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  • Die Haltestelle Zwielplatz wird umgebaut: Umleitungen im Sommer

    Die Haltestelle Zwielplatz wird umgebaut: Umleitungen im Sommer

    Das Tiefbauamt der Stadt Zürich plant gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Zürich in den diesjährigen Sommerferien Bauarbeiten an der Limmattalstrasse. Das Bauprojekt umfasst die Umsetzung einer hindernisfrei nutzbaren Tram- und Bushaltestelle Zwielplatz (der «Höngger» berichtete).

    Die Bauarbeiten dauern rund drei Wochen und haben Auswirkungen auf den öffentlichen sowie den privaten Verkehr. Das Tram der Linie 50 verkehrt während dieser Zeit auf der gewohnten Strecke, die Haltestelle Zwielplatz wird jedoch nicht bedient.

    Der Haltestellenbereich an der Limmattalstrasse ist während der gesamten Bauzeit sowohl für den Busverkehr als auch für den privaten Verkehr gesperrt. Fussgängerinnen und Fussgänger können die Baustelle passieren.

    Busse werden umgeleitet

    Der Busverkehr sowie der private Verkehr werden über die Regensdorfer- und die Frankentalerstrasse in die Limmattalstrasse umgeleitet. Der Veloverkehr wird über den Hohenklingensteig geführt. Die Zugänglichkeit zu den angrenzenden Grundstücken bleibt bestehen, allenfalls mit gewissen Einschränkungen.

    Die betroffenen Gewerbetreibenden sollen rund zwei Wochen vor Baubeginn detailliert über die Bauarbeiten informiert werden, wie das Tiefbauamt schreibt.

    Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Baustelleninformationen elektronisch zu abonnieren. Über den Service «Bauprojektinformationen Tiefbau» auf der städtischen Website werden Benachrichtigungen versendet, sobald im Umkreis von 600 Metern eine entsprechende Baustelleninformation vorliegt.

  • Dagmar schreibt: Wenn sich die Türen schliessen

    Dagmar schreibt: Wenn sich die Türen schliessen

    Zugegeben, der Titel klingt etwas gar dramatisch. So endgültig – und bitter. Ist es aber gar nicht. Denn eigentlich ist er ziemlich wörtlich zu verstehen. Ich wohne nämlich seit einigen Monaten in einem Haushalt, in dem drei Viertel der Zimmertüren durchgehend geschlossen sind. Und das Öffnen derselbigen ist mir nur in Ausnahmesituationen erlaubt.

    Bei den besagten drei Vierteln der Türen handelt es sich um diejenigen zu den Schlafgemächern meiner Kinder. Neu ist das Phänomen eigentlich nicht, es ist schon seit einigen Jahren in zunehmendem Ausmass zu beobachten. Etwas unerwartet für mich hat sich nun aber auch noch die letzte Tür, die zum Zimmer meines 12-jährigen Sohnes, geschlossen. Und das, obwohl er noch vor wenigen Wochen zumindest ab und an noch kindliche Verhaltensmuster an den Tag legte und zu erkennen gab, dass er die Gegenwart seiner Mutter schätzte.

    Mittlerweile aber läuft es typischerweise folgendermassen ab: Er kommt von der Schule nach Hause, streift eilig die Schuhe im Gang ab, schmeisst sein Schulzeug in die Ecke, adressiert ein kurzes, unbestimmtes «Hallo» in den Raum (immerhin!) und verkrümelt sich schnellstmöglich in sein Zimmer.

    Die empathische Mutter

    Ich, als empathische Mutter, kann das natürlich verstehen. Und gleichzeitig auch nicht. Denn ich bin da ganz anders. Mein Zimmer steht immer offen. Das brauche ich eh nur für die Nachtruhe, den Rest des Tages verbringe ich lieber in den gemeinschaftlich genutzten Räumen. Wie der Küche und dem Wohnzimmer. Dort sitze ich jetzt also und warte auf Gesellschaft. Ab und zu guckt ein Hund vorbei, vorzugsweise zu Fütterungszeiten. Aber sonst ist es hier echt leer geworden. Manchmal, da wird es mir zu arg. Da vermisse ich den Zuspruch durch meinen Nachwuchs. Oder sogar die Auseinandersetzung mit ihnen.

    Dann schreite ich zur Tat und reisse eine der Zimmertüren nach der anderen auf, nur um kurz «Hallo?!» zu brüllen. Und dafür meist vorwurfsvolle Blicke und ein genervtes «Was ist?» zu ernten. Nach dem dritten «Was ist?» bin ich dann jeweils reif für eine Portion Selbstmitleid auf der leeren Couch.

    Das Wohnzimmer gehört nun mir alleine

    Aber glücklicherweise ist der Mensch als solcher enorm anpassungsfähig. So flexibel, dass ich festgestellt habe, dass diese Türen gar nicht nur Nachteile haben. Zum Beispiel gehört das Wohnzimmer jetzt mir, ich kann alleine über Musik, Podcast und Fernseh- oder Netflix-Programme verfügen. Auch der Druck, regelmässig ausgewogene Mahlzeiten für alle auf den Tisch zu stellen, hat enorm nachgelassen. Denn ganz oft, wenn die Türen zu sind, sind die Bewohnenden gar nicht zu Hause. Dann muss ich plötzlich nur für mich selber sorgen.

    Und schliesslich öffnen sich plötzlich wieder ganz neue Türen für mich. Sprichwörtlich. So werde ich langsam, aber sicher dieses ewige schlechte Gewissen los, das mich immer begleitet hat, wenn ich viele Termine hatte und für meinen Geschmack zu Hause zu wenig anwesend war. Denn meine Kinder merken eigentlich gar nicht mehr, ob ich überhaupt zu Hause bin. Und selbst wenn sie es merken – es kümmert sie nicht gross. Das bedeutet: Ich kann eigentlich tun und lassen, was ich will. Ganz wie früher. Was selbstverständlich nicht heisst, dass ich nicht gerne zur Stelle bin, wenn diese Zimmertüren doch einmal wieder aufgehen.

  • Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Bereits bei der Begrüssung zeigte sich Alexander Jäger, Präsident des Quartiervereins Höngg, hoch erfreut, dass die Stühle nicht ausreichten – mehr Gäste waren gekommen als ursprünglich angemeldet. Möglicherweise war das spannende Fokusthema des Abends «Höngg gemeinsam digital erlebbar machen» ein Grund für das unerwartet hohe Interesse. «Ich befürchte, der Wein könnte beim Apéro nicht ganz reichen», äusserte Jäger mit einem Augenzwinkern.

    Speeddating der Vereine

    Im Anschluss an die Eröffnung gab es beim «Speeddating» die Gelegenheit, einen anderen Verein näher kennenzulernen. Bei jeweils zweiminütigen Gesprächen stand der Austausch über die Höhepunkte des vergangenen Jahres im Mittelpunkt. Das Gegenüber der Schreiberin war Andreas Egli vom Quartierverein Höngg. Er freute sich über das neue Logo des Vereins: Der lange Vorbereitungsprozess und die schliesslich getroffene Entscheidung seien eine wertvolle Erfahrung gewesen, trotz anfänglicher Widerstände. «Auch die gestiegenen Mitgliederzahlen im Quartierverein sind sehr erfreulich», ergänzte Egli.

    Digital vernetzt im Quartier

    Der Hauptfokus des Abends lag auf der digitalen Vernetzung im Quartier, vorgestellt von Christian Mossner vom neu gegründeten Verein Connecta.TV. Dessen Ziel ist es, professionell produzierte Videos aus und für Höngg zu erstellen und zu verbreiten. Dafür wurde ein Studio mit professionellem Equipment in der «Mühlehalde» eingerichtet.

    «Mit einer kleinen Handykamera und einem guten Mikrofon ist es heutzutage möglich, professionelle Videos zu produzieren», erklärte Mossner. Der Verein will diese Möglichkeit nutzen, um Höngger Vereine kostenlos in der Medientechnik zu schulen und sie zu befähigen, selbstständig und professionell Inhalte zu erstellen – vom Filmen über das Schneiden des Rohmaterials bis hin zum Hinzufügen von Untertiteln.


    Christian Mossner referiert über Connecta.TV.

    Die Videos sollen über die Kanäle der «Höngger Zeitung» verbreitet werden, sprich auf YouTube, Facebook, Instagram und der Website hoengger.ch. Weiter sind Höngger Web-TV-Sendungen geplant, die beispielsweise in die hiesigen Altersheime gestreamt werden sollen, um auch weniger mobile Menschen am Dorfleben teilhaben zu lassen – etwa am Wümmetfäscht.

    Beim anschliessenden Apéro wurde schliesslich angeregt diskutiert, und es zeigte sich einmal mehr, wie sehr die Höngger Vereine diesen Anlass schätzen. 

    Freiwillige gesucht fürs Streaming-Abenteuer

    Der Höngger Verein Connecta.TV hat seit Kurzem mitten in Höngg in der «Mühlehalde» ein Studio eingerichtet. Zusammen mit Freiwilligen jeden Alters will der Verein das Quartier Höngg digital erlebbar machen. Gesucht sind neugierige Menschen, die das Video- und Streaming-Handwerk von Grund auf und kostenlos erlernen wollen.

    Der erste Workshop findet bereits am Donnerstag, 12. Februar, von 19 bis 21 Uhr im Studio Höngg statt. Erarbeitet wird ein Podcast, ein weiteres Ziel ist das Streamen des aktuellen Theaterstücks der Zürcher Freizeitbühne «Rekordverdächtig». Interessierte sollten an Terminen verfügbar sein (jeweils im reformierten Kirchgemeindehaus): Mittwoch, 11. März 2026, ab 18.00 Uhr für Test und Hauptprobe, Freitag, 13. März 2026, ab 19.00 Uhr, für die Live-Aufnahme sowie am Samstag, 14. März 2026, ab 19.00 Uhr für die zweite Live-Aufnahme.

    Anmeldung: redaktion@hoengger.ch mit Angabe von Adresse und Mobilenummer  

  • GLP-Kandidat Ronny Siev setzt im Wahlkampf auch auf KI-Video 

    GLP-Kandidat Ronny Siev setzt im Wahlkampf auch auf KI-Video 

    Publireportage Gemeinderatswahlen Online

    Am 8. März finden die Gemeinderatswahlen statt. In der Stadt Zürich bewerben sich 1081 Personen um 125 Gemeinderatssitze. Im Wahlkreis 10 tritt die GLP 6 & 10 mit der Liste 4 an. Den zweiten Listenplatz – direkt hinter Selina Frey – belegt Ronny Siev.

    Der Politiker ist seit Januar 2017 Mitglied des Zürcher Gemeinderats, zudem Vizepräsident der IG Wartau in Höngg, und möchte sich auch in den kommenden vier Jahren im Rathaus engagieren. Die Grünliberalen stehen für eine ökologische und zugleich liberale Politik – konkret formuliert es Ronny Siev so:

    «Ich kandidiere erneut für den Gemeinderat der Stadt Zürich, um mich dafür einzusetzen, dass Zürich für alle lebenswert bleibt. Ich engagiere mich für zahlbare und qualitativ gute Kinderkrippen, für den konsequenten Ausbau der Wasserkraft und von günstigem Wohnraum, für das lokale Gewerbe und für eine schlanke Bürokratie. Damit der Kreis 10  im Gemeinderat gut vertreten, das Zusammenleben im Quartier angenehm, respektvoll und lebendig bleibt. Ein lebenswertes Quartier braucht eine gute Sportinfrastruktur. Um den Zugang der fussballbegeisterten Kinder und Jugendlichen zu ihrem Lieblingssport zu ermöglichen, habe ich einen Vorstoss für einen weiteren Fussballplatz beim SV Höngg eingereicht, der auch den Lärm der Schiessanlage eindämmt.» 

    «Am 8. März gömr all go wäle»

    Doch Politik findet längst nicht mehr nur auf Podien und in Zeitungen statt. Wer heute viele Menschen erreichen will, muss auch dort präsent sein, wo gescrollt, geliked und geteilt wird. Ronny Siev wagte deshalb mit der Hilfe mit Andrea von Salis ein Experiment und produzierte ein KI-generiertes Video – inklusive Musik und Text. Es soll – laut Siev – das erste in diesem Wahlkampf sein.

    Mit einem Augenzwinkern erzählt Siev vom «epischen Sommerhit»: Urban-Reggae à la Dodo, Quartier-Referenzen «vom Lette bis zur Werdinsle», dazu schwebt Ronny Siev über die Limmat, vom Röschibachplatz bis zum Wartaufäscht. Und ja – ein Elefant taucht ebenfalls auf. Aber sehen Sie selbst:

    Am 8. März gömr all go wäle, Gemeinderat Ronny Siev. Definitiv lustigster AI Wahlsong 2026.

    Oder wie es in den Lyrics heisst: «Yeah yeah yeah yeah!»

  • Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse: Entscheid neu beim Regierungsrat

    Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse: Entscheid neu beim Regierungsrat

    Der komplexe und verworrene Rechtsstreit um Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse nimmt eine weitere Wendung: Das Verwaltungsgericht hat in seinem jüngsten Urteil einen Entscheid der kantonalen Sicherheitsdirektion aufgehoben, wie verschiedene Medien berichten. Damit wird die Entscheidung über eine Tempolimite auf der meistbefahrenen Quartierstrasse der Schweiz an den Gesamtregierungsrat zurückgegeben.

    Ein kurzer Blick zurück: Nachdem der Stadtrat 2021 entschieden hatte, auf der Rosengartenstrasse Tempo 30 einzuführen, verweigerte die Kantonspolizei die Bewilligung dazu. Darauf reagierte wiederum die Stadt umgehend und reichte Rekurs bei der Sicherheitsdirektion ein. Die Sicherheitsdirektion jedoch bestätigte die Haltung der Kantonspolizei. Woraufhin die Stadt diesen Entscheid beim Verwaltungsgericht anfocht.

    Mehr als anderthalb Jahre später gelangte das Gericht nun zu einem Urteil und hob die Entscheidung der Sicherheitsdirektion auf. Die Direktion sei in der Sache «vorbefasst», weil die Kantonspolizei derselben Abteilung angehöre, so die Begründung. Nun muss sich der Gesamtregierungsrat mit der Angelegenheit befassen. Das Stadtzürcher Sicherheitsdepartement bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Zu grosse Auswirkungen

    Ein vergleichbarer Entscheid fiel auch zur Bellerivestrasse: Dort hob das Verwaltungsgericht einen Entscheid gegen einen geplanten Spurabbau ebenfalls auf. Auch hier muss nun der Regierungsrat über eine Beschwerde des Stadtrats befinden. Die Kantonspolizei hatte in beiden Fällen argumentiert, die geplanten Massnahmen hätten zu grosse Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz.  

    Ob Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse grundsätzlich zulässig ist, bleibt offen. Das Zürcher Stimmvolk nahm im November 2025 die Mobilitätsinitiative an, welche Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Der Stadtrat hat den Entscheid ans Bundesgericht weitergezogen.

  • Schluss mit Stalking: Schutz der Privatsphäre im Fokus

    Schluss mit Stalking: Schutz der Privatsphäre im Fokus

    Von Nathalie Zeindler

    Ein anonymes Geschenk vom Quartierladen im Briefkasten, Anrufe mitten in der Nacht, Auflauern in sozialen Kanälen, vor der Wohnung oder am Arbeitsplatz: Bei der Täterschaft handelt es sich meist nicht um Unbekannte – oftmals sind es ehemalige Partner, Freunde oder Arbeitskollegen, die Grenzen missachten.

    Bisher bewegten sich Stalking-Opfer nahezu in einem luftleeren Raum. Ständige Angst- und Panikgefühle, wiederholtes Zweifeln an der eigenen Wahrnehmung sowie körperliche Symptome aufgrund des anhaltenden psychischen Drucks führten dazu, dass Betroffene, ob Frau oder Mann, zunehmend den Boden unter den Füssen verloren und sich nicht mehr getrauten, die eigenen vier Wände zu verlassen.

    Auch vermochte die Polizei erst bei handfesten Drohungen oder physischer Gewalt tatsächlich einzugreifen. Mit der Gesetzesänderung (Artikel 18b StGB, «Nachstellen»), die seit Beginn dieses Jahres in Kraft getreten ist, hat der Bundesrat diese Schutzlücke endlich geschlossen.

    Opferschutz gewährleistet

    Stalking wird ab jetzt als «beharrliches Verfolgen, Belästigen oder Kontaktieren» definiert, das den Alltag einer Person nicht nur vorübergehend beeinträchtigt. Es ist nicht mehr notwendig, eine Drohung auszusprechen, denn bereits das systematische Eindringen in die Privatsphäre gilt als strafbar. Insbesondere auch in überschaubaren Quartieren kann die Bewegungsfreiheit dadurch massiv eingeschränkt werden.

    Die neue Strafnorm sieht zudem Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor, was dazu führt, dass Behörden weitaus schneller Kontakt- und Rayonverbote aussprechen können. Expertinnen und Experten raten Betroffenen, ein «Stalking-Tagebuch» zu führen, jeden Vorfall ausführlich zu dokumentieren, Screenshots zu sichern und das eigene Umfeld einzuweihen. Wer sich bedroht fühlt, sollte nicht zögern, die Polizei zu kontaktieren oder bei der Opferhilfe Zürich Unterstützung zu suchen.

    Mit dem neuen Erlass ist ein klares Signal gesetzt worden. Das Recht auf ein ungestörtes Leben erschwert es der Täterschaft, ihren Drang zur Belästigung und Manipulation frei auszuleben. Ein essenzieller Schritt für die allgemeine Sicherheit – auch in Höngg und Wipkingen.

  • Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    autismus schweiz mit Sitz in Höngg weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass das Wissen über Autismus in der Gesellschaft nach wie vor unzureichend ist. Dies betrifft neben dem Alltag insbesondere zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, Betreuung, Arbeit und Wohnen. Fehlendes Wissen über Autismus kann konkrete Folgen haben: Verhalten wird falsch eingeschätzt, Unterstützungsangebote greifen zu spät oder gar nicht, und der Zugang zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung ist erschwert. Dies führt zu hoher Belastung für Betroffene und Angehörige und kann Krisen begünstigen, die mit mehr Fachwissen vermeidbar wären.

    Massives Versorgungsproblem

    «Es gibt ein massives Versorgungsproblem für alle Kinder und Jugendlichen mit psychischen Belastungen – das ist eine inakzeptable Situation, die in keinem anderen medizinischen Bereich akzeptiert würde», sagt Ronnie Gundelfinger. Der ehemalige leitende Arzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) ergänzt: «Für Familien mit einem Kind im Autismus-Spektrum ist die Situation besonders gravierend, weil es an qualifizierten Abklärungsstellen und an adäquaten Therapieangeboten fehlt.»

    Die Schweiz hat im Jahr 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Zudem hat der Bundesrat im Jahr 2018 in seinem Bericht zu Autismus-Spektrum-Störungen festgehalten, dass Menschen im Autismus-Spektrum in der Schweiz weiterhin mit erheblichen Nachteilen konfrontiert sind. Der Bericht zeigt auf, dass es an Koordination, Fachwissen und bedarfsgerechten Angeboten fehlt und dass Bund und Kantone ihre Verantwortung für eine wirksame Unterstützung stärker wahrnehmen müssen. Dazu gehören angemessene Vorkehrungen, barrierefreie Angebote sowie eine fachlich fundierte Begleitung in allen Lebensbereichen.

    Fachwissen ist entscheidend

    Aus Sicht von autismus schweiz besteht bei der Umsetzung dieser Verpflichtungen aus der UNO-Behindertenrechts­konvention und dem Bericht des Bundesrates weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Notwendig ist insbesondere eine bessere Sensibilisierung der Gesellschaft für Autismus. „Autistische Menschen und ihre Angehörigen haben im Alltag oft besondere Herausforderungen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Gesellschaft sie versteht, gut informiert ist und passende Strukturen bereitstellt.“ sagte Bundesrätin Elisabeth Baume‑Schneider im November 2025 anlässlich eines Autismus-Kongresses in Interlaken.

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    Autismus wird sichtbarer

    autismus schweiz erlebt täglich, dass der Zugang zu autismusgerechten medizinischen Massnahmen sowie zu Bildung und Arbeit für viele Betroffene nicht gesichert ist. Deshalb fordert die Organisation von Bund und Kantonen verbindliche und praxisnahe Aus- und Weiterbildungen zu Autismus für Fachpersonen in der Bildung, dem Gesundheitswesen und im Sozialbereich. Autismus-Kompetenz darf kein freiwilliges Zusatzwissen sein, sondern muss fester Bestandteil der Grundausbildung in sozialen und betreuenden Berufen werden. Gleichzeitig braucht es ausreichend spezialisierte und langfristig finanzierte Unterstützungsangebote in der Schule, beim Übergang ins Erwachsenenleben und in der Arbeitswelt. Auch medizinische Massnahmen und die Krisenbegleitung müssen sich konsequent an den individuellen Bedürfnissen von Menschen im Autismus-Spektrum orientieren.

    Quelle: Medienmitteilung autismus schweiz

  • Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das steckt hinter dem üblen Geruch an der Rosengartenstrasse

    Das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe über übelriechenden Geruch in der Stadt im Winter, insbesondere starkbefahrenen Passagen wie der Rosengartenstrasse. Dieser Geruch entsteht, trotz verbesserter Emissionswerten im Vergleich zu den Vorjahren, durch ein Wetterphänomen im Winter.

    «Der üble Geruch während des Winters in der Stadt liegt an einer sogenannten Inversionswetterlage», erklärte Flavio Kunert, Doktorand am Lehrstuhl für Luftqualität und Partikeltechnologie an der ETH Zürich, im «Tagblatt der Stadt Zürich». Das ist ein Hochdruckgebiet, welches dafür sorgt, dass die kalte, schwerere Luft am Boden bleibt, während die wärmere, leichtere Luft nach oben steigt. Dies führt zu einer Art Luftdeckel, der die kalte Luft am Boden einschliesst, sodass sie sich nicht mit der oberen, wärmeren Luft vermischen kann.

    Inversionswetterlage: Ein Phänomen im Winter

    In den tiefen Lagen sammeln sich dadurch Schadstoffe, insbesondere Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem durch den Autoverkehr entsteht. Zusätzlich kommen Feinstaubpartikel hinzu. In dieser Zeit werden die Grenzwerte für die Luftbelastung in der Rosengartenstrasse häufig über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg überschritten. Erst wenn Wind aufkommt, kann sich die Luft wieder durchmischen und die schädlichen, übelriechenden Stoffe vertreiben, so berichtete das «Tagblatt der Stadt Zürich».

    Emissionswerte in den letzten Jahren halbiert

    Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich teilt dem «Tagblatt der Stadt Zürich» mit, dass die Luftqualität in Zürich insgesamt besser geworden ist. In den letzten Jahren haben sich die Emissionswerte in der Rosengartenstrasse sogar halbiert. Teilweise werde der Grenzwert der Stickoxid-Belastung in stark befahrenen Strassen dennoch überschritten. Stickoxid kann laut dem Umwelt- und Gesundheitsschutz zu Atemwegsinfektionen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

  • Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Wie die Stadt in einer Medienmitteilung heute erklärt, plant die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) im historisch wertvollen Lettenquartier zwischen der Imfeld-, Rousseau- und Lettenstrasse ihre bereits bestehenden Siedlungen zu erweitern. Gleichzeitig soll innerhalb des Areals eine neue städtische Schulanlage entstehen. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung der Lettenwiese als zentralen Grünraum innerhalb der Parzelle.  

    Landtausch zwischen Stadt und Genossenschaft  

    Zu diesem Zweck, so die Stadt, solle die Bauzonenordnung revidiert und ein Landabtausch zwischen der Baugenossenschaft und der Stadt durchgeführt werden. Denn aktuell, so die Medienmitteilung, «befindet sich das Grundstück der Stadt Zürich in der Mitte des Lettenplateaus, umrandet von den Wohnbauten der BEP». 

    Durch den Landtausch komme die neue Schule nun an den Rand des Perimeters zu liegen, dort, wo heute die BEP-Siedlung 6 steht. Damit könne die Genossenschaft ihre Wohnsiedlung innerhalb der Parzelle erweitern. Neuer Wohnraum soll gleichzeitig anstelle der Siedlung Letten 7 entstehen, welche vom Stadtrat im Sommer 2025 aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen wurde.

    Auflage bis April

    Erarbeitet wurde die vorliegende Variante durch eine zweijährige kooperative Testplanung zwischen der BEP, IMMO Stadt Zürich sowie der SBB, inklusive Mitwirkungsverfahren der Quartierbevölkerung. Die Pläne liegen ab heute bis und mit 7. April zur Einsicht auf.

    Direkt im Anschluss an den Vollzug der Revision der Bauzonenordnung, der voraussichtlich gegen Ende 2027 vonstatten geht, plant die BEP einen Architekturwettbewerb zur Planung der Überbauung.

    Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich

  • Wo die «Hönggerli» herkommen

    Wo die «Hönggerli» herkommen

    In diesem Jahr kann die Filiale der Metzgerei Eichenberger in Höngg gleich ein doppeltes Jubiläum begehen: Sie feiert nicht nur den fünften Geburtstag ihres Höngger Standorts, sondern auch das 75-Jahr-Jubiläum ihres Stammhauses im Zürcher Oberland. 1951 gründeten Max und Elisabeth Eichenberger in Wetzikon die gleichnamige Metzgerei, mittlerweile hat bereits die dritte Generation die Leitung des Familienunternehmens übernommen.

    Rund 40 Angestellte sind in den drei Filialen tätig, vier Beschäftigte zählt der Höngger Ableger. Das Fleisch, das hier angeboten wird, so erklärt der Höngger Filialleiter Fabian Gasser, stamme von lokalen Betrieben aus dem Zürcher Oberland. «Die Herkunft unseres Fleisches ist für uns von grosser Bedeutung», so Gasser. «Wir beziehen es von kleinen Bauernbetrieben, mit denen wir seit Jahrzehnten enge Geschäftsbeziehungen pflegen.»

    Ladenfertig geliefert

    Zur Geschäftsphilosophie gehört es auch, das ganze Tier zu verarbeiten – und lange Transportwege zu vermeiden: Geschlachtet wird in Hinwil, zerlegt in Wetzikon, alle Wurst- und Rohfleischwaren werden in der eigenen Wursterei hergestellt. Nach der Zerlegung und Verarbeitung wird das Fleisch schliesslich ladenfertig in die Filiale geliefert und hier den Wünschen der Kundschaft entsprechend zubereitet. Das hauseigene Label mit dem Eichhörnchen steht für höchste Qualität, traditionelles Metzgerhandwerk und regionale Produkte. Nur Produkte, welche die Metzgerei selbst herstellt, dürfen es tragen


    Der Fleischteller der Metzgerei Eichenberger. (Foto: das)

    Tipps für die Zubereitung

    Ebenso wichtig wie die Beziehung zu den Produzentinnen ist auch die Beziehung zur Kundschaft: «Wir stellen fest, dass unsere Kundschaft sehr bewusst Fleisch einkauft und es schätzt, sich von Fachpersonal beraten zu lassen», erklärt Gasser. So können die Kundinnen im Metzgereibetrieb nicht nur ihre gewünschten Produkte bestellen, sondern auch Tipps zur Zubereitung abholen und austauschen. So manche bestellen hier sogar Knochen und Innereien für die Haustiere zu Hause.

    Darüber hinaus bietet die frisch renovierte Höngger Filiale ein breites Sortiment an ganz unterschiedlichen Produkten: Neben den Fleischwaren, täglich wechselnden Take-away-Gerichten und natürlich den berühmten «Hönggerlis» sind hier auch die Bravo-Ravioli zu finden, die mit Fleisch von der Metzgerei gefüllt werden. Und mit dem ebenfalls angebotenen frischen Gemüse, den Getränken, Saucen und sogar Süsswaren lässt sich hier kinderleicht ein komplettes Festmahl zusammenstellen.


    Das fleischlose Sortiment (Foto: das)