Im Zusammenhang mit der Besetzung der ehemaligen Post am Wipkingerplatz hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die Festnahme und anschliessende Ausweisung eines pro-palästinensischen Aktivisten als rechtswidrig eingestuft, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Den 53-jährigen jordanisch-amerikanischen Doppelbürger nahm die Polizei während der Besetzung des leerstehenden Postgebäudes in Wipkingen im Januar 2025 fest. Gemäss dem Zeitungsbericht hätte er dort auftreten sollen.
Eine «Entführung»
Die Aktion war Teil von Protesten gegen den Krieg im Gazastreifen. In der Folge wurde der Aktivist mehrere Tage festgehalten und anschliessend aus der Schweiz weggewiesen. Er bezeichnete die Massnahme laut dem «Tages-Anzeiger» als «Entführung».
Laut dem Urteil fehlte den Behörden sowohl für die Festnahme als auch für die ausländerrechtlichen Massnahmen eine genügende gesetzliche Grundlage. Der Kanton Zürich wurde verpflichtet, die Verfahrenskosten zu übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Besetzung der ehemaligen Post steht seit längerem im Quartier im Fokus städtebaulicher und politischer Diskussionen, da das Gebäude seit 2023 besetzt ist und die Stadt Zürich kürzlich den Bau gekauft hat.
Das furchtbare Brandunglück in Crans-Montana mache den Stadtrat tief betroffen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Seine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freund*innen sowie allen Menschen, die seit der Silvesternacht für Betroffene im Einsatz stehen. Seit dem 2. Januar 2026 sind die Flaggen auf dem Stadthaus und an anderen prominenten Stellen in der Stadt Zürich auf Halbmast gesetzt.
Die Schweigeminute
Der Bund hat für diesen Freitag, 9. Januar 2026, für 14 Uhr eine schweizweite Schweigeminute angekündigt. Stadtpräsidentin Corine Mauch und weitere Mitglieder des Stadtrats treffen sich zu diesem Zeitpunkt zum gemeinsamen stillen Gedenken auf dem Münsterhof. Sie laden die Bevölkerung ein, sich ihnen anzuschliessen. Anschliessend, ab 14.15 Uhr, findet in der Fraumünster-Kirche ein Gedenkanlass mit verschiedenen Religionsvertretenden statt.
Glockengeläute
Die reformierte Kirche Zürich informiert auf ihrer Website, dass nach dem Stundenschlag um 14 Uhr die Kirchenglocken für fünf Minuten läuten. Das Glockengeläut werde demnach aus allen Schweizer Kirchen zu hören sein. Die Menschen seien laut der reformierten Kirche landesweit zum stillen Gebet, zum Gedenken an die Verstorbenen, zur Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen eingeladen.
Der Bischof Joseph Maria Bonnemain bat gemäss Website von Katholisch Stadt Zürich alle Pfarreien, am Freitag, 9. Januar, nach dem Stundenschlag 14 Uhr um ein fünfminütiges Glockengeläut. So auch die katholische Kirche Heilig Geist in Höngg.
In der Höngger Kirche
Die Kirchen würden als Raum für Gebet, Stille und Trauer zur Verfügung stehen, heisst es weiter. So auch in Höngg und Oberengstringen: Die beiden reformiertes Kirchen seien am Freitag, 14 Uhr, geöffnet. Man erhalte die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden. In Höngg wird der Pfarrer Beat Gossauer zur Zeit des Geläutes in der Kirche bereit sein für Gespräche.
Auch die katholische Pfarrei Heilig Geist in Höngg wird gemäss Anfrage zur stillen Einkehr geöffnet sein, so, wie jeden Tag.
Auch ein Zeichen des Dankes
Der Trauertag und das Glockengeläute seien auch ein Zeichen des Dankes an alle, die mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass die Krise bewältigt werden kann, wie die Kirche schreibt. Dies gilt insbesondere für die Rettungskräfte, die Menschen im medizinischen, psychologischen, seelsorglichen Dienst, aber auch die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger.
Quelle: Reformierte Kirche Zürich, Katholisch Stadt Zürich, Medienmitteilung Stadt Zürich
Es stellt sich je länger je mehr heraus, dass sich die Umsetzung des Uferwegs entlang des südlichen Limmatufers von einem Langstreckenlauf zu einem Marathon entwickelt hat. Ein solcher Weg ist seit vielen Jahren ein Bedürfnis der Bevölkerung beidseits der Limmat, von den Behörden immer wieder versprochen, aber bis heute nicht umgesetzt.
Vom Amuse-Bouche zum verbarrikadierten Steg
Der Limmatuferweg Süd, vom Hauptbahnhof bis zum Wipkingerplatz, ist im regionalen und kommunalen Richtplan eingetragen. Ein Streckenabschnitt dieses südlichen Limmatuferwegs wurde der Bevölkerung im Abstimmungskampf zur Aufstockung des Swissmill-Turms quasi als Amuse-Bouche schmackhaft gemacht.
Das heisst, der Streckenabschnitt wurde mit dem privaten Gestaltungsplan «Aufstockung Kornhaus Swissmill» (701.390, Art 12) konkretisiert, indem der Raum für «eine öffentliche Fusswegverbindung mit einer Breite von mindestens 1,5 Meter» entlang des Limmatufers gesichert wurde. Entlang des Turms und weiterer Gebäude erstreckt sich seither ein Steg, der aber für die Bevölkerung verbarrikadiert ist.
Ende November hat der Quartierverein Wipkingen im Einsatz für die Umsetzung des südlichen Limmatuferwegs nun einen Etappensieg errungen. Geplant ist eine Begehung zusammen mit Vertreter*innen von Stadt, Kanton und den Quartiervereinen Wipkingen und Kreis 5. So können wir vor Ort aufzeigen, dass die Realisierung des Wegs machbar ist.
Martin Bürlimann und Kurt Gammeter, welchen Bezug zu Wipkingen habt ihr beide?
Kurt Gammeter: In Wipkingen bin ich geboren, aufgewachsen, und ich lebe bis heute im Elternhaus. Mein Vater hatte hier einst eine Bäckerei, auch ich erlernte den Beruf. Später eröffneten wir die Goldstück Reinigung. Ich habe immer viel über das Quartier und seine Menschen mitbekommen, und so wuchs mein Interesse an Wipkingen stetig.
Martin Bürlimann: Ich kam als Student von Wettingen nach Zürich. Zu Zeiten der offenen Drogenszene am Letten zog ich nach Wipkingen, weil die Miete günstig war. Ich begann, mich im damaligen Gewerbeverein Wipkingen zu engagieren, lernte viele Menschen kennen und habe das Quartier intensiv erlebt. Wipkingen hat eine hochinteressante Geschichte.
Wie begann eure Zusammenarbeit?
Kurt Gammeter: Der Gewerbeverein gab damals die Broschüre «Euses Wipkingen» heraus – mit Reklame und Porträts, alles aus dem Quartier. Ein Wettbewerb mit einem alten Foto, dessen Standort man erraten musste, generierte viele Zuschriften. Das Interesse war so gross, dass wir beschlossen, die Wettbewerbsauflösung mit einem Anlass in Guthirt zu verbinden. Dabei stellten wir gemeinsam weitere Bilder vor – «Damals & heute». Das war der Startschuss.
Martin Bürlimann: Selbst ich konnte den eigenen Wettbewerb damals nicht lösen (lacht). Das hat mich zusätzlich angespornt, mehr über Wipkingen zu erfahren.
So entstand euer erstes Werk «Wipkingen – vom Dorf zum Quartier».
Martin Bürlimann: Zunächst dachten wir an eine DVD, dann rückte aber ein Bildband in den Fokus. Da wir Zugang zu vielen Archiven hatten und uns immer wieder Material gebracht wurde, erarbeiteten wir das Buch mit Fotos sowie den entsprechenden Texten. Es erschien 2006. Bei der Arbeit gab es immer wieder Entdeckungen und Überraschungen. In der Recherche kamen Dinge zum Vorschein, die wahnsinnig spannend sind. Etwa die industrielle Entwicklung und der Erfolg Wipkingens.
Wie seid ihr vorgegangen?
Martin Bürlimann: Kurt machte die Bilder und lieferte Hintergrundinformationen, ich schrieb die Texte. Um das Buch zu veröffentlichen, gründeten wir den Wibichinga Verlag – und damit waren wir erfolgreich. «Wipkingen – vom Dorf zum Quartier» interessiert bis heute viele Menschen, besonders Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger: Sie wollen wissen, wie das Quartier entstanden ist, wo seine Wurzeln liegen. Zudem: Archivarbeit kann ein Abenteuer sein. Weil wir mit der Zeit eine gewisse Bekanntheit erlangten, erhalten wir viel Material, bekommen Zugang zu Archiven und es werden uns Geschichten zugetragen.
War das Buch auch die Grundlage für eure Rubrik «Damals»?
Kurt Gammeter: Ja, in «Damals» konnten wir Themen vertiefen, die im Buch nur angerissen wurden. In den Artikeln konnten wir uns entfalten – und das bis heute. Unser erster Beitrag handelte vom Bau des neuen Schulhauses im Jahr 1824, das schlicht «Wipkingerschule» genannt wurde. Seit 2016 berichteten wir in dieser Zeitung über die Geschichte Wipkingens.
Und es sollte nicht bei einem Buch bleiben.
Kurt Gammeter: Ein Jahr später brachten wir «Lebensbilder – Begegnungen im Käferberg» heraus, ein Auftragswerk, geschrieben von Annabeth Schallenberg mit schönem Layout von Albert America. Sie hatte die Idee, die Lebensgeschichten von Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegezentrums – 40 an der Zahl – mit Fotos zu veröffentlichen. Da war ein Opernsänger dabei, ein weltweit tätiger Werber – persönliche Geschichten, die sonst oft hinter den Mauern eines Pflegeheims «verschwinden».
Martin Bürlimann: Es folgte 2009 «Glockengeläut», ebenfalls eine Auftragsarbeit für die reformierte Kirche. Das Buch erzählt vom ersten Kirchlein im Mittelalter bis zur heutigen Kirche im Quartier. Danach kam «Café Letten – ein Lesebuch»: eine Bildercollage und Zeitreise durch das damalige Lettenquartier – ein Projekt für die Baugenossenschaft Letten.
Ihr seid viel in der Vergangenheit unterwegs – was haltet ihr vom heutigen Wipkingen?
Martin Bürlimann: Wir urteilen nie und sagen nicht Dinge wie «früher war es schöner». Wir berücksichtigen immer auch die jeweilige Zeit und den Kontext. Bei der Recherche hilft es auch, sich emotional zurückzunehmen, das gelingt nicht immer (lacht). Und natürlich gibt es Bausünden, aber die gibt es überall.
Habt ihr schon ein neues Projekt?
Martin Bürlimann: Unser nächstes Buch handelt von Wipkingen in den 1940er-Jahren, den Kriegsjahren und dem Widerstand. Wir haben das Thema bereits in der Rubrik «Damals» aufgegriffen, aber es gibt viel mehr zu erzählen. Was passierte damals wirklich in Wipkingen? Wie gestaltete sich das Alltagsleben?
Kurt Gammeter: Neben dem militärischen Widerstand existierte auch der zivile Widerstand und wir erinnern etwa an die Wipkingertagungen als Gegenbewegung zu den «Fröntlern». Und wir werden zeigen, dass wir hier in Wipkingen – und generell in der Schweiz – keineswegs völlig sicher waren. Bei der Operation Tannenbaum wäre ein Angriff über Waldshut erfolgt, der dann auch über Wipkingen geführt hätte.
Vielen Dank für das Gespräch!
Die Bücher im Wibichinga-Verlag
«Damals: Wipkingen – ein Bilderbogen»
ISBN: 978-3-75753-707-4
«Wipkingen – vom Dorf zum Quartier»
ISBN: 978-3-95231-490-6
«Café Letten – Ein Lesebuch. Eine Zeitreise durch den Letten»
ISBN: 978-3-95231-493-7
Ich lese gerade ein Buch. «Geflochtenes Süssgras», heisst es. Ich bin noch gar nicht weit: Von den 400 Seiten habe ich gerade 100 geschafft, und dennoch bin ich schon sehr beeindruckt. Die Autorin ist Robin Wall Kimmerer, eine amerikanische Biologin. Sie berichtet darin über die «Weisheit der Pflanzen». Klingt gar nicht so unbedingt nach einem Thema, das mich packen würde.
Klar, ich liebe die Natur, aber esoterisch angehaucht bin ich eher weniger. Aber es geht Wall Kimmerer nicht um Esoterik. Sondern um eine andere Sicht auf die Welt. Denn die Autorin ist nicht nur Wissenschaftlerin und Professorin, sondern auch Mitglied der Citizen Potawatomi Nation und Direktorin des «Center for Native Peoples and the Environment». Sie erzählt, wie sie irgendwann begonnen hat, die ihr fremde Sprache Potawatomi, die ihren Grosseltern einst zu sprechen verboten wurde, zu lernen.
Und vor welch grosse Probleme sie dieses Projekt gestellt hat. Weil das System der Sprache so ganz anders ist als das der englischen – und das der Wissenschaft. Das Englische, so erklärt sie, besteht zu einem Grossteil aus Nomen. Dinge und Gegenstände sind unheimlich wichtig in dieser sprachlichen Realität. Verben dagegen machen nur 30 Prozent der Wörter aus. In Potawatomi ist es umgekehrt: Es besteht zu 70 Prozent aus Verben. Die Welt wird unterschieden in das Belebte und das Unbelebte.
Die Kategorisierung und Definition der Welt
In dieser Sprache ist «eine Bucht sein» ein Verb, genauso wie «ein Wasserfall sein». Das Wasser ist nicht einfach tote Materie, es lebt. Natürlich sind auch Tiere und Pflanzen nicht einfach Dinge, sondern tragen die gleichen Pronomen wie Menschen. Sie gehören schliesslich alle zur gleichen Familie. Es gibt sogar ein Wort für die Kraft, die bewirkt, dass über Nacht Pilze aus dem Boden schiessen.
So weit, so gut. Mit meiner westlich-europäisch geprägten Sicht auf die Welt finde ich das vielleicht rührend und schön und würde mir wünschen, die Welt auch so sehen zu können. Gleichzeitig muss ich aber erkennen, dass mir das unglaublich schwerfällt. Weil die Sprache, die Kategorisierung und Definition der Welt, die ich mit meiner Sozialisierung übernommen habe, auch mein Denken geformt haben. Das war mir bisher auch schon klar, zumindest in Ansätzen. Schliesslich diskutieren wir hier momentan viel über Sprache und einen respektvollen Umgang mit ihr.
Aber wie weit meine Beschränktheit reicht, das ist mir tatsächlich erst jetzt aufgefallen. Beim Lesen muss ich deshalb immer wieder innehalten und mir Gedanken machen – und bedauern, dass ich ausgerechnet in diesem sprachlichen Konstrukt gefangen bin. Ist es nicht ein dummer und folgenschwerer Zufall, dass sich dieses hier so durchgesetzt hat? Wie würde die Welt aussehen, wenn sich eine ganz andere Sprache durchgesetzt hätte? Würden wir uns dann vielleicht selbstverständlich als Teil einer magischen, belebten Welt aus Tieren und Pflanzen verstehen? Und nicht als ihr Gegenspieler?
Ja klar, ich weiss, das klingt vielleicht naiv. Ich will auch nicht sagen, dass unsere Sicht falsch ist oder die Wissenschaft irrt. Aber unser Verhältnis zu der uns umgebenden Umwelt, die ist äusserst problematisch. Und es ist unheimlich schön, sich vorzustellen, dass es auch ganz anders sein könnte.
Vor der Hauserstiftung Höngg an der Hohenklingenstrasse parkt an diesem frühen Winterabend ein grosser Reisecar: Rund zwanzig Bewohnende haben es sich darin gemütlich gemacht. Doch es geht nicht auf Ferienreise, sondern auf «Lichterfahrt»: Mit diesem Ausflug sollen auch diejenigen Bewohnenden, die nicht mehr mobil sind, die Gelegenheit erhalten, etwas vom Weihnachtszauber zu erhaschen.
Deswegen handelt es sich beim Car auch um einen besonderen, der auch Platz für Rollstühle bietet. Punkt 18 Uhr begrüsst Institutionsleiter Romano Consoli die Anwesenden, dann geht die Fahrt los. Quer durch Höngg, über den Bucheggplatz und an der Universität vorbei,Ziel: Innenstadt.
«Stop and Go»
Zugegeben, der Car ist nicht der einzige Verkehrsteilnehmer, der an diesem Abend in der Stadt unterwegs ist. Etwas «Stop and Go» muss wohl immer sein, wenn man sich ins Herzen von Zürich begibt. Das stört aber niemanden. Aus den Lautsprechern ertönen sanfte Weihnachtsklänge, das Fahrzeug ist angenehm beheizt und der Chauffeur weist seine Passagiere immer wieder auf auffällige und schöne Beleuchtungen hin.
Am Limmatquai können die Passagiere einen kurzen Blick auf den Weihnachtsmarkt auf dem Münsterhof werfen, dann geht’s weiter Richtung Bellevue und Weihnachtsdorf. Und von dort via Bürkliplatz und Baur au Lac zur Bahnhofstrases und schliesslich zur Löwenstrasse.
Lucy und ihre LED-Lampen
Der Fahrer weiss zu jeder Attraktion einige Details zu berichten. Etwa, wie hoch der Baum vor dem Baur au Lac ist – stolze 22 Meter –, aus wie vielen LED-Lampen Lucy besteht (23’000 Stück) oder wie gross die Anzahl Sterne ist, die an der Löwenstrasse aus ausgedienten Pet-Flaschen gebastelt wurden (900 Stück).
Derart mit Informationen und sinnlichen Adventseindrücken versorgt, vergeht die etwas mehr als einstündige Fahrt äusserst schnell und bald schon ist die Reisegruppe zurück in Höngg, wo sie vom Pflegepersonal liebevoll in Empfang genommen wird.
Medizinische Notfälle können immer und überall eintreten: Anfang Dezember ereignete sich in einem Bus im Frankental ein solcher. Ein Mann erlitt einen Herzstillstand und benötigte dringend medizinische Hilfe.
Während einige beherzte Passagierinnen und Passagiere reagierten und eine Reanimation begannen, standen andere laut einer Leserin, die ebenfalls Erste Hilfe leistete, hilflos daneben und schauten zu.
Das warf bei einer Helferin Fragen auf – nicht nur zum Verhalten der Umstehenden, sondern auch zur Verfügbarkeit von Defibrillatoren in der näheren Umgebung.
Zentrales Verzeichnis der Defibrillatoren
Der «Höngger» ist der Frage nach Defibrillatoren nachgegangen und hat sowohl bei der VBZ als auch bei Schutz und Rettung Erkundigungen zum Vorfall eingeholt.
Wie die VBZ erklären, habe der Buschauffeur den Vorfall sofort bei der Leitstelle gemeldet, welche Polizei, Sanität und Troubleshooter aufgeboten habe. Alle drei Organisationen hätten Defibrillatoren in ihren Fahrzeugen.
Die Reanimation sei von Passanten unter Unterstützung des Buschauffeurs so lange durchgeführt worden, bis Sanität und Troubleshooter eingetroffen seien.
Schutz und Rettung gibt an, dass die Stadt generell eine grosse Dichte an Apotheken, Supermärkten und Bürogebäuden aufweise, welche in aller Regel ein solches Gerät besässen.
Das Verzeichnis
Um zu ermitteln, wo sich der nächste Defibrillator befindet, sei der Anruf bei der Sanitätsnotrufnummer 144 wichtig. Denn die dort anwesenden «Calltaker» arbeiteten mit dem öffentlich verfügbaren Verzeichnis an Defibrillatoren, der «Defikarte.ch», zusammen und könnten den Anrufenden mitteilen, wo sich der nächste öffentliche Defibrillator befindet.
Schweizweit seien hier über 15’000 Standorte erfasst. Um das Verzeichnis aktuell zu halten, sei es aber wichtig, dass Standorte gemeldet und erfasst würden.
Für die Gegend rund um das Frankental sind auf dieser Karte allerdings (noch) keine Geräte verzeichnet. Im Notfall ist das nächstgelegene Gerät auf der Riedhofstrasse zu finden.
Die Vorbereitung für den Weihnachtsverkauf startete schon früh. Bereits am Samstag, 22. November, traf sich der Cevi Züri 10, um Mailänderi, Zimtsterne und Schokokugeln zu backen. Der selbstgemachte Teig wurde zusammen ausgestochen und gebacken. Wobei nicht ausgeschlossen werden konnte, dass vielleicht der ein oder andere Bissen frühzeitig stibitzt wurde.
Am folgenden Samstag wurden die Guetzli an verschiedenen Standorten im Kreis 10 sowie an weiteren Orten der Stadt verkauft: am Meierhofplatz, am Schaffhauserplatz, bei der Seilbahn Rigiblick und auf dem Marktplatz in Oerlikon.
Doch nicht nur Guetzli wurden fleissig verkauft: auch Zopfteigtiere, Zimtschnecken und Adventskränze waren im Angebot, natürlich selbstgemacht. Auch dieses Jahr wurde beinahe alles verkauft und die Cevi-Gruppen zauberten vielen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht.
Finanzierung für das Sommerlager
Mit den Einnahmen des Weihnachtsverkaufs finanziert der Cevi Züri 10 sein Sommerlager. So ist es möglich, den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zu bieten.
Der Cevi Züri 10 bedankt sich ganz herzlich bei allen, die den Weihnachtsverkauf durch ihre Mithilfe oder ihren Einkauf unterstützt haben. Dieser Event bleibt ein wichtiger Bestandteil des Cevi-Jahresprogramms und trägt dazu bei, die Aktivitäten der Gruppen nachhaltig zu sichern.
Die Situation rund um psychische Probleme hat in unserer Gesellschaft krisenhaften Charakter erreicht. Angehörige und Vertraute können dabei für Direktbetroffene eine grosse Hilfe sein. Über zwei Millionen Erwachsene sind aktuell in der Schweiz in dieser unterstützenden Rolle, die einen an die eigenen Grenzen bringen kann.
Als Kirche sind wir mit unseren Treffpunkten und Angeboten eine tragende Gemeinschaft. Und die Seelsorge bietet einen vertrauensvollen Rahmen, in dem man sich öffnen kann. Das Seelsorgegeheimnis ist dabei sehr wertvoll. Einmal sagen können, wie es einem wirklich geht. Jemanden haben, der zuhört. Dazu sind Seelsorgende ausgebildet. Sie ersetzen keine psychiatrische oder psychologische Hilfe, können aber eine wichtige Stütze sein in schwierigen Situationen.
Das Seelsorgeangebot «Church with you» richtet sich insbesondere an:
Angehörige und Vertraute von Menschen mit psychischen Krankheiten oder in Krisen.
Direktbetroffene, die zum Beispiel nach einem stationären Aufenthalt in der Psychiatrie im Alltag wieder Fuss fassen und dabei seelsorgerlich unterstützt werden möchten.
Engagierte, die sich für dieses Thema einsetzen wollen, die Expertise haben und die mitmachen wollen.
Kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auf ein Gespräch. Ich bin ausgebildeter Seelsorger mit Erfahrung in Angehörigen- und Psychiatrieseelsorge. Jeweils am Mittwochnachmittag (13–16 Uhr) bin ich als Seelsorger im Treffpunkt «Nordliecht» der Pro Mente Sana (Wehntalerstrasse 400).
Das ganze Jahr hindurch sammelt Daniela Hausherr, Sozialdiakonin im Bereich Familien und Generationen beim Kirchenkreis zehn, Inhalte für die «Aktion Weihnachtspäckli», die an notbedürftige Menschen gespendet werden.
Die Aktion wird gemeinsam von vier Hilfswerken getragen – AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende), Christliche Ostmission, HMK (Hilfe für Menschen und Kirche) und Licht im Osten –, welche Sammlung, Transport und Verteilung der Päckli in Albanien, Bulgarien, Kosovo, Serbien, Moldawien, Rumänien, Estland, Belarus und Ukraine koordinieren.
150 Pakete mehr
All dies muss noch verpackt werden. (Foto: zvg)
Meistens enthalten die Beschenkten Dinge des täglichen Bedarfs: Mehl, Zahnpasta oder warme Socken. Für die Kinder wurden ebenso Schreibwaren, Spielsachen und vieles mehr verpackt. Gerade diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten machen vor Ort einen grossen Unterschied und zeigen, wie praktische, konkrete Hilfe aussieht.
Auch die Verpackungen selber machen Freude. (Foto: zvg)
Der Einsatz für benachteiligte Kinder und Erwachsene war auch dieses Jahr beeindruckend. Dank der engagierten Päcklimacherinnen und -macher konnte der Kirchenkreis zehn ganz 750 Pakete versenden. Das Ziel waren 600 Pakete.