Autor: tka_admin

  • Schluss mit Stalking: Schutz der Privatsphäre im Fokus

    Schluss mit Stalking: Schutz der Privatsphäre im Fokus

    Von Nathalie Zeindler

    Ein anonymes Geschenk vom Quartierladen im Briefkasten, Anrufe mitten in der Nacht, Auflauern in sozialen Kanälen, vor der Wohnung oder am Arbeitsplatz: Bei der Täterschaft handelt es sich meist nicht um Unbekannte – oftmals sind es ehemalige Partner, Freunde oder Arbeitskollegen, die Grenzen missachten.

    Bisher bewegten sich Stalking-Opfer nahezu in einem luftleeren Raum. Ständige Angst- und Panikgefühle, wiederholtes Zweifeln an der eigenen Wahrnehmung sowie körperliche Symptome aufgrund des anhaltenden psychischen Drucks führten dazu, dass Betroffene, ob Frau oder Mann, zunehmend den Boden unter den Füssen verloren und sich nicht mehr getrauten, die eigenen vier Wände zu verlassen.

    Auch vermochte die Polizei erst bei handfesten Drohungen oder physischer Gewalt tatsächlich einzugreifen. Mit der Gesetzesänderung (Artikel 18b StGB, «Nachstellen»), die seit Beginn dieses Jahres in Kraft getreten ist, hat der Bundesrat diese Schutzlücke endlich geschlossen.

    Opferschutz gewährleistet

    Stalking wird ab jetzt als «beharrliches Verfolgen, Belästigen oder Kontaktieren» definiert, das den Alltag einer Person nicht nur vorübergehend beeinträchtigt. Es ist nicht mehr notwendig, eine Drohung auszusprechen, denn bereits das systematische Eindringen in die Privatsphäre gilt als strafbar. Insbesondere auch in überschaubaren Quartieren kann die Bewegungsfreiheit dadurch massiv eingeschränkt werden.

    Die neue Strafnorm sieht zudem Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor, was dazu führt, dass Behörden weitaus schneller Kontakt- und Rayonverbote aussprechen können. Expertinnen und Experten raten Betroffenen, ein «Stalking-Tagebuch» zu führen, jeden Vorfall ausführlich zu dokumentieren, Screenshots zu sichern und das eigene Umfeld einzuweihen. Wer sich bedroht fühlt, sollte nicht zögern, die Polizei zu kontaktieren oder bei der Opferhilfe Zürich Unterstützung zu suchen.

    Mit dem neuen Erlass ist ein klares Signal gesetzt worden. Das Recht auf ein ungestörtes Leben erschwert es der Täterschaft, ihren Drang zur Belästigung und Manipulation frei auszuleben. Ein essenzieller Schritt für die allgemeine Sicherheit – auch in Höngg und Wipkingen.

  • Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    autismus schweiz mit Sitz in Höngg weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass das Wissen über Autismus in der Gesellschaft nach wie vor unzureichend ist. Dies betrifft neben dem Alltag insbesondere zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, Betreuung, Arbeit und Wohnen. Fehlendes Wissen über Autismus kann konkrete Folgen haben: Verhalten wird falsch eingeschätzt, Unterstützungsangebote greifen zu spät oder gar nicht, und der Zugang zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung ist erschwert. Dies führt zu hoher Belastung für Betroffene und Angehörige und kann Krisen begünstigen, die mit mehr Fachwissen vermeidbar wären.

    Massives Versorgungsproblem

    «Es gibt ein massives Versorgungsproblem für alle Kinder und Jugendlichen mit psychischen Belastungen – das ist eine inakzeptable Situation, die in keinem anderen medizinischen Bereich akzeptiert würde», sagt Ronnie Gundelfinger. Der ehemalige leitende Arzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) ergänzt: «Für Familien mit einem Kind im Autismus-Spektrum ist die Situation besonders gravierend, weil es an qualifizierten Abklärungsstellen und an adäquaten Therapieangeboten fehlt.»

    Die Schweiz hat im Jahr 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Zudem hat der Bundesrat im Jahr 2018 in seinem Bericht zu Autismus-Spektrum-Störungen festgehalten, dass Menschen im Autismus-Spektrum in der Schweiz weiterhin mit erheblichen Nachteilen konfrontiert sind. Der Bericht zeigt auf, dass es an Koordination, Fachwissen und bedarfsgerechten Angeboten fehlt und dass Bund und Kantone ihre Verantwortung für eine wirksame Unterstützung stärker wahrnehmen müssen. Dazu gehören angemessene Vorkehrungen, barrierefreie Angebote sowie eine fachlich fundierte Begleitung in allen Lebensbereichen.

    Fachwissen ist entscheidend

    Aus Sicht von autismus schweiz besteht bei der Umsetzung dieser Verpflichtungen aus der UNO-Behindertenrechts­konvention und dem Bericht des Bundesrates weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Notwendig ist insbesondere eine bessere Sensibilisierung der Gesellschaft für Autismus. „Autistische Menschen und ihre Angehörigen haben im Alltag oft besondere Herausforderungen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Gesellschaft sie versteht, gut informiert ist und passende Strukturen bereitstellt.“ sagte Bundesrätin Elisabeth Baume‑Schneider im November 2025 anlässlich eines Autismus-Kongresses in Interlaken.

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    Autismus wird sichtbarer

    autismus schweiz erlebt täglich, dass der Zugang zu autismusgerechten medizinischen Massnahmen sowie zu Bildung und Arbeit für viele Betroffene nicht gesichert ist. Deshalb fordert die Organisation von Bund und Kantonen verbindliche und praxisnahe Aus- und Weiterbildungen zu Autismus für Fachpersonen in der Bildung, dem Gesundheitswesen und im Sozialbereich. Autismus-Kompetenz darf kein freiwilliges Zusatzwissen sein, sondern muss fester Bestandteil der Grundausbildung in sozialen und betreuenden Berufen werden. Gleichzeitig braucht es ausreichend spezialisierte und langfristig finanzierte Unterstützungsangebote in der Schule, beim Übergang ins Erwachsenenleben und in der Arbeitswelt. Auch medizinische Massnahmen und die Krisenbegleitung müssen sich konsequent an den individuellen Bedürfnissen von Menschen im Autismus-Spektrum orientieren.

    Quelle: Medienmitteilung autismus schweiz

  • Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe über übelriechenden Geruch in der Stadt im Winter, insbesondere starkbefahrenen Passagen wie der Rosengartenstrasse. Dieser Geruch entsteht, trotz verbesserter Emissionswerten im Vergleich zu den Vorjahren, durch ein Wetterphänomen im Winter.

    «Der üble Geruch während des Winters in der Stadt liegt an einer sogenannten Inversionswetterlage», erklärte Flavio Kunert, Doktorand am Lehrstuhl für Luftqualität und Partikeltechnologie an der ETH Zürich, im «Tagblatt der Stadt Zürich». Das ist ein Hochdruckgebiet, welches dafür sorgt, dass die kalte, schwerere Luft am Boden bleibt, während die wärmere, leichtere Luft nach oben steigt. Dies führt zu einer Art Luftdeckel, der die kalte Luft am Boden einschliesst, sodass sie sich nicht mit der oberen, wärmeren Luft vermischen kann.

    Inversionswetterlage: Ein Phänomen im Winter

    In den tiefen Lagen sammeln sich dadurch Schadstoffe, insbesondere Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem durch den Autoverkehr entsteht. Zusätzlich kommen Feinstaubpartikel hinzu. In dieser Zeit werden die Grenzwerte für die Luftbelastung in der Rosengartenstrasse häufig über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg überschritten. Erst wenn Wind aufkommt, kann sich die Luft wieder durchmischen und die schädlichen, übelriechenden Stoffe vertreiben, so berichtete das «Tagblatt der Stadt Zürich».

    Emissionswerte in den letzten Jahren halbiert

    Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich teilt dem «Tagblatt der Stadt Zürich» mit, dass die Luftqualität in Zürich insgesamt besser geworden ist. In den letzten Jahren haben sich die Emissionswerte in der Rosengartenstrasse sogar halbiert. Teilweise werde der Grenzwert der Stickoxid-Belastung in stark befahrenen Strassen dennoch überschritten. Stickoxid kann laut dem Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Atemwegsinfektionen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

  • Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Wie die Stadt in einer Medienmitteilung heute erklärt, plant die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) im historisch wertvollen Lettenquartier zwischen der Imfeld-, Rousseau- und Lettenstrasse ihre bereits bestehenden Siedlungen zu erweitern. Gleichzeitig soll innerhalb des Areals eine neue städtische Schulanlage entstehen. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung der Lettenwiese als zentralen Grünraum innerhalb der Parzelle.  

    Landtausch zwischen Stadt und Genossenschaft  

    Zu diesem Zweck, so die Stadt, solle die Bauzonenordnung revidiert und ein Landabtausch zwischen der Baugenossenschaft und der Stadt durchgeführt werden. Denn aktuell, so die Medienmitteilung, «befindet sich das Grundstück der Stadt Zürich in der Mitte des Lettenplateaus, umrandet von den Wohnbauten der BEP». 

    Durch den Landtausch komme die neue Schule nun an den Rand des Perimeters zu liegen, dort, wo heute die BEP-Siedlung 6 steht. Damit könne die Genossenschaft ihre Wohnsiedlung innerhalb der Parzelle erweitern. Neuer Wohnraum soll gleichzeitig anstelle der Siedlung Letten 7 entstehen, welche vom Stadtrat im Sommer 2025 aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen wurde.

    Auflage bis April

    Erarbeitet wurde die vorliegende Variante durch eine zweijährige kooperative Testplanung zwischen der BEP, IMMO Stadt Zürich sowie der SBB, inklusive Mitwirkungsverfahren der Quartierbevölkerung. Die Pläne liegen ab heute bis und mit 7. April zur Einsicht auf.

    Direkt im Anschluss an den Vollzug der Revision der Bauzonenordnung, der voraussichtlich gegen Ende 2027 vonstatten geht, plant die BEP einen Architekturwettbewerb zur Planung der Überbauung.

    Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich

  • Wo die «Hönggerli» herkommen

    Wo die «Hönggerli» herkommen

    In diesem Jahr kann die Filiale der Metzgerei Eichenberger in Höngg gleich ein doppeltes Jubiläum begehen: Sie feiert nicht nur den fünften Geburtstag ihres Höngger Standorts, sondern auch das 75-Jahr-Jubiläum ihres Stammhauses im Zürcher Oberland. 1951 gründeten Max und Elisabeth Eichenberger in Wetzikon die gleichnamige Metzgerei, mittlerweile hat bereits die dritte Generation die Leitung des Familienunternehmens übernommen.

    Rund 40 Angestellte sind in den drei Filialen tätig, vier Beschäftigte zählt der Höngger Ableger. Das Fleisch, das hier angeboten wird, so erklärt der Höngger Filialleiter Fabian Gasser, stamme von lokalen Betrieben aus dem Zürcher Oberland. «Die Herkunft unseres Fleisches ist für uns von grosser Bedeutung», so Gasser. «Wir beziehen es von kleinen Bauernbetrieben, mit denen wir seit Jahrzehnten enge Geschäftsbeziehungen pflegen.»

    Ladenfertig geliefert

    Zur Geschäftsphilosophie gehört es auch, das ganze Tier zu verarbeiten – und lange Transportwege zu vermeiden: Geschlachtet wird in Hinwil, zerlegt in Wetzikon, alle Wurst- und Rohfleischwaren werden in der eigenen Wursterei hergestellt. Nach der Zerlegung und Verarbeitung wird das Fleisch schliesslich ladenfertig in die Filiale geliefert und hier den Wünschen der Kundschaft entsprechend zubereitet. Das hauseigene Label mit dem Eichhörnchen steht für höchste Qualität, traditionelles Metzgerhandwerk und regionale Produkte. Nur Produkte, welche die Metzgerei selbst herstellt, dürfen es tragen


    Der Fleischteller der Metzgerei Eichenberger. (Foto: das)

    Tipps für die Zubereitung

    Ebenso wichtig wie die Beziehung zu den Produzentinnen ist auch die Beziehung zur Kundschaft: «Wir stellen fest, dass unsere Kundschaft sehr bewusst Fleisch einkauft und es schätzt, sich von Fachpersonal beraten zu lassen», erklärt Gasser. So können die Kundinnen im Metzgereibetrieb nicht nur ihre gewünschten Produkte bestellen, sondern auch Tipps zur Zubereitung abholen und austauschen. So manche bestellen hier sogar Knochen und Innereien für die Haustiere zu Hause.

    Darüber hinaus bietet die frisch renovierte Höngger Filiale ein breites Sortiment an ganz unterschiedlichen Produkten: Neben den Fleischwaren, täglich wechselnden Take-away-Gerichten und natürlich den berühmten «Hönggerlis» sind hier auch die Bravo-Ravioli zu finden, die mit Fleisch von der Metzgerei gefüllt werden. Und mit dem ebenfalls angebotenen frischen Gemüse, den Getränken, Saucen und sogar Süsswaren lässt sich hier kinderleicht ein komplettes Festmahl zusammenstellen.


    Das fleischlose Sortiment (Foto: das)
  • «De Stei isch weg»: Musical Workshop in den Sportferien

    «De Stei isch weg»: Musical Workshop in den Sportferien

    In den kommenden Sportferien vom 16. bis 21. Februar 2026 findet wieder ein Musical-Workshop in der Freien Kirche Wipkingen statt. Alle Kids und Teens (Kindergarten bis zur 2. Sekundarstufe) sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Das Thema heisst dieses Mal «De Stei isch weg»: Es geht um Ostern und wie die Geschichte von Jesus weiterging, nachdem der Stein vor seiner Grabhöhle plötzlich weg war.

    Ein typischer Tag

    Und so läuft ein typischer Tag beim Musical-Workshop ab: Von 9 Uhr an ist Eintrudeln mit vielen freien Spielmöglichkeiten angesagt. Nach der ersten Chorprobe können die Kinder aus verschiedenen Workshops auswählen (Theater, Solosingen, Requisiten basteln, Tanz, Gebärden). Danach folgt ein leckeres Mittagessen. In Kleingruppen vertiefen wir anschliessend, umrahmt von lustigen Spielen, die Geschichte des Musicals.

    Dann steht die nächste Chorprobe auf dem Programm. Ein leckerer Zvieri darf selbstverständlich nicht fehlen. Nach der letzten Probe ist um 16 Uhr Feierabend. Zum Abschluss der Woche präsentieren wir an drei Aufführungen, was wir unter der Woche einstudiert haben. Zu diesen Konzerten sind neben den Angehörigen der Kinder natürlich auch Gäste herzlich willkommen.
    Das motivierte Leiterteam freut sich auf eine tolle Woche mit den Kindern.

    Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, also am besten schnell anmelden!

    Musical-Workshop
    Montag, 16., bis Samstag, Montag, 16., bis Samstag, 21. Februar. Jeweils von 9 bis 16 Uhr; Freitag von 14.30 bis
    21 Uhr; Samstag von 14 bis 18.30 Uhr.
    Kosten: 80 Franken (für Mittagessen, Zvieri, Notenheft, Übungs-CD, T-Shirt etc.)
    Aufführungen:
    Freitag, 20. Februar, 19.30 Uhr,
    Samstag, 21. Februar, 15 & 17 Uhr.
    Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit auf kirchewipkingen.ch/musicalworkshop

    Eingesandt von der Freien Kirche Wipkingen

  • Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Die morgendliche Fahrt im 46er gewährt mir oft einen weiten Blick über die ganze Stadt, manchmal bis hin zu den schneebedeckten Alpen. In der Redaktion am Meierhofplatz angekommen werde ich von einem dynamischen Team begrüsst: Dani, Petra, Dagmar (und ihre Hunde) sind stets mit Freude am Werk.

    Seit über drei Jahren durfte ich mich hier einleben und einbringen. Nun findet meine Zeit bei der «Höngger Zeitung» ein Ende. Das Leben zieht mich weiter – ich freue mich, meinen kreativen Projekten, etwa als Sängerin Jina Rose, mehr Zeit zu widmen. Doch meine Kolleginnen und Kollegen werde ich vermissen – ich schätze die Zusammenarbeit mit euch, nicht zuletzt dank eurer herzlichen und humorvollen Art.

    Engagement und Neugier

    Zudem stelle ich fest, wie tief ich in dieses Quartier hineingewachsen bin. Vor einigen Jahren hatte ich kaum was mit Höngg am Hut, heute begegnen mir bekannte Gesichter und zahlreiche Geschichten. Durch die Arbeit bei der Quartierzeitung ist man nah am Leben, sie erfordert viel Engagement und Neugier.

    Es hat mir Spass gemacht, Interviews mit unterschiedlichsten Menschen zu führen, Texte zu korrigieren und alle zwei Wochen eine frische Zeitung in den Händen zu halten, die nicht nur in der eingespielten Zusammenarbeit unseres Teams, sondern auch durch die Menschen und Organisationen aus dem Quartier entstanden ist.

    Gerne habe ich meine Kreativität einfliessen lassen, zum Beispiel mit dem «Höngger Podcast» oder auf Social Media, wo zunehmend mehr Austausch entsteht. Ich bin dankbar für diese Zeit, die für mich von bereichernden Erfahrungen und spannenden Begegnungen geprägt war. Sicher werde ich dem «Höngger» verbunden bleiben, und ich freue mich darauf zu sehen, was dieses historische Jubiläumsjahr und die weitere Zukunft für die Quartierzeitung bereithält.

    Jina Rose produzierte ein Musikvideo mit ihrer Band ROSE & DOCTOR.
  • Hönggs «Lieblings-Italiener» wird zehn Jahre alt

    Hönggs «Lieblings-Italiener» wird zehn Jahre alt

    Als vor zehn Jahren die Osteria da Biagio in Höngg eröffnete, schrieb der «Höngger» von einem «Stelldichein der Lokalprominenz»: Viele gaben sich damals die Ehre, um den neuen Wirt Biagio Martella kennenzulernen und das Lokal «Limmatberg» neu zu entdecken. Die Resonanz war positiv, die Osteria entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt. Für viele ist es der erklärte «Lieblings-Italiener» in Höngg.

    Am vergangenen Sonntag wurde das Jubiläum gefeiert: Zahlreiche Gäste kamen, um Martella und seiner Frau Anna ihre Aufwartung zu machen, die zum grossen Festessen einluden. «Wir haben hier nicht nur ein Restaurant, wir haben ein Zuhause geschaffen», sagte der Wirt dem «Höngger» vor Ort.


    Das ganze Team nimmt vereint den grossen Applaus der Gäste entgegen. (Foto: dad)

    Der aus Apulien stammende Gastgeber freute sich enorm über das zahlreiche Erscheinen. Und obwohl er im Mittelpunkt stand, betonte er stets, dass der Erfolg ein Gemeinschaftswerk sei: mit seiner Frau Anna, die ursprünglich aus Kampanien stammt, welche die beliebte Pasta zubereitet, sowie mit dem «besten Team», bestehend aus neun Personen.

    Serviert wurden an diesem Tag ausschliesslich hausgemachte Spezialitäten: Antipasti, Büffelmozzarella, Pizzabrot und Teigwaren – von Agnolotti bis zu Mezzelune. Auch beim Wein setzt das Restaurant seit der Eröffnung auf Beständigkeit; beliefert wird es von drei Höngger Anbietern: Zweifel 1898, WeinArt Robert Zurbriggen sowie dem Wein- und Obsthaus Wegmann.

    Eine Erfolgsgeschichte

    Das Jubiläumsfest wurde mit einer Rede des Rechtsanwalts Bruno Dohner bereichert. Er war daran beteiligt, dass Martella nach Höngg kam. Zuvor hatte der Wirt bereits das «Chez Mario» im Kreis 4 sowie das «Einhorn» in Dübendorf geführt. Dohner kannte beide Lokale – und wusste, dass der «Limmatberg» frei wird. Der Vermieter René Frigerio hatte zudem eine faire Pacht versprochen und sich eine Quartierbeiz gewünscht – mit der Osteria da Biagio wurde dies erfüllt.


    Rechtsanwalt Bruno Dohner hält eine Rede. (Foto: dad)

    Es ist eine Erfolgsgeschichte: Drei von fünf Gastro-Betrieben würden die ersten fünf Jahre nicht überleben, sagte Dohner. Die Osteria da Biagio habe bereits zehn Jahre geschafft und die Zukunft ist gesichert: Laut Dohner läuft der Vertrag weitere zehn Jahre, mit der Option auf zwei Verlängerungen um je fünf Jahre.

    «Höngg ist wunderbar»

    In Erinnerung bleibt zudem die Zeit der Pandemie, die das Wirtepaar jedoch nicht aus der Bahn warf. Martella sagte dem «Höngger»: «Während der Pandemie kam viel Kundschaft, die das Essen abholte. Alle haben uns geholfen.» Nicht nur deshalb sei «Höngg einfach wunderbar». Die letzten zehn Jahre seien für ihn die schönste Zeit seines Lebens gewesen.

    Der Vater von zwei Töchtern, Frederica und Alessia, holte zum Schluss der Rede auch seine Frau Anna sowie das gesamte Team vor die Gäste. Es gab grossen Applaus – ebenso nachdem Tiziana Werlen-Oberti von He-Optik ein Gedicht auf Italienisch vorgetragen hatte, geschrieben von Dohner. Darin heisst es sinngemäss: «In jeder Geste liegt Sorgfalt und Leidenschaft, in jedem Gericht Hingabe und Kraft. Da ist der Gast niemals allein – dank euch fühlt man sich wie daheim.»

    Schliesslich erhielt das Wirtepaar eine Zeichnung des Architekten Marcel Knörr, dargestellt wird das Gebäude selbst, ergänzt durch die Unterschriften der anwesenden Gäste. Diese genossen den Nachmittag bei bester Verpflegung und guter Stimmung.


    Die Zeichnung von Marcel Knörr mit den Unterschriften aller Gäste. (Foto: dad)

    Neue Öffnungszeiten

    Ab Februar sind Sonntag und Montag die Ruhetage.
    Zudem werden neu Betriebsferien eingeführt. Diese finden vom 28. Juli bis 10. August 2026 sowie vom 24. Dezember 2026 bis 6. Januar 2027 statt.

  • Dagmar schreibt: Danke, Greg

    Dagmar schreibt: Danke, Greg

    Ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine kleine Geflügelgeschichte. Schliesslich habe ich schon länger nicht mehr von meinem Hühnerhof berichtet – obwohl es für mich immer eine Wohltat ist, sich mit dem lieben Federvieh zu beschäftigen. Heute also geht es um meinen Erpel Greg. Greg hatte einen schweren Start ins Leben. Denn wie schon einige Monate zuvor bei einem der Hühner lief auch bei seinem Schlupf etwas nicht ganz richtig. Seine Mutter verliess das Gelege verfrüht, Greg musste seine ersten Lebenswochen bei mir zu Hause verbringen. Das lief super, er badete in unserer Badewanne, wurde täglich mit Mehlwürmern und Salat versorgt und wuchs in Windeseile heran.

    Bald war der Zeitpunkt gekommen, ihn zurück zu seiner Familie zu bringen. Die Eingewöhnung verlief etwas harzig, denn Greg fühlte sich nicht wirklich als Ente. Eine Zeitlang orientierte er sich an einem einsamen Hahn und lief diesem schnatternd hinterher, mittlerweile hat er sich am Rande der Entengruppe arrangiert, aber so richtig gehört er noch nicht dazu. Macht ja eigentlich nix. Wenn da nur nicht das allabendliche Einstallen wäre, denn über Nacht muss das Geflügel in den Stall. Machen auch alle anstandslos. Alle bis auf Greg. Der kapiert nicht, wo er hin soll. Suchend kurvt er um alle verfügbaren Ställe herum, immer knapp vor dem Eingang, aber Reingehen ist nicht sein Ding.

    Zuerst dachte ich, man müsste ihm den Zugang erleichtern. Denn einer der Ställe, in denen er jeweils nächtigt, hat eine Treppe. Und diese zwei Stufen schienen ein Problem zu sein. Also baute ich eine Rampe. Von zwei Seiten kann man nun hindernisfrei in den Stall schlendern. Die Hühner haben das Prinzip auch sofort verstanden. Nicht so Greg. Er hat das Ding zwar mehrmals intensiv betrachtet, aber nix ist. In letzter Sekunde dreht er immer wieder ab.

    Dass ich ihm dabei behilflich bin, findet er auch doof. Sobald ich mich nähere, wackelt er davon. Viele Runden bin ich deshalb schon hinter ihm hergewatschelt, mit Vorliebe natürlich dann, wenn es in Strömen regnet. Dieses schöne Ritual dauert mindestens 15 bis 20 Minuten. Während wir beide unseren Tanz um die Ställe vollziehen, wird es meist komplett dunkel. Und Greg, der eine schwarze Ente ist, entschwindet zunehmend meinem Gesichtsfeld. Das wiederum hat Auswirkungen auf meine Geduld. Was bedeutet, dass ich zu fluchen beginne. Alle möglichen Schimpfwörter habe ich der Ente schon an den Kopf geworfen. Das nützt natürlich wenig.

    Mehrmals schon war ich auch kurz davor, ihn einfach draussen zu lassen. Doch das geht nicht. Er ist schliesslich mein Baby. Also rutsche ich so lange hinter ihm her, bis er sich endlich unter dem Entenstall niederlässt. Der steht auf Füssen, rund 40 Zentimeter über dem Erdboden. Und dorthin, in die hinterste Ecke, verkriecht sich Greg. Mein Glück, denn ich kann den Ausweg blockieren. Allerdings komme ich nur an ihn dran, wenn ich auch darunter krieche. Das tue ich, jeden einzelnen Abend – das gesamte Universum verfluchend.

    Doch wenn ich ihn dann gepackt habe und er sich mit seinen kalten Entenfüssen an meine schlammverschmierte Jacke schmiegt und mich treudoof aus seinen wunderschönen Augen anblickt, dann bin ich wieder mit der Welt versöhnt. Der Greg, der erdet mich einfach. Im allerwahrsten Sinne des Wortes.

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  • Die «Züri Girls» holen Schweizer Meistertitel

    Die «Züri Girls» holen Schweizer Meistertitel

    Die «Züri Girls» sind eine Spielgemeinschaft aus dem Red Sox HC Zürich, dem Grasshopper Club Zürich und dem Zürichsee Hockey Team. Mit dabei waren die Hönggerinnen Malou Zurbrügg (Red Sox) und Elena Huizing (Grasshoppers) sowie die Wipkingerin Manon Cornet (Red Sox), die seit Jahren gemeinsam auf dem Feld stehen.

    Am entscheidenden Finaltag zeigten die Zürcherinnen ihre ganze Klasse. Mit einem klaren 4:0-Sieg gegen den HC Olten machten sie den Titel frühzeitig perfekt. Bereits vor dem letzten Spiel lagen die «Züri Girls» mit neun Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

    Sechs Punkte Vorsprung

    Das abschliessende Spiel ging zwar knapp mit 0:1 verloren, doch änderte dies nichts mehr am Ausgang der Meisterschaft. Die Mannschaft zeigte erneut eine engagierte Leistung. Mit sechs Punkten Vorsprung und lediglich drei Gegentreffern in sechs Partien war der Titelgewinn hochverdient.

    Für die Spielerinnen endet damit eine erfolgreiche Saison, geprägt von sportlicher Qualität, starkem Teamgeist und vielen schönen Momenten. Die Meisterschaft ist nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen für den besonderen Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

    Eingesandt von Dawn Cornet