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  • Zu Hause wohnen im Alter

    Zu Hause wohnen im Alter

    Mitten im Quartier und in einem grossen Haus, mit einem noch grösseren Garten, lebt eine 88-jährige Hönggerin. Ihren Namen möchte sie aus persönlichen Gründen nicht öffentlich nennen, doch das Thema des altersgerechten Wohnens ist ihr sehr wichtig. Die Dame strotzt vor Lebensfreude und Energie und die braucht sie, um in dem Anwesen leben zu können. Den ganzen Haushalt meistert sie nach wie vor mit links. Ihr Tipp? Fit bleiben!

    «Man muss weitermachen»

    Zwei Mal in der Woche macht die Rentnerin Sport – am Dienstag geht sie ins Aquafit und am Freitag ins Turnen. Aber auch mental hält sie sich fit, nämlich mit Memory und Kreuzworträtseln. «Im Alter muss man weitermachen, sich nicht zurückziehen und die Kontakte pflegen», sagt sie. «Es läuft zwar alles ein wenig langsamer und man braucht mehr Pausen dazwischen, aber aufhören sollte man nicht.»

    Die Selbstständigkeit ist der Hausherrin dabei sehr wichtig. «Ich hätte Mühe, in ein Altersheim zu wechseln, da dort vieles vorgegeben ist», sagt sie. Lieber würde sie in Zukunft Hilfe zu Hause beanspruchen, beispielsweise durch die Spitex. Sie will den Alltag selber gestalten und entscheiden, wann sie was macht.

    «In einem Haus gibt es immer etwas zu tun, da wird mir nie langweilig», sagt sie. Das Haushalten teilt sie sich selbst ein, zwischendurch legt sie sich gerne auch mal hin. Beim Jäten nimmt sie den Hocker zu Hilfe. Ein bisschen Unterstützung im Haushalt und Garten schadet allerdings nicht. So schaut jede zweite Woche eine Putzfrau bei ihr vorbei, und auch ein Gärtner hilft ihr im Grünen. Angehörige unterstützen sie ebenso.

    Sicherheit rund um die Uhr

    Sehr wichtig sei das Armband mit dem roten Knopf, das die 88-Jährige am rechten Handgelenk trägt – nämlich ein Rotkreuz-Notruf. Sollte etwas passieren, etwa ein Sturz, drückt man auf den Knopf und eine Sprecherin des Roten Kreuzes nimmt Kontakt auf. Sie mobilisiert dann Freiwillige, meistens sind das die Nachbarn, Angehörige oder Freunde, die in der Nähe wohnen, und die der betroffenen Person zu Hilfe eilen können. In einem medizinischen Notfall rücken Mitglieder von einem professionellen Rettungsdienst aus. Die Zentrale des Roten Kreuzes ist rund um die Uhr erreichbar.

    Die Umgebung muss sich dem Menschen anpassen

    Altersgerecht wohnen – damit kennt sich auch Othmar Immoos, Leiter Betreuung und Pflege des Gesundheitszentrums für das Alter Sydefädeli, bestens aus. Das Zentrum hat sich auf Wohneinheiten spezialisiert, in denen die älteren Leute grösstenteils selbstständig leben.

    Dem Gesundheitszentrum liegt es am Herzen, dass die betagten Personen ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich gestalten können. Es gilt: «Die Umgebung muss sich der Person anpassen, und nicht umgekehrt.» Das Zentrum versuche daher, den Bewohnenden einen möglichst individuellen Alltag zu ermöglichen. Was der Körper im Alter nicht mehr zu stemmen vermag – beispielsweise Waschen oder Kochen –, übernimmt das Gesundheitszentrum.

    «Wir Jungen können uns gar nicht vorstellen, was es heisst, eine Wohnung zu putzen. Für uns ist das innerhalb einer Stunde erledigt, für eine ältere Person kann das aber ein ganzes Wochenprogramm bedeuten», sagt Immoos. Die Wohnungen können die Betagten nach eigenem Geschmack einrichten. Gewisse Stolpersteine sollten in den eigenen vier Wänden aber vermieden werden – dazu gehören laut Immoos vor allem Teppichecken. Gutes Schuhwerk, sprich geschlossene Finken, sei ebenfalls unabdingbar.

    Das Badezimmer hat viele Festhaltmöglichkeiten und der Duschbereich kann stufenlos betreten werden. Um Stürze zu vermeiden, spiele die Ernährung eine ganz wichtige Rolle. Insbesondere im Sommer sei es sehr wichtig, viel zu trinken. Das Risiko für Stürze und andere Zwischenfälle, die auf zu wenig Flüssigkeit zurückzuführen sind, steige stark.

    «Wir wollen ein Zuhause sein»

    Personen, die sich für ein Heim interessieren, wird zuerst eine Beratung von der Stadt Zürich angeboten. Je nach individuellen Bedürfnissen wird dann das passende Zentrum ausgewählt. Die verschiedenen Gesundheitszentren der Stadt Zürich haben unterschiedliche Schwerpunkte. So bietet das benachbarte Gesundheitszentrum für das Alter Trotte auch einen Wohnbereich für Menschen mit Demenz. «Die Gebrechlichkeit im Alter ist ein ernst zu nehmendes Thema. Und auch die Konzentration lässt nach – man vergisst häufiger Sachen, wie etwa die Medikamenteneinnahme», sagt Immoos.

    Wie kann man die Selbstständigkeit im Alter denn trotzdem bewahren? «Training, Training, Training», betont Immoos. «Wir haben ganz viele Leute, die beispielsweise absichtlich die Treppen anstelle des Lifts benutzen.» Und auch die hausinterne Aktivierungstherapie fördert das Gedächtnis mit Spielen oder mit dem Diskutieren von Zeitungsbeiträgen. Heute kämen die Menschen in einem höheren Alter als früher ins Altersheim, zum Teil erst mit über 90 Jahren.

    Ein Faktor hierfür könne auch die Einsamkeit sein. «Wir versuchen, für die Leute ein Zuhause zu sein. Und somit dürfen die Leute auch bei uns sterben, dafür müssen sie nicht den Ort wechseln», sagt Immoos. In erster Linie zähle für Immoos die Zufriedenheit der Person. Besonders auch bei Bewohnenden, die bereits eine beginnende geistige Einschränkung haben, sei diese «emotionelle» Zufriedenheit sehr wichtig. «Ich erlebe die alten Leute im Sydefädeli als eine kunterbunte Gemeinschaft.
    Hier gibt es die unterschiedlichsten Charaktere. Aber bei uns darf man so sein, wie man ist», sagt Immoos.

    Von Rollatoren, Duschbrettern und Nachtstühlen

    Um sich das Leben einfacher zu gestalten, kann man sich auch Hilfsmittel besorgen, sogenannte Krankenmobilien. In Höngg gibt es ein Krankenmobilienmagazin, das ein wenig versteckt neben der Pestalozzi-Bibliothek an der Ackersteinstrasse 190 liegt. Es ist für jedes Bedürfnis gut ausgestattet. Verwalterin Monika Schmidiger ist seit rund zehn Jahren dabei und bietet Beratungsgespräche.

    «Vielfach erreichen mich die Kunden zuerst per Telefon und schildern mir ihr Problem. Die meisten kommen dann persönlich vorbei, um etwas genauer unter die Lupe zu nehmen», sagt Schmidiger. Die Objekte kann man unbeschränkt lange ausleihen, man kann sie bei hoher Nutzung auch abkaufen. Ein Teil der Miete wird dabei angerechnet. Ein Depot existiert nur bei Rollstühlen. «Wir vermieten unsere Objekte wesentlich günstiger als ein Fachgeschäft», sagt Schmidiger.

    «Durch den Service und die Reparaturen heben wir uns jedoch von den Online-Shops ab.» Die Mindestmietdauer liegt bei zwei Wochen. Am meisten nachgefragt werden Duschbretter, WC-Aufsätze, Rollstühle, Rollatoren und Nachtstühle. Der Grossteil der Kundschaft ist über siebzig Jahre alt. Aber auch Leute mit Behinderungen durch Unfälle schauen gerne vorbei.

    «Viele alte Personen haben Mühe mit Treppensteigen. Und auch eine neue Wohnung zu finden, die den Bedürfnissen des Alters entspricht, ist nicht einfach», sagt Schmidiger. Besonders, wenn ein Gerät wie ein Rollator ins Spiel kommt, wird es in den eigenen vier Wänden raumplanerisch schwierig. Da wird beispielsweise auch ein Lift plötzlich wichtig. «Es gibt aber auch Menschen, die nicht flexibel sind und Mühe haben, die Wohnung hindernisfrei umzugestalten», sagt Schmidiger. In vielen Fällen seien die Wohnungseinheiten mit zu vielen Sachen und Gegenständen überladen.

    Alte Menschen hätten tendenziell Mühe damit, diese Objekte umzustellen und beispielsweise freien Weg für einen Rollator zu schaffen. Sich an die neuen Lebensumstellungen anpassen zu können, sei enorm wichtig. «Ich selber habe durch meine Arbeit beim Krankenmobilienmagazin gelernt, dass es essenziell ist, in die Zukunft zu schauen. Vorsorgen ist das A und O», sagt Schmidiger.

    Anlaufstellen

    Krankenmobilienmagazin Kreis 10
    Ackersteinstrasse 190
    8049 Zürich
    044 341 51 20

    Gesundheitszentrum für das Alter Sydefädeli
    Hönggerstrasse 119, 8037 Zürich
    044 414 07 07

    Schweizerisches Rotes Kreuz
    SRK Kanton Zürich
    Drahtzugstrasse 18, 8008 Zürich
    044 388 25 35

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Ein Verein für den Burrischopf

    Ein Verein für den Burrischopf

    Im Dezember 2023 begann der Quartierverein Wipkingen, Ideen für die voraussichtlich dreijährige Zwischennutzung des 700 Quadratmeter grossen Burrischopfs zu sammeln (der «Wipkinger» berichtete).

    Es kamen viele Vorschläge aus dem Quartier zusammen und am 16. Mai wurde der Verein «Zwischennutzung Burrischopf» gegründet. Dieser schliesst mit dem Gebäudeeigentümer, dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), einen Gebrauchsleihvertrag über die nächsten Jahre ab.

    Wie der Quartierverein Wipkingen auf seiner Website mitteilt, gibt er dem neuen Verein eine Starthilfe von 1000 Franken. Nun legt der Verein los. Das mit einem Vorstand, der aus fünf Leuten besteht: Eva Rottmann, Serge Bertschy, Jonas Schuler, Roland Rüegsegger und Tobias Maier.

    Somit können bald zahlreiche Ideen für die Zwischennutzung umgesetzt werden: Pétanque, Tischtennis, Klettern, Skaten und viel Raum für Kunst sind geplant.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen

  • Bounce Bounce 2024

    Bounce Bounce 2024

    Auch dieses Jahr findet das einzige ausschliesslich von Jugendlichen organisierte Openair Zürichs im Schindlergutpark statt. Bereits vor 14 Jahren wurde das Openair «Bounce Bounce» gemeinsam mit der OJA – Offene Jugendarbeit Kreis 6 & Wipkingen zum ersten Mal durchgeführt.

    Das Ziel war es, den öffentlichen Raum mit Jugendlichen positiv zu beleben. In den vergangenen Jahren konnte sich das Openair Bounce Bounce dank Sponsoren und steigenden Publikumszahlen stetig weiterentwickeln.

    So ist die Veranstaltung nun zu einer festen Grösse des Quartierlebens geworden. Mittlerweile wird der Event jeweils von rund 1000 Musikbegeisterten besucht (die «Wipkinger Zeitung» berichtete).

    Fünf Acts stehen auf dem Programm: Der Abend beginnt mit Megafairy, einer achtköpfigen Coverband. Danach folgt No Sex for Sandy, die in gemütlichen, melodischen Klangwolken Geschichten vom Alltag und der Liebe erzählen. Weiter geht es mit dem schweiz-kubanischen Bandleader Leandro Irarragorri und seiner Band Lele Gorri, die kubanische und US-amerikanische Musiktraditionen zu pulsierenden Rhythmen verbinden. Anarkia Tropikal aus Santiago de Chile sorgt mit einer Mischung aus afroamerikanischen Klängen und Cumbia für eine energiegeladene Performance. Zum Abschluss legt DJ Chichadelica aus Zürich auf und verzaubert mit groovigen Cumbia-Stilen.

    Dazu gehören auch vegane Leckereien vom Mooga Foodtruck und eine Bar mit fairen Preisen. Für süße Momente zwischendurch gibt es einen Kaffee- und Kuchenstand sowie eine Zuckerwattemaschine, die Kindheitserinnerungen weckt.

    Quelle: Website und Medienmitteilung Bounce Bounce

    Bounce Bounce 2024

    Samstag, 22. Juni, von 16 bis 24 Uhr
    Im Schindlergutpark Zürich
    Freier Eintritt

  • Frisches Essen aus dem Garten

    Frisches Essen aus dem Garten

    Von Laura Hohler

    Mitte Mai organisierte der ETH-Verein «SeedCity» an einem Sonntagnachmittag ein gemeinschaftliches Mahl. Ziel war es, mit Gemüse aus dem eigenen Garten auf dem Hönggerberg ein köstliches Menü herzustellen. Die Erfahrung ist da: Seit 14 Jahren gibt es auf dem ETH-Campus den Gemeinschaftsgarten, der von «SeedCity» betrieben wird. Auf dem Areal wachsen diverse Gemüsesorten, Pilze, Beeren und weitere Pflanzen. Bereits zuvor hatte man die Fläche als Garten genutzt.

    Zum gemeinsamen Essen brachten die Mitglieder allerdings einige Zutaten von zu Hause mit. «Die Ernte im Mai ist noch bescheiden», sagt Vereinsmitglied Robi Martos. Zurzeit könne aber schon Folgendes geerntet werden: Winterkefen, Spargeln, Schnittlauch, Zwiebeln, Brennnesseln, Rucola, Giersch, Rhabarber, Kohlarten, Asiasalat oder Gartenmelde.

    Förderung der Biodiversität

    Doch es ist nicht nur das Säen und Ernten, das dem Verein wichtig ist. Themen wie Nachhaltigkeit und Förderung der Biodiversität sind zentrale Anliegen. Auch für allerlei Insekten und andere Kleintiere ist die biodiverse Grünanlage ein wahrer Segen.

    So leben im Teich beispielsweise Molche, Frösche und Libellen neben verschiedenen dort wachsenden Wildpflanzen, Weiden und Stachelbeerbüschen. Auch ein Hummelhaus, ein Vogelhäuschen sowie ein Wildbienenhäuschen sind Teil des lebendigen Gemeinschaftsgartens.

    Bereits im Jahr 2011 wurde in einem Permakultur-Workshop mit Markus Pölz von den Mitgliedern und von externen Gästen ein Trockensteinbiotop errichtet, wie der Website von «SeedCity» zu entnehmen ist.

    Alle können mitmachen

    «Unser Verein hat aktuell 50 Mitglieder. Mitmachen geht zu Beginn aber auch ohne Mitgliedschaft», weiss Robi Martos, der auch ETH-Mitarbeiter ist. «Alle können so oft in den Garten kommen, wie sie möchten. Wir treffen uns spontan oder organisieren uns über unseren Chat. ETH-Mitglied müsse man auch nicht sein, um Teil des Vereins zu werden. Manche Mitglieder hätten einen Bezug zur ETH und andere würden in der Nähe wohnen, sagt Martos weiter.

    Er selbst habe durch einen Zeitungsbericht vom Verein erfahren. Dies sei für ihn eine Motivation gewesen, selbst aktiv zu werden und mitzumachen. «Wir gärtnern im Einklang mit der Natur, indem wir Kreisläufe wie Regenwasser und Kompost nutzen. Die Vielfalt an Pflanzen und unsere Biotope erfreuen Insekten wie die blaue Holzbiene oder verschiedene Libellenarten», so Martos.

    Und manchmal trifft man sich, wie eingangs erwähnt, um gemeinsam die Ernte in ein köstliches Mahl zu verwandeln. Neben einer Obstpresse gibt es zusätzlich einen Pizzaofen aus Lehm, der regelmässig für Events genutzt wird. Aber nicht an diesem Tag: Auf der Menükarte stand Gemüseeintopf mit Brot.

    Eingesandt von Laura Hohler

  • Seeüberquerung soll am 3. Juli stattfinden

    Seeüberquerung soll am 3. Juli stattfinden

    Die 1500 Meter lange Schwimmstrecke vom Strandbad Mythenquai auf die gegenüberliegende Seite des Zürichsees ins Strandbad Tiefenbrunnen, lockt jährlich tausende Teilnehmende an. Die Stadtzürcher Seeüberquerung findet auch mit tatkräftiger Hilfe aus Höngg statt.

    Rund die Hälfte des Rettungspersonals waren in den letzten Jahren Mitglieder der hiesigen Sektion der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft, die SLRG Höngg, wie Martin Kömeter, Vizepräsident und Verantwortlicher für die Rettungsdienste, gegenüber der «Höngger Zeitung» vor einem Jahr mitteilte.

    Die 34. Stadtzürcher Seeüberquerung soll dieses Jahr am Mittwoch, 3. Juli, stattfinden, wie der gleichnamige Verein mitteilt. Am Montagvormittag, 1. Juli, informiert das Organisationskomitee, ob die Seeüberquerung definitiv am Mittwoch, 3. Juli, stattfindet oder um eine Woche verschoben werden muss.

    Die Seeüberquerung wird nur bei einer stabilen Wetterlage und bei einer Wassertemperatur von mindestens 21 Grad Celsius durchgeführt. Im Fall einer wetterbedingten Verschiebung sind die Ersatzdaten der 10. Juli und 21. August.

    Verwandter Artikel:
    Dem Strom der violetten Badekappen entgegen

    Stadtzürcher Seeüberquerung

    Mittwoch, 3. Juli   
    Verschiebedaten: 10. Juli, 21. August   
    Start Strandbad Mythenquai
    Ziel Strandbad Tiefenbrunnen
    Länge/Strecke: 1500 Meter
    www.seeueberquerung.ch/ticket  

  • Altersbefragung 2023: Viele gute Noten

    Altersbefragung 2023: Viele gute Noten

    Laut Medienmitteilung der Stadt Zürich will die Altersstrategie 2035 optimale Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen in der Stadt Zürich auch im Alter selbstbestimmt und nach ihren individuellen Bedürfnissen leben können. Eine 2023 erstmals durchgeführte Befragung von rund 4500 Zürcher*innen ab 65 Jahren gibt Anhaltspunkte, wie altersfreundlich Senior*innen die Stadt Zürich wahrnehmen. Rund 2500 zurückgesendete Fragebogen mit Angaben zu verschiedensten Lebensbereichen zeigen ein starkes Interesse der älteren Bevölkerung, sich in die städtische Alterspolitik einzubringen.

    Lebensqualität im Quartier ist wichtig

    Die Mehrheit der Befragten lebt gerne in Zürich und schätzt die Stadt als grundsätzlich altersfreundlich ein. Besonders zufrieden sind die Senior*innen mit der Gesundheitsversorgung, dem öffentlichen Verkehr, den Beratungs-, Betreuungsdiensten und mit dem Freizeitangebot. Auffallend ist die starke Verbundenheit der älteren Menschen mit ihrem Wohnquartier: Die meisten Befragten finden hier alles, was sie im Alltag brauchen. Mehr als die Hälfte (58 %) würde im Falle eines Umzugs nur innerhalb des gleichen Quartiers umziehen wollen, weitere rund 21 % bevorzugen den gleichen Stadtkreis.

    Viele Senior*innen sind integriert und engagiert

    Wie der Medienmitteilung zu entnehmen ist, sind viele Senior*innen sozial gut eingebunden. Sie erhalten in ihrem Umfeld vielfältige Hilfeleistungen und bieten diese auch selbst an, am häufigsten innerhalb der eigenen Familie, aber auch in der Nachbarschaft oder unter Freund*innen.

    Gleichzeitig ist auch die ältere Bevölkerung mit dem Thema Einsamkeit konfrontiert. Die Häufigkeit von Einsamkeit entspricht den Werten der Schweizer Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren (Gesundheitsbefragung 2022). In ihrer Freizeit gehen die älteren Stadtzürcher*innen einer Vielzahl von Aktivitäten nach. Mehr als ein Viertel der Befragten leistet schon heute Freiwilligenarbeit und über 40 Prozent der 65- bis 79-Jährigen können sich vorstellen, zukünftig Freiwilligenarbeit zu leisten.

    Unterschiede bei Information und Digitalisierung

    Obwohl viele Angebote und einige Anbieter*innen im Altersbereich bekannt sind – so auch die 2020 im Rahmen der Altersstrategie etablierte Fachstelle Zürich im Alter – fühlen sich noch nicht alle Befragten gut über die verfügbaren Angebote informiert. Grosse Unterschiede zeigen sich in der grossen Gruppe der über 65-Jährigen auch in der Mediennutzung. Ein beträchtlicher Teil wünscht sich bei der Nutzung neuer, digitaler Technologien mehr Unterstützung.

    Hinweise auf wichtige Handlungsfelder

    «Die erste Altersbefragung bestätigt, dass die Altersstrategie 2035 auf die richtigen Themen fokussiert», freut sich Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements. Die Rückmeldungen zeigen zudem auf, wo die Stadt ihre Bemühungen fortsetzen oder verstärken kann.

    Dazu gehört allen voran der weitere Einsatz für geeigneten Wohnraum für Senior*innen. Essenziell bleiben auch die Unterstützung und Pflege zuhause sowie die Entlastung pflegender Angehöriger. Die Stadt will in den Quartieren aktiv bleiben und die Information der Senior*innen über das Altersangebot weiter stärken.

    Die Altersbefragung ist eine von 44 Massnahmen zur Umsetzung der Altersstrategie 2035. Im Herbst dieses Jahres wird der Stadtrat einen Bericht über den Fortschritt nach vier Jahren Umsetzung der Altersstrategie vorlegen und einen Ausblick auf die nächste Phase geben.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Grüsse aus dem Wallis

    Grüsse aus dem Wallis

    Es war ein besonderer Event im «Astra Kitchen & Bar» in Zürich: Im Fokus stand Maison Bercoula, das neue Weinhaus im Wallis, das mit Höngg verbunden ist. So suchte die «Wein-Ikone» Gérald Clavien unlängst eine Nachfolgelösung für seine Rebberge in Miège und Sierre und fand diese dank den beiden Freunden, dem Höngger Winzer Urs Zweifel und seinem Kollegen Amédée Mathier, Nachfahre einer der ältesten Weinfamilien der Schweiz.

    Diese nutzten die Gunst der Stunde, gründeten eine Firma und benannten sie nach der bekanntesten Weinlage des Guts, «Maison Bercoula». Insgesamt sind es fünf Hektaren, darauf gedeihen die Sorten Petite Arvine, Heida, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Gris, Humagne Blanc, Humagne Rouge, Pinot Noir und Syrah.

    Bereits beim traditionellen Neujahrs-Apéro von Zweifel 1898 machte Walter Zweifel die «Expansion» ins Wallis publik. Die Weine sollen das Walliser Herz und den Zürcher Geist vereinen.

    Eine Reise beginnt

    Insgesamt 16 Weine standen beim Wine-Tasting auf dem Programm: Urs Zweifel und Amédée Mathier nahmen ihre Gäste mit Anekdoten auf eine Reise mit, die beim Weisswein, dem Bercoula Chardonnay & Sauvignon Blanc begann, dessen Frische der ideale Auftakt war. Beim Petite Arvine wurden gleich zwei Jahrgänge serviert (2022 und 2023), auch der Heida Paien 5 durfte nicht fehlen, alle aus der Bercoula-Linie.

    Die Clavien-Linie bot ebenfalls erwähnte Sorten an, dazu den Clavien Humagne Blanc, der als elegant beschrieben wurde. Es handle sich um einen sogenannten «Wöchnerinnen-Wein», wie Amédée Mathier erzählte. Im Wallis werde der Mutter nach der Geburt eine Flasche dieses Weines geschenkt.

    Der einzige Rosé des Abends, der Clavien Dôle Blanche, stand den Weissen in Nichts nach. Bis die Roten kamen: Freude bereiteten sie alle, der Humagne Rouge & Syrah 4, der Clavien Pinot Noir, der Clavien Syrah und der Clavien Humagne Rouge. Doch es war der Mocioto Assemblage Rouge, der tiefrot für Aufsehen sorgte. Der kräftige Körper hat Aromen von Himbeere und Erdbeere. Ein Gast meinte, er wolle das Glas nicht mehr loslassen.

    Walter Zweifel sagte an diesem Abend in seiner Ansprache, dass er und sein Bruder Urs stets die Philosophie verfolgen, die Tradition mit der Moderne zu verbinden. Das Maison Bercoula verkörpert dies perfekt.

    Maison Bercoula

    www.maisonbercoula.ch

    Die Weine der Linien «Bercoula» und «Clavien» sind im Handel erhältlich.

  • Es geht los: Elektrifizierung der Buslinie 69

    Es geht los: Elektrifizierung der Buslinie 69

    Für die Elektrifizierung der Busline 69 werden im Bereich Milchbuck und Emil-Klöti-Strasse respektive Tièchestrasse, im Abschnitt Bucheggplatz bis Gsteigstrasse, eine neue Fahrleitung und die dafür notwendigen kombinierten Masten für die
    Fahrleitung und öffentliche Beleuchtung erstellt. Im Bereich der Gsteigstrasse wird ein neuer Gleichrichter gebaut.

    Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 17. Juni, und dauern voraussichtlich bis Ende April 2025, wie der Baustellen-Information des Tiefbauamtes der Stadt Zürich zu entnehmen ist. Die Zufahrten zu den Liegenschaften sind gewährleistet.

    Damit der Verkehr nicht zu stark beeinträchtigt wird, muss ein Teil der Arbeiten in der Nacht ausgeführt werden. Die Daten für die Nachtarbeiten werden, sobald bekannt, online publiziert: www.stadt-zuerich.ch/buslinie69

  • Ruf doch mal an

    Ruf doch mal an

    Es sei der erste Schritt aus der Einsamkeit im Alter, schreibt der Verein Silbernetz Schweiz auf seiner Website. Gemeint ist das Angebot «malreden», das ein «Gespräch für zwischendurch» anbietet; eine telefonische Hotline, die den Wunsch zum Reden erfüllen kann. Wie der Verein weiter schreibt, habe dabei alles Platz: ob Plaudern, Erzählen oder intensives Diskutieren. Die Hotline ist täglich von 9 bis 20 Uhr anonym, vertraulich und kostenlos erreichbar. Die Gesprächspartner*innen arbeiten ehrenamtlich und werden von Fachpersonen geschult und begleitet.

    Langfristige Gesprächspartnerschaft

    Das Angebot hat offenbar Erfolg: Laut dem Verein Silbernetz Schweiz wurden im vergangenen Jahr 6930 Gespräche geführt, was einer Zunahme von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zunahme zeige, so der Verein, dass die Hotline einen wichtigen Beitrag zur Förderung des sozialen Austausches leistet und einem Bedürfnis entspricht.

    Neben der gestiegenen Anrufzahl wurden im selben Zeitraum 21 neue Telefontandems gebildet, was die Erwartungen weit übertroffen hat. Das «Malreden-Tandem» bietet den Seniorinnen einen regelmässigen Austausch an: Einmal pro Woche werden Sie von ihren Telefonfreundinnen, die ähnliche Interessen und Hobbys haben,n angerufen. Das Angebot setzt auf Regelmässigkeit, Verbindlichkeit und Vertrautheit. So entstehe eine langfristige Beziehung, die wiederum für Halt und Struktur sorge.

    Für die emeritierte Psychologieprofessorin und Präsidentin des Vereins, Pasqualina Perrig-Chiello, ist es laut der Medienmitteilung daher klar: «Einsamkeit ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabu- und Schamthema. Erfreulicherweise wird dem Problem zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt und es entstehen neue niederschwellige Angebote. Zu diesen gehört seit 2021 auch das pionierhafte Projekt ‹malreden›. Für mich ist es ein grosses Anliegen und eine Freude, hier mitzuwirken und meine langjährige Forschungs- und Berufserfahrung einzubringen.»

    Freiwillige sind das Herzstück

    Der Verein hält fest, dass «malreden» kein Beratungs- und Krisentelefon ist. Gleichwohl erfordert die Gesprächsführung an der Hotline von den Freiwilligen ein feines Gespür für die Situation. Spezifische Kommunikationstechniken unterstützen sie dabei, die Bedürfnisse der Anrufenden wahrzunehmen, empathisch und authentisch zu bleiben, gut zuzuhören und auch in herausfordernden Gesprächen wertschätzend zu reagieren.

    Teil der Ausbildung der Freiwilligen ist die Vermittlung verschiedener Gesprächstechniken, dies mit dem Ziel, eine stimmige Balance zwischen Mitgefühl, Leidanerkennung und Abgrenzung zu halten. Gerade bei heraus-fordernden Anrufen gilt es, die eigenen Grenzen zu spüren und diese auch bewusst zu ziehen.

    Quelle: Medienmitteilung Verein Silbernetz Schweiz

    malreden

    Geschulte Freiwillige sind täglich von 9 bis 20 Uhr unter der Gratisnummer 0800 890 890 erreichbar. Alle Anrufe sind anonym und vertraulich. Das Angebot besteht aus einer Hotline und der Möglichkeit einer exklusiven Gesprächspartnerschaft im Tandem. Bei Bedarf werden Adressen zu weiterführenden (Unterstützungs-)Angeboten von passenden Fachstellen oder Organisationen vermittelt. Für weitere Informationen: https://malreden.ch

  • Solarpreis für Höngger Mehrfamilienhaus

    Solarpreis für Höngger Mehrfamilienhaus

    Das Wohnhaus an der Imbisbühlstrasse 12 hebt sich deutlich von den Häusern in der Nachbarschaft ab: Während rundherum die Gebäude klassisch verputzt sind und relativ einheitliche Fassaden in pastellartigen Farben wie Gelb und Rosa aufweisen, präsentiert sich die Imbisbühlstrasse 12 in einem dunklen Grau, glatt und glänzend.

    Städtisch wirkt es und modern. Modern ist diese Fassade tatsächlich – sie besticht nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch, weil sie Energie liefert: Sie besteht komplett aus Photovoltaik-Modulen.

    Diese Module wurden vor zwei Jahren in die Fassade integriert: Damals liess der Hausbesitzer, Walter G., das Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen und einem Coiffeur-Betrieb in bewohntem Zustand energetisch sanieren. «Bei der Sanierung wurde die Wärmeisolierung des Hauses, die zuvor nur wenige Zentimeter dick war, durch eine Dämmung von rund 20 Zentimetern ersetzt. Auch die Fenster haben wir ausgetauscht», erklärt Walter G. der «Höngger Zeitung».

    Anschliessend wurde die bestehende Eternit- durch eine Solarfassade ersetzt. Auch auf dem Flachdach des Gebäudes wurde eine PV-Anlage installiert.

    Rund 2 000 000 Franken hat die Sanierung gekostet, doch aus energietechnischer Sicht hat sie sich auf jeden Fall gelohnt. Mit der Renovierung hat nämlich der Energiebedarf des Wohnhauses deutlich abgenommen: von fast 120 000 Kilowattstunden pro Jahr auf nunmehr nur noch rund 45 000, der Verbrauch ist also um fast zwei Drittel gesunken.

    Zu 57 Prozent selbstversorgend

    Der verbleibende Bedarf kann jetzt zu einem grossen Teil selbst produziert werden. Denn allein die Fassade liefert rund 14 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, die Anlage auf dem Dach produziert zusätzlich rund 12 600 Kilowattstunden jährlich.  Damit ist das Gebäude in der Lage, rund 57 Prozent des Stromverbrauchs selbst zu decken.

    Was nicht für den Eigenbedarf in den Wohnungen verwendet wird, geht einerseits in den Betrieb der Erdsonden, die für die Beheizung der Räumlichkeiten zuständig sind. Die übrige Energie wird in das Stromnetz der EWZ eingespeist. Zudem wurden in der Garage Ladestationen für Elektroautos installiert, eine davon wird bereits genutzt.

    Neben den Photovoltaik-Elementen wurden auch thermische Module auf dem Hausdach installiert, die für Warmwasser sorgen. Sie dienen der Regeneration der Erdsonden und speisen warmes Wasser in die Leitungen des Hauses ein.

    Auszeichnung für die besondere Fassade

    Für diese umfangreichen Massnahmen wurde das Haus im Februar mit dem Diplom des Schweizer Solar­preises 2023 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird von der Solaragentur alljährlich an «wegweisende Neubauten und Bausanierungen» vergeben, die «architektonisch und energetisch optimal konzipiert sind».

    Ein ganz besonderes Haus also – und das nicht nur optisch und energetisch, sondern auch architektonisch. Denn, so erklärt der Bauherr nicht ohne Stolz: «Häuser, deren ganze Fassade aus PV-Modulen besteht, finden sich in Zürich erst sehr wenige.»