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  • «Der Kampf gegen die Armut ist nach wie vor relevant»

    «Der Kampf gegen die Armut ist nach wie vor relevant»

    Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Hunger leiden muss hier hoffentlich niemand. Doch dass Armut auch hierzulande verbreitet ist, das geht oft vergessen: Rund 16 Prozent der Bevölkerung sind entweder direkt von Armut betroffen oder armutsgefährdet – Tendenz steigend.

    Allein im Kanton Zürich sind über 200 000 Menschen bedürftig. Als arm gilt dabei eine Person, deren verfügbares Einkommen unterhalb der definierten Armutsgrenze von 2388 Franken monatlich liegt, oder eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren, die weniger als 4159 Franken pro Monat verdient.

    Diese Zahlen stammen von Caritas Zürich. Und seit nunmehr genau hundert Jahren hat sich der gemeinnützige Verein dem Kampf gegen die Armut verschrieben.

    Damals, so berichten die beiden Vorstandsmitglieder Marie-Christine Schindler und Daniel Otth aus Höngg, war die Armut in der Stadt allgegenwärtig. Die Industrialisierung forderte ihren Tribut, man befand sich in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Katholiken kamen als Arbeitskräfte aus anderen Kantonen ins reformierte Zürich, das Elend innerhalb der Minderheit war gross.

    Dies war der Auslöser, der den damaligen Generalvikar der katholischen Kirche, Alfred Teobaldi, dazu bewog, aktiv zu werden: Er gründete den Caritasverband Zürich. Heute gehört Caritas Zürich zu einem grossen nationalen und internationalen Netzwerk: Innerhalb der Schweiz existieren 16 eigenständige regionale Caritasorganisationen, weltweit sind es über 160 nationale Organisationen, die sich für Armutsbetroffene engagieren.

    Für alle Bedürftigen da

    Das Engagement hat sich seither ausgeweitet. Längst beschränken sich die Angebote nicht mehr nur auf die katholische Gemeinde, sondern generell auf von Armut betroffene Menschen. Doch die Bindung an die katholische Kirche ist nach wie vor vorhanden.

    Einerseits durch die Vorstandsarbeit: Vier der acht Vorstandsmitglieder sind kirchliche Delegierte. Und andererseits durch die Finanzierung, wie Otth erklärt: «Rund ein Viertel der Gelder, der unserer Non-Profit-Organisation zur Verfügung steht, stammt von der Kirche.

    Die restlichen drei Viertel stammen aus anderen Quellen – zur Hauptsache aus Leistungsaufträgen des Kantons oder anderer Institutionen, aus Donationen, Spenden und Legaten sowie aus Einnahmen aus den Secondhand-Läden und Caritas-Märkten.»

    Und auch die Arbeit der Organisation hat sich verändert. Ging es damals oft um das blanke Überleben, steht heute der Begriff der Teilhabe im Vordergrund – etwa am sozialen und kulturellen Leben oder am Arbeitsmarkt. Diese Teilhabe, so erklären Schindler und Otth, versuche der Verein zu ermöglichen, und zwar weniger durch finanzielle Unterstützung, sondern vielmehr durch Empowerment.

    «Dafür haben wir die verschiedensten Kanäle, wie zum Beispiel die Schuldenberatung, die Unterstützung bei der Job- und Wohnungssuche, die Bildungsangebote oder die Vermittlung zur digitalen Teilhabe», so Schindler. Auch die KulturLegi gehört dazu, die nicht nur den Einkauf in den Caritas-Märkten ermöglicht, sondern auch einen vergünstigten Zugang zu Kulturveranstaltungen und Sportangeboten bietet.

    Freiwilliges Engagement

    Ein Grossteil dieser Arbeit erfolgt durch freiwilliges Engagement: Allein im Kanton Zürich engagieren sich rund 600 Freiwillige bei den verschiedenen Angeboten, unterstützt durch 80 Festangestellte. Auch die Tätigkeit der beiden Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.

    Schindler hat ursprünglich als Mentorin beim Programm «incluso» begonnen: «Mich hat das Profil von Caritas Zürich und der klare Auftrag, den ich hier hatte, überzeugt», berichtet sie. Bei «incluso» habe sie Jugendliche mittels Coaching dabei unterstützt, eine Lehrstelle zu finden: «Wir haben uns wöchentlich getroffen, Bewerbungsunterlagen vorbereitet und Schnupperlehren organisiert.»

    Aus zeitlichen Gründen musste sie zwar nach einigen Jahren mit dem Coaching aufhören, die Vorstandsarbeit übt sie jedoch weiterhin aus. Otth seinerseits ist einer der kirchlichen Delegierten des Vorstands: «Ich bin sozusagen von Amtes wegen im Vorstand. Innerhalb der Kirche bin ich Synodalrat der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich und zuständig für die Ressorts Soziales und Ökologie. Da gehört Caritas zu meinen Aufgabengebieten.»

    Betreuungslücken schliessen

    Ein grosses Jubiläum ist auch ein Grund, zurückzublicken und zu analysieren. Was gehört aus Sicht der Höngger Vorstandsmitglieder zu den grössten Erfolgen von Caritas Zürich? «Wir denken, dass es uns gelungen ist, den Wandel mitzumachen», erklären sie. «Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen 100 Jahren enorm verändert, doch der Verein hat es geschafft, immer relevant zu bleiben und sein Angebot anzupassen.»

    Seine Relevanz zeige sich insbesondere auch darin, dass er im Vergleich zu staatlichen Institutionen viel schneller und fokussierter auf Situationen reagieren könne – vor allem bei Krisen, gesellschaftlichen Verschiebungen oder Betreuungslücken.

    So zum Beispiel während der Corona-Pandemie oder gleich nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs: Hier konnte Caritas schnell und unbürokratisch Beratungs- und Unterstützungsangebote für Bedürftige auf die Beine stellen.

    Wird das Jubiläum in diesem Jahr denn auch noch festlich begangen? Ja, bestätigen die beiden, wenn auch eher bescheiden: «Wir haben uns entschieden, kein grosses Fest zu veranstalten, sondern das Jubiläum eher niederschwellig zu begehen – im Rahmen der Angebote, die wir haben» so Schindler.

    Zudem findet sich auf der Website eine fotografische Dokumentation der vergangenen Jahre, die wöchentlich durch ein neues Kapitel ergänzt wird. Und schliesslich hat der Verein einen Jubiläumsfilm produziert, der die Geschichte Revue passieren lässt.

    100 Jahre Caritas Zürich

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    Armut im Alter

  • Zeugenaufruf: Velofahrer nach Kollision mit VBZ-Bus in Wipkingen schwer verletzt

    Zeugenaufruf: Velofahrer nach Kollision mit VBZ-Bus in Wipkingen schwer verletzt

    Um etwa 11 Uhr fuhr ein Chauffeur der VBZ mit einem Bus der Linie 32 auf der Rötelstrasse bergwärts in Richtung Bucheggplatz, wie die Stadtpolizei mitteilt. Gleichzeitig war ein Velofahrer auf der Rötelstrasse in entgegengesetzter Richtung talwärts unterwegs.

    Auf Höhe der Liegenschaft Rötelstrasse 85 kollidierten der Bus und das Velo frontal miteinander. Dabei wurde der Velofahrer schwer verletzt. Der 25-jährige Mann musste durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich in ein Spital gebracht werden.

    Unfallhergang ist unklar

    Im Bereich der Unfallstelle befindet sich derzeit eine Baustelle. Der Verkehr wird dort mittels Verkehrszeichengabe geregelt. Der genaue Unfallhergang ist zurzeit unklar und wird durch die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich beigezogen.

    Zeugenaufruf:

    Personen, die Angaben zum Unfall im Bereich der Rötelstrasse 85 zwischen dem Bucheggplatz und dem Gymnasium Unterstrass machen können und den Vorfall am Mittwoch, 27. Mai 2026, kurz nach 11 Uhr beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich unter der Telefonnummer 044 411 71 17 zu melden.

  • Stadt Zürich stärkt die Nachbarschaftshilfen

    Stadt Zürich stärkt die Nachbarschaftshilfen

    Seit 1997 unterstützt die Stadt einzelne Nachbarschaftshilfen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Pilotprojekt von 2024 bis 2026 habe zudem gezeigt, dass ein einheitliches Finanzierungsmodell sinnvoll ist, es jedoch Anpassungen braucht, damit die Betriebe gesichert sind und der Bedarf an nachbarschaftlichen Dienstleistungen gedeckt ist.

    Ab 2027 wird auch ein Verein aus Witikon einbezogen – womit das Netzwerk gesamtstädtisch verfügbar ist. Die Nachbarschaftshilfen vermitteln freiwillig Engagierte, die unentgeltlich Menschen im Quartier unterstützen und dadurch Angehörige entlasten und den sozialen Zusammenhalt stärken. 2024 leisteten laut Medienmitteilung 991 Freiwillige rund 41’572 Stunden Hilfe.

    «Digi-Kafis»: Angebot langfristig verankern

    Zehn Nachbarschaftshilfen haben mit einer Startfinanzierung von «Google.org» sogenannte «Digi-Kafis» aufgebaut – niederschwellige Treffpunkte, an denen Hilfe im Umgang mit digitalen Geräten angeboten wird.

    2025 fanden 265 Digi‑Kafi‑Veranstaltungen statt, bei denen rund 880 Anfragen bearbeitet wurden. Mit der neuen Finanzierung können die «Digi‑Kafis» fest in den Quartieren verankert werden.

    Die Nachbarschaftshilfe Zeitgut

    Zum genannten Netzwerk gehört auch die Nachbarschaftshilfe Zeitgut Zürich Höngg-Wipkingen. Sie unterstützt Menschen im Kreis 10. Der Leitfaden sei, einander zu helfen in schönen aber auch schwierigen Zeiten, und für einander da zu sein.

    Gefragt ist die digitale Unterstützung: Um die Arbeit am Laptop, Handy und Tablet zu erleichtern, bietet Zeitgut dieses Angebot jeden ersten und dritten Samstag in Höngg oder jeden zweiten und vierten Samstag in Wipkingen an.

    Wichtiges Angebot

    Der Förderverein Nachbarschaftshilfe fungiert laut der Stadt als zentrale Dienstleistungsorganisation: Er organisiert Weiterbildungen, stellt IT‑ und Kommunikationsinfrastruktur bereit und koordiniert den jährlich im Mai stattfindenden internationalen «Tag der Nachbarschaft» (siehe Box unten).

    Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, für den Betrieb der 15 Nachbarschaftshilfe‑Vereinen und des Fördervereins Nachbarschaftshilfe für die Jahre 2027–2030 einen wiederkehrenden Beitrag von jährlich 880’600 Franken zu bewilligen. Der Beitrag wird jährlich an die Teuerung angepasst.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

    Tag der Nachbarschaft 2026

    Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

  • Schweizer Vorlesetag: 3 Buch-Tipps aus Höngg

    Schweizer Vorlesetag: 3 Buch-Tipps aus Höngg

    Am Schweizer Vorlesetag, einer Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien, wird laut dessen Website in der ganzen Schweiz vorgelesen – in Familien, Schulen, Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen, in vielen Sprachen und für alle Altersgruppen.

    Denn, so das Institut, das gemeinsame Vorlesen verbinde Menschen, fördere den Austausch und ermutige Kinder und Jugendliche, die Welt der Bücher und Geschichten mit Neugier zu erkunden. Nachfolgend einige Tipps aus Höngger Feder, die sich für den Schweizer Vorlesetag empfehlen.

    Raffaella Naldi: «Kai’s magische Reise»

    Der 12-jährige Kai ist ein ganz normaler Junge und lebt bei seiner Mama, seit die Eltern geschieden wurden. Eines Tages steht Kai vor einer schweren Entscheidung: Soll er bei seiner Mutter und seinem Hund Lumpi bleiben oder zum Vater nach Amerika ziehen, der dort eine neue Arbeit fand? Die Situation macht den Jungen wütend und verzweifelt, bis er in einer alten Truhe einige Erinnerungsstücke an seine Urgrossmutter findet, darunter auch ein «magisches Pendel». Kai ist skeptisch, aber er beginnt zu lernen, auf seine eigene innere Stimme zu hören. Und so wird er auch die richtige Entscheidung treffen.

    ISBN 9783819280269 / Selbstverlag

    Zum Artikel: Kai’s magische Reise

    «Kai’s magische Reise»: Lesung im Rütihof

    Irwan Burger: Henrys Taxi

    Ein Leben im Zirkus, welches Kind träumt nicht davon! Doch für Henry, der in einer Zirkusfamilie aufwächst und Tag für Tag in der Manege stehen muss, ist dieses Leben gar nicht so einfach. Denn er hat leider kein akrobatisches Talent. Alles, was er ausprobiert, geht schief. Also verlässt er den Familienbetrieb frustriert und macht sich auf die Reise. Und findet unterwegs doch noch seine Berufung. Die besteht aus einem Taxi und einer Clown-Nummer.

    ISBN 978-3-03893-114-0 / Verlag Baeschlin

    Zum Artikel: Henrys Taxi

    Mit dem Taxi in den Zirkus

    Manuele Übelhart: «Wolke und Elias. Die Reise auf dem Zauberseil»

    In der Geschichte gelangen die beiden Freunde Wolke und Elias über ein Zauberseil in eine andere Welt. Sie machen sich auf die Suche nach dem Heimweg, doch das ist gar nicht so einfach. Um zurückzufinden, benötigen sie die Hilfe von allerhand fantastischen Wesen: sprechenden Tieren und guten Feen. Doch auch der Schurke Wanzor Schimmelgurk treibt im Zauberland sein Unwesen. Ob es Wolke und Elias gelingen wird, die Schwierigkeiten zu überwinden?

    ISBN 9783991316077 / Novum Verlag

    Zum Artikel: Wolke und Elias

    Wolke und Elias auf abenteuerlichen Pfaden

  • Liebesbriefe an Afrika: Der Vulingoma-Chor singt wieder in Höngg  

    Liebesbriefe an Afrika: Der Vulingoma-Chor singt wieder in Höngg  

    Am Anfang der Zeit gab es Geschichten und Lieder. Diese Lieder überschritten Grenzen und Kulturen, bewahrten Geschichte und Weisheit und vermitteln heute noch Werte und kulturelle Identität. Südafrika hat eine sehr schmerzhafte und dunkle Geschichte, geprägt von Unterdrückung, Landenteignung, ungleichem Zugang zu Ressourcen und Apartheid.

    Der südafrikanische Jugendchor Vulingoma, der Teil des Sozialprojekts Vulamasango mit Sitz in Kapstadt ist, nimmt sich dieser Themen und Lieder an und tritt nach zwei Jahren wieder in Höngg auf.

    Die Show

    Die erste Hälfte des Programms «Love Letters to Africa» hebt kraftvolle Lieder wie «Senzenina» und «Thina Sizwe» hervor, die in schwierigen Zeiten Hoffnung spenden. Mit Musik und Tanz wird gefeiert, wie diese Kunstform auch heute inmitten globaler Konflikte den Geist beflügelt. Zudem wird die Rolle religiöser Musik als Kraftquelle für viele Gemeinschaften betont.

    Der zweite Teil widmet sich den Ursprüngen der Djembe-Trommel. Von den alten Rhythmen Westafrikas bis zum lebhaften südafrikanischen Gumboot-Tanz – diese Show hebt den unvergänglichen Geist der afrikanischen Menschen durch Lieder und Geschichten hervor.

    Dank einer Hönggerin

    Dass Vulingoma wieder im Quartier auftreten wird, ist einer Hönggerin zu verdanken: Nadine Widmer organisiert die Konzerte in Zürich. Sie unterstützt Florian Krämer, der das Sozialprojekt Vulamasango gründete.

    «Love Letters to Africa» soll an die Schönheit des Menschseins in Afrika erinnern. Es sind musikalische Liebesbriefe, die nun in Höngg zu erleben sind.

    Love Letters to Africa

    Donnerstag, 4. Juni, 19.15 Uhr.
    Ref. Kirchgemeindehaus Höngg, Ackersteinstrasse 190.
    Karten: Kostenlos auf Eventfrog, Kollekte.

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    «Steh auf, Afrika!»

  • Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Vom 20. bis 25. Mai 2026 lud «Abenteuer StadtNatur» zum zehnten Mal dazu ein, die Zürcher Stadtnatur neu zu entdecken. In Parks, Gärten, Quartieren und zwischen Häuserzeilen wurde erlebbar, wie wertvoll urbane Lebensräume sind, und wie eng Menschen, Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind. Dies kommuniziert der Verbund in einer Medienmitteilung.

    Das Programm bot vielfältige Zugänge für alle Altersgruppen: geführte Spaziergänge zu Wildtieren wie Igeln, Biber oder Fledermäusen, kreative Workshops, Ausstellungen und Mitmachaktionen wie der Bau von Bienenhotels oder Einblicke in naturnahe Gärten. Auch aktuelle Themen wie Biodiversität, ökologische Vernetzung und nachhaltige Stadtentwicklung wurden praxisnah vermittelt.

    Unsichtbare Naturzusammenhänge erleben

    Grossen Anklang fanden laut Medienmitteilung insbesondere die Veranstaltungen, welche die oft unsichtbaren Zusammenhänge im städtischen Ökosystem erfahrbar machten. Am Beispiel des Igels zeigte sich, wie wichtig vernetzte Grünräume sind: Zäune, Mauern und Strassen können für ihn schnell zur Barriere werden. Das Festival sensibilisierte für solche Herausforderungen und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag auf.

    Monica Sanesi, Präsidentin des organisierenden Verbunds Lebensraum Zürich (VLZ), zog eine positive Bilanz: «Vor jeder Haustüre hat’s Natur. Unser Festival gibt ihr für einmal eine Stimme. So finden immer mehr Menschen Zugang zur Natur.» Das Jubiläum zeigte auch, dass sich «Abenteuer StadtNatur» in den vergangenen Jahren vom Geheimtipp zu einer festen Grösse für Naturvermittlung in Zürich entwickelt hat.

    Quelle: Medienmitteilung «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur» ist der Stadtzürcher Beitrag zum «Festival der Natur», das rund um
    den internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai stattfindet. Hinter dem Festival steht der
    Verbund Lebensraum Zürich (VLZ), ein Netzwerk aus Organisationen und engagierten
    Akteur:innen, die sich gemeinsam für mehr Biodiversität und Lebensqualität in der Stadt
    Zürich einsetzen. Das Festival wird unterstützt von Grün Stadt Zürich und mehreren
    Stiftungen.

  • Wenn aus Angst vor Fremden ein politisches Konzept wird

    Wenn aus Angst vor Fremden ein politisches Konzept wird

    Migration ist vielen Menschen zumindest suspekt. Es gibt reale Herausforderungen und Probleme, wenn Menschen einwandern. Es gibt aber auch diffusere Sorgen darüber, ob eine Nation ihre kulturelle Identität verliert, wenn zu viele Menschen einwandern. Das Unbehagen gegenüber den Fremden ist ein wiederkehrendes Thema in der Geschichte der modernen Nationalstaaten, das von politischer Seite mal liberal, mal konservativ und mal xenophob in den politischen Diskurs eingespeist wird.

    Eine «Überfremdung»?

    Auch in der Schweiz wird viel über Migration und ihre Folgen diskutiert. Seit den 1970er-Jahren reihen sich hier immer wieder ähnliche lautende politische Vorhaben aneinander, die die Idee einer «Überfremdung» als gemeinsamen Nenner haben. Dabei werden jeweils düstere Szenarien vom Niedergang der Schweiz heraufbeschworen, für die die ausländische Bevölkerung als Drohkulisse herhalten muss. Inhaltlich ähneln sich die Szenarien jeweils sehr – was sich ändert, sind die Ausländergruppen, die nach Aussage der Szenarien das grösste Risiko darstellen.

    Diskussion mit dem Publikum

    Mit diesem Thema und dem gezielten Schüren von Ängsten innerhalb der Debatte setzt sich der Historiker und Philosoph Angelo Maiolino im Sonntagsklatsch auseinander. Er zeigt auf, welche Ideologien und Diskurse dem Bedrohungsgefühl gegenüber dem Fremden zugrunde liegen, und diskutiert mit dem Publikum, welche historischen Spuren, Kontinuitäten und Parallelen sich durch die Migrationsgeschichte des letzten Jahrhunderts ziehen.

    Sonntagsklatsch  

    Sonntag, 7. Juni, 10 Uhr.
    GZ Höngg, Limmattalstrasse 214.
    Mehr Informationen

  • Wandern im Glarnerland

    Wandern im Glarnerland

    Die Wandergruppe nimmt um 9.12 Uhr den Zug nach Ziegelbrücke mit Umsteigen auf die S6 nach Schwanden. Dann nehmen die Teilnehmenden den Bus nach Elm und weiter nach Obererbs. Ohne Startkaffee beginnt die Wanderung auf dem Elm-Höhenweg in Richtung Ämpächli.

    Während der ganzen Wanderung auf dem breiten Weg über den Hengstboden und die Bischofalp sind nur wenige Höhenmeter zu bewältigen. Die Gruppe geniesst dabei das Panorama mit den Tschingelhörnern, Martinsloch, Vorab und dem Hausstock.

    Genussvolle Mittagspause

    Nach zwei Stunden Marschzeit wird das Bergrestaurant Ämpächli erreicht: Auf der Sonnenterrasse kann eine genussvolle Mittagspause eingelegt werden. Für den Abstieg nach Elm haben die Teilnehmenden die Wahl zwischen Gondelbahn, Mountaincarts oder Trottinett. Um 15.29 Uhr fährt der Bus 541 von der Talstation nach Schwanden GL. Dort wartet der Zug zurück nach Zürich.

    Die Wanderung hat einen Aufstieg von 130 und einem Abstieg von 340 Meter. Die Wanderzeit beträgt rund zwei Stunden. Gute Schuhe empfohlen. Das Wanderleiterteam Urs und Werner freut sich auf eine schöne Wanderung über den Elm-Höhenweg.

    Wander-Infos

    Besammlung: 9 Uhr, Gruppentreffpunkt Bahnhof ZH.

    Gruppenbillett: mit Halbtax Fr. 21.-, Talfahrt individuell, Gondelbahn Fr. 14.- oder Trotti-/Mountaincarmiete Fr. 15.-.

    Organisationsbeitrag: Fr. 8.-.

    Anmeldung, auch mit GA: Montag, 8. Juni, 19–20.30 Uhr bei Werner Guntli, 044 341 03 02 oder Urs Eichenberger, 044 341 05 07.

  • Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Der Sommer in Höngg wird dieses Jahr früh eingeläutet: Vom 29. bis 31. Mai steigt das Wartaufest. Einer der Höhepunkte findet am Samstag, 30. Mai, um 11 Uhr statt: Dann steht die Band Wildi Blaatere auf der Bühne. Wo im letzten Jahr Andrew Bond ein grosses Kinderpublikum begeisterte, spielen diesmal Töme Haldimann, Sibylle Aeberli, Bice Aeberli und Fidel Aeberli.

    Letzterer – Neffe von Sibylle und Sohn von Bice – ist das jüngste Mitglied, lebt in Höngg, spielt Gitarre und Schlagzeug – und singt auch. «Wir machen Musik für Kinder und Erwachsene», sagt er beim Besuch in der «Höngger»-Redaktion. In der Tat: Songs mit Titeln wie «Piratetanz» oder «Pizza» animieren zum Mitsingen und sind verspielt, zugleich aber frech und rockig produziert.

    Wie alles begann


    Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger Fidel Aeberli. (Foto: dad)

    Die Wildi Blaatere sind noch eine relativ junge Band. Sie entstand vor rund drei Jahren aus der Kinderkultband Schtärneföifi. Bereits Fidel Aeberlis Vater Boni Koller war Teil der Formation, die ab den 1990er-Jahren in der ganzen Schweiz für Furore sorgte. Als sich Schtärneföifi auflösten, beschlossen Sibylle Aeberli und Töme Haldimann, mit der Kindermusik weiterzumachen und gründeten zunächst mit Bice Aeberli die Wildi Blaatere.

    Fidel Aeberli half anfangs als Schlagzeuger aus. «Sie haben mich dann gefragt, ob ich nicht als Gitarrist und Sänger fest einsteigen will – und ich hatte Lust, es zu probieren», erzählt er. Mittlerweile schreibt er auch Songs für die Band, die heute über ein eigenes Repertoire verfügt – ergänzt durch beliebte Stücke aus der «Schtärneföifi»-Zeit.

    Ein ehrliches Publikum

    Fidel Aeberli, der als Sozialpädagoge arbeitet, findet Inspiration im Alltag mit seinen beiden Kindern. «Neben der Musik und meinem Beruf bin ich drei Tage pro Woche als Hausmann tätig, ich verbringe daher viel Zeit mit meinen Kindern», sagt er. Musik war für ihn immer eine grosse Leidenschaft, die er mit den Wildi Blaatere nun wieder verstärkt ausleben kann.
    «Kinder sind ein ehrliches und emotionales Publikum», so Aeberli.

    Deshalb gehe es bei den Konzerten nicht nur um die Musik, sondern ebenso um Unterhaltung und Interaktion. «Die Kinder wollen antworten, mitmachen und mittanzen.» Entsprechend enthalten die Auftritte auch viele theatralische Elemente. Kinder dürfen auch einmal auf die Bühne oder die Bandmitglieder mischen sich unter das Publikum.

    Albumtaufe am Wartaufest

    Die Wildi Blaatere geben nicht nur Konzerte, sondern haben kürzlich auch ihr erstes Album aufgenommen. Die Taufe der neuen Scheibe, die ausschliesslich digital erhältlich ist, findet am Wartaufest statt. Zu hören sind die neun Songs bereits ab dem 8. Mai auf gängigen Plattformen. «Die Aufnahmen fanden in meinem Musikkeller statt – das Album ist also quasi ein Höngger Produkt», sagt Fidel Aeberli lachend.

    Für ihn, der bereits mit anderen Formationen Alben veröffentlicht hat, ist das Debüt der Wildi Blaatere dennoch etwas Besonderes: «Es ist das erste Mal, dass ich eine Produktion mit Kindermusik veröffentliche.» Der Wunsch der Band ist klar: Die Lieder sollen ein Publikum finden – und Jung und Alt gleichermassen Freude bereiten.

    Verwandter Artikel

    Gestatten: Bond, Andrew Bond

    Das Wartaufest 2026

    Vom 29. bis 31. Mai
    Platz vor der Remise Wartau, Limmattalstrasse 260
    Vorverkauf Wildi Blaatere: Eventfrog
    Weitere Informationen: wartau.info

  • Die SP-Sektionen Zürich 6 und 10 legen sich fest

    Die SP-Sektionen Zürich 6 und 10 legen sich fest

    Nicht mehr auf der Liste steht Sylvie Fee Matter, die am 18. Mai 2026 ihren Rücktritt aus dem Kantonsrat auf den Sommer dieses Jahres eingereicht hat. Matter vertrat die Kreise 6 und 10 seit 2014 im kantonalen Parlament und war von Mai 2023 bis Mai 2024 Ratspräsidentin und somit höchste Zürcherin.

    Vorgesehen ist, dass Barbara Dietrich im Sommer für Matter nachrutscht und im Rahmen der Wahlen 2027 als bisherige Kantonsrätin antritt. Dietrich ist Biologin und arbeitet als Leiterin Internationale Programme bei Helvetas. Im Kantonsrat will sie sich insbesondere für Klimaschutz, Biodiversität und für Menschen in prekären Situationen einsetzen.

    Fünf neue Gesichter

    Neben Barbara Dietrich und den zwei weiteren Bisherigen, Nicola Siegrist und Renata Grünenfelder, wurden fünf neue Kandidierende nominiert. «Wir freuen uns sehr, dass das Interesse unter den Mitgliedern für eine Kandidatur auf unserer Kantonsratsliste so gross war: es haben sich weit mehr Personen beworben, als es Listenplätze gibt.

    So konnten wir eine vielfältige Liste mit starken Kandidierenden zusammenstellen», sagt Sylvie Fee Matter, Mitglied der Findungskommission. «Diese acht Kandidierenden werden sich im Rahmen des Wahlkampfs und im Kantonsrat für einen sozialen und ökologischen Kanton Zürich einsetzen!»

    Zusammen mit der im Rahmen der Versammlung ebenfalls gewählten Wahlkampfleitung, Michel Zimmermann, Patricia De Luca Gull und Leonie Klett, ist das hoch motivierte und kompetente Team der SP Zürich 6 und 10 für den kommenden Wahlkampf komplett.

    Quelle: Medienmitteilung SP Zürich 10