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  • Die Buslinie 80 wird elektrifiziert – Bauarbeiten bis 2027

    Die Buslinie 80 wird elektrifiziert – Bauarbeiten bis 2027

    Für die Elektrifizierung der Buslinie 80 wird im Bereich Triemli bis Wehntalerstrasse, in den Abschnitten Triemli bis Badenerstrasse und Europabrücke bis Wehntalerstrasse, eine neue Fahrleitung erstellt. Dafür werden Masten aufgestellt, die mit der öffentlichen Beleuchtung kombiniert werden. Die Bauarbeiten beginnen etappenweise am Montag, 13. April 2026 und dauern voraussichtlich bis Ende September 2027.

    Bauarbeiten in Höngg

    Wie der Baustelleninformation des Tiefbauamts zu entnehmen ist, beginnen die Bauarbeiten in Höngg erst im Januar 2027: Von Januar bis Juni an der Limmattalstrasse, im Juli und September an der Gsteigstrasse sowie im April und Mai von der Europabrücke in die Winzerstrasse.


    Projektübersicht mit den geplanten Bauetappen. (Grafik: Stadt Zürich Tiefbauamt)

    Die Zufahrten zu den Liegenschaften sind gewährleistet. Damit der Verkehr nicht zu stark beeinträchtigt wird, muss ein Teil der Arbeiten in der Nacht ausgeführt werden. Die Daten für die Nachtarbeiten werden auf der Baustellenwebseite publiziert: stadt-zuerich.ch/buslinie80.

    Quelle: Baustelleninformation Tiefbauamt Stadt Zürich

  • Beatrice Egli und «Heimweh»: Videodreh auf dem Hönggerberg

    Beatrice Egli und «Heimweh»: Videodreh auf dem Hönggerberg

    Es benötigte wohl etwas fröhliche Urbanität, gepaart mit einem Schuss Landleben: Klar, da kommt nur Höngg infrage. Genauer: der Hönggerberg. Dieser ist nämlich jüngst Schauplatz zweier sehr erfolgreicher Schweizer Acts. Die Rede ist von Beatrice Egli und dem Chor «Heimweh».

    Die Schlagersängerin und der Männerchor präsentierten diese Woche bei den Swiss Music Awards ein gemeinsames Lied: «So schön cha s’Läbe si» nennt sich das Werk; geschrieben und produziert wurde es laut «Blick» von Georg Schlunegger.

    Auf dem «Hönggi»

    In heutigen Zeiten benötigt ein Song ein Video – oder sogar mehrere Clips –, um ein Hit zu werden. Daher zogen die Schlagerkönigin sowie Bernhard Betschart und Daniel Arnold von «Heimweh» auf den Hönggerberg, um dem schönen Leben auch vor der Linse zu frönen.

    «So schön cha s Läbe si» – Beatrice Egli und Heimweh

    Wie die «Höngger»-Redaktion erfahren hat, suchte die Produktionsfirma Hitmill offenbar einen Ort mit Blick über Zürich – da empfiehlt sich der «Hönggi» ganz besonders. Der Wind sei zwar stark gewesen, zudem eher kalt. Dennoch konnten einige Szenen gedreht werden: In einem der Promoclips sieht man die drei tatsächlich auf einem roten Bänkli des hiesigen Verschönerungsvereins sitzen.

    Verschmiertes Bänkli

    Im Prinzip setzten sie sich auf die Lehne, die Schuhe auf der Sitzfläche. Gut, darüber lässt sich diskutieren. Und auch wenn die drei nun von Schönheit singen, sieht man doch, dass das besagte Bänkli zum Opfer von Sprayereien wurde. Der Vandalismus ist ein Problem für den Verschönerungsverein, wie der «Höngger» schon oft berichtete.

    So weist der visuelle Teil des Lieds «So schön cha s’Läbe si», das – ebenfalls laut «Blick» – eine Hymne ans Leben und an die Schweiz sein soll, auch ein wenig auf die nicht immer schöne Realität hin.

  • Dagmar schreibt: Ein Abgesang

    Dagmar schreibt: Ein Abgesang

    Ich hatte Sie ja bereits gewarnt. Sie werden, wenn Sie diese Zeilen regelmässig lesen, nicht umhinkommen, an meiner sich anbahnenden Midlife-Crisis teilzuhaben. Aber keine Sorge, heute wird es nicht allzu ernst. Ich musste nur kürzlich darüber nachdenken, mit welchen Alltagsgegenständen ich aufgewachsen bin. Dinge, die selbstverständlich zu meinem Leben gehörten oder, noch viel aufregender, als neue Errungenschaften in mein Leben traten.

    Und dann schaute ich mich in meiner Wohnung um und stellte fest – die gibt’s alle gar nicht mehr! Was in meiner Jugend noch brandneu und aktuell war, fristet heute bestenfalls noch in den verstaubten Regalen der Brockenhäuser ein trauriges Dasein.

    «Beverly Hills 90210»

    Zum Beispiel die Videorecorder. Ich weiss noch genau, wie lange ich meine Eltern bearbeiten musste, bis sie sich einen anschafften. Und wie gross die Freude über dieses Gerät war. Was für neue Möglichkeiten sich damit boten! Endlich konnte man Lieblingssendungen konservieren und musste nicht mehr jeden Samstagnachmittag genau dann zu Hause sein, wenn «Beverly Hills 90210» ausgestrahlt wurde.

    Gut, ein bisschen anstrengend war die Tatsache, dass man das Gerät gar nicht timen konnte, sondern am Anfang und Ende der Sendung noch den «Rekord»- und «Stop»-Knopf drücken musste. Da musste man entweder die Eltern anstellen (die dann natürlich regelmässig den Anfang der Serie verpassten und die Aufnahme erst ab Minute drei starteten), oder doch selbst zu Hause sein. Aber egal: Man konnte die besten Szenen der Lieblingsserie endlich immer und immer wieder anschauen, so lange, bis das Band der Videokassette riss. Fühlte sich für mich wie ein Quantensprung der Technologie an.

    Doch urplötzlich waren die Videorecorder out, weil es DVDs gab. Da sahen die Filme tausendmal besser aus. Also lieh und kaufte ich mir halt die Silberlinge. Für gefühlt zwei Jahre, bis diese wieder abgelöst wurden durch Blu-Ray. Und die … naja, die waren so schnell wieder weg, dass sie komplett an mir vorbeigingen. Von den Audiokassetten müssen wir gar nicht reden: Schallplatten, CDs, Walkman, Discman, alles Schnee von gestern. Obwohl Vinyl ja wieder angesagt ist.

    Ein dicker Schinken

    Auch vom Wählscheibentelefon und meiner Aufregung über den ersten Anrufbeantworter fang ich gar nicht erst an, das Thema Handy hatten wir ja schon zur Genüge. Aber das Telefonbuch. Dieser dicke Schinken gehörte doch in jeden Haushalt. Wann wurde das eigentlich abgeschafft? Nicht, dass ich noch Verwendung dafür gehabt hätte. Früher aber, da war es wichtig. Vor allem dann, wenn man jemanden kennengelernt hatte und nur den Nachnamen, aber nicht die Telefonnummer kannte.

    Bis man da im Telefonbuch die richtige Nummer ermittelt hatte, musste man oft einiges an Detektivarbeit leisten, weil es oft mehrere Personen des gleichen Namens gab. Wenn man dann die Nummer endlich hatte, hiess es, mit klopfendem Herzen und trockenem Mund anzurufen – natürlich nur, um sofort aufzuhängen, sobald jemand dranging. Immer wieder. Was das brachte? Keine Ahnung, aber es war hoch spannend. Könnte man heute nicht mehr machen.

    Ach, ich könnte noch ewig so weiter schwelgen. Welche Geschichten diese alten Geräte alle so erzählen! Langweile ich Sie damit etwa? Ich sage doch, ich werde alt…

  • «Gewalt macht dich nicht zum Mann. Zuhören schon»

    «Gewalt macht dich nicht zum Mann. Zuhören schon»

    Häusliche, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sind in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. In der Stadt Zürich rückt die Stadtpolizei gemäss Medienmitteilung im Durchschnitt sechsmal täglich wegen häuslicher Gewalt aus. Gewalt beginnt aber nicht erst mit körperlichen Übergriffen. Sie beginnt dort, wo Kontrolle, Abwertung und Einschüchterung normalisiert werden und als «männlich» gelten.

    Mit der neuen Kampagne «Gewalt mach dich nicht zum Mann. Zuhören schon» rückt die Stadt Zürich den Zusammenhang zwischen Männlichkeiten und Gewalt ins Zentrum der Gewaltprävention. Die Kampagne zeigt: Dominanz, Abwertung oder Schläge sind keine Zeichen von Männlichkeit, sondern Ausdruck von Gewalt.

    Der Slogan «Gewalt macht dich nicht zum Mann» widerspricht der Erzählung, Aggression oder Kontrolle seien Beweise für Stärke oder Männlichkeit. Der Slogan fordert zur Reflexion auf, indem ihm bewusst positive Werte gegenübergestellt werden wie Respekt, Mitgefühl, Geduld, Zuhören, Vertrauen oder Fürsorge. 


    Auch Simone Brander ist auf einem Plakat zu sehen. (Foto: Stadt Zürich)

    Bevölkerung zum Mitmachen aufgerufen

    Ein zentrales Element der Kampagne ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Alle Menschen sind eingeladen, über Social Media oder die Kampagnenwebseite, ihr eigenes Bild als Statement gegen Gewalt zu veröffentlichen. So entsteht ein kollektives Gegenbild zu gewalttätiger Männlichkeit – getragen von der Bevölkerung. Zudem finden sich auf der Webseite Beratungs-, Unterstützungs- und Präventionsangebote – von Opferhilfe bis zu Beratungen für Tatpersonen. 

    Die aktuelle Kampagne knüpft an eine lange städtische Auseinandersetzung mit Männergewalt an. Bereits 1995 lancierte der Stadtrat mit «Männergewalt macht keine Männer» eine Pionierkampagne. Sie rückte häusliche Gewalt erstmals konsequent aus dem privaten in den öffentlichen und politischen Raum.

    Daraus entstanden konkrete Massnahmen: der Ausbau von Beratungsangeboten, polizeiliche Schulungen und erste Gewaltschutzstrukturen.

    Quelle: Medienmitteiling Stadt Zürich 

  • Jeder zehnte Jugendliche wendet sich bei Sorgen an KI

    Jeder zehnte Jugendliche wendet sich bei Sorgen an KI

    In einer repräsentativen Befragung wurden für die Pro Juventute Jugendstudie Jugendliche in der Schweiz im Alter von 14-25 Jahren aus den drei grossen Sprachregionen zu Stress und Sorgen, psychischem Befinden, Schutzfaktoren sowie zum Medienverhalten befragt.

    Mit 88 Prozent gibt eine grosse Mehrheit der befragten Jugendlichen an, sich psychisch wohlzufühlen, wie Pro Juventute mitteilt. Die Beziehung zu den Eltern sowie gute Freundschaften bleiben für eine grosse Mehrheit zentrale Schutzfaktoren für ihre psychische Gesundheit.

    Trotz dieser auch erfreulichen Befunde geben andere Ergebnisse Anlass zur Sorge. Aus der ersten Pro Juventute Jugendstudie im Jahr 2024 bestätigt sich: Jeder zehnte Jugendliche gibt an, aktuell in psychotherapeutischer Behandlung zu sein, Mädchen und junge Frauen doppelt so häufig wie männliche Befragte. Rund ein Viertel fühlt sich von den Eltern unverstanden. Jeder dritte Jugendliche gibt an, dass die Schule rsp. Ausbildung sie nicht gut auf das Leben vorbereitet.

    Künstliche Intelligenz hilft Sorgen

    Schul- und Ausbildungsstress bleibt auch in der zweiten Pro Juventute Jugendstudie der wichtigste Stressfaktor: Über ein Drittel der Jugendlichen setzt dies unter Druck, bei jungen Frauen fast jede zweite. Auch Sorgen um die berufliche Zukunft haben zugenommen – rund ein Drittel macht sich laut Medienmitteilung darüber Gedanken, bei der ersten Erhebung waren es 25 Prozent. Parallel dazu sinkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit deutlich. Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Jugendlichen gibt an, aktiv gegen eigene Probleme vorgehen zu können – bei der ersten Befragung war es noch die Hälfte.

    Neu wurden die Jugendlichen gefragt, ob sie sich bei Problemen an eine Künstliche Intelligenz wie ChatGPT wenden. Jeder Zehnte gibt an, dies zu tun. Ähnlich häufig gaben die Jugendlichen an, sich bei Sorgen an Fachstellen und Beratungsangebote, wie zum Beispiel die Notrufnummer 147 von Pro Juventute, zu wenden.

    Jungen Frauen geht es deutlich schlechter

    Mädchen und jungen Frauen geht es gemäss der zweiten Pro Juventute Jugendstudie signifikant schlechter als männliche Befragte.

    Mehr als die Hälfte sorgt sich um die eigene psychische Gesundheit – jede Dritte fühlt sich häufig müde und erschöpft. Weibliche Befragte berichten deutlich häufiger von Stress durch schulische, ausbildungsbezogene und persönliche Faktoren. Sie machen sich auch eher Sorgen um ihre Zukunft und globale Entwicklungen. Gleichzeitig sprechen junge Frauen häufiger mit Freund:innen, Eltern oder Geschwistern über ihre Probleme und wenden sich dreimal so häufig an Fachpersonen als männliche Befragte.

    Erhöhte Belastung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund

    Die Pro Juventute Jugendstudie macht in der zweiten Befragung signifikante Unterschiede zwischen befragten Jugendlichen mit Migrationshintergrund sichtbar. Jugendliche, deren Eltern beide nicht aus der Schweiz stammen, erleben ihre Beziehung zu den Eltern häufiger als belastet und fühlen sich stärker unter Druck gesetzt. Sie berichten öfter von Stress und grösseren Sorgen um ihre psychische Gesundheit.

    Schulische Anforderungen belasten sie besonders stark: 24 Prozent geben an, sehr häufig unter Prüfungsstress zu stehen, gegenüber 11 Prozent bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Auch hohe Erwartungen sowie Sorgen um die berufliche Zukunft treten häufiger auf.

    Zudem machen sich Jugendliche mit Migrationshintergrund mehr finanzielle Sorgen und sind häufiger durch Diskriminierung belastet als Jugendliche, deren beide Eltern aus der Schweiz stammen. Digitale Medien nutzen sie im Vergleich zu den befragten Jugendlichen mit einem Elternteil oder beiden Elternteilen aus der Schweiz intensiver und berichten öfter von Schwierigkeiten, den Medienkonsum zu begrenzen.

    Mehr Sorgen um die Welt

    Rund ein Drittel der Jugendlichen sorgt sich um die Lage der Welt und die Gesellschaft. Stark zugenommen haben gegenüber der ersten Pro Juventute Jugendstudie 2024 Sorgen über Kriege: 40 Prozent fühlen sich dadurch belastet, gegenüber etwa einem Viertel in der ersten Erhebung.

    Für die Mehrheit der Befragten stellen soziale Medien keine direkte Belastung dar: Nur 18 Prozent fühlen sich durch sie gestresst. Gleichzeitig berichten 36 Prozent, dass soziale Medien oder Games ihre Stimmung verbessern. Die Hälfte der Befragten hat jedoch Mühe, das Handy wegzulegen, etwa ein Viertel nutzt digitale Medien trotz negativer Auswirkungen weiter, und jede fünfte Person schätzt ihren Medienkonsum als problematisch ein.

    Pro Juventute Jugendstudie wird weitergeführt

    Die Pro Juventute Jugendstudie entstand in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Die KJPP fungierte als wissenschaftliche Partnerin unter der Projektleitung von Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Susanne Walitza. Die Befragung wurde im Sommer 2025 von YouGov durchgeführt und vorgängig von der Ethikkommission des Kantons Zürich geprüft.

    Die erste und zweite Pro Juventute Jugendstudie wurden durch die finanzielle Förderung der Ernst Göhner Stiftung ermöglicht. Dank einer Partnerschaft mit dem Kranken- und Vorsorgeversicherer CONCORDIA kann die Pro Juventute Jugendstudie in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Weiter wird die Studie auch von der Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt.

    Quelle: Medienmitteilung Pro Juventute

    Zum Download der Jugendstudie

  • Mehr Fahrgäste sind in Zürich mit den ÖV unterwegs

    Mehr Fahrgäste sind in Zürich mit den ÖV unterwegs

    Die aktuellen Auswertungen zu den Fahrgastzahlen zeigen: In Stadt und Region nahmen die Fahrgastzahlen in allen Bereichen zu, wobei die Region ein stärkeres Wachstum als die Stadt verzeichnen konnte. Insgesamt bestätigt sich damit der anhaltende Aufwärtstrend im öffentlichen Verkehr, wie aus der Medienmitteilung hervor geht.

    Zunahme in allen städtischen Betriebsbereichen

    In der Stadt Zürich erhöhte sich gemäss Medienmitteilung die Nachfrage in allen Betriebsbereichen: Bus (+300’000 Einsteigende bzw. +0,7 Prozent), Tram (+3,62 Mio. Einsteigende bzw. +1,9 Prozent) und Trolleybus (+834’000 Einsteigende bzw. +1,7 Prozent). Besonders stark mit +1,4 Mio. Ein steigenden bzw. 68,6 Prozent legte die Tramlinie 15 zu, die 2025 erstmals wieder ohne betriebliche Einschränkungen verkehren konnte.

    Auch Angebotsverbesserungen wie die Einführung des Sonntagsfahrplans bei der Trolleybuslinie 83 (+116’500 Einsteigende bzw. 2,8 Prozent), Verlängerung der Buslinie 66 (+192’000 Einsteigende bzw. +21,3 Prozent) und die Inbetriebnahme des neuen Kinderspitals (Wachstum Linie 99 mit +53’000 Einsteigende bzw. 28,6 Prozent) führten zu mehr Einsteigerinnen und Einsteigern.

    Starkes Wachstum in der Region

    In der Region stiegen die Fahrgastzahlen um 3,5 Prozent (+784’500 Einsteigende) und da mit deutlicher als in der Stadt. Besonders markant waren die Zuwächse im Glattal und Limmattal mit je +4,1 Prozent (+205’000 Einsteigende bzw. +371’000 Einsteigende) sowie im Zimmerberg (+5,3 Prozent bzw. +247’000 Einsteigende), getrieben durch steigende Siedlungsdichte und neue Freizeitangebote. Im Gebiet Pfannenstiel zeigte sich ein leichter Rückgang um 1 Prozent (-38’800 Einsteigende).

    Quelle: Medienmitteilung VBZ

  • Zürich: Weniger Straftaten als im Vorjahr

    Zürich: Weniger Straftaten als im Vorjahr

    Im Jahr 2025 kam es laut der polizeilichen Kriminalstatistik der Stadt Zürich zu einer Abnahme der Straftaten. Und dies nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vorangehenden Jahren. Die Zahlen sanken laut Medienmitteilung im Vergleich zum Vorjahr um 3887 Fälle. Dies entspricht einer Abnahme von 8 % auf total 44 434 festgestellte Straftaten. Diese Abnahme ist insbesondere auf einen Rückgang bei den Vermögensdelikten zurückzuführen.

    Weniger Straftaten gegen Leib und Leben

    Die Anzahl der Straftaten gegen Leib und Leben hat ebenfalls um 126 Fälle abgenommen. Die Zahl der Tätlichkeiten ist um 76, die der einfachen Körperverletzungen um 18 und die der schweren Körperverletzungen um 12 Fälle gesunken. Abgenommen in diesem Bereich haben vorwiegend die Delikte auf öffentlichem Grund zwischen Montag und Freitag.

    Revision des Sexualstrafrechts

    Delikte gegen die sexuelle Integrität sind um 11.9 % angestiegen. Die grösste Zunahme gab es bei den Vergewaltigungen um 66 Straftaten. Der Grund dafür liegt ausschliesslich in der Revision des Sexualstrafrechts, das seit dem 1. Juli 2024 in Kraft ist.

    Einbruchdiebstähle gingen zurück

    Die Zahl der Einbruchdiebstähle ging zurück auf total 2266 Fälle, was einer Abnahme von 19.5 % entspricht (Vorjahr 2815 Fälle). Bei den Keller- und Fahrzeugeinbrüchen sind die Zahlen ebenfalls tiefer als im Vorjahr. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Stadtpolizei Zürich bei gezielten Aktionen über 30 Serientäter*innen festnehmen konnte. Bei den Fahrzeugeinbrüchen konnten diverse Täter*innen in flagranti oder anlässlich der Nahbereichsfahndung verhaftet werden. Auch wurden mehrere Serientäter*innen anhand von Spurentreffern und Ermittlungen überführt.

    Anzahl der Cyberstraftaten stagniert

    Die Anzahl der Cyberstraftaten, die auch digitale Vermögensdelikte beinhalten, stagnierte im Berichtsjahr auf hohem Niveau. Während es im letzten Jahr noch 4363 Delikte waren, sind es im Berichtsjahr total 4259 Delikte. Nach wie vor machen Delikte im Zusammenhang mit Missbrauch von Onlinezahlungssystemen über die Hälfte der Delikte in diesem Bereich aus.

    Dies sind zum Beispiel Online-Bestellungen mit fremden Kreditkartenangaben und/oder fremder Identität. Erneut nahm die Zahl der Fälle von herkömmlichem Betrug ab, diese fielen um 14.1 % niedriger aus. Auch die Zahlen von digitalem Betrug gingen um 19.5 % zurück, verglichen mit dem Vorjahr.

    Weniger Fälle von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte

    Die Fälle von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sanken in der Stadt Zürich erneut. Im Jahr 2025 waren es 74 Fälle weniger als noch im Vorjahr. Die Anzahl der Fälle, bei denen Mitarbeitende der Stadtpolizei Zürich betroffen waren, sank um 41 Fälle auf 77. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • «Nur was man kennt, schätzt und schützt man»

    «Nur was man kennt, schätzt und schützt man»

    Schillernde Krabbeltiere gibt es nicht nur im Dschungel. Auch in der Schweiz glänzen und leuchten zahlreiche Insektenarten. Die Biologin Katrin Luder und der Tierfotograf Bähram Alagheband zeigen in ihrer Show «Bling Bling», was hierzulande auf sechs Beinen unterwegs ist. Für den «Höngger» beantwortet Luder einige Fragen.

    Im April gastierst du mit «Bling Bling» in Höngg. Worum geht es in diesem Vortrag?
    Katrin Luder: Unser Ziel ist es, dem Publikum die Schönheit und Faszination der Insekten näherzubringen, mit spannenden Geschichten, viel Witz und persönlichen Erlebnissen.

    An welches Publikum richtet sich der Vortrag?
    Der Vortrag richtet sich an alle: von Kindern bis zu älteren Menschen, egal ob Bürohocker oder Frischluftfanatiker.

    Ist der Abend auch ohne spezielle Vorkenntnisse gut verständlich?
    Auf jeden Fall. Unser Ziel ist es, ein breites Publikum zu unterhalten. Oft erhalten wir die Rückmeldung, dass man vor der Show kein besonderes Interesse an Insekten hatte, danach aber beim nächsten Insekt, dem man begegnet, genauer hinschaut.

    Wie ist die Idee entstanden, eine Show über Insekten zu entwickeln?
    Bähram Alagheband, den ich Bäru nenne, fotografiert bereits seit jungen Jahren leidenschaftlich gerne Insekten. Ausserhalb seines privaten Umfelds bekam jedoch kaum jemand diese Fotos zu sehen. Nach unserem Kennenlernen fragte er mich, ob ich als Fachperson für Insekten eine Präsentation mit ihm gestalten möchte. Dabei merkten wir schnell, dass die Chemie zwischen uns stimmt und wir uns gut ergänzen. So entstand die Idee, etwas Grösseres daraus zu machen und eine eigene Show über Insekten in der Schweiz zu entwickeln.

    Wie ist der Name «Käfer & kundig» entstanden?
    Als wir entschieden, gemeinsam auf die Bühne zu gehen, brauchten wir einen Namen. Nach ein bis zwei Bierchen und einigem Brainstorming kamen wir auf diesen. Zu Beginn hiess es, Bäru sei der Käfer und ich die Kundige. Das stimmt aber schon lange nicht mehr. Mittlerweile kennt er sich genauso gut, wenn nicht sogar besser in der Insektenwelt aus

    Wie viele Auftritte stehen in eurer Agenda?
    Bis im Juni stehen insgesamt 14 Auftritte an. Davon zeigen wir viermal nochmals unser altes Programm, bevor wir ab dem 4. März mit der neuen Show auf Tournee gehen und neun Auftritte absolvieren.

    Wie gelingt es euch, dieses Projekt neben dem Berufsalltag umzusetzen?
    Bäru arbeitet zu 50 Prozent beim SRF und zu 50 Prozent in seiner eigenen Firma Insects and Stories GmbH, wo er sich ganz den Insekten widmen kann. Er übernimmt den Grossteil der Arbeit. Es freut uns, dass ihr euer Programm auch in Höngg zeigt.
    Und uns freut es sehr, dass wir eingeladen wurden. Als wir unser erstes Programm geschrieben haben, hätten wir nicht gedacht, dass wir es vier Jahre später noch immer präsentieren dürfen. Umso mehr freuen wir uns nun auf das neue Programm.

    Was soll das Publikum am Ende des Abends mit nach Hause nehmen?
    Unser Wunsch ist, dass die Menschen beim nächsten Insekt, das sie sehen, genauer hinschauen. Denn nur was man kennt, schätzt und schützt man. Unser Hauptziel ist jedoch, dass das Publikum einen unterhaltsamen Abend erleben und mit neuen Eindrücken nach Hause gehen kann.

    Mario Bonalli vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg führte das Interview.

    Die Show

    Freitag, 10. April, 19.30 Uhr, Türöffnung um 19 Uhr
    Ref. Kirchgemeindehaus, Ackersteinstrasse 190
    Karten: Eventfrog.ch

    Verlosung Show „Bling Bling“

    Wir verlosen 2×2 Karten!

    Wer Karten gewinnen möchte, sendet bis am Dienstag, 31. März, eine E-Mail an mitmachen@hoengger.ch.

    Bitte den Absender, Telefonnumner und den Betreff «Käfer» nicht vergessen. Mit der Teilnahme wird Ihre Adresse automatisch im Newsletter-Verteiler unserer Zeitung aufgenommen. Viel Glück!

  • Die Wipkinger Stadträtin geht in die zweite Runde

    Die Wipkinger Stadträtin geht in die zweite Runde

    Vor vier Jahren war sie die einzig Neue im Stadtratskollegium: Simone Brander, SP, wurde damals mit 46’732 Stimmen als Ersatz für Richard Wolff in die Exekutive gewählt und zog damit an sechster Stelle in die Regierung ein. In diesem Jahr stellte sie sich zur Wiederwahl – und konnte das Ergebnis noch toppen: Mit 61’512 Stimmen verteidigte sie ihren Platz. Brander lebt in Wipkingen und war für ihren Wahlkreis 10 zuvor bereits 13 Jahre lang, von 2009 bis 2022, im Gemeinderat aktiv.

    Beruflich war die Umweltnaturwissenschaftlerin zudem unter anderem beim Bundesamt für Energie sowie als Fachspezialistin Energiewirtschaft beim Kanton Aargau tätig. Der Job als Stadträtin reizte sie, wie sie dieser Zeitung vor vier Jahren kurz vor ihrem Stellenantritt in einem Interview verriet, aus verschiedenen Gründen: «Ich möchte etwas bewirken, mitreden, strategische Fragen stellen können, mitentscheiden, das interessiert mich. Mit der Verwaltung zusammenzuarbeiten und die Agenda mitzuprägen.»

    Macht interessiere sie in dem Zusammenhang, dass sie durch ihre Position Entscheidungsbefugnis erhalte, um Einfluss darauf nehmen zu können, dass Zürich das Ziel der Klimaneutralität möglichst schnell erreichen kann. Auf ihrer Webseite bezeichnet sie sich zudem als Brückenbauerin: «Zwischen Klima und Lebensqualität, zwischen sozialer Gerechtigkeit und einer gut funktionierenden Infrastruktur.»

    Brückenbauen

    Gelegenheit zum Brückenbauen hat sie als Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements gewiss genug. So zum Beispiel bei der Vermittlung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmenden im Stadtverkehr: Schon vor ihrem Eintritt in den Stadtrat galt Brander als «Velopolitikerin», die das Volksbegehren Velovorzugsrouten bereits als Stadtparlamentarierin lancierte. Insbesondere in den letzten zwei Jahren hat sie ihre Bemühungen intensiviert, die Initiative auch tatsächlich umzusetzen. Auch die Eröffnung des Velotunnels am Hauptbahnhof gehört zu ihren Erfolgen.

    Doch nicht alle sind derweil von ihrer Brückenbaufähigkeit überzeugt: Ihre in den Augen so mancher Stadtzürcherinnen und -zürcher sowie politischer Gegnerschaft kompromisslose Art hat ihr nicht nur Beifall eingebracht. So gibt es gegen viele der geplanten Velovorzugsrouten massiven Widerstand aus den jeweiligen Quartieren und auch ihre Entscheidung, die Entsorgungscoupons abzuschaffen, sorgte für einen Aufschrei.

    Sich selber treu

    Zumindest, so kommentierte das auch die «NZZ» im vergangenen Frühling, kann man Brander keine mangelnde Konsequenz vorwerfen: «Was immer man von ihrem Stil halten mag: Brander bleibt ihm auch dann treu, wenn sie unpopuläre Entscheide trifft.» So sieht das wohl auch die Stimmbevölkerung – mit dem jüngsten Wahlergebnis hat sie Brander jedenfalls den Auftrag erteilt, ihre Politik weiter zu  verfolgen.

    Oder, wie sie es gegenüber dem «Tages-Anzeiger» formuliert: «Es sieht so aus, als ob meine Arbeit wahrgenommen und geschätzt wird.» Ob sie auch in den kommenden vier Jahren dem Tiefbaudepartement vorstehen wird, wird sich noch weisen. Die Konstitutierungssitzung, in der sich die neun Mitglieder des Stadtrats auf die Verteilung der Departemente einigen, wird im April stattfinden.

    Verwandter Artikel

    «Wipkingen rules»

  • BZO-Revision soll die Weichen für Zürichs Zukunft stellen

    BZO-Revision soll die Weichen für Zürichs Zukunft stellen

    Die Bau- und Zonenordnung ist das zentrale Instrument, mit dem die Stadt Zürich ihre langfristige räumliche Entwicklung steuert. Sie ist grundeigentümerverbindlich und legt den Rahmen fest, um das Wachstum der Stadt zu lenken und die hohe Lebensqualität für alle Bewohner*innen zu sichern und weiter zu verbessern.

    Die Revision koordiniert eine Vielzahl von Anforderungen – von der Siedlungsentwicklung nach innen über die Hitzeminderung bis zum Ortsbildschutz – und schafft eine moderne, ausgewogene und verständliche Planungsgrundlage für die Zukunft.

    Die BZO-Revision setzt den behördenverbindlichen kommunalen Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen um, den die Zürcher Stimmbevölkerung 2021 mit 61,2 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen hat, und schafft die planerischen Voraussetzungen für eine massvolle bauliche Verdichtung an geeigneten Orten.

    Durch gezielte Aufzonungen und die Einführung neuer Zonentypen kann die Basis für den benötigten Wohnraum geschaffen werden, ohne wertvolle Grünflächen zu verlieren.

    Wachstum mit Qualität gestalten

    Diese Verdichtung ist mit dem wohnpolitischen Ziel verknüpft, einen gesetzlich verankerten Anteil an preisgünstigem Wohnraum zu sichern. Bei Aufzonungen werden 75 Prozent des zusätzlichen Volumens als preisgünstiger Wohnraum eingefordert.

    Ein weiteres Anliegen der Revision ist die Sicherung wichtiger Qualitäten des Zürcher Stadtbilds. Hierzu wird gestützt auf eine umfangreiche Interessenabwägung, unter anderem durch die Festlegung neuer Kern- und Quartiererhaltungszonen, gezielt auf das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) sowie das kantonale Ortsbildschutzinventar (KOBI) Rücksicht genommen. Zudem hat der Stadtrat gleichzeitig zur Revision eine umfassende Ergänzung der Denkmalinventare verabschiedet.

    Mehr Grün und Klimaanpassung für eine zukunftsfähige Stadt

    Eine qualitativ hochwertige Verdichtung muss die klimatischen Veränderungen konsequent antizipieren. Die BZO-Revision verankert darum neue und wirksame Vorgaben zur Klimaanpassung und Hitzeminderung in der Bauordnung.

    Unter anderem geschieht dies mit Vorgaben zur Begrünung der Umgebung (Einführung der sogenannten Grünflächenziffer), einer Pflicht für Baumpflanzungen sowie Massnahmen zum ökologischen Ausgleich – mit dem nötigen Spielraum für Bauprojekte.

    Zudem werden Flächen für neue öffentliche Freiräume planerisch gesichert. Die Massnahmen erhöhen die Aufenthaltsqualität und die Resilienz der Stadt gegenüber dem Klimawandel.

    Vorschriften harmonisieren und modernisieren

    Mit der vorliegenden BZO-Revision erfüllt die Stadt Zürich die kantonalen Vorgaben zur Harmonisierung der Baubegriffe. Zudem wird die BZO-Revision zum Anlass genommen, die seit 1992 bestehende Bauordnung, die durch zahlreiche Teilrevisionen zu einem komplexen Regelwerk geworden ist, einer formellen Revision zu unterziehen. Das Ergebnis ist eine moderne, gut lesbare und in sich schlüssige rechtliche Grundlage, die die Planungs- und Rechtssicherheit für alle Bauvorhaben erhöht.

    Sobald die BZO-Revision öffentlich aufgelegt wird, tritt gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz die sogenannte «negative Vorwirkung» ein. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt Baugesuche nur noch bewilligt werden, wenn sie nicht gegen die geplanten neuen Regeln verstossen.

    Die überarbeitete BZO liegt nun vom 18. März bis 1. Juni 2026 öffentlich auf. In dieser Zeit können sich die Bevölkerung, Parteien, Verbände und Interessengruppen zu den Inhalten äussern. Parallel zur öffentlichen Auflage wird der Entwurf dem Kanton Zürich zur Vorprüfung eingereicht.

    Nach Ablauf der Auflagefrist werden die Rückmeldungen von den zuständigen Fachstellen beurteilt und in einem Bericht zusammengefasst. Letztlich setzt der Gemeinderat die revidierte BZO fest.

    Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung
    Zürich West (für die Kreise 4, 5, 9 und 10)
    Mittwoch, 1. April 2026, 18.30–20.00 Uhr |
    Hotel Spirgarten
    Lindenplatz 5, 8048 Zürich
     

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich