Autor: tka_admin

  • Natur- und Vogelschutzverein Höngg: Anpacken im Frühling

    Natur- und Vogelschutzverein Höngg: Anpacken im Frühling

    In Höngg heisst es Ende Februar wieder «Anpacken im Frühling». Gemeint ist der erste von zwei Arbeitstagen des Jahres vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV). Der Tag bietet die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung die grünen Flecken des Quartiers für die warme Jahreszeit fit zu machen.

    Muskelkraft kann nicht schaden

    Etwa beim Rückschnitt von Obstbäumen am Ruggernweg, dem Zurückschneiden von Sträuchern auf der Werdinsel und dem Roden und Auslichten beim Scheibenstand auf dem Schiessplatz Hönggerberg. Einige Aufgaben erfordern Muskelkraft, andere Trittsicherheit auf einer Leiter. Der NVV freut sich über alle Teilnehmenden, mit oder ohne Vorkenntnisse.

    Arbeitstag mit dem NVV

    Samstag, 28. Februar, 9–13 Uhr
    Anmeldung: bis Montag, 23. Februar bei Hans-Peter Wydler: hpwy@gmx.ch.
    Mitnehmen: Robuste, warme Schuhe und Kleider sowie Arbeitshandschuhe, wenn vorhanden.
    Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.

  • Einbahnregime an Riedhofstrasse wurde vorläufig aufgehoben

    Einbahnregime an Riedhofstrasse wurde vorläufig aufgehoben

    In der Riedhofstrasse wurde das Einbahnregime aufgehoben, wie verschiedene Stimmen aus der Leserschaft berichten. Offenbar ist dies seit Ende letzter Woche der Fall, so eine Leserin. Die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich bestätigt die Aufhebung.

    Demnach wurde die Verkehrsführung nur unzureichend eingehalten, heisst es auf Anfrage der «Höngger Zeitung». Definitiv sei der Entscheid jedoch nicht: Man beobachte die Situation laufend, weitere Massnahmen seien noch offen.

    Das Einbahnregime an der Riedhofstrasse schlug seit Ende letzten Jahres hohe Wellen im Quartier. Wegen Bauarbeiten in der Wieslergasse und in der Singlistrasse setzte die Stadt Zürich temporäre Verkehrsmassnahmen an der Riedhofstrasse um. Konkret wurde ab der Singlistrasse bis zum Haus Nr. 35 eine Einbahnstrasse eingeführt.

    Umgedrehte Schilder und eine Schranke

    Viele Anwohnende nahmen an, diese Regelung sei definitiv, weil eine feste Signalisation für das Einbahnregime eingerichtet wurde. Dieses war jedoch weiterhin temporär, wie die Stadt damals mitteilte. Die Massnahme wurde nötig, weil das frühere Schild von Unbekannten wiederholt umgedreht wurde.

    Im Januar wurde schliesslich das Einbahnregime bereits auf Höhe der Reinhold-Frei-Strasse mittels Schranke angekündigt – obwohl es erst rund 700 Meter weiter galt. Diese Schranke sorgte für zusätzlichen Ärger. Teilweise entstand der Eindruck, man könne auf der gesamten Riedhofstrasse nicht mehr in Richtung Zentrum Höngg fahren.

  • Quartierbericht 2025: So lebt es sich im Kreis 10

    Die Stadt Zürich führt alljährlich eine Bevölkerungsbefragung zu bestimmten Themen durch, die die Stadtbewohnenden beschäftigen. Im jüngsten Quartierbericht, der Anfang Februar erschien, werden ausgewählte Aspekte dieser Befragung nun auf Quartiersebene abgebildet. Dabei geht es insbesondere um Aspekte der Zufriedenheit mit dem Wohnquartier.

    Die Zufriedenheit mit dem Leben in der Stadt ist demnach insgesamt hoch: 72 Prozent der Bevölkerung leben gerne in der Limmatstadt. Am höchsten, so die Medienmitteilung der Stadt, sei die Zufriedenheit in den Wohnquartieren Alt-Wiedikon und Mühlebach. Hier geben rund 81 Prozent der Befragten an, gerne in Zürich zu leben. Schlusslicht in puncto Zufriedenheit ist Hirzenbach, aber auch dort sind es noch 62 Prozent, die gerne im Quartier zu Hause sind.

    Bei den Aspekten Grünraum, Sauberkeit und Ruhe finden sich hingegen einige Diskrepanzen. In Witikon und Friesenberg seien, so die Stadt, 65 bzw. 62 Prozent der Bevölkerung zufrieden mit dem öffentlichen Grünraum. Insgesamt, so erklärt die Stadt in ihrer Medienmitteilung, gebe es zwischen den Quartieren grosse Unterschiede hinsichtlich der Zufriedenheit mit Ruhe, Sauberkeit und Grünraum.

    So äussern sich in Witikon und Friesenberg mehr als 60 Prozent zufrieden mit dem Grünraum, in den Quartieren Werd und Langstrasse hingegen sind es nur 8 bzw. 12 Prozent.

    In Wipkingen ist man weniger zufrieden als in Höngg

    In Höngg ist die Bevölkerung insgesamt etwas weniger zufrieden als die städtische Gesamtbevölkerung, auch wenn sich der Unterschied auf hohem Niveau bewegt: 68 Prozent der befragten Hönggerinnen und Höngger leben sehr gerne in der Stadt – im Vergleich zu den bereits erwähnten 72 Prozent auf Stadtebene.

    In Wipkingen sind es 65 Prozent, die sehr gerne in der Stadt leben. Dafür ist allerdings auch der Prozentsatz derjenigen, die nur ungern in Zürich wohnen, in Höngg und Wipkingen kleiner als in der Gesamtstadt. Offensichtlich bezieht sich das Unwohlsein mit dem städtischen Umfeld nicht auf das eigene Quartier: Mit der unmittelbaren Wohnumgebung sind in Höngg und insbesondere in Wipkingen (mit 40 bzw. 45 Prozent) mehr Menschen zufrieden als auf Stadtebene.

    Der Grünraum in Höngg kommt an

    Bei den einzelnen Aspekten, die die Zufriedenheit ausmachen, spielt der Grünraum in Höngg eine grosse Rolle. 56 Prozent geben ihm die Note 6, 29 Prozent eine 5. In Wipkingen dagegen erteilen nur 42 Prozent der Befragten ihrem Grünraum die Bestnote. Dafür sind diese von den Einkaufsmöglichkeiten in ihrem Quartier überzeugt: 51 Prozent schätzen diese in Wipkingen sehr – gegenüber 48 Prozent auf Stadtebene und «nur» 40 Prozent in Höngg.

    Die Aspekte öffentliche Sicherheit (43 Prozent Bestnote) und Ruhe im Quartier (37 Prozent Bestnote) werden in Höngg wenig überraschend positiver bewertet als in der Gesamtstadt mit 36 bzw. 29 Prozent. Auch in Wipkingen geben 41 Prozent der Befragten der Sicherheit die Schulnote 6; für die Ruhe im Quartier vergibt ein Drittel die Bestnote.

    Insgesamt fühlen sich sowohl die Bewohnenden von Höngg und Wipkingen als auch die Stadtbewohnenden in Zürich sicher – sogar nachts: Rund 85 Prozent geben an, sich in der Stadt «eher sicher» oder sogar «sehr sicher» zu fühlen; für Höngg teilen 89 und in Wipkingen sogar 90 Prozent diese Meinung.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Die Passionszeit beginnt: Licht unter der Linde

    Die Passionszeit beginnt: Licht unter der Linde

    Tag für Tag erreichen uns Nachrichten aus aller Welt – aber auch aus nächster Nähe. Ereignisse wie jene in Crans-Montana zu Beginn des Jahres haben uns schmerzlich vor Augen geführt, wie nah Leid und Verlust sein können. Über die Medien dringen News in unsere Wohnzimmer und Köpfe und erzählen vom Schicksal unzähliger Menschen, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Schmerz betroffen sind.

    Und doch bleibt eine besondere Zeit des Innehaltens oft unbemerkt: die Passionszeit. Jedes Jahr beginnt sie am Aschermittwoch und dauert bis zum Karsamstag. In diesen Wochen erinnern sich Christinnen und Christen an das Leiden Jesu und bereiten sich auf Ostern vor.

    In diesem Jahr möchte der Kirchenkreis zehn die Passionszeit bewusst nutzen: Als Zeit des Gedenkens an das Leid in unserer Welt und als Einladung, Solidarität, Empathie und Anteilnahme zu stärken. Die Linde vor der Kirche soll uns dabei begleiten: Jeden Donnerstagabend wird sie zum Leidensbaum – und so zu einem stillen Ort des Erinnerns.

    Raum für Anteilnahme

    Das gemeinsame Gedenken kann uns helfen, dem Leid gegenüber nicht ohnmächtig oder gleichgültig zu bleiben – und eröffnet Raum für Anteilnahme. Ausserdem ist das Licht unter der Linde ein kleines Zeichen der Hoffnung, die wir in diesen Zeiten besonders gut gebrauchen können. Alle sind herzlich eingeladen, an dieser Gedenkzeit teilzunehmen.

    Im Zentrum steht ein schlichtes Ritual mit Kerzenlicht. Um gegen Regen oder Kälte gewappnet zu sein, wird warme Kleidung, Regenschutz und je nach Lichtverhältnissen eine Taschenlampe empfohlen. Pfarrer Beat Gossauer und Sozialdiakonin Anna Schwaller freuen sich auf viele Begegnungen.

    Licht unter der Linde

    Unter der Linde vor der refor­mierten Kirche Höngg,
    donnerstags, 19./26. Februar und 5./12./19./26. März,
    zwischen 18.30 und 19.15 Uhr (freies Kommen und Gehen)

  • Das Stadtspital Zürich ist für den Viktor Award nominiert

    Das Stadtspital Zürich ist für den Viktor Award nominiert

    «Der Oscar des Gesundheitswesens»: So bezeichnet das Stadtspital Zürich den Viktor Award in einem Facebook-Post. Der Preis zeichnet seit fünf Jahren herausragende Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen aus.

    In diesem Jahr werden Auszeichnungen in fünf Kategorien vergeben, darunter die «Medizinische Meisterleistung» und die «Pionierleistung im Schweizer Gesundheitssystem». Das Stadtspital Zürich – zu dem auch das Stadtspital Waid in Wipkingen gehört – ist in der Kategorie «Notfallstation: gut aufgehoben – gut betreut» nominiert.

    In dieser Sparte entscheidet ausschliesslich das Publikum über die Gewinner. Bewertet werden demnach Freundlichkeit, Sichtbarkeit und die Qualität der Betreuung. Das Stadtspital Zürich Waid tritt dabei gegen Institutionen wie das Lindenhofspital Bern oder die Hirslanden Klinik Linde in Biel an.

    Von grosser Bedeutung

    Die Nominierung bedeute dem Stadtspital Zürich viel, heisst es auf Facebook. Sie stehe für das tägliche Engagement der Teams, Patientinnen und Patienten professionell zu betreuen.

    Das Online-Publikums-Voting läuft ab sofort und dauert bis zum 2. März 2026. Die Preisverleihung findet am 12. März 2026 an einer Gala im Kursaal Bern statt.

    Viktor Award

    Der Viktor Award ist eine Auszeichnung für besondere Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen. Er würdigt Personen, Organisationen und Initiativen, die sich durch Innovation, Verantwortung oder ausserordentliches Engagement auszeichnen. Der Award wurde von den Gesundheitsmedien Medinside und Santemedia lanciert und wird jährlich vergeben. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury unter der Leitung eines Präsidiums, unterstützt durch ein kombiniertes Jury- und Publikumsvoting.

    Quelle: viktor-award.ch  

  • Die Haltestelle Zwielplatz wird umgebaut: Umleitungen im Sommer

    Die Haltestelle Zwielplatz wird umgebaut: Umleitungen im Sommer

    Das Tiefbauamt der Stadt Zürich plant gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Zürich in den diesjährigen Sommerferien Bauarbeiten an der Limmattalstrasse. Das Bauprojekt umfasst die Umsetzung einer hindernisfrei nutzbaren Tram- und Bushaltestelle Zwielplatz (der «Höngger» berichtete).

    Die Bauarbeiten dauern rund drei Wochen und haben Auswirkungen auf den öffentlichen sowie den privaten Verkehr. Das Tram der Linie 50 verkehrt während dieser Zeit auf der gewohnten Strecke, die Haltestelle Zwielplatz wird jedoch nicht bedient.

    Der Haltestellenbereich an der Limmattalstrasse ist während der gesamten Bauzeit sowohl für den Busverkehr als auch für den privaten Verkehr gesperrt. Fussgängerinnen und Fussgänger können die Baustelle passieren.

    Busse werden umgeleitet

    Der Busverkehr sowie der private Verkehr werden über die Regensdorfer- und die Frankentalerstrasse in die Limmattalstrasse umgeleitet. Der Veloverkehr wird über den Hohenklingensteig geführt. Die Zugänglichkeit zu den angrenzenden Grundstücken bleibt bestehen, allenfalls mit gewissen Einschränkungen.

    Die betroffenen Gewerbetreibenden sollen rund zwei Wochen vor Baubeginn detailliert über die Bauarbeiten informiert werden, wie das Tiefbauamt schreibt.

    Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Baustelleninformationen elektronisch zu abonnieren. Über den Service «Bauprojektinformationen Tiefbau» auf der städtischen Website werden Benachrichtigungen versendet, sobald im Umkreis von 600 Metern eine entsprechende Baustelleninformation vorliegt.

  • Dagmar schreibt: Wenn sich die Türen schliessen

    Dagmar schreibt: Wenn sich die Türen schliessen

    Zugegeben, der Titel klingt etwas gar dramatisch. So endgültig – und bitter. Ist es aber gar nicht. Denn eigentlich ist er ziemlich wörtlich zu verstehen. Ich wohne nämlich seit einigen Monaten in einem Haushalt, in dem drei Viertel der Zimmertüren durchgehend geschlossen sind. Und das Öffnen derselbigen ist mir nur in Ausnahmesituationen erlaubt.

    Bei den besagten drei Vierteln der Türen handelt es sich um diejenigen zu den Schlafgemächern meiner Kinder. Neu ist das Phänomen eigentlich nicht, es ist schon seit einigen Jahren in zunehmendem Ausmass zu beobachten. Etwas unerwartet für mich hat sich nun aber auch noch die letzte Tür, die zum Zimmer meines 12-jährigen Sohnes, geschlossen. Und das, obwohl er noch vor wenigen Wochen zumindest ab und an noch kindliche Verhaltensmuster an den Tag legte und zu erkennen gab, dass er die Gegenwart seiner Mutter schätzte.

    Mittlerweile aber läuft es typischerweise folgendermassen ab: Er kommt von der Schule nach Hause, streift eilig die Schuhe im Gang ab, schmeisst sein Schulzeug in die Ecke, adressiert ein kurzes, unbestimmtes «Hallo» in den Raum (immerhin!) und verkrümelt sich schnellstmöglich in sein Zimmer.

    Die empathische Mutter

    Ich, als empathische Mutter, kann das natürlich verstehen. Und gleichzeitig auch nicht. Denn ich bin da ganz anders. Mein Zimmer steht immer offen. Das brauche ich eh nur für die Nachtruhe, den Rest des Tages verbringe ich lieber in den gemeinschaftlich genutzten Räumen. Wie der Küche und dem Wohnzimmer. Dort sitze ich jetzt also und warte auf Gesellschaft. Ab und zu guckt ein Hund vorbei, vorzugsweise zu Fütterungszeiten. Aber sonst ist es hier echt leer geworden. Manchmal, da wird es mir zu arg. Da vermisse ich den Zuspruch durch meinen Nachwuchs. Oder sogar die Auseinandersetzung mit ihnen.

    Dann schreite ich zur Tat und reisse eine der Zimmertüren nach der anderen auf, nur um kurz «Hallo?!» zu brüllen. Und dafür meist vorwurfsvolle Blicke und ein genervtes «Was ist?» zu ernten. Nach dem dritten «Was ist?» bin ich dann jeweils reif für eine Portion Selbstmitleid auf der leeren Couch.

    Das Wohnzimmer gehört nun mir alleine

    Aber glücklicherweise ist der Mensch als solcher enorm anpassungsfähig. So flexibel, dass ich festgestellt habe, dass diese Türen gar nicht nur Nachteile haben. Zum Beispiel gehört das Wohnzimmer jetzt mir, ich kann alleine über Musik, Podcast und Fernseh- oder Netflix-Programme verfügen. Auch der Druck, regelmässig ausgewogene Mahlzeiten für alle auf den Tisch zu stellen, hat enorm nachgelassen. Denn ganz oft, wenn die Türen zu sind, sind die Bewohnenden gar nicht zu Hause. Dann muss ich plötzlich nur für mich selber sorgen.

    Und schliesslich öffnen sich plötzlich wieder ganz neue Türen für mich. Sprichwörtlich. So werde ich langsam, aber sicher dieses ewige schlechte Gewissen los, das mich immer begleitet hat, wenn ich viele Termine hatte und für meinen Geschmack zu Hause zu wenig anwesend war. Denn meine Kinder merken eigentlich gar nicht mehr, ob ich überhaupt zu Hause bin. Und selbst wenn sie es merken – es kümmert sie nicht gross. Das bedeutet: Ich kann eigentlich tun und lassen, was ich will. Ganz wie früher. Was selbstverständlich nicht heisst, dass ich nicht gerne zur Stelle bin, wenn diese Zimmertüren doch einmal wieder aufgehen.

  • Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Bereits bei der Begrüssung zeigte sich Alexander Jäger, Präsident des Quartiervereins Höngg, hoch erfreut, dass die Stühle nicht ausreichten – mehr Gäste waren gekommen als ursprünglich angemeldet. Möglicherweise war das spannende Fokusthema des Abends «Höngg gemeinsam digital erlebbar machen» ein Grund für das unerwartet hohe Interesse. «Ich befürchte, der Wein könnte beim Apéro nicht ganz reichen», äusserte Jäger mit einem Augenzwinkern.

    Speeddating der Vereine

    Im Anschluss an die Eröffnung gab es beim «Speeddating» die Gelegenheit, einen anderen Verein näher kennenzulernen. Bei jeweils zweiminütigen Gesprächen stand der Austausch über die Höhepunkte des vergangenen Jahres im Mittelpunkt. Das Gegenüber der Schreiberin war Andreas Egli vom Quartierverein Höngg. Er freute sich über das neue Logo des Vereins: Der lange Vorbereitungsprozess und die schliesslich getroffene Entscheidung seien eine wertvolle Erfahrung gewesen, trotz anfänglicher Widerstände. «Auch die gestiegenen Mitgliederzahlen im Quartierverein sind sehr erfreulich», ergänzte Egli.

    Digital vernetzt im Quartier

    Der Hauptfokus des Abends lag auf der digitalen Vernetzung im Quartier, vorgestellt von Christian Mossner vom neu gegründeten Verein Connecta.TV. Dessen Ziel ist es, professionell produzierte Videos aus und für Höngg zu erstellen und zu verbreiten. Dafür wurde ein Studio mit professionellem Equipment in der «Mühlehalde» eingerichtet.

    «Mit einer kleinen Handykamera und einem guten Mikrofon ist es heutzutage möglich, professionelle Videos zu produzieren», erklärte Mossner. Der Verein will diese Möglichkeit nutzen, um Höngger Vereine kostenlos in der Medientechnik zu schulen und sie zu befähigen, selbstständig und professionell Inhalte zu erstellen – vom Filmen über das Schneiden des Rohmaterials bis hin zum Hinzufügen von Untertiteln.


    Christian Mossner referiert über Connecta.TV.

    Die Videos sollen über die Kanäle der «Höngger Zeitung» verbreitet werden, sprich auf YouTube, Facebook, Instagram und der Website hoengger.ch. Weiter sind Höngger Web-TV-Sendungen geplant, die beispielsweise in die hiesigen Altersheime gestreamt werden sollen, um auch weniger mobile Menschen am Dorfleben teilhaben zu lassen – etwa am Wümmetfäscht.

    Beim anschliessenden Apéro wurde schliesslich angeregt diskutiert, und es zeigte sich einmal mehr, wie sehr die Höngger Vereine diesen Anlass schätzen. 

    Freiwillige gesucht fürs Streaming-Abenteuer

    Der Höngger Verein Connecta.TV hat seit Kurzem mitten in Höngg in der «Mühlehalde» ein Studio eingerichtet. Zusammen mit Freiwilligen jeden Alters will der Verein das Quartier Höngg digital erlebbar machen. Gesucht sind neugierige Menschen, die das Video- und Streaming-Handwerk von Grund auf und kostenlos erlernen wollen.

    Der erste Workshop findet bereits am Donnerstag, 12. Februar, von 19 bis 21 Uhr im Studio Höngg statt. Erarbeitet wird ein Podcast, ein weiteres Ziel ist das Streamen des aktuellen Theaterstücks der Zürcher Freizeitbühne «Rekordverdächtig». Interessierte sollten an Terminen verfügbar sein (jeweils im reformierten Kirchgemeindehaus): Mittwoch, 11. März 2026, ab 18.00 Uhr für Test und Hauptprobe, Freitag, 13. März 2026, ab 19.00 Uhr, für die Live-Aufnahme sowie am Samstag, 14. März 2026, ab 19.00 Uhr für die zweite Live-Aufnahme.

    Anmeldung: redaktion@hoengger.ch mit Angabe von Adresse und Mobilenummer  

  • GLP-Kandidat Ronny Siev setzt im Wahlkampf auch auf KI-Video 

    GLP-Kandidat Ronny Siev setzt im Wahlkampf auch auf KI-Video 

    Publireportage Gemeinderatswahlen Online

    Am 8. März finden die Gemeinderatswahlen statt. In der Stadt Zürich bewerben sich 1081 Personen um 125 Gemeinderatssitze. Im Wahlkreis 10 tritt die GLP 6 & 10 mit der Liste 4 an. Den zweiten Listenplatz – direkt hinter Selina Frey – belegt Ronny Siev.

    Der Politiker ist seit Januar 2017 Mitglied des Zürcher Gemeinderats, zudem Vizepräsident der IG Wartau in Höngg, und möchte sich auch in den kommenden vier Jahren im Rathaus engagieren. Die Grünliberalen stehen für eine ökologische und zugleich liberale Politik – konkret formuliert es Ronny Siev so:

    «Ich kandidiere erneut für den Gemeinderat der Stadt Zürich, um mich dafür einzusetzen, dass Zürich für alle lebenswert bleibt. Ich engagiere mich für zahlbare und qualitativ gute Kinderkrippen, für den konsequenten Ausbau der Wasserkraft und von günstigem Wohnraum, für das lokale Gewerbe und für eine schlanke Bürokratie. Damit der Kreis 10  im Gemeinderat gut vertreten, das Zusammenleben im Quartier angenehm, respektvoll und lebendig bleibt. Ein lebenswertes Quartier braucht eine gute Sportinfrastruktur. Um den Zugang der fussballbegeisterten Kinder und Jugendlichen zu ihrem Lieblingssport zu ermöglichen, habe ich einen Vorstoss für einen weiteren Fussballplatz beim SV Höngg eingereicht, der auch den Lärm der Schiessanlage eindämmt.» 

    «Am 8. März gömr all go wäle»

    Doch Politik findet längst nicht mehr nur auf Podien und in Zeitungen statt. Wer heute viele Menschen erreichen will, muss auch dort präsent sein, wo gescrollt, geliked und geteilt wird. Ronny Siev wagte deshalb mit der Hilfe mit Andrea von Salis ein Experiment und produzierte ein KI-generiertes Video – inklusive Musik und Text. Es soll – laut Siev – das erste in diesem Wahlkampf sein.

    Mit einem Augenzwinkern erzählt Siev vom «epischen Sommerhit»: Urban-Reggae à la Dodo, Quartier-Referenzen «vom Lette bis zur Werdinsle», dazu schwebt Ronny Siev über die Limmat, vom Röschibachplatz bis zum Wartaufäscht. Und ja – ein Elefant taucht ebenfalls auf. Aber sehen Sie selbst:

    Am 8. März gömr all go wäle, Gemeinderat Ronny Siev. Definitiv lustigster AI Wahlsong 2026.

    Oder wie es in den Lyrics heisst: «Yeah yeah yeah yeah!»

  • Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse: Entscheid neu beim Regierungsrat

    Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse: Entscheid neu beim Regierungsrat

    Der komplexe und verworrene Rechtsstreit um Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse nimmt eine weitere Wendung: Das Verwaltungsgericht hat in seinem jüngsten Urteil einen Entscheid der kantonalen Sicherheitsdirektion aufgehoben, wie verschiedene Medien berichten. Damit wird die Entscheidung über eine Tempolimite auf der meistbefahrenen Quartierstrasse der Schweiz an den Gesamtregierungsrat zurückgegeben.

    Ein kurzer Blick zurück: Nachdem der Stadtrat 2021 entschieden hatte, auf der Rosengartenstrasse Tempo 30 einzuführen, verweigerte die Kantonspolizei die Bewilligung dazu. Darauf reagierte wiederum die Stadt umgehend und reichte Rekurs bei der Sicherheitsdirektion ein. Die Sicherheitsdirektion jedoch bestätigte die Haltung der Kantonspolizei. Woraufhin die Stadt diesen Entscheid beim Verwaltungsgericht anfocht.

    Mehr als anderthalb Jahre später gelangte das Gericht nun zu einem Urteil und hob die Entscheidung der Sicherheitsdirektion auf. Die Direktion sei in der Sache «vorbefasst», weil die Kantonspolizei derselben Abteilung angehöre, so die Begründung. Nun muss sich der Gesamtregierungsrat mit der Angelegenheit befassen. Das Stadtzürcher Sicherheitsdepartement bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Zu grosse Auswirkungen

    Ein vergleichbarer Entscheid fiel auch zur Bellerivestrasse: Dort hob das Verwaltungsgericht einen Entscheid gegen einen geplanten Spurabbau ebenfalls auf. Auch hier muss nun der Regierungsrat über eine Beschwerde des Stadtrats befinden. Die Kantonspolizei hatte in beiden Fällen argumentiert, die geplanten Massnahmen hätten zu grosse Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz.  

    Ob Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse grundsätzlich zulässig ist, bleibt offen. Das Zürcher Stimmvolk nahm im November 2025 die Mobilitätsinitiative an, welche Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Der Stadtrat hat den Entscheid ans Bundesgericht weitergezogen.