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  • Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Anekdoten aus dem Quartier – Aufruf

    Es passiert uns allen einmal – vielleicht sogar zweimal: Wir verlieren das Portemonnaie oder lassen es irgendwo liegen, weil wir mit den Gedanken gerade woanders sind. Und auch wenn das Smartphone dem Portemonnaie inzwischen den Rang als wichtigster persönlicher Begleiter abgelaufen hat, bleibt der Geldbeutel für viele unverzichtbar.

    So erging es auch einer Leserin, die sich an unsere Redaktion wandte, nachdem sie ihr Portemonnaie verloren hatte. Glücklicherweise wurde es von einer ehrlichen Finderin in Höngg entdeckt und zurückgebracht.

    Das «Danke» ging vergessen

    Vor lauter Erleichterung und Aufregung über das wiedergefundene Portemonnaie versäumte es die Hönggerin jedoch, sich bei der Finderin zu bedanken. Bei der Übergabe vor der Migros am Montag, 4. Mai, ging dies leider vergessen – was sie nun sehr bedauert.

    Unsere Leserin würde sich deshalb sehr freuen, wenn sich die sympathische Frau, die in Begleitung eines kleinen Mädchens war, bei der «Höngger Zeitung» melden würde, damit sie sich – wenn auch etwas verspätet – persönlich bedanken kann.

    Kontakt: redaktion@hoengger.ch
    044 340 17 05

  • Rentnerin nach Verkehrsunfall bei der Michelstrasse verstorben

    Rentnerin nach Verkehrsunfall bei der Michelstrasse verstorben

    Die Stadtpolizei Zürich teilte am Donnerstagabend, 21. Mai 2026 mit, dass es im Kreis 10 zu einem Unfall zwischen einem Lieferwagen und einer Fussgängerin gekommen war (wir berichteten). Die Rentnerin musste mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht werden.

    Heute teilt die Stadtpolizei mit, dass die Frau leider am selben Abend im Spital ihren Verletzungen erlag.

    Der Lieferwagen war führerlos

    Wie die Stadtpolizei gestern mitteilte, ging kurz nach 13 Uhr die Meldung über einen Verkehrsunfall in Höngg ein. Gemäss bisherigen Erkenntnissen rollte ein Lieferwagen aus noch unbekannten Gründen von der Verzweigung Michelstrasse und Engadinerweg in Richtung Regensdorferstrasse.

    Nach mehreren Metern erfasste das führerlose Fahrzeug eine Fussgängerin, die auf dem Trottoir unterwegs war. Sie wurde vom Lieferwagen erfasst und schwer verletzt. Die Rentnerin wurde durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital gebracht.

    Unfallhergang ist unklar

    Der Unfallhergang ist unklar und wird durch die Staatsanwaltschaft Zürich und die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich sowie Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich aufgeboten.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • Wipkingen im Wandel der Zeit

    Wipkingen im Wandel der Zeit

    Stattreisen Zürich existiert seit 1991 als private Initiative engagierter Zürcherinnen und Zürcher, die Interessierte in ihrer Freizeit durch die Stadt führen. Der Verein bietet heute 38 verschiedene Rundgänge an – von thematischen Führungen zur Drogen- oder Migrationsgeschichte bis hin zu Quartierspaziergängen. Das Team besteht derzeit aus elf Personen, die mit viel Leidenschaft und Kompetenz recherchieren und ihr Wissen kundig vermitteln.

    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)
    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)

    Unterwegs mit Saro Pepe

    Einer von ihnen ist Saro Pepe. Er ist in den 1970er-Jahren in Wipkingen aufgewachsen, Präsident von Stattreisen Zürich und Archivar im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich.

    Am 18. Juli führt Pepe durch Wipkingen und spannt dabei den Bogen von der Geschichte bis in die Gegenwart des Quartiers. Ab den 1960er-Jahren wurde Wipkingen zunehmend vom Verkehr geprägt und belastet. Das Quartier begann sich dagegen zu wehren und entwickelte sich im neuen Jahrtausend zu einem der lebendigsten Zürcher Stadtteile.

    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)
    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)

    Der Rundgang

    Vom Bahnhof Letten über den Röschibachplatz bis zum Wipkingerplatz befinden sich heute zahlreiche zentrale Orte im Wandel. Der Rundgang spürt den Gründen für die «Auferstehung» Wipkingens nach und verbindet historische Hintergründe mit aktuellen Entwicklungen. Dabei zeigt Pepe auch ausgewählte historische Fotografien und gewährt spannende Einblicke in die Geschichte des Quartiers.

    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)
    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)

    Quer durch Wipkingen

    Samstag, 18. Juli, 10 Uhr
    Treffpunkt beim Kiosk am Bucheggplatz
    www.stattreisen.ch

  • Die Nachhaltigkeitsinitiative: Pro & Contra

    Die Nachhaltigkeitsinitiative: Pro & Contra

    Die Initiative der SVP geht davon aus, dass infolge der unkontrollierten Einwanderung demnächst eine 10-Millionen-Schweiz drohe. Die «regelrechte Bevölkerungsexplosion» überfordere die Infrastrukturen, zerstöre die Natur und treibe die Mieten noch mehr in die Höhe.

    Nach dem Zustrom von über 180 000 Menschen in einem einzigen Jahr, so die SVP auf ihrer Kampagnen-Website, solle jetzt endlich gehandelt werden. Konkret: Die ständige Wohnbevölkerung darf bis 2050 die 10-Millionen-Grenze nicht überschreiten, so das Ziel der Vorlage.

    Bundesrat und Parlament empfehlen die Ablehnung und schreiben auf ihrer Website, wenn die ständige Wohnbevölkerung die 9,5 Millionen Personen vor 2050 überschreiten würde, müssten Bundesrat und Parlament insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug Massnahmen ergreifen.

    Der Bundesrat müsste zudem bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder aushandeln. Und: Würde die 10-Millionen-Grenze überschritten, so müsste die Schweiz diese Abkommen kündigen. Dadurch würden auch die anderen Verträge der Bilateralen I wegfallen.

    Die Ja-Parole beschlossen die SVP als Initiantin sowie die EDU. Die Nein-Parole beschlossen die SP, die Grünen, die GLP, die FDP, Die Mitte und die EVP, um die grossen Parteien zu nennen.

    Eine Umfrage von Tamedia, deren Ergebnisse Ende April publiziert wurden, sieht die Initiative der SVP aber im Vorteil: 52 Prozent der Befragten sagen Ja, 46 Prozent Nein, 2 Prozent sind unentschieden.

    Pro: Der tägliche Kampf mit den Folgen der Zuwanderung

    Von Johann Widmer, Gemeinderat und Präsident SVP Kreis 10

    Jacqueline Badran macht es sich zu einfach, wenn sie die Sorgen der Bevölkerung als SVP-Propaganda abtut. Die Umfrage der SVP-Volksvertreter im Kreis 10 hat es deutlich gezeigt: Die Leute beklagen fehlende Parkplätze und die Wohnungsnot. Wir alle erleben die Folgen der unkontrollierten Zuwanderung jeden Tag hautnah.

    Die Behauptung von Jacqueline Badran im Interview mit CH Media, die Wohnungsnot und die hohen Mietzinsen hätten nichts mit der Zuwanderung zu tun, widerspricht den harten Fakten. Wenn alleine im Jahr 2024 über 87 000 Personen netto in die Schweiz einwanderten, drängen diese unweigerlich auf den Wohnungsmarkt.

    Zwischen 2001 und 2020 hat der Wohnungsbau um über 70 Prozent zugenommen, und dennoch herrscht eine nie dagewesene Knappheit. Grünflächen werden zugebaut, um Wohntraum für die Zugewanderten zu schaffen. Die Behauptung, dass die Wohnungsnot vom gesteigerten Anspruch auf mehr Wohnraum herrühre, widerspricht den statistischen Erhebungen.

    Wenn die SP die Augen vor diesen negativen Auswirkungen verschliesst, verkennt sie die Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung. Es ist doch eine einfache Rechnung: Wenn jedes Jahr Tausende Menschen zusätzlich in unsere Stadt kommen, müssen diese irgendwo wohnen, zur Arbeit fahren, ihre Freizeit verbringen und zur Schule gehen.

    Die Folgen sind eine zunehmende Zubetonierung unserer Natur und ein massiver Verlust an Lebensqualität. Die Nachhaltigkeitsinitiative ist kein «Angstmachen», wie oft behauptet wird, sondern eine notwendige Notbremse. Wir müssen unser Wachstum endlich auf ein erträgliches Mass beschränken, bevor unsere Heimat unter der Last von 10 Millionen Einwohnern völlig erdrückt wird.

    Kontra: Nachhaltigkeit Ja – Chaos Nein

    Nicola Siegrist, Kantonsrat SP Zürich und Co-Fraktionspräsident SP

    Wenn die SVP mit ihrer aktuellen Volksinitiative von «Nachhaltigkeit» spricht, sollten alle skeptisch werden. Nachhaltigkeit bedingt einen sorgfältigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. Was ich aber Montag für Montag im Kantonsrat seitens der SVP erlebe, bei Biodiversität, Klima oder Landschaftsschutz, ist alles andere als nachhaltig.

    Die Initiative selbst fordert einen starren Bevölkerungsdeckel von 10 Millionen. Die geforderten Massnahmen, welche die Schweiz bereits ab 9,5 Millionen Einwohnenden ergreifen müsste, führen fast zwingend zur Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens und der Bilateralen mit der EU.


    Ohne geregelte Beziehungen zur EU droht ein massiver Wohlstandsverlust. Eine Annahme der Initiative würde Zehntausende Arbeitsplätze vernichten, der hart erkämpfte Lohnschutz fiele weg und in der Grundversorgung, insbesondere der Gesundheitsversorgung, würde das Chaos ausbrechen. Die Initiative, die mit einem ökologischen Mäntelchen daherkommt, greift im Kern das Funktionieren unserer Gesellschaft an, spielt Menschen gegeneinander aus und schafft brandgefährliche Probleme, statt solche zu lösen.


    Ja, die Leute finden keine bezahlbare Wohnung. Die Wohnkrise wird zum immer grösseren Problem. Doch die SVP, die sich übrigens von Spenden der Immokonzerne abhängig macht, streut uns Sand in die Augen. Teure Wohnungen gibt es genug. Es wird also nicht zu wenig, sondern das Falsche gebaut. Wenn wir nicht endlich die renditegetriebenen Immobilienbesitzer an die Leine nehmen, werden die Mieten weiter steigen – egal wie viele Leute in der Schweiz wohnen.

    Scheinlösungen der SVP lehnen wir ab. Stattdessen setze ich mich für echten Schutz für die Bevölkerung ein. Dies können Sie am 14. Juni ebenfalls tun, mit einem Ja zur Wohnschutz-Initiative im Kanton Zürich!

  • Michelstrasse: Frau von Lieferwagen erfasst und schwer verletzt

    Michelstrasse: Frau von Lieferwagen erfasst und schwer verletzt

    Kurz nach 13 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung über einen Verkehrsunfall in Höngg ein. Gemäss bisherigen Erkenntnissen rollte ein Lieferwagen aus noch unbekannten Gründen von der Verzweigung Michelstrasse und Engadinerweg in Richtung Regensdorferstrasse.

    Nach mehreren Metern erfasste das führerlose Fahrzeug eine Fussgängerin, die auf dem Trottoir unterwegs war. Sie wurde vom Lieferwagen erfasst und schwer verletzt. Die Rentnerin wurde durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Spital gebracht.

    Der Unfallhergang ist unklar und wird durch die Staatsanwaltschaft Zürich und die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung wurde der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich sowie Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich aufgeboten.

    Zur Betreuung des Lieferwagenlenkers wurde ein Care-Team aufgeboten.

    Unterbruch der Linie 38

    Aufgrund des Unfalls wurde die Buslinie 38 laut den VBZ zwischen Michelstrasse und Schützenhaus Höngg in beiden Richtungen unterbrochen. Wie lange die Einschränkung noch andauert, ist derzeit unklar.

    Die Linie verkehrt aktuell nur auf dem Abschnitt Waidspital – Michelstrasse. Die Haltestellen Friedhof Hönggerberg und Schützenhaus Höngg werden nicht bedient.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Der Stadtrat hat seine Departemente neu verteilt

    Der Stadtrat hat seine Departemente neu verteilt

    Anlässlich der Gesamterneuerungswahlen am 8. März 2026 wurden die Mitglieder des Stadtrats für die Amtsperiode 2026–2030 gewählt, am 10. Mai wurde in einem 2. Wahlgang das Präsidium bestimmt.

    Der Stadtrat hat in seiner neuen Zusammensetzung unter der Leitung des neuen Stadtpräsidenten Raphael Golta, der das Präsidialdepartement übernehmen wird, die Verteilung der übrigen Departemente vorgenommen und die Stellvertretungen geregelt.

    Tobias Langenegger wird das Hochbaudepartement, Balthasar Glättli das Schul- und Sportdepartement und Céline Widmer das Sozialdepartement übernehmen. Die anderen wiedergewählten Mitglieder werden in ihren Departementen verbleiben (siehe Box unten).

    Der Stadtrat wird die Departementsverteilung an seiner konstituierenden Sitzung vom 27. Mai formell beschliessen. Damit beginnt die neue Amtsperiode. Der Amtsantritt von allen drei neu gewählten Mitgliedern erfolgt an diesem Datum.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

    Leitung und 1. Stellvertretung der Departemente ab 27. Mai 2026

    Präsidialdepartement (PRD)
    Stadtpräsident Raphael Golta
    I. Vizepräsident: Stadtrat Daniel Leupi
    II. Vizepräsident: Stadtrat Michael Baumer

    Finanzdepartement (FD)
    Stadtrat Daniel Leupi
    1. Stellvertretung: Stadtrat Balthasar Glättli

    Sicherheitsdepartement (SID)
    Stadträtin Karin Rykart
    1. Stellvertretung: Stadtrat Michael Baumer

    Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD)
    Stadtrat Andreas Hauri
    1. Stellvertretung: Stadträtin Céline Widmer

    Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED)
    Stadträtin Simone Brander
    1. Stellvertretung: Stadtrat Tobias Langenegger

    Hochbaudepartement (HBD)
    Stadtrat Tobias Langenegger
    1. Stellvertretung: Stadträtin Simone Brander

    Departement der Industriellen Betriebe (DIB)
    Stadtrat Michael Baumer
    1. Stellvertretung: Stadträtin Karin Rykart

    Schul- und Sportdepartement (SSD)
    Stadtrat Balthasar Glättli
    1. Stellvertretung: Stadtrat Andreas Hauri

    Sozialdepartement (SD)
    Stadträtin Céline Widmer
    1. Stellvertretung: Stadträtin Simone Brander

  • Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Der Kunstpreis der Stadt Zürich geht im Jahr 2026 an Erika Stucky. Der Preis ist mit 50 000 Franken dotiert. Erika Stucky arbeitet national und international als Sängerin, Performerin, Komponistin und Akkordeonistin. Seit Beginn ihrer Karriere lebt Erika Stucky überwiegend im Grossraum Zürich, tourt aber seit Jahren auch erfolgreich in Deutschland und Österreich.

    Wo sie hinkommt, löst sie mit ihrer imposanten Stimme und beeindruckenden Bühnenpräsenz Begeisterung aus. Sie ist ein Urgestein der unverfrorenen Performance, eine Meisterin im Weiterführen und Brechen von Tradition sowie im Zusammenbringen von Menschen und Musik. Mit einer beispiellosen Unabhängigkeit und begnadeter Frechheit gegenüber dem Publikum, dem musikalischen Material und dessen Überlieferung, singt, tanzt und inszeniert sie sich.

    Erika Stuckys eigenständiges und konsequentes Arbeiten wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt beispielsweise 2014 einen Schweizer Musikpreis und 2020 den Grand Prix Musik. Der Zürcher Kunstpreis 2026 ist die konsequente und wichtige Bestätigung und Auszeichnung der Stadt, aus der sie die Kraft für ihr Schaffen schöpft und auf die sie mit ihren Produktionen, Zusammenarbeiten und Auftritten immer wieder zurückwirkt.

    Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste für Thierry Frochaux

    Die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste – dotiert mit 20 000 Franken – verleiht die Stadt Zürich dem Kulturjournalisten Thierry Frochaux. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet Thierry Frochaux die Zürcher Kulturlandschaft mit wachem Blick, grosser Kenntnis und unabhängiger Haltung. Frochaux leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarmachung des vielfältigen kulturellen Angebots in Zürich.


    Portrait von Thierry Frochaux. (Foto: zvg.)

    Sein Interesse gilt der gesamten Bandbreite von Theater, Tanz, Film und Musik – unabhängig von Bekanntheit, Budget oder öffentlicher Aufmerksamkeit. Jahr für Jahr besucht er eine beeindruckende Zahl von Produktionen und bleibt dabei stets nah an den Entwicklungen der lokalen Szene. Damit ist er zu einer unverzichtbaren Stimme des kulturellen Lebens geworden und in besonderer Weise auszeichnungswürdig, gerade in einer Zeit, in der die Kulturberichterstattung zunehmend unter Druck steht.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Eine Maturarbeit mit Tiefgang

  • Zürichs Hitliste der Babynamen hat mehrere Sieger

    Zürichs Hitliste der Babynamen hat mehrere Sieger

    2025 wurden in Zürich laut Medienmitteilung der Stadt Zürich 4535 Babys geboren, das sind 190 mehr als im Vorjahr. Gleich mehrere Namen lagen auf der Beliebtheitsskala ganz vorne: Bei den Mädchen führen Emma, Sofia und Sophia die Rangliste an, bei den Knaben Finn und Louis.

    Der Name Finn verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr den grössten Zuwachs. Bei den Mädchen ist Cleo Aufsteigerin des Jahres. Der beliebteste Anfangsbuchstabe bei den Mädchennamen ist erneut A, bei den Knaben L. 

    Emma seit Jahren unter den Favoriten

    Emma erlebt seit einigen Jahren ein Comeback. Der Name war schon früher populär und gilt heute wieder als klassisch statt altmodisch. Soziologin Katja Rost erklärt gegenüber dem «Blick», traditionelle Namen würden nach einigen Generationen wieder modern wirken.

    Wenn 2025 ein Name besonders auffällt, dann ist es Finn: Mit dem grössten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (+16) springt er an die Spitze. Auch Milo, Gabriel, Robin und Rio wurden deutlich häufiger vergeben Auch bei den Zweitnamen zeigt sich Bewegung: Rund 53 Prozent der Babys haben einen zweiten Vornamen, etwas mehr als im Vorjahr.

    Besonders häufig kommt dies bei kurzen Erstnamen vor. Auf Erstnamen mit nur drei Buchstaben folgt in 60,6 Prozent der Fälle ein Zweitname. Bei längeren Namen ist dies deutlich seltener.

  • Nach 55 Jahren Kunst bleibt die Sehnsucht nach Harmonie

    Nach 55 Jahren Kunst bleibt die Sehnsucht nach Harmonie

    Eigentlich war es Zufall, dass Jürg Treichler überhaupt mit dem Malen begann. Der damalige Primarlehrer kritzelte während einer Sitzung vor sich hin. Ein Kollege schaute die Zeichnung an und kaufte sie ihm gleich ab. Kurz darauf malte Treichler eine Winterlandschaft und zeigte sie seinem Vater. Dieser hielt das Bild zuerst für ein Werk des bekannten Thurgauer Malers Adolf Dietrich.

    Vom Malen leben wollte und konnte Treichler nie. Neben seiner Arbeit als Lehrer und später bei einer Suchtpräventionsstelle reduzierte er sein Pensum bewusst, damit genügend Zeit fürs Zeichnen und Malen blieb. Sein Atelier befindet sich mitten in seiner Wohnung in Wipkingen. Lange arbeitete er dort vor allem mit Gouachefarben. «Ölfarben riechen in der Wohnung doch etwas intensiv», schmunzelt er.


    Treichler posiert vor seinem Lieblingsbild. Es zeigt eine Szene aus Hamburg und hing lange in seinem Wohnzimmer. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Die wohl letzte Vernissage

    Nun könnte die Ausstellung in der Kronengalerie an der Froschaugasse 3 seine letzte sein. Bereits zum dritten Mal stellt er dort aus. Gemeinsam mit dem Galeristen und weiteren Helfenden richtete er die Ausstellung ein. Dafür stand Treichler schon frühmorgens um fünf Uhr auf. «Ich merke, so eine Ausstellung ist ein grosser Stress», sagt der 83-Jährige und lacht. Altersbedingt werde es wohl die letzte Vernissage bleiben.


    Bereits zum dritten Mal stellt Jürg Treichler seine Werke in der Kronengalerie aus. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Der Titel der Ausstellung kommt nicht von ungefähr. «Noch bleibt die Sehn-Sucht nach Harmonie» sei auch ein Blick auf die heutige Weltlage. «Ich will das Gute bewahren. Es wäre schön, wenn es so bleibt», sagt Treichler. Das Malen helfe ihm, den Alltag zu verarbeiten. Gleichzeitig spricht er von seiner «Sucht» nach dem Malen. Kaum sei ein Bild fertig, beginne im Kopf schon das nächste.

    Wipkingen als Inspirationsquelle

    Inspiration findet Treichler immer wieder direkt vor der Haustüre. Das Wipkinger Viadukt oder das frühere Milchhüsli hat er schon mehrfach festgehalten. Auch an der Limmat oder im Zürcher Niederdörfli entdeckt er laufend neue Sujets. «Ich probiere Dinge festzuhalten, die es irgendwann nicht mehr gibt», erzählt er und nennt als Beispiel den früheren Saftladen im Niederdörfli.

    Doch nicht nur Zürich findet Platz auf seinen Bildern. Auch verschiedene Städte oder die Provence tauchen immer wieder auf. Ein Bild aus Hamburg liegt ihm besonders am Herzen, auch weil seine Frau aus Bremen stammt. Lange Zeit hing das Werk im eigenen Wohnzimmer.

    Der Stil wurde mit den Jahren schwungvoller

    Treichler malt Menschen, Landschaften und Alltagsszenen. Über die Jahre wurde sein Stil immer freier und schwungvoller. Besonders geprägt habe ihn der Zürcher Künstler Henri Schmid, dem er sich in einem Männer-Zeichenclub anschloss. Auch mit Tusche experimentierte Treichler viel in seinen Notizbüchern. «Früher hätte ich vieles zuerst mit Bleistift vorgezeichnet und wieder radiert», sagt er. Heute arbeite er direkter und spontaner. Sein Stil wurde von seinem Freund scherzhaft als «präexpressionistischer Treichler-Impressionismus» beschrieben.

    Ein treuer Bewunderer

    Dass Treichlers Bilder die Menschen berühren, zeigte auch die gut besuchte Vernissage. So viele Leute habe er nicht erwartet, sagte Treichler gerührt. An der Vernissage sprach Beat Thöny, ein Freund Treichlers Malerei. Aufgefallen seien ihm Treichlers Bilder zweier unterschiedlichen Ansichten der Spiegelgasse vor etwa 20 Jahren in einem Schaufenster. Weil er sich damals nicht entscheiden konnte, erwarb er kurzerhand beide.: «Ich wollte damals kein Werk von ihm kaufen, sondern zwei.» Mittlerweile besitzt er mehrere Bilder des Wipkinger Künstlers.

  • Mann nach Auseinandersetzung in Höngg verletzt

    Mann nach Auseinandersetzung in Höngg verletzt

    Gemäss ersten Erkenntnissen kam es kurz nach 2.30 Uhr in einer Wohnung in Höngg zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei wurde ein 42-jähriger Äthiopier schwer verletzt. Er wurde durch die Sanität von Schutz & Rettung Zürich in ein Spital gebracht. Der mutmassliche Täter, ein 34-jähriger Eritreer, konnte durch die Stadtpolizei Zürich noch am Tatort festgenommen werden.

    Der Tathergang und die Hintergründe sind zurzeit noch unklar. Für eine umfassende Spurensicherung wurde das Forensische Institut Zürich sowie das Institut für Rechtsmedizin Zürich aufgeboten. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität und die Kantonspolizei Zürich geführt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich