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  • «De Stei isch weg»: Musical Workshop in den Sportferien

    «De Stei isch weg»: Musical Workshop in den Sportferien

    In den kommenden Sportferien vom 16. bis 21. Februar 2026 findet wieder ein Musical-Workshop in der Freien Kirche Wipkingen statt. Alle Kids und Teens (Kindergarten bis zur 2. Sekundarstufe) sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Das Thema heisst dieses Mal «De Stei isch weg»: Es geht um Ostern und wie die Geschichte von Jesus weiterging, nachdem der Stein vor seiner Grabhöhle plötzlich weg war.

    Ein typischer Tag

    Und so läuft ein typischer Tag beim Musical-Workshop ab: Von 9 Uhr an ist Eintrudeln mit vielen freien Spielmöglichkeiten angesagt. Nach der ersten Chorprobe können die Kinder aus verschiedenen Workshops auswählen (Theater, Solosingen, Requisiten basteln, Tanz, Gebärden). Danach folgt ein leckeres Mittagessen. In Kleingruppen vertiefen wir anschliessend, umrahmt von lustigen Spielen, die Geschichte des Musicals.

    Dann steht die nächste Chorprobe auf dem Programm. Ein leckerer Zvieri darf selbstverständlich nicht fehlen. Nach der letzten Probe ist um 16 Uhr Feierabend. Zum Abschluss der Woche präsentieren wir an drei Aufführungen, was wir unter der Woche einstudiert haben. Zu diesen Konzerten sind neben den Angehörigen der Kinder natürlich auch Gäste herzlich willkommen.
    Das motivierte Leiterteam freut sich auf eine tolle Woche mit den Kindern.

    Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, also am besten schnell anmelden!

    Musical-Workshop
    Montag, 16., bis Samstag, Montag, 16., bis Samstag, 21. Februar. Jeweils von 9 bis 16 Uhr; Freitag von 14.30 bis
    21 Uhr; Samstag von 14 bis 18.30 Uhr.
    Kosten: 80 Franken (für Mittagessen, Zvieri, Notenheft, Übungs-CD, T-Shirt etc.)
    Aufführungen:
    Freitag, 20. Februar, 19.30 Uhr,
    Samstag, 21. Februar, 15 & 17 Uhr.
    Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit auf kirchewipkingen.ch/musicalworkshop

    Eingesandt von der Freien Kirche Wipkingen

  • Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Auf zu neuen Ufern: Jina Vracko über ihre Zeit beim «Höngger» und «Wipkinger»

    Die morgendliche Fahrt im 46er gewährt mir oft einen weiten Blick über die ganze Stadt, manchmal bis hin zu den schneebedeckten Alpen. In der Redaktion am Meierhofplatz angekommen werde ich von einem dynamischen Team begrüsst: Dani, Petra, Dagmar (und ihre Hunde) sind stets mit Freude am Werk.

    Seit über drei Jahren durfte ich mich hier einleben und einbringen. Nun findet meine Zeit bei der «Höngger Zeitung» ein Ende. Das Leben zieht mich weiter – ich freue mich, meinen kreativen Projekten, etwa als Sängerin Jina Rose, mehr Zeit zu widmen. Doch meine Kolleginnen und Kollegen werde ich vermissen – ich schätze die Zusammenarbeit mit euch, nicht zuletzt dank eurer herzlichen und humorvollen Art.

    Engagement und Neugier

    Zudem stelle ich fest, wie tief ich in dieses Quartier hineingewachsen bin. Vor einigen Jahren hatte ich kaum was mit Höngg am Hut, heute begegnen mir bekannte Gesichter und zahlreiche Geschichten. Durch die Arbeit bei der Quartierzeitung ist man nah am Leben, sie erfordert viel Engagement und Neugier.

    Es hat mir Spass gemacht, Interviews mit unterschiedlichsten Menschen zu führen, Texte zu korrigieren und alle zwei Wochen eine frische Zeitung in den Händen zu halten, die nicht nur in der eingespielten Zusammenarbeit unseres Teams, sondern auch durch die Menschen und Organisationen aus dem Quartier entstanden ist.

    Gerne habe ich meine Kreativität einfliessen lassen, zum Beispiel mit dem «Höngger Podcast» oder auf Social Media, wo zunehmend mehr Austausch entsteht. Ich bin dankbar für diese Zeit, die für mich von bereichernden Erfahrungen und spannenden Begegnungen geprägt war. Sicher werde ich dem «Höngger» verbunden bleiben, und ich freue mich darauf zu sehen, was dieses historische Jubiläumsjahr und die weitere Zukunft für die Quartierzeitung bereithält.

    Jina Rose produzierte ein Musikvideo mit ihrer Band ROSE & DOCTOR.
  • Hönggs «Lieblings-Italiener» wird zehn Jahre alt

    Hönggs «Lieblings-Italiener» wird zehn Jahre alt

    Als vor zehn Jahren die Osteria da Biagio in Höngg eröffnete, schrieb der «Höngger» von einem «Stelldichein der Lokalprominenz»: Viele gaben sich damals die Ehre, um den neuen Wirt Biagio Martella kennenzulernen und das Lokal «Limmatberg» neu zu entdecken. Die Resonanz war positiv, die Osteria entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt. Für viele ist es der erklärte «Lieblings-Italiener» in Höngg.

    Am vergangenen Sonntag wurde das Jubiläum gefeiert: Zahlreiche Gäste kamen, um Martella und seiner Frau Anna ihre Aufwartung zu machen, die zum grossen Festessen einluden. «Wir haben hier nicht nur ein Restaurant, wir haben ein Zuhause geschaffen», sagte der Wirt dem «Höngger» vor Ort.


    Das ganze Team nimmt vereint den grossen Applaus der Gäste entgegen. (Foto: dad)

    Der aus Apulien stammende Gastgeber freute sich enorm über das zahlreiche Erscheinen. Und obwohl er im Mittelpunkt stand, betonte er stets, dass der Erfolg ein Gemeinschaftswerk sei: mit seiner Frau Anna, die ursprünglich aus Kampanien stammt, welche die beliebte Pasta zubereitet, sowie mit dem «besten Team», bestehend aus neun Personen.

    Serviert wurden an diesem Tag ausschliesslich hausgemachte Spezialitäten: Antipasti, Büffelmozzarella, Pizzabrot und Teigwaren – von Agnolotti bis zu Mezzelune. Auch beim Wein setzt das Restaurant seit der Eröffnung auf Beständigkeit; beliefert wird es von drei Höngger Anbietern: Zweifel 1898, WeinArt Robert Zurbriggen sowie dem Wein- und Obsthaus Wegmann.

    Eine Erfolgsgeschichte

    Das Jubiläumsfest wurde mit einer Rede des Rechtsanwalts Bruno Dohner bereichert. Er war daran beteiligt, dass Martella nach Höngg kam. Zuvor hatte der Wirt bereits das «Chez Mario» im Kreis 4 sowie das «Einhorn» in Dübendorf geführt. Dohner kannte beide Lokale – und wusste, dass der «Limmatberg» frei wird. Der Vermieter René Frigerio hatte zudem eine faire Pacht versprochen und sich eine Quartierbeiz gewünscht – mit der Osteria da Biagio wurde dies erfüllt.


    Rechtsanwalt Bruno Dohner hält eine Rede. (Foto: dad)

    Es ist eine Erfolgsgeschichte: Drei von fünf Gastro-Betrieben würden die ersten fünf Jahre nicht überleben, sagte Dohner. Die Osteria da Biagio habe bereits zehn Jahre geschafft und die Zukunft ist gesichert: Laut Dohner läuft der Vertrag weitere zehn Jahre, mit der Option auf zwei Verlängerungen um je fünf Jahre.

    «Höngg ist wunderbar»

    In Erinnerung bleibt zudem die Zeit der Pandemie, die das Wirtepaar jedoch nicht aus der Bahn warf. Martella sagte dem «Höngger»: «Während der Pandemie kam viel Kundschaft, die das Essen abholte. Alle haben uns geholfen.» Nicht nur deshalb sei «Höngg einfach wunderbar». Die letzten zehn Jahre seien für ihn die schönste Zeit seines Lebens gewesen.

    Der Vater von zwei Töchtern, Frederica und Alessia, holte zum Schluss der Rede auch seine Frau Anna sowie das gesamte Team vor die Gäste. Es gab grossen Applaus – ebenso nachdem Tiziana Werlen-Oberti von He-Optik ein Gedicht auf Italienisch vorgetragen hatte, geschrieben von Dohner. Darin heisst es sinngemäss: «In jeder Geste liegt Sorgfalt und Leidenschaft, in jedem Gericht Hingabe und Kraft. Da ist der Gast niemals allein – dank euch fühlt man sich wie daheim.»

    Schliesslich erhielt das Wirtepaar eine Zeichnung des Architekten Marcel Knörr, dargestellt wird das Gebäude selbst, ergänzt durch die Unterschriften der anwesenden Gäste. Diese genossen den Nachmittag bei bester Verpflegung und guter Stimmung.


    Die Zeichnung von Marcel Knörr mit den Unterschriften aller Gäste. (Foto: dad)

    Neue Öffnungszeiten

    Ab Februar sind Sonntag und Montag die Ruhetage.
    Zudem werden neu Betriebsferien eingeführt. Diese finden vom 28. Juli bis 10. August 2026 sowie vom 24. Dezember 2026 bis 6. Januar 2027 statt.

  • Dagmar schreibt: Danke, Greg

    Dagmar schreibt: Danke, Greg

    Ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine kleine Geflügelgeschichte. Schliesslich habe ich schon länger nicht mehr von meinem Hühnerhof berichtet – obwohl es für mich immer eine Wohltat ist, sich mit dem lieben Federvieh zu beschäftigen. Heute also geht es um meinen Erpel Greg. Greg hatte einen schweren Start ins Leben. Denn wie schon einige Monate zuvor bei einem der Hühner lief auch bei seinem Schlupf etwas nicht ganz richtig. Seine Mutter verliess das Gelege verfrüht, Greg musste seine ersten Lebenswochen bei mir zu Hause verbringen. Das lief super, er badete in unserer Badewanne, wurde täglich mit Mehlwürmern und Salat versorgt und wuchs in Windeseile heran.

    Bald war der Zeitpunkt gekommen, ihn zurück zu seiner Familie zu bringen. Die Eingewöhnung verlief etwas harzig, denn Greg fühlte sich nicht wirklich als Ente. Eine Zeitlang orientierte er sich an einem einsamen Hahn und lief diesem schnatternd hinterher, mittlerweile hat er sich am Rande der Entengruppe arrangiert, aber so richtig gehört er noch nicht dazu. Macht ja eigentlich nix. Wenn da nur nicht das allabendliche Einstallen wäre, denn über Nacht muss das Geflügel in den Stall. Machen auch alle anstandslos. Alle bis auf Greg. Der kapiert nicht, wo er hin soll. Suchend kurvt er um alle verfügbaren Ställe herum, immer knapp vor dem Eingang, aber Reingehen ist nicht sein Ding.

    Zuerst dachte ich, man müsste ihm den Zugang erleichtern. Denn einer der Ställe, in denen er jeweils nächtigt, hat eine Treppe. Und diese zwei Stufen schienen ein Problem zu sein. Also baute ich eine Rampe. Von zwei Seiten kann man nun hindernisfrei in den Stall schlendern. Die Hühner haben das Prinzip auch sofort verstanden. Nicht so Greg. Er hat das Ding zwar mehrmals intensiv betrachtet, aber nix ist. In letzter Sekunde dreht er immer wieder ab.

    Dass ich ihm dabei behilflich bin, findet er auch doof. Sobald ich mich nähere, wackelt er davon. Viele Runden bin ich deshalb schon hinter ihm hergewatschelt, mit Vorliebe natürlich dann, wenn es in Strömen regnet. Dieses schöne Ritual dauert mindestens 15 bis 20 Minuten. Während wir beide unseren Tanz um die Ställe vollziehen, wird es meist komplett dunkel. Und Greg, der eine schwarze Ente ist, entschwindet zunehmend meinem Gesichtsfeld. Das wiederum hat Auswirkungen auf meine Geduld. Was bedeutet, dass ich zu fluchen beginne. Alle möglichen Schimpfwörter habe ich der Ente schon an den Kopf geworfen. Das nützt natürlich wenig.

    Mehrmals schon war ich auch kurz davor, ihn einfach draussen zu lassen. Doch das geht nicht. Er ist schliesslich mein Baby. Also rutsche ich so lange hinter ihm her, bis er sich endlich unter dem Entenstall niederlässt. Der steht auf Füssen, rund 40 Zentimeter über dem Erdboden. Und dorthin, in die hinterste Ecke, verkriecht sich Greg. Mein Glück, denn ich kann den Ausweg blockieren. Allerdings komme ich nur an ihn dran, wenn ich auch darunter krieche. Das tue ich, jeden einzelnen Abend – das gesamte Universum verfluchend.

    Doch wenn ich ihn dann gepackt habe und er sich mit seinen kalten Entenfüssen an meine schlammverschmierte Jacke schmiegt und mich treudoof aus seinen wunderschönen Augen anblickt, dann bin ich wieder mit der Welt versöhnt. Der Greg, der erdet mich einfach. Im allerwahrsten Sinne des Wortes.

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    Ente gut, alles gut?

  • Die «Züri Girls» holen Schweizer Meistertitel

    Die «Züri Girls» holen Schweizer Meistertitel

    Die «Züri Girls» sind eine Spielgemeinschaft aus dem Red Sox HC Zürich, dem Grasshopper Club Zürich und dem Zürichsee Hockey Team. Mit dabei waren die Hönggerinnen Malou Zurbrügg (Red Sox) und Elena Huizing (Grasshoppers) sowie die Wipkingerin Manon Cornet (Red Sox), die seit Jahren gemeinsam auf dem Feld stehen.

    Am entscheidenden Finaltag zeigten die Zürcherinnen ihre ganze Klasse. Mit einem klaren 4:0-Sieg gegen den HC Olten machten sie den Titel frühzeitig perfekt. Bereits vor dem letzten Spiel lagen die «Züri Girls» mit neun Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

    Sechs Punkte Vorsprung

    Das abschliessende Spiel ging zwar knapp mit 0:1 verloren, doch änderte dies nichts mehr am Ausgang der Meisterschaft. Die Mannschaft zeigte erneut eine engagierte Leistung. Mit sechs Punkten Vorsprung und lediglich drei Gegentreffern in sechs Partien war der Titelgewinn hochverdient.

    Für die Spielerinnen endet damit eine erfolgreiche Saison, geprägt von sportlicher Qualität, starkem Teamgeist und vielen schönen Momenten. Die Meisterschaft ist nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen für den besonderen Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

    Eingesandt von Dawn Cornet

  • «Beim Skaten kann ich klarer denken»

    «Beim Skaten kann ich klarer denken»

    Das Skaten habe ich durch meinen Onkel entdeckt. Ich war noch im Kindergarten, fünf oder sechs Jahre alt, als er mir zum Geburtstag ein Skateboard schenkte. Das war ein sehr nachhaltiges Geschenk: Seither hat mich diese Sportart nicht mehr losgelassen.

    Die Faszination, die das Skaten auf mich ausübt, hat dabei nicht nur mit dem Spass und der Bewegung zu tun, sondern auch, weil es von Beginn an so etwas wie eine Art Coping-Mechanismus für mich dargestellt hat: Als Kind war ich zum Beispiel jähzornig und impulsiv. Auf dem Brett ist es mir gelungen, diesen Zorn aufzulösen. Ich hatte auch immer Mühe damit, mit Unehrlichkeit umzugehen, und habe es persönlich genommen, wenn mich jemand angelogen hat. Beim Skaten habe ich gemerkt, dass das eigentlich nichts mit mir zu tun hat.

    Mit dem Board den Hönggerberg runterzufahren, hilft mir bis heute, Dinge zu verarbeiten. Beim Fahren ist man voller Adrenalin, alles wird klar. Die Entscheidungen, die ich hier treffe, sind für mich immer die richtigen. Wenn andere sagen, sie müssen über eine Entscheidung nochmal schlafen, heisst das für mich deshalb, ich muss «drüber skaten».


    Skater und Künstler Sven Schiefer. (Foto: zvg)

    Mit eigenem Stil in die Competitions

    Nachdem ich zunächst mit dem uralten Board, das mein Onkel mir geschenkt hatte, zu skaten begonnen hatte, habe ich irgendwann das Longboard für mich entdeckt. Das ist deutlich länger als ein normales Skateboard. Es beschleunigt nicht so schnell wie ein «normales» Brett, ist aber auf lange Distanzen schneller. Auf dem Longboard habe ich meine ganz eigene Art entwickelt, mich zu bewegen.

    Lange habe ich nur für mich selber geskatet. 2014 aber habe ich auf Anregung von Kollegen erstmals an einem internationalen Wettbewerb, einer Weltmeisterschaft, teilgenommen. Zu meiner Überraschung bin ich in der Disziplin «Dance and Freestyle», bei der man auf und mit dem Longboard tanzt, gleich bis ins Finale vorgedrungen. Dabei habe ich auch festgestellt, dass sich mein Fahrstil ganz deutlich von denen meiner Konkurrenten unterscheidet. Ich bewege mich exakt im Takt der Musik, ähnlich wie ein Eiskunstläufer, und mir ist es wichtig, Bewegungen möglichst organisch auszuführen.

    Mein Stil hat bei Juroren und Mitbewerbern anfangs Skepsis ausgelöst. Mittlerweile ist er jedoch akzeptiert und ich darf sogar mit dem Longboard in den Freestyle-Disziplinen teilnehmen, wo eigentlich nur normale Skateboards zugelassen sind. Mit Erfolg: So konnte ich nicht nur 2022 im Longboard die Weltmeisterschaft für mich entscheiden, sondern unter anderem auch die WM 2024 in der Disziplin «Best 360 Spin» gewinnen. Seit 2023 bin ich zudem selbst als Juror tätig.

    Den Schlüssel zu den Jugendlichen

    Die Wettbewerbe sind für mich aber eigentlich nur Hobby und dienen quasi als Arbeitszeugnis für meine Fähigkeiten. Skateboardfahren ist immer noch eine Randsportart, von den Preisgeldern kann man nicht leben. Mein Geld verdiene ich daher vor allem mit Werbung und Social Media, aber auch mit Unterricht. Kurse zu geben, macht mir grossen Spass. So bin ich etwa im Dynamo oder in städtischen Ferienlagern in Fiesch als Skatelehrer tätig. «Do it yourself, mache dein eigenes Skateboard», heisst zum Beispiel einer der Kurse. Morgens arbeite ich mit den Jugendlichen daran, ihr eigenes Brett zu entwerfen und zu gestalten, nachmittags wird geskatet.

    Mich beeindruckt es unheimlich, mit welcher Motivation und Energie die Jugendlichen ihre Bretter entwerfen und Ideen umsetzen. Ich schätze es sehr, ihnen dabei behilflich sein zu können, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Ich gebe ihnen lediglich ein paar Tipps, bestärke und bestätige sie in ihrem Vorhaben – und was sie daraus machen, ist wirklich toll.

    Mit dieser Erfahrung gehen die Teenager jeweils gestärkt aus dem Lager nach Hause. Sie haben erfahren, dass sie etwas verwirklichen können, allein aus sich heraus. Bei der Arbeit mit den jungen Menschen sind mir meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich durch den Sport gewinnen konnte, extrem hilfreich. Durch ihn bin ich von einem lauten, extrovertierten Menschen zu einer eher introvertierten Person geworden, die auch in Stresssituationen ruhig bleiben kann und ihre Triggerpunkte genau kennt. Ich glaube, ich kann den Jugendlichen gut zuhören und mich selbst dabei zurücknehmen, wodurch es mir oft gelingt, den richtigen Zugang zu ihnen zu finden.

    Wenn Rollen malen

    Eine weitere, persönliche Auseinandersetzung mit dem Skateboard habe ich im letzten Jahr für mich entdeckt: die Kunst. Mir wurde zuvor oft gesagt, dass ich mit meinem Longboard weniger Sport als Kunst betreibe. Zunächst hat mich das beleidigt, doch dann habe ich beschlossen, diesen Input aufzugreifen. Inspiriert wurde ich auch dadurch, dass ich irgendwann mal meine Tricks gefahren bin und sich auf dem staubigen Boden anschliessend eine Vielzahl an faszinierenden Mustern abzeichnete. Das wollte ich gerne verewigen. Also habe ich in der Wohnung Papier auf den Boden geklebt und das Board mit in Farbe getränkten Schwämmen ausstaffiert, die ich direkt neben die Rollen platziert habe.

    Ich bewege mich tänzerisch auf meinem Board, mache meine Tricks, und die Rollen bringen die Bewegung zu Papier. Mich fesselt das Wechselspiel zwischen Kontrolle und Kontrollverlust – und die Klarheit, welche die Bilder aufweisen. Meine Bewegungen, die ich selbst gar nicht sehe, diese flüchtigen, sehr abgerundeten Momente, werden festgehalten.

    Faszinierenderweise passen die Bilder immer genau zu der Stimmung oder der Situation, in der sie entstanden sind. Bis jetzt habe ich so 42 Bilder kreiert. So soll es weitergehen. Ich habe grosse Lust, meine «Art of Motion» mit anderen zu teilen, etwa in einer Ausstellung oder einer Liveperformance. Gerne möchte ich auch meine Bilder an ganz unterschiedlichen Orten entstehen lassen – etwa im Wald, oder als Kontrast am Bellevue. Und dann beobachten, welchen Einfluss die Umgebung auf das Bild hat, das mein Skateboard zeichnet.

    Aufgezeichnet von Dagmar Schräder

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    Immer in Bewegung

  • Zeit für die Steuererklärung: Das sind die Tipps eines Experten

    Zeit für die Steuererklärung: Das sind die Tipps eines Experten

    Alle möglichen Abzüge ausschöpfen

    Berufskosten, Weiterbildung, Vorsorge (Säule 3a), Krankheits- und Behinderungskosten, Kinderbetreuung oder Spenden werden oft vergessen. Bei den Liegenschaftsunterhaltskosten kann insbesondere bei grösseren Renovationen eine Planung von Vorteil sein, um die Kosten auf verschiedene Steuerperioden zu verteilen. Betreffend Wegfall Eigenmietwert siehe unten.

    Belege sauber sorgfältig und korrekt zuordnen

    In der Regel werden nur belegte Kosten akzeptiert.

    Pauschalen mit effektiven Kosten vergleiche

    In vielen Bereichen (z. B. Berufsauslagen oder Unterhalt bei Immobilien) lohnt sich der Vergleich – effektive Kosten sind
    oft höher als die Pauschale.

    Ab dem Steuerjahr 2026

    Neu kann man ab 1. Januar 2026 rückwirkend Einzahlungen («Einkäufe») in die Säule 3a für verpasste Beiträge ab 2025 leisten. Das heisst:

    • Wenn man 2025 nicht oder nicht voll eingezahlt hat, kann man diese Lücke in den Folgejahren noch schliessen.
    • Die rückwirkenden Einkäufe dürfen zusätzlich zum regulären Maximalbetrag geleistet werden, sind steuerlich aber im Jahr der Einzahlung abzugsfähig.
    • Die Regelung gilt für Beschäftigte mit AHV-pflichtigem Einkommen in der Schweiz.
    • Einfach gesagt: Hat man im Jahr 2025 nicht komplett in die Säule 3a eingezahlt, kann man im 2026 zuerst den Maximalbetrag für 2026 einzahlen und danach für 2025 nachzahlen.

    Weitere Planung im Zusammenhang mit der Abschaffung des Eigenmietwertes (frühestens ab 2028)

    Prüfen, ob allfällige in Zukunft anfallende Unterhaltskosten in die Steuerperiode 2026 und 2027 vorgezogen werden sollen.

    Die Binder Treuhand AG

    Ein Beitrag von Daniel Binder, dipl. Wirtschaftsprüfer und dipl. Steuerexperte. 

    Binder Treuhand AG
    Limmattalstrasse 206
    8049 Zürich

    info@binder-treuhand.ch
    044 341 35 55

    Website 

  • Riedhofstrasse: Einbahnregime gilt erst ab der Singlistrasse

    Riedhofstrasse: Einbahnregime gilt erst ab der Singlistrasse

    Seit Ende letzter Woche steht auf der Riedhofstrasse bei der Schule auf Höhe der Reinhold-Frei-Strasse eine Schranke. Sie soll auf das Einbahnregime an der Riedhofstrasse auf Höhe der Singlistrasse aufmerksam machen (der «Höngger» berichtete).

    Die Schranke sorgt jedoch für Verwirrung, wie Reaktionen aus der Leserschaft zeigen. So wurde gefragt, weshalb man auf der Riedhofstrasse nicht mehr in Richtung Zentrum von Höngg fahren könne.

    Ab 700 Meter

    Die Schranke dient allerdings lediglich als Hinweis «ab 700 Meter». Die eigentliche Signalisation weise gemäss Dienstabteilung Verkehr auf eine Sackgasse ab Höhe Singlistrasse hin. Erst ab dort gilt der Einbahnverkehr auf der Riedhofstrasse.

  • ÖV-Ringsystem: Handlungsbedarf und prioritäre Ausbauprojekte

    ÖV-Ringsystem: Handlungsbedarf und prioritäre Ausbauprojekte

    Das geplante ÖV-Ringsystem markiert einen strategischen Wendepunkt, teilt die Stadt Zürich mit: Künftig sollen Fahrgäste vermehrt direkt zwischen den wachsenden Stadtzentren wie Altstetten, Oerlikon oder Affoltern unterwegs sein – ohne Umweg über den Hauptbahnhof oder die Bahnhofstrasse. Im Zentrum steht die schrittweise Ergänzung des heutigen, sternförmig verlaufenden Tramnetzes zu einem modularen Ringsystem mit innerem und äusserem Ring.

    Hohe Netzbelastung beim Bahnhofplatz, Bellevue, Stauffacher und der Quaibrücke

    2024 nutzten rund 300 Millionen Fahrgäste das Angebot der VBZ. Die Belastung auf den Hauptachsen der Innenstadt ist hoch. Über 70 000 Fahrgäste pro Werktag passieren den Bahnhofplatz, weitere Hotspots sind Bellevue, Stauffacher und die Quaibrücke. 

    Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, betont laut der Medienmitteilung: «Der nun vorliegende Jahresbericht 2025 der Netzentwicklungsstrategie 2040 zeigt die Dringlichkeit des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Zürich auf. Das Ringsystem wird das Zentrum entlasten und das Wachstum im Norden und im Westen der Stadt abfedern. Ausserdem zeigt der Bericht, dass Eigentrasses essenziell sind, um einen qualitativ hochstehenden ÖV anzubieten.»

    Zuverlässigkeit und Abstellkapazität unter Druck

    Aktuelle Auswertungen zur Pünktlichkeit zeigen, dass rund 90 Prozent der Tramfahrten pünktlich verkehren. Gleichzeitig nimmt die Zuverlässigkeit auf einzelnen zentralen Abschnitten ab, insbesondere rund um den Hauptbahnhof und beim Bellevue. Bei Bus- und Trolleybuslinien ist die Streuung der Fahrzeiten deutlich höher. Diese Erkenntnisse unterstreichen den Bedarf an eigenen ÖV-Trassees, betrieblichen Optimierungen und neuen Netzelementen. 

    Für die wachsende Tram- und Busflotte zeigt der Bericht bei der längerfristigen Angebotsplanung bis 2050 die Abhängigkeit von neuen Abstell- und Unterhaltsanlagen auf: Ab 2035 übersteigt der Bedarf an Trams die heute vorhandenen Depotkapazitäten. Die Suche nach neuen Abstellflächen treiben die VBZ deshalb systematisch und prioritär voran.

    Tram Affoltern und Tramtangente Nord als Schlüsselprojekte

    Der Jahresbericht bestätigt den hohen Stellenwert des gemeinsam von Stadt, Kanton und Bund finanzierten Tram Affoltern. Im September 2025 hat der Stadtrat dem Gemeinderat einen Baukredit von 160 Millionen Franken beantragt. Als Nächstes steht der Baubeschluss durch den Gemeinderat an. Im Anschluss daran wird die Zürcher Stimmbevölkerung über den Baukredit entscheiden.

    Zusammen mit dem Tram Affoltern bildet die Tramtangente Nord eine leistungsfähige West-Ost-Verbindung von Affoltern via Oerlikon zum Bahnhof Stettbach. Sie ist Bestandteil des Agglomerationsprogramms der 5. Generation und ein wichtiges Element, um in den nördlichen Stadtteilen und der angrenzenden Agglomeration ein zuverlässiges ÖV-Angebot anzubieten. Mitte 2025 fiel der Variantenentscheid mit der Linienführung via Überlandstrasse. Bis 2027 werden mit zwei Vertiefungsstudien weitere Details bezüglich Strassenraumgestaltung geklärt. Damit der Bund sich finanziell beteiligt, muss das Vorprojekt bis Ende 2029 vorliegen.

    Rahmenkredit von 450 Millionen Franken

    Um den qualitativ hochstehenden ÖV schneller und effizienter am Bevölkerungswachstum auszurichten, beantragte der Stadtrat dem Gemeinderat im September 2025 zudem einen Rahmenkredit von 450 Millionen Franken, um zentrale Ausbauschritte der Netzentwicklungsstrategie in Altstetten und Albisrieden früher und unabhängiger vom Kanton umzusetzen. Im Anschluss an den Gemeinderatsentscheid wird die Zürcher Stimmbevölkerung über den Rahmenkredit entscheiden.

  • Sportheldinnen erobern erneut die Schweiz

    Sportheldinnen erobern erneut die Schweiz

    Am Sonntag, 1. Februar 2026, finden in den Stadtzürcher OpenSundays bereits zum fünften Mal in Folge Sportheldinnen-Events statt, wie eine Medienmitteilung der Stiftung IdéeSport berichtet. Sportlerinnen aus der Region besuchen die Veranstaltungen und geben Einblicke in ihre Sportarten. Sie werden zu realistischen Vorbildern, vermitteln ein positives Bild vom Sport und fördern die Freude an Bewegung und Sport. In fünf der zehn OpenSundays ergänzen Inputs des Stapferhauses geschlechtsbezogenen Vorurteile im Sport das Programm.

    Ein Tag im Zeichen des Frauen- und Mädchensports 

    Die Begegnungen motivieren Mädchen und junge Frauen, selbst aktiv zu werden und unterschiedliche Sportarten kennenzulernen. Das Projekt wird von der Stiftung IdéeSport organisiert und durchgeführt und vom Sportamt der Stadt Zürich im Rahmen des Programmes «Atleta – Mehr Mädchen im Sport» unterstützt. 


    Die Stifung Idée Sport führt einen ihrer Open Sunday Events für Kinder und Jugendliche durch. (Foto: Stiftung IdéeSport / Christian Jaeggi / Lunax)

    Mehr Vorbilder benötigt 

    Mädchen und junge Frauen sind nach wie vor weniger sportlich aktiv als gleichaltrigen Jungen. Laut Medienmitteilung ist ein Grund dafür der Mangel an weiblichen Vorbildern sowie geschlechtsspezifische Stereotype im Sport. Vorbilder sind für Entwicklung von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig, denn sie geben Orientierung. Die Stiftung IdéeSport setzt sich mit ihren Sportheldinnen dafür ein, dass Barrieren abgebaut werden und jede Sportart für alle gleich zugänglich ist. Deshalb finden Sportheldinnen-Events in der ganzen Schweiz statt. 

    OpenSundays auch in Höngg

    Seit 25 Jahren realisiert die Stiftung IdéeSport Programme, welche Menschen bewegen und verbinden. Dazu gehören MidnightSports, MiniMove, ActiveWeek – und die OpenSundays, an denen Sporthallen Primarschulkindern mit und ohne Behinderung offen stehen, so auch in Höngg in der Sporthalle am Wasser. Die Projekte sind für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, sozio-ökonomischem Status oder Fähigkeiten.

    Quelle: Medienmitteilung Idéesport