Erwerbstätige sind finanziell gut abgesichert, wenn sie wegen eines Unfalls invalid werden. Ist aber eine Krankheit schuld, sieht es anders aus. Auch für den Todesfall ist es sinnvoll, seine Lieben abzusichern – zum Beispiel mit einer Risikoversicherung.
Erwerbsunfähigkeit wegen Krankheit
In der Schweiz sind Krankheiten rund achtmal so oft Ursache für Invalidität wie Unfälle. Wer wegen einer Krankheit erwerbsunfähig wird, erhält von der Unfallversicherung jedoch keine Rente. Dafür springt die Pensionskasse ein. Doch auch wenn die Leistungen der Pensionskasse gut sind, bleibt im Schadensfall eine Einkommenslücke. Diese können Sie mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung schliessen.
Wer braucht eine private Invalidenrente?
Entscheidend ist die individuelle Situation: Welche Leistungen erhalten Sie und wie viel Geld brauchen Sie bei krankheitsbedingter Invalidität? Als Faustregel gilt: Die Renten aus der Invalidenversicherung und der Pensionskasse sollten zwischen 60 und 80 Prozent des letzten Einkommens abdecken – je höher der Lohn, desto tiefer der Prozentsatz.
Todesfallversicherung: für den schlimmsten Fall
Wer seine Familie absichern möchte, kann zusätzlich oder unabhängig von der Invalidenrente eine Todesfallversicherung abschliessen. Diese hilft Ihren Lieben, die Lebenshaltungskosten zu decken und die Schulden zu tilgen, falls Ihnen etwas zustösst.
Steuern sparen mit der Säule 3a
Die gebundene Vorsorge bietet mit der Säule 3a Steuervorteile: Sie können die Prämien direkt dem steuerbaren Einkommen abziehen. Bei der Säule 3b sind die Abzugsmöglichkeiten kantonal verschieden. Lassen Sie sich deshalb beraten, bevor Sie sich entscheiden.
Mobiliar Generalagentur Zürich
Vorsorge ist komplex – und so individuell wie Sie. Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Sie erreichen Generalagent Christian Schindler unter 044 217 99 11 oder zuerich@mobiliar.ch
Heute um 6.30 Uhr wurde bei der Stadtpolizei Zürich ein Verkehrsunfall in Wipkingen gemeldet. Gemäss bisherigen Erkenntnissen fuhr eine 22-jährige Velofahrerin die Scheffelstrasse hinunter. Zur gleichen Zeit fuhr eine Person mit ihrem Auto auf der Rosengartenstrasse in Richtung Bucheggstrasse.
Im Kreuzungsbereich der «Zone 30» Rosengartenstrasse/Scheffelstrasse kam es zur Kollision zwischen der Fahrradfahrerin und dem Auto, einem hellen SUV. Anschliessend fuhr die fahrzeuglenkende Person in Richtung Bucheggstrasse davon, ohne sich um die verletzte Frau zu kümmern. Diese musste mit mittelschweren Verletzungen durch die Sanität von Schutz & Rettung ins Spital gebracht werden.
Der genaue Unfallhergang wird durch die Stadtpolizei Zürich abgeklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung rückten Spezialist*innen des Unfalltechnischen Dienstes der Stadtpolizei Zürich aus.
Zeugenaufruf:
In diesem Zusammenhang sucht die Stadtpolizei Zürich Personen, die Angaben zum oben beschriebenen Unfall oder zum hellen Fluchtfahrzeug, am Donnerstag, 7. November 2024, um etwa 6.30 Uhr, im Kreis 10, machen können. Hinweise sind an die Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117 zu richten.
Cécile Trentini hat eine Affinität für Baustellen. Kein Wunder, dass die Hönggerin von der rund 12 Meter langen Bauwand in der Nähe ihrer Wohnung an der Bauherrenstrasse angezogen wurde. Diese grosse Fläche rufe danach, bespielt zu werden, so Trentini.
Allerdings machte sich die Künstlerin wenig Hoffnung, dass sie grünes Licht bekommen würde. Doch die Erlaubnis der Bauherrschaft erfolgte schnell und sie rüstete sich mit Stiften sowie einer Warnweste aus, um beim Malen allfällige Gefahren zu bannen. Bei schönstem Herbstwetter, aber dennoch mit einem mulmigen Bauchgefühl, setzte die sie am Wümmetfäscht-Sonntag den Stift an.
Ein farbenfrohes Werk
Trentini, aber auch die Bauherrschaft rechneten damit, dass die Aktion Kopfschütteln, Unverständnis oder sogar Ärger auslösen würde. Aber das Gegenteil war der Fall. Nur einige wenige – notabene jüngere Personen – fragten die Künstlerin, ob das, was sie da mache, nicht illegal sei.
Die meisten Passant*innen blieben interessiert stehen und gaben ihrem Gefallen am Kunstwerk gebührend Ausdruck. Einige bedankten sich sogar explizit für das farbenfrohe, fantasievolle Werk, für das die Künstlerin florale und geometrische Elemente vermischte und so das Gleichgewicht von Natur und Architektur versinnbildlichen möchte.
Den ursprünglichen Plan, die Bauwand am Wümmetfäscht-Sonntag fertig zu gestalten, verwarf sie jedoch rasch. Mittlerweile hat sie schon über 20 Stunden investiert und in jeder Regenpause werden es mehr. Die Arbeit und die vielen netten Begegnungen, die daraus entstehen, bereiten ihr so viel Freude, dass sie sich entschlossen hat, im Sinne eines «work in progress» bis auf Weiteres daran zu arbeiten.
Um Physiklabore vor Umwelteinflüssen wie Erschütterungen, Temperaturschwankungen oder Magnetfeldern abzuschirmen, ist ihre Erstellung tief in der Erde sinnvoll. Dort können hochsensible Experimente stattfinden. Die ETH Zürich baut seit rund zwei Jahren auf dem Hönggerberg ein solches Physikgebäude mit dem Kürzel HPQ (die «Höngger Zeitung» berichtete). Es sei, wie die ETH damals mitteilte, das baulich komplexeste Projekt, das sie je realisiert habe. Das Gebäude wird nach den Plänen der Ilg Santer Architekten in Zürich erstellt.
In den Fels hinein
An der Wolfgang-Pauli-Strasse, dort, wo einst die Huber-Pavillons standen, klafft nun eine gigantische viereckige Grube. Die Baustelle ist aus Sicherheitsgründen gut abgeschirmt und bei der Vorbeifahrt schwer zu sehen. Ein Eindruck des Ausmasses entsteht, wenn die Grube von oben betrachtet wird, etwa vom benachbarten HIT-Gebäude – oder von ganz unten in der Baugrube. Daniel Baum, Gesamtprojektleiter HPQ bei der Abteilung Immobilien der ETH Zürich, und die Fachstelle Campus Community Relations luden die «Höngger Zeitung» auf eine Führung ein. Seit knapp sieben Jahren ist Baum in das Projekt involviert.
Die Bauarbeiten gehen voran. Wenn auch leicht verzögert: «Der Baugrund war massiver und daher musste der Terminalplan nach hinten verschoben werden», erklärt Baum. Planmässig wäre die finale Tiefe bereits Mitte des Jahres erreicht gewesen. Das sei nun im nächsten Frühling der Fall, so Baum. Die Grube hat aktuell, von der Wolfgang-Pauli-Strasse aus gerechnet, eine Tiefe von 20 Metern, 8 weitere Meter folgen. «Wir graben in den Fels hinein.» Das habe aber auch einen entscheidenden Vorteil: «Die Bodenplatten des Gebäudes werden im Fels verankert.» Auf ihnen werden künftig die Labore für sensible Experimente gebaut.
Um Vibrationen minimieren zu können, werden diese Laborbereiche schwingungsarm auf gefederten Sockeln gelagert. Die Anforderungen an die Vibrationsarmut sind bei diesen Laboren sehr hoch. Zum Vergleich: Stellt man sich vor, welche Vibrationen ein Mensch noch spüren kann, so dürfen in den speziellen Laboren 130-mal weniger Vibrationen gemessen werden, um die gewünschten Resultate bei den Experimenten nicht zu gefährden. Grosse Störfaktoren sind beispielsweise die am zukünftigen Gebäude vorbeifahrenden Busse.
Ein Pool im Berg
Auffallend an der Grube sind die massiven Rohre, die an den Ecken befestigt sind. Es handelt sich um sogenannte Baugrubenspriessungen, die den Druck stabilisieren. «Wir haben hier sehr hohes Grundwasser», erklärt Baum. Dieses wird fortlaufend abgepumpt: «Stellen Sie sich einen Pool vor, bei dem das Wasser aussen ist, aber von innen abgepumpt wird.» Man baue das Gebäude quasi in den besagten Pool hinein, so Baum. Die Baugrubenspriessungen werden mit dem künftigen Bau des Gebäudes nach und nach abgebaut.
Doch nicht nur die Labore sind der Grund für das tiefe Graben, sondern auch das gesamte Volumen des Gebäudes. So gehören überirdisch angelegte Labor- und Bürogeschosse, ein öffentliches doppelgeschossiges Erdgeschoss und ein Dachgeschoss mit Haustechnikaufbauten dazu. In Zahlen: 15 294 Quadratmeter Arbeitsfläche werden auf 13 Geschossen untergebracht. Hinter dem Gebäude entsteht zudem der neue Teil des Flora-Ruchat-Roncati-Gartens mit einem Teich, der auch als Rückhaltebecken bei Starkniederschlägen dient.
Eine Gemeinschaft
In sechs Jahren soll das neue Physikgebäude, das nach den Energiestandards Minergie ECO sowie SGNI-Gold erschaffen wird und mit 311 Millionen Franken budgetiert ist, eröffnet werden. Nicht nur eine lange Zeit für Baum, sondern auch für die Angestellten, die in diversen Funktionen bei dem Bau engagiert sind. Aktuell seien es, so Baum, rund 30 Bauarbeiter vor Ort und insgesamt über 100 Personen aus Planungsteams, Spezialisten und ETH-internen Teams, die am Projekt beteiligt sind. Wenn der eigentliche Bau des Gebäudes beginnt, steige auch die Anzahl der auf dem Bau arbeitenden Personen. Die Dauer des Projekts sei für alle eine Herausforderung, aber das Engagement sei gross und es entstehe eine Gemeinschaft.
Seit Urzeiten verwendet der Mensch Materialen, Werkzeuge und Hilfsmittel, um sich in der Umwelt zu behaupten. Waren es zu Beginn natürliche Materialien, welche verwendet wurden, sind es heute auch künstlich hergestellte Materialien, die zu Innovationen verhelfen. An insgesamt sechs Veranstaltungen widmet sich die ETH in diesem Herbst im Rahmen ihrer beliebten öffentlichen Veranstaltungsreihe «Treffpunkt Science City» dem Thema.
Die Erlebnissonntage
Der erste Erlebnissonntag am 27. Oktober steht unter dem Titel «Vom Neandertaler zum Homo plasticus». Dabei geht es in sechs Vorträgen etwa um Materialien, die die Welt verändern, den Rohstoff Holz, die Wiederverwertung von Abfällen, die Problematik von Chemikalien wie PFAS, den Siegeszug des Plastiks und die Selbstheilungskräfte bestimmter Materialien.
Im Jugendlab werden Biokunststoffe genauer unter die Lupe genommen und die jüngsten Besucher*innen können in verschiedenen Werkstätten mit Materialien experimentieren. Demonstrationen und Führungen runden die Informationsveranstaltung ab.
Weitere Erlebnissonntage finden am 3. (Ultraleicht, ultrafest und ultraschnell), 17. (Giftige Stoffe, gesunde Lösungen) und 24. November (Alles schön im Kreislauf halten) statt.
Treffpunkt Science City
Herbstprogramm 2024 «Wunderstoffe»: Neue Materialien sollen die Probleme der Menschheit lösen. Wie werden wir schädliche Substanzen los, die Mensch und Umwelt belasten? Gibt es bald Bio-Batterien, gezüchtetes Fleisch oder Implantate aus Magnesium? Entdecken Sie, wie intelligente Materialien sich selbst reparieren oder die Erderwärmung stoppen. (Quelle: ETH Zürich)
Es ist halb sieben Uhr morgens: Im Alters- und Pflegeheim der Hauserstiftung Höngg beginnt ein neuer Tag. Sowohl für die Mitarbeitenden wie auch für die fast 40 Personen, die dort leben. «Wir haben viele Frühaufsteher bei uns», erzählt der Pflegefachmann Jörg Helminski. Kurz nach sieben Uhr wird im Speisesaal im Erdgeschoss und im Stübli auf dem 1. Stock das Frühstück serviert, das bis 9.30 Uhr eingenommen werden kann. Im Stübli finden sich jene Personen ein, die aus vielerlei Gründen Hilfe bei der Nahrungsaufnahme benötigen. Es ist auch möglich, das Frühstück im Zimmer zu sich zu nehmen oder einfach nur den Kaffee. Einen «Zwang» gibt es nicht.
Geselliges Quartiermittagessen und Hausbesichtigung
Jeweils an einem Sonntag im Monat wird der Quartierbevölkerung in der Hauserstiftung ein feines Drei-Gang-Mittagessen, inkl. Mineral und Kaffee, für CHF 30.– serviert. Eine gesellige Gelegenheit, die Hauserstiftung nicht nur kulinarisch ein bisschen kennenzulernen.
Sonntag, 20. Oktober, 11.50 Uhr
mit Hausführung um 14.30 Uhr in der Cafeteria Anmeldung bitte jeweils bis spätestens Freitagmittag, 18. Oktober.
Die Stimmung ist ruhig, ab und zu ertönt eine Klingel – Bewohnende rufen nach dem Personal. Jörg Helminski und seine Kolleginnen agieren «im Hintergrund»: Der Morgen ist die Zeit der Körperpflege, die in den Zimmern stattfindet. Der Aufwand ist individuell, auf Wünsche wird nach Möglichkeit eingegangen. Manche kommen gut allein zurecht, andere benötigen Unterstützung, vielleicht beim Duschen oder beim Anziehen der Stützstrümpfe. So ist der Morgen für das Pflegeteam, das von Elvira Hajdarpasic geleitet wird, die intensivste Zeit. Es ist ein kollegiales Team: «Wir alle helfen einander», sagt sie. Hinter ihr im Stationszimmer hängen die Einsatzpläne an der Wand – sie zeugen von einer organisatorischen Meisterleistung.
Tür an Tür
Es gibt klare Standards für Alters- und Pflegeheime, die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gibt diese vor. In Höngg befinden sich mehrere angesehene Häuser, die alle über ihren eigenen Charakter verfügen: das städtische Gesundheitszentrum für das Alter Bombach, das Pflegezentrum Riedhof, das Tertianum Residenz Im Brühl und jenes der Hauserstiftung, dessen Leiter Romano Consoli ist. Sein Haus, das 1924 von Johann Heinrich Hauser gegründet und 1930 eröffnet wurde, ist relativ klein.
Aktuell können dort 38 Zimmer auf drei Etagen bezogen werden, alle mit eigenem Badezimmer. Einzelzimmer sind begehrt, Doppelzimmer nicht. Die Grösse variiert, wenige verfügen über einen Balkon. Die Zahl der Angestellten in der Pflege, im Hausdienst, in der Küche und in der Administration beläuft sich auf rund 50 Personen, deren Stellenprozente unterschiedlich sind. Speziell in der Hauserstiftung ist, dass es keine getrennten Abteilungen gibt, beispielsweise für Demenzerkrankte. Alle Bedürfnisse, darunter auch die der palliativen Pflege, finden sich Tür an Tür.
Gemeinsam singen
Der Alltag wird kurzweilig gestaltet, in der Fachsprache nennt sich das Aktivierung. Das Ziel ist die Erhaltung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Bewohnenden unter Berücksichtigung ihrer Interessen und Möglichkeiten. Immer freiwillig, denn Selbstbestimmung und Eigenverantwortung werden grossgeschrieben. In der Hauserstiftung finden täglich Veranstaltungen, Aktivitäten und Unterhaltungsangebote statt, viele sind auch öffentlich. Das können Lesungen, Konzerte oder Spielnachmittage sein, aber auch Angebote wie Gedächtnistraining oder gemeinsames Turnen stehen auf dem Programm. Dazu gesellen sich Dienstleistungsangebote wie der hauseigene Coiffeursalon, der Besuch des Arztes oder die Fusspflege. Selbst Andachten werden angeboten.
Am heutigen Morgen ist in der Cafeteria, deren Blickfang ein grosses Aquarium ist, das gemeinsame Singen von Volksliedern vorgesehen. Die Leitung liegt bei der Bewohnerin Margrit Reithaar, einer «Ur-Hönggerin», die im Quartier viele kennen. Sie kann mit dem Pianisten Heinz Rutishauser rund ein Dutzend singfreudige Personen empfangen. Reithaar kümmert sich darum, dass alle ein Liederbuch erhalten, dann wird gesungen: Es erklingen «S’Guggerzytli» und das «Rütlilied».
Vor dem Mittagsschläfchen
Gegen Mittag sind die Tische im Esssaal und im Stübli gedeckt, die saisonale Auswahl, die der Küchenchef Roger Leone mit seinem Team zubereitet, beinhaltet zwei Menüs. Das Mittagessen verläuft friedlich, die ruhigen Gespräche sind vielseitig. Auch hier ist das Pflegepersonal dabei und nimmt sich Zeit für die Betreuung. Anschliessend bevorzugen viele ein kleines Mittagsschläfchen, darunter auch Margrit Reithaar. Zuvor lädt sie noch in ihr Zimmer ein. Wie sieht das traute Heim in einer Seniorenresidenz aus?
Bei ihr ist es ein gemütlich eingerichtetes Zimmer mit vielen Büchern, Bildern und Gegenständen. Telefon und Fernseher sind vorhanden, ein kleiner Kühlschrank ebenso. «Einige der Möbel konnte ich mitnehmen, das Bett hingegen nicht», sagt sie. Denn dieses muss von Beginn weg ein Pflegebett sein, das verstellbar ist. Die Bewohnerin erzählt, dass es ihr freier Entschluss war, in ein Altersheim zu ziehen, also liess sie sich auf die obligate Warteliste setzen. Als sie das Zimmer schliesslich begutachten konnte, zögerte sie keine Sekunde: Ein kleiner Balkon, auf dem sie die Sonne und ihre Blumen geniessen kann, ist ihr Luxus. «Der Eintritt in das Heim war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe.»
Ein Vorurteil über das Leben in einer Seniorenresidenz ist jenes des Unfreiheit. Es gibt Lebenssituationen, bei denen die Freiheit eingeschränkt wird, sei es wegen Demenz oder aus körperlichen Gründen. Doch das wäre an jedem anderen Wohnort auch so. «Unsere Bewohnenden sind völlig frei, sie alle haben einen Schlüssel und können gehen und kommen, wie sie möchten», sagt Romano Consoli. Allerdings wird Wert daraufgelegt, dass man benachrichtigt wird, sollte jemand länger abwesend sein.
Die Dokumentation ist wichtig
Auch an den Nachmittagen werden Aktivierungen angeboten, an diesem Tag ein Alphornkonzert im Garten des Hauses. Das Publikum ist zahlreich. Andere ziehen es vor, sich mit Gästen in der Cafeteria zu treffen. «Es gibt Angehörige, die schauen mehrmals die Woche vorbei, bei anderen Bewohnenden sind die Besuche selten», sagt Pflegefachmann Jörg Helminski. Was zur Sprache kommt, ist die Einsamkeit.
Umso mehr wird man in einer Altersresidenz vor dieser «geschützt»: Da sind nicht nur die Mitbewohnerinnen, da ist auch das Pflegepersonal, das mit den Menschen einen Spaziergang unternimmt, sie zum Arzt begleitet oder einfach für sie da ist. Und manchmal erhalten die Menschen auch tierische Gesellschaft: Die zwei Katzen Diva und Minusch, die in der Hauserstiftung leben, sind die heimlichen Stars und überaus zutraulich.
Auch wenn der Nachmittag gelassener erscheint als der geschäftige Morgen, so ist das Pflegepersonal stets auf Trab. Und was viele nicht wissen: Ein wichtiger Teil der Pflege ist die Dokumentation. «Wir müssen alle Handlungen festhalten, auch wenn sie für Aussenstehende unbedeutend wirken», sagt Jörg Helminski. Es wird täglich notiert, ob beispielsweise jemand zu wenig trinkt, welchen Puls er hat und wie der Zustand der Person ist. Diese Dokumentation hilft nicht nur der Pflege, um Massnahmen zu planen, sondern dient auch den Krankenkassen als Leistungsnachweis – die Kosten müssen stets begründet werden.
Die Menschen werden älter
Der Abend naht und es wird Zeit für das Znacht. Dieses ist auf Wunsch vieler Bewohnenden ein klassisches Café complet, aber der Küchenchef Roger Leon hat selbstverständlich auch ein Abendmenü auf der Karte. Noch einmal treffen sich die Senior*innen im Saal oder im Stübli und halten einen Schwatz, während andere sich in ihr Zimmer zurückziehen.
So friedlich der Tag scheint – die Augen werden vor der Realität nicht verschlossen. Die Pflege steht vor gewaltigen Herausforderungen: «Die Menschen werden immer älter», erzählt Pflegefachmann Helminski, und der Pflegenotstand ist ein beunruhigender Fakt. In der Hauserstiftung herrsche aber kein Personalmangel, wie er betont. Nicht jeder Eintritt sei zudem völlig selbstbestimmt, fügt er an. Und die Demenz ist weiter verbreitet als noch vor 20 Jahren. Es wird auch über das Sterben gesprochen. Der Tod gehöre zur Arbeit in der Pflege dazu.
Die Nachtruhe beginnt allmählich, während Minusch und Diva hellwach werden. Mit ihnen zwei Pflegepersonen, welche die Nachtschicht antreten. Sie kümmern sich bis in die Morgenstunden um die Bewohnenden, sollten diese nachts Hilfe benötigen. Und bald beginnt ein neuer Tag.
Der «Höngger» veröffentlicht in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.
Die ETH Zürich hat im September das Trinkwasser in allen Gebäuden mit Jahrgang 1980 und älter flächendeckend auf gesundheitsgefährdende Schwermetalle hin geprüft, wie sie auf ihrer Website schreibt.
In den allermeisten Gebäuden sei die Wasserqualität demnach einwandfrei. Nicht auf dem Campus Hönggerberg: Bei den Gebäude HPF, HPM, HPP und HPT wurden bei vereinzelten Proben die gesetzlich vorgegebenen Höchstwerte für die Schwermetalle Blei und Nickel «teilweise deutlich überschritten».
Für Erwachsene, die das Wasser regelmässig konsumiert haben, bestehe «kein relevantes gesundheitliches Risiko», so der ETH-Arbeitsmediziner Dr. Leonhard Sigel im entsprechenden Artikel. Aber für Schwangere, Stillende und Kleinkinder unter sechs Jahren empfiehlt er eine individuelle Risikobeurteilung im Rahmen einer betriebsärztlichen Beratung.
Vorsichtsmassnahmen
Die ETH schreibt, man solle das Wasser in den betroffenen Gebäuden nicht mehr trinken. Man werde die Ursache der erhöhten Schwermetallwerte eruieren und Lösungsmassnahmen umsetzen. Die Wasserhähne in den Pausenräumen wurden bis auf Weiteres geschlossen, Aushänge weisen Mitarbeitende auf die Situation hin.
Zum Händewaschen sei das Wasser unbedenklich, weshalb die Wasserhähne auf den Toiletten geöffnet bleiben. Als Sicherheitsmassnahme sollten Schwangere, Stillende und Kinder unter 6 Jahren das Wasser aber nicht zur Körperpflege wie beispielsweise Zahnreinigung verwenden.
Als Sofortmassnahmen wurden sowohl vor den Toiletten als auch in den Pausenräumen Wasserspender aufgestellt.
Ein Artikel von Oliver Fini, Quartierverein Wipkingen
Es sind verschiedene Meldungen zu gefährlichen Verkehrssituationen auf der Röschibachstrasse die Hardbrücke entlang bis zur Wipkingerbrücke, vor dem Coop Wipkingerplatz und an der Ecke zur Überführung über die Rosengartenstrasse eingegangen.
Die Gefährdung entsteht durch das Nebeneinander verschiedenster Verkehrsteilnehmenden auf dem Trottoir Richtung Wipkingerplatz. Auf dieser Strecke verkehren auf engem Raum Fussgänger*innen, Kinder, Velofahrende sowie Elektroroller. Durch die Abwärtsneigung sind vor allem Zweiräder teilweise sehr schnell unterwegs.
Gefahr besteht durch eine Mischung der genannten Gruppen: Die Geschwindigkeitsunterschiede sind beträchtlich. Da keine Markierungen bestehen, bewegt sich der Verkehr unkontrolliert auf der genannten Strecke.
DAV wurde involviert
Ein sicherer Umgang mit der Situation und Freiheiten erfordert ein hohes Mass an Eigenverantwortung. Dies ist leider nicht immer gegeben. Deshalb wurde diesbezüglich die Dienstabteilung Verkehr (DAV) zwecks Evaluierung und Problemlösung involviert. Im Rahmen einer Begehung konnten die Gefahrenstellen beobachtet werden.
Die Gefährlichkeit der Situation wurde von der DAV bestätigt. Der anschliessende Austausch war äusserst konstruktiv: Es besteht eine hohe Bereitschaft, die komplexe Problematik anzugehen und zeitnah aber auch in pragmatischen Schritten Abhilfe zu schaffen.
So, dass man allen Verkehrsteilnehmenden gerecht wird. Wir bedanken uns im Voraus herzlich bei der DAV!
Neben der Spitex Zürich, die einen Leistungsauftrag der Stadt hat, sind zahlreiche weitere, private Organisationen tätig, die Menschen zu Hause betreuen. Eine davon ist die Spitex «z’Züri dähei» der Hönggerin Nina Hodzic. Ihre Schwester Lana Mujcinovic unterstützt sie bei der Administration und hat dem «Höngger» ein paar Fragen zu ihrer Arbeit beantwortet.
Welche Dienstleistungen kann man bei Ihrer Spitex in Anspruch nehmen? Lana Mujcinovic: Wir sind ein 24-Stunden-Betrieb. Zum Angebot gehört einerseits Behandlungspflege, also Aufgaben wie Medikamente richten, Blutdruck messen, Injektionen verabreichen oder Wundbehandlungen. Daneben sind wir für die Grundpflege, also Körperpflege, Hygiene und das An- und Auskleiden da. Und schliesslich übernehmen wir Betreuung und hauswirtschaftliche Dienstleistungen. Das umfasst Arbeiten wie Einkaufen, Abwaschen, Aufräumen, aber auch Tier- und Pflanzenpflege.
Wer bezahlt diese Dienstleistungen? Für öffentliche und private Spitex-Anbieter existiert ein einheitliches Abrechnungssystem: Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Behandlungs- und Grundpflegekosten, wobei unsere Kundschaft pro Tag 7.65 Franken selbst bezahlt. Vom Rest übernimmt die Krankenkasse 90 Prozent der Kosten, 10 Prozent werden mit der Kundschaft abgerechnet. Hauswirtschaftliche Kosten übernimmt die Zusatzversicherung, falls eine abgeschlossen wurde, Betreuungskosten werden nicht übernommen.
Wie wird festgelegt, wie viel Zeit für die Pflege der einzelnen Person zur Verfügung steht? Je nach Pflegefall wird durch den Hausarzt eine Verordnung erstellt, anhand derer die Pflegezeiten festgelegt werden. Alles, was über die von Arzt und Krankenkasse bewilligte Verordnung hinausgeht, muss von der Kundschaft selbst bezahlt werden.
Zu Hause leben bis ans Lebensende ist für viele eine Wunschvorstellung. Aber haben die Menschen, die pflegebedürftig zu Hause sind, auch mit Einsamkeit zu kämpfen? Wir empfinden es so, dass die meisten Menschen, die sich entscheiden, zu Hause zu bleiben, sehr gut damit klarkommen. Wir besuchen sie bis zu dreimal täglich. Und viele haben Angehörige, die sich neben uns auch sehr gut um sie kümmern.
Was sind Gründe, die den Wechsel in eine Institution notwendig machen? Ein Wechsel steht in der Regel dann an, wenn jemand rund um die Uhr Betreuung braucht. Das können sich die allerwenigsten leisten. Doch erfreulicherweise können wir den meisten unserer Kundinnen und Kunden den Wunsch, bis zu ihrem Ableben zu Hause zu bleiben, erfüllen.
So funktioniert die Pflege zu Hause
Im Alter wünschen sich viele Menschen, so lange wie möglich zu Hause wohnen zu bleiben. Doch wenn Pflege notwendig wird, sind die Angehörigen oft nicht in der Lage, alle Aufgaben zu bewältigen. In solchen Fällen unterstützt die Spitex. Hier die Reportage lesen.
Im Fokus: Wertvolle Jahre
Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von Betagten und Menschen mit Behinderung widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.
Insgesamt sind im Rahmen des Musikfestivals «Preludium & Friends» 21 Live Acts zu hören. Am Samstagabend werden im reformierten Kirchgemeindehaus von 18 bis 23 Uhr sieben von ihnen auf der Bühne stehen.
Preludium
Die Band präsentiert ein faszinierendes Repertoire an Eigenkompositionen vonAndy Eastwood, die grösstenteils in den 1980ern entstanden sind, aber auch frisch arrangierte neue Songs umfassen, die auf dieser nostalgischen Basis aufbauen. Andy Eastwood (Gitarre & Gesang), André Meier (Bass), Bert Horvath (Keys), Rolf Eberhart (Gitarre) und Peter Nogter (Schlagzeug) vereinen ihre Talente, um ein Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.
Dan Jaxon
Drummer Andy Gantenbein liefert kraftvolle Beats, während Bassist Urs „Üse“ Müller die Grooves zum Puls der Musik werden lässt. Gitarrist Andi „Coni“ Conrad zaubert beeindruckende Riffs, und Tom Schläpfer sorgt mit seinen Keyboard-Klängen für den harmonischen Hintergrund. Sänger Stefan „The Voice“ Voli vereint sanfte Melodien mit kraftvollen Ausbrüchen. Zusammen bieten Dan Jaxon eine fesselnde musikalische Reise, die im Ohr bleibt und den Rock neu definiert.
Giulia Fly
Giulia Fly ist eine aufstrebende Künstlerin im Bereich der elektronischen Musik. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus House, Pop und Ethnic zieht sie Fans aus der ganzen Welt an. Ihre Songs wie „Calm the Fire“ und „Viva La Vida“ lassen das Publikum in ekstatische Welten eintauchen und versprühen pure Energie. Giulia hat sich nicht nur als Sängerin, sondern auch als DJane etabliert, die mit ihren Performances für heisse Nächte und wilde Partys sorgt.
Penelope Athena
In den Medien wie auch auf den Bühnen ist sie bereits ein bekanntes Gesicht. Penelopes erstes Album «Querbeet» war ein voller Erfolg in die Charts. Nebst den Produktionsarbeiten für Ihr 2. Album, unterstützt sie auch Bionicman musikalisch mit dem Song „Be human – Be Strong“. Ausserdem unterstützt sie gesanglich die Schweizer Kinderorganisation mit dem kommenden Swiss Allstar Song, welcher als Premiere im KKL stattgefunden hat.
missfelder
missfelder ist das Soloprojekt des Zürcher Songschreibers Manuel Missfelder. Dabei vereint er spielend seine Vorlieben für Gitarrenmusik und eingängige Pop-Melodien. Das Genre bezeichnet er dabei selbst als Rock’n’Pop. Er lässt Platz für textliche Tiefe und musikalische Spielereien, wirkt dabei jedoch nie verkopft oder abgehoben. Er singt über das Leben. So, wie er es erlebt.
Lost in Quiet
Die Indierock-Band Lost in Quiet aus Zürich erblickte vor einem Jahr das Licht der Musikszene. Bestehend aus fünf jungen Mitgliedern, präsentiert Lost in Quiet dynamische Kompositionen, durchdrungen von atmosphärischen Klängen und kraftvollen Rockelementen. Darüber hinaus verleihen sie bekannten Liedern mit ihrem eigenen kreativen Twist eine neue Dimension. Mit ihrem Premierenauftritt stehen sie nun bereit, die Bühne zu betreten und ihre Klanglandschaft mit der Welt zu teilen.
DJ Alice D.
DJ Alice D. ist ein Produkt der Techno-Kultur der 90er Jahre in Basel und ihrer psychedelischen Bewegung. Alice D. begann im Alter von 15 Jahren Schallplatten aufzulegen, nachdem sie viele Jahre musikalische Ausbildung genossen hatte, inspiriert durch ihren Großvater, einem leidenschaftlichen Musiker, und weil sie sich in elektronische Musik, insbesondere Progressive Trance, verliebt hatte.
Preludium & Friends Musikfestival
Das Festival findet vom Freitag, 27., bis Sonntag, 29. September in Höngg im reformierten Kirchgemeindehaus statt. Es ist offen für alle – ob Jung oder Alt.