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  • Wenn Frösche wandern, ist Vorsicht geboten

    Wenn Frösche wandern, ist Vorsicht geboten

    Wie die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) in einer Medienmitteilung informiert, ist mit den ersten milden und feuchten Nächten die Wanderungszeit der Amphibien angebrochen. Kröten, Frösche und Molche machen sich nun auf den Weg zu den Laichgewässern. Dabei legen sie, so die Medienmitteilung, Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück und überqueren notgedrungen auf ihrem Weg auch einige Strassen.

    Diese werden nicht selten zur tödlichen Falle für die Tiere: Sie werden überfahren oder durch den bei der Vorbeifahrt der Fahrzeuge entstehenden Unterdruck tödlich verletzt.

    Das Frosch-Taxi

    In diesem Zusammenhang sind, so die Medienmitteilung, nun täglich Tierschutzhelferinnen und -helfer abends und in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um Amphibien entlang ihrer Wanderstrecken einzusammeln und sie über die Strasse zu tragen. Die SUST spricht von einem Frosch-Taxi.

    Autofahrenden rät die Stiftung, Hinweisschilder zu beachten und wenn möglich abends und nachts diejenigen Strassen zu meiden, die mit dem Frosch-Warndreieck gekennzeichnet sind. Eine aufmerksame Fahrweise und eine Reduktion des Tempos sind ebenfalls hilfreiche Massnahmen, um die Sicherheit der Tiere zu erhöhen.

    Falls Wanderrouten angetroffen würden, die noch ungeschützt sind oder viele überfahrene Tiere zu sehen sind, gebe es auch die Möglichkeit, bei der Gemeinde beziehungsweise der Stadt nach Schutzmassnahmen zu fragen.

    Höngger Frösche haben einen schweren Stand

    Wie aber ist die Situation in Höngg? Gibt es hier im Quartier bekannte Wanderrouten? Und was lässt sich hier unternehmen, um die quakenden Gesellen zu unterstützen? Wie Benjamin Kämpfen vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg auf Anfrage der Redaktion erklärt, sei in Höngg bei den meisten Strassen das Verkehrsaufkommen so gross, dass «sowieso keine grösseren Populationen überleben können.» Es sei jedoch dennoch sinnvoll, besonders in warmen, feuchten Frühlingsnächten Ausschau zu halten.

    Eine heikle Stelle sei etwa die Michelstrasse auf der Höhe des Friedhofs. Hier habe er, so Kämpfen, bereits überfahrene Erdkröten angetroffen, weswegen an dieser Strasse sicher besondere Vorsicht geboten sei. Generell sei es schwierig, in dieser Hinsicht aktiv zu werden, da die Zeiten der Wanderungen sehr variabel und nur kurzfristig vorhersehbar seien.

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    Frisches Essen aus dem Garten

  • Wer wird der schnellste «Zürifisch»?

    Wer wird der schnellste «Zürifisch»?

    An zwölf Austragungsorten, unter anderem im Hallenbad Bläsi, finden am 4. und 11. März die Quartierausscheidungen für den Kinder-Schwimmwettkampf statt. Dabei müssen die Kinder eine 50 Meter lange Strecke unter der vorgegebenen Maximalzeit zurücklegen. Als Geschenk erhalten alle ein Exemplar der diesjährigen «Zürifisch»-Badekappen.

    Über 1600 Teilnehmende

    Letztes Jahr konnten sich von den über 1600 Teilnehmenden 60 Prozent für das Halbfinal qualifizieren. Halbfinal und Final finden am 11. April im Hallenbad Oerlikon statt. Die acht schnellsten Kinder pro Kategorie vom Halbfinal am Morgen qualifizieren sich für das Final am Nachmittag. Alle Teilnehmenden erhalten eine «Zürifisch»-Auszeichnung, für die drei schnellsten «Zürifische» gibt es sogar eine Medaille.

    Quartierausscheidung Höngg

    Mittwoch, 11. März, 13.30–15 Uhr
    Hallenbad Bläsi, Limmattalstrasse 154
    Talon ausgedruckt und ausgefüllt mitbringen
    Teilnahme ist gratis
    Weitere Informationen:
    zuerifisch.ch

  • Hochhäuser oder nicht, das ist hier die Frage

    Hochhäuser oder nicht, das ist hier die Frage

    Die Debatte über Hochhäuser in der Stadt Zürich dauert schon etwas länger an: Seit in den 1960er-Jahren die ersten höheren Häuser in der Stadt erstellt wurden, gibt es dazu politische Kontroversen.

    Die jüngste entspinnt sich an den Hochhausrichtlinien, die der Stadtrat im Rahmen der Teilrevision der Bauzonenordnung 2021/2022 aktualisiert und rund zwei Jahre später, nach der Überarbeitung der über 300 eingegangenen Einwendungen, an den Gemeinderat zur Überprüfung weitergeleitet hat (der «Höngger» berichtete).

    Überprüft hat sie der Gemeinderat nun – und ist zu einem vernichtenden Urteil gekommen: Einem Grossteil der neugestalteten Hochhausrichtlinien erteilte der Rat eine Abfuhr – linke Parteien und SVP waren sich für einmal einig. Dreieinhalb Stunden, so berichtet das online-Magazin tsüri, sei debattiert worden, 21 Änderungsanträge habe es dazu gegeben.

    Keine Hochhäuser in Altstetten

    Mit den Änderungsanträgen wurden unter anderem die geplanten Zonen in Altstetten und Zürich- Nord, in denen der Bau von 40 Meter hohen Häusern erlaubt sein sollte, laut tsüri «fast vollständig gestrichen». Gleichzeitig wurde das geplante 60-Meter-Gebiet für Schwamendingen auf 40 Meter reduziert, im Kreis 5 die 80-Meter-Zone ebenfalls auf 40 Meter halbiert.

    Zudem wurde entschieden, dass, wie der Tages Anzeiger berichtet, der Gemeinderat bereits bei Bauten ab 60 Metern Höhe ein Mitspracherecht erhält – und nicht erst bei Bauten ab 80 Metern Höhe, wie es ursprünglich vorgesehen war. Ausserdem soll künftig bei Hochhäusern, welche mittels Gestaltungsplan erstellt werden, die «gesamte Mehrausnützung mit preisgünstigem Wohnraum» belegt werden.

    Zwei Prozent der Bruttogeschossfläche soll ausserdem für Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss zur Verfügung stehen.

    GLP und FDP sind nicht einverstanden

    Nicht nur Stadtrat und Hochbauamtvorsteher André Odermatt zeigte sich laut Tages Anzeiger unzufrieden mit der Entscheidung des Gemeinderats, auch die Vertreter*innen und FDP und GLP bekundeten ihren Unmut. Aus ihrer Sicht gehörten Hochhäuser zu einer sinnvollen Verdichtung innerhalb der Stadt.

    Die Schlussabstimmung über die bereinigte Vorlage wird, so der Anzeiger weiter, im Gemeinderat in etwa drei Wochen erfolgen. Weil SVP, SP, Grüne und AL gemeinsam die Mehrheit im Rat haben, wird diese Abstimmung jedoch wohl eine reine Formsache bleiben. FDP und GLP würden deshalb, so der Tages Anzeiger, ein Referendum in Erwägung ziehen. Dann müsste schlussendlich das Volk über die Richtlinien entscheiden.

  • Vuebelle: das Ende eines Pionierprojekts

    Vuebelle: das Ende eines Pionierprojekts

    Erst vor zwei Wochen wurde an dieser Stelle über die Entwicklungen auf dem Vuebelle und die Tatsache, dass die Stadt die Verantwortung über das Gelände vom Verein Bee’n’Bee übernommen hat, berichtet. Seither ist viel passiert. Noch bevor die Zeitung gedruckt war, rückten auf dem Gelände die Bagger an und bauten die Stege und Wege, die das Bellevue symbolisiert hatten, wieder ab.

    Auch zahlreiche nicht einheimische Bäume wie die Maulbeere sowie alle Säulenobstbäume wurden ausgehoben und entfernt, ebenso wie die Wildhecke, die angepflanzt worden war. Sie sollen, wie ein Schild vor Ort informiert, an einem anderen Ort wieder eingesetzt werden.

    Kurz zur Erinnerung: Das Vuebelle war als Biodiversitätsprojekt angelegt worden und hatte für diesen Zweck im Jahr 2021 die Summe von 250 000 Franken als eines der Siegerprojekte der ZKB-Jubiläumsdividende erhalten. Definiert wurde es als Wegbereiter für die Entwicklung von nachhaltigen Plätzen in der Stadt Zürich, so erklärte es zumindest der «Tages-Anzeiger» im Frühjahr 2024: «Das Vuebelle will nach Angaben des Vereins vor allem auch ein Zeichen für eine neue Art der Flächennutzung setzen. Es versteht sich als Pionierprojekt für Artenvielfalt im urbanen Raum. Nach Zürich ist Ähnliches auch für weitere Städte geplant. Entstehen soll ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, aber auch ein neuer Naturort für Zürcherinnen und Zürcher.»

    «Pionierprojekt» nicht nachhaltig genug?

    Nun aber ist von dem «Pionierprojekt» nicht mehr viel übrig. Nicht nur bei der Pächterschaft der Gärten, auch bei zahlreichen Passantinnen und Passanten sorgte dieses abrupte Ende des Vuebelles für Verunsicherung – und warf gleichzeitig Fragen auf: Warum konnten die Stege und Wege, welche die Fläche begehbar machten, nicht einfach stehenbleiben? Und aus welchem Grund mussten die Obstbäume und die Hecke, die extra zur Förderung der Biodiversität gepflanzt wurden, entfernt werden?


    Schön ist anders: Im Moment ist das ehemalige Vuebelle kein Vorzeigeobjekt mehr. (Foto: zvg)

    Grün Stadt Zürich antwortet auf die Anfrage dieser Zeitung dazu folgendermassen: «Der Holzsteg wurde im Rahmen der Aufwertungsmassnahmen zwecks Erhöhung der Biodiversität entfernt. So erhalten Flora und Fauna auf der Fläche Zeit und Ruhe, sich zu entwickeln.» In Bezug auf die Entfernung der Bäume erklärt Carina Schulze, Fachbereichsleiterin Kommunikation bei Grün Stadt Zürich, dass diese wie auch die Hecken in bestimmten Mustern und Formen – dem Bellevue entsprechend – gepflanzt worden seien, was «eine effiziente Bewirtschaftung stark erschwere». Das sei der Grund dafür, dass sie entfernt werden mussten.

    Zudem, so Schulze weiter, «handelte es sich bei den Bäumen um eine fruchtlose Zuchtform mit sehr geringem ökologischem Nutzen.» Die Ersatzbäume, die nun zwischen Februar und März gepflanzt würden, bestünden dagegen «aussschliesslich aus einheimischen Obst- und anderen Nutzgehölzen (Edelkastanie, Nuss, Apfel).» Damit würden die Bäume in Zukunft «sowohl Nektar und Schatten spenden, als auch einen Beitrag an die lokale Nahrungsmittelproduktion leisten.» Ausserdem werde in den kommenden Wochen die Neuansaat einer Wildblumenwiese vorbereitet und Stein- und Asthaufen für die Förderung von Wildbienen und Zauneidechsen ergänzt.

    Visionen aus dem Quartier

    Warum im Rahmen dieses Vorzeigeprojekts Bäume gepflanzt wurden, die der Biodiversität gar nicht wirklich zuträglich sind, bleibt auch nach der Antwort durch die Stadt offen. Ganz generell lässt sich die Nachhaltigkeit des Projekts – sowohl in finanzieller als auch ökologischer Hinsicht – hinterfragen, wenn nach der kurzen Zeitspanne von knapp zwei Jahren ein Grossteil der Pflanzungen wieder rückgängig gemacht werden muss.

    Daneben bleibt eine weitere grosse Frage, die insbesondere die Mieterschaft der Gartenparzellen umtreibt: Wie geht es weiter? Wie bereits in der vergangenen Ausgabe erläutert, werden sie ihre Beete per Ende dieses Jahres aufgeben müssen – und inwiefern sie in Zukunft noch Partizipationsmöglichkeiten auf der Fläche haben werden, bleibt nach wie vor unklar.

    Dabei gäbe es von ihrer Seite bereits einige Ideen: Chris Szaday, einer der Gartenpächter, hat sich – mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz – intensive Gedanken über die Zukunft des Vuebelles gemacht – in Anlehnung an bereits bestehende Projekte und Kooperationen zwischen der Stadt und der engagierten Quartierbevölkerung

    Seinen Visionen zufolge soll das Gelände demnach, grob gesagt, neben der Biodiversität auch «den sozialen Zusammenhalt, die lokale Identität und das historische Bewusstsein – zum Beispiel für die Schlachten in Zürich um das Jahr 1799, die auch im Gebiet des Hönggerbergs stattgefunden haben», im Quartier stärken. Für den Einbezug der Quartierbevölkerung schwebt Szaday etwa die Möglichkeit eines runden Tisches vor.

    Der Erhalt von Spazierwegen auf dem Gelände sowie der Gartenparzellen wäre für ihn ebenso wünschenswert wie die Fortführung von Baumpatenschaften und die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen vor Ort – als Beispiel für eine «durchdachte, integrative Gestaltung städtischer Grünflächen».
    Inwiefern die Stadt allerdings auf solche Vorschläge eingehen wird, ist noch unklar. Szaday ist auf jeden Fall gerne bereit, weitere Ideen aus dem Quartier entgegenzunehmen und diese mit den Verantwortlichen zu diskutieren.

    Mitdenken

    Wer Interesse hat, sich mit Szaday und weiteren Interessierten über eine mögliche Zukunft des Platzes auszutauschen, kann über vuebelle.zukunft@gmail.com Kontakt aufnehmen.

  • Schnuppertag bei der Pfadi Sankt Mauritius Nansen

    Schnuppertag bei der Pfadi Sankt Mauritius Nansen

    Als eine der grössten Jugendorganisationen in der Schweiz leistet die Pfadi einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Seit 1944 ist auch eine Abteilung in Höngg vertreten und zauberte fortan ein Lächeln auf viele Kindergesichter: die Pfadi Sankt Mauritius Nansen, kurz SMN. Dabei sind die Aktivitäten vielfältig und stets ans Alter und die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst.

    Teamgeist ist gefragt

    So werden während einer Aktivität am Samstagnachmittag gemeinsame Abenteuer und Gangster-Jagden erlebt, an anderen Nachmittagen steht mehr der Teamgeist und der Gruppenzusammenhalt bei einem gemütlichen Zvieri im Zentrum. Die Aktivitäten finden sowohl draussen im Wald auf dem Hönggerberg als auch drinnen statt. Spass, Gemeinschaft und das gemeinsame Erleben stehen dabei im Vordergrund.

    «Bring-a-Friend»

    Unter dem Motto «Bring-a-Friend» sind alle interessierten und neugierigen Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren Mitte März eingeladen, einen wundervollen und spannenden Nachmittag zu erleben und in die Pfadi-Welt einzutauchen. Die genauen Informationen zur Schnupperaktivität werden in der Woche davor auf der Homepage pfadismn.ch online gestellt. Ein abenteuerlicher und spannender Nachmittag wartet auf viele neue Gesichter.

    Der Schnuppertag

    Samstag, 14. März, 14–17 Uhr
    Weitere Auskünfte: Iuvara, Stufenleiterin der Pfadistufe, iuvara@pfadismn.ch
    Mehr Infos zur Pfadi

  • Der Berg Club Höngg feiert 100 Jahre

    Der Berg Club Höngg feiert 100 Jahre

    Der Weg hinauf zur Höngger Berghütte in Dänikon ist an diesem Tag nass und rutschig. Doch das hält die Gäste nicht davon ab. Zahlreich sind sie erschienen, um das 100-jährige Bestehen des Berg Clubs Höngg zu feiern. Mit dem Auto ist die Hütte nicht erreichbar, nur Aktivmitglieder erhalten zeitweise eine Spezialbewilligung. Also wird gewandert, wie seit Generationen.


    Der Aufstieg zur Höngger Hütte wird zu Fuss zurückgelegt. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Neben der Hütte auf der Terrasse spannt sich ein Festzelt über die Festbänke. Drinnen wird gelacht, diskutiert, angestossen. Mitglieder und Gäste tauschen Erinnerungen aus, sprechen über die Veränderungen der letzten 100 Jahre oder geniessen eine heisse Gemüsesuppe, ein Wienerli und Most. Der Duft von Kaffee und Kuchen liegt in der Luft. Die Stimmung ist familiär, man kennt sich, und gleich beim Eingang liegt das Hüttenbuch für einen Eintrag bereit.


    Die Besucher René Schaffroth und Heinz Stüber geniessen die warme Gemüsesuppe. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Vom Jugendverein zum Berg Club

    Seinen Ursprung hat der Verein im Jugendverein Höngg. Gegründet wurde er einst von Pfarrer Paul Trautvetter gemeinsam mit seinen Konfirmanden. Ziel war es, jungen Männern und Frauen Kameradschaft und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Der erste Präsident war Rheinhold Appenzeller.

    Zwanzig Jahre später erfolgte die Umbenennung in Berg Club Höngg. Mitglied werden durften anfangs ausschliesslich Hönggerinnen und Höngger. Diese Regel wurde bald gelockert: Die Suche nach neuen Mitgliedern gestaltete sich zu schwierig.

    «Dass unser Club nach 100 Jahren noch besteht, ist eine Sensation»

    «Dass unser Club nach 100 Jahren noch besteht, ist eine Sensation», sagt Präsident Reto Hauser, der mittlerweile 25. Präsident in der Vereinsgeschichte. Das Erfolgsrezept? «Gute Kameradschaft und tatkräftige Mitglieder.» Heute zählt der Verein 36 Aktiv- und rund 140 Passivmitglieder. Doch neue Mitglieder zu gewinnen, sei schwierig. Insbesondere junge Menschen zeigten wenig Interesse am Vereinsleben, bedauert Hauser.

    Wie unterschiedlich die Wege zum Club sind, zeigen die Geschichten der Mitglieder. Erich Forster etwa entdeckte das Clubhaus zufällig bei einem Spaziergang und meldete sich noch am selben Tag mit einem Talon an.


    Vereinsmitglied Erich Forster entdeckte den Bergclub Höngg bei einem Spaziergang. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Früher war im Jahresprogramm noch mehr los: Die Altberg-Musikanten spielten, es gab Sommer- und sogar Oktoberfeste. Heute ist das Vereinsleben ruhiger, aber nicht weniger engagiert: Zum festen Programm gehören eine Vereinswanderung, eine Besichtigung sowie ein Fondueplausch für Aktivmitglieder und ein Raclette für Aktiv- und Passivmitglieder.

    Jubiläumsgeschenk: neue Photovoltaikanlage

    Zum 100-jährigen Bestehen macht sich der Verein selbst ein Geschenk: Für 13 000 Franken wird eine neue Photovoltaikanlage installiert. Sie ersetzt die alte, nicht mehr funktionstüchtige Anlage und liefert künftig die vierfache Leistung. Hüttenwart Roman Rumo erklärt: «Die Hütte ist komplett autark. Den Strom produzieren wir selbst, das Wasser stammt aus einer Quelle, das Abwasser wird abgepumpt und gekocht wird mit Gas.»


    Hüttenwart Roman Rumo kümmert sich um die Verwaltung, den Nachschub und die Vermietung der Höngger Hütte. (Foto Jasmine Osterwalder)

    Saisonstart am 29. März

    Die Höngger Berghütte ist während der Sommersaison jeweils am Sonntag für die Öffentlichkeit geöffnet. Die neue Saison beginnt am 29. März und dauert bis Ende Oktober. Der Start ins Jubiläumsjahr steht unter dem Motto «Essenspreise wie vor 100 Jahren». Die Bewirtung übernehmen die Aktivmitglieder im Turnus.

    «Eine wunderbare Erfahrung», erzählt ein Clubmitglied schmunzelnd. Seit sie selbst Gäste bediene, begegne sie Servicepersonal mit noch mehr Respekt und Freundlichkeit. Auch nach 100 Jahren bleibt der Berg Club Höngg ein Ort der Begegnung, der Naturverbundenheit und der gelebten Kameradschaft.

  • Bei der Velovorzugsroute geht es nicht nur um Parkplätze

    Bei der Velovorzugsroute geht es nicht nur um Parkplätze

    Die Nötzlistrasse, benannt nach einem altansässigen Familiengeschlecht aus Höngg, wirkt wie eine gewöhnliche Strasse, weit oben im Quartier gelegen. Es gilt Tempo 30, sie ist nicht besonders lang und endet in einer Sackgasse. Gleichzeitig ist sie ein Stück Heimat, ein Lebensort für Familien, so etwas wie ein kleines Dorf. Das zeige sich besonders an freien Tagen ab dem Frühling, sagt ein Anwohner und Familienvater, der anonym bleiben möchte.

    Er weiss: Dann nämlich nehmen rund 30 Kinder die Strasse in Beschlag. Die Eltern würden dann auf Campingstühlen am Rand sitzen und beobachten, wie ihre Kinder Hockey spielen oder den Asphalt mit bunter Kreide bemalen. «Wegen der Sackgasse fährt hier selten ein Auto durch, und wenn, dann sehr vorsichtig», erzählt er.

    Die «neue» Velovorzugsroute

    Geht es nach der Stadt Zürich, soll die Nötzlistrasse aber bald ein Teilstück der geplanten 4,3 Kilometer langen Velovorzugsroute werden, die via Segantinistrasse über die Giacometti- und Appenzellerstrasse bis nach Wipkingen führt (der «Höngger» berichtete). Bislang richtete sich der Fokus vor allem auf das Gebiet bei der Appenzellerstrasse beziehungsweise auf eine Wiese. Das Strassenbauprojekt wurde Ende Januar ausgeschrieben.

    «Begegnungszone» ist gefährdet

    Der erste Antrag in der hier thematisierten Einwendung betrifft die «Gefährdung der Verkehrssicherheit». Darin wird dargelegt, dass die Nötzlistrasse faktisch zu einer Begegnungszone geworden sei.

    «Wir leben hier in einer Gemeinschaft, die meisten haben Kinder, und wir stehen in einem engen Austausch zueinander», sagt der Anwohner. Würde dieser Abschnitt zur Velovorzugsroute umfunktioniert, käme das aus seiner Sicht dem Ende der gelebten Begegnungszone gleich.

    In der Eingabe heisst es weiter, die Umwandlung impliziere «vortrittsberechtigten und schnellen Verkehr». Das sei in einer Wohnstrasse unvertretbar, zumal es um die Sicherheit gehe. «Das bereitet uns Sorgen um unsere Kinder», so der Anwohner. Und weiter: «Für uns ist es nicht sinnvoll, aus einer Sackgasse eine Durchgangsstrasse zu machen. Dann steht die Strasse für die Kinder nicht mehr zur Verfügung.»

    Zu steil für eine Veloroute?

    Die Einwendung verweist zudem auf den nahen Vogtsrain, von wo die Velovorzugsroute zur Nötzlistrasse führen würde. «Die Kombination aus steilem Gefälle (hohe Geschwindigkeiten bergab fahrender Velos, Sicherheitsrisiko bei schlechtem Wetter/Schnee) und Schulkindern zu Fuss widerspricht den Sicherheitszielen der Stadt», heisst es darin.

    Der Familienvater betont im Gespräch mit dem «Höngger», dass es nicht darum gehe, die städtischen Pläne zu sabotieren. Im Gegenteil: «Ich finde es gut, dass sich die Stadt für Velowege einsetzt. Auch wir sind Velofahrer. Aber ich weiss nicht, ob Velovorzugsrouten auf Kosten von familienfreundlichen Sackgassen das richtige Instrument sind», sagt er. Es müsse doch andere Möglichkeiten geben als solche Massnahmen.

    Viele alte Häuser

    Der geplante Parkplatzabbau an der Nötzlistrasse – elf sollen es sein –, wird in der Einwendung schliesslich an zweiter Stelle als «unverhältnismässig» bezeichnet. «Wir als Familie, so hoch oben in Höngg, sind froh, unser Auto nutzen zu können», sagt der Anwohner. Denn die Nötzlistrasse verfügt aufgrund des «alten Hausbestands» kaum über Tiefgaragen, wie es in der Einwendung heisst. Die Aufhebung der Parkplätze erschwere zudem die Versorgung durch Dienste wie Spitex, Handwerker oder Lieferanten, da Halteflächen fehlen würden.

    Weitere Punkte in der Einsprache betreffen planerische Mängel: Es wird argumentiert, Velofahrende würden «diesen steilen Umweg ohne direkte ETH-Anbindung meiden und weiterhin direktere Routen wählen». Zudem fehle ein «Nachweis des verkehrlichen Nutzens (Kosten-Nutzen-Verhältnis)».

    Im Zentrum stehen für den Anwohner und seine Mitstreiter jedoch die Auswirkungen auf die «Familienstrasse», wie die Nötzlistrasse auch genannt wird. «Meines Wissens kam niemand von der Stadt vorbei, um sich ein wirkliches Bild vom Leben hier an der Nötzlistrasse zu machen», sagt er.

    «Hätte man die Strasse an einem Sommerwochenende erlebt, hätte man vielleicht anders entschieden. Oder es wäre dann ein bewusster Entscheid gegen das Familienleben gewesen.»

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    Widerstand und Zustimmung 

  • Wipkingen: Tram kollidiert mit Lastwagen

    Wipkingen: Tram kollidiert mit Lastwagen

    Am Montagnachmittag, 23. Februar, um 13.43 Uhr kam es auf der Hönggerstrasse in Wipkingen zu einer Kollision zwischen einem Tram und einem Lastwagen. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt gegenüber dem Portal Nau.ch, dass der Tram-Chauffeur mittelschwer verletzt wurde. Zwei Passagiere sowie der Lastwagenfahrer sind leicht verletzt.

    Die Unfallsursache ist unklar: Spezialisten der Stadtpolizei gehen davon aus, dass das Tram beim Zusammenprall vorne aus der Schiene gesprungen sei. Laut dem «Tages-Anzeiger» musste das Tram wieder aufgegleist und von einem anderen Tram abgeschleppt werden. Infolge des Unfalls wurde die Linie 50 vorübergehend in beide Richtungen eingestellt.

    Feuerwehr, Stadtpolizei sowie Rettungsdienste von Schutz und Rettung Zürich waren im Aufgebot. Laut den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) liegt der Sachschaden im sechsstelligen Bereich.

  • Neues Preissystem der Alterszentren: Die Stadt rudert zurück

    Neues Preissystem der Alterszentren: Die Stadt rudert zurück

    Mitte Januar berichtete der «Höngger», beruhend auf Informationen aus der Tagespresse und vom K-Tipp, dass im vergangenen Sommer ein neues System der Pflegeeinstufung eingeführt wurde. Schweizweit soll das neue System, «Rai», das alte, «Besa» ablösen.

    Das Problem daran: Anders als das alte System kennt das neue keine Pflegestufe «0». Deshalb fallen alle Bewohnenden der Institutionen, die keine Pflege benötigten und sich bis anhin in der Pflegestufe 0 befanden, neu in die Pflegestufe 1, was Kosten von 17.20 Franken täglich verursacht. Den Anteil der Krankenkassen, 9.60 pro Tag, begann die Stadt daraufhin im vergangenen Sommer zu berechnen.

    Rückzahlungen

    Doch dagegen regte sich Widerstand – von Betroffenen, aber auch vonseiten der Krankenkassen. Dieser scheint nun, wie NZZ und Tages Anzeiger vor wenigen Tagen berichteten, von Erfolg gekrönt zu werden: Die Alterszentren müssen demnach die Umstufungen zurücknehmen und bereits bezogene Zahlungen zurückzahlen. Dies gehe aus einer Weisung an die Nutzenden des neuen Ermittlungssystems hervor, die der NZZ vorliege.

    Für die Zukunft müssten die Verbände nun gemeinsam mit dem Systementwickler eine Lösung finden, das neue System trotz der fehlenden Pflegestufe 0 nutzen zu können. Denn bis 2028 müsse das neue System bundesweit eingeführt werden.

  • Mobiler Recyclinghof: «Der Berg ruft – aber niemand kommt hoch»

    Mobiler Recyclinghof: «Der Berg ruft – aber niemand kommt hoch»

    Mit dem neuen Konzept «Entsorgen im Quartier» will die Stadt Zürich die Abfallentsorgung vereinfachen und ökologischer gestalten. Seit dem 1. Januar 2026 haben die Entsorgungstrams ausgedient, an ihre Stelle treten sogenannte Mobile Recyclinghöfe.

    Neben dem klassischen Entsorgen soll dabei auch das Tauschen und Reparieren gefördert werden. Ziel ist eine möglichst CO₂-freie Anlieferung – zu Fuss, mit dem Velo oder per Handkarren.

    Was in der Theorie bestechend klinge, stosse in Wipkingen auf Widerstand: «Was auf dem Papier nach einer grünen Idylle klingt, entpuppt sich in der Wipkinger Geografie als handfester Schildbürgerstreich», schreibt der Quartierverein Wipkingen auf seiner Website.

    Oder kurz und knapp: «Der Berg ruft – aber niemand kommt hoch.»

    Kritik an Topografie und Erreichbarkeit

    Im vergangenen Jahr machte die Aktion viermal Station auf dem zentral gelegenen Röschibachplatz – mit regem Zulauf. Für 2026 hat Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) nun jedoch das Schulhaus Waidhalde als Standort bestimmt. Aus Sicht vieler Quartierbewohnerinnen und -bewohner ist das ein Rückschritt.

    Wie der Quartierverein schreibt, führe der Weg zur Waidhalde über steile Strassen wie die Scheffelstrasse. Für ältere Menschen oder Personen mit schwer beladenem Handkarren sei dies kaum zumutbar. Hinzu kämen Unterführungen und Treppen, die insbesondere aus dem unteren Quartierteil – etwa von der Nordstrasse her – überwunden werden müssten.

    Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr wird bemängelt: Eine direkte ÖV-Verbindung zum Schulhaus fehlt. Der Transport grösserer oder sperriger Gegenstände werde damit ohne Auto faktisch verunmöglicht, was dem angestrebten CO₂-freien Konzept widerspreche.

    Kritisiert werden zudem die vorgesehenen Termine: Während in anderen Quartieren Wochentage genutzt würden, sei für Wipkingen der Samstag vorgesehen – für viele Familien und Berufstätige kein idealer Zeitpunkt.

    Forderung nach Verlegung

    Der Vorstand des Quartiervereins zeigt sich irritiert über die Standortwahl und spricht von mangelnder Ortskenntnis seitens der Verantwortlichen. In einem Schreiben vom 19. Januar 2026 an Stadträtin Simone Brander fordert der Quartierverein eine umgehende Verlegung an einen zentralen, barrierefreien Ort, der für alle Altersgruppen zugänglich ist.

    Besonders stossend sei, dass der Quartierverein in die Standortwahl nicht einbezogen worden sei. Eine Antwort auf das Schreiben stehe bislang aus.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen