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  • Ein Fest zum Hören

    Ein Fest zum Hören

    Die Vorfreude auf das 45. Wümmetfäscht wächst und das Warten wird verkürzt: Die neue zweiteilige Folge des «Höngger Podcast» ist da und sie widmet sich ganz dem hiesigen Quartierfest. Darin kommen einige Persönlichkeiten aus dem Quartier zu Wort. Hier gehts zum Trailer und weiter unten sind die Podcast Folgen zu hören.

    Rolf Pulfer und Nicole Kraft vom Co-Präsidium des OK Wümmetfäscht blicken im ersten Teil hinter die Kulissen des Höngger Quartierfestes und die Zürcher Stadtwinzerin Karin Schär erzählt vom Weinbau in Höngg.

    Im zweiten Teil ist das «Dream-Team» des Höngger-Abends, Ueli Stahel und Luise Beerli, zu Gast. In diesem Jahr sind beide das letzte Mal beim Wümmetfäscht im Einsatz. Weiter geben die OK-Mitglieder Urs Kropf (Ressort Festplatz) und Michael Hueber (Ressort Festwirtschaft) Einblicke in ihr Engagement.

    Der offizielle Wümmetfäscht-Podcast gibt auch Überraschendes zum diesjährigen Fest preis. So erzählt Nicole Kraft: «Einige Neuerungen sind zu erwarten, doch die bewährten Traditionen behalten wir bei.»

    Hier reinhören! Oder auf folgenden Platformen:
    Spotify / Youtube / Amazon / Apple Podcasts

    Hier sind alle Folgen vom «Höngger Podcast» zu hören:
    www.hoengger.ch/hoengger-podcast

    Produziert von Jina Vracko für die Quartierzeitung Höngg.

  • In die Pedale treten

    In die Pedale treten

    «Auf die Pedale, fertig, los!», hiess es an diesem spätsommerlichen Tag für eine Truppe bestehend aus zahlreichen Kantonsratsmitgliedern, Regierungsrat Mario Fehr und weiteren Gästen aus der Politik. Gegen 16 Uhr versammelten sich alle Teilnehmenden beim Clubhaus des SV Höngg und schlüpften auch gleich in die einheitlichen, blauen Oberteile.

    Reifen wurden auf den Druck getestet, Helme montiert, vereinzelt auch Bikes gemietet. Es herrschte eine lustig-sportliche Atmosphäre und alle Anwesenden waren gespannt auf die erste «ZH Mountainbike-Tour», ins Leben gerufen vom Zürcher Kantonalverband für Sport, kurz ZKS.

    Aber ums Gewinnen ging es nicht, wie Nicola Ryser, Kommunikationsverantwortlicher des ZKS, mitteilte: «Sport ist wichtig, Sport ist gut, Sport verbindet. Mit diesem Event wollen wir den Austausch der Politikerinnen über die Parteiengrenzen hinweg fördern, die Kantonsratsmitglieder sollen Spass dran haben. Wir sind positiv überrascht, dass so viele mitmachen.»

    Die Route sei so gewählt worden, dass sie auf alle Schwierigkeitsklassen abgestimmt ist. «Wir starten hier über den Dächern Zürichs und fahren dann in Richtung Norden», sagte Ryser. Hinter diesem Event steht nicht nur der ZKS, sondern auch die Parlamentarische Gruppe Sport (PGS).

    Dass der ZKS und die PGS den Zürcher Kantonsrat sportlich ins Schwitzen bringen, ist aber nicht neu. Was dieser Mountainbike-Tour nämlich nahe kommt, ist der Kantonsratslauf, der seit dem Jahr 2022 jeweils im Frühling stattfindet.

    «Wie ein Heimspiel»

    Die Teilnehmenden durften für die Tour zwischen drei Niveau-Klassen auswählen, jede Gruppe wurde von je drei Guides angeleitet. Ganz vorne mit dabei war Kantonsrat Christoph Marty (SVP). «Für mich ist diese Velo-Tour wie ein Heimspiel, da sie bei unserem Hausberg beginnt. Ich freue mich auf einen gemütlichen Anlass und natürlich auf das Velofahren», sagte er.

    Mit dabei und repräsentativ für den Kreis 10 war auch Kantonsrätin Renata Grünenfelder (SP). «In erster Linie zählt für mich der überparteiliche Austausch. Solche Sportanlässe sind immer sehr spannend», sagte sie. Grünenfelder ist regelmässig mit dem Rennvelo unterwegs und hat sich für diesen Event in der mittleren Klasse eingeschrieben.

    Das Motto: Zusammen eine gute Zeit haben

    Bevor es um 16.30 Uhr vom Sportplatz Hönggerberg aus wirklich losging, folgten zuerst noch ein paar Ansprachen. «Ich finde es genial, dass zu diesem ersten Mal so viele erschienen sind und hoffe, dass wir den Abend sturzfrei durchstehen», sagte Kantonsratspräsident Jürg Sulser.

    Danach ergriff Guide Flurin Dörig vom Verein Züri Trails das Wort. «An diejenigen, die heute für ein Rennfahren erschienen sind: Leider muss ich euch enttäuschen, denn das ist nicht das Ziel», sagte der Guide lachend, «wir wollen nämlich eine gute Zeit miteinander haben.»

    Da jede Gruppe über drei Leiter verfüge, könne so besser auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden, fügte Flurin an. Die Guides stammten nicht nur von Züri Trails, sondern auch von den beiden Vereinen Trail Friends und Lägern Biketrails.

    Die Politikerinnen traten mit viel Elan in die Pedale und meisterten die gut acht Kilometer lange Strecke durch die Wälder oberhalb des Limmattals und Furttals. Nach etwa 90 Minuten erreichten alle unfallfrei die Waldschenke auf dem Altberg. Alle Teilnehmenden zeigten sich verschwitzt, aber überaus begeistert von dieser Premiere.

  • Höngg hat Radiogeschichte geschrieben

    Höngg hat Radiogeschichte geschrieben

    Die einstige Gemeinde Höngg spielte eine bedeutende Rolle in der Entstehungsgeschichte des Schweizer Rundfunks. Die Radiogenossenschaft Zürich, heute Teil der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), erbaute im Jahr 1924 die erste öffentliche Sendeanlage auf dem Hönggerberg.

    Sinnigerweise ist diese Radiogeschichte nicht auf Papier niedergeschrieben, sondern zu hören: Der neue Podcast der «Höngger Zeitung» widmet sich dem 100-Jahr-Jubiläum. Jina Vracko, Mitarbeiterin der «Höngger Zeitung», ist die Urheberin und Produzentin der neuen Folge und sie hat viel über die Anfänge auf dem Hönggerberg zu berichten. Und einiges mehr.

    Ein Pionier aus Höngg

    Auch nachdem der Höngger Sender vom Landessender Beromünster abgelöst wurde, blieb Höngg für die Radiogeschichte relevant: Die Radiolegende Arthur Welti wählte das Quartier, um sich hier mit seiner Frau niederzulassen und eine Familie zu gründen. Seine Kinder Christiane und Philippe Welti erzählen im Gespräch mit Jina Vracko von der Pionierrolle ihres Vaters, und wie es war, in Höngg als Kinder dieser prominenten Persönlichkeit aufzuwachsen.

    Höngg zum Hören

    Die neue Podcast-Folge der «Höngger Zeitung» spannt einen erzählerischen Bogen über ein bewegtes Jahrhundert und gibt einen Überblick über die Schweizer Radiogeschichte, von den Anfangszeiten in Höngg über die Entwicklung zum Massenmedium durch die Pionierleistung des «Radio-Welti» bis hin zur digitalen Gegenwart.

    Die neue Folge ist gleich hier oder auf folgenden Plattformen zu hören:
    Spotify / Youtube / Amazon / Apple Podcasts

    Hier sind alle Folgen vom «Höngger Podcast» zu hören: www.hoengger.ch/hoengger-podcast/

    Zum Lesen: Radio Höngg

    Von Johannes M. Gutekunst

    «Vom ersten regulären Schweizer Radiosender und dem Ende eines dramatischen Kapitels in der Technik-Geschichte», Mitteilung Nr. 51 der Ortsgeschichtlichen Kommission des Verschönerungsvereins Höngg, 2013.

  • Riedhofstrasse wird zur Sackgasse

    Riedhofstrasse wird zur Sackgasse

    Laut der Baustelleninformation des Tiefbauamtes der Stadt Zürich werden ab Montag, 26. August, die beiden Haltekanten Riedhofstrasse bei der Frankentalerstrasse hindernisfrei ausgebaut. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2024. Die Haltestelle wird von Bussen der Linien 89 und 485 bedient.

    Die Haltekante Riedhofstrasse stadteinwärts wird während der Bauzeit in einer ersten Etappe provisorisch verschoben, in einer zweiten Etappe dann die Haltekante stadtauswärts. Die Durchfahrt bleibt gewährleistet, so das Tiefbauamt, es muss jedoch mit kurzfristigen Einschränkungen gerechnet werden.

    Der Baustelleninformation ist weiter zu entnehmen, dass die Riedhofstrasse während der Arbeiten gesperrt und nur stadtseitig als Sackgasse befahrbar sein wird, da sich beim Eingang Riedhofstrasse der sogenannte Installationsbereich befindet.

  • Vielseitiges Sportangebot in der Messehalle 9

    Vielseitiges Sportangebot in der Messehalle 9

    Während der Coronapandemie hatten Kantons- und Gemeinderat die Messehalle 9 als Ausweichstandort für das Rathaus genutzt. Seit rund eineinhalb Monaten dient das Erdgeschoss der Messehalle 9 von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 22 Uhr als Sporthalle für Schulen und Vereine, wie die Stadt Zürich mitteilt.

    Ausserdem wird die Halle neu auch jeweils am Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr für alle Sportbegeisterte ab 12 Jahren geöffnet. Kinder zwischen 8 und 11 Jahren dürfen in Begleitung einer erwachsenen Person die Halle nutzen. Der Eintritt sowie die Nutzung der Angebote sind kostenlos.

    Gegen eine Gebühr können die Spielfelder maximal 14 Tage im Voraus reserviert werden. Der Zutritt zu den Sportflächen ist nur mit Sportkleidern und Hallenschuhen erlaubt.

    Vier Spielfelder für unzählige Sportarten

    Zur Verfügung stehen einerseits drei Spielfelder mit Banden und Toren auf harter Unterlage (12 x 18 m). Diese können etwa für Ballsportarten wie Fussball oder Unihockey genutzt werden. Geeignet sind diese Flächen auch für Rollsportarten wie Inlineskaten oder Skateboarding.

    Andererseits steht ein Parkett-Sportfeld mit Basketballkörben bereit, das beispielsweise auch als Gerätefläche für Gymnastik benutzt werden kann (12 x 18 m). Darüber hinaus verfügt die Halle über eine grosszügige Boulderwand, Parkour-Hindernisse und eine 50-Meter-Laufbahn.

    Auf Anfrage sind vor Ort Hallenfussbälle, Basketballbälle, Hürden und Equipment für Unihockey beziehbar. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Röschi-Comeback mit neuem Kino-Team

    Röschi-Comeback mit neuem Kino-Team

    Ein Artikel von Roman Wasik

    Zu sehen gab es in den vergangenen vier Jahren allerlei auf dem Röschibachplatz. Nur ein Grossbildschirm mit Filmen fehlte. Das zur Tradition gewordene Open-Air-Kino musste zwangspausieren. Erst wegen des Coronavirus, dann wegen der Baustelle. Nun soll es wieder stattfinden, wie gewohnt am ersten Wochenende nach den Schulferien im August. Und zwar mit bewährtem Konzept, aber mit neuem Team.

    Dazu gehört auch Eva Günther. Die Wipkingerin hat in der letzten Ausgabe dieser Zeitung gelesen, dass der Verein «Röschi-Kino Wipkingen» dringend Freiwillige sucht. Erfreulicherweise meldeten sich mit ihr gleich noch fünf weitere Interessierte. Praktisch alle aus dem Quartier. «Wir wollen der lokalen Bevölkerung weiterhin gute Filme für Jung bis Alt präsentieren», sagt die Neuinitiantin und freut sich besonders «auf die tolle Kino-Atmosphäre auf dem Röschibachplatz».

    Zurück zur Wipkinger Kino-Kultur

    Begonnen hat das Röschi-Kino im Jahr 1998 mit einer Initiative des Quartiervereins Wipkingen. Dieser lancierte einen Wettbewerb, um den Röschibachplatz mit kreativen Ideen zu beleben. Den Zuspruch bekam die Idee für ein Open-Air-Kino. Ein Kino fehlte nämlich nach der Schliessung des Kinos Nordstern an der Rö-schibachstrasse 71. Es war seinerzeit nur unweit des Röschibachplatzes untergebracht. Dort, wo heute im Floating-Bad entspannt wird und nicht, wie früher, im Kinosessel.

    Ein Grüppchen von Wipkinger Cinephilen war es also, das die Kino-Kultur im Quartier wieder belebte. Jahr für Jahr, bei jeder Witterung, ehrenamtlich und gratis für die Bevölkerung. An der verregneten Premiere 1998 schauten rund 50 Leute vorbei. Später zählten die Veranstalter*innen an den besten Abenden über 300 Anwesende. Und genau das strebt der Verein wieder an.

    Gezeigt werden weiterhin Filme abseits des Mainstreams. Diese richten sich mitunter an Familien, sollen packend sein und auch mal polarisierend. Die Vorführungen sind in Originalsprache mit Untertiteln. Die Filme für das Kino-Comeback auf dem Röschi sind mittlerweile ausgewählt und auch kulinarisch steht das Programm fest. An beiden Tagen gibt es ab 19 Uhr Essen und Getränke, angeboten durch das Team vom «Belmondo».

    Das Programm

    Freitag, 23. August
    20.30 Uhr: Vorfilm/Maturarbeit
    «Im Park – Biz bewiise muesch dich» von Rubie Sturm 
    21 Uhr: der argentinische Spielfilm «El robo del Siglo» (Sp./Dt.).

    Samstag, 24. August
    21 Uhr: die britische Filmkomödie «Angels’ Share» (En./Dt.).
    Das Kino findet bei jeder Witterung statt.

  • Bauarbeiten: Die Linie 38 wird umgeleitet

    Bauarbeiten: Die Linie 38 wird umgeleitet

    Wie das Tiefbauamt der Stadt Zürich mitteilt, muss die Kanalisation in der Michelstrasse im Abschnitt Regensdorfer- bis Segantinistrasse erneuert werden. Zudem erfolge der Fernwärmeausbau im Quartier. Nach Abschluss der Kanal- und Werkleitungsarbeiten werden weiter die Strassenoberfläche erneuert und neue Bäume gepflanzt. Die Bauarbeiten in der Michelstrasse beginnen am Montag, 19. August, und dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober 2025 (siehe Artikel Tiefbauarbeiten an der Michelstrasse)

    Da laut dem Tiefbauamt nicht gebaut werden kann, wenn Busse durch die Baustelle fahren, wird die Linie 38 während der gesamten Bauzeit umgeleitet. Die Umleitung erfolgt mit einem Bogen über die Segantinistrasse. Wie dem Plan der Baustelleninformation zu entnehmen ist, wird während der Bauarbeiten die Haltestelle Friedhof Hönggerberg als Endhaltestelle fungieren. Die Haltestelle Schützenhaus wird nicht mehr bedient.

    Die Zugänge sowie die Zufahrten zu den Liegenschaften im Bereich der Baustelle sind gewährleistet, wie das Tiefbauamt schreibt. Es ist jedoch mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Eine entsprechende Signalisation werde vor Ort angebracht. Bei einem Umzug oder grösseren Warenlieferungen werden die Anwohnenden gebeten, sich rechtzeitig mit der Bauleitung in Verbindung zu setzen.

    Zur Baustelleninformation der Stadt Zürich

  • Leben in der digitalen Welt

    Leben in der digitalen Welt

    J. W., der Name ist der Redaktion bekannt, hält wenig von den digitalen Errungenschaften der letzten Jahre. Mit 75 Jahren befällt ihn im Hinblick auf Internet und Co. nicht selten Fassungs-, aber auch Hilflosigkeit. Zwar besitzt J. W. ein Smartphone, nutzt dieses aber nur für Telefonate. Dabei ist ihm der digitale Wandel nicht fremd. «Mit Computern kam ich bereits Ende der 1980er-Jahre beruflich in Kontakt», sagt er. Dem damals neuen Arbeitsinstrument schenkte er die nötige Beachtung, mehr nicht.

    Als rund zehn Jahre später die Handy-Telefonie aufkam, zu einer Zeit, in der Computer auch die Privathaushalte eroberten, besorgte sich auch J. W. den sogenannten Quasselknochen. «Keineswegs wollte ich immer erreichbar sein, aber das Handy schien mir nützlich», sagt er.

    Seither wurde die Welt noch digitaler und der Fortschritt ist rasant. Mit den sozialen Medien wie Facebook oder Instagram verlagerte sich ein erheblicher Teil der Kommunikation ins Internet. Das käme für J. W. nicht infrage. Er schreibt auch keine E-Mails, sondern bevorzugt Briefe und Postkarten.

    Das Internet selbst bereitet ihm Sorge. «Mit den neuen Möglichkeiten stieg auch die Informationsflut», so J. W. Es irritiert ihn zutiefst, wenn die Menschen nur noch in dieses kleine Ding schauen. «Vor einiger Zeit lief ich am Hauptbahnhof dem damaligen Bundesrat Alain Berset über den Weg, aber kaum ein anderer hat ihn bemerkt, alle schauten in ihr Telefon.» J. W. will seinen Prinzipien treu bleiben und er ist bei Weitem nicht der Einzige, der so denkt. Die Frage lautet, wie lange kann man sich der digitalen Welt entziehen?

    Ein Kanal zur Aussenwelt

    Anders als J. W. gibt es viele ältere Menschen, die den digitalen Wandel mitmachen wollen. Laut einer Studie von Pro Senectute aus dem Jahr 2020 seien 74 Prozent der Generation 65plus bereits online unterwegs. Ein «digitaler Graben» öffne sich dann bei Menschen über 80 Jahre. Die Seniorinnen wollen im Familien-Chat mitreden und auch Fotos versenden. Sie haben genug von Radiosendern und wählen einen Musik-Streamingdienst. Auch Bankgeschäfte gilt es heutzutage digital abzuwickeln.

    Aber einige stossen dabei auf Widerstand. Deswegen gibt es mittlerweile viele Angebote, die Hilfe und Unterstützung versprechen. Ein in Höngg bereits etabliertes Angebot sind die Supportnachmittage und Vorträge des Vereins Computeria Zürich, bei denen ältere Menschen im Umgang mit Computer, Tablet und Handy Unterstützung finden. Die Nachmittage finden regelmässig im reformierten Kirchgemeindehaus statt.

    Die Genossenschaft Zeitgut Zürich Höngg-Wipkingen setzt mittlerweile jeden Samstag auf die digitale Unterstützung: Kostenlos und ohne Anmeldung können sich dort Leute mit ihren Fragen hinwenden (siehe Box). «Es ist von grosser Bedeutung, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, Unterstützung im Umgang mit digitalen Geräten zu erhalten», sagt Regina Hinding, Geschäftsführerin von Zeitgut. Für viele würden diese Geräte einen Kanal zur Kommunikation mit der Aussenwelt darstellen. «In einer Zeit, in der Einsamkeit ein immer grösseres Thema wird, ist es umso notwendiger, dass alle die Fähigkeit haben, die digitalen Technologien zu nutzen», so Hinding.

    Ein Fachmann weiss Rat

    Einer, der sich dieser Situation stellt, ist Zaheer Uddin Qureshi, ein Fachmann in der Cyber-Security, der als Freiwilliger seit einem Jahr zum Zeitgut-Team gehört. «Das Angebot wird immer bekannter, aktuell kommen pro Samstag vier bis sechs Personen. Manchmal müssen wir auf den nächsten Samstag verweisen», sagt er.

    Qureshi erlebt die Klientel als direkt. «Die Menschen kommen mit einer klaren Frage auf uns zu.» Meistens gehe es um das Smartphone, seltener um den Computer, wobei aber auch der Laptop vorbeigebracht werde. Er hört Fragen wie: Warum ist das System plötzlich langsam? Warum funktioniert das Login nicht mehr? Und was passiert bei einem Update? Dazu gesellen sich Fragen über das Versenden von Fotos, den Speicherplatz, die Verwendung einer App usw. Es sind Anliegen, die nicht nur ältere Menschen haben.

    Alle zwei, drei Wochen gebe es aber auch eine komplexere Frage, wie der Cyber-Fachmann erzählt: «Eine Dame besass eines der ersten iPhones und sie wollte ihre Dokumente und Fotos auf ein neues Gerät übertragen. Niemand konnte ihr dabei helfen.» Qureshi musste zunächst recherchieren, aber es hat geklappt. «Viele, die unsere Unterstützung besuchen, gehen davon aus, dass wir ihre Frage innert Sekunden lösen, das ist aber nicht immer der Fall», sagt Qureshi. Es lohne sich daher, etwas Zeit einzuplanen. Die Dankbarkeit, die er beim Lösen eines digitalen Problems erlebt, sei enorm.

    Hilfsmittel im Alter

    Digitale Hilfsmittel spielen zunehmend eine wichtige Rolle für das Leben im Alter. Sie erfordern aber auch das Aufbauen einer digitalen Kompetenz, wie die Stadt Zürich auf ihrer Website der Fachstelle Zürich im Alter schreibt. Es sind Hilfsmittel, die für die Selbstständigkeit von Vorteil ein können.

    Etwa Gesundheits-Apps: Programme, die beispielsweise medizinische Daten sammeln und verwalten. Apps, die das Trinken in Erinnerung rufen oder generell als Gedächtnisstütze fungieren. Viele Krankenkassen wissen über diese Apps Bescheid und bieten oftmals eine eigene Coach-App an, welche die Aktivitäten aufzeichnet, aber auch mit wertvollen Tipps aufwartet.

    Weiter gibt es laut der Stadt Zürich auch Programme, welche die Absprache und Organisation von mehreren Angehörigen und Betreuungspersonen vereinfachen (erwähnt wird die App «we+care»). Auch Armbänder mit Notfallknopf sind gefragt: Das Seniorenportal Schweiz spricht von «digitalen Schutzengeln», Anbieter gibt es mehrere. Bei einem Sturz oder in einer gefährlichen Situation können die Trägerinnen den Notfallknopf betätigen und die gespeicherten Adressen (Familie, Notrufzentrale usw.) werden umgehend informiert.

    Manchmal sind es vermeintlich einfache Dinge, die ins Gewicht fallen. Bedeutend sind sie trotzdem: Einer der Hauptgründe, warum der eingangs erwähnte J. W. heutzutage Mühe mit den Smartphones hat, ist die fehlende Tastatur. Das «Wischen» auf einem Display bleibt ihm suspekt, das Eingeben von Texten bereitet ihm auf diese Weise Mühe.

    Er, wie auch andere Menschen, bevorzugen noch immer Tasten und eine einfache Bedienung. Das blieb der Industrie nicht verborgen: Sogenannte Senioren-Handys sind im Handel erhältlich und neue Anwendungen funktionieren dort auch.

    Wer nicht auf das Smartphone verzichten möchte, für den gibt es – man ahnt es – Apps: Die Stadt erwähnt als Beispiel «easier phone». Dank diesem Programm wird die Handhabung erleichtert.

    Achtsamkeit ist wichtig

    Der digitale Wandel öffnete auch Tür und Tor für eine neue Art der Kriminalität. Zeitgut-Mitarbeiter Qureshi, der hauptberuflich als Cyber-Security-Spezialist tätig ist, kennt die Abgründe im professionellen Bereich, hält aber Tipps für den privaten Gebrauch bereit. Damit meint er das sogenannte Phishing: «Achten Sie bei E-Mails immer auf den Absender. Fragen Sie sich, ob Sie diese Person oder diese Firma kennen», sagt er.

    Kriminelle imitieren Banken, Krankenkassen und weitere Institutionen und fordern zum Eingeben sensibler Daten auf. «Aktivieren Sie daher keinen Link, öffnen Sie kein angehängtes Dokument und geben Sie niemals Kontoinformationen oder Passwörter preis», so Qureshi. Habe man ein ungutes Gefühl, sei die telefonische Nachfrage eine gute Lösung, um ganz sicher zu gehen.

    Angebote in der Stadt Zürich – eine Auswahl

    Computeria Zürich
    Vorträge und Supportnachmittage
    im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg
    Ackersteinstrasse 186 und 190
    www.computeria-zuerich.ch

    Digitale Unterstützung
    Genossenschaft Zeitgut
    Jeden ersten und dritten Samstag im Monat, von 10 bis 11 Uhr, im «Höngger», Meierhofplatz 2 (kostenlos, ohne Anmeldung).
    Jeden zweiten und vierten Samstag, von 10 bis 11 Uhr, in der Pfarrei Guthirt, Guthirtstrasse 3–7 (kostenlos, ohne Anmeldung).
    www.zeitgut-zuerich.ch

    Pro Senectute Zürich
    Digitaler Coach und
    Schutz vor Finanzmissbrauch:
    www.pszh.ch

    Stadt Zürich:
    Fachstelle Zürich im Alter
    Informationen zu digitalen Hilfsmitteln: www.stadt-zuerich.ch /zuerich-im-alter

    Gesundheitszentren für das Alter: Computercorner
    Regelmässige Unterstützung in den Zentren Bürgerasyl-Pfrundhaus, Dorflinde, Eichrain, Langgrüt, Laubegg, Limmat und Wildbach.
    www.stadt-zuerich.ch/gesundheitszentren

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Nachgefragt: Baustelle bei der Haltestelle Hönggerberg

    Nachgefragt: Baustelle bei der Haltestelle Hönggerberg

    Plötzlich waren die Schafe weg und ein Bagger hob ein Loch aus. «Die Baustelle ist riesig», so eine Leserin. Was dort wohl gebaut wird? Die Antwort gibt das Tiefbauamt der Stadt Zürich: Dort entsteht ein neuer Gleichrichter zur Umwandlung von Wechselspannung in Gleichspannung.

    Dieser ist nötig, um die Elektrifizierung der Buslinie 69 – und später auch die Fahrzeuge der Linie 80 – in die Wege zu leiten. Sehen wird man den Gleichrichter allerdings nicht, denn dieser wird unterirdisch angelegt. Nach Abschluss der Bauarbeiten, voraussichtlich im April nächsten Jahres, werden nur der Zugang und die Lüftungen auf der Oberfläche zu sehen sein.

    Wie das Tiefbauamt auf seiner Website schreibt, erfolge die Aufnahme des Trolleybus-Betriebs auf der Linie 69 voraussichtlich Ende 2025. Für den Betrieb haben die VBZ sieben neue Batterie-Gelenktrolleybusse bestellt. Aufgrund ihrer leistungsfähigen Traktionsbatterien benötigen die Fahrzeuge keine durchgehende Fahrleitungsinfrastruktur.

    Entsprechend werden neue Fahrleitungen lediglich auf dem Abschnitt zwischen Hönggerberg und Waidspital sowie kleinräumig im Bereich Milchbuck und Bucheggplatz erforderlich. Die Kosten für die Elektrifizierung der Linie 69 belaufen sich laut VBZ auf 14 Millionen Franken.

  • Steigende Temperaturen: Wie Sie Ihren Vierbeiner richtig schützen

    Steigende Temperaturen: Wie Sie Ihren Vierbeiner richtig schützen

    In den Monaten Juli und August können Hitzewellen mit Tageshöchstwerten von über 30 Grad auftreten. Der Mensch kann seine Körpertemperatur durch Schwitzen regulieren und abkühlen. Anders ist das bei Tierarten wie Hunden oder Katzen, die keine Schweissdrüsen besitzen. Die Gefahr eines Hitzschlags sei deshalb gross, warnt die Stiftung TBB Schweiz.

    Geöffnetes Fenster hilft nicht

    Autos stellen für die Vierbeiner eine besonders grosse Gefahr dar. Schon bei 15 Grad heizt sich der Innenraum eines Autos auf bis zu 50 Grad auf, bei hohen Aussentemperaturen sogar auf bis zu 70 Grad. Selbst mit geöffneten Fenstern und einem Schattenplatz kann das Fahrzeug zur Todesfalle werden. Durch Hecheln können sich die Hunde nicht mehr ausreichend abkühlen, die Körpertemperatur steigt an. Durch Kreislaufversagen droht der Hitzetod. Das Zurücklassen eines Tieres in einem in der Sonne stehenden Auto ist in jedem Fall tierschutzrelevant und kann zu einem Eintrag ins Strafregister führen.

    Tipps für die Abkühlung

    Mit ein paar Tipps kann man seinem Tier helfen, die heissen Sommertage unbeschadet zu überstehen. Bei Hunden sollten die täglichen Gassi-Runden auf die kühleren Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Wichtig dabei ist, den Hund nicht zu überanstrengen: Auf längere Spieleinheiten und das Laufen neben dem Fahrrad sollte deshalb verzichtet werden. Auch sollten aufgeheizte Asphaltwege vermieden werden. Hier kann sich die Pfote schnell verbrennen. Eine Sonnencrème für Tiere kann zusätzlich die Haut vor starker und direkter Sonneneinstrahlung schützen.

    Katzen, insbesondere Wohnungskatzen, sollten immer einen kühlen Rückzugsort haben mithilfe von beispielsweise Pflanzen, welche für schattige Plätzchen sorgen. Wichtig ist auch, dass dem Tier stets eine Wasserquelle zur Verfügung steht. Tiere in Käfigen sind durch hohe Temperaturen besonders gefährdet. Das Gehege sollte daher an einem schattigen Platz stehen und es sollte auch regelmässig kontrolliert werden, ob genügend frisches Wasser vorhanden ist. Mit kalten Steinplatten, einer gefrorenen Wasserflasche und feuchten Tüchern über dem Gehege kann für kühlere Bedingungen gesorgt werden.

    Quelle: Stiftung TBB Schweiz