vor Ort signalisiert.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • E-Bike-Fahrer nach Kollision schwer verletzt

    E-Bike-Fahrer nach Kollision schwer verletzt

    Um 19.45 Uhr fuhr ein E-Bike-Fahrer auf der Trottenstrasse stadtauswärts. Auf der Verzweigung mit der Waidstrasse kollidierte dieser mit einem von rechts kommenden Auto. Dabei stürzte der 43-jährige E-Bike-Lenker und verletzte sich schwer.

    Die Sanität und der Notarzt von Schutz & Rettung Zürich brachten den Verletzten nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort in ein Spital.

    Der genaue Unfallhergang wird durch die Stadtpolizei Zürich geklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung rückten Spezialist*innen des Unfalltechnischen Dienstes der Stadtpolizei Zürich aus.

    Zeugenaufruf:

    Personen, die Angaben zum Unfallhergang, vom Donnerstagabend, 11. Dezember 2025, um 19.45 Uhr an der Verzweigung Trottenstrasse mit der Waidstrasse machen können, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117 zu melden.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei

  • Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Man kann das Thema fast nicht mehr hören: Was soll mit der Rosengartenstrasse geschehen? Und wie wird man der Lärm- und Schadstoffemissionen Herr? Seit Jahrzehnten wird darüber gestritten. Doch einer einvernehmlichen Lösung ist man bisher kaum nähergekommen.

    Hier die jüngsten Ereignisse im Schnelldurchlauf: Im Jahr 2020 wurde die vom Kanton geplante Tram- und Tunnellösung vom Stimmvolk deutlich abgelehnt. Als Massnahme gegen die Lärmbelastung entschied der Stadtrat daraufhin 2021, auf der Rosengartenstrasse Tempo 30 einzuführen. Die Kantonspolizei verweigerte jedoch die Zustimmung, wogegen die Stadt ihrerseits rekurrierte.

    Der Rechtsstreit zwischen Stadt und Kanton liegt mittlerweile beim Verwaltungsgericht. Die Annahme der kantonalen Mobilitätsinitiative Ende November befeuert diese Auseinandersetzung weiter, da der Kanton damit über Tempolimiten in den Städten zu entscheiden vermag.

    Unabhängig davon soll vonseiten der Stadt im kommenden Jahr zumindest eine kleinere Massnahme umgesetzt werden: Im November genehmigte der Gemeinderat den Baukredit für zwei Fussgängerübergänge über die Rosengartenstrasse.
    Parallel dazu erarbeitet das Tiefbauamt aktuell einen Dialogprozess.

    Dieser ist Bestandteil einer Motion des Gemeinderats aus dem Jahr 2021, welche die «Entlastung und stadtverträgliche Umgestaltung der Rosengartenachse» fordert. Der Mitwirkungsprozess mit verschiedenen relevanten Interessensvertreter*innen soll «ergebnisoffen zu einer tragfähigen Entwicklungsstrategie» führen.

    Holpriger Start

    Im Verlauf dieses Jahres haben dafür zwei Vorbereitungstreffen einer Spurgruppe stattgefunden. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich als äusserst harzig. Denn von den 21 eingeladenen Interessensvertreter*innen sind bei Weitem nicht alle zu einem Dialog bereit.

    So ist zum Beispiel der Vertreter des kantonalen Amts für Mobilität der Spurgruppe ferngeblieben. Auf eine Anfrage dieser Zeitung hat das Amt bisher nicht reagiert. Wie jedoch Sabina Mächler, beim Tiefbauamt der Stadt für die Kommunikation zuständig, auf Anfrage erklärt, habe der Kanton eine «aktive Rolle bei der Planung im Dialogprozess abgelehnt und die Teilnahme an den Spurgruppensitzungen abgesagt».

    Ebenso wenig teilgenommen haben die beiden Verkehrsverbände ACS und TCS. Für den ACS, so Ruth Enzler, die Präsidentin der Zürcher Sektion, sprächen mehrere Punkte gegen eine Teilnahme: So sei etwa die Auswahl der Teilnehmenden mehrheitlich mobilitätsfeindlich und der Prozess kaum ergebnisoffen, sondern diene eher der politischen Legitimation angedachter Pläne.

    «Kommt hinzu, dass es sich bei der Rosengartenstrasse um eine der wichtigsten drei Einfallachsen in die Stadt handelt und diese in die Kompetenz des Kantons fällt. Seit dem deutlichen Abstimmungsresultat vom 30. November zum Strassengesetz gibt es für uns erst recht keinen Sinn, dass wir an einer rein städtischen Echogruppe zu diesem Thema teilnehmen.»

    Der Gewerbe- sowie der Hauseigentümerverband Zürich verzichten ebenfalls auf eine Mitarbeit. Wie Albert Leiser, Direktor des Hauseigentümerverbands Zürich (HEV) erklärt, stellt auch der HEV die Ergebnisoffenheit des Prozesses infrage: «Wir partizipieren gerne an Veranstaltungen, wo man sich einbringen kann. Aber hier sind die Meinungen bereits gemacht, neue Erkenntnisse sind nicht vorhanden.»

    Gemischte Gefühle

    An beiden Sitzungen teilgenommen hat dagegen der Verein Klimastadt Zürich. Man beteilige sich, so der Geschäftsleiter Martin Busekros, «auch wenn der Dialog ohne die Gegenseite nicht so effektiv ist.» Es habe sich tatsächlich schon die Frage gestellt, ob der Prozess noch sinnvoll sei. Die Meinung, dass die Konsensfindung dennoch konstruktiv sei, überwiege aber.

    Die IG Westtangente Plus dagegen hat sich nach den ersten Sitzungen für einen Rückzug aus dem Dialogverfahren entschieden. Die Nichtteilnahme von ACS und TCS sowie des Kantons verunmögliche den Dialog, ein Spielraum für konsensuale Entscheidungsfindung sei zudem aufgrund der unvereinbaren Positionen nicht gegeben.

    Der Dialogprozess sei damit nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern führe sogar dazu, dass kapazitätsbegrenzende Bauprojekte verzögert würden, so die IG in einem Schreiben an das Tiefbauamt.

    Kritik übt auch der Wipkinger Quartierverein (QV). Eine Spurgruppe ohne die wichtigsten Akteure sei sinnlos, ein Dialog zwischen Stadt und Kanton während des Rechtsstreits nicht möglich. Die Spurgruppenarbeit verkomme zur Alibi-Übung, wofür die Zeit der freiwillig Engagierten schlicht zu schade sei, erklärt Präsident Beni Weder.

    In einem offenen Brief an alle Beteiligten plädiert der QV dafür, sich für das zukünftige Verfahren ein Beispiel an der kürzlich fertiggestellten Autobahneinhausung in Schwamendingen zu nehmen. Hier sei eine «städtebauliche Wunde geheilt worden», während an der Rosengartenstrasse eine für die Anwohnerschaft annehmbare Lösung politisch seit Jahrzehnten blockiert sei.

    Es gehe nun darum, sich zurückzubesinnen auf das Kernproblem: die «unzumutbare Belastung der Anwohnerschaft durch Lärm und Schadstoffe».

    Und die Stadt?

    Wie die Rosengartenstrasse macht also auch das geplante Dialogverfahren offenbar niemanden wirklich glücklich. Die Stadt bedauere die Absagen der Interessensvertreter*innen, erklärt die Vertreterin des Tiefbauamts, Sabina Mächler. Sie betont, dass ein Einstieg beziehungsweise Wiedereinstieg in die Arbeit jedoch jederzeit möglich sei.

    Man bemühe sich um eine «möglichst ausgewogene Vertretung der Stakeholder im Dialogprozess». Wie gross die Beteiligung hier sein wird, wird sich nach den gemachten Erfahrungen allerdings erst noch weisen müssen.

  • Stadtrat: Beschwerde gegen die «Mobilitätsinitiative»

    Stadtrat: Beschwerde gegen die «Mobilitätsinitiative»

    Der Stadtrat wird beim Bundesgericht Beschwerde gegen die vom Kantonsrat beschlossene Änderung des Strassengesetzes vom 31. März 2025 betreffend Volksinitiative «Gemeinsam vorwärtskommen auf Hauptverkehrsachsen – Ruhe im Quartier (Mobilitätsinitiative)» einreichen.

    Gemäss der Gesetzesrevision soll neu der Kanton zuständig für Geschwindigkeitsanordnungen auf Staatsstrassen und Strassen mit überkommunaler Bedeutung sein. Der entsprechende Entzug bestehender Rechte ist für die Städte Zürich und Winterthur ein Eingriff in die Gemeindeautonomie und erfordert gemäss Kantonsverfassung vorab ein qualifiziertes Anhörungsverfahren der Gemeinden und Städte des Kantons Zürich.

    Ein Widerspruch?

    Ein solches Verfahren hat indes nicht stattgefunden. Zudem würde mit den neuen Bestimmungen die vom Bundesrecht geforderte umfassende Interessenabwägung bei Geschwindigkeitsreduktionen verunmöglicht, da die Geschwindigkeit nur noch in Ausnahmefällen und über kurze Strecken herabgesetzt werden darf.

    Aus Sicht des Stadtrats widerspricht die Vorlage damit dem Bundesrecht, das eine Lärmsanierung von Strassen vorschreibt, wenn die Lärmschutzgrenzwerte überschritten sind.

    Ablehnung durch die Stadtzürcher Stimmbevölkerung

    Gegen den Beschluss des Kantonsrats wurden das Kantonsratsreferendum sowie das Gemeindereferendum von den Städten Zürich und Winterthur ergriffen, woraufhin die Vorlage am 30. November 2025 von der kantonalen Stimmbevölkerung mit einem Ja-Stimmenanteil von 56,77 Prozent angenommen wurde. Die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich hat die Vorlage mit einem Nein-Anteil von 57,24 Prozent abgelehnt.

    Bereits 2021 hat die Stadt Zürich in einem vergleichbaren Fall Beschwerde erhoben und Recht erhalten. Das Bundesgericht hob 2022 den angefochtenen Beschluss zur Revision des Strassengesetzes auf und bestätigte, dass eine formelle Anhörung der Gemeinden bei sie betreffenden Gesetzesänderungen zwingend erforderlich sei.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich