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  • 2,92 Millionen Franken für den Stadtzürcher Jugendsport

    2,92 Millionen Franken für den Stadtzürcher Jugendsport

    Das Sportamt der Stadt Zürich fördert den ausserschulischen Jugendsport in diesem Jahr mit 2,92 Millionen Franken, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Von den ausbezahlten Geldern profitieren Stadtzürcher Vereine und andere gemeinnützige Organisationen, die regelmässige Sportangebote für Kinder und Jugendliche durchführen.

    Für die diesjährigen Beiträge haben 218 Vereine und Organisationen 21’421 in der Stadt wohnhafte Kinder und Jugendliche gemeldet, die 2023 ihre Angebote genutzt haben. Im Vergleich zum Vorjahr (19’515 Kinder und Jugendliche) ist diese Zahl deutlich gestiegen.

    «Seit einigen Jahren verzeichnen die städtischen Sportvereine kontinuierlich überdurchschnittliche Zuwachsraten. Ausschlaggebend hierfür sind die zahlreichen Sportbegeisterten, die sich in den Vereinen mit grossem Einsatz und viel ehrenamtlichem Engagement für den Sport sowie die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt einsetzen», so Stadtrat Filippo Leutenegger.

    Die aus dem Kredit gewährten Jugendsportbeiträge werden pro Kopf und Häufigkeit der Trainings berechnet. Zusätzlich erhalten die Vereine und Organisationen Beiträge für Trainingslager, Lohnkosten und Leistungszentren.

    Ebenfalls unterstützt werden gesamtstädtische Jugendsportveranstaltungen, niederschwellige offene Sportangebote, regelmässig sportlich aktive Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie junge Spitzensportler*innen. Daraus ergeben sich Beiträge in der Höhe von insgesamt 2,82 Millionen Franken.

    100’000 Franken für mehr Mädchen im Sport

    Zusätzlich kommen 100’000 Franken dem Projekt «Atleta – Mehr Mädchen im Sport» zugute, das sich für die Erhöhung des Mädchenanteils im Vereinssport einsetzt. «Atleta» schafft neue Sportangebote für Mädchen oder gestaltet bestehende attraktiver.

    Zudem sensibilisiert das Atleta-Teilprojekt «Let’s Move» Lehrpersonen, Trainer*innen und Funktionär*innen in Aus- und Weiterbildungsangeboten für optimale Rahmenbedingungen, die den Zugang von Mädchen und jungen Frauen zum Sport erleichtern.

    Förderung des Jugendsports durch die Vereine

    Das Sportamt der Stadt Zürich unterstützt seit über vierzig Jahren mittels jährlicher Beiträge gezielt Stadtzürcher Organisationen, die im Jugendsport tätig sind. Hauptziel der städtischen Sportförderung ist es, die lebenslange sportliche Betätigung möglichst vieler Menschen in der Stadt Zürich zu fördern.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Zürich im Filmfluss

    Zürich im Filmfluss

    In diesem Jahr wird das Film-Festival «Filmfluss» 30 Jahre alt. Seit 1994 bietet es jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm mit Filmen aus aller Welt. Den Auftakt macht wie letztes Jahr ein Schweizer Film: «Tambour Battant», eine Komödie von François-Christophe Marzal, spielt in einem Walliser Dorf im Jahr 1970, wo ein musikalischer Konflikt zur politischen Auseinandersetzung führt und sich gar auf die Liebe ausweitet.

    Das Film-Festival «Filmfluss» lädt ein, die Alltagssorgen mit der Limmat davontreiben zu lassen. Sobald die Dämmerung einsetzt, beginnt die Leinwand zu leuchten und das Publikum wird in eine andere Welt entführt. Zwischen dem 10. und 28. Juli werden in der Badi Unterer Letten insgesamt 15 Filme gezeigt.

    An verschiedenen Orten sind Billette im Vorverkauf erhältlich, so zum Beispiel auch im «L’ultimo bacio» oder Dienstagabend direkt an der «Flussssbar». Auch an der Abendkasse stehen Billette zum Verkauf. Es lohnt sich, vorher den Wetterbericht zu konsultieren und den Regenschutz mitzunehmen; die Filmvorführungen finden bei jeder Witterung statt.

    (Quelle: Website Filmfluss)

    Filmfluss 2024

    PROGRAMM
     

    Mittwoch 10. Juli
    Tambour Battant
    François-Christophe Marzal, Schweiz 2019, D
    mit Sabine Timoteo, Pierre Mifsud u.a.

     
    Donnerstag 11. Juli
    Der Nachname
    Sönke Wortmann, Deutschland 2022, D
    mit Caroline Peters, Christoph Maria Herbst u.a.
     
    Freitag 12. Juli
    Tenor
    Claude Zidi Jr., Frankreich 2022, F/d
    mit Michèle Laroque, Mohamed Belkhir u.a.
     
    Samstag 13. Juli
    La Brigade
    Louis-Julien Petit, Frankreich 2022, F/d
    mit Audrey Lamy, François Cluzet u.a.
     
    Sonntag 14. Juli
    Fearless Flyers
    Hafsteinn Gunnar Sigurðsson, Island / Grossbritannien 2023, E/d
    mit Lydia Leonard, Timothy Spall u.a.
     
    Mittwoch 17. Juli
    Dogman
    Luc Besson, Frankreich / USA 2023, E/d
    mit Jojo T. Gibbs, Caleb Landry Jones u.a.
     
    Donnerstag 18. Juli
    The unlikely Pilgrimage of Harold Fry
    Hettie Macdonald, Grossbritannien 2023, E/d
    mit Penelope Wilton, Jim Broadbent u.a.
     
    Freitag 19. Juli
    Antoinette dans les cevennes
    Caroline Vignal, Frankreich 2020, F/d
    mit Laure Calamy, Benjamin Lavernhe u.a.
     
    Samstag 20. Juli
    The pod generation
    Sophie Barthes, Grossbritannien / Belgien 2023, E/d
    mit Emilia Clarke, Chiwetel Ejiofor u.a.
     
    Sonntag 21. Juli
    La fine Fleur
    Pierre Pinaud, Frankreich 2020, F/d
    mit Catherine Frot, Manel Foulgoc u.a.
     
    Mittwoch 24. Juli
    Die Unschärferelation der Liebe
    Lars Kraume, Deutschland 2023, D
    mit Caroline Peters, Burghart Klaussner u.a.
     
    Donnerstag 25. Juli
    Rumba La Vie
    Franck Dubosc, Frankreich / Belgien 2022, F/d
    mit Louna Espinosa, Franck Dubosc u.a.
     
    Freitag 26. Juli
    Les Parfums
    Grégory Magne, Frankreich 2020, F/d
    mit Emmanuelle Devos, Grégory Montel u.a.
     
    Samstag 27. Juli
    The Holdovers
    Alexander Payne, USA 2023, E/d
    mit Da’Vine Joy Randolph, Paul Giamatti u.a.
     
    Sonntag 28. Juli
    Les Choses simples
    Eric Besnard, Frankreich 2023, F/d
    mit Grégory Gadebois, Lambert Wilson u.a.
     
    Vorverkauf und weitere Details: filmfluss.ch
     

  • Ihre Veranstaltung hier

    Ihre Veranstaltung hier

    Sie veranstalten einen Anlass in Höngg? Gerne können Sie diesen über das Online Formular eintragen. So kann Ihre Veranstaltung viele Menschen im Quartier erreichen: Durch die Präsenz in der beliebten online Agenda der «Höngger Zeitung» sowie in der Print Ausgabe, welche alle zwei Wochen an über 12’000 Haushalte geliefert wird.

    Konzerte, Spielabende, Workshops, Kindertheater, Gesprächsrunden, Spaziergänge, Jugendtreffs, Sport- und Bewegungskurse, Lesungen… Die «Höngger» Agenda hat für alle was zu bieten! Jetzt dabei sein: Veranstaltung anmelden

  • Der neue Gewerbeverein Chreis Zäh lädt ein

    Der neue Gewerbeverein Chreis Zäh lädt ein

    Was am 7. März unter sechs Personen aus dem hiesigen Gewerbe in kleiner Runde als Gewerbeverein Chreis Zäh gegründet wurde, wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Vorstand wurde zwischenzeitlich um die Quästorin erweitert und umfasst nun sieben engagierte Persönlichkeiten.

    Der Gewerbeverein Chreis Zäh, der die beiden Zürcher Stadtteile Höngg und Wipkingen vereint, soll als Plattform für Gewerbetreibende und zum Austausch und Netzwerken dienen. Das Ziel ist die Förderung des lokalen Gewerbes sowie die Interessenvertretung von KMU und Gewerbe gegenüber Stadt und Kanton Zürich.

    Die Gründungsfeier

    Der neue Gewerbeverein lädt gewerbetreibende Personen und Detaillisten aus Wipkingen und Höngg zu einer öffentlichen Gründungsfeier ein. Sinn und Zweck dieses Festes ist die Bekanntmachung des Vereins, das gesellige Zusammensein sowie das ungezwungene Stelldichein mit freien Netzwerkmöglichkeiten.

    Ab Freitag ist die neue Website www.gvc10.ch online, die von der BN Graphics GmbH realisiert wurde. Dort sind auch die Informationen zur Mitgliedschaft enthalten.

    Gründungsfeier Chreis Zäh

    Mittwoch, 28. August, 18.30 Uhr 
    Fasskeller im Restaurant Weinbeiz, Zweifel 1898
    Um Anmeldung wird gebeten unter www.gvc10.ch,
    Anmeldeschluss: 10. August

  • Ein Volkshaus, das keines sein wollte

    Ein Volkshaus, das keines sein wollte

    Das Projekt warf Wellen bis in die katholischen Lande. «Volkshaus oder Kirchgemeindehaus?», fragten die «Fribourger Nachrichten»: «Ein seltsames Kirchgemeindehaus ist in einem sozialistischen Quartier von Grosszürich im Werden: Dieses Kirchgemeindehaus soll neben Versammlungssälen auch Turn- und Spielräume, Post- und Bankfiliale, Quartierbüro, Kindergarten, Kinderkrippe, öffentliche Badanstalt, alkoholfreie Wirtschaft und weiss der Himmel was noch enthalten!»

    Die Fribourger Katholiken hatten auch eine Erklärung: «Das Rätsel über diesen Bazarbau ist bald gelöst: Die Kirchgemeinde Wipkingen ist eine sozialistisch regierte Kirchgemeinde.»

    Was nicht ganz falsch war. Die Politik im Wipkingen der 1920er-Jahre war abgesteckt: Der Männerchor, die Vereine und die Gemeinnützige Gesellschaft Wipkingen (GGW) waren bürgerlich, die Kirchgemeinde war rot. Tonangebend in der Kirchgemeinde waren die Religiös-Sozialen, eine christlich-soziale Bewegung. Als Pfarrer amtete Ernst Altwegg. Die Religiös-Sozialen engagierten sich im Namen der Kirche auch politisch, was in Wipkingen Stirnrunzeln auslöste. «Richtlinien für eine Neugestaltung des gesellschaftlichen Lebens auf christlicher Grundlage», hiess eine schmale Schrift, welche die Kirchenpflege 1919 publizierte.

    Die Forderungen waren durchwegs auf der Linie der Religiös-Sozialen. Sie waren tief-rot: Abbau des herrschenden Wirtschaftssystems, Recht auf Arbeit und Arbeitspflicht für alle, Aufhebung jedwedes arbeitslosen Einkommens, Abschaffung des Militärs und vollständige Abrüstung, fortschreitende Kommunalisierung von Grund und Boden und Abschaffung des Kapitalzinses.

    Die Gemeinde soll zusammenfinden

    «Soll das Kirchgemeindehaus ein allgemeines Volkshaus sein?», fragte die «Neue Zürcher Zeitung» erstaunt. Die Pläne mit der Bank- und Postfiliale, dem Volksbad oder der alkoholfreien Wirtschaft entsprachen dem Ideal der Religiös-Sozialen, sie kamen aber nicht überall gut an. Pfarrer Altwegg bemühte sich, den Terminus «Volkshaus» zu streichen. Ihm oblag es, bei den Mitgliedern die Begeisterung zu wecken: «Unser zukünftiges Kirchgemeindehaus», so war der Vortrag betitelt, den Altwegg am 13. März 1927 in der Kirche Wipkingen hielt.

    Er beschrieb die Raumnot und den Wunsch der Gemeinde nach einem gemeinsamen Haus mit grossem Saal, Restaurant, Kinderlehrlokal, Pestalozzi-Stube inklusive Post und Bank. Altwegg umriss begeisternd den Bau, wie er aussehen solle, wo er zu stehen käme und wie die Gemeinde dort zusammenfände.

    Er verwies auf die anstehende Volksabstimmung: Jeder Mann müsse an die Urne gebracht werden, man müsse Freunde, Bekannte, Verwandte für ein Ja begeistern, und es müsse der Abstimmung auch eine lebhafte Agitation in den andern Stadtkreisen vorausgehen. «Wenn wir darin irgendetwas versäumen und in der Abstimmung unterliegen, dann ist die Hoffnung auf ein Kirchgemeindehaus auf Jahre begraben», schloss Altwegg seine fulminante Ansprache.

    Den Anfang hatte das Projekt fünf Jahre zuvor genommen: Die Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag, 5. November 1922, 10.15 Uhr, war so gut besucht wie nie. 262 Stimmberechtigte füllten die Kirche, die nicht stimmberechtigten Jung-Wipkinger besetzten die Empore, ein Orgelspiel eröffnete die Versammlung und der Männerchor gab ein kurzes Gesangsspiel. Als Gast war Stadtbaumeister Herter geladen. Wichtigste Traktanden waren der Bau des Kirchgemeindehauses, das Raumprogramm und die Wahl des Bauplatzes.

    Als Erstes stimmte man darüber ab, ob die Quartierbedürfnisse ins Raumprogramm aufgenommen werden sollten, was 243 Ja-Stimmen ohne Nein-Stimmen ergab, worauf Präsident Billeter dem anwesenden Stadtbaumeister Herter das Wort zur Standortfrage erteilte. Neun Bauplätze wurden der Kirchenpflege angeboten, wovon einzig die der Stadt Zürich gehörende Parzelle 1296 an der Röschibachstrasse oberhalb des Kehlhofs den Anforderungen genüge.

    Es folgte eine längere Erläuterung von Präsident Billeter zur Frage, ob der Kehlhof stehen gelassen werden könne und was mit der Krippe geschehen solle. Die GGW (der heutige Quartierverein) und der Frauenverein, der die Krippe leitete, waren skeptisch.

    Trickreicher Abstimmungskampf

    Der Streit um die Krippe zog sich über Jahre dahin. Als Standort für ein neues Kirchgemeindehaus käme exakt und ausschliesslich der Kehlhof zwischen Höngger- und Röschibachstrasse infrage, hatte Stadtbaumeister Herter geschrieben, was die Kirchgemeinde Wipkingen 1922 der GGW mitteilte.

    Es folgten jahrelange Rekurse, Einsprachen und Gutachten. Man hatte die kantonale Heimatschutzkommission angerufen, die feststellte, da «das geplante Kirchgemeindehaus ein wichtiges Gebäude sein wird, das ganz der Allgemeinheit dient, würde es sich unter keinen Umständen rechtfertigen lassen, das ästhetisch nicht wertvolle Gebäude (Kehlhof) stehen zu lassen».

    Es hiess ausdrücklich, dass der stolze Nussbaum stehen bleiben solle und der Kehlhof nach Möglichkeit ebenso. Der Stadtrat überliess der Kirchgemeinde den Bauplatz für 47 000 Franken. Um 12 Uhr 20 war die Sitzung beendet und das Projekt unter Dach. Dann ging es voran; mit seiner fulminanten Rede 1927 rief Pfarrer Altwegg die Stimmbürger an die Urne.

    Der Abstimmungskampf war professionell durchorganisiert: Mit «Vereine und Gesellschaften von Wipkingen» war ein Flugblatt unterzeichnet. Eine Steuererhöhung sei nicht nötig, da die Baukosten von 2,28 Millionen Franken durch sichere Zinseinnahmen und durch den städtischen Beitrag gedeckt seien. «Die Kirchensteuer muss nicht erhöht werden!», hiess es im Flugblatt.

    Es wurde gebaut. Am Samstag, 23. Januar 1932, war das neue Kirchgemeindehaus zur öffentlichen Besichtigung geöffnet und am Sonntag fand in der reformierten Kirche ein Festgottesdienst zur Einweihung statt. Der Kirchenchor sang, nicht der Männerchor.

    Überdimensioniert und unbeliebt

    Bald zeigte sich, dass das Haus zu gross geraten war. Es begann recht vielversprechend mit Anlässen, Gesangsauftritten des Männerchors und geselligen Veranstaltungen, aber die Vereine beklagten ihre Räumlichkeiten als unpraktisch, insbesondere der Samariterverein und die Betreiber des Krankenmobilienmagazins äusserten Unmut.

    Für den Konfirmandenunterricht gab es schlicht zu wenig Kinder, um die Unterweisungszimmer auch nur halb zu füllen. Die strikte Hausordnung trug ihren Teil dazu bei, dass das Haus nicht recht in Schwung kommen wollte.

    Die Verärgerung im Volk über die Nutzungsbestimmungen des Saals im Kirchgemeindehaus überdauerte die Jahrzehnte. Die Hausordnung erlaubte das Rauchen nur in den Sitzungszimmern. «Sämtliche Anlässe, Veranstaltungen sowie auch Proben usw. müssen abends, 10 Uhr, geschlossen werden», verlangte das Reglement.

    Die Vereine und insbesondere die GGW beklagten diese Betriebsordnung regelmässig; und irgendwann platzte der GGW der Kragen. Im Jahresbericht 1946 stand Klartext: «Diese beiden Bestimmungen verwehrten von allem Anfang an unseren Organisationen die Benützung der schönen und geräumigen Lokalitäten des Kirchgemeindehauses.»

    Die Kirchenpflege hatte sich komplett verrannt. Das gesamte Quartier, alle Parteien, alle Vereine, Männerchor, Baugenossenschaften und die GGW stemmten sich gegen die Kirchenpflege und verlangten eine realistische Hausordnung – ohne das geringste Einlenken. Das Alkoholverbot blieb aufrecht, weshalb es kaum gesellige Veranstaltungen im Saal gab. Nach einigen Tanzabenden des Arbeitervereins Satus und der Turnvereine blieb der Saal wieder unbenutzt.

    Die «Wipkingertagungen»

    Das Volkshaus, das keines sein wollte, mutierte dann zu einem Hort des Widerstandes. Karl Barth ist ein Kirchenvater des 20. Jahrhunderts. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 veränderte sein Leben. Karl Barth verlor wegen seiner Schriften die Professur in Göttingen, und als er das Schweigen der Christen angesichts des Unrechtsregimes anprangerte, musste er 1935 in die Schweiz ziehen.

    Er rief bereits 1938 zum bewaffneten Widerstand gegen die braune Diktatur auf und verlangte von der evangelischen Kirche klare Bekenntnisse gegen die Tyrannei. Im gleichen Jahr liess er sich in der Schweizer Armee zum Soldaten ausbilden. Seine Vorträge und Auftritte fanden starke Beachtung.

    Ein wichtiger Teil dieser Tätigkeiten fand im Kirchgemeindehaus Wipkingen statt. Diese hatten eine so starke Ausstrahlung, dass sie weithin «Wipkingertagungen» genannt wurden. Die Versammlungen in Wipkingen begründeten eine christliche Legitimation des bewaffneten Widerstandes, sie bezogen scharf Stellung gegen die bundesrätlichen Zensurmassnahmen und lehnten Rückschaffung von Flüchtlingen ab.

    Es ging um theologische und kirchliche Fragen; tatsächlich aber war das Kirchgemeindehaus Wipkingen in den Kriegsjahren ein Hort der geistigen Landesverteidigung.

    Artikel / Quellen:

    Martin Bürlimann, Kurt Gammeter: «Damals», Wibichinga Verlag, 2024.

    Ernst Altwegg, «Unser zukünftiges Kirchgemeindehaus», Vortrag vom 13. März 1927, in der reformierten Kirche Wipkingen.

    Ref. Kirchenpflege Wipkingen (Hrsg.): «Richtlinien für eine Neugestaltung des gesellschaftlichen Lebens auf christlicher Grundlage», Zürich-Wipkingen 1919. 

    Bildergalerie
    Zusammengestellt von Martin Bürlimann und Kurt Gammeter, Autoren von «Damals: Wipkingen – Ein Bilderbogen»

  • «Die Kunst ist, das zu visualisieren, was man vertritt»

    «Die Kunst ist, das zu visualisieren, was man vertritt»

    Ich bin eine Hönggerin durch und durch. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und in die Schule gegangen. Und hier in Höngg spielt sich auch der grösste Teil meines Lebens ab. Die Musik ist ein wichtiges Element davon. Das war schon früh so. In der Familie haben wir viel miteinander gesungen, wir haben zusammen Musik gehört und auch Instrumente gespielt.

    Meines ist das Piano, bereits mit elf Jahren erhielt ich Klavierunterricht. Die Musik gehörte ganz selbstverständlich zum Familienleben dazu. So erwachte früh mein Wunsch, Sängerin und Songwriterin zu werden. Wie das zu erreichen ist, wusste ich damals nicht.

    Nadeen Lavie – Run Away (Audio)

    Meine Pläne stiessen auf Widerstand. In der Schule wurde mir gesagt, ich solle doch einer «normalen» Ausbildung nachgehen. Es waren Ratschläge, die mich sehr verunsicherten. Warum sollte ich keine Musik machen dürfen? Aber ich war jung, ich hörte auf die Erwachsenen.

    Es war auch eine andere Zeit, damals, in den 1990er-Jahren. Viele Möglichkeiten gab es nicht, um sich beruflich der Musik zu widmen. Oder ich kannte diese Möglichkeiten jedenfalls nicht.

    Also schlug ich zunächst den herkömmlichen Weg ein: Nach der Diplommittelschule entschied ich mich, Primarlehrerin zu werden. Eine Aufgabe, die auch gewisse Freiheiten und Kreativität mit sich brachte. Als Klassenlehrerin stellte ich aber nach und nach fest, dass ich die Musik «verliere». Es war ein innerer Kampf, den ich nicht mehr führen wollte.

    Schliesslich stand ich für mich selbst und meinen Wunsch ein, Musikerin zu werden, und habe gekündigt. Im Anschluss widmete ich mich der Musik und absolvierte den Master in Popmusik an der Hochschule der Künste in Bern. Auch hatte ich grosses Glück, eine Aufgabe als Fachlehrerin mit musikalischer Grundausbildung an einer Primarschule zu finden – das mache ich bis heute.

    Es war doch nicht so falsch, als Kind auf die Erwachsenen zu hören. Die Stelle gab mir den Atem, mich auf die Musik und meine Karriere zu konzentrieren. Die Tür war offen: Ich wurde Sängerin und Songwriterin.

    Im Musikgeschäft

    Es ist wichtig zu verstehen, dass Songs aufzunehmen, zu produzieren und zu veröffentlichen eine kostspielige Angelegenheit ist. Hinzu kommt, dass in der Schweiz nur wenige Künstler*innen von der Musik leben können. Früher, vor der Digitalisierung, brachten immerhin noch die Plattenverkäufe etwas ein, aber das Streaming hat alles verändert.

    Das hat mich aber nicht vom Ziel weggebracht, im Gegenteil. Um die Vorteile des Streamings zu nutzen, habe ich das Musikmachen auch vom geschäftlichen Standpunkt aus betrachtet. Es ist ein Business, wie vieles im Leben.

    Heutzutage landen täglich Tausende neue Songs im Netz. Es benötigt daher ein Konzept, um aus der Masse herauszustechen. Eine gute Produktion ist nur einer der Faktoren, es geht auch um die Persönlichkeit, die Stimme, das Visuelle, kurzum: das Gesamtpaket. Und du musst präsent sein, Konzerte geben, Videos im Netz veröffentlichen. Das ist intensiv und braucht eine dicke Haut.

    Nadeen Lavie – Playing with Your Ego (Official Musicvideo)

    Aber wenn du deinen Weg gehst, diesen ausarbeitest, gestaltest, dann kann das funktionieren. Die Kunst ist, das zu visualisieren, was man vertritt. Dazu gehört auch ein Künstlername: Nadeen Lavie. In Amerika sprachen sie Nadine aus wie «Nadeen», und Lavie, französisch für das Leben, fand ich passend.

    Internationale Chancen

    Meine Songs entstehen seit 2019 in meinem Studio in Höngg. Als kurz darauf die Pandemie begann, verbrachte ich viel Zeit darin. Dort stehen Keyboards, ein Piano, ein Schlagzeug, Verstärker und viel digitales Equipment, um einen Song zu erschaffen. Die Arbeit während des Lockdowns war für mich persönlich eine tolle Erfahrung. Ich durfte mich zurückziehen, mich völlig der Musik widmen. Und Lieder veröffentlichen: «Liar», «Like a Fire» oder «Dimelo» entstanden in diesen Monaten.

    Marlou X Nadeen Lavie – LIAR

    Meinen Stil ordne ich der Popmusik zu, auch wenn dieses Genre breit ist. Und ich singe in Englisch, so habe ich auch international Chancen. Ich veröffentliche aktuell einzelne Singles alle vier bis acht Wochen. Das nennt sich «Waterfall Strategy».

    Bei einem Album ist es nur ein Song, der Aufmerksamkeit erhält, mit einzelnen Singles baust du dir über längere Zeit eine Hörerschaft auf. Meine letzte Single, die im März herauskam, hiess «Playing with Your Ego», die neue Single mit dem Titel «Run Away» kommt in diesen Tagen heraus.

    Song-Ideen kommen mir überall in den Kopf. Dann summe ich die Melodie ins Sprachmemo und nehme sie später mit dem Keyboard im Studio auf. Später folgt der Text, dann die Produktion. Die Lieder heutzutage sind kürzer, noch immer gibt es die Strophen und den Refrain, eine Bridge ist jedoch nicht mehr Voraussetzung.

    Ich füge heute auch mehr elektronische Elemente ein als früher. Dennoch sind meine Songs «zurückgenommen». Das entspricht mir sehr. Der Gesang aber bleibt mehrheitlich natürlich. Ich würde meine Stimme niemals für einen ganzen Song durch den Vocoder jagen.

    Vielleicht analysiere ich die Musik heute zu oft, das ist quasi eine Berufskrankheit. Berühren mich Lieder, dann sind es meist simple Kompositionen oder Elemente, die bei einer Jam-Session entstehen. Das ist auch der Fall, wenn ich als Gesangslehrerin arbeite. Ich mag das Singen mit den verschiedensten Menschen.

    Egal, ob sie Erfahrung haben oder nicht. Jede Stunde ist individuell. Erstaunlich ist, dass vielen gar nicht klar ist, dass die Atemtechnik für das Singen sehr wichtig ist. Der Stimmmuskel ist ein Muskel, der trainiert werden kann.

    So bestimmt heute die Musik mein Leben. Grossen Wert lege ich darauf, die Zügel selbst in der Hand zu halten. Ich bin meine eigene Chefin, ich entscheide selbst über meine Karriere.

    News von Nadeen Lavie

    www.nadeenlavie.com

    Die neue Single «Run Away» erscheint am Freitag, 21. Juni.

  • VBZ: Rückkehr zum Normalfahrplan

    VBZ: Rückkehr zum Normalfahrplan

    Im Dezember 2023 haben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) auf die angespannte Lage im Personalwesen reagiert, unter anderem mit punktuellen Angebotsreduktionen am Abend. So wechselte beispielsweise der Takt bereits um 20.30 Uhr direkt vom 7,5-Minuten-Takt in den 15-Minuten-Takt.

    Ebenso wurden auch Massnahmen ergriffen, um neues Personal zu gewinnen. So wurden unter anderem die Rekrutierung intensiviert, die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht, Verbesserungen in der Dienstplangestaltung umgesetzt sowie weitere Aktivitäten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement angeboten.

    Wie die VBZ nun mitteilen, haben die Massnahmen zur schrittweisen Verbesserung geführt: Ab Fahrplanwechsel wird wieder der Normalfahrplan gelten. Konkret: Ab dem 15. Dezember findet der Wechsel bei allen Tramlinien sowie den Buslinien 31, 32, 33, 46, 69, 72, 75 und 80 vom abendlichen 10-Minuten-Takt in einen 15-Minuten-Takt wieder wie üblich ab 22.30 Uhr, am Freitag und Samstag jeweils ab 24.00 Uhr, statt.

    Quelle: VBZ Medienmitteilung

  • «Höngg» erobert Bronze in Brandenburg

    «Höngg» erobert Bronze in Brandenburg

    Als vor einigen Wochen der Betonkanu-Verein auf dem Hönggerberg die Taufe der neuen Kanus feierte, gaben sich die Mitglieder ambitioniert und voller Vorfreude: Die Kanus sollten bei der 19. Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg mit einer ETH-Delegation ins Rennen gehen (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Die Vereinsmitglieder haben nicht zu viel versprochen: «Wir sind heil zurück aus Brandenburg an der Havel und das sogar sehr erfolgreich», sagt Tiziano Verasani, Leiter und Marketing des Betonkanu-Vereins. In der Tat: Das Team bringt die Bronzemedaille in der Kategorie «Konstruktion» auf den Hönggerberg.

    Die Konkurrenz war gross: 133 Mannschaften aus 43 Institutionen nahmen an der Regatta teil. Es sei nicht selbstverständlich, dass die kreativen und einzigartigen Kanus die Regatta heil überstanden haben, sagt Verasani.

    «Andere Teams mussten das schmerzlich erfahren. Beide unserer Kanus haben den 200 Meter langen Slalom aber mit Bravour gemeistert. Wir waren zwar nicht die schnellsten, jedoch konnten wir die Fachjury mit dem Kanu «Vera VErTHo» von unserer Innovationskraft überzeugen.»

    Die Regatta bot verschiedene Kategorien an: Neben den sportlichen Wettkämpfen konnten sich die Teams beispielsweise auch in der Nachhaltigkeit oder in der Gestaltung messen. Selbst ein «Pechpreis» wurde vergeben (dieser ging an TUI Berlin und die zwei im Vorfeld zerbrochenen Kanus). In der Kategorie «Konstruktion» siegte schliesslich die RWTH Aachen, Silber ging an die Bauhaus Universität in Weimar.

    Neben der Bronze-Medaille ist es laut Verasani das Wochenende selbst, das in Erinnerung bleibt: «Wir alle hatten einen Heidenspass und sprudeln vor neuen Ideen für die nächste Regatta!»

  • Ein neues Logo für den Quartierverein Höngg

    Ein neues Logo für den Quartierverein Höngg

    Über 100 Personen fanden sich am Montag, 3. Juni, im grossen Saal des Tertianums Im Brühl ein: Der Quartierverein Höngg lud zur 87. Generalversammlung und er kündigte ein volles Programm an. Zunächst sollte Stadtrat Michael Baumer über die umfangreichen Pläne der VBZ und deren Auswirkungen auf Höngg informieren. Auch die Jahresberichte und Ausblicke nahmen Platz ein, dazu standen Wahlen auf der Traktandenliste und schliesslich wurde eine bunte Überraschung beschert.

    Doch von vorne: Vereinspräsident Alexander Jäger begrüsste die Anwesenden und übergab sogleich das Mikrofon an Baumer, den Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, sowie an Johannes Eckert, Angebotsplaner bei den VBZ. Beide präsentierten die Netzentwicklungsstrategie für die Zukunft. Ein Vorhaben, das bereits im Januar von den VBZ vorgestellt wurde (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Es bestehe Handlungsbedarf, machte Baumer klar. «Zürich gilt weltweit als die Stadt mit dem höchsten ÖV-Anteil», sagte er. Dem wolle man Rechnung tragen und die sogenannte Polyzentrik stärken, also mehrere Knotenpunkte in der Stadt errichten sowie Kapazitätsengpässe und Störstellen beheben. Das Bevölkerungswachstum sei weiter eine grosse Herausforderung. Das Tram bleibe dabei im Fokus, daher der Plan der zwei Ringe.

    Es ist Zukunftsmusik: Während die zweite Etappe unter anderem mit dem inneren Ring einen Wipkinger-Tunnel oder ein Rosengartentram vorsieht, deren Realisierung ab 2040 Thema werden könnte, sieht die dritte Etappe mit dem äusseren Ring einen Hönggerberg-Tunnel vor, der Altstetten mit Oerlikon verbindet. Dieses Projekt wurde zeitlich auf «nach 2050» angesetzt. Die geschätzten Kosten für sämtliche Vorhaben, welche alle Projekte in der ganzen Stadt betreffen, belaufen sich, so Baumer, auf «um die zwei Milliarden Franken».

    Neues von den Linien 46 und 89

    Es waren aber die kurzfristigen Pläne, die deutlich mehr Beachtung fanden. Schon im Dezember diesen Jahres soll eine Taktverdichtung der Linie 46 umgesetzt werden: In der Hauptverkehrszeit am Morgen soll der Bus künftig alle vier Minuten die Haltestellen bedienen. In der Hauptverkehrszeit am Abend wird der 46er in Richtung Rütihof ab 16 Uhr im 5-Minuten-Takt angeboten.

    Ein Jahr später, im Dezember 2025, ist die Trolleybus-Umstellung der Linie 69 (ETH Hönggerberg bis Milchbuck) geplant, im Dezember 2026 jene der Linie 80. Die Linie 89 soll weiter durch die Linie 78 ersetzt werden, die künftig in Hauptverkehrszeiten alle 7,5 Minuten von Frankental nach Heizenholz fährt. Auch abends nach 21 Uhr soll der 78er künftig bis Heizenholz fahren.

    Eingestellt wird die Linie 304, sie wird von der Linie 89 ersetzt, die neu nach Untereng-stringen fährt. Zwei kleine Änderungen gibt es im Nachtnetz: Die Linie N4 wird bald in N46 umbenannt, weil diese auf der entsprechenden Strecke eingesetzt wird. Der Nachtbus der N13 wird in Zukunft nur noch bis Unterengstringen fahren.

    Ein neuer Auftritt

    Schliesslich begann die eigentliche Generalversammlung mit ihren üblichen Traktanden, auch eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder wurde eingelegt. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Wirken des Quartiervereins: Auf sein Konto gehen die Quartierausscheidung für den «Zürihegel», die 1.-August-Feier, der Neuzuzügerinnen-Anlass, der Räbeliechtliumzug, die Waldweihnacht und das Aufstellen der zwei grossen Weih­nachtsbäume sowie der Austausch der Vereine.

    Daneben waren Vorstands- wie Vereinsmitglieder auch an weiteren Events tätig, etwa bei der «Scientifica» der ETH. Auch die «Untergruppen», ebenfalls als Vereine organisiert – das OK Wümmetfäscht, die KulturBox und der Weinweg – informierten über ihre Tätigkeiten und Events, die in dieser Zeitung publiziert wurden.

    Das Interesse an einer Mitgliedschaft im Quartierverein halte sich hingegen in Grenzen, so Jäger. Immerhin wurden im letzten Vereinsjahr 34 neue Mitglieder verzeichnet, aber nach einer Bereinigung der Mitgliederliste zählt der Quartierverein noch 907 Mitglieder; einst waren es über 1200. Die oben genannte Anlässe würden in der Bevölkerung zwar geschätzt und rege besucht, tatsächlich sei aber oft unklar, welcher Verein dahinterstehe, so Vorstandsmitglied Tiziana Werlen Oberti.

    Dem werde man nun abhelfen und die Überraschung des Abends wurde präsentiert: Der Quartierverein Höngg leistete sich ein neues Logo. Dieses hat der Vorstand mit der Leanza Mediaproduktion entwickelt. Weg vom Höngger Wappen und hin zum gewinnenden Lächeln, das besonders junge Hönggerinnen ansprechen soll.

    Das an ein Smiley angelehnte Logo nutzt die Farben des Wappens auf spielerische Weise und setzt dabei gleich zweimal auf den Schriftzug «Quartierverein Höngg». Der Claim «Öis liit Höngg am Herze!» ist passé.

    So neu das Logo ist, so zweigeteilt waren im ersten Augenblick die Reaktionen. Vorstandsmitglied Andreas Egli wurde dabei nicht müde zu betonen, dass man das Höngger Wappen nicht abschaffen werde. Auf Antrag eines Mitglieds liess Jäger die Mitglieder konsultativ abstimmen. Das Resultat war ein klares Ja für das neue Logo.

    Zum Ende der Versammlung hin präsentierte Vorstandsmitglied Tanja Ramah noch die Jahresrechnung, die einen kleineren Verlust als budgetiert hervorbrachte (minus 3151 Franken statt 6975 Franken). Die Rechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle sowie die Decharge wurden von den Mitgliedern ohne Fragen angenommen beziehungsweise erteilt. Ebenso wurden das Budget für das Vereinsjahr 2024/2025 sowie die Nachricht, dass der Mitgliederbeitrag von 20 Franken bestehen bleibe, akzeptiert.

    Bei den Wahlen wurden Wolfgang Minas und Alexander Jäger mit Applaus wiedergewählt, letzterer bleibt als Präsident für zwei weitere Jahre im Amt.

  • Mehr Selbstbestimmung für ältere Menschen

    Mehr Selbstbestimmung für ältere Menschen

    Die Grundlagen für mehr Selbstbestimmung im Alter schafft der Regierungsrat mit einer Anpassung der Zusatzleistungsverordnung. Sie betrifft konkret Personen mit Ergänzungsleistungen zur AHV. Durch die Stärkung der Betreuung im Alter zu Hause können vorzeitige, kostenintensive Heimeintritte vermieden werden. Das teilte der Regierungsrat in einer Medienmitteilung mit.

    Im Kanton Zürich ist fast jede dritte Person in den Alters- und Pflegeheimen nicht oder nur leicht pflegebedürftig. Mit gezielten Anpassungen an der Zusatzleistungsverordnung stärkt der Regierungsrat die Voraussetzungen, dass auch Senior*innen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem angestammten Umfeld wohnen bleiben können. So sollen Bezüger*innen von Zusatzleistungen zur AHV nicht mehr vorzeitig aus finanziellen Gründen in ein Alters- oder Pflegeheim umziehen müssen.

    Die mit der Verordnungsänderung anvisierten Massnahmen verfolgen damit eine doppelte Zielsetzung: «Der Kanton und die Gemeinden stärken die Selbstbestimmung und Autonomie der Menschen im Alter», hält Sicherheitsdirektor und Sozialminister Mario Fehr fest. Zudem können Heimeintritte vermieden oder verzögert werden. Betreuungsarrangements im angestammten Zuhause sind in diesen Konstellationen durchgehend kostengünstiger als Heimaufenthalte. In der Vernehmlassung wurde die Vorlage denn auch klar begrüsst.

    Konkret wird der Leistungskatalog für Hilfe und Betreuung erweitert. Zudem werden die Stundenansätze für Hilfe- und Betreuungsangebote erhöht und zusätzliche Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer anerkannt. Die Verordnungsänderung tritt am 1. Januar 2025 in Kraft.

    Quelle: Medienmitteilung Kanton Zürich