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  • Velovorzugsroute nach Wipkingen: Strassenbauprojekt wird öffentlich aufgelegt

    Velovorzugsroute nach Wipkingen: Strassenbauprojekt wird öffentlich aufgelegt

    Es hätte ein schlichter Informationsanlass werden sollen, den das Tiefbauamt der Stadt Zürich im März 2025 im Saal des Tertianums Im Brühl in Höngg organisierte. Doch der Widerstand war gross (wir berichteten). Thema waren die baulichen Massnahmen am Appenzellerweg. Diese stehen im Zusammenhang mit einer geplanten Velovorzugsroute, die Höngg und Wipkingen verbinden soll.

    Die Umsetzung dieser Route ist erst für das Jahr 2030 vorgesehen – die Pläne für das kleine Teilstück Appenzellerweg/-strasse waren jedoch schon vor rund einem Jahr weit fortgeschritten. Dort soll ein neuer Abschnitt für den Velo- und Fussverkehr den Appenzellerweg mit dem Müseliweg verbinden.

    Die Mitarbeitenden des Tiefbauamts, des beteiligten Ingenieurbüros und der Dienstabteilung Verkehr, die damals über die konkreten Pläne informierten, mussten feststellen: Das Projekt wird von einem Grossteil der Anwesenden kritisch gesehen – um es vorsichtig zu formulieren.

    Strassenbauprojekt wird aufgelegt

    Am 21. Januar 2026 wurde das Vorhaben im«Tagblatt der Stadt Zürich» öffentlich aufgelegt. Konkret geht es um das «Strassenbauprojekt: Nötzli- und Giacomettistrasse, Müseliweg, Segantinistrasse bis Appenzellerstrasse». Details dazu siehe nächster Abschnitt.

    Die Redaktion der «Höngger Zeitung» erhielt seit der Ausschreibung im «Tagblatt der Stadt Zürich» bereits einige Zuschriften – und es zeichnet sich ab, dass neuer Widerstand nicht ausbleiben wird.

    Stossend sei etwa, dass alle Parkplätze an der Nötzlistrasse aufgehoben werden sollen, denn dort gebe es viele Altbauten. Die Anwohnerschaft werde daher kaum mehr einen Parkplatz finden. Ganz zu schweigen vom Gewerbe oder von der Spitex, die ebenfalls darauf angewiesen wären.

    Hinzu komme, dass die Nötzlistrasse auch eine Wohnstrasse (Tempo 30, Wohnquartier, aber normale Verkehrsregeln) ist: Was, wenn Velofahrende dort ohne Rücksicht durchfahren? Aus der Leserschaft wird zudem gemeldet, dass die Anbindung der Segantinistrasse zur ETH damit nicht gelöst werde – dem Hauptziel der meisten Velofahrenden. Niemand werde den Vogtsrain bis zur Nötzlistrasse hinauf- oder hinunterfahren und dann in die Gsteigstrasse einbiegen, um zur ETH zu gelangen.

    Verbreiterung bestehender Wege: die Details

    Das Projekt betrifft gemäss Auflage den Lückenschluss der Velovorzugsroute Höngg–Wipkingen im Abschnitt Appenzeller- und Müseliweg durch den Neubau des Wegabschnitts auf den Parzellen HG8252 und HG8259, die Umsetzung der kommunalen Fussverbindung (Lückenschluss im Abschnitt Appenzellerweg und Müseliweg), die Verbreiterung bestehender Wege und Strassenabschnitte zugunsten des Veloverkehrs im Bereich Vogtsrain, den Abbau von 11 Parkplätzen an der Nötzlistrasse, den Erhalt und Ersatz von Grünflächen im Bereich Vogtsrain, ökologische Ausgleichsmassnahmen in der Weidewiese (Parzelle HG8259), die Neupflanzung von drei Bäumen auf der Höhe Segantinistrasse Nr. 16 zur Hitzeminderung sowie als Kompensation für eine Baumrodung, die Anpassung und Erweiterung der öffentlichen Beleuchtung sowie diverse Werkleitungsarbeiten.

    Die detaillierten Projektunterlagen sind bei der Stadt Zürich ab dem 23. Januar unter www.stadt-zuerich.ch/planauflagen einzusehen. Die Planauflage dauert bis und mit Montag, 23. Februar 2026. Einwendungen gegen das Strassenbauprojekt im Sinne der Mitwirkung der Bevölkerung können innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost beim Tiefbauamt der Stadt Zürich eingereicht werden.

  • Verlorene Haustiere schnell wieder finden: Eine App machts möglich

    Verlorene Haustiere schnell wieder finden: Eine App machts möglich

    Es ist der Albtraum aller Katzen- und Hundebesitzer: der Stubentiger kehrt nach einem Freigang nicht nach Hause zurück, Bello rennt in die falsche Richtung und findet sein Herrchen nicht mehr. Verzweifelt wird nach den Lieblingen gesucht, doch sie bleiben verschwunden.

    Für solche Fälle gibt es die STMZ, die Schweizer Tiermeldezentrale. Diese schweizweit operierende Meldezentrale wurde 2001 vom Schweizerischen Tierschutz, der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte und der Organisation ANIS gegründet.

    Ein Helfer-Netzwerk

    Dort können gratis sowohl Fund-, als auch Vermisstmeldungen erfasst werden – und zwar nicht nur von Katzen und Hunden, sondern auch von Nagetieren und Reptilien. Die Meldungen auf der Webseite können als Plakate ausgedruckt und im Quartier verteilt werden.

    Zudem findet sich hier ein Helfer-Netzwerk, dessen Mitglieder benachrichtigt werden, wenn in ihrer Region Tiere vermisst oder gefunden werden und sich so bei der Suche beteiligen können. Es ist hier auch möglich, sich freiwillig registrieren zu lassen und Hilfe bei Transporten zum Tierarzt oder bei vorübergehenden Unterbringungen von Fundtieren anzubieten.

    Schliesslich bietet die Meldezentrale auch eine Telefonhotline an, welche praktisch rund um die Uhr mit Rat und Unterstützung zur Seite steht.

    Infos über vermisste Tiere direkt aufs Handy

    Neu bietet die Tiermeldezentrale nun alle diese Dienstleistungen nicht mehr nur via Webseite, sondern auch auf einer eigenen App an. Diese kann kostenlos auf dem Mobiltelefon installiert werden. 

    So können vermisste und gefundene Tiere direkt per Smartphone gemeldet werden. Auch Benachrichtigungen über verlorengegangene Tiere in der näheren Umgebung werden via App direkt zugestellt.

    Quelle: Schweizer Tiermeldezentrale

  • Emojis und Co.: Der böse Daumen

    Emojis und Co.: Der böse Daumen

    Sprache und die Macht der Worte waren schon in meiner letzten Kolumne mein Thema. Auch heute soll es über Kommunikation gehen, allerdings in einem ganz anderen Rahmen. Und zwar im Zusammenhang mit WhatsApp-Chats. Denn da, so muss ich feststellen, kommt es öfters zu Missverständnissen. Das liegt wohl daran, dass die Gespräche im Chat in einem arg verkürzten und sprachlich, nun ja, etwas verarmten Stil geführt werden. Und was den Chats an Worten fehlt, das wird durch Emojis oder grafische Darstellungen ersetzt.

    Vor Kurzem ist mir dabei ein schwerer Fehler passiert. Unabsichtlich, natürlich. Wie so oft hatte nämlich mein Natel für mich mitgedacht und beim Schreiben einer Nachricht die Feststelltaste aktiviert, sodass meine inhaltlich harmlose Nachricht an meine Tochter: «Wann kommst du nach Hause?» in Grossbuchstaben erschien. Mir war das zwar aufgefallen, ich hatte dem aber keine Bedeutung beigemessen.

    Bis die Antwort von ihr kam. Die war alles andere als freundlich: «Was schreist du mich so an?», schrieb sie. «Ich bin bald zu Hause, mach mal keinen Stress!», gings erbost weiter. Ich war perplex. Meinte sie mich? Wann hatten wir uns denn gestritten? Mit meiner unschuldigen Nachfrage machte ich die Sache nicht viel besser. Wie konnte man so etwas nicht wissen? Grossbuchstaben schreien! Es folgte ein augenverdrehender Emoji.

    Die Sache mit dem Punkt

    Mindestens genau so schlimm war mein Vergehen, als ich in einem anderen Gespräch einen Satz mit einem Punkt beendete. Natürlich wieder vollkommen blauäugig. Ein Punkt ist ein Satzzeichen, ein ziemlich essenzielles. Dachte ich zumindest. Aber nicht im Chat. Nein, das war erneut eine äusserst aggressive Form der Kommunikation. Fast so schlimm, wie wenn ich ein Ausrufezeichen verwendet hätte. Ein absolutes No-Go.

    Auf der anderen Seite merke ich, wie mir bestimmte Emojis ganz schräg reinkommen. Ich kann es beispielsweise nicht ausstehen, wenn mir jemand diesen «Daumen hoch» schickt. Da krieg ich die Krise! Wenn ich zum Beispiel in einer netten Nachricht frage: «Treffen wir uns morgen um 8 zum Kaffee?», und der oder die sendet mir einen kommentarlosen Daumen, würde ich am liebsten wieder absagen. Das ist für mich ein Beweis von totaler Arroganz: Das Gegenüber hat es offensichtlich nicht nötig, auf meinen Vorschlag mit einem ganzen Satz zu antworten.

    Die Rache ist mein

    Und weil ich diese Frechheit natürlich nicht einfach auf mir sitzen lassen kann, übe ich jeweils Rache und beantworte mindestens eine der folgenden Nachrichten ebenfalls mit einem behämmerten Daumen. Fühlt sich immens befreiend an, meinen Emotionen mal so richtig freien Lauf zu lassen.

    Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass die anderen gar nicht bemerkt haben, wie sehr sie mich gerade mit ihrem Daumen beleidigt haben. Und wie krass ich mich mit demselben Daumen dagegen gewehrt habe. Reagiert hat auf jeden Fall noch nie jemand. Vielleicht muss ich nächstes Mal tatsächlich zu noch radikaleren Massnahmen greifen und mit Grossbuchstaben und Punkten operieren.

    DAS WIRKT GARANTIERT.

  • Ratgeber: Brennende Augen im Winter?

    Ratgeber: Brennende Augen im Winter?

    Der Winter stellt nicht nur unser Immunsystem auf die Probe, sondern auch unsere Augen. Kalte Aussenluft, Wind und der häufige Wechsel zwischen draussen und beheizten Innenräumen können dazu führen, dass die Augen schneller austrocknen. Viele Menschen berichten in dieser Jahreszeit über Brennen, Rötungen, ein Fremdkörpergefühl oder müde, gereizte Augen – Beschwerden, die im Alltag oft unterschätzt werden.

    Nach Erkältungen können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern Augenbeschwerden auftreten, die durch Viren verursacht werden. Gerötete, tränende oder irritierte Augen können Hinweise auf eine virale Beteiligung sein. Gerade im Winter, wenn Infekte häufiger auftreten, ist es wichtig, solche Veränderungen ernst zu nehmen und aufmerksam zu beobachten.

    Eine gezielte Unterstützung

    Ein weiterer Belastungsfaktor ist die trockene Heizungsluft. Sie begünstigt das rasche Verdunsten des schützenden Tränenfilms auf der Augenoberfläche. Besonders Menschen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen oder Kontaktlinsen tragen, spüren diese Belastung deutlich. Eine gezielte Unterstützung mit geeigneten Augentropfen oder Tränenersatzmitteln kann helfen, die Augenoberfläche zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern.

    Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die individuelle Beratung. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Augenpflege – etwa Präparate für den Tag oder die Nacht sowie verschiedene Darreichungsformen wie Tropfen, Gele oder Salben. Welche Variante geeignet ist, hängt von den jeweiligen Beschwerden und dem persönlichen Alltag ab.

    Ergänzend zur Beratung bieten einige Apotheken, darunter auch Rotpunkt-Apotheken, spezielle Augen-Checks an. Dabei werden die Augen genauer betrachtet, um mögliche Ursachen besser einzuordnen und passende Empfehlungen zu geben.

    Zum Wohlbefinden beitragen

    Der Beginn eines neuen Jahres bietet eine gute Gelegenheit, die eigene Gesundheit bewusster wahrzunehmen. Dazu gehört auch die Augengesundheit, die im Alltag leicht in den Hintergrund gerät. Wer wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden bemerkt, sollte diese nicht allein der Jahreszeit zuschreiben, sondern gezielt angehen. Gut versorgte Augen tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei – besonders in den dunklen Wintermonaten. Mit Aufmerksamkeit, fachlicher Beratung und passenden Massnahmen lassen sich viele Beschwerden lindern oder vermeiden.

    Gesundheitsratgeber

    Von Franziska Henzi-Landolt

    Im Brühl Rotpunkt Apotheke
    Zertifizierte Kinderapotheke
    Regensdorferstrasse 18

    044 342 42 12
    www.zuerigsund.ch

  • Aus der Nachbarschaft: Das ist Siegerprojekt für das Gesundheitszentrum Grünau

    Aus der Nachbarschaft: Das ist Siegerprojekt für das Gesundheitszentrum Grünau

    Gebäude zu erhalten, heisst nicht nur sie zu bewahren, sondern auch sie für die Zukunft weiterzuentwickeln, wie die Stadt Zürich schreibt: Das modernisierte Gesundheitszentrum für das Alter (GFA) wird neu 120 Plätze für Menschen mit einem mittleren bis hohen Betreuungs- und Pflegebedarf in spezialisierter Pflege sowie mehrere Wohnbereiche für an Demenz erkrankte Menschen anbieten können. Hinzu kommen sorgfältig gestaltete Aussenräume.

    Mit öffentlichen Nutzungen soll das Gesundheitszentrum Grünau auch künftig eine Brücke zum Quartier schlagen und so zur Umsetzung der städtischen Altersstrategie 2035 beitragen. Diese setzt auf Offenheit der städtischen Altersinstitutionen gegenüber den Quartierbewohner*innen.

    Weiterbauen für die Zukunft

    Die Stadt Zürich hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt, den das Team von Franziska Sebastian Müller Architekten GmbH mit GMS Partner und BÖE studio (Landschaftsarchitektur) aus Zürich gewonnen hat. Das Siegerprojekt ergänzt das Bestandsgebäude mit einem sechsgeschossigen Ersatzneubau und schafft damit ein überzeugendes neues Ensemble, das Alt und Neu zusammenfügt und die Geschichte dieses Ortes weiterschreibt.

    Die Anordnung der Räume ermöglicht einen effizienten Betrieb und eine gute Orientierung innerhalb des Gesundheitszentrums. Der neue Haupteingang befindet sich an der Bändlistrasse direkt bei der Tramhaltestelle. In einem gemeinsamen Sockel, der über zwei Lichthöfe mit Tageslicht versorgt wird, sind die Verwaltungsräume und die öffentlichen Bereiche gut zugänglich vom Quartierplatz her angeordnet: Coiffeur und Podologie, ein Mehrzwecksaal sowie ein grosszügiges Restaurant mit Terrasse.

    Naturnahe gestaltete Demenzgärten

    Auf dem Dach dieses Sockels befinden sich, geschützt vor Einblicken, zwei naturnah gestaltete Demenzgärten. Von den Zimmern in den oberen Geschossen bietet sich ein Ausblick zum Stadt- oder Parkraum, der eine Teilhabe am Geschehen in der Umgebung erlaubt. Der Therapiegarten auf der Höhe des Quartiersplatzes ist öffentlich zugänglich. Nebst einem Beitrag zur Biodiversität werden zugleich ein Erlebnisraum und Begegnungsort geschaffen.

    Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade soll die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien sicherstellen. Durch die Kombination eines Teilersatzneubaus in Holz-Beton-Hybridbauweise mit einer Instandsetzung lassen sich die Treibhausgasemissionen in der Erstellung gegenüber einem vollständigen Ersatzneubau um rund 15 Prozent reduzieren.

    Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung des städtischen Immobilienstandards für umweltgerechtes und energieeffizientes Bauen geleistet. Mit dem vorliegenden Siegerprojekt wird es nun möglich, das Bauprojekt in den nächsten Phasen detailliert auszuarbeiten. Die Zustimmung der politischen Instanzen zum Ausführungskredit vorausgesetzt, können die Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2029 beginnen. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Das neue Preissystem in den städtischen Gesundheitszentren gibt zu reden

    Das neue Preissystem in den städtischen Gesundheitszentren gibt zu reden

    Die Gesundheitszentren für das Alter der Stadt Zürich haben im vergangenen Jahr ihr System der Pflegeeinstufung gewechselt. Wie der «K-Tipp» Ende November berichtete, läuft die Ermittlung der Pflegeleistungen seit dem 1. Juli 2025 neu über das Einstufungssystem «RAI», das alte, «Besa», hat ausgedient.

    Das klingt zunächst nach einer verwaltungstechnischen Lappalie und nicht besonders spektakulär, hat aber durchaus nennenswerte Folgen. Denn mit der Systemumstellung fallen rund 400 Bewohnende der Gesundheitszentren für das Alter neu in die Pflegestufe 1. Und das, obwohl sie gar keine pflegerischen Dienstleistungen beanspruchen. Bis anhin befanden sie sich in der Pflegestufe 0 und hatten dementsprechend auch keine pflegerischen Leistungen zu bezahlen.

    Fast zwanzig Franken täglich – wofür?

    Seit Juli aber werden ihnen pauschal 0 bis 20 Minuten Pflege pro Tag verrechnet – für den Preis von 17.20 Franken täglich. Vorerst, so erklärt die Stadt, werde lediglich der Anteil verrechnet, den die Krankenkassen zu berappen haben. Dieser beträgt täglich 9.60 Franken, was der Stadt jährliche Einnahmen von rund 1,4 Millionen Franken beschert.

    In zwei Jahren sollen dann auch die Bewohnenden selbst zur Kasse gebeten werden und ihren Anteil von 7.60 Franken täglich selbst bezahlen, was zusätzliche 2 Millionen Franken in die Stadtkasse spülen wird.

    Wie Renate Monego, die Direktorin der Gesundheitszentren für das Alter, in einem Interview mit dem «Tages Anzeiger» erklärt, habe diese Neueinstufung lediglich systembedingte Hintergründe. Das neue Erfassungssystem werde landesweit eingeführt, um die Abrechnungen schweizweit zu vereinheitlichen.

    Die Alters- und Pflegeheime seien verpflichtet, das neue System zu übernehmen. Und weil dieses keine Nullstufe kennen, hätten die Institutionen keine andere Wahl, als den Anforderungen des Systemanbieter zu folgen.  

    Betroffene wehren sich

    Doch die Neueinteilung empört die Betroffenen. Einzelne hätten laut «K-Tipp» mit ihrer Versicherung Kontakt aufgenommen und ihr mitgeteilt, dass sie keine Pflegeleistungen beanspruchten. Diese haben nun in mehreren Fällen Rückforderungen von den Pflegeinstitutionen eingeleitet.

    Weiter zitiert der «K-Tipp» eine von ihm kontaktierte Fachanwältin, welche erklärt, es sei «rechtlich unzulässig, eine Einstufung nicht gesundheitsbedingt vorzunehmen, sondern einzig wegen eines Systemwechsels zur Ermittlung des Pflegebedarfs». Es handle sich hierbei um Bereicherung.

    Gegen diesen Vorwurf wehrt sich Monego im Interview mit dem «Tages Anzeiger». Die Institutionen seien verpflichtet, für alle Bewohnenden eine Pflegedokumentation zu eröffnen, auch wenn diese (noch) keine Pflege benötigten. Und auch die Nachfrage des Personals, wie der Gesundheitszustand sei, ob es Nebenwirkungen von Medikamenten gebe oder ob ein Arztbesuch geplant seien, gälte als Pflegegespräch.

    Der Eindruck der Bewohnenden, sie nähmen keine Leistungen in Anspruch, stimme daher nicht so ganz. Den Widerstand der Versicherer gegen das neue System akzeptierten die Gesundheitszentren daher nicht. Verbände und Versicherer stünden deswegen in Verhandlungen.

  • Instandsetzung der Fenster in der Wohnsiedlung Nordstrasse in Wipkingen

    Instandsetzung der Fenster in der Wohnsiedlung Nordstrasse in Wipkingen

    Die Wohnsiedlung Nordstrasse aus dem Jahr 1918 befindet sich im Quartier Wipkingen und umfasst 146 Wohnungen. Nun müssen laut einer städtischen Medienmitteilung die Fenster der «Schindelhäuser» – unter diesem Namen ist die Siedlung bekannt – altershalber instand gesetzt werden.

    Schrittweises Vorgehen

    Bei der letzten umfassenden Instandsetzung der Wohnsiedlung in den Jahren 2009 bis 2012 wurden insbesondere Küchen und Bäder modernisiert sowie eine Zentralheizung eingebaut. Die Fenster blieben damals unangetastet, da sie sich noch in gutem Zustand befanden. Dieses gezielte Vorgehen trägt zur nachhaltigen Nutzung der bestehenden Bauteile bei und schont Ressourcen.

    Die Lebensdauer ist erreicht

    Mittlerweile haben die Holzfenster ihre technische Lebensdauer erreicht. Rund 2400 Fensterflügel und 2200 Fensterläden werden nun abgeschliffen, ausgebessert und neu gestrichen. Zudem wird der Fensterkitt vollständig erneuert. Der Stadtrat hat für diese Arbeiten gebundene Ausgaben von 3,84 Millionen Franken bewilligt. Die Investition hat keine Auswirkungen auf die Mietzinsen, die Mietverhältnisse bleiben unverändert bestehen.

    Die Instandsetzung erfolgt in drei Etappen in den Jahren 2026, 2027 und 2028, jeweils in der warmen Jahreszeit, um die Beeinträchtigungen für die Bewohnenden so gering wie möglich zu halten.

  • Der erste Aktivia-Vortrag des Jahres: «War früher alles besser?»

    Der erste Aktivia-Vortrag des Jahres: «War früher alles besser?»

    Der Spruch «Früher war alles besser» ist vor allem bei der älteren Generation oft zu hören und schnell zur Hand, wenn schlechte Nachrichten verkündet werden. Dass diese Aussage keineswegs pauschal zutrifft, zeigt die Referentin Deborah Kistler anhand von Zahlen und Fakten auf.

    Positive Veränderungen

    Die Welt hat sich in vielen Bereichen deutlich zum Besseren entwickelt: So sind beispielsweise Fortschritte bei der Bekämpfung der Kindersterblichkeit oder in der Bildung zu verzeichnen, auch wenn solche positiven Veränderungen häufig nicht im öffentlichen Fokus stehen. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem globalen Fortschritt leistet zudem die weltweite Forschung.

    Deborah Kistler ist Geschäftsführerin des «Center for Economic Development» an der Universität Zürich und steht im Anschluss gerne für Fragen zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem spannenden Referat eingeladen. (e)

    Das Aktivia-Referat

    Donnerstag, 15. Januar, 14.30 Uhr
    Pfarreizentrum Heilig Geist
    Limmattalstrasse 146

    Weitere Informationen: Aktivia-Website

  • Reguläres Angebot ab 2027: Gratis STI-Tests

    Reguläres Angebot ab 2027: Gratis STI-Tests

    Der Verein Sexuelle Gesundheit Zürich SeGZ hat mit den beiden Testzentren Checkpoint Zürich und TEST-IN ab Juni 2023 das Pilotprojekt «Gratistests für sexuell übertragbare Infektionen für Menschen aus der Stadt Zürich bis 25 Jahre oder mit einer KulturLegi» der Stadt Zürich, umgesetzt.

    Wie einer Medienmitteilung von SeGZ zu entnehmen ist, geht diese kostenlose Beratung und Testung in ein reguläres Angebot über. Ab Juni 2027 können sich Menschen aus Zürich neu bis 30 Jahre oder mit einer KulturLegi kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

    Ziel des Projekts war es, die Zugangsbarrieren für diese wichtige Prävention zu minimieren, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und Hürden beim Zugang zu Beratung und Tests abzubauen. Durch das Projekt soll das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit gestärkt und die Testbereitschaft erhöht werden. Nach zwei Jahren wurde eine positive Zwischenbilanz des Pilotprojekts gezogen, über die Stadtrat Andreas Hauri an einer Medienkonferenz berichtete:

    Gratis Tests: Reguläres Angebot

    Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat am 7. Januar 2026 beraten, dieses erfolgreiche Projekt als reguläres Angebot fortzuführen und die Zielgruppe zu erweitern. Gemäss Medienmitteilung sagt Marco Denoth, Präsident der SeGZ: «Die SeGZ hat das Pilotprojekt umgesetzt und durfte so einen wichtigen Beitrag zur Senkung von sexuell übertragbaren Infektionen leisten. Wir sind sehr froh, dass es nun als reguläres Angebot weitergeführt wird». Denoth hat vor fast 8 Jahren die Forderung nach Gratistests im Gemeinderat gestellt.

    Zudem freut sich die SeGZ über den Auftrag des Gemeinderates an den Stadtrat, ein weiterer Pilot für das kostenlose Test- und Beratungsangebot für Menschen ab 49 Jahren aus der Stadt Zürich auszudehnen. Sie unterstützt die Forderung, die Erstbehandlung der sexuell übertragbaren Infektionen kostenlos anzubieten und den Zugang der Impfung von Humanen Papillomaviren (HPV) zu vereinfachen.

    Francisca Boenders, Geschäftsführerin der SeGZ sagt dazu: «Ziel ist, den Zugang zu Beratung, Testung, Impfung und Behandlung, zu vereinfachen. Prävention ist nicht teuer, unterlassene Prävention wird teuer!» Die HPV-Impfung ist auch eine konsequente Investition in die Krebsprävention.

    Quelle: Medienmitteilung SeGZ

  • Gedenken in Höngg an die Opfer von Crans-Montana

    Gedenken in Höngg an die Opfer von Crans-Montana

    In der Neujahrsnacht vom 1. Januar 2026 brach in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana während einer Silvesterfeier ein Brand aus. Dabei kamen 40, meist junge Menschen ums Leben. 116 weitere wurden verletzt, viele davon schwer.

    Für Freitag, den 9. Januar 2026, rief der Bund einen nationalen Trauertag aus. Um 14 Uhr wurde im ganzen Land eine Schweigeminute gehalten, und die Schweizer Kirchen läuteten ihre Glocken für fünf Minuten als Zeichen des Gedenkens.

    Ein Kreis in Höngg

    In Höngg bot die reformierte Kirche die Möglichkeit, auch Kerzen zum Gedenken zu entzünden. Pfarrer Beat Gossauer war anwesend. Zu Beginn der Schweigeminute bildeten die Anwesenden um die Kerzen einen Kreis. Nach dem Ende des Glockengeläuts standen die Teilnehmenden noch einen Moment schweigend da.

    Das Kondolenzbuch

    Die Anteilnahme ist gross und der Bund richtete ein Kondolenzbuch ein. Wer der Opfer gedenken und sein Mitgefühl zum Ausdruck bringen möchte, kann das dort tun. Der erste Eintrag stammt von Bundespräsident Guy Parmelin.

    Er schrieb unter anderem: «Viele der Opfer waren jung, voller Pläne, Hoffnungen und Träume. Ihr Leben sollte nicht durch ihr tragisches Ende definiert werden. Sie sollten für das geehrt werden, was sie waren: ein Versprechen, eine Kraft, ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft.