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  • Pionierprojekt Schule in der Kirche: Wettbewerb entschieden

    Pionierprojekt Schule in der Kirche: Wettbewerb entschieden

    Seit 2019 wird die Kirche Wipkingen nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt. Gleichzeitig steigt – wie in der ganzen Stadt – auch in der benachbarten Schulanlage Waidhalde der Raumbedarf. Darum wurde vom Stadtrat und der reformierten Kirchgemeinde Zürich beschlossen, die Kirche zukünftig für schulische Zwecke zu nutzen. Das Projekt von Vécsey Schmidt Architekt*innen BSA SIA mit Anderegg Partner AG, das den Architekturwettbewerb gewonnen hat, setzt die Umnutzung um, teilen die Stadt und die Reformierte Kirche mit.

    Das Erdgeschoss wird mit einer isolierten Decke überspannt. So können ein Mehrzweckraum, eine Bibliothek sowie Verpflegung und Betreuung ebenerdig untergebracht werden. Das neu geschaffene Obergeschoss mit einem grossen, ungeheizten, divers nutzbaren Raum findet unter dem Deckengewölbe der Kirche Platz. Alle Umbauten werden dabei reversibel und mit grosser Rücksicht auf den baulichen Charakter der Kirche ausgeführt.

    Hochbauvorsteher André Odermatt freut sich über die pionierhafte Lösung: «Der Umgang mit dem Bestand ist gegenwärtig eine der Top-Herausforderungen beim Bauen. Mit dem vorliegenden Projekt zeigen wir auf, wie attraktiv eine Umnutzung des Bestehenden sein kann».

    Entlastung für den Schulkreis Waidberg
    Die derzeitigen Prognosen gehen davon aus, dass im Einzugsgebiet der Schule Waidhalde bis ins Schuljahr 2031/32 Schulraum für rund sechs bis acht zusätzliche Primar- und Sekundarklassen geschaffen werden muss. Durch die neuen Räumlichkeiten in der Kirche werden in der bestehenden Schulanlage drei Klassenzimmer freigespielt. «Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und nutzen kreative Lösungen, um den anhaltend hohen Schulraumbedarf zu decken», erklärt Schulvorsteher Filippo Leutenegger. «Die tolle Zusammenarbeit mit der Kirche ist für uns ein grosser Gewinn».

    Auch Gabriela Rothenfluh, Präsidentin der Kreisschulbehörde Waidberg, freut sich über die gute Lösung: «Das Projekt zeigt, wie auch mit einer Umnutzung gut auf die Bedürfnisse der Schüler*innen und der Schule eingegangen werden kann».

    Erfolgreiche Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde Zürich
    Bereits seit 2019 führen die reformierte Kirchgemeinde Zürich und die Stadt einen regelmässigen Dialog mit dem Ziel, gemeinsam Projekte von allgemeinem Nutzen zu fördern. «Für uns ist die Umnutzung der Kirche Wipkingen ein wegweisendes Projekt aus dieser engen Zusammenarbeit mit der Stadt und eine Win-win-Situation für beide Seiten», ergänzt Michael Hauser, Ressortleiter Immobilien der Kirchenpflege. Es ist geplant, zukünftig auch weitere kirchliche Liegenschaften für andere Nutzungen zu öffnen. Im Sommer wird aus dem Kirchgemeindehaus Sihlfeld ein Kindergarten, geplant ist eine städtische Nutzung auch bei der Limmathall (als Musikschule) oder in der Kirche Suteracher.

    Kosten und Termine
    Die Erstellungskosten werden gemäss Wettbewerbsprogramm auf rund 7,5 Millionen Franken (Kostengenauigkeit ± 25 Prozent, ohne Reserven, mit Mehrwertsteuer) geschätzt. Die jährlichen Mietkosten werden sich auf rund 180 000 Franken belaufen, inkl. Aussenräume. Stand heute soll die Umsetzung 2025 beginnen und auf das Schuljahr 2026/27 hin abgeschlossen sein.

    (Quelle: Medienmitteilung)

  • Tagesschule: Ausführungsbestimmungen regeln Details

    Tagesschule: Ausführungsbestimmungen regeln Details

    Die Zürcher Schulpflege (ZSP) hat nach einem breiten Vernehmlassungsverfahren verschiedene Detailfragen im Zusammenhang mit der flächendeckenden Einführung der Tagesschulen geklärt. Diese sind in den Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über die Tagesschulen der städtischen Volksschule (AVTS) geregelt, schreibt das Schul- und Sportdepartement in einer Medienmitteilung.

    Die Tagesschule umfasst die Auffangzeit am Morgen, den Unterricht, die Mittage mit Nachmittagsunterricht (gebundene Mittage) sowie die Mittage ohne Nachmittagsunterricht (ungebundene Mittage), die offenen Betreuungsangebote am Nachmittag und die betreuten Aufgabenstunden.

    Unterrichtsbeginn auf Primar- und Sekundarstufe
    An den Tagesschulen wird auf Primar- und Sekundarstufe ein einheitlicher Schulbeginn eingeführt. Bei vier Lektionen Vormittagsunterricht beginnt die Schule für Schüler*innen der Primar- und Sekundarstufe um 8.20 Uhr. Sind fünf Vormittagslektionen nötig, beginnt der Unterricht auf beiden Stufen bereits um 7.30 Uhr.

    Auffangzeit im Kindergarten um 8 Uhr
    Die Auffangzeit für Primar- und Sekundarstufe beginnt um 8 Uhr. Diese Auffangzeit wird in den AVTS auf den Kindergarten ausgedehnt. Dies wird zu zusätzlichen Personalkosten von 1,4 Millionen Franken jährlich führen. Wie bisher beginnt der Unterricht im Kindergarten um 8.35 Uhr.

    Grundsätzlich findet die Auffangzeit für alle Stufen in den Schulgebäuden statt. Für die Auffangzeiten werden in der Regel Lehrpersonen verantwortlich sein. Diese werden für den zusätzlichen Aufwand entschädigt. Die ZSP beantragt die dafür notwendigen Stellen beim Stadtrat.

    Einheitliche Mittagszeit
    An der Tagesschule dauert die Mittagszeit für alle Kinder zwischen 80 und 100 Minuten. Die konkrete Mittagsdauer legt das Kreisschulpräsidium auf Antrag der jeweiligen Schule fest. Für alle Schulkinder aus derselben Tagesschule dauert der Mittag gleich lang und findet gleichzeitig statt. Eine gestaffelte Verpflegung innerhalb der definierten Mittagszeit bleibt weiterhin möglich.

    Flexiblere Abmeldemöglichkeiten
    Neu ist eine semesterweise Abmeldung von sämtlichen oder auch nur von einzelnen gebun-denen Mittagen möglich. Auf Primarstufe können die Kinder von einem gebundenen Mittag abgemeldet werden. Auf Sekundarstufe ist je nach Schule auch eine Abmeldung von zwei gebundenen Mittagen möglich. Ab- oder Wiederanmeldungen sind für das Herbstsemester bis 31. Mai und für das Frühlingssemester bis 30. November möglich.

    Betreute Aufgabenstunden und offene Betreuungsangebote
    Alle Tagesschulen bieten betreute Aufgabenstunden an. Diese finden nicht während den gebundenen Mittagen statt. So können auch Kinder von den Aufgabenstunden profitieren, die sich von den gebundenen Mittagen abgemeldet haben. An Tagen mit Nachmittagsunterricht stehen den Schüler*innen unentgeltlich offene Betreuungsangebote bis 16 Uhr zur Verfügung.

    Sowohl von den betreuten Aufgabenstunden als auch den offenen Betreuungs-angeboten können die Schulkinder abgemeldet werden. Derzeit werden 30 Schulen als Tagesschulen geführt. Ab dem Schuljahr 2023/24 werden weitere vier Schulen dazukommen. Die AVTS treten am 1. August 2023 in Kraft.

    (Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich, Schul- und Sportdepartement)

  • Eine Talkshow für Wipkingen

    Eine Talkshow für Wipkingen

    Gespräche unter Fans können äussert interessant sein – egal, welches Thema oder welche Person dabei im Zentrum steht. Das dachte wohl auch Röbi Koller, bekannt unter anderem als Moderator des Samstagabendshow «Happy Day». Er lanciert nun ein eigenes Format, den «Dylan Talk», der erstmals am Sonntag, 15. Januar, im «Nordbrüggli» in Wipkingen stattfinden wird.

    Wie «Zürich Nord» schreibt, sei es die Idee von Koller, dass sich zwei Fans über das Subjekt ihrer Leidenschaft unterhalten. Er selbst suchte für das Format musikinteressierte Menschen, die seine Begeisterung für Bob Dylan teilen.

    Im ersten «Dylan Talk» wird der Musiker Hank Shizzoe zu Gast sein. Der Schweizer Sänger, Songwriter und Gitarrist, dessen Name in der Musikszene von Rang ist, konnte einst das Vorprogramm für Bob Dylan bestreiten und weiss sicherlich vieles über die Musikikone zu erzählen. Ebenfalls mit von der Partie ist der Musiker Lukas Langenegger, der dem Talk den musikalischen Rahmen verleiht. (red)

    Dylan Talk mit Röbi Koller

    Sonntag, 15. Januar, 18.30 Uhr
    Café Bar Nordbrücke
    Dammstrasse 58, 8037 Zürich
    Eintritt frei / Kollekte

    Weiterer Termin: Sonntag, 26. Februar, 18.30 Uhr, mit Bänz Friedli

  • Wie Bildung ein neues Leben ermöglicht

    Wie Bildung ein neues Leben ermöglicht

    CO-OPERAID setzt sich in Zusammenarbeit mit lokalen Hilfswerken, die von Einheimischen geführt werden, in Ostafrika und Süd- und Südostasien für das Kinderrecht auf Bildung ein. In Bangladesch schafft CO-OPERAID mit dem Hilfsprojekt «Rowa Kyang» neue Perspektiven für Kinder aus ethnischen Minderheiten.

    Die Menschenrechte dieser indigenen Bevölkerung werden massiv missachtet und für ihre Kinder stehen kaum Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Hilfsprojekt fördert die Primarschulbildung von rund 950 Kindern pro Jahr in 25 Dorfschulen. Projektregion ist der Distrikt Bandarban der Chittagong Hill Tracts im Südosten Bangladeschs.

    Ergänzend zur Primarschulbildung erlauben zwei Wohnheime von CO-OPERAID die Sekundarschulbildung für die talentiertesten Schüler*innen. Dazu unterstützt CO-OPERAID Stipendien, welche Ausbildungen an der Fachhochschule und an der Universität ermöglichen. Das Projekt hat auch die römisch-katholische Pfarrei Guthirt aus Wipkingen mitgetragen, die über mehrere Jahre dafür gesammelt hat.

    Der Weg zum Studium

    Die Unterstützung von CO-OPERAID bewirkt viel, wie das Beispiel von Hla May U zeigt. Die junge Frau stammt aus Yang Hre Say, einem sehr armen und abgelegenen Dorf in Bangladesch. Dank CO-OPERAID konnte sie als Kind die Dorfschule und anschliessend die Sekundarschule besuchen.

    Als begabte Schülerin wurde Hla May U schliesslich mit einem Stipendium gefördert. Dadurch konnte sie Ende 2019 erfolgreich ein Diplom als Krankenschwester und Hebamme erwerben. Sie ist damit die erste Person ihres Dorfes mit einem Hochschulabschluss. Ihre Familie und das ganze Dorf sind stolz auf sie.

    Heute gibt Hla May U die Unterstützung weiter, die sie erhalten hat: Bereits während den Semesterferien hat Hla May U die Menschen in ihrer Heimat beraten. Sie arbeitet zudem bei den Gesundheitskampagnen des CO-OPERAID-Partner-Hilfswerks mit und wird von der Regierung und der UNO für Gesundheitsdienste in ihrer Heimatregion angestellt.

    CO-OPERAID

    Informationen zur Unterstützung in Bangladesch

    Danke für Ihre Spende für das Kinderrecht auf Bildung.

    CO-OPERAID
    Kornhausstrasse 49
    Postfach
    8042 Zürich

    Postkonto 80-444-2
    IBAN: CH81 0900 0000 8000 0444 2

    Informationen zu den Spenden

  • Heckenränder bitte stehen lassen

    Heckenränder bitte stehen lassen

    Die aller erste Folge des «Höngger Podcast», der im Dezember 2022 lanciert wurde, dreht sich um Igel in der Stadt Zürich. Wer den kleinen Tieren Unterstützung leisten möchte, kann dies im eigenen Garten mit einfachen Massnahmen tun, wie der «Höngger» berichtete. Dieser Zeitungsartikel führte zur ersten, gleichnamigen Podcast Folge «Igel in Nöten», die das persönliche Gespräch mit einem Höngger suchte, der in seinem Garten einen Igel auswilderte.

    Dieser Podcast ist gleich hier oder auf folgenden Platformen zu hören:
    Spotify / Youtube / Amazon / Apple Podcasts

    Hier sind alle Folgen vom «Höngger Podcast» zu hören: www.hoengger.ch/hoengger-podcast

    Produziert von Jina Vracko für die Quartierzeitung Höngg.

  • Höngg zum Hören

    Produziert von Jina Vracko für die Quartierzeitung Höngg.

    Dieser Podcast ist auch auf folgenden Platformen zu hören:
    Spotify / Youtube / Amazon / Apple Podcasts

    Eine gute Bewertung wäre eine grosse Unterstützung für den Höngger Podcast! Viel Spass beim Hören.

    Folge 5: Das 45. Höngger Wümmetfäscht

    Die neue Folge ist da!

    Im ersten Teil lassen uns Rolf Pulfer und Nicole Kraft, Co-Präsidium des OK Wümmetfäscht, hinter die Kulissen des Höngger Quartierfestes blicken. Stadtwinzerin Karin Schär erzählt vom Zürcher Weinbau in Höngg und über die Bedeutung der Wümmet.

    Im zweiten Teil ist das Dream-Team vom Höngger Abend zu Gast: Luise Beerli und Ueli Stahel sind zum letzten Mal beim Wümmetfäscht im Einsatz. Zudem erzählen OK-Mitglieder Urs Kropf (Ressort Festplatz) und Michael Hueber (Ressort Festwirtschaft), ein alteingesessener und ein Neuzuzüger, über das Engagement beim Wümmetfäscht.

    Folge 4: Radio Höngg

    Im Jahr 1924 wurde auf dem Hönggerberg der erste öffentliche Rundfunksender der Schweiz erbaut. Die neue Podcast-Folge der «Höngger Zeitung» widmet sich diesem 100-Jahr-Jubiläum. Zu hören sind die Geschichte des hiesigen Radios sowie Erinnerungen an die Radiolegende Arthur Welti aus Höngg. Seine Kinder Christiane und Philippe Welti erzählen im Gespräch mit Jina Vracko von der Pionierrolle ihres Vaters.

    Wer Plattformen wie Spotify nutzt, um Podcasts zu hören, kann den «Höngger Podcast» abonnieren – und so immer als erstes erfahren, wenn eine neue Folge erscheint!

    Folge 3: Der Stadtnatur auf der Spur

    In der neusten Folge des «Höngger Podcast» nehmen wir Euch auf einen naturnahen Audio-Spaziergang durch Höngg mit und ergründen in drei Interviews aktuelle Fragen: Wie kann und muss es mit unserer Stadtgestaltung weitergehen? Wo bietet Höngg Vorzeigebeispiele und wo gibt es Verbesserungspotenzial?

    Wir vertiefen uns in Themen wie Entsiegelung, Stadtklima, Biodiversität und Partizipation. Ein grosses Dankeschön für die spannenden Gespräche geht an Benjamin Kämpfen vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg, Fritz Graber und Florine Geiser von der ETH Zürich sowie Markus Schaub vom Verein Bee’n’Bee.

    Folge 2: Kellerkonzerte

    Ein Gespräch zwischen zwei jungen Musikerinnen: Im Interview mit Debora Fenner, die seit Sommer 2022 die Organisation der aktuellen Konzertreihe im Kulturkeller des Gemeinschaftszentrums Höngg übernommen hat, erhaschte Jina Rose spannende Einblicke hinter die Kulissen. Wie kam dieses Projekt zustande? Was bedeutet es, so eine Konzertreihe auf die Beine zu stellen? Was waren die schwierigsten und die schönsten Momente?

    Folge 1: Igel in Nöten

    Wieso nimmt der Bestand der Igel in der Stadt Zürich ab? Wie können die Tiere unterstützt werden? Und ein Höngger erzählt, wie er dazu kam, im eigenen Garten Igel auszuwildern. Hier geht’s zum dazugehörigen Artikel.

    Ideen für «Höngger Podcast» Themen?

    Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an mitmachen@hoengger.ch!

  • Pausieren mit Heiner Fierz

    Pausieren mit Heiner Fierz

    Der Kunstmaler Heiner Fierz mit dem Alias «41» wohnt in Zürich-Höngg. Er entwickelt seine Bilder seit über 30 Jahren. Bisher sind über 1000 Werke entstanden. In seiner aktuellen Ausstellung am Lindenhof zeigt Fierz dem Publikum neue Kunst. Die meisten Ölbilder malt er draussen in der Natur und im urbanen Umfeld. Dort findet er auch jene Menschen, denen sein Werk gefällt. Fierz möchte mit seiner Ausstellung in der Innenstadt die bisherigen Kunstliebhaber*innen ansprechen, aber auch die Spaziergänger*innen und Passant*innen.

    Im Fernporträt

    Sein Thema ist das Pausieren: Stadtlandschaften und Baustellen sind zu entdecken, einige südliche Lichtfänge kommen dazu. Dazu gesellen sich einzelne Bilder, die als «Fernporträt» entstanden sind. Es handelt sich dabei um ein Experiment mit der Streaming-Software Zoom: Das kontaktlose Porträtieren einer Person aus der Distanz. Ein innovatives Verfahren, das in der Pandemie entstand. Seither porträtiert Fierz Persönlichkeiten via Videostream.

    Heiner Fierz

    Galerie am Lindenhof
    Bis 2. Januar 2023, 11–19 Uhr (ohne 25. Dezember und 1. Januar)
    Pfalzgasse 3, 8001 Zürich

  • Stadt Zürich ruft mit Kampagne zum Energiesparen auf

    Stadt Zürich ruft mit Kampagne zum Energiesparen auf

    Seit September setzt die Stadt Zürich laufend Energiesparmassnahmen um und will damit mit gutem Beispiel vorangehen. Ausgehend von den städtischen Energiesparbemühungen motiviert nun eine Kampagne Bevölkerung, Unternehmen und Institution sowie die Mitarbeitenden, auch Energie zu sparen.

    Wie der Medienmitteilung der Stadt Zürich zu entnehmen ist, sensibilisieren in den kommenden zwei Wochen an rund 300 Plakatstellen in der Stadt Zürich, in Trams und Bussen der VBZ sowie in allen Kinos der Stadt verschiedene Kampagnensujets für das Thema Energiesparen im Haushalt und am Arbeitsplatz. Die Kampagne versteht sich als Ergänzung zur Energiesparkampagne des Bundes und überträgt die Sparappelle mit einem Augenzwinkern auf Zürcher Verhältnisse. Beispielsweise mit dem Slogan «Liebe Zürcher*innen, wir müssen nur einem richtig einheizen: dem Böögg. Die Stadt Zürich geht beim Energiesparen voran. Zum Beispiel mit der Reduktion der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden.»

    Die Energiesparkampagne wird von einer Videobotschaft von Stadtpräsidentin Corine Mauch und Stadtrat Michael Baumer begleitet. «Die Energieversorgung der Stadt Zürich ist derzeit gewährleistet, und wir haben Vorbereitungen getroffen, um eine Mangellage möglichst zu vermeiden. Damit wir sicher durch den Winter kommen, können Unternehmen und Bevölkerung einen wichtigen Sparbeitrag leisten», erklärt Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.

    Städtische Sparmassnahmen zeigen Wirkung

    Mit den beschlossenen Energiesparmassnahmen kann die Stadt Zürich im kommenden Winterhalbjahr gemäss Schätzungen bis zu 4 500 000 kWh einsparen. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 5625 städtischen Haushalten für das nächste Halbjahr*. Dazu beitragen werden insbesondere die Senkung der Temperatur in VBZ-Trams, die Reduktion der Raumtemperatur in Verwaltungsgebäuden auf maximal 19 °C, die Abschaltung der Festbeleuchtung von historischen Bauten oder die Senkung der Temperatur in Hallenbädern.

    *Zweizimmer-Haushalt mit Elektroherd, Halbjahresverbrauch 800 kWh gemäss der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom

    Energiekampagne Stadt Zürich

    Die Sujets der Sensibilisierungskampagne mit der Videobotschaft sowie die Übersicht zu den Energiesparmassnahmen der Stadt Zürich sind verfügbar unter stadt-zuerich.ch/energiesicherheit > Kampagne.

  • Das Korfball-Turnier

    Das Korfball-Turnier

    Der Sport Korfball fasste 2015 Fuss in der Schweiz, als sich eine Gruppe begeisterter Korfballer*innen erstmals in Lausanne traf. Die Sportart stammt ursprünglich aus den Niederlanden (Korf ist niederländisch für Korb) und ist eine von sehr wenigen gemischten Sportarten überhaupt.

    Per Definition stehen jeweils vier Damen und vier Herren zusammen auf dem Spielfeld und versuchen den volleyballähnlichen Ball in den gelben Korf zu schiessen. Im Gegensatz zu Basketball ist das Dribbling nicht erlaubt und der Korf ist auf 3,50 Metern befestigt. Heute zählt Swiss-Korfball rund 50 Mitglieder, welche sich auf die drei Clubs in Zürich, Basel und Lausanne verteilen.

    Weltweit werden rund 70 Korfball Nationalmannschaften gezählt. Swiss-Korfball hat seinen Sitz in Lausanne und ist seit 2015 Mitglied der International Korfball Federation (IKF).

    Die Nationalmannschaft reiste Anfang November 2022 nach Türkei, um sich für die Weltmeisterschaft 2023 zu qualifizieren. Den größten Erfolg bis jetzt feierte Swiss-Korfball vor genau einem Jahr, als die Schweizer Nationalmannschaft erstmals an der Europameisterschaft (B Division) teilnahm und sich auf Rang 7 platzierte.

    Internationales Turnier in Affoltern

    Der Korfball Club Zürich organisiert am Samstag, 12. November, ein internationales Turnier in der Schulanlage Schauenberg, Lerchenhalde 40. Von 10 bis 17 Uhr messen sich Teams aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Slowakei. Besucher*innen sind herzlich willkommen.

  • Halloween im Heizenholz

    Halloween im Heizenholz

    Von Thomas Bürgisser

    Die erdachte Legende verschollener Zwillingsschwestern, die eine jahrtausendealte Totenruhe störten, Irrlichter im nächtlichen Wald, gespenstisches Flüstern, schemenhafte Gestalten zwischen den Bäumen und Ermahnungen einer keltische Druidin – letztes Jahr nutzten Bewohner*innen der Genossenschaft Kraftwerk Heizenholz die nahen Grabhügel als Kulisse für eine stimmungsvolle Halloween-Inszenierung.

    Die Informationstafel der Kantonsarchäologie eingangs der Grünwaldstrasse ist wohl vielen aus Waldspaziergängen vertraut. Gleich dahinter findet sich eines der insgesamt fünf keltischen Hügelgräber. Drei weitere Erhebungen sind eingangs der Alten Regensdorferstrasse auszumachen. Der umfangreichste Grabhügel schliesslich lag rund 400 Meter weiter nördlich, tiefer im Wald, und war von einem Kranz grosser roter Ackersteine umgeben.

    Dieser stand am Beginn der archäologischen Entdeckung der Grabhügelgruppe. Im Jahr 1836 wurde er nämlich von Höngger Bauern fast vollständig abgetragen. Dabei fanden die Bauern Menschenknochen, zerbrochene Krüge, Eisen- und Erzwaren, die jedoch weder beachtet noch aufbewahrt wurden. Die Feldsteine zerschlugen sie achtlos und belegten damit den neuen Weg, der durch das Gehölz führte: die heutige Grünwaldstrasse.

    Fundstücke

    Alarmiert begab sich der Zürcher Altertumsforscher Ferdinand Keller nach Höngg, um in den Jahren 1839 und 1841 die übrigen vier «helvetischen Heidengräber und Todtenhügel» zu eröffnen und zu verzeichnen. Die Knochen und Totengaben, die bei den Ausgrabungen zutage gefördert wurden – Schwerter, Lanzenspitzen, Messer und Schmuck aus Eisen, Bronze und Silber, sowie irdene Töpfe – wurden dokumentiert.

    Allein ging auch Keller nicht nach allen Regeln der Kunst vor: So liess sich später nicht mehr rekonstruieren, aus welchem Hügelgrab welche Fundstücke stammten. Bei den Artefakten aus dem Heizenholz, die heute im Landesmuseum aufbewahrt werden, handelt es sich leider nur noch ein Teil der damals gehobenen Schätze.

    Ruhestätte eines «Kriegers»

    Eine fundierte archäologische Würdigung nahm rund fünfzig Jahre später Jakob Heierli vor, Dozent an der Universität Zürich. Dieser widmete sich in den 1880er Jahren intensiv der Erforschung und Popularisierung der schweizerischen Urgeschichte. Heierli ordnete den Fundort «Heiziholz» der frühen Eisenzeit zu, ca. 800 bis 480 Jahre vor Christi Geburt.

    Auf Grund ihrer einheitlichen Bestattungsweise in Hügelgräbern (tumuli) sowie ähnlicher Grabbeilagen wird diese Epoche nach dem bedeutendsten Fundort Hallstatt im österreichischen Salzkammergut benannt. Die Hallstattkultur ist in einem Gebiet zwischen Ostfrankreich und Slowenien nachgewiesen.

    Wir wissen, dass sich damals auf dem Uetliberg ein keltischer Fürstensitz mit einer von Wällen umgebenen, dorfartigen Siedlung befand. Bislang sind im Kanton Zürich kaum weitere Überreste aus der Hallstattzeit überliefert. Es erscheint jedoch plausibel, dass sich in der Umgebung weitere befestigte Höhensiedlungen, Gehöfte und Nekropolen befunden haben.

    Gerade weil es sich um äusserst rare Fundstücke handelt, wurde die Grabhügelgruppe Heiziholz 1981 zum Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte und archäologischen Denkmäler der Stadt Zürich aufgenommen. Wie Patrick Nagy von der Kantonsarchäologie ausführt, lassen die erhaltenen Grabbeilagen auf die letzte Ruhestätte eines «Kriegers» schliessen, der im Zusammenhang mit dem «Fürstensitz» auf dem Uetliberg stand.

    Das Wissen um die Menschen, die vor rund Zweieinhalbtausend Jahren im Heizenholz – nahe des heutigen Friedhofs – beigesetzt wurden und wohl auch in der Nähe siedelten, bleibt rudimentär. Ihr Totenkult weist auf eine sozial und politisch stark differenzierte Gesellschaft hin. Die Kelt:innen betrieben Ackerbau, Viehzucht, Jagd sowie Handwerk und standen in kulturellem Austausch mit dem mitteleuropäischen Raum.

    Von ihrer Sprache wissen wir heute nur noch aus spärlichen römischen Überlieferungen. Umso mehr Raum bleibt für Spekulationen, über die sich bei einem herbstlichen Waldspaziergang – vielleicht gerade zur Halloween-Zeit – bestens sinnieren lässt.