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  • «Weihnachten stirbt nicht aus»

    «Weihnachten stirbt nicht aus»

    Der reformierte Kirchenchor singt an diesem Weihnachtsgottesdienst Teile aus dem «Oratorio de Noel» von Camille Saint-Saëns, einem der bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. In seinem Oratorium werden in lateinischer Sprache Texte aus dem Neuen und Alten Testament vertont.

    Ergänzt wird das Programm durch die berühmte Motette «Panis Angelicus» von César Franck, die in einer Fassung für Solo-Sopran und Chor erklingt. Die romantischen Kompositionen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schaffen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre, um die frohe Botschaft von Weihnachten zu übermitteln.

    Letzter Auftritt

    Neben dem Kirchenchor musizieren die Sopranistin Catriona Bühler, das Kammerorchester Aceras und die Organistin Tamar Midelashvili Good. Für Kantor Peter Aregger ist es der letzte Auftritt als Leiter des Kirchenchors: Nach 25 Jahren geht er in den vorzeitigen Ruhestand.

    Für die Texte und die Predigt zum Thema «Weihnachten stirbt nicht aus» sorgt Pfarrer Matthias Reuter. Zudem wir das Abendmahl mit Wein oder Traubensaft im Gemeinschaftskelch oder in Einzelbechern gefeiert.

    Weihnachtsgottesdienst

    Donnerstag, 25. Dezember,
    10 Uhr, reformierte Kirche Höngg

  • Fahrplanänderung: Das müssen Sie im Kreis 10 beachten

    Fahrplanänderung: Das müssen Sie im Kreis 10 beachten

    Linie 13 wird zur 50

    Für ein Jahr – die Dauer der Baustelle am Bahnhofquai, das hindernisfrei ausgebaut wird (siehe unten) – wird die temporäre Linie 50 statt der 13 nach Höngg fahren. Diese verkehrt auf der Strecke Frankental – Sihlquai/HB – Auzelg. Der 13er fährt daher lediglich zwischen Albisgüetli und Bahnhofstrasse und wird ab der Bahnhofstrasse zur Nummer 4, die neu bis zur Rehalp fährt. Für Fahrgäste vom Albisgüetli nach Höngg bedeutet dies, dass sie dort umsteigen müssen.

    Linie 89 & Linie 78

    Der Bus der Linie 89 wird in seiner Routenführung verlängert und verkehrt dann ab Frankental bis nach Unterengstringen. Damit ersetzt er die bisherige Linie 304. Die Strecke Frankental – Heizenholz wird neu durch die Linie 78 bedient, die vom Dunkelhölzli via Bahnhof Altstetten bis zum Heizenholz verkehrt. In den Stosszeiten besteht auf dieser Linie neu alle 7,5 Minuten eine Verbindung, zudem wird der Betrieb in den Randzeiten erweitert: Neu wird der Abschnitt täglich bis etwa 00.30 Uhr (bisher 20.30 Uhr) sowie am Sonntagmorgen bereits ab 6.00 Uhr (bisher 7.45 Uhr) bedient.

    Neue Linie 44

    Die neue Buslinie 44 fährt zur Hauptverkehrszeit von der ETH Hönggerberg via Bahnhof Affoltern nach Reckenholz.

    Haltestelle Pflegezentrum Käferberg

    Diese Haltestelle heisst neu nur noch Käferberg.

    Tramhaltestelle «Bahnhofquai» wird barrierefrei

    Mit rund 44 000 Fahrgästen täglich gehört die Tramhaltestelle «Bahnhofquai» zu den wichtigsten ÖV-Knotenpunkten in der Stadt. Die heutige Anlage stammt aus den 1950er-Jahren und wird altersbedingt saniert und erweitert. Mit dem Ausbau verbessert die Stadt den Komfort und stellt die Barrierefreiheit sicher. Die Umsetzung erfolgt nach dem Projekt «EGENDER» von Joos & Mathys Architekten AG aus Zürich und Ferrari Gartmann AG aus Chur. Im Architekturwettbewerb überzeugte ihr Entwurf durch die transparente Gestaltung, die den historischen Kontext respektiert und zugleich modern wirkt.

    Anspruchsvolle Arbeiten im dichten Zentrum

    Aufgrund der speziellen Lage gestalten sich die Bauarbeiten besonders anspruchsvoll. Damit das Tram künftig stufenlos zugänglich ist, muss die Strasse auf der Seite des Hauptbahnhofs um 1,2 Meter näher an das Bahnhofsgebäude verschoben werden. Gleichzeitig muss während der Bauzeit die Zufahrt zur zentralen Anlieferung des Bahnhofs jederzeit gewährleistet bleiben. Weil die Haltestelle denkmalgeschützt ist und das «ShopVille» teilweise darunter liegt, ist zudem besonders vorsichtiges, aufwendiges Bauen nötig. Aus Sicherheitsgründen können die Arbeiten nur ohne Tramverkehr erfolgen.

    Bauablauf und Kosten

    Nach dem Fahrplancwechsel am 14. Dezember 2025 starten die Vorbereitungsarbeiten und die Fahrleitungen werden abgenommen, das Mobiliar ausgeräumt und die Bauwerke unterhalb der Haltestelle untersucht. Ab Mitte Januar 2026 beginnen die Abbruch- und Strassenbauarbeiten, im April und Mai folgen Gleisbauarbeiten. Ab Juni werden die Hochbauarbeiten an den Wartehallen ausgeführt.

    Ab Herbst ersetzt die Stadt den Kiosk und stattet die Haltestelle mit Ticketautomaten, Sitzbänken und weiterem Mobiliar aus. Bis zur Wiederinbetriebnahme der Haltestelle Mitte Dezember 2026 werden letzte Fertigstellungsarbeiten ausgeführt. Die Gesamtkosten für die Sanierung (inklusive der bereits erfolgten Gleisbauarbeiten im Sommer 2025) belaufen sich auf 28,56 Millionen Franken.

    Einschränkungen für den öffentlichen Verkehr

    Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 wird die Haltestelle bis zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2026 nicht bedient. Neben der Baustelle führt auch das neue Tramnetz Süd zu zahlreichen Streckenänderungen bei den Tramlinien. Den Fahrgästen wird empfohlen, für die Reiseplanung den online Fahrplan oder die ZVV-App zu benützen. 

    Verkehrsbeschränkungen für den Fuss-, Velo- und Autoverkehr

    Mit dem Fahrplanwechsel der VBZ und der gleichzeitigen Sperrung des Bahnhofquais für die Trams nimmt die Anzahl der Tramquerungen über die Bahnhof- und Walchebrücke deutlich zu. Um einen reibungslosen Verkehrsablauf zu gewährleisten, wird die Umleitung bereits ab dem 10. Dezember 2025 eingerichtet.

    Für Autos wird der Rechtsabbieger von der Bahnhofbrücke in den Bahnhofquai aufgehoben. Vom Seilergraben her in Richtung Chur, Luzern und Autobahnanschluss Westring kann die Baustelle via Rudolf-Brun-Brücke umfahren werden. Autofahrende mit dem Ziel Sihlquai und weiter zum Autobahnanschluss Westring werden via Central, Stampfenbach- und Walchestrasse umgeleitet. Auch in Richtung Höngg, Flughafen und Winterthur wird der Autoverkehr via Central, Stampfenbachstrasse und Neumühlequai geführt. Die Zufahrt zum Bahnhofplatz erfolgt via Stampfenbachstrasse, Stadtgraben, Central und Bahnhofbrücke.

    Für Velos wird ab dem 19. Januar 2026 die Unterführung Bahnhofquai stadteinwärts gesperrt. Vom Sihlquai her können Velofahrende den Stadttunnel nutzen. Aus den anderen Richtungen können sie dem oberen Bahnhofquai entlangfahren.

    Für Fussgänger*innen werden die Zugänge zur Tramhaltestelle Bahnhofquai gesperrt. Sie können die Unterführungen durch das «ShopVille» nutzen.

    Die Umleitungen sind vor Ort signalisiert.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • E-Bike-Fahrer nach Kollision schwer verletzt

    E-Bike-Fahrer nach Kollision schwer verletzt

    Um 19.45 Uhr fuhr ein E-Bike-Fahrer auf der Trottenstrasse stadtauswärts. Auf der Verzweigung mit der Waidstrasse kollidierte dieser mit einem von rechts kommenden Auto. Dabei stürzte der 43-jährige E-Bike-Lenker und verletzte sich schwer.

    Die Sanität und der Notarzt von Schutz & Rettung Zürich brachten den Verletzten nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort in ein Spital.

    Der genaue Unfallhergang wird durch die Stadtpolizei Zürich geklärt. Für eine umfassende fotografische, massliche und materielle Beweissicherung rückten Spezialist*innen des Unfalltechnischen Dienstes der Stadtpolizei Zürich aus.

    Zeugenaufruf:

    Personen, die Angaben zum Unfallhergang, vom Donnerstagabend, 11. Dezember 2025, um 19.45 Uhr an der Verzweigung Trottenstrasse mit der Waidstrasse machen können, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117 zu melden.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei

  • Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Man kann das Thema fast nicht mehr hören: Was soll mit der Rosengartenstrasse geschehen? Und wie wird man der Lärm- und Schadstoffemissionen Herr? Seit Jahrzehnten wird darüber gestritten. Doch einer einvernehmlichen Lösung ist man bisher kaum nähergekommen.

    Hier die jüngsten Ereignisse im Schnelldurchlauf: Im Jahr 2020 wurde die vom Kanton geplante Tram- und Tunnellösung vom Stimmvolk deutlich abgelehnt. Als Massnahme gegen die Lärmbelastung entschied der Stadtrat daraufhin 2021, auf der Rosengartenstrasse Tempo 30 einzuführen. Die Kantonspolizei verweigerte jedoch die Zustimmung, wogegen die Stadt ihrerseits rekurrierte.

    Der Rechtsstreit zwischen Stadt und Kanton liegt mittlerweile beim Verwaltungsgericht. Die Annahme der kantonalen Mobilitätsinitiative Ende November befeuert diese Auseinandersetzung weiter, da der Kanton damit über Tempolimiten in den Städten zu entscheiden vermag.

    Unabhängig davon soll vonseiten der Stadt im kommenden Jahr zumindest eine kleinere Massnahme umgesetzt werden: Im November genehmigte der Gemeinderat den Baukredit für zwei Fussgängerübergänge über die Rosengartenstrasse.
    Parallel dazu erarbeitet das Tiefbauamt aktuell einen Dialogprozess.

    Dieser ist Bestandteil einer Motion des Gemeinderats aus dem Jahr 2021, welche die «Entlastung und stadtverträgliche Umgestaltung der Rosengartenachse» fordert. Der Mitwirkungsprozess mit verschiedenen relevanten Interessensvertreter*innen soll «ergebnisoffen zu einer tragfähigen Entwicklungsstrategie» führen.

    Holpriger Start

    Im Verlauf dieses Jahres haben dafür zwei Vorbereitungstreffen einer Spurgruppe stattgefunden. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich als äusserst harzig. Denn von den 21 eingeladenen Interessensvertreter*innen sind bei Weitem nicht alle zu einem Dialog bereit.

    So ist zum Beispiel der Vertreter des kantonalen Amts für Mobilität der Spurgruppe ferngeblieben. Auf eine Anfrage dieser Zeitung hat das Amt bisher nicht reagiert. Wie jedoch Sabina Mächler, beim Tiefbauamt der Stadt für die Kommunikation zuständig, auf Anfrage erklärt, habe der Kanton eine «aktive Rolle bei der Planung im Dialogprozess abgelehnt und die Teilnahme an den Spurgruppensitzungen abgesagt».

    Ebenso wenig teilgenommen haben die beiden Verkehrsverbände ACS und TCS. Für den ACS, so Ruth Enzler, die Präsidentin der Zürcher Sektion, sprächen mehrere Punkte gegen eine Teilnahme: So sei etwa die Auswahl der Teilnehmenden mehrheitlich mobilitätsfeindlich und der Prozess kaum ergebnisoffen, sondern diene eher der politischen Legitimation angedachter Pläne.

    «Kommt hinzu, dass es sich bei der Rosengartenstrasse um eine der wichtigsten drei Einfallachsen in die Stadt handelt und diese in die Kompetenz des Kantons fällt. Seit dem deutlichen Abstimmungsresultat vom 30. November zum Strassengesetz gibt es für uns erst recht keinen Sinn, dass wir an einer rein städtischen Echogruppe zu diesem Thema teilnehmen.»

    Der Gewerbe- sowie der Hauseigentümerverband Zürich verzichten ebenfalls auf eine Mitarbeit. Wie Albert Leiser, Direktor des Hauseigentümerverbands Zürich (HEV) erklärt, stellt auch der HEV die Ergebnisoffenheit des Prozesses infrage: «Wir partizipieren gerne an Veranstaltungen, wo man sich einbringen kann. Aber hier sind die Meinungen bereits gemacht, neue Erkenntnisse sind nicht vorhanden.»

    Gemischte Gefühle

    An beiden Sitzungen teilgenommen hat dagegen der Verein Klimastadt Zürich. Man beteilige sich, so der Geschäftsleiter Martin Busekros, «auch wenn der Dialog ohne die Gegenseite nicht so effektiv ist.» Es habe sich tatsächlich schon die Frage gestellt, ob der Prozess noch sinnvoll sei. Die Meinung, dass die Konsensfindung dennoch konstruktiv sei, überwiege aber.

    Die IG Westtangente Plus dagegen hat sich nach den ersten Sitzungen für einen Rückzug aus dem Dialogverfahren entschieden. Die Nichtteilnahme von ACS und TCS sowie des Kantons verunmögliche den Dialog, ein Spielraum für konsensuale Entscheidungsfindung sei zudem aufgrund der unvereinbaren Positionen nicht gegeben.

    Der Dialogprozess sei damit nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern führe sogar dazu, dass kapazitätsbegrenzende Bauprojekte verzögert würden, so die IG in einem Schreiben an das Tiefbauamt.

    Kritik übt auch der Wipkinger Quartierverein (QV). Eine Spurgruppe ohne die wichtigsten Akteure sei sinnlos, ein Dialog zwischen Stadt und Kanton während des Rechtsstreits nicht möglich. Die Spurgruppenarbeit verkomme zur Alibi-Übung, wofür die Zeit der freiwillig Engagierten schlicht zu schade sei, erklärt Präsident Beni Weder.

    In einem offenen Brief an alle Beteiligten plädiert der QV dafür, sich für das zukünftige Verfahren ein Beispiel an der kürzlich fertiggestellten Autobahneinhausung in Schwamendingen zu nehmen. Hier sei eine «städtebauliche Wunde geheilt worden», während an der Rosengartenstrasse eine für die Anwohnerschaft annehmbare Lösung politisch seit Jahrzehnten blockiert sei.

    Es gehe nun darum, sich zurückzubesinnen auf das Kernproblem: die «unzumutbare Belastung der Anwohnerschaft durch Lärm und Schadstoffe».

    Und die Stadt?

    Wie die Rosengartenstrasse macht also auch das geplante Dialogverfahren offenbar niemanden wirklich glücklich. Die Stadt bedauere die Absagen der Interessensvertreter*innen, erklärt die Vertreterin des Tiefbauamts, Sabina Mächler. Sie betont, dass ein Einstieg beziehungsweise Wiedereinstieg in die Arbeit jedoch jederzeit möglich sei.

    Man bemühe sich um eine «möglichst ausgewogene Vertretung der Stakeholder im Dialogprozess». Wie gross die Beteiligung hier sein wird, wird sich nach den gemachten Erfahrungen allerdings erst noch weisen müssen.

  • Stadtrat: Beschwerde gegen die «Mobilitätsinitiative»

    Stadtrat: Beschwerde gegen die «Mobilitätsinitiative»

    Der Stadtrat wird beim Bundesgericht Beschwerde gegen die vom Kantonsrat beschlossene Änderung des Strassengesetzes vom 31. März 2025 betreffend Volksinitiative «Gemeinsam vorwärtskommen auf Hauptverkehrsachsen – Ruhe im Quartier (Mobilitätsinitiative)» einreichen.

    Gemäss der Gesetzesrevision soll neu der Kanton zuständig für Geschwindigkeitsanordnungen auf Staatsstrassen und Strassen mit überkommunaler Bedeutung sein. Der entsprechende Entzug bestehender Rechte ist für die Städte Zürich und Winterthur ein Eingriff in die Gemeindeautonomie und erfordert gemäss Kantonsverfassung vorab ein qualifiziertes Anhörungsverfahren der Gemeinden und Städte des Kantons Zürich.

    Ein Widerspruch?

    Ein solches Verfahren hat indes nicht stattgefunden. Zudem würde mit den neuen Bestimmungen die vom Bundesrecht geforderte umfassende Interessenabwägung bei Geschwindigkeitsreduktionen verunmöglicht, da die Geschwindigkeit nur noch in Ausnahmefällen und über kurze Strecken herabgesetzt werden darf.

    Aus Sicht des Stadtrats widerspricht die Vorlage damit dem Bundesrecht, das eine Lärmsanierung von Strassen vorschreibt, wenn die Lärmschutzgrenzwerte überschritten sind.

    Ablehnung durch die Stadtzürcher Stimmbevölkerung

    Gegen den Beschluss des Kantonsrats wurden das Kantonsratsreferendum sowie das Gemeindereferendum von den Städten Zürich und Winterthur ergriffen, woraufhin die Vorlage am 30. November 2025 von der kantonalen Stimmbevölkerung mit einem Ja-Stimmenanteil von 56,77 Prozent angenommen wurde. Die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich hat die Vorlage mit einem Nein-Anteil von 57,24 Prozent abgelehnt.

    Bereits 2021 hat die Stadt Zürich in einem vergleichbaren Fall Beschwerde erhoben und Recht erhalten. Das Bundesgericht hob 2022 den angefochtenen Beschluss zur Revision des Strassengesetzes auf und bestätigte, dass eine formelle Anhörung der Gemeinden bei sie betreffenden Gesetzesänderungen zwingend erforderlich sei.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Zusammen in die Zukunft

    Zusammen in die Zukunft

    Schon im Vorfeld der «ZUsammenKUNFT» Guthirt konnte man mitwirken. Etwa indem man bei einer Gratiswurst, mit der sich die Kirchgemeinde bei all ihren Mitgliedern bedankte, einen Fragebogen in die bereitstehenden Urnen steckte oder diesen per Mail einreichte. Zahlreiche Vorschläge gingen ein. Diese wurden an der «ZUsammenKUNFT» gesichtet und gebündelt.

    Moderator Viktor Diethelm strukturierte die Themen und regte an, vor dem Umsetzen einzelner Projekte die Chancen und Gefahren von Bewahrung und Veränderung zu diskutieren: Wenn alles bleibt, wie es ist, ergibt das Sicherheit und Heimat für die bisher hier Tätigen. Doch fühlen sich Neue dann auch wohl? Umgekehrt besteht bei lauter Neuem die Gefahr, dass sich die Bisherigen abgehängt fühlen. Beides will niemand!

    Ein Ort für alle

    Hingegen war man sich einig: Wir stehen dazu, Kirche zu sein und katholisch zu sein. Bei uns gibt es einen Ort der Begegnung für alle. Und wir bieten ein Lebensplus, auch in Krisen. Vor diesem Hintergrund war viel Lust zu spüren, Neues und Altes zu verbinden. Es gingen Ideen ein aus den Bereichen Spiritualität, Liturgie, Soziales, Kurse, Musik und Geselliges.

    Da und dort sprang der Funke gleich über, und schnell waren die ersten Ideen realisiert: So laden die Organisten neu vor bestimmten Gottesdiensten ein, gemeinsam ein unbekanntes Lied einzuüben, um so die gesangliche Beteiligung zu erleichtern. Zudem treffen sich nun monatlich die Bücherfans vom neu gegründeten «Lesezeichen Guthirt». Gemeinsam wählen sie ein Buch aus und treffen sich nach der Lektüre zum lustvollen Austausch.

    Und am Sonntag, 14. Dezember, lädt die «Kirche kunterbunt» erstmals Gross und Klein zu einem vielfältigen, frechen Programm ein (siehe unten). Anderes ist noch in Planung. So will man insbesondere den Aussenraum mit Kirchplatz und Kirchenterrasse in Zukunft besser nutzen.

    Fortsetzung folgt! Denn abgeschlossen ist der Prozess nicht: In Guthirt will man am Ball bleiben und bereit sein für neue Wege.
    Informationen über den Prozess und bisherige Ergebnisse:
    www.guthirt.ch/ZUsammenKUNFT

    Redaktionelle Beiträge von:

    Pfarrei Guthirt
    Guthirtstrasse 3–7, 8037 Zürich

    Telefon 044 279 10 50
    Mail: info@guthirt.ch, www.guthirt.ch

  • Gesprächsangebot «malreden» ist über die Feiertage erreichbar

    Gesprächsangebot «malreden» ist über die Feiertage erreichbar

    Für viele bedeutet die Weihnachtszeit Wärme und Begegnungen, für andere kann sie herausfordernd sein. Aus diesem Grund macht eine Medienmitteilung von malreden auf das Gesprächsangebot aufmerksam: Wer in diesen Tagen das Bedürfnis hat, zu erzählen oder sich auszutauschen, findet bei malreden ein zugewandtes Gegenüber. Geschulte Freiwillige nehmen täglich von 09.00 bis 20.00 Uhr Anrufe entgegen, schenken Zeit und hören aufmerksam zu. Das Angebot ist kostenlos, anonym und vertraulich unter der Telefonnummer 0800 890 890 erreichbar.

    Gemeinsam statt einsam

    malreden schafft Verbindung in Momenten, in denen Austausch guttut. Eine Anruferin bringt es gemäss Medienmitteilung auf den Punkt: «malreden gibt mir die Möglichkeit mit jemandem zu reden, damit ich die Worte nicht verliere.»

    Auch kurze Plaudereien können Momente entstehen lassen, in denen Menschen sich gesehen fühlen, neue Gedanken entwickeln oder einfach durchatmen können. Gerade in diesen Wochen setzt malreden ein Zeichen für Mitgefühl und Zusammenhalt, denn Gespräche können Halt und Orientierung schenken.

    Quelle: Medienmitteilung malreden

    Verwandter Artikel

    Im Rahmen der Serie «Wertvolle Jahre» setzte sich die «Höngger Zeitung» mit dem Thema auseinander: Was bedeutet Einsamkeit für den Menschen? Was lässt sich dagegen unternehmen? Darin wird eine Liste von Anlaufstellen in Zürich aufgeführt.

    Hier lesen: Einsamkeit im Alter

  • Wie sauber ist die Luft in Zürich?

    Wie sauber ist die Luft in Zürich?

    Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) hat an 47 Standorten in der Stadt Zürich die Luftqualität überwacht. Eine Medienmitteilung der Stadt berichtet, dass die neuen Messdaten eine Verbesserung zeigen: Feinstaub (PM10 und PM2.5) lag 2024 an allen Messorten unter den gesetzlichen Grenzwerten. Ein grosser Teil des Feinstaubs stammt weiterhin aus dem Umland und kann lokal nur begrenzt beeinflusst werden. Auch die Russpartikel gingen weiter zurück.

    Stickstoffdioxid an verkehrsreichen Strassen weiterhin erhöht

    Die Stickstoffdioxid-Belastung ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dennoch wird der Grenzwert entlang stark befahrener Strassen weiterhin überschritten. Dies betrifft etwa Teile der Innenstadt oder Strassen mit vielen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen. Der motorisierte Verkehr bleibt die wichtigste lokale Quelle für Stickoxid-Emissionen. Studien zeigen, dass bereits Belastungen unterhalb der Grenzwerte zu Atemwegsreizungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen können.

    Ozonbelastung stark von Sommerwetter abhängig

    Ozon wird nicht direkt ausgestossen, sondern entsteht durch chemische Reaktionen aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen. Es reagiert stark auf Hitze und Sonneneinstrahlung. Deshalb kommt es an heissen Sommertagen weiterhin zu erhöhten Belastungen. Trotz sinkender Emissionen der Ausgangsstoffe verbessert sich die Ozonbelastung gemäss Medienmitteilung langfristig nur langsam. Die Werte unterscheiden sich stark zwischen Strassenabschnitten und städtischen Randgebieten.

    Stickoxid an der Rosengartenstrasse weiterhin über Grenzwert

    Im Kreis 10 wurden die Messungen an der Rosengartenstrasse, beim Schulhaus Nordstrasse sowie beim Schulhaus Vogtsrain durchgeführt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Standorten weist die Rosengartenstrasse Belastungen über dem Grenzwert auf. Diese sind jedoch gegenüber dem Jahr 2020 deutlich gesunken. Gemessen wurde hier auch die Entwicklung des Verkehrsaufkommens. Da dieses in den vergangenen neun Jahren praktisch stabil geblieben ist, muss, so die Erkenntnis der Stadt, «der Rückgang der Stickoxidemissionen auf die verringerten Emissionen» zurückzuführen sein.

    WHO-Richtlinien setzen höhere Massstäbe

    Alle vier Jahre werden erweiterte Messungen durchgeführt. Sie liefern zusätzliche Erkenntnisse zu Metallen, Staubniederschlägen und Feinstaubzusammensetzung. «Zürich hat bei der Luftqualität viel erreicht. Unsere Massnahmen wirken und schützen die Gesundheit. Damit die Luft noch sauberer wird, müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen. Dies kann mit einem attraktiven öffentlichen Verkehr, energieeffizienten Gebäuden und modernen Heizsystemen erreicht werden», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements laut Medienmitteilung.

    Im Vergleich zu den geltenden Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich strengere Richtwerte (2021). Diese machen sichtbar, dass auch niedrige Schadstoffkonzentrationen gesundheitliche Auswirkungen haben können und der Handlungsbedarf weiter besteht. Saubere Luft senkt das Risiko für Erkrankungen und verbessert die Lebensqualität.

    Der aktuelle Bericht präsentiert die Ergebnisse der breit angelegten Messkampagne 2024 – und bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Belastung.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • An Weihnachten ein Zeichen der Solidarität setzen

    An Weihnachten ein Zeichen der Solidarität setzen

    Die Aktion «2 x Weihnachten» findet dieses Jahr bereits zum 29. Mal statt. Wie eine Medienmitteilung vom Roten Kreuz erklärt, wird die Aktion gemeinsam von der SRG, der Schweizerischen Post, Coop und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) getragen.

    Jede und jeder kann mithelfen und im Rahmen der Aktion «2 x Weihnachten» ein Zeichen der Solidarität setzen: Entweder selbst ein Paket packen und kostenlos per Post versenden oder Geld spenden für die Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Osteuropa und Zentralasien.

    Die gespendeten Lebensmittel sollten noch mindestens sechs Monate haltbar sein. Besonders geeignet sind: Müesli, Konfitüre und Schokoaufstrich fürs Frühstück, Babynahrung, Tee, Kaffee und Öl. Weiter eignen sich Hygieneprodukte wie Zahnpasta, Zahnbürsten und Mundspülungen. Vorkonfektionierte Spendenpakete können zudem in ausgewählten Coop-Filialen, auf coop.ch und im Supercard Prämienshop gekauft werden.

    Hilfe für Menschen in Not

    Mit jedem gespendeten Paket werden Menschen in Not unterstützt – darunter ältere oder kranke Menschen sowie alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Laut Medienmitteilung muss eine armutsbetroffene Einzelperson in der Schweiz mit 2315 Franken im Monat auskommen. Einer Familie mit zwei Elternteilen und zwei Kindern stehen rund 4050 Franken zur Verfügung.

    Die Spenden im Rahmen der Aktion «2 x Weihnachten» entlasten das Haushaltsbudget von armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz punktuell. Vom Geld, das diese nicht für die Artikel des täglichen Bedarfs ausgeben müssen, können sie sich etwas anderes leisten, das für sie sonst nicht bezahlbar wäre.

    Die Aktion «2 x Weihnachten» unterstützt die Betroffenen entweder direkt oder über Institutionen. Die gesammelten Grundbedarfsartikel werden schweizweit durch das Schweizerische Rote Kreuz verteilt.

    Mit den Geldspenden für die Aktion «2 x Weihnachten» werden Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Armenien, Bosnien und Herzegowina, Kirgistan und Moldawien unterstützt. Die Wintermonate sind für benachteiligte Menschen besonders herausfordernd, insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende oder kinderreiche Familien. Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in den vier Ländern helfen mit Gutscheinen für Lebensmittel und Hygieneartikel.

    Grosse Solidarität im letzten Jahr

    Im vergangenen Jahr zeigten die Schweizer Bevölkerung und zahlreiche Unternehmen grosse Solidarität. Für die Verteilung in der Schweiz wurden 390 Tonnen Lebensmittel und Körperhygieneprodukte gespendet. Und für Rotkreuz-Winterhilfeprojekte in Osteuropa und Zentralasien kamen 222 000 Franken zusammen. Dank der Aktion «2 x Weihnachten» erhielten somit 50 000 benachteiligte Menschen eine dringend benötigte Unterstützung.

    Quelle: Medienmitteilung Rotes Kreuz

  • Eine Schweiz ohne Gletscher?

    Eine Schweiz ohne Gletscher?

    Die Schweiz ist das Land der Berge – und der Gletscher. Doch Letztere sind in ihrer Existenz bedroht; der Klimawandel setzt ihnen zu, die Eisflächen schmelzen in grossem Stil. Das ist nicht nur optisch ein Verlust, sondern hat sowohl lokal als auch global gravierende Auswirkungen.

    Um auf die Problematik aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Bedeutung von Gletschern im Klimasystem zu schärfen, haben die Vereinten Nationen daher das Jahr 2025 zum «Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher» erklärt.

    Der «Höngger» hat die Gelegenheit genutzt, dem Glaziologen Lukas Rettig von der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich zum Abschluss des Jahres einige Fragen zu stellen.

    Lukas Rettig, die Schweizer Gletscher schmelzen. Allein in diesem Jahr hat ihr Volumen nach Angaben der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Landschaft, Biodiversität, Naturgefahren sowie Schnee und Eis (kurz WSL) um drei Prozent abgenommen. Wie gross ist die Fläche momentan noch und in welchem Ausmass hat sie sich in den vergangenen 100 Jahren verändert?

    Lukas Rettig: Das letzte vollständige Schweizer Gletscherinventar stammt aus dem Jahr 2016 und umfasst 1400 einzelne Gletscher mit einer Gesamtfläche von knapp 1000 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Vor etwa 50 Jahren betrug die vergletscherte Fläche noch mehr als 1300Quadratkilometer und um das Jahr 1850, zum Ende der sogenannten Kleinen Eiszeit, war sie nahezu doppelt so gross wie heute. Was wir also in den letzten 100 Jahren beobachten können, ist ein stetiger Gletscherrückgang, der sich nach dem Jahr 2000 noch einmal beschleunigt hat. Und seit 2016 hat sich die Fläche jedes Jahr weiter verringert.

    Ein Vorgang, der sich weiter fortsetzen wird. Was sind die Erwartungen, wie werden sich die Schweizer Gletscher in den kommenden 50 Jahren verändern?

    Der Rückgang unserer Gletscher wird sich auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter fortsetzen, so viel ist sicher. Denn Gletscher reagieren immer mit einer gewissen Verzögerung auf Klimaveränderungen. Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 nochmal mindestens ein weiteres Drittel des Eises in den Alpen verloren gehen wird. Wie es dann in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitergeht, hängt massgeblich davon ab, ob wir den Anstieg der globalen Temperaturen auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen können. Gelingt dies, dann wird wohl auch im Jahr 2100 noch ein kleiner Teil der Schweizer Gletscher erhalten bleiben, zumindest in den höheren Lagen. Kommt es allerdings zu einem deutlich höheren Temperaturanstieg, dann werden auch diese Gletscher wahrscheinlich bald verschwinden.

    Wo schmelzen die Gletscher am schnellsten – global gesehen?

    Weltweit sind Gletscher im Rückgang begriffen, es gibt jedoch durchaus auch regionale Unterschiede. Tatsächlich gehören die Alpen zu den Regionen, in denen der prozentuale Verlust besonders stark ausgeprägt ist, auch weil hier die Temperaturen stärker steigen als im globalen Durchschnitt. Es gibt aber andere Regionen auf der Erde, insbesondere in den höheren Breiten, in denen insgesamt mehr Eis schmilzt, einfach weil dort auch mehr und grössere Gletscher existieren.

    Der Schwund der Gletscher hat weitreichende Auswirkungen auf die Schweiz – und weltweit. Was ist hier zu erwarten?

    Der Gletscherschwund hat eine Vielzahl von Folgen sowohl für die Schweiz als auch auf globaler Ebene und ich kann hier nur einige Beispiele nennen. Einerseits sind die Gletscher ein wichtiger Bestandteil des Wasserkreislaufs und zahlreiche grosse Flüsse werden von Gletscherschmelzwasser gespeist. Wenn die Gletscher verschwinden, hat das also beispielsweise Folgen für die Trinkwasserversorgung, die Energiegewinnung (Stichwort Wasserkraft) und die Landwirtschaft. In der Schweiz sind die Gletscher zudem ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes und prägen unser Landschaftsbild. In den Gebirgsregionen müssen sich sowohl Einheimische als auch der Tourismus an diese veränderten Gegebenheiten anpassen. Auch bestimmte Naturgefahren, wie Steinschläge oder Ausbrüche von Gletscherseen könnten an Häufigkeit zunehmen. Auf globaler Ebene hat der Schwund der Gletscher natürlich noch viel drastischere Auswirkungen. Zu nennen ist hier in erster Linie der Anstieg des Meeresspiegels, durch den zahlreiche Küstenregionen weltweit bedroht sind.

    Können die Gletscher in einem wirklich kalten Winter auch wieder wachsen?

    Im Winter ist es für einen Gletscher gar nicht so entscheidend, wie kalt es ist. Viel wichtiger ist, dass sich über den Winter ausreichend Schnee auf dem Gletscher ansammelt, denn dieser Schnee bildet die Grundlage dafür, dass sich mit der Zeit neues Eis bilden kann. Dafür ist es allerdings notwendig, dass der Schnee im folgenden Sommer nicht wieder vollständig schmilzt, die Temperaturen im Sommer sind also sehr entscheidend. Wenn über mehrere Jahre im Winter mehr Schnee fällt, als im Sommer schmelzen kann, dann können Gletscher theoretisch auch wieder wachsen. Das ist aber angesichts der derzeitigen Klimaentwicklung keine wirklich realistische Annahme.

    Es gibt doch auch Bemühungen, die Gletscher durch einfache, pragmatische Lösungen vor der Schmelze zu schützen, etwa durch das Abdecken mit Textilplanen. Bringen diese Massnahmen etwas?

    Man sieht tatsächlich hin und wieder, dass Teile von Gletschern mit Textilplanen abgedeckt werden. Theoretisch kann so die Gletscherschmelze auch sehr effizient verringert werden. Ein solches Abdecken der Gletscher wird derzeit allerdings nur lokal begrenzt angewendet und nur dort, wo ein konkreter wirtschaftlicher oder touristischer Nutzen des Gletschers, zum Beispiel für den Wintersport, besteht. Eine grossflächige Abdeckung von ganzen Gletschern, geschweige denn Gebirgen, ist wohl weder technisch realisierbar noch wirtschaftlich zu finanzieren. Zudem sind die ökologischen Auswirkungen dieses Vorgehens noch zu wenig erforscht. Eine Alternative zu einem ehrgeizigen Klimaschutz ist diese Massnahme also sicher nicht.

    Was müsste sich denn verändern, damit die Gletscher nicht weiter abschmelzen?

    Der einzig effektive Weg, um den Rückgang der Gletscher langfristig aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen ist es, einen weiteren starken Anstieg der globalen Temperaturen zu verhindern. Und das kann nur gelingen, wenn wir rasch unsere Treibhausemissionen reduzieren und in absehbarer Zeit auf null bringen.

    2025 ist das Internationale Jahr zum Erhalt der Gletscher. Welche Ziele wurden dieses Jahr verfolgt?  

    Wir hoffen natürlich, dass das Internationale Jahr zum Erhalt der Gletscher die Aufmerksamkeit und das Problembewusstsein sowohl in der Bevölkerung als auch bei Entscheidungsträgern gestärkt hat. Es ist wichtig, dass wir dokumentieren, was passiert, aber auch aufzeigen, warum es sich lohnt, unser Klima und somit unsere Gletscher nachhaltig zu schützen.

    Zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Was haben Sie sich von der vor wenigen Tagen beendeten Klimakonferenz im brasilianischen Belem erwartet?

    Die Hoffnung war natürlich, dass es den verhandelnden Parteien gelingen würde, sich auf verbindliche Ziele zum Klimaschutz zu einigen und dass sie einen konkreten Plan zum Ausstieg aus den fossilen Energien vorlegen würden. Nun wurden zwar einige Abmachungen getroffen, aber es bleibt abzuwarten, ob und wie diese dann auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Persönlich hätte ich mir ambitioniertere Ziele gewünscht, denn die Zeit drängt, und jedes Zehntelgrad zählt, um die Folgen des Klimawandels und damit auch des Gletscherrückgangs abzuschwächen.