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  • Zurück in die Zukunft mit dem «PfiLa»

    Zurück in die Zukunft mit dem «PfiLa»

    Alle Teilnehmenden trafen sich am Samstag beim Landesmuseum und machten sich anschliessend auf den Weg zum malerischen Ägerisee, denn dort sollte das diesjährige «PfiLa» stattfinden. Endlich angekommen, trafen sie auf die Leiterinnen und «Marty» aus «Zurück in die Zukunft» trafen. Jene Rolle, mit der einst Michael J. Fox weltbekannt wurde.

    Gemeinsam begab sich die Gruppe auf eine Zeitreise in das Jahr 1985. Dort mussten Sie den berühmten Erfinder «Doc» aufzusuchen, um mit seiner Hilfe die Zeitmaschine zu verbessern. Beim Antrieb der Zeitmaschine setzte die Gruppe Asharah statt auf die riskante Uranenergie auf eine ökologischere und sicherere Alternative: die Zitronenbatterie. Mit diesem innovativen Ansatz gelang es ihnen schlussendlich, in die Zukunft zurückzureisen.

    Ohne Heringe in die Gegenwart

    Um auch die jüngste Gegenwart zu beschreiben: Das «PfiLa» fand bei strahlendem Wetter statt. Obwohl die Zelte ohne Heringe für die Befestigung am Campingplatz ankamen, wusste sich die Gruppe bestens zu helfen und schnitzte sich kurzerhand die eigenen Heringe. So überstand sie die Nacht trotz der spätabendlichen Stimmen im Zelt und konnte erholt in den zweiten Tag starten.

    Eines der Highlights war bestimmt das «Zeitreisen», bei welchem die Teilnehmenden mit «Doc’s» umgebautem Motorboot über den See düsten. Das Motto verpflichtete zudem, immer wieder in die faszinierende Welt der 1980er-Jahre einzutauchen. So experimentierte die Gruppe mit Cola und Mentos, sie testete, ob ein Seifenmotor besser als Antrieb für das Boot geeignet ist, oder erlernte Pioniertechniken, um sich auf die Zukunft vorzubereiten: Schliesslich möchten alle das begehrte Knotenabzeichen erlangen.

    Am Ende vom «PfiLa» verabschiedeten sich «Doc» und «Marty» schweren Herzens von der Gruppe Asharah, um ihre Geschichte in einer anderen Zeit fortzusetzen. Gemeinsam machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg, bereit für ein neues Abenteuer in der Zukunft.

    Eingesandt von Fiona Ammann

  • Diese Mode ist für alle da

    Diese Mode ist für alle da

    «Zeit zum Reden!», so das Motto der diesjährigen ZurichPride, deren Höhepunkt – der Umzug – am Samstag, 17. Juni, stattfindet. Das Motto kommt nicht von ungefähr, wie auf der Website der Pride nachzulesen ist. Wer sich in der Community umhöre, komme schnell auf das Thema der Zerrissenheit. Es werde also Zeit, so die Website, sich gegenseitig zuzuhören, Missverständnisse abzubauen und den Zusammenhalt zu stärken.

    Die besagte Community ist mittlerweile für ihre bunte Vielfalt bekannt. Neben tiefgehenden Fragen wie jener nach der Geschlechterrolle, spielen auch harmlose Themen eine Rolle – so, wie die Kleiderfrage. Das starre Korsett der Kleiderregeln wurde dort nämlich längst gesprengt: Alle sollen das anziehen, was sie wollen und wann sie wollen. Es ist die Freude an der Mode, die zählt.

    Warm-Up im Sibesinn

    Dass Männer auch Röcke tragen, kommt vor, und dass Frauen im Smoking eine tolle Figur machen, ist spätestens seit Marlene Dietrich bekannt. Das weiss auch Cornelia Zurbrügg, Inhaberin der Sibesinn-Schenkbar in Höngg. Ihre kleine Boutique mitten in Höngg verspricht ein Abtauchen in eine andere Welt, aus der Mann wie Frau und nicht-binäre Menschen gerne etwas mitnehmen.

    «Sinnlich, Wohnen, Schenken, Kleiden» – das ist das Motto. Edle, oft wallende Stoffe, welche die Weiblichkeit betonen, ohne diese je auszunutzen. Boho-Ibiza-Style trifft auf die Herrin von Avalon. Selbstverständlich bietet sie auch Schickes für den Mann an.

    Um am Tag des Zurich-Pride-Umzugs auch ein Stückchen vom Regenbogen nach Höngg zu bringen, öffnet Cornelia Zurbrügg ihre Schatztruhe bereits am Samstagmorgen für ein «Warm-Up»: Das Sibesinn-Pride-Outfit kann dann mit 15 Prozent Ermässigung erstanden werden. Dazu wird Prosecco zum Anstossen serviert. 

    Samstag, 17. Juni, von 10 bis 13 Uhr
    Limmattalstrasse 161

  • «Die Berge geben Kraft»

    «Die Berge geben Kraft»

    Rosalia Schönbächler ist quasi eine Neuzuzügerin in Höngg: Sie lebt erst seit rund zwei Jahren hier im Quartier. Im stolzen Alter von 98 Jahren ist sie in die Hauserstiftung eingezogen. Eigentlich wollte sie noch länger zu Hause wohnen bleiben, doch die Rückenbeschwerden wurden zu gross.

    Und weil der jüngste Sohn Mitglied in der Höngger Zunft ist und die grosse Alterssiedlung an ihrem vorherigen Wohnort, in Oberstrass, gerade renoviert wird, organisierte er für sie ein Zimmer in der Altersresidenz. Der neue Wohnort und das Quartier behagen der Hundertjährigen: «Hier gefällt es mir sehr gut», erklärt sie im Gespräch mit dem «Höngger».

    Kindheit auf luzernischem Bauernbetrieb

    Geboren ist sie am 29. April 1923 im Kanton Luzern, bei Hitzkirch. Die Eltern hatten einen Bauernbetrieb, auf dem sie mit ihren vier Geschwistern aufwuchs. Die Kindheit war einfach, aber schön: «Wir haben sehr viel Zeit draussen in der Natur verbracht», erinnert sich Schönbächler zurück.

    «Verwöhnt wurden wir nicht, aber wir hatten ein gutes Leben.» Als sie zwanzig war, starb der Vater, die Mutter war nun alleine mit drei minderjährigen Kindern. Unfallversicherungen und Krankenkassen waren damals noch nicht obligatorisch, die Familie war nicht versichert. Die Mutter musste selber schauen, wie sie mit ihren Kindern über die Runden kam.

    Mit der «Madame» nach Zürich ins Glück

    Um ihr eigenes Geld zu verdienen, begann Schönbächler deshalb, bei einer «Madame» in Luzern als Haushaltshilfe zu arbeiten. Diese hatte sich in Zürich ein Haus gekauft, an der Dolderstrasse, und bat Schönbächler, mit ihr mitzukommen. «Ich wollte eigentlich überhaupt nicht nach Zürich, bin dann aber doch mitgegangen – nicht zuletzt, weil die Dame mir versprach, die Gotte meiner Kinder zu werden», erinnert sich Schönbächler.

    Also zogen sie im Jahr 1943 gemeinsam nach Zürich. Die Dame hatte ihren Mann verloren und war ganz alleine, Schönbächler half ihr nicht nur im Haushalt, sondern begleitete sie auch ins Theater und überall hin, wo sie wollte. «Der Umzug nach Zürich war schliesslich mein Glück», so Schönbächler weiter, «denn hier lernte ich meinen Mann kennen.» Dieser war Kommissar bei der Stadtpolizei, mit ihm gründete sie eine Familie, aus der drei gemeinsame Kinder und mittlerweile 6 Enkelinnen sowie drei Urenkelinnen hervorgingen.

    Lieber Berge als Meer

    Das Ehepaar teilte eine gemeinsame Leidenschaft: die Berge. «Mein Mann war ein grosser Alpinist, ich glaube, er hat alle 4000er bestiegen», schwärmt Schönbächler. Er war auf vielen Tourenwanderungen unterwegs – damals allerdings noch unter ganz anderen Bedingungen als heute: «Auf die Wanderungen hat man damals noch keine Helme mitgenommen, Stirnlampen gab es auch noch nicht. Mein Mann hat seine Touren und unsere Ferien oft nach dem Vollmond gerichtet, damit er auch nachts genug Licht zum Wandern hatte», erinnert sie sich schmunzelnd.

    Sie selber sei auch gerne mitgegangen auf die Hüttenwanderungen – nur auf die hochalpinen Touren, da habe sie ihren Mann alleine gehen lassen. Jemand habe ja schliesslich auch bei den drei gemeinsamen Kindern bleiben müssen.

    Bis ins Alter hätten sie viel Zeit zusammen in den Bergen, vor allem in Zermatt, verbracht. Und bis heute hat das Gebirge für sie seine Faszination nicht verloren: «Die Berge geben mir Kraft», sagt sie. «Natürlich ist das Meer auch schön, aber nur so am Strand liegen, das wäre nicht so mein Ding.»

    Ihr Mann verstarb leider 2014, im Alter von 92 Jahren. Er war bis zum Schluss zu Hause, Rosalia pflegte ihn mit Unterstützung der Spitex. Sie selber ist noch ausserordentlich fit, nur das Gehör macht ihr zu schaffen. «Im letzten Jahr habe ich mich mit Corona infiziert, seither höre ich leider noch schlechter», berichtet sie.

    Aber spazieren gehen, das kann sie immer noch. «Ich gehe gerne in der Allee an der Hohenklingenstrasse spazieren, da kann ich von einem Bänkli zum nächsten laufen», freut sie sich. Und bei gutem Wetter reicht die Sicht sogar bis zu ihren geliebten Bergen.

  • Siegreiche «Zürihegel» aus Wipkingen

    Siegreiche «Zürihegel» aus Wipkingen

    Rund 1200 Stadtzürcher Mädchen und Knaben der Jahrgänge 2010 bis 2015 versammelten sich am Samstag, 10. Juni, auf der Sportanlage Utogrund, um über 60 Meter zu sprinten. Dabei ging es nicht nur um den Titel «De schnällscht Zürihegel», sondern auch um den Teamgedanken.

    Die Rennen der Pendelstafetten waren laut der Medienmitteilung des Vereins Zürihegel wie immer geprägt von Spannung und Dramatik. So ging da und dort ein Stab zu Boden oder die Übergaben funktionierten nicht ganz so wie in der Schule geübt. Die siegreichen Kinder durften tolle Preise, das Sieger T-Shirt und natürlich die Goldmedaille, in Empfang nehmen. Und für die siegreichen Stafetten Teams gab es den begehrten Siegerwimpel für das Klassenzimmer.

    Laut der offiziellen Rangliste landeten fünf Kinder aus dem Kreis 10 ganz oben: Bei den Mädchen siegten Emma Husain aus Höngg (Jahrgang 2014) und Ella Mina Sorg aus Wipkingen (Jahrgang 2010). Bei den Knaben erreichten Adi Vinca aus Wipkingen (Jahrgang 2013) sowie Ailo Dufner (Jahrgang 2012) und Abdullah Gillen (Jahrgang 2011), beide aus Höngg, die Spitzenposition. Bei den Stafetten schaffte es kein Schulhaus aus dem Kreis 10 in die Top 3.

    Erste Präsidentin

    Im Rahmen des Finaltags übergab Richard Staub das Präsidium des «Zürihegel» an Dana Jeker. Diese wird die erste Präsidentin in der 72-jährigen Geschichte des Pionierprojekts.

    1951 von LCZ-Trainerlegende Silvio Nido ins Leben gerufen, begeistern die Wettbewerbe heute unter dem nationalen Namen «Visana Sprint» den Sprintnachwuchs in mehr als 250 Städten und Dörfern. 

  • Höngger Künstler zeigt «Life & Death»

    Höngger Künstler zeigt «Life & Death»

    Die Bezeichnung «Immersiv» leitet sich vom Wort «Immersion» ab, welches das Einbetten oder auch das Eintauchen in eine andere Welt bedeutet. Das verspricht die Rhyality Immersive Art Hall in Neuhausen beim Rheinfall. Auf 800 Quadratmetern ermöglicht dort ein Videosystem mit 28 Projektoren und 90 Lautsprechern das Eintauchen in eine andere Realität.

    Nun stellt der Höngger Künstler Martin Baumann dort bis im Herbst unter dem Motto «Life & Death» seine Bewegtbilder vor. Baumanns imposante Bilder, voller Farben und Formen, sind auf den ersten Blick nicht als das zu erkennen, was sie wirklich sind: Sie zeigen, wie sich diverse Tabletten im Wasser auflösen. Beim Zergehen entfalten sich die pharmazeutischen Produkte in einer kaum vorstellbaren Pracht.

    So entstehen Bilder von surrealer Schönheit – die niemals ganz vergessen lassen, wie eng das Leben und der Tod miteinander verwoben sind. Diese Impressionen in der schweizweit einzigartigen Installation in Neuhausen zu erleben, gleicht einem Abenteuer.

    Positive Emotionen  

    Der Anfang von Baumanns Videografie mit Tabletten beruht auf einem puren Zufall, als ihm eine Pille ins Glas fiel. Erst im Anschluss sah er im Internet, dass sich auch schon andere damit befassten. Der Vorgang hinterliess eine Faszination und positive Emotionen, sodass er seitdem ebenfalls mit Pillen arbeitet. Der Mensch bleibe in seinen Bildern trotz bahnbrechender Fortschritte in der Medizin stets im Mittelpunkt, das wolle er mit «Life & Death» zeigen.

    Life & Death bei Rhyality Immersive Art Hall

    «Mein Beitrag hilft, um unsere Kunst- und Kulturlandschaft mit einer weiteren eindrücklichen audiovisuellen Darbietung zu bereichern», schreibt Baumann auf seinem YouTube-Profil.

    In der Halle werden in Rotation mit dem Werk von Baumann noch weitere Filme gezeigt, in die sich ein Eintauchen lohnt, etwa  «Rheinfall in vier Jahreszeiten» und «Märchen Teil 1 & 2».

    Der Besuch in Neuhausen – mit der S-Bahn ab Zürich direkt zu erreichen – lohnt sich daher: Zuerst die Naturgewalt des mächtigen Rheinfalls erleben, dann in die fantastischen Bilderwelten der Rhyality Immersive Art Hall eintauchen.

    Rhyality Immersive Art Hall

    Industrieplatz 1, Halle 1, SIG Areal
    8212 Neuhausen am Rheinfall
    Details und Tickets: rhyality.com

  • Der Rütihof hat seine eigene App

    Der Rütihof hat seine eigene App

    Soziale Netzwerke sind heutzutage allgegenwärtig – von Facebook über Instagram bis hin zu Youtube. Kaum jemand, der nicht über einen dieser Social-Media-Kanäle mit seiner Umwelt kommuniziert. Doch während viele dieser Netzwerke globalen Charakter haben und dazu dienen, Menschen über grosse Distanzen miteinander zu verbinden, untersucht ein Forschungsprojekt des ETH-Wohnforums nun, inwiefern ein soziales Netzwerk dazu beitragen kann, die «realen» Beziehungen innerhalb einer Nachbarschaft zu fördern.

    «Kann eine digitale Plattform genutzt werden, um zur Inklusion innerhalb eines Quartiers beizutragen?», fragen sich die Forscher*innen. Oder, wie es Angela Birrer vom Projektteam formuliert: «Können hybride Nachbarschaften, die sowohl physische als auch digitale Kontakte ermöglichen, dazu beitragen, den Alltag zu vereinfachen und soziale Beziehungen aufzubauen oder zu erweitern?»

    Eine grosse Gemeinschaft mit zahlreichen Untergruppierungen

    Um diese Frage beantworten zu können, dient dem Team des ETH Wohnforums, einem Forschungszentrum am Departement Architektur, der gesamte Rütihof bis hin zur Genossenschaft Kraftwerk im Heizenholz und dem Quartierhof als Untersuchungsobjekt. Innerhalb dieses Gebiets soll die Rütihof-App, die vom Schweizer Start-Up «beUnity» entwickelt wurde, als «virtueller Quartiertreff» fungieren.

    Hier können sich alle Bewohnenden des Rütihofs als Mitglieder einloggen. Dabei existiert zum einen eine grosse Gesamtgruppe, zu der man automatisch gehört. Zum andern gibt es Untergruppen, die von den Mitgliedern selber erstellt werden können – etwa für Vereine, um Informationen und Aktivitäten im Quartier bekannt zu machen, aber auch einfach, um Leute zu finden, die gleiche Interessen teilen. Einer «offenen» Gruppe können alle interessierten Personen beitreten; für eine «geschlossene» Gruppe braucht es eine Genehmigung.

    Die App bietet noch weitere Funktionen: Sie fungiert nicht nur als interaktiver Veranstaltungskalender und Pinwand, in der jede*r kommende Events und Informationen platzieren kann, sondern auch als Chatraum zwischen Einzelpersonen, Gruppen oder der gesamten Community. Auf dem Marktplatz können zudem Waren angeboten und getauscht werden.  

    Schon viel los auf dem Markt

    Die Quartierbewohner*innen wurden durch das Forschungsteam via Brief und Postkarten über die App informiert und eingeladen, sich zu beteiligen. Mit Erfolg: Bereits haben sich rund 200 User eingeloggt und nutzen die Plattform  intensiv – vor allem auf dem Marktplatz herrscht ein emsiges Bieten und Tauschen. Der offizielle Start der Rütihof-App wird nun am 25. Mai mit einem Info-Apéro gefeiert. Das Projektteam erklärt bei dieser Gelegenheit die Funktionsweise der App und bringt Interessierten die Nutzung näher. 

    Links und Informationen

    Info-Apéro im Quartier:

    25. Mai, 18 Uhr, Restaurant CaBaRe
    Zur Rütihof-App: Rütihof auf Beunity

  • Leben im Heim: Die finanzielle Frage

    Leben im Heim: Die finanzielle Frage

    Der Entschluss, den Lebensabend im Alters- oder Pflegeheim zu verbringen, ist auch eine Frage der Kosten. Diese betreffen die ärztlich verordnete Pflege, die Hotellerie und die Betreuung sowie die persönlichen Ausgaben.

    Zunächst die ärztlich verordnete Pflege: Hier wird zwischen zwölf Pflegestufen unterschieden, die sich am zeitlichen Aufwand orientieren: Je höher die Pflegestufe, desto höher der Aufwand und somit die Kosten. Die Krankenkasse zahlt bei Pflegestufe 1 mit bis zu 20 Minuten 9.60 Franken pro Tag, bei der Stufe 12 ab 221 Minuten sind es 115.20 Franken pro Tag. Die pflegebedürftige Person muss aber maximal 23 Franken pro Tag selbst bezahlen.

    Wird wenig Pflege benötigt, ist der Betrag womöglich geringer. Sollten die Kosten höher sein, übernimmt die Krankenkasse. Bleiben nach Abzug des Beitrags der Krankenkasse und des eigenen Beitrags noch ungedeckte Kosten übrig, werden diese von der Gemeinde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen übernommen.

    Der zweite Faktor ist die Hotellerie und die Betreuung (Pensions- und Betreuungstaxe): Das sind beispielsweise die Kosten für das Zimmer, die Verpflegung, das Waschen der Kleidung, für Abonnements (je nach Residenz) und die Betreuung, die nicht in den Pflegebereich fällt (z.B. allgemeine und individuelle Unterstützungsleistungen im Alltag, Förderung sozialer Kontakte, Begleitung und Betreuung).

    Diese Kosten müssen selbst übernommen werden und können je nach Alters- und Pflegeheim variieren: Bei Pflegeheimen mit einem Leistungsauftrag der Gemeinde sind die Tarife so festgesetzt, dass sie höchstens die tatsächlichen Kosten der Institution decken. Private Pflegeheime können ihre Preise grundsätzlich frei gestalten. Den «klassischen» Durchschnittspreis gibt es nicht; Recherchen zeigen eine Preisspanne von beispielsweise 130 Franken pro Tag in einem Zweierzimmer bis zu über 300 Franken für ein grösseres Einzelzimmer.

    Schliesslich sind es die persönlichen Auslagen: etwa Restaurantbesuche, der Kauf von Büchern und Zeitungen, neue Kleidung oder Theaterbesuche. Diese Kosten muss jede Person selbst tragen.

    Die Ergänzungsleistungen

    Wer nun mit dem Rechnen beginnt, wird feststellen, dass das Wohnen im Alters- und Pflegeheim eine beachtliche Summe ausmacht, selbst in einer günstigen «Variante». Was, wenn die AHV, die Pensionskasse und das Ersparte nicht ausreichen? Hier kommen die Hilflosenentschädigung des Kantons Zürich und die sogenannten Zusatzleistungen der Gemeinden zum Einsatz; in der Stadt Zürich sind das Leistungen, die das Amt für Zusatzleistungen ausrichtet. Neben den Ergänzungsleistungen sind das die kantonale Beihilfe und die Gemeindezuschüsse. Es sind Unterstützungen, die auch unabhängig vom Heimaufenthalt gelten.

    Die Hilflosenentschädigung richtet sich an Personen, die bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Essen oder der Körperpflege die Hilfe anderer Menschen benötigen. Diese Entschädigung wird nach dem Grad der Hilflosigkeit eingeteilt («leicht» mit 245 Franken, «mittel» mit 613 Franken und «schwer» mit 980 Franken) und von der SVA ausbezahlt.
    Schliesslich gibt es Ergänzungsleistungen für Menschen, die AHV- und IV-Gelder beziehen. In diesem Fall wird eine individuelle Bedarfsrechnung vorgenommen: die Gegenüberstellung von Einkünften und Ausgaben.

    Die Regeln und Lebenssituationen sind stets individuell und komplex, sodass die persönliche Abklärung unumgänglich ist, sei es bei der Hilflosenentschädigung, bei den Ergänzungsleistungen sowie generell bei der Frage nach den Kosten für das Leben in einem Alters- und Pflegeheim.

    Quelle:
    Broschüre Pflegefinanzierung
    der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich.

    Ein Tag im Alters- und Pflegeheim

    Wie lebt es sich in einer Altersresidenz? Viele haben Bedenken vor dem Eintritt. Der Besuch bei der Hauserstiftung in Höngg zeigt, dass der Lebensabend im Heim auch schöne Seiten haben kann.

    Lesen Sie hier die Reportage.

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Als vor mehr als zwei Jahren bekannt wurde, dass das «Bergbüssli» von Höngg, die Linie 38, eingestellt werden soll, regte sich grosser Widerstand im Quartier. Der Höngger Miro Steiner hat mit der Unterstützung des Quartiervereins Höngg (QVH) damals eine Petition gegen die Einstellung der Buslinie lanciert (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Der Grund für die mögliche Einstellung der Linie 38 war in erster Linie die Umsetzung von Tempo 30 zwischen Rosengartenbrücke und Schwert. Das hätte auf den Linien 46 und 13 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) Mehrkosten in der Höhe von jährlich 900 000 Franken zur Folge. Da die Bus- und Tramlinien durch die Temporeduktion länger unterwegs seien, brauche es mehr Fahrzeuge und Personal, um den Takt aufrechtzuerhalten, so die VBZ damals. Die Linie 38 mit ihrer geringen Auslastung wäre aus Spargründen geopfert worden. Auch, weil die umliegenden Haltestellen der Linien 13, 46, 69 und 80 den Bereich vom «Bergbüssli» abdecken würden.

    Nun vermeldete der QVH in seinem Newsletter vom 12. Mai, dass der Weiterbetrieb der Linie 38 bis auf Weiteres gesichert sei. Nachzulesen ist, dass der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 8. Februar einstimmig einer gesetzlichen Grundlage zugestimmt hat, mit der die Mehrkosten des öffentlichen Verkehrs wegen der Einführung von Tempo 30 von bis zu 15 Millionen Franken pro Jahr durch die Stadt Zürich getragen werden soll. Laut dem QVH entfalle so der Druck durch den kantonalen Verkehrsverbund auf die Schliessung unrentabler Linien als Kompensation für die durch Tempo 30 verursachten Mehrkosten.  

    Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) stelle sich zudem auf den Standpunkt, dass er die durch Gemeinden beschlossene Temporeduktionen und die dadurch verursachten Taktverlangsamungen nicht mitfinanzieren wolle. Die Stadt Zürich trage solche Kosten nun selbst und wolle versuchen, das Geld doch noch vom ZVV eintreiben zu können, heisst es in dem Newsletter weiter. Unabhängig davon: Der QVH geht nun davon aus, dass die Linie 38 zumindest bis auf Weiteres in Betrieb sei.

  • Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Es sind Orte, wo heute nichts ist. Leere Flächen, Zwischenräume, Asphalt. An der Ecke Lehen- und Wunderlistrasse war bisher nicht viel mehr zu sehen als ein überbreites Trottoir, vielleicht ein kleiner Platz – eine grosse Asphaltfläche, an der man achtlos vorbeiging.

    Dasselbe Bild bietet sich an der Ecke Lägern- und Wibichstrasse. Hier steht immerhin ein Brunnen und bis vor kurzem auch eine alte Sitzbank. Doch auch hier verweilte man nicht – man ging vorbei. Der Verein CALA will den beiden vergessenen Plätzen in Wipkingen Leben einhauchen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt.

    Er hat hier zwei Treffpunkte gebaut, die mehr als nur Sitzgelegenheiten sein wollen: sie sollen den öffentlichen Raum aufwerten, zum Innehalten einladen und neue Begegnungen ermöglichen.

    «Partizipatives Budget» auf Quartierebene

    Das Projekt ist aus der «Quartieridee Wipkingen» entstanden. In Zürich-Wipkingen testete die Stadt Zürich in den Jahren 2020 und 2021 eine Art «partizipatives Budget» auf Quartierebene, das später auf die ganze Stadt ausgeweitet wurde. Es konnten Ideen eingegeben werden, über die anschliessend im Quartier abgestimmt wurde. 40’000 Franken wurden so verteilt.

    Das Projekt des Vereins Cala war eines der Siegerprojekte. «In Wipkingen gibt es neben dem Röschibachplatz und dem Raum Letten kaum öffentliche Treffpunkte», sagt Stefanie Pfändler vom Verein Cala. «Wir wollten besonders in den ruhigeren Wohngegenden solche Orte schaffen.»

    Fliegestühle und eine Tribüne

    Beide Treffpunkte sehen ganz unterschiedlich aus. An der Lägernstrasse wurden vier «Liegestühle» gebaut – ein Design von Architekturstudenten der ETH. Die Studenten haben das Projekt entworfen und zusammen mit dem Verein Cala selber gebaut. «Das Projekt zeigt, wie viele Ressourcen auf Quartierebene mobilisiert werden können», freut sich Pfändler.

    Die Holzverarbeitung durfte der Verein in der Werkstatt des GZ Bucheggplatz machen, gelagert und zusammengeschraubt wurden die Teile in der Kirche Wipkingen, die vom Klimastreik genutzt wird – und spontan kamen Leute aus dem Quartier beim Bau zu Hilfe. Die Fliegestühle werden bereits rege genutzt. «Jedes Mal, wenn ich dort vorbeifahre, sitzen Leute in den Stühlen. Es ist toll, dass der Ort so schnell angenommen wurde», sagt Pfändler.

    Der zweite Standort an der Lehenstrasse wird vom Architekt Lorenz Bachmann in Freiwilligenarbeit gebaut. Dort entsteht eine Tribüne, die als Pflanzentopf, Bücherschrank oder Sitzplatz genutzt werden kann. Die Tribüne wurde in enger Zusammenarbeit mit den direkten Anwohnern entwickelt, die nun auch beim Bau mithelfen. Die Tribüne wird erst am Tag der Einweihung fertiggestellt. «Wir sind gespannt, ob dieser Standort auch so gut funktionieren wird, wie der erste», sagt Pfändler.

    Die Eröffnung findet am Mittwoch, 17. Mai, statt. Von 16 bis 18 Uhr wird die Tribüne an der Lehenstrasse eingeweiht, von 18.15 bis 20 Uhr werden die Fliegestühle offiziell eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und sind gebeten, eigene Gläser oder Becher mitzubringen.

    Quelle: Verein Cala

  • Das grösste Schützenfest der Welt

    Das grösste Schützenfest der Welt

    Das Eidgenössische Feldschiessen, das Anfang Juni an drei Tagen stattfindet, kann auf eine über 130-jährige Tradition zurückblicken. Der vom Schweizer Schiesssportverband organisierte Wettbewerb gilt als das grösste Schützenfest der Welt. Die Schiessplatzgenossenschaft Höngg holt den Anlass jährlich auf den Hönggerberg.

    Das Schiesssportzentrum ist die Heimat von sechs Vereinen, darunter der Schützenverein Zürich-Hönggerberg und die Standschützen Höngg. Diese bieten erneut viele Helfer*innen auf, die etwa die Scheiben bedienen, sich um die EDV kümmern oder die Munition herausgeben. Auch heuer wird in Höngg mit bis zu 350 Personen gerechnet, die sich auf drei verschiedenen Distanzen beweisen: Auf 300 Meter mit Gewehr, auf 50 und 25 Metern mit Pistolen, alles Ordonnanzwaffen.

    Die Teilnahme ist kostenlos, die Voraussetzung ist, eine Waffe zu besitzen. Wenn das Feldschiessen am dritten Tag endet, werden bereits die Resultate aus dem ganzen Land bekanntgegeben. Aber: Es zählt in erster Linie die Teilnahme, nicht der Rang.

    Eidgenössisches Feldschiessen

    Schiessportzentrum Hönggerberg
    Freitag, 2. Juni, 16.30 bis 19 Uhr
    Samstag, 3. Juni, 9 bis 12 Uhr
    Sonntag, 4. Juni, 9 bis 12 Uhr
    Standblattausgabe bis 30 Minuten vor Schluss
    Programm:
    Distanzen: 300 Meter und 50/25 Meter
    Teil 1: Einzelfeuer (sechs Schüsse innert sechs Minuten)
    Teil 2: Kurzfeuer (zweimal je drei Schüsse in je 60 Sekunden)
    Teil 2: Schnellfeuer (sechs Schüsse in 60 Sekunden)
    Keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.