Das Programm «Copilot Eltern & Schule» von Caritas Zürich umfasst die Angebote Mentoring und Infocafés und richtet sich an sozial benachteiligte Eltern von (Vor-) Schulkindern in der Stadt Zürich. Es unterstützt die Eltern bei Fragen rund um die Schule, die frühe Förderung und die Freizeitgestaltung.
Ziel dabei ist es, die Eltern in ihrer Rolle zu stärken und ihnen Orientierung im Bildungssystem zu geben. So können sie die schulische Entwicklung ihrer Kinder besser und aktiv begleiten, wodurch sich die Bildungschancen der Kinder erhöht. Die Stadt Zürich unterstützt das Programm finanziell seit 2017 (Mentoring) und 2024 (Infocafé), wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.
Mentoring: Individuelle Begleitung durch Freiwillige
Im Angebot Mentoring begleiten geschulte Freiwillige Eltern in der Regel während eines Jahres. Die Freiwilligen unterstützen die Eltern beim Verstehen von Schulkorrespondenz, bereiten sie auf Elterngespräche vor, helfen ihnen beim Ausfüllen von Formularen und vermitteln ihnen Kontakte zu Bildungs- und Freizeitangeboten. Die Arbeit ist ehrenamtlich und das Angebot ist für die Familien kostenlos.
Infocafé mit neuem Regelbetrieb an vier Standorten
Infocafés sind offene und niederschwellige Treffpunkte für Eltern. Dort erhalten sie Informationen, können Fragen stellen, Fachpersonen kennenlernen und sich mit anderen Eltern austauschen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Gleichzeitig bieten die Infocafés die Möglichkeit, Familien für das Mentoring zu gewinnen. Ab 2027 wird das Angebot an vier Standorten mitfinanziert und ein Infocafé-Team ist im Sommerhalbjahr auch ausserhalb der festen Standorte, etwa auf Schularealen, Spielplätzen oder in Gemeinschaftszentren präsent. So werden mehr Familien erreicht, insbesondere in Quartieren ohne eigenen Infocafé-Standort.
Stärkung der elterlichen Bildungsbeteiligung
Mit der Weiterführung und dem gezielten Ausbau von «Copilot Eltern & Schule» stärkt die Stadt Zürich die Bildungsbeteiligung von Eltern und fördert langfristig erfolgreiche Bildungsbiografien von Kindern.
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden und den Ausbau des Angebots zu ermöglichen, beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat, das Programm «Copilot Eltern & Schule» des Verein Caritas Zürich von 2027 bis 2030 mit einem jährlichen Beitrag von 168’000 Franken zu unterstützen.
Davon entfallen ein leistungsabhängiger Beitrag von 48’000 Franken auf das Angebot Mentoring und ein leistungsorientierter Beitrag von 120’000 Franken auf das Angebot Infocafé.
Auch 2025 hat der Mehrzweckstreifen den Quartierverein Wipkingen beschäftigt, wie dieser in einer Mitteilung schreibt. Trotz rechtlicher Einwände und wiederholter Interventionen sei weiterhin keine Veränderung in Sicht (wir berichteten).
Der Quartierverein liess sich deshalb von einer auf Baufragen spezialisierten Anwaltskanzlei beraten. Diese komme zum Schluss, dass der Mehrzweckstreifen als «rechtswidrige Verkehrsanordnung» einzustufen sei, für die es in der Signalisationsverordnung keine Grundlage gebe.
Auch die Versuchsdauer von inzwischen über vier Jahren überschreite laut Einschätzung des Quartiervereins die gesetzlich zulässige Frist für Testphasen von maximal einem Jahr deutlich.
Begehren um Neubeurteilung
Der Quartierverein habe daraufhin von der Stadt Zürich die Aufhebung des Mehrzweckstreifens und die Wiedereinführung von Fussgängerstreifen verlangt. Im Juni 2025 habe die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass der Quartierverein beim Stadtrat ein Begehren um Neubeurteilung stellen könne. Dieses habe der Quartierverein anschliessend eingereicht – danach habe er lange nichts mehr gehört.
Auf Nachfrage sei dem Quartierverein mitgeteilt worden, dass eine Behandlung des Anliegens durch den Stadtrat voraussichtlich erst im Sommer 2026 erfolgen werde. Für den Quartierverein heisst das: Die Stadt sitze das Problem aus.
Am Samstag, 28. März, ist es wieder so weit: Im gemütlichen Ambiente der Alea Spielbar in der Zschokkestrasse in WIpkingen treffen sich Menschen, die einen geselligen Abend suchen, bei dem Kreativität, Teamwork und Wissensdurst im Vordergrund stehen.
Das Konzept der Spielbar hatte die Quartierbevölkerung schon im vergangenen Herbst begeistert aufgenommen, wie ein Artikel der Wipkinger Zeitung zeigt. Mitte August 2025 eröffnete der Treffpunkt für Spiel‑ und Begegnungsfreudige und entwickelte sich schnell zu einem lebendigen Ort für analoge Unterhaltung abseits digitaler Medien.
Spiel, Wissen und Gemeinschaft
Die Quiznight beginnt um 19.30 Uhr und lädt Teams von 2 bis 5 Personen ein, gemeinsam ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich als Quizprofi sieht oder einfach nur zum Spass vorbeikommt – die Mischung aus Fragen zu Allgemeinwissen, Popkultur, kuriosen Fakten und kleinen Mini‑Challenges sorgt für Abwechslung und Spannung bis zum Schluss. Auch Einzelpersonen sind willkommen: Vor Ort wird beim Start dabei geholfen, Mitspieler*innen zu finden und neue Teams zu bilden.
Treffpunkt Spielbar
Die Spielbar selbst ist mittlerweile mehr als nur ein Ort zum Spieleausleihen: Dort treffen sich Menschen aller Altersgruppen, um gemeinsam Brett‑ und Kartenspiele auszuprobieren, Rollenspielrunden zu starten oder einfach gemütlich einen Drink zu geniessen. Für nur 7 Franken Spielmiete pro Person kann man aus dem grossen Fundus an Spielen auswählen oder eigene Favoriten mitbringen.
Mit einer rekordverdächtig grossen Reisetruppe von 30 Spielern, und erstmals unter der Leitung des neuen Cheftrainers Fatmir Alijai, ging es in die spanische Stadt Valencia. Schon seit Jahren checkt der SVH im bestens bekannten und geliebten Parador El Saler ein. Neben den schönen Räumlichkeiten ein grosser Vorteil des Hotels: Der gut gepflegte Rasenplatz liegt direkt vor dem Gebäude. Fussball vor der Haustür quasi.
Erstmals benutzt wurde das Grün schon am Anreisetag. Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Am Abend ging es dann ins Estadio Mestalla, um mit rund 50 000 weiteren Fans ein Ligaspiel des FC Valencia zu besuchen. Der Topclub Real Madrid gab sich die Ehre, vor den anwesenden Hönggern zu kicken. Die Madrilenen siegten mit 2:0.
Regeneration und Spa
An den folgenden Tagen wurde in den Trainings unter der spanischen Sonne hart an Kondition, Taktik und spielerischen Finessen gearbeitet. Die Abende verbrachte der SVH1 jeweils mit Regeneration im Spa und gemeinsamer Zeit bei Brettspielen, Tischtennis oder Darts.
Das Testspiel gegen ein spanisches Team fiel an Tag 3 leider ins Wasser. Wortwörtlich. Aufgrund einer Sturmwarnung durften die Sportplätze in der Region am Abend nicht benutzt werden. Trainer Alijai und sein Staff hatten aber sofort eine Lösung parat: Man beschloss, ein internes Testspiel durchzuführen. So duellierten sich am Dienstag 22 Höngger in einer umkämpften Partie vor den Augen der lokalen Feuerwehr. Aufgrund des Gebotenen dürften die Feuerwehrmänner jetzt ein neues Lieblingsteam haben.
Nach einer etwas lockereren Trainingseinheit wurden am Mittwoch die Nockenschuhe durch Schläger ausgetauscht. Beim Padel standen sich Spieler und Staff in Zweierteams gegenüber. Der Turniersieg ging dabei ans Duo Pepperday/Lindroos, die ein dramatisches Finale gewinnen konnten. Gerüchten zufolge fürchten sich auch die spanischen Profis bereits vor den zwei Höngger Schläger-Magiern.
Die alte Garde
Zurück im Hotel folgte eine Videoanalyse zur Taktik, und die Neuzugänge mussten traditionsgemäss ein Ständchen zum Einstand singen. Ebenso ist es eine Tradition, dass die jungen Spieler am Freitag im Trainingsspiel auf die alte Garde treffen. Nach der letztjährigen Pleite setzten sich dieses Jahr wieder «die Alten» durch, mit viel Erfahrung brachten sie das 2:0 ins Ziel.
Gross war die Freude, als Alijai am Abend für den Samstag trainingsfrei gab und die Spieler den letzten Tag nach Belieben verbringen konnten, ehe man sich am Abend für den Team-Ausgang traf. Damit, und mit der Vorfreude auf den Wiederbeginn der Meisterschaft, fand eine tolle Woche ihren Abschluss.
Am 8. März geht es um viel. Noch eine Legislatur Rot-Rot-Grün und irgendwann zieht auch der letzte Handwerker den Stecker. Zürich gilt als Wirtschaftsmetropole, regiert wird es seit Jahren wie ein Experimentierlabor für rot-rot-grüne Verkehrs-, Klima- und Wohnungspolitik. Bleibt unsere Stadt ein Ort, an dem man unternehmerisch wirken darf – oder beginnt das grosse Lichterlöschen?
Ein Piktogramm auf der Strasse macht noch kein lebendiges Quartier
Lebendig ist ein Quartier dank Menschen, die dort arbeiten, ausbilden und investieren, einkaufen, einkehren und sich treffen. In den letzten Jahren hat sich der politische Kompass verschoben. Das Gewerbe gilt nicht mehr als Partner, sondern als Störfaktor. Wer liefert, repariert, ausbildet, wird mit immer neuen Auflagen konfrontiert. Statt verlässlicher Rahmenbedingungen dominieren Pilotprojekte und Symbolpolitik.
Linke Verkehrspolitik mit nur einem Ziel: Das Auto muss weg!
In der Verkehrspolitik zählt nicht mehr die Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmenden. Das Auto soll verschwinden – ungeachtet der Tatsache, dass Handwerk, Pflege, Gastronomie und Detailhandel darauf angewiesen sind. Ideologie ersetzt Pragmatismus. Wer ernsthaft von Kreislaufwirtschaft spricht, muss das Handwerk stärken und nicht verdrängen.
Wohnungen entstehen nicht durch Schlagworte, sondern durch Ermöglichen
Rot-Rot-Grün verhindert konsequent verdichtetes Bauen, höhere Ausnützungsziffern und Arealentwicklungen. Das verschärft die Knappheit – und treibt die Preise. Bürgerliche Kräfte haben auch keinen Zauberstab, setzen aber auf Realitätssinn und wollen Reglemente entrümpeln und Verfahren beschleunigen.
Der rot-rot-grüne Block im Gemeinderat steuert seit Jahren in dieselbe Richtung: mehr Regulierung, weniger Freiheit. Bürgerliche Anliegen haben keine Chance. Diese schräge Politik ist kein Naturgesetz. Die Wende ist möglich. Zürich kann und darf vieles sein, kreativ, sozial, erfolgreich, aber keine Stadt, in der beim Gewerbe das Licht ausgeht, während im Stadthaus am nächsten Pilotprojekt gebastelt wird. Darum jetzt Verantwortung übernehmen: Wählen Sie am 8. März 2026 bürgerlich! Für Zürich – für eine Stadt für alle.
Wie die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) in einer Medienmitteilung informiert, ist mit den ersten milden und feuchten Nächten die Wanderungszeit der Amphibien angebrochen. Kröten, Frösche und Molche machen sich nun auf den Weg zu den Laichgewässern. Dabei legen sie, so die Medienmitteilung, Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück und überqueren notgedrungen auf ihrem Weg auch einige Strassen.
Diese werden nicht selten zur tödlichen Falle für die Tiere: Sie werden überfahren oder durch den bei der Vorbeifahrt der Fahrzeuge entstehenden Unterdruck tödlich verletzt.
Das Frosch-Taxi
In diesem Zusammenhang sind, so die Medienmitteilung, nun täglich Tierschutzhelferinnen und -helfer abends und in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um Amphibien entlang ihrer Wanderstrecken einzusammeln und sie über die Strasse zu tragen. Die SUST spricht von einem Frosch-Taxi.
Autofahrenden rät die Stiftung, Hinweisschilder zu beachten und wenn möglich abends und nachts diejenigen Strassen zu meiden, die mit dem Frosch-Warndreieck gekennzeichnet sind. Eine aufmerksame Fahrweise und eine Reduktion des Tempos sind ebenfalls hilfreiche Massnahmen, um die Sicherheit der Tiere zu erhöhen.
Falls Wanderrouten angetroffen würden, die noch ungeschützt sind oder viele überfahrene Tiere zu sehen sind, gebe es auch die Möglichkeit, bei der Gemeinde beziehungsweise der Stadt nach Schutzmassnahmen zu fragen.
Höngger Frösche haben einen schweren Stand
Wie aber ist die Situation in Höngg? Gibt es hier im Quartier bekannte Wanderrouten? Und was lässt sich hier unternehmen, um die quakenden Gesellen zu unterstützen? Wie Benjamin Kämpfen vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg auf Anfrage der Redaktion erklärt, sei in Höngg bei den meisten Strassen das Verkehrsaufkommen so gross, dass «sowieso keine grösseren Populationen überleben können.» Es sei jedoch dennoch sinnvoll, besonders in warmen, feuchten Frühlingsnächten Ausschau zu halten.
Eine heikle Stelle sei etwa die Michelstrasse auf der Höhe des Friedhofs. Hier habe er, so Kämpfen, bereits überfahrene Erdkröten angetroffen, weswegen an dieser Strasse sicher besondere Vorsicht geboten sei. Generell sei es schwierig, in dieser Hinsicht aktiv zu werden, da die Zeiten der Wanderungen sehr variabel und nur kurzfristig vorhersehbar seien.
An zwölf Austragungsorten, unter anderem im Hallenbad Bläsi, finden am 4. und 11. März die Quartierausscheidungen für den Kinder-Schwimmwettkampf statt. Dabei müssen die Kinder eine 50 Meter lange Strecke unter der vorgegebenen Maximalzeit zurücklegen. Als Geschenk erhalten alle ein Exemplar der diesjährigen «Zürifisch»-Badekappen.
Über 1600 Teilnehmende
Letztes Jahr konnten sich von den über 1600 Teilnehmenden 60 Prozent für das Halbfinal qualifizieren. Halbfinal und Final finden am 11. April im Hallenbad Oerlikon statt. Die acht schnellsten Kinder pro Kategorie vom Halbfinal am Morgen qualifizieren sich für das Final am Nachmittag. Alle Teilnehmenden erhalten eine «Zürifisch»-Auszeichnung, für die drei schnellsten «Zürifische» gibt es sogar eine Medaille.
Quartierausscheidung Höngg
Mittwoch, 11. März, 13.30–15 Uhr
Hallenbad Bläsi, Limmattalstrasse 154
Talon ausgedruckt und ausgefüllt mitbringen
Teilnahme ist gratis
Weitere Informationen: zuerifisch.ch
Die Debatte über Hochhäuser in der Stadt Zürich dauert schon etwas länger an: Seit in den 1960er-Jahren die ersten höheren Häuser in der Stadt erstellt wurden, gibt es dazu politische Kontroversen.
Die jüngste entspinnt sich an den Hochhausrichtlinien, die der Stadtrat im Rahmen der Teilrevision der Bauzonenordnung 2021/2022 aktualisiert und rund zwei Jahre später, nach der Überarbeitung der über 300 eingegangenen Einwendungen, an den Gemeinderat zur Überprüfung weitergeleitet hat (der «Höngger» berichtete).
Überprüft hat sie der Gemeinderat nun – und ist zu einem vernichtenden Urteil gekommen: Einem Grossteil der neugestalteten Hochhausrichtlinien erteilte der Rat eine Abfuhr – linke Parteien und SVP waren sich für einmal einig. Dreieinhalb Stunden, so berichtet das online-Magazin tsüri, sei debattiert worden, 21 Änderungsanträge habe es dazu gegeben.
Keine Hochhäuser in Altstetten
Mit den Änderungsanträgen wurden unter anderem die geplanten Zonen in Altstetten und Zürich- Nord, in denen der Bau von 40 Meter hohen Häusern erlaubt sein sollte, laut tsüri «fast vollständig gestrichen». Gleichzeitig wurde das geplante 60-Meter-Gebiet für Schwamendingen auf 40 Meter reduziert, im Kreis 5 die 80-Meter-Zone ebenfalls auf 40 Meter halbiert.
Zudem wurde entschieden, dass, wie der Tages Anzeiger berichtet, der Gemeinderat bereits bei Bauten ab 60 Metern Höhe ein Mitspracherecht erhält – und nicht erst bei Bauten ab 80 Metern Höhe, wie es ursprünglich vorgesehen war. Ausserdem soll künftig bei Hochhäusern, welche mittels Gestaltungsplan erstellt werden, die «gesamte Mehrausnützung mit preisgünstigem Wohnraum» belegt werden.
Zwei Prozent der Bruttogeschossfläche soll ausserdem für Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss zur Verfügung stehen.
GLP und FDP sind nicht einverstanden
Nicht nur Stadtrat und Hochbauamtvorsteher André Odermatt zeigte sich laut Tages Anzeiger unzufrieden mit der Entscheidung des Gemeinderats, auch die Vertreter*innen und FDP und GLP bekundeten ihren Unmut. Aus ihrer Sicht gehörten Hochhäuser zu einer sinnvollen Verdichtung innerhalb der Stadt.
Die Schlussabstimmung über die bereinigte Vorlage wird, so der Anzeiger weiter, im Gemeinderat in etwa drei Wochen erfolgen. Weil SVP, SP, Grüne und AL gemeinsam die Mehrheit im Rat haben, wird diese Abstimmung jedoch wohl eine reine Formsache bleiben. FDP und GLP würden deshalb, so der Tages Anzeiger, ein Referendum in Erwägung ziehen. Dann müsste schlussendlich das Volk über die Richtlinien entscheiden.
Erst vor zwei Wochen wurde an dieser Stelle über die Entwicklungen auf dem Vuebelle und die Tatsache, dass die Stadt die Verantwortung über das Gelände vom Verein Bee’n’Bee übernommen hat, berichtet. Seither ist viel passiert. Noch bevor die Zeitung gedruckt war, rückten auf dem Gelände die Bagger an und bauten die Stege und Wege, die das Bellevue symbolisiert hatten, wieder ab.
Auch zahlreiche nicht einheimische Bäume wie die Maulbeere sowie alle Säulenobstbäume wurden ausgehoben und entfernt, ebenso wie die Wildhecke, die angepflanzt worden war. Sie sollen, wie ein Schild vor Ort informiert, an einem anderen Ort wieder eingesetzt werden.
Kurz zur Erinnerung: Das Vuebelle war als Biodiversitätsprojekt angelegt worden und hatte für diesen Zweck im Jahr 2021 die Summe von 250 000 Franken als eines der Siegerprojekte der ZKB-Jubiläumsdividende erhalten. Definiert wurde es als Wegbereiter für die Entwicklung von nachhaltigen Plätzen in der Stadt Zürich, so erklärte es zumindest der «Tages-Anzeiger» im Frühjahr 2024: «Das Vuebelle will nach Angaben des Vereins vor allem auch ein Zeichen für eine neue Art der Flächennutzung setzen. Es versteht sich als Pionierprojekt für Artenvielfalt im urbanen Raum. Nach Zürich ist Ähnliches auch für weitere Städte geplant. Entstehen soll ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, aber auch ein neuer Naturort für Zürcherinnen und Zürcher.»
«Pionierprojekt» nicht nachhaltig genug?
Nun aber ist von dem «Pionierprojekt» nicht mehr viel übrig. Nicht nur bei der Pächterschaft der Gärten, auch bei zahlreichen Passantinnen und Passanten sorgte dieses abrupte Ende des Vuebelles für Verunsicherung – und warf gleichzeitig Fragen auf: Warum konnten die Stege und Wege, welche die Fläche begehbar machten, nicht einfach stehenbleiben? Und aus welchem Grund mussten die Obstbäume und die Hecke, die extra zur Förderung der Biodiversität gepflanzt wurden, entfernt werden?
Schön ist anders: Im Moment ist das ehemalige Vuebelle kein Vorzeigeobjekt mehr. (Foto: zvg)
Grün Stadt Zürich antwortet auf die Anfrage dieser Zeitung dazu folgendermassen: «Der Holzsteg wurde im Rahmen der Aufwertungsmassnahmen zwecks Erhöhung der Biodiversität entfernt. So erhalten Flora und Fauna auf der Fläche Zeit und Ruhe, sich zu entwickeln.» In Bezug auf die Entfernung der Bäume erklärt Carina Schulze, Fachbereichsleiterin Kommunikation bei Grün Stadt Zürich, dass diese wie auch die Hecken in bestimmten Mustern und Formen – dem Bellevue entsprechend – gepflanzt worden seien, was «eine effiziente Bewirtschaftung stark erschwere». Das sei der Grund dafür, dass sie entfernt werden mussten.
Zudem, so Schulze weiter, «handelte es sich bei den Bäumen um eine fruchtlose Zuchtform mit sehr geringem ökologischem Nutzen.» Die Ersatzbäume, die nun zwischen Februar und März gepflanzt würden, bestünden dagegen «aussschliesslich aus einheimischen Obst- und anderen Nutzgehölzen (Edelkastanie, Nuss, Apfel).» Damit würden die Bäume in Zukunft «sowohl Nektar und Schatten spenden, als auch einen Beitrag an die lokale Nahrungsmittelproduktion leisten.» Ausserdem werde in den kommenden Wochen die Neuansaat einer Wildblumenwiese vorbereitet und Stein- und Asthaufen für die Förderung von Wildbienen und Zauneidechsen ergänzt.
Visionen aus dem Quartier
Warum im Rahmen dieses Vorzeigeprojekts Bäume gepflanzt wurden, die der Biodiversität gar nicht wirklich zuträglich sind, bleibt auch nach der Antwort durch die Stadt offen. Ganz generell lässt sich die Nachhaltigkeit des Projekts – sowohl in finanzieller als auch ökologischer Hinsicht – hinterfragen, wenn nach der kurzen Zeitspanne von knapp zwei Jahren ein Grossteil der Pflanzungen wieder rückgängig gemacht werden muss.
Daneben bleibt eine weitere grosse Frage, die insbesondere die Mieterschaft der Gartenparzellen umtreibt: Wie geht es weiter? Wie bereits in der vergangenen Ausgabe erläutert, werden sie ihre Beete per Ende dieses Jahres aufgeben müssen – und inwiefern sie in Zukunft noch Partizipationsmöglichkeiten auf der Fläche haben werden, bleibt nach wie vor unklar.
Dabei gäbe es von ihrer Seite bereits einige Ideen: Chris Szaday, einer der Gartenpächter, hat sich – mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz – intensive Gedanken über die Zukunft des Vuebelles gemacht – in Anlehnung an bereits bestehende Projekte und Kooperationen zwischen der Stadt und der engagierten Quartierbevölkerung
Seinen Visionen zufolge soll das Gelände demnach, grob gesagt, neben der Biodiversität auch «den sozialen Zusammenhalt, die lokale Identität und das historische Bewusstsein – zum Beispiel für die Schlachten in Zürich um das Jahr 1799, die auch im Gebiet des Hönggerbergs stattgefunden haben», im Quartier stärken. Für den Einbezug der Quartierbevölkerung schwebt Szaday etwa die Möglichkeit eines runden Tisches vor.
Der Erhalt von Spazierwegen auf dem Gelände sowie der Gartenparzellen wäre für ihn ebenso wünschenswert wie die Fortführung von Baumpatenschaften und die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen vor Ort – als Beispiel für eine «durchdachte, integrative Gestaltung städtischer Grünflächen». Inwiefern die Stadt allerdings auf solche Vorschläge eingehen wird, ist noch unklar. Szaday ist auf jeden Fall gerne bereit, weitere Ideen aus dem Quartier entgegenzunehmen und diese mit den Verantwortlichen zu diskutieren.
Mitdenken
Wer Interesse hat, sich mit Szaday und weiteren Interessierten über eine mögliche Zukunft des Platzes auszutauschen, kann über vuebelle.zukunft@gmail.com Kontakt aufnehmen.
Als eine der grössten Jugendorganisationen in der Schweiz leistet die Pfadi einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Seit 1944 ist auch eine Abteilung in Höngg vertreten und zauberte fortan ein Lächeln auf viele Kindergesichter: die Pfadi Sankt Mauritius Nansen, kurz SMN. Dabei sind die Aktivitäten vielfältig und stets ans Alter und die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst.
Teamgeist ist gefragt
So werden während einer Aktivität am Samstagnachmittag gemeinsame Abenteuer und Gangster-Jagden erlebt, an anderen Nachmittagen steht mehr der Teamgeist und der Gruppenzusammenhalt bei einem gemütlichen Zvieri im Zentrum. Die Aktivitäten finden sowohl draussen im Wald auf dem Hönggerberg als auch drinnen statt. Spass, Gemeinschaft und das gemeinsame Erleben stehen dabei im Vordergrund.
«Bring-a-Friend»
Unter dem Motto «Bring-a-Friend» sind alle interessierten und neugierigen Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren Mitte März eingeladen, einen wundervollen und spannenden Nachmittag zu erleben und in die Pfadi-Welt einzutauchen. Die genauen Informationen zur Schnupperaktivität werden in der Woche davor auf der Homepage pfadismn.ch online gestellt. Ein abenteuerlicher und spannender Nachmittag wartet auf viele neue Gesichter.
Der Schnuppertag
Samstag, 14. März, 14–17 Uhr
Weitere Auskünfte: Iuvara, Stufenleiterin der Pfadistufe, iuvara@pfadismn.ch Mehr Infos zur Pfadi