Autor: tka_admin

  • Zusammen in die Zukunft

    Zusammen in die Zukunft

    Schon im Vorfeld der «ZUsammenKUNFT» Guthirt konnte man mitwirken. Etwa indem man bei einer Gratiswurst, mit der sich die Kirchgemeinde bei all ihren Mitgliedern bedankte, einen Fragebogen in die bereitstehenden Urnen steckte oder diesen per Mail einreichte. Zahlreiche Vorschläge gingen ein. Diese wurden an der «ZUsammenKUNFT» gesichtet und gebündelt.

    Moderator Viktor Diethelm strukturierte die Themen und regte an, vor dem Umsetzen einzelner Projekte die Chancen und Gefahren von Bewahrung und Veränderung zu diskutieren: Wenn alles bleibt, wie es ist, ergibt das Sicherheit und Heimat für die bisher hier Tätigen. Doch fühlen sich Neue dann auch wohl? Umgekehrt besteht bei lauter Neuem die Gefahr, dass sich die Bisherigen abgehängt fühlen. Beides will niemand!

    Ein Ort für alle

    Hingegen war man sich einig: Wir stehen dazu, Kirche zu sein und katholisch zu sein. Bei uns gibt es einen Ort der Begegnung für alle. Und wir bieten ein Lebensplus, auch in Krisen. Vor diesem Hintergrund war viel Lust zu spüren, Neues und Altes zu verbinden. Es gingen Ideen ein aus den Bereichen Spiritualität, Liturgie, Soziales, Kurse, Musik und Geselliges.

    Da und dort sprang der Funke gleich über, und schnell waren die ersten Ideen realisiert: So laden die Organisten neu vor bestimmten Gottesdiensten ein, gemeinsam ein unbekanntes Lied einzuüben, um so die gesangliche Beteiligung zu erleichtern. Zudem treffen sich nun monatlich die Bücherfans vom neu gegründeten «Lesezeichen Guthirt». Gemeinsam wählen sie ein Buch aus und treffen sich nach der Lektüre zum lustvollen Austausch.

    Und am Sonntag, 14. Dezember, lädt die «Kirche kunterbunt» erstmals Gross und Klein zu einem vielfältigen, frechen Programm ein (siehe unten). Anderes ist noch in Planung. So will man insbesondere den Aussenraum mit Kirchplatz und Kirchenterrasse in Zukunft besser nutzen.

    Fortsetzung folgt! Denn abgeschlossen ist der Prozess nicht: In Guthirt will man am Ball bleiben und bereit sein für neue Wege.
    Informationen über den Prozess und bisherige Ergebnisse:
    www.guthirt.ch/ZUsammenKUNFT

    Redaktionelle Beiträge von:

    Pfarrei Guthirt
    Guthirtstrasse 3–7, 8037 Zürich

    Telefon 044 279 10 50
    Mail: info@guthirt.ch, www.guthirt.ch

  • Gesprächsangebot «malreden» ist über die Feiertage erreichbar

    Gesprächsangebot «malreden» ist über die Feiertage erreichbar

    Für viele bedeutet die Weihnachtszeit Wärme und Begegnungen, für andere kann sie herausfordernd sein. Aus diesem Grund macht eine Medienmitteilung von malreden auf das Gesprächsangebot aufmerksam: Wer in diesen Tagen das Bedürfnis hat, zu erzählen oder sich auszutauschen, findet bei malreden ein zugewandtes Gegenüber. Geschulte Freiwillige nehmen täglich von 09.00 bis 20.00 Uhr Anrufe entgegen, schenken Zeit und hören aufmerksam zu. Das Angebot ist kostenlos, anonym und vertraulich unter der Telefonnummer 0800 890 890 erreichbar.

    Gemeinsam statt einsam

    malreden schafft Verbindung in Momenten, in denen Austausch guttut. Eine Anruferin bringt es gemäss Medienmitteilung auf den Punkt: «malreden gibt mir die Möglichkeit mit jemandem zu reden, damit ich die Worte nicht verliere.»

    Auch kurze Plaudereien können Momente entstehen lassen, in denen Menschen sich gesehen fühlen, neue Gedanken entwickeln oder einfach durchatmen können. Gerade in diesen Wochen setzt malreden ein Zeichen für Mitgefühl und Zusammenhalt, denn Gespräche können Halt und Orientierung schenken.

    Quelle: Medienmitteilung malreden

    Verwandter Artikel

    Im Rahmen der Serie «Wertvolle Jahre» setzte sich die «Höngger Zeitung» mit dem Thema auseinander: Was bedeutet Einsamkeit für den Menschen? Was lässt sich dagegen unternehmen? Darin wird eine Liste von Anlaufstellen in Zürich aufgeführt.

    Hier lesen: Einsamkeit im Alter

  • Wie sauber ist die Luft in Zürich?

    Wie sauber ist die Luft in Zürich?

    Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) hat an 47 Standorten in der Stadt Zürich die Luftqualität überwacht. Eine Medienmitteilung der Stadt berichtet, dass die neuen Messdaten eine Verbesserung zeigen: Feinstaub (PM10 und PM2.5) lag 2024 an allen Messorten unter den gesetzlichen Grenzwerten. Ein grosser Teil des Feinstaubs stammt weiterhin aus dem Umland und kann lokal nur begrenzt beeinflusst werden. Auch die Russpartikel gingen weiter zurück.

    Stickstoffdioxid an verkehrsreichen Strassen weiterhin erhöht

    Die Stickstoffdioxid-Belastung ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dennoch wird der Grenzwert entlang stark befahrener Strassen weiterhin überschritten. Dies betrifft etwa Teile der Innenstadt oder Strassen mit vielen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen. Der motorisierte Verkehr bleibt die wichtigste lokale Quelle für Stickoxid-Emissionen. Studien zeigen, dass bereits Belastungen unterhalb der Grenzwerte zu Atemwegsreizungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen können.

    Ozonbelastung stark von Sommerwetter abhängig

    Ozon wird nicht direkt ausgestossen, sondern entsteht durch chemische Reaktionen aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen. Es reagiert stark auf Hitze und Sonneneinstrahlung. Deshalb kommt es an heissen Sommertagen weiterhin zu erhöhten Belastungen. Trotz sinkender Emissionen der Ausgangsstoffe verbessert sich die Ozonbelastung gemäss Medienmitteilung langfristig nur langsam. Die Werte unterscheiden sich stark zwischen Strassenabschnitten und städtischen Randgebieten.

    Stickoxid an der Rosengartenstrasse weiterhin über Grenzwert

    Im Kreis 10 wurden die Messungen an der Rosengartenstrasse, beim Schulhaus Nordstrasse sowie beim Schulhaus Vogtsrain durchgeführt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Standorten weist die Rosengartenstrasse Belastungen über dem Grenzwert auf. Diese sind jedoch gegenüber dem Jahr 2020 deutlich gesunken. Gemessen wurde hier auch die Entwicklung des Verkehrsaufkommens. Da dieses in den vergangenen neun Jahren praktisch stabil geblieben ist, muss, so die Erkenntnis der Stadt, «der Rückgang der Stickoxidemissionen auf die verringerten Emissionen» zurückzuführen sein.

    WHO-Richtlinien setzen höhere Massstäbe

    Alle vier Jahre werden erweiterte Messungen durchgeführt. Sie liefern zusätzliche Erkenntnisse zu Metallen, Staubniederschlägen und Feinstaubzusammensetzung. «Zürich hat bei der Luftqualität viel erreicht. Unsere Massnahmen wirken und schützen die Gesundheit. Damit die Luft noch sauberer wird, müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen. Dies kann mit einem attraktiven öffentlichen Verkehr, energieeffizienten Gebäuden und modernen Heizsystemen erreicht werden», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements laut Medienmitteilung.

    Im Vergleich zu den geltenden Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich strengere Richtwerte (2021). Diese machen sichtbar, dass auch niedrige Schadstoffkonzentrationen gesundheitliche Auswirkungen haben können und der Handlungsbedarf weiter besteht. Saubere Luft senkt das Risiko für Erkrankungen und verbessert die Lebensqualität.

    Der aktuelle Bericht präsentiert die Ergebnisse der breit angelegten Messkampagne 2024 – und bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Belastung.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • An Weihnachten ein Zeichen der Solidarität setzen

    An Weihnachten ein Zeichen der Solidarität setzen

    Die Aktion «2 x Weihnachten» findet dieses Jahr bereits zum 29. Mal statt. Wie eine Medienmitteilung vom Roten Kreuz erklärt, wird die Aktion gemeinsam von der SRG, der Schweizerischen Post, Coop und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) getragen.

    Jede und jeder kann mithelfen und im Rahmen der Aktion «2 x Weihnachten» ein Zeichen der Solidarität setzen: Entweder selbst ein Paket packen und kostenlos per Post versenden oder Geld spenden für die Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Osteuropa und Zentralasien.

    Die gespendeten Lebensmittel sollten noch mindestens sechs Monate haltbar sein. Besonders geeignet sind: Müesli, Konfitüre und Schokoaufstrich fürs Frühstück, Babynahrung, Tee, Kaffee und Öl. Weiter eignen sich Hygieneprodukte wie Zahnpasta, Zahnbürsten und Mundspülungen. Vorkonfektionierte Spendenpakete können zudem in ausgewählten Coop-Filialen, auf coop.ch und im Supercard Prämienshop gekauft werden.

    Hilfe für Menschen in Not

    Mit jedem gespendeten Paket werden Menschen in Not unterstützt – darunter ältere oder kranke Menschen sowie alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Laut Medienmitteilung muss eine armutsbetroffene Einzelperson in der Schweiz mit 2315 Franken im Monat auskommen. Einer Familie mit zwei Elternteilen und zwei Kindern stehen rund 4050 Franken zur Verfügung.

    Die Spenden im Rahmen der Aktion «2 x Weihnachten» entlasten das Haushaltsbudget von armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz punktuell. Vom Geld, das diese nicht für die Artikel des täglichen Bedarfs ausgeben müssen, können sie sich etwas anderes leisten, das für sie sonst nicht bezahlbar wäre.

    Die Aktion «2 x Weihnachten» unterstützt die Betroffenen entweder direkt oder über Institutionen. Die gesammelten Grundbedarfsartikel werden schweizweit durch das Schweizerische Rote Kreuz verteilt.

    Mit den Geldspenden für die Aktion «2 x Weihnachten» werden Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Armenien, Bosnien und Herzegowina, Kirgistan und Moldawien unterstützt. Die Wintermonate sind für benachteiligte Menschen besonders herausfordernd, insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende oder kinderreiche Familien. Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in den vier Ländern helfen mit Gutscheinen für Lebensmittel und Hygieneartikel.

    Grosse Solidarität im letzten Jahr

    Im vergangenen Jahr zeigten die Schweizer Bevölkerung und zahlreiche Unternehmen grosse Solidarität. Für die Verteilung in der Schweiz wurden 390 Tonnen Lebensmittel und Körperhygieneprodukte gespendet. Und für Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Osteuropa und Zentralasien kamen 222 000 Franken zusammen. Dank der Aktion «2 x Weihnachten» erhielten somit 50 000 benachteiligte Menschen eine dringend benötigte Unterstützung.

    Quelle: Medienmitteilung Rotes Kreuz

  • Eine Schweiz ohne Gletscher?

    Eine Schweiz ohne Gletscher?

    Die Schweiz ist das Land der Berge – und der Gletscher. Doch Letztere sind in ihrer Existenz bedroht; der Klimawandel setzt ihnen zu, die Eisflächen schmelzen in grossem Stil. Das ist nicht nur optisch ein Verlust, sondern hat sowohl lokal als auch global gravierende Auswirkungen.

    Um auf die Problematik aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Bedeutung von Gletschern im Klimasystem zu schärfen, haben die Vereinten Nationen daher das Jahr 2025 zum «Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher» erklärt.

    Der «Höngger» hat die Gelegenheit genutzt, dem Glaziologen Lukas Rettig von der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich zum Abschluss des Jahres einige Fragen zu stellen.

    Lukas Rettig, die Schweizer Gletscher schmelzen. Allein in diesem Jahr hat ihr Volumen nach Angaben der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Landschaft, Biodiversität, Naturgefahren sowie Schnee und Eis (kurz WSL) um drei Prozent abgenommen. Wie gross ist die Fläche momentan noch und in welchem Ausmass hat sie sich in den vergangenen 100 Jahren verändert?

    Lukas Rettig: Das letzte vollständige Schweizer Gletscherinventar stammt aus dem Jahr 2016 und umfasst 1400 einzelne Gletscher mit einer Gesamtfläche von knapp 1000 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Vor etwa 50 Jahren betrug die vergletscherte Fläche noch mehr als 1300Quadratkilometer und um das Jahr 1850, zum Ende der sogenannten Kleinen Eiszeit, war sie nahezu doppelt so gross wie heute. Was wir also in den letzten 100 Jahren beobachten können, ist ein stetiger Gletscherrückgang, der sich nach dem Jahr 2000 noch einmal beschleunigt hat. Und seit 2016 hat sich die Fläche jedes Jahr weiter verringert.

    Ein Vorgang, der sich weiter fortsetzen wird. Was sind die Erwartungen, wie werden sich die Schweizer Gletscher in den kommenden 50 Jahren verändern?

    Der Rückgang unserer Gletscher wird sich auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter fortsetzen, so viel ist sicher. Denn Gletscher reagieren immer mit einer gewissen Verzögerung auf Klimaveränderungen. Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 nochmal mindestens ein weiteres Drittel des Eises in den Alpen verloren gehen wird. Wie es dann in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitergeht, hängt massgeblich davon ab, ob wir den Anstieg der globalen Temperaturen auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen können. Gelingt dies, dann wird wohl auch im Jahr 2100 noch ein kleiner Teil der Schweizer Gletscher erhalten bleiben, zumindest in den höheren Lagen. Kommt es allerdings zu einem deutlich höheren Temperaturanstieg, dann werden auch diese Gletscher wahrscheinlich bald verschwinden.

    Wo schmelzen die Gletscher am schnellsten – global gesehen?

    Weltweit sind Gletscher im Rückgang begriffen, es gibt jedoch durchaus auch regionale Unterschiede. Tatsächlich gehören die Alpen zu den Regionen, in denen der prozentuale Verlust besonders stark ausgeprägt ist, auch weil hier die Temperaturen stärker steigen als im globalen Durchschnitt. Es gibt aber andere Regionen auf der Erde, insbesondere in den höheren Breiten, in denen insgesamt mehr Eis schmilzt, einfach weil dort auch mehr und grössere Gletscher existieren.

    Der Schwund der Gletscher hat weitreichende Auswirkungen auf die Schweiz – und weltweit. Was ist hier zu erwarten?

    Der Gletscherschwund hat eine Vielzahl von Folgen sowohl für die Schweiz als auch auf globaler Ebene und ich kann hier nur einige Beispiele nennen. Einerseits sind die Gletscher ein wichtiger Bestandteil des Wasserkreislaufs und zahlreiche grosse Flüsse werden von Gletscherschmelzwasser gespeist. Wenn die Gletscher verschwinden, hat das also beispielsweise Folgen für die Trinkwasserversorgung, die Energiegewinnung (Stichwort Wasserkraft) und die Landwirtschaft. In der Schweiz sind die Gletscher zudem ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes und prägen unser Landschaftsbild. In den Gebirgsregionen müssen sich sowohl Einheimische als auch der Tourismus an diese veränderten Gegebenheiten anpassen. Auch bestimmte Naturgefahren, wie Steinschläge oder Ausbrüche von Gletscherseen könnten an Häufigkeit zunehmen. Auf globaler Ebene hat der Schwund der Gletscher natürlich noch viel drastischere Auswirkungen. Zu nennen ist hier in erster Linie der Anstieg des Meeresspiegels, durch den zahlreiche Küstenregionen weltweit bedroht sind.

    Können die Gletscher in einem wirklich kalten Winter auch wieder wachsen?

    Im Winter ist es für einen Gletscher gar nicht so entscheidend, wie kalt es ist. Viel wichtiger ist, dass sich über den Winter ausreichend Schnee auf dem Gletscher ansammelt, denn dieser Schnee bildet die Grundlage dafür, dass sich mit der Zeit neues Eis bilden kann. Dafür ist es allerdings notwendig, dass der Schnee im folgenden Sommer nicht wieder vollständig schmilzt, die Temperaturen im Sommer sind also sehr entscheidend. Wenn über mehrere Jahre im Winter mehr Schnee fällt, als im Sommer schmelzen kann, dann können Gletscher theoretisch auch wieder wachsen. Das ist aber angesichts der derzeitigen Klimaentwicklung keine wirklich realistische Annahme.

    Es gibt doch auch Bemühungen, die Gletscher durch einfache, pragmatische Lösungen vor der Schmelze zu schützen, etwa durch das Abdecken mit Textilplanen. Bringen diese Massnahmen etwas?

    Man sieht tatsächlich hin und wieder, dass Teile von Gletschern mit Textilplanen abgedeckt werden. Theoretisch kann so die Gletscherschmelze auch sehr effizient verringert werden. Ein solches Abdecken der Gletscher wird derzeit allerdings nur lokal begrenzt angewendet und nur dort, wo ein konkreter wirtschaftlicher oder touristischer Nutzen des Gletschers, zum Beispiel für den Wintersport, besteht. Eine grossflächige Abdeckung von ganzen Gletschern, geschweige denn Gebirgen, ist wohl weder technisch realisierbar noch wirtschaftlich zu finanzieren. Zudem sind die ökologischen Auswirkungen dieses Vorgehens noch zu wenig erforscht. Eine Alternative zu einem ehrgeizigen Klimaschutz ist diese Massnahme also sicher nicht.

    Was müsste sich denn verändern, damit die Gletscher nicht weiter abschmelzen?

    Der einzig effektive Weg, um den Rückgang der Gletscher langfristig aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen ist es, einen weiteren starken Anstieg der globalen Temperaturen zu verhindern. Und das kann nur gelingen, wenn wir rasch unsere Treibhausemissionen reduzieren und in absehbarer Zeit auf null bringen.

    2025 ist das Internationale Jahr zum Erhalt der Gletscher. Welche Ziele wurden dieses Jahr verfolgt?  

    Wir hoffen natürlich, dass das Internationale Jahr zum Erhalt der Gletscher die Aufmerksamkeit und das Problembewusstsein sowohl in der Bevölkerung als auch bei Entscheidungsträgern gestärkt hat. Es ist wichtig, dass wir dokumentieren, was passiert, aber auch aufzeigen, warum es sich lohnt, unser Klima und somit unsere Gletscher nachhaltig zu schützen.

    Zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Was haben Sie sich von der vor wenigen Tagen beendeten Klimakonferenz im brasilianischen Belem erwartet?

    Die Hoffnung war natürlich, dass es den verhandelnden Parteien gelingen würde, sich auf verbindliche Ziele zum Klimaschutz zu einigen und dass sie einen konkreten Plan zum Ausstieg aus den fossilen Energien vorlegen würden. Nun wurden zwar einige Abmachungen getroffen, aber es bleibt abzuwarten, ob und wie diese dann auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Persönlich hätte ich mir ambitioniertere Ziele gewünscht, denn die Zeit drängt, und jedes Zehntelgrad zählt, um die Folgen des Klimawandels und damit auch des Gletscherrückgangs abzuschwächen.

  • Goldene «Sonne» aus Wipkingen strahlt in Neapel

    Goldene «Sonne» aus Wipkingen strahlt in Neapel

    Vergangene Woche fand in Neapel die zwölfte Ausgabe des internationalen Schönheitswettbewerbs «Miss Europe Continental» statt. Die Französin Raquel Toledano holte sich im Teatro Mediterraneo die Krone. Auf den zweiten Platz schaffte es die Moldawierin Anisia Gatcan. Diese bezauberte die Jury mit einem Kleid, das in Wipkingen geschneidert wurde.

    Die Designerin dahinter ist Dallel Idri-Maamri, die am Röschibachplatz im Atelier Idri nicht nur lokale Kundschaft bedient, sondern auch internationale Aufträge erhält. Idri-Maamri zeigt sich überglücklich über die grosse Aufmerksamkeit, die ihre Kreation erhalten hat. «Ich fühle mich so geehrt», sagt sie.



    Wer wird das Kleid tragen?

    «Die Organisatoren der Miss-Wahl haben mich im Vorfeld kontaktiert und gefragt, ob ich zwei Kleider für den Wettbewerb kreieren und ausleihen kann», erzählt die Schneiderin. Welche Kandidatin schliesslich eine ihrer Roben tragen würde, erfuhr Idri-Maamri erst am Abend des Anlasses.

    «Man überreichte uns Designerinnen und Designern eine Box mit dem Namen der Frau und dem Land. Meines war Moldawien und Slowenien», berichtet sie. So kam es, dass Anisia Gatcan und Sylvia Valentine die Kleider von Idri-Maamri auf dem roten Teppich trugen. Dass Gatcan am Ende Zweite wurde, verstärkt die Aufmerksamkeit für die Wipkingerin zusätzlich.

    Sonne und Adonis

    Idri-Maamri blieb bei ihren beiden Kleidern ihrem Credo treu: «Mein Thema ist Nachhaltigkeit und damit Recycling. Der Stoff stammt aus einem Brockenhaus», so die Wipkingerin. Zur Verzierung verwendete sie Messing – ebenfalls Secondhand. Neu seien einzig die Strasssteine gewesen: «Schliesslich sollte es ein glamouröses Kleid werden.»

    Die Inspiration fand Idri-Maamri in der griechischen Mythologie. Das goldene Kleid trägt den Namen «Sonne», das zweite nennt sie «Adonis». «Am Anlass gab es nur noch einen weiteren Designer, der auf Nachhaltigkeit setzte», sagt sie. Ein Wettbewerbsschwerpunkt sei dies nicht gewesen.


    Sylvia Valentine aus Slowenien trägt das «Adonis»-Kleid. (Foto: zvg)

    «In diesem Stil zu arbeiten, ist immer eine Herausforderung. Darum macht mich die Anerkennung auch so glücklich», sagt sie der «Wipkinger Zeitung». Gerade bei Miss-Wahlen würden die Kleider von den Organisatoren ausgesucht – nicht wie sonst in der Modewelt üblich von den Designerinnen selbst.

    Schliesslich schritt das moldawische Model in der «Sonne» sowie Sylvia Valentine mit «Adonis» vor ein Heer von Fotografen. Und auch Idri-Maamri stand im Blitzlichtgewitter: Die Wipkingerin war selbst auf dem roten Teppich zugegen. Stolz präsentiert sie Fotos und Videos auf ihrem Instagram-Profil – und vielleicht bald auch in ihrem Atelier beim «Röschi».


    Dallel Idri-Maamri auf dem roten Teppich. (Foto: zvg)

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    Im Visier der Einbrecher

    Das Modeatelier Idri am Röschibachplatz macht Wünsche aus Stoff wahr und musste jüngst einen Einbruch verzeichnen. Es ist nicht das einzige Fachgeschäft in Wipkingen mit dieser Erfahrung.

  • «Ein Sakrileg»: katholisches Medium nimmt Wipkinger Pfarrei ins Visier

    In der Pfarrei Guthirt in Wipkingen fand am 4. Oktober eine Tiersegnung statt, wie sie in der katholischen Kirche rund um das Fest des heiligen Franz von Assisi vielerorts üblich ist. Auch der «Höngger Wipkinger» berichtete im Vorfeld über die Tiersegnung, die für viele Tierfreunde ein Bedürfnis ist.

    Wie dem Portal «swiss-cath.ch» zu entnehmen ist, wurde der Anlass kurzfristig um eine Eucharistiefeier mit Kommunion ergänzt. Dabei kam es zu einem Vorfall, der nun laut dem katholischen Medium nicht nur kirchenrechtliche Fragen aufwerfe, sondern auch als «Sakrileg» bezeichnet wird.

    Ein Missverständnis

    Wie die Pfarrei gegenüber dem katholischen Portal «swiss-cath.ch» bestätigte, wurden im Anschluss an den Gottesdienst Partikel einer konsekrierten Hostie an zwei Hunde verfüttert.

    Der verantwortliche Pfarrer Marcel von Holzen teilte mit, der Vorgang sei erst nachträglich bemerkt worden. Offenbar hatten einzelne Mitfeiernde Hostienreste weitergegeben, ohne sich der besonderen Bedeutung bewusst zu sein. In der katholischen Kirche stellen geweihte Hostien den Leib Christi dar und sind entsprechend «geschützt».

    Der Bischof sei gefordert

    Die Pfarrei hat den Vorfall nach eigenen Angaben intern erfasst und die kirchlichen Behörden informiert. Momentan laufen Abklärungen, ob ein formelles Verfahren notwendig ist. Gleichzeitig prüft die Leitung, wie künftig bei besonderen Feiern wie Tiersegnungen der Ablauf so gestaltet werden kann, dass Missverständnisse oder Unklarheiten vermieden werden.

    «swiss-cath.ch» geht in der Berichterstattung über den Vorfall hart mit der Wipkinger Pfarrei ins Gericht. So wird geschrieben, dass der Vorgang angeblich «anders verlaufen» sei, erläutert dies jedoch nicht weiter. Der Missbrauch einer konsekrierten Hostie sei ein «eigentliches Sakrileg», das laut dem kirchlichen Gesetzbuch auch ein «schwerwiegendes Delikt» sei.

    Und weiter: Nun sei Bischof Joseph Maria Bonnemain gefordert, dieser stehe wegen des «Schwergrades dieses Vorfalls» in der Pflicht.

  • Wipkingerplatz: Pop-up-Park statt Post

    Wipkingerplatz: Pop-up-Park statt Post

    Eingereicht wurde das Postulat Ende November von Martina Zürcher-Böni (FDP), Andreas Egli (FDP) und Johann Widmer (SVP). Hintergrund ist die laufende Weisung 2025/276, mit der der Stadtrat das ehemalige Postgebäude von der Post AG erwerben will.

    Das Gebäude steht ausserhalb der Baulinien und darf nur für postalische Zwecke genutzt werden. Für eine anderweitige Nutzung ist es daher nicht geeignet.

    Es könnten noch mehrere Jahre vergehen

    Parallel dazu hat die Stadt bereits ein partizipatives Verfahren gestartet, um eine langfristige Quartierslösung für das Areal zu entwickeln. Bis ein definitives Projekt steht, dürften laut dem Postulat jedoch mehrere Jahre vergehen.

    Aus Sicht der genannten Gemeinderäte wäre ein rascher Abriss mit einem temporären Pop-up-Park die beste Übergangslösung. Zudem fordern sie, dass ein provisorischer Zugang zum dahinterliegenden Kirchgemeindehaus geschaffen wird.

    Quelle: GR Nr.: 2025/561 / Alte Post Wipkingen, Abriss des Gebäudes und Erstellung eines provisorischen Pop-Up-Parks

  • Stay Focused

    Stay Focused

    Nein, keine Angst, grundsätzlich habe ich kein Problem damit, mich zu konzentrieren. Im Gegenteil, ich kann mich wunderbar in eine Arbeit vertiefen – vorausgesetzt, ich entscheide mich für ein Thema. Denn mein Problem ist, dass ich so viele Dinge sehe, mit denen ich mich auseinandersetzen möchte, dass ich gar nicht mehr weiss, wo anfangen.

    Zum Beispiel macht mir die weltpolitische Lage Sorgen. Und ich möchte sehr gerne meinen Teil dazu beitragen, dass sich gewisse Dinge nicht ganz so dramatisch entwickeln. Etwa die Zunahme rechtsradikaler Tendenzen. Es ist mir enorm wichtig, da dagegen zu halten. Aber wie? Und mit welchen Mitteln?

    Oder diese ganzen Kriege. Können wir die nicht endlich stoppen? Daneben verliert ein weiteres Anliegen von mir schon fast an Gewicht, obwohl es für die Zukunft der Menschheit von enormer Bedeutung ist: der Klimaschutz. Was kann ich dafür tun? Und während ich so über diese übermächtigen Fragen nachdenke, gibt es in meinem direkten Umfeld auch Handlungsbedarf.

    Ich will mich für die Nachbarschaft engagieren, gegen Food Waste vorgehen, ältere Menschen unterstützen, die niemanden mehr haben. Und schliesslich habe ich noch meine Jobs. Und ein paar Kinder. Wie soll das alles nur zusammengehen? Ist es wichtig, im Kleinen aktiv zu sein oder sich um das grosse Ganze zu kümmern?

    Ich finde darauf für mich keine richtige Antwort. Breitet sich das Gute vom kleinen Kontext auf den grossen aus? Und wenn ja, haben wir genug Zeit, uns auf das Kleine zu beschränken? Ist das nicht egoistisch angesichts der riesigen Probleme?

    Andererseits: Ist es nicht vermessen, das Gefühl zu haben, im Grossen überhaupt etwas verändern zu können? Ach, es ist ein Dilemma. Ich bewundere die Leute, die ihre Mission gefunden haben. Die erreichen wahrscheinlich mehr als ich, die tausend Baustellen gleichzeitig bearbeiten will.

  • Polizei nimmt mutmasslichen Dieb im Kreis 10 fest

    Polizei nimmt mutmasslichen Dieb im Kreis 10 fest

    Am Donnerstag, 27. November um 16.30 Uhr, fiel Fahndern der Stadtpolizei Zürich im Kreis 10 ein Mann auf, der sich auffällig vor einem Liegenschaftseingang hin- und herbewegte. Bei der anschliessenden Personenkontrolle wurde festgestellt, dass der kontrollierte zur Verhaftung ausgeschrieben war und gegen ihn ein Einreisverbot in die Schweiz bestand.

    Zudem trug er diverse Gegenstände mit sich, die einem Paketdiebstahl vom selben Tag zugeordnet werden konnten. Der 36-jährige Italiener wird der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt. Es folgen nun Abklärungen, ob es sich bei weiteren von ihm mitgeführten Gegenständen ebenfalls um Deliktsgut handelt.

    Einbruch im Kreis 9

    Am frühen Freitagmorgen, dem 28. November, um 2.30 Uhr meldete ein Mann aus dem Kreis 9, dass soeben jemand in seiner Wohnung gewesen war und mit Deliktsgut geflüchtet sei. Die Einsatzkräfte konnten den mutmasslichen Täter im Keller einer benachbarten Liegenschaft antreffen und festnehmen.

    Der 34-jährige Algerier trug das mutmassliche Deliktsgut noch bei sich und wurde für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht.

    Präventionstipps der Stadtpolizei Zürich

    – Leeren Sie Ihren Briefkasten regelmässig – wenn möglich gleich nach der Zustellung der Post. Vor allem dann, wenn Sie ein Paket erwarten.
    – Installieren Sie die Post-App. Mit der App können viele Dienstleistungen des Zustellers online gesteuert und nach Ihren Bedürfnissen angepasst werden. Mit der Sendungsverfolgung wissen Sie zudem immer, wo sich Ihr Paket gerade befindet.
    – Verlangen Sie von der Versandfirma, dass sie die Pakete mit «Signature» verschickt. Dann dürfen sie nur gegen Unterschrift abgeliefert werden.
    – PickPost: Sind Sie öfter nicht zu Hause, wenn der Postbote klingelt? Dann melden Sie sich bei der Post für den kostenlosen Service «PickPost» an und lassen Sie Ihre Pakete an eine der PickPost-Stellen in Ihrer Nähe schicken, zum Beispiel einen SBB-Bahnhof, eine Tank- oder Poststelle. Sobald Ihre Sendung dort angekommen ist, werden Sie benachrichtigt.

    In diesem Zusammenhang weist die Stadtpolizei auf die Schutzmassnahmen für das Zuhause hin:

    – Schliessen Sie sämtliche Haus- oder Wohnungstüren immer ab und lassen Sie die Fenster nie schräggestellt.

    – Lassen Sie keine unbekannten Personen ins Haus.
     
    – Melden Sie verdächtige Personen der Polizei unter der Nummer 117.

    – Nutzen Sie die kostenlose Einbruchschutzberatung der Stadtpolizei Zürich und lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus von unseren Sicherheitsberatern überprüfen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich