Autor: tka_admin

  • Mehr Fahrgäste sind in Zürich mit den ÖV unterwegs

    Mehr Fahrgäste sind in Zürich mit den ÖV unterwegs

    Die aktuellen Auswertungen zu den Fahrgastzahlen zeigen: In Stadt und Region nahmen die Fahrgastzahlen in allen Bereichen zu, wobei die Region ein stärkeres Wachstum als die Stadt verzeichnen konnte. Insgesamt bestätigt sich damit der anhaltende Aufwärtstrend im öffentlichen Verkehr, wie aus der Medienmitteilung hervor geht.

    Zunahme in allen städtischen Betriebsbereichen

    In der Stadt Zürich erhöhte sich gemäss Medienmitteilung die Nachfrage in allen Betriebsbereichen: Bus (+300’000 Einsteigende bzw. +0,7 Prozent), Tram (+3,62 Mio. Einsteigende bzw. +1,9 Prozent) und Trolleybus (+834’000 Einsteigende bzw. +1,7 Prozent). Besonders stark mit +1,4 Mio. Ein steigenden bzw. 68,6 Prozent legte die Tramlinie 15 zu, die 2025 erstmals wieder ohne betriebliche Einschränkungen verkehren konnte.

    Auch Angebotsverbesserungen wie die Einführung des Sonntagsfahrplans bei der Trolleybuslinie 83 (+116’500 Einsteigende bzw. 2,8 Prozent), Verlängerung der Buslinie 66 (+192’000 Einsteigende bzw. +21,3 Prozent) und die Inbetriebnahme des neuen Kinderspitals (Wachstum Linie 99 mit +53’000 Einsteigende bzw. 28,6 Prozent) führten zu mehr Einsteigerinnen und Einsteigern.

    Starkes Wachstum in der Region

    In der Region stiegen die Fahrgastzahlen um 3,5 Prozent (+784’500 Einsteigende) und da mit deutlicher als in der Stadt. Besonders markant waren die Zuwächse im Glattal und Limmattal mit je +4,1 Prozent (+205’000 Einsteigende bzw. +371’000 Einsteigende) sowie im Zimmerberg (+5,3 Prozent bzw. +247’000 Einsteigende), getrieben durch steigende Siedlungsdichte und neue Freizeitangebote. Im Gebiet Pfannenstiel zeigte sich ein leichter Rückgang um 1 Prozent (-38’800 Einsteigende).

    Quelle: Medienmitteilung VBZ

  • Zürich: Weniger Straftaten als im Vorjahr

    Zürich: Weniger Straftaten als im Vorjahr

    Im Jahr 2025 kam es laut der polizeilichen Kriminalstatistik der Stadt Zürich zu einer Abnahme der Straftaten. Und dies nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vorangehenden Jahren. Die Zahlen sanken laut Medienmitteilung im Vergleich zum Vorjahr um 3887 Fälle. Dies entspricht einer Abnahme von 8 % auf total 44 434 festgestellte Straftaten. Diese Abnahme ist insbesondere auf einen Rückgang bei den Vermögensdelikten zurückzuführen.

    Weniger Straftaten gegen Leib und Leben

    Die Anzahl der Straftaten gegen Leib und Leben hat ebenfalls um 126 Fälle abgenommen. Die Zahl der Tätlichkeiten ist um 76, die der einfachen Körperverletzungen um 18 und die der schweren Körperverletzungen um 12 Fälle gesunken. Abgenommen in diesem Bereich haben vorwiegend die Delikte auf öffentlichem Grund zwischen Montag und Freitag.

    Revision des Sexualstrafrechts

    Delikte gegen die sexuelle Integrität sind um 11.9 % angestiegen. Die grösste Zunahme gab es bei den Vergewaltigungen um 66 Straftaten. Der Grund dafür liegt ausschliesslich in der Revision des Sexualstrafrechts, das seit dem 1. Juli 2024 in Kraft ist.

    Einbruchdiebstähle gingen zurück

    Die Zahl der Einbruchdiebstähle ging zurück auf total 2266 Fälle, was einer Abnahme von 19.5 % entspricht (Vorjahr 2815 Fälle). Bei den Keller- und Fahrzeugeinbrüchen sind die Zahlen ebenfalls tiefer als im Vorjahr. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Stadtpolizei Zürich bei gezielten Aktionen über 30 Serientäter*innen festnehmen konnte. Bei den Fahrzeugeinbrüchen konnten diverse Täter*innen in flagranti oder anlässlich der Nahbereichsfahndung verhaftet werden. Auch wurden mehrere Serientäter*innen anhand von Spurentreffern und Ermittlungen überführt.

    Anzahl der Cyberstraftaten stagniert

    Die Anzahl der Cyberstraftaten, die auch digitale Vermögensdelikte beinhalten, stagnierte im Berichtsjahr auf hohem Niveau. Während es im letzten Jahr noch 4363 Delikte waren, sind es im Berichtsjahr total 4259 Delikte. Nach wie vor machen Delikte im Zusammenhang mit Missbrauch von Onlinezahlungssystemen über die Hälfte der Delikte in diesem Bereich aus.

    Dies sind zum Beispiel Online-Bestellungen mit fremden Kreditkartenangaben und/oder fremder Identität. Erneut nahm die Zahl der Fälle von herkömmlichem Betrug ab, diese fielen um 14.1 % niedriger aus. Auch die Zahlen von digitalem Betrug gingen um 19.5 % zurück, verglichen mit dem Vorjahr.

    Weniger Fälle von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte

    Die Fälle von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sanken in der Stadt Zürich erneut. Im Jahr 2025 waren es 74 Fälle weniger als noch im Vorjahr. Die Anzahl der Fälle, bei denen Mitarbeitende der Stadtpolizei Zürich betroffen waren, sank um 41 Fälle auf 77. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • «Nur was man kennt, schätzt und schützt man»

    «Nur was man kennt, schätzt und schützt man»

    Schillernde Krabbeltiere gibt es nicht nur im Dschungel. Auch in der Schweiz glänzen und leuchten zahlreiche Insektenarten. Die Biologin Katrin Luder und der Tierfotograf Bähram Alagheband zeigen in ihrer Show «Bling Bling», was hierzulande auf sechs Beinen unterwegs ist. Für den «Höngger» beantwortet Luder einige Fragen.

    Im April gastierst du mit «Bling Bling» in Höngg. Worum geht es in diesem Vortrag?
    Katrin Luder: Unser Ziel ist es, dem Publikum die Schönheit und Faszination der Insekten näherzubringen, mit spannenden Geschichten, viel Witz und persönlichen Erlebnissen.

    An welches Publikum richtet sich der Vortrag?
    Der Vortrag richtet sich an alle: von Kindern bis zu älteren Menschen, egal ob Bürohocker oder Frischluftfanatiker.

    Ist der Abend auch ohne spezielle Vorkenntnisse gut verständlich?
    Auf jeden Fall. Unser Ziel ist es, ein breites Publikum zu unterhalten. Oft erhalten wir die Rückmeldung, dass man vor der Show kein besonderes Interesse an Insekten hatte, danach aber beim nächsten Insekt, dem man begegnet, genauer hinschaut.

    Wie ist die Idee entstanden, eine Show über Insekten zu entwickeln?
    Bähram Alagheband, den ich Bäru nenne, fotografiert bereits seit jungen Jahren leidenschaftlich gerne Insekten. Ausserhalb seines privaten Umfelds bekam jedoch kaum jemand diese Fotos zu sehen. Nach unserem Kennenlernen fragte er mich, ob ich als Fachperson für Insekten eine Präsentation mit ihm gestalten möchte. Dabei merkten wir schnell, dass die Chemie zwischen uns stimmt und wir uns gut ergänzen. So entstand die Idee, etwas Grösseres daraus zu machen und eine eigene Show über Insekten in der Schweiz zu entwickeln.

    Wie ist der Name «Käfer & kundig» entstanden?
    Als wir entschieden, gemeinsam auf die Bühne zu gehen, brauchten wir einen Namen. Nach ein bis zwei Bierchen und einigem Brainstorming kamen wir auf diesen. Zu Beginn hiess es, Bäru sei der Käfer und ich die Kundige. Das stimmt aber schon lange nicht mehr. Mittlerweile kennt er sich genauso gut, wenn nicht sogar besser in der Insektenwelt aus

    Wie viele Auftritte stehen in eurer Agenda?
    Bis im Juni stehen insgesamt 14 Auftritte an. Davon zeigen wir viermal nochmals unser altes Programm, bevor wir ab dem 4. März mit der neuen Show auf Tournee gehen und neun Auftritte absolvieren.

    Wie gelingt es euch, dieses Projekt neben dem Berufsalltag umzusetzen?
    Bäru arbeitet zu 50 Prozent beim SRF und zu 50 Prozent in seiner eigenen Firma Insects and Stories GmbH, wo er sich ganz den Insekten widmen kann. Er übernimmt den Grossteil der Arbeit. Es freut uns, dass ihr euer Programm auch in Höngg zeigt.
    Und uns freut es sehr, dass wir eingeladen wurden. Als wir unser erstes Programm geschrieben haben, hätten wir nicht gedacht, dass wir es vier Jahre später noch immer präsentieren dürfen. Umso mehr freuen wir uns nun auf das neue Programm.

    Was soll das Publikum am Ende des Abends mit nach Hause nehmen?
    Unser Wunsch ist, dass die Menschen beim nächsten Insekt, das sie sehen, genauer hinschauen. Denn nur was man kennt, schätzt und schützt man. Unser Hauptziel ist jedoch, dass das Publikum einen unterhaltsamen Abend erleben und mit neuen Eindrücken nach Hause gehen kann.

    Mario Bonalli vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg führte das Interview.

    Die Show

    Freitag, 10. April, 19.30 Uhr, Türöffnung um 19 Uhr
    Ref. Kirchgemeindehaus, Ackersteinstrasse 190
    Karten: Eventfrog.ch

    Verlosung Show „Bling Bling“

    Wir verlosen 2×2 Karten!

    Wer Karten gewinnen möchte, sendet bis am Dienstag, 31. März, eine E-Mail an mitmachen@hoengger.ch.

    Bitte den Absender, Telefonnumner und den Betreff «Käfer» nicht vergessen. Mit der Teilnahme wird Ihre Adresse automatisch im Newsletter-Verteiler unserer Zeitung aufgenommen. Viel Glück!

  • Die Wipkinger Stadträtin geht in die zweite Runde

    Die Wipkinger Stadträtin geht in die zweite Runde

    Vor vier Jahren war sie die einzig Neue im Stadtratskollegium: Simone Brander, SP, wurde damals mit 46’732 Stimmen als Ersatz für Richard Wolff in die Exekutive gewählt und zog damit an sechster Stelle in die Regierung ein. In diesem Jahr stellte sie sich zur Wiederwahl – und konnte das Ergebnis noch toppen: Mit 61’512 Stimmen verteidigte sie ihren Platz. Brander lebt in Wipkingen und war für ihren Wahlkreis 10 zuvor bereits 13 Jahre lang, von 2009 bis 2022, im Gemeinderat aktiv.

    Beruflich war die Umweltnaturwissenschaftlerin zudem unter anderem beim Bundesamt für Energie sowie als Fachspezialistin Energiewirtschaft beim Kanton Aargau tätig. Der Job als Stadträtin reizte sie, wie sie dieser Zeitung vor vier Jahren kurz vor ihrem Stellenantritt in einem Interview verriet, aus verschiedenen Gründen: «Ich möchte etwas bewirken, mitreden, strategische Fragen stellen können, mitentscheiden, das interessiert mich. Mit der Verwaltung zusammenzuarbeiten und die Agenda mitzuprägen.»

    Macht interessiere sie in dem Zusammenhang, dass sie durch ihre Position Entscheidungsbefugnis erhalte, um Einfluss darauf nehmen zu können, dass Zürich das Ziel der Klimaneutralität möglichst schnell erreichen kann. Auf ihrer Webseite bezeichnet sie sich zudem als Brückenbauerin: «Zwischen Klima und Lebensqualität, zwischen sozialer Gerechtigkeit und einer gut funktionierenden Infrastruktur.»

    Brückenbauen

    Gelegenheit zum Brückenbauen hat sie als Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements gewiss genug. So zum Beispiel bei der Vermittlung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmenden im Stadtverkehr: Schon vor ihrem Eintritt in den Stadtrat galt Brander als «Velopolitikerin», die das Volksbegehren Velovorzugsrouten bereits als Stadtparlamentarierin lancierte. Insbesondere in den letzten zwei Jahren hat sie ihre Bemühungen intensiviert, die Initiative auch tatsächlich umzusetzen. Auch die Eröffnung des Velotunnels am Hauptbahnhof gehört zu ihren Erfolgen.

    Doch nicht alle sind derweil von ihrer Brückenbaufähigkeit überzeugt: Ihre in den Augen so mancher Stadtzürcherinnen und -zürcher sowie politischer Gegnerschaft kompromisslose Art hat ihr nicht nur Beifall eingebracht. So gibt es gegen viele der geplanten Velovorzugsrouten massiven Widerstand aus den jeweiligen Quartieren und auch ihre Entscheidung, die Entsorgungscoupons abzuschaffen, sorgte für einen Aufschrei.

    Sich selber treu

    Zumindest, so kommentierte das auch die «NZZ» im vergangenen Frühling, kann man Brander keine mangelnde Konsequenz vorwerfen: «Was immer man von ihrem Stil halten mag: Brander bleibt ihm auch dann treu, wenn sie unpopuläre Entscheide trifft.» So sieht das wohl auch die Stimmbevölkerung – mit dem jüngsten Wahlergebnis hat sie Brander jedenfalls den Auftrag erteilt, ihre Politik weiter zu  verfolgen.

    Oder, wie sie es gegenüber dem «Tages-Anzeiger» formuliert: «Es sieht so aus, als ob meine Arbeit wahrgenommen und geschätzt wird.» Ob sie auch in den kommenden vier Jahren dem Tiefbaudepartement vorstehen wird, wird sich noch weisen. Die Konstitutierungssitzung, in der sich die neun Mitglieder des Stadtrats auf die Verteilung der Departemente einigen, wird im April stattfinden.

    Verwandter Artikel

    «Wipkingen rules»

  • BZO-Revision soll die Weichen für Zürichs Zukunft stellen

    BZO-Revision soll die Weichen für Zürichs Zukunft stellen

    Die Bau- und Zonenordnung ist das zentrale Instrument, mit dem die Stadt Zürich ihre langfristige räumliche Entwicklung steuert. Sie ist grundeigentümerverbindlich und legt den Rahmen fest, um das Wachstum der Stadt zu lenken und die hohe Lebensqualität für alle Bewohner*innen zu sichern und weiter zu verbessern.

    Die Revision koordiniert eine Vielzahl von Anforderungen – von der Siedlungsentwicklung nach innen über die Hitzeminderung bis zum Ortsbildschutz – und schafft eine moderne, ausgewogene und verständliche Planungsgrundlage für die Zukunft.

    Die BZO-Revision setzt den behördenverbindlichen kommunalen Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen um, den die Zürcher Stimmbevölkerung 2021 mit 61,2 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen hat, und schafft die planerischen Voraussetzungen für eine massvolle bauliche Verdichtung an geeigneten Orten.

    Durch gezielte Aufzonungen und die Einführung neuer Zonentypen kann die Basis für den benötigten Wohnraum geschaffen werden, ohne wertvolle Grünflächen zu verlieren.

    Wachstum mit Qualität gestalten

    Diese Verdichtung ist mit dem wohnpolitischen Ziel verknüpft, einen gesetzlich verankerten Anteil an preisgünstigem Wohnraum zu sichern. Bei Aufzonungen werden 75 Prozent des zusätzlichen Volumens als preisgünstiger Wohnraum eingefordert.

    Ein weiteres Anliegen der Revision ist die Sicherung wichtiger Qualitäten des Zürcher Stadtbilds. Hierzu wird gestützt auf eine umfangreiche Interessenabwägung, unter anderem durch die Festlegung neuer Kern- und Quartiererhaltungszonen, gezielt auf das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) sowie das kantonale Ortsbildschutzinventar (KOBI) Rücksicht genommen. Zudem hat der Stadtrat gleichzeitig zur Revision eine umfassende Ergänzung der Denkmalinventare verabschiedet.

    Mehr Grün und Klimaanpassung für eine zukunftsfähige Stadt

    Eine qualitativ hochwertige Verdichtung muss die klimatischen Veränderungen konsequent antizipieren. Die BZO-Revision verankert darum neue und wirksame Vorgaben zur Klimaanpassung und Hitzeminderung in der Bauordnung.

    Unter anderem geschieht dies mit Vorgaben zur Begrünung der Umgebung (Einführung der sogenannten Grünflächenziffer), einer Pflicht für Baumpflanzungen sowie Massnahmen zum ökologischen Ausgleich – mit dem nötigen Spielraum für Bauprojekte.

    Zudem werden Flächen für neue öffentliche Freiräume planerisch gesichert. Die Massnahmen erhöhen die Aufenthaltsqualität und die Resilienz der Stadt gegenüber dem Klimawandel.

    Vorschriften harmonisieren und modernisieren

    Mit der vorliegenden BZO-Revision erfüllt die Stadt Zürich die kantonalen Vorgaben zur Harmonisierung der Baubegriffe. Zudem wird die BZO-Revision zum Anlass genommen, die seit 1992 bestehende Bauordnung, die durch zahlreiche Teilrevisionen zu einem komplexen Regelwerk geworden ist, einer formellen Revision zu unterziehen. Das Ergebnis ist eine moderne, gut lesbare und in sich schlüssige rechtliche Grundlage, die die Planungs- und Rechtssicherheit für alle Bauvorhaben erhöht.

    Sobald die BZO-Revision öffentlich aufgelegt wird, tritt gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz die sogenannte «negative Vorwirkung» ein. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt Baugesuche nur noch bewilligt werden, wenn sie nicht gegen die geplanten neuen Regeln verstossen.

    Die überarbeitete BZO liegt nun vom 18. März bis 1. Juni 2026 öffentlich auf. In dieser Zeit können sich die Bevölkerung, Parteien, Verbände und Interessengruppen zu den Inhalten äussern. Parallel zur öffentlichen Auflage wird der Entwurf dem Kanton Zürich zur Vorprüfung eingereicht.

    Nach Ablauf der Auflagefrist werden die Rückmeldungen von den zuständigen Fachstellen beurteilt und in einem Bericht zusammengefasst. Letztlich setzt der Gemeinderat die revidierte BZO fest.

    Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung
    Zürich West (für die Kreise 4, 5, 9 und 10)
    Mittwoch, 1. April 2026, 18.30–20.00 Uhr |
    Hotel Spirgarten
    Lindenplatz 5, 8048 Zürich
     

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • «Mir ist es wichtig, Brücken zu schlagen»

    «Mir ist es wichtig, Brücken zu schlagen»

    Ich bin vor 60 Jahren in Zürich geboren, doch die erste Hälfte meines Lebens habe ich kaum in Zürich verbracht. So richtig in der Schweiz wohnhaft bin ich erst seit etwas weniger als 30 Jahren. Aber von Anfang an: Mein Vater ist von Beruf Physiker und hatte vor meiner Geburt gerade sein Studium abgeschlossen. Nun standen für ihn Forschung und Stellensuche an, weswegen wir, als ich gerade anderthalb Jahre alt war, in die USA auswanderten, wo mein Vater seinen Postdoc absolvierte.

    Vier Jahre später ging es zurück nach Europa: Wir machten Station in Cassis in Südfrankreich, bevor wir ein Jahr später nach West-Berlin weiterzogen. Ich habe diese Kindheitsjahre sehr positiv in Erinnerung und weiss es zu schätzen, durch das viele Reisen die Möglichkeit gehabt zu haben, verschiedenste Sprachen zu lernen.

    Leider zerbrach unsere Familie in Berlin: Meine Mutter verliess die Hausgemeinschaft und zog mit ihrem neuen Partner zusammen. Mich belastete die mangelnde Kommunikation in der Familie sehr, ich sehnte mich danach, mit Menschen zusammenleben, die eine wirkliche Gemeinschaft bilden.

    Radikal denkend

    Im Berlin der frühen 1980er-Jahre herrschte Aufbruchsstimmung, die Hausbesetzerszene war sehr aktiv. Auch ich wollte etwas bewegen. Deshalb zog ich im Alter von nur 15 Jahren aus und besetzte gemeinsam mit Bekannten ein eigenes Haus. Meine Schulbildung brach ich einige Monate vor Abschluss der mittleren Reife ab – ich hatte damals das Gefühl, in der Schule nicht wirklich die wichtigen Dinge zu lernen. Meine Familie versuchte zwar, mich von einer abgeschlossenen Schulbildung zu überzeugen, doch ich war eine radikal denkende Jugendliche, die ohne Rücksicht auf eigene Verluste handelte.

    Die Zeit in Kommune und politischer Jugendbewegung war intensiv und eindrücklich, aber nach rund einem Jahr merkte ich, dass weder dieses Leben noch dieser Weg für mich ist. Mit Tagen ohne Rhythmus und ständiger Überreizung verlor ich das Gefühl für mich selbst und begann an mir zu zweifeln. Ich beschloss, die Stadt zu verlassen, um Boden unter den Füssen zu finden.

    Viel später fand ich schliesslich heraus, dass ich eine Person bin, die aus sich heraus kaum Routine entwickelt und gleichzeitig sehr sensibel auf Umgebungsreize reagiert. Die «Flucht» aus dem geteilten Zentrum der Grossstadt Berlin war ein wichtiger Schritt in meinem Leben. Auf der Suche nach Wald und Einfachheit sowie nach meinen Schweizer Wurzeln gelangte ich über einen Kontakt meiner Mutter an einen biodynamisch geführten Bauernhof im Unterengadin, wo ich arbeiten und leben konnte. Ein Jahr lang verbrachte ich täglich viele Stunden im Stall, was für mich sehr heilsam war.

    Heilen lernen

    Nach weiteren zwei Jahren auf Biobauernhöfen, ich war inzwischen 19 Jahre alt, wurde mir das Landleben aber zu einsam. So näherte ich mich doch wieder einer Stadt: In Zürich war ich in verschiedenen Jobs tätig, etwa als Verkäuferin im Bioladen oder als Köchin im Frauenzentrum. Gleichzeitig suchte ich nach einem Beruf, etwas Sozialem, mit dem ich auch meine Leidenschaft fürs Heilen kombinieren konnte. Die technische Herangehensweise der Schulmedizin war jedoch nicht meins, das merkte ich deutlich.

    Über die Selbstverteidigung, die ich in Wendo-Kursen für Frauen kennenlernte, begann ich mich mit asiatischer Kampfkunst zu beschäftigen und sie nach Erlangung des schwarzen Gurtes selbst zu unterrichten. Dabei entdeckte ich die östliche Philosophie, deren Ernährungslehre und Zugang zum Heilen. Allein die Ernährungslehre hat mir sehr geholfen: Seit meiner Jugend hatte ich Probleme mit der Ernährung gehabt und eine Magersucht überlebt, konnte jedoch erst mit der makrobiotischen und der «5-Elemente»-Lehre der Ernährung ein positives Verhältnis zum Essen wiederfinden.

    Die chinesische Medizin habe ich dann bei einem Aufenthalt in San Francisco Ende der 1980er-Jahre kennengelernt. Dort hatte ich die Gelegenheit, bei einer niedergelassenen TCM-Ärztin mitzuhelfen. Es war die Hochphase von Aids. Sie behandelte und begleitete ihre zum Teil schwer erkrankten Patienten mit Akupunktur, Arzneipflanzenrezepturen und viel Zuwendung. Ich merkte, dass diese Methoden nicht alles heilen, aber viel Leiden lindern können. Deswegen suchte und fand ich, zurück in der Schweiz, eine Ausbildungsmöglichkeit in Traditioneller Chinesischer Medizin. Drei Jahre lang ging die Ausbildung, nach deren Abschluss unser Lehrer uns ein sechswöchiges Praktikum in China in Aussicht stellte.

    Im fernen Osten

    Und so geschah es: 1995 schloss ich die Schule ab und reiste mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China. Eine Woche war ich unterwegs – und als der Zug nach der Durchquerung der mongolischen Steppe chinesisches Gebiet erreichte, mit den Bergen und der Terrassen-Agrarwirtschaft, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen.

    Nach sechs Wochen Ausbildung blieb ich in Chengdu. In den nächsten drei Jahren lebte ich hier, war im Spital tätig und lernte Chinesisch. Auch privat tat sich einiges: Ich lernte meinen Partner kennen, 1997 gebar ich unseren Sohn Manuel. Als kleine Familie kamen wir 1998 nach Zürich und fanden 1999 unsere erste Wohnung in Höngg.

    Seit meiner Rückkehr aus China betreibe ich in Zürich eine Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin. Ich verstehe meine Arbeit als integrative Medizin – mir ist es wichtig, Brücken zu schlagen zwischen der Schulmedizin und der chinesischen Herangehensweise. Das Studium der Sinologie, das ich hier in Zürich nach Abschluss der Erwachsenenmatur absolvierte, hilft mir dabei.


    Im Garten. (Foto: zvg.)

    Vor zehn Jahren erhielt ich die Gelegenheit, einen öffentlichen Kräutergarten der TCM an der ZHAW in Wädenswil mitaufzubauen. Dort wachsen inzwischen 130 der am meisten gebrauchten Arzneipflanzen. Ich liebe Pflanzen, gehe sprichwörtlich gerne bis an die Wurzeln. Für mich ist es wichtig, eine Beziehung zu den Pflanzen zu haben, die ich als Arzneikräuter verwende. So kann ich auch ihre Wirkung besser verstehen.


    Nina Zhao-Seiler organisiert Kräuterreisen nach China. (Foto: zvg.)

    Um die Arzneipflanzenkultur auch anderen zugänglich zu machen, habe ich 2003 begonnen, Kräuterreisen nach China zu organisieren. Die nächste Reise ist noch in diesem Jahr geplant.

    Aufgezeichnet von Dagmar Schräder

  • In der Stadt sind nur noch Niederflur-Trams im Einsatz

    In der Stadt sind nur noch Niederflur-Trams im Einsatz

    Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben laut einer Medienmitteilung ihre letzten Hochflur-Trams der Generation Tram 2000 in den Ruhestand geschickt. Seit Anfang März sind nur noch Niederflur-Trams der Fahrzeugtypen Flexity, Cobra und Tram 2000-Sänfte auf dem VBZ-Netz unterwegs.

    Das sei laut VBZ ein wichtiger Meilenstein für die Hindernisfreiheit. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren können nun an ausgebauten Haltestellen selbständig in jedes Tram einsteigen.

    Personen im Rollstuhl benutzen am besten die 3. Türe von vorne. Dort hat es Plätze für Rollstühle und eine blaue Rollstuhl-Taste (siehe Box unten).

    Rollstuhlsymbol auf digitalen Informationstafeln entfällt

    Mit der Verabschiedung der letzten Hochflur-Trams verschwindet auch das Rollstuhlsymbol, welches bisher auf den digitalen Informationstafeln an den Haltestellen angezeigt wurde, da es nicht mehr notwendig ist.

    Für die Fahrgäste der VBZ bringt die vollständige Umstellung auf Niederflur-Trams einen spürbaren Mehrwert: Der hindernisfreie Einstieg ist nun an ausgebauten Haltestellen bei jeder Fahrt gewährleistet. Das macht den öffentlichen Verkehr verlässlicher und ermöglicht ein entspannteres Reisen, so die VBZ.

    Quelle: Medienmitteilung VBZ

    Empfohlene Einstiegstüren der verschiedenen Tramtypen

    Flexity-Tram: Türnummer 3 für Rollstühle, Türnummer 7 für Kinderwagen

    Cobra-Tram: Türnummer 3 für Rollstühle, Türnummer 2 & 3 für Kinderwagen

    Tram 2000 (Sänfte): Türnummer 3 für Rollstühle, Türnummer 3 & 5 für Kinderwagen

  • Wo stelle ich mein Auto ab?

    Wo stelle ich mein Auto ab?

    Die Parkplätze – ein beliebtes Streitthema. Nicht nur bei Autofahrerinnen und -fahrern, sondern auch bei Velofahrenden und der Anwohnerschaft von Quartierstrassen wird oft und gerne über die Verfügbarkeit von Parkplätzen diskutiert.

    Quasi als Diskussionsgrundlage liefert die Stadt nun mit ihren neuesten statistischen Daten aktuelle Zahlen zu der Anzahl verfügbarer Parkplätze in der blauen und weissen Zone, erhältlich für jedes Quartier – inklusive der Veränderung über die letzten Jahre.

    Neudefinition von Parkplätzen

    Für den Kreis 10 ergibt sich hieraus die aktuelle Zahl von 2882 Parkplätzen in der blauen Zone, 1563 in Höngg und 1319 in Wipkingen. Im Jahr 2011, also vor rund 15 Jahren, waren es noch 1857 Parkplätze in Höngg, 1591 in Wipkingen gewesen.

    Bei den weissen Parkplätzen (kostenpflichtige öffentliche Parkplätze mit Parkuhr) ist die Zahl auf den ersten Blick dramatisch gesunken. So fanden sich 2025 im gesamten Kreis 10 noch 168 weisse Parkplätze, 67 in Höngg und 101 in Wipkingen.

    2011 dagegen wies Höngg noch 427, Wipkingen gar 439 weisse Parkplätze auf. Dieser Rückgang hat jedoch weniger mit dem Abbau von Parkmöglichkeiten, als mit einer Neudefinition der Parkplätze zu tun: Seit 2022 werden Plätze auf öffentlichem Grund abseits des Strassenraums (etwa bei Krankenhäusern, Sportanlagen oder Friedhöfen) nicht mehr dazugezählt.

    Motorisierungsgrad sinkt auch

    Doch die absolute Zahl der vorhandenen Parkplätze sagt alleine natürlich noch nicht viel aus – die Frage ist auch, wie viele Autos vorhanden sind, die dort abgestellt werden könnten. Auch hierzu liefert Statistik Zürich Anhaltspunkte.

    Wie der Tages Anzeiger in einem Artikel aus dem Jahr 2024 berichtet, wies Höngg damals eine Dichte von 300 Privatautos auf 1000 Einwohnenden auf – was innerhalb der Stadtquartiere übrigens Rang 3 der Quartiere mit der höchsten Autodichte bedeutete, direkt hinter Witikon und Fluntern.

    Im Vergleich zum Jahr 2002 ist die Anzahl der Autos pro 1000 Einwohner*innen jedoch in Höngg um 94 gesunken, was einen Rückgang von 23.8 Prozent bedeutet.

    Quelle: Statistik Stadt Zürich

  • Ein Sonntagvormittag bei den Spechten

    Ein Sonntagvormittag bei den Spechten

    Spechte sind nicht nur wegen ihres Aussehens und ihres Verhaltens faszinierende Vögel. Sie haben auch eine besonders enge Beziehung zu Bäumen und gelten als wichtige Zeiger für den ökologischen Zustand eines Waldes. Je mehr Spechtarten in einem Wald vorkommen, desto grösser ist in der Regel auch die Vielfalt anderer Vogelarten und Lebewesen.

    Einblicke in die Lebensweise der Vögel

    Während eines gemeinsamen Spaziergangs mit dem hiesigen Natur- und Vogelschutzverein besuchen die Teilnehmenden verschiedene Bäume mit Spechthöhlen und erhalten Einblicke in die Lebensweise dieser Vögel. Dabei wird auch besprochen, welche körperlichen Anpassungen den Spechten das Leben an Baumstämmen und in der Vertikalen ermöglichen.

    Apéro am Waldrand

    Unterwegs wird besonders auf die Stimmen der Spechte geachtet. Die Tiere kommunizieren auf unterschiedliche Weise miteinander: Sie trommeln, klopfen und rufen; bei einigen Arten kommt sogar eine Art Gesang vor. Zum Abschluss der Spurensuche sind die Teilnehmenden zu einem kleinen Apéro am Waldrand eingeladen. Die Leitung übernehmen Claudia Reusch, Verena Steinmann, Claudia Imfeld und Christian Sigrist.

    Der Naturspaziergang

    Sonntag, 22. März, 9–11 Uhr.
    Treffpunkt: Ecke Michelstrasse/Kappenbühlstrasse, Haltestelle Friedhof Hönggerberg, Bus 38.
    Offen für alle – ohne Voranmeldung.
    Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
    Weitere Infos 

  • Frühlingserwachen im Stadtwald: So war der Waldputztag 2026

    Frühlingserwachen im Stadtwald: So war der Waldputztag 2026

    1710 Kinder aus 84 Klassen, über 200 Begleit- und Lehrpersonen, ein Ziel: den Wald von Müll befreien. Am vergangenen Mittwochmorgen war es soweit. Zwar lag über dem städtischen Frühlingswald ein grauer Schleier, doch die Kinder liessen sich davon nicht beirren.

    Mit Handschuhen und Abfallsäcken machten sie sich daran, den Wald von Abfall zu befreien. Auch am Käferberg und im Höngger Wald waren Gruppen unterwegs. Je voller die Säcke wurden, desto blauer wurde der Himmel.

    Was die Kinder zwischen Herbstlaub und Unterholz fanden, war wieder erstaunlich: ein altes Velo, ein Armband, ein Ring, ein Sack mit rostigen Bohrmaschinen, eine Sichel und eine Sammlung alter Bierdosen.

    1290 Kilogramm Abfall

    Neben Kuriositäten lag jedoch vor allem das «Übliche» im Wald: Metallteile, Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Taschentücher und jede Menge mehr – insgesamt wurden 1290 Kilogramm Abfall gesammelt und fachgerecht entsorgt.

    Verwandter Artikel

    Skurrile Funde beim Waldputztag

    Auch die Natur liess sich entdecken und bestaunen: Die Schlüsselblumen und Buschwindröschen blühen schon an vielen Orten, der Bärlauch spriesst und das eine oder andere Waldtier liess sich blicken. Es wurde von Rehen und Eichhörnchen berichtet. Als besonderes Highlight wurden dieses Jahr zwei Feuersalamender in einem Bachtobel entdeckt.

    Quelle: Grün Stadt Zürich