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  • Swissmill: Hier mahlen die Mühlen

    Swissmill: Hier mahlen die Mühlen

    Über Hochhäuser wird in Zürich oft und gerne diskutiert – meist im Zusammenhang damit, ob sie ein legitimes Mittel zur Verdichtung von Wohnraum in der Stadt darstellen. Doch dieses Hochhaus, nach dem Prime Tower das zweithöchste der Stadt, beherbergt weder Wohnungen noch Büros: Es handelt sich um das Kornhaus Zürich der Swissmill am Sihlquai, einen 118 Meter hohen Betonbau. Fenster finden sich nur in der obersten Etage.


    Die atemberaubende Aussicht von ganz oben. (Foto: Dagmar Schräder)

    Fertiggestellt wurde «das höchste Getreidesilo der Welt» – den Titel verleiht ihm zumindest Google – im Jahr 2016. An Kritik am Bauwerk wurde bereits vor und während der Errichtung nicht gespart. Insbesondere wegen der Optik und des Schattenwurfs auf die benachbarte Badi. Und nach wie vor gibt es immer wieder Reklamationen, nicht zuletzt aus der Anwohnerschaft in Wipkingen.

    Ein Betrieb mit Geschichte

    Antoine Bolay, Leiter Produktion und Technik von Swissmill, gewährt einen Einblick in die Produktionsanlage am Sihlquai. Diese umfasst weit mehr als nur das Silo. Denn es dient als Kornhaus; dort wird das angelieferte Getreide gelagert. Das Herzstück der Industrieanlage sind jedoch die Mühlen, die sich im Gebäude nebenan befinden und das Getreide zu Mehl verarbeiten. Das tun sie bereits seit geraumer Zeit: Das Mühlgebäude wurde im Jahr 1848 in Betrieb genommen, das erste Silo stammt aus dem Jahr 1924, dasjenige unter dem Kornhaus wurde 1957 errichtet.


    Das Herzstück der Industrieanlage: die Mühlen. (Foto: Dagmar Schräder)

    Anfang der 2000er-Jahre wurden die Lagerkapazitäten knapp, daher entschied der Betrieb, die Lagerstätte direkt nach Zürich zu verlagern. Begründet wurde dies mit ökologischen und ökonomischen Argumenten. Und statt in die Fläche wurde beschlossen, in die Höhe zu bauen – dem alten Silo sozusagen mit einem Mantel einen zweiten Speicher aufzusetzen. Der Plan wurde konkretisiert: 2010 genehmigten Stadt- und Gemeinderat den Gestaltungsplan, 2011 das Stimmvolk. Der Baubeginn war 2013.

    Heute ist Swissmill, die dem Mutterkonzern Coop gehört, die grösste Mühle der Schweiz. Rund 100 Mitarbeitende sind hier beschäftigt, davon über 40 gelernte Müllerinnen und Müller und sechs Lernende, die innerhalb von 24 Stunden über 1000 Tonnen Getreide verarbeiten, rund 200 000 Tonnen pro Jahr. Verarbeitet werden Brotgetreide wie Weichweizen, Roggen und Dinkel, Hartweizen für Teigwaren, Hafer für Haferflocken und andere Haferprodukte – um nur die wichtigsten zu nennen. Etwa 100 verschiedene Produkte entstehen hier, darunter auch Nebenprodukte für Tiernahrung. Das meiste Getreide stammt aus dem Inland, insbesondere beim Hafer und Hartweizen wird jedoch auch importiert.

    Anlieferung per Bahn

    Die Anlieferung des Getreides erfolgt fast ausschliesslich per Bahn, mit dem Güterzug, der mehrmals täglich über das eigene Gleis vorfährt und das Getreide über die Gosse und die Annahmereinigung in eines der Getreidesilos ablädt. Das Kornhaus besteht aus 44 einzelnen Zellen mit je 600 Tonnen Fassungsvermögen, wo die unterschiedlichen Getreide nach Sorten, Qualitäten und Labels getrennt gelagert werden können.

    Anschliessend wird das Getreide zunächst aufbereitet und gereinigt, bevor es nach der Vermahlung über ein Rohrsystem via Passerelle in die Mehlsilos transportiert wird. Aus den Getreidesilos können die Angestellten in einem hoch differenzierten Vorgehen das richtige Mischungsverhältnis der Getreidesorten vornehmen, bevor das Naturprodukt in ein mehrstu- figes Mahlverfahren gelangt. Sechs verschiedene Mühlen sind hier in Betrieb, so gibt es für Weich- weizen, Hartweizen und Hafer eigene Mühlen, aber auch für die Biomehle.

    Während der mehrstufigen Mahlung wird das Getreide immer wieder zerkleinert und ausgesiebt. Die fertigen Mehle werden dann entweder direkt in Lastwagen verladen oder noch vor Ort abgepackt. Produziert wird nicht nur für die Coop-eigenen Bäckereien und Filialen sowie eine Vielzahl weiterer Betriebe: Rund 40 Prozent der im Lande konsumierten Getreide-Mahlerzeugnisse werden hier hergestellt.

    Wie aber sieht es mit den strittigen Punkten aus? Der berühmte Schattenwurf war vor allem in der Anfangsphase ein Thema, mittlerweile, so Bolay, seien die kritischen Stimmen leiser geworden. Generell betont er, der Betrieb sei sehr offen für Kritik und Anregungen aus dem Quartier. «Wir sind sogar dankbar dafür, Anregungen aus der Nachbarschaft zu erhalten.» Denn oft seien gerade durch die Kritik auch Veränderungen möglich, die nicht nur dem Quartier, sondern auch dem Betrieb zugutekommen. So etwa in Bezug auf den Lärm.


    Der berühmte Schattenwurf über der Badi. (Foto: Dagmar Schräder)

    Es gebe ständig Optimierungspotenzial, man sei im stetigen Austausch mit der Anwohnerschaft – etwa beim Löwenbräuareal, das Wand an Wand mit der Mühle liegt. Aus Wipkingen seien Stimmen zu hören, die sich über die Lärmemissionen beschwerten, die durch die Produktion bei offenen Fenstern entstehe – insbesondere, da in der Mühle rund um die Uhr produziert wird. Dafür zeigt Bolay Verständnis: «Für die Funktion der Mühle sind allerdings eine gute Durchlüftung und ein hohes Luftvolumen zentrale Punkte.» Im alten Gebäude sei dies aufgrund der steigenden Produktion teilweise nur durch das Öffnen von Fenstern zu erreichen.

    Besserung sei jedoch in Sicht: Die Errichtung einer Lüftungsanlage auf dem Dach sei in Planung. Gleichzeitig wird der neue, sich momentan noch im Umbau befindliche Produktionsteil, der die Ausweitung der Hafermühle und die Diversifizierung auf glutenfreie Produkte anstrebt, mit einem internen Lüftungssystem ausgestattet. «Eine interne Lüftung, die uns eine konstante Temperatur und Luftqualität gewährleistet, ist in unserem eigenen Interesse. Deshalb sind wir sehr froh drum, wenn wir im neuen Teil der Mühle keine Fenster mehr öffnen müssen.»

    Zu guter Letzt: der Geruch. Hier erhält Bolay ebenfalls Rückmeldungen. Diese seien aber vorwiegend positiver Natur: Es riecht angenehm, wenn die Mühlen ihre Arbeit tun. Insbesondere der Hafer hat einen angenehmen, nussig-röstigen Geruch.

  • Am Ostersamstag fahren die Hasen durch Wipkingen

    Am Ostersamstag fahren die Hasen durch Wipkingen

    Die ACE Crew verbindet über 3000 Bikerinnen und Biker in der ganzen Schweiz und ist Teil des Schweizerischen Auto- und Motorradfahrer Verband (SAM). Sie bezeichnen sich laut Medienmitteilung als Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft und einem gemeinsamen Ziel: Niemand soll allein fahren müssen.

    In diesem Sinne werden aus Bikern an Ostern Hasen. Alles begann 2018 mit einer kleinen Idee. Sechs Mitglieder waren es damals, die sich an Ostern als Hasen verkleidet auf ihre Motorräder setzten. Das kam an und heute sind es rund 50 Mitglieder, die sich als Bunnies verkleiden.

    Durchfahrt in Wipkingen

    Das Hasenkostüm über das Leder gestülpt, steigen sie an diesen Ostern auf ihre Bikes – nicht nur für die Fahrt, sondern für die Menschen. Mit vollgepackten Taschen, gesponserten Schokoladen und viel Herz besuchen die «ACE Bunnies» Alters-, Kinder-, Pflegeheime und öffentliche Plätze.


    Foto: ACE Bunnies Tour

    Die Mitglieder der Gruppe stammen aus der gesamten Deutschschweiz und treffen sich am Samstagmorgen, 4. April, um 8.30 Uhr in Dietikon ZH und sind dann rund zehn Stunden lang im Kanton Zürich und Glarus unterwegs.

    Wie die Hasen der Redaktion mitteilten, fahren sie zwischen 10 und 10.15 Uhr durch Wipkingen. Die genau Route verraten sie bislang nicht. Nur, dass die Truppe von Altstetten her kommt um danach in Oerlikon ein Gesundheitszentrum für das Alter zu besuchen. Es dürfte sich wohl um die Hardbrücke und die Rosengartenstrasse handeln.

    Quelle: Medienmitteilung ACE Bunnies Tour


    Foto: ACE Bunnies Tour
  • Wandern mit der Höngger Wandergruppe am Hallwilersee

    Wandern mit der Höngger Wandergruppe am Hallwilersee

    Mit dem Interregio geht es um 10.08 Uhr nach Lenzburg und weiter mit der S9 nach Beinwil am See. Die Gruppe bricht ohne Startkaffee auf und wandert auf dem Seeuferweg den Hallwilersee entlang. Ausnahmsweise folgt der Mittagshalt schon nach einer Stunde im direkt am See gelegene Restaurant Schifflände Birrwil.

    Anschliessend wandern die Teilnehmenden zum malerischen Schloss Hallwil. Die Eiligen fahren dann direkt mit dem Bus 395 um 15.52 Uhr via Lenzburg zurück nach Zürich, andere besuchen das Wasserschloss (Eintritt ab 10 Personen: 2.50 Franken). Die Wanderzeit beträgt rund drei Stunden. Das Team Sybille und Claire freut sich auf diese Genusswanderung.

    Wander-Infos

    Besammlung um 9.50 Uhr beim Gruppentreff Zürich Hauptbahnhof.
    Alle lösen das Billett selber: Tageskarte Zürich – Beinwil am See (inkl. Zone 110) Fr. 29.80.
    Organisationsbeitrag: Fr. 8–.
    Die Anmeldung ist obligatorisch, auch mit GA: Montag, 30. März, 19–20.30 Uhr, bei Sybille Frey, 044 342 11 80, oder bei Claire Wanner, 044 340 21 81.
    Notfalltelefon: 077 447 33 59 (Sybille).

  • ​10 Jahre Frischwarenmarkt in Wipkingen: ein Dorfplatz voller Leben

    ​10 Jahre Frischwarenmarkt in Wipkingen: ein Dorfplatz voller Leben

    Ein Beitrag des Quartiervereins Wipkingen, Beni Weder

    Es fühlt sich fast so an, als wäre er schon immer da gewesen. Wo unter der Woche der städtische Alltag pulsiert, verwandelt sich der Röschibachplatz regelmässig in ein lebendiges Zentrum für Genuss und Begegnung. Seit nunmehr zehn Jahren sorgt der Frischwarenmarkt dafür, dass die Wipkingerinnen und Wipkinger hochwertige Lebensmittel direkt im Quartier beziehen können.

    Feierabend am Dienstag und Genuss am Samstag

    ​Was viele schätzen: Der Markt passt sich dem Rhythmus des Quartiers an. Der klassische Samstagsmarkt (8–16 Uhr) ist für viele das Highlight des Wochenendes – der Ort, an dem man ohne Eile frisches Brot, reifen Käse, saisonales Gemüse und Blumen direkt vom Feld einkauft und bei einem Kaffee Nachbarn trifft.

    Doch auch, wer unter der Woche Wert auf Frische legt, kommt nicht zu kurz: Der Dienstagsmarkt hat sich als fester Termin etabliert. Von 15 bis 20 Uhr bietet er die ideale Gelegenheit, den Wocheneinkauf mit einem entspannten Feierabend zu verbinden. Wenn die Sonne langsam hinter den Häusern verschwindet, wird der Markt zum Treffpunkt für Berufstätige und Familien, welche die besondere Atmosphäre am frühen Abend geniessen.

    ​Ein Geschenk zum Jubiläum

    Gegründet wurde der Markt vom Quartierverein Wipkingen (QVW), um die Nahversorgung zu stärken und den Platz als sozialen Ankerpunkt zu beleben. Die Rechnung ging auf: Der Markt ist heute das «Wohnzimmer unter freiem Himmel». Ein solches Jubiläum muss gefeiert werden!

    Da der Erfolg massgeblich auf der Treue der Bevölkerung beruht, möchte der QVW etwas zurückgeben: In der aktuellen Ausgabe des «Wipkinger Höngger» finden Sie auf Seite 11 einen Jubiläums-Bon. Gegen Abgabe dieses Bons erhalten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf auf dem Markt einmalig 10%-Rabatt an einem Stand.

    Der Quartierverein blickt mit Stolz auf die letzten zehn Jahre zurück. In einer Zeit des anonymen Online-Shoppings beweist der Markt, dass das Bedürfnis nach echten Begegnungen grösser ist denn je. Wir sehen uns auf einen Schwatz auf unserer Piazzetta!

    Mehr über den Markt und sein Angebot

  • Der SVH läuft auch bei Regenwetter für seine Sponsoren

    Der SVH läuft auch bei Regenwetter für seine Sponsoren

    Ohne ein engagiertes Organisationskommitee wäre der Anlass nicht möglich: OK-Präsident Kilian Fanger ist seit rund 30 Jahren im Sportverein Höngg (SVH) und lief früher selbst regelmässig mit. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm, dass einst auch Matthias Hüppi teilnahm. Er schätzt bei diesem Anlass das Zusammensein und Aufeinandertreffen mit den anderen Mitgliedern.

    Fanger organisiert unter anderem die Anmeldung der Teilnehmenden. Eingeladen sind alle aktiven Mitglieder aus den 33 Gruppen des Vereins. Jedes Mitglied sucht im Vorfeld eigene Sponsoren. In diesem Jahr wurden rund 400 Teilnehmende gezählt.

    Der Sponsorenlauf ist für den Verein von grosser Bedeutung: Die Einnahmen fliessen in die Vereinskasse und tragen dazu bei, die Mitgliederbeiträge tief zu halten. Vor drei Jahren stellte das OK die Organisation um: Papierrechnungen und ein manuelles Eintragungssystem wurden durch eine digitale Lösung ersetzt. «Diese Form funktioniert sehr gut und bedeutet viel weniger Aufwand für alle», sagt Fanger. Nach wie vor habe es bei einigen Mitgliedern Zeit gebraucht, Sponsoren zu finden. «In den letzten zwei Wochen vor dem Lauf ging es dann aber richtig vorwärts.»


    Kilian Fanger ist der OK-Präsident des Anlasses. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Regen, Matsch und trotzdem volle Leistung

    Das Wetter zeigte sich einmal mehr von seiner rauen Seite bei nur 7 Grad. «Die Bedingungen sind wie jedes Jahr: garstig, regnerisch und windig. Das motiviert aber zusätzlich, um nicht zu frieren», so Fanger. Gelaufen wurde jeweils während 30 Minuten, mit dem Ziel, möglichst viele Runden zu absolvieren. Der schlammige Untergrund stellte dabei eine zusätzliche Herausforderung dar.

    Die Teilnehmenden liessen sich davon jedoch nicht bremsen. Im Gegenteil: Insgesamt wurden 10 880 Runden gelaufen. Joel Serrano (15) übertraf mit 21 Runden sein persönliches Ziel: «Die Bedingungen waren wegen des Schlamms nicht optimal. Aber einfach Schuhe putzen, dann passt das.»


    Joel (15) ist zufrieden mit seiner Leistung. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Auch Melina (10) zeigte vollen Einsatz und erreichte 30 Runden. «Es war wegen des Matschs sehr anstrengend, ich war schon nach vier Minuten müde», erzählt sie. Auf das Wetter angesprochen, bleibt sie gelassen: «Das war nicht so schlimm.» Zur Vorbereitung habe sie vor allem eines gemacht: «Ich bin früh ins Bett gegangen und habe viel geschlafen.» Die jüngsten Teilnehmenden gingen ebenfalls mit grossem Einsatz an den Start.


    Melina (10) hat als Vorbereitung viel geschlafen. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Dimitri und Noe (beide 6) liefen gemeinsam ihre Runden. Unterstützt als Sponsoren wurden sie von ihren Eltern, Grosseltern und Göttis. Entsprechend zufrieden zeigen sie sich nach dem Lauf – trotz Regen und kühlen Temperaturen.


    Dimitri und Noe (beide 6) posieren stolz nach ihrem Lauf. (Foto: Jasmine Osterwalder)
  • Neulich auf dem «Röschi»: Weg mit dem Gerümpel

    Neulich auf dem «Röschi»: Weg mit dem Gerümpel

    «Der Entsorgungsstandort Wipkingen gehört publikumsmässig zu den Top 3 Standorten in der Stadt Zürich», erklärt ein Mitarbeiter von Entsorgung und Recycling Zürich der Journalistin, als sie an diesem Montagnachmittag eine Stippvisite bei der Entsorgungsaktion auf dem Röschibachplatz macht. Eine Aussage, die zwar nicht so leicht zu überprüfen ist, durch den Eindruck vor Ort aber eindeutig bestätigt wird.

    Zwar ist heute nicht mehr ganz so viel Betrieb wie bei der vorhergehenden Entsorgungsaktion im November, doch auch jetzt hat der Anlass fast ein wenig den Charakter eines Strassenfestes: Mit Cargo-Velos, Einkaufswagen, Ikea-Taschen und Transportwagen, die vor Ort ausgeliehen werden können, strömen Dutzende auf den Platz, um ihre Matratzen, Kinderfahrräder, Holzgestelle, Staubsauger und allerhand weiteren Hausrat loszuwerden.


    Auch getauscht wurde fleissig. (Foto: das)

    Man stellt sich geduldig in die lange Schlange, trifft sich, plaudert. Reger Betrieb herrscht auch am Tauschplatz: Hier können Alltagsgegenstände wie Bücher, Schallplatten und Lautsprecher abgegeben oder gratis mitgenommen werden.

    Lieber auf dem Röschibachplatz

    Die Entsorgungsaktion der Stadt Zürich kommt an, wie man auf Nachfrage hört. Allerdings vor allem dann, wenn besagte Entsorgung auf dem «Röschi» stattfindet. Dass der mobile Recyclinghof ab Juni auf den Schulhausplatz der Schule Waidhalde verlagert werden wird (wir berichteten) stört aber die meisten Befragten massiv.

    «Lieber etwas weniger häufig Entsorgungsaktionen, anstatt auf den Berg hochsteigen zu müssen», erbost sich eine Anwohnerin, «das ist doch das Hinterletzte.» Das Angebot der Recyclinghöfe sei schon okay, sagt eine andere Quartierbewohnerin, «aber es selektioniert sehr stark.»

    An Nachmittagen unter der Woche könnten ja nur Leute entsorgen, die nicht berufstätig sind. Und in der Nähe wohnen. Man müsse auch noch einigermassen gut zu Fuss sein und schwer tragen können, erklärt die Dame. «Da waren die Entsorgungscoupons schon gut. Warum mussten die eigentlich ganz abgeschafft werden? Die Hälfte davon hätte man eigentlich beibehalten können», sagt sie.

  • Neues Leben für den Wipkingerplatz

    Neues Leben für den Wipkingerplatz

    Der Wipkingerplatz, in dieser Frage ist man sich einig, soll ein «Glow up» erhalten. Denn momentan fristet er doch ein eher bescheidenes Dasein: eine Tramhaltestelle, mehrere Strassen die sich kreuzen, ein grosses Verwaltungsgebäude, eine in die Jahre gekommene Einkaufspassage sowie das Kirchgemeindehaus mit dem seit 2017 nicht mehr als solchem genutzten Postgebäude davor. Mehr gibt der Platz aktuell nicht her.

    Lange Zeit war der Spielraum gestalterisch eingeschränkt, weil unklar war, ob am Wipkingerplatz nicht doch das Tunnelportal für die Rosengartenstrasse zu liegen kommen würde. Diese Frage aber wurde 2020 mit der Ablehnung des Tunnel- und Tramprojekts endgültig geklärt.

    Deshalb kommt nun Bewegung in die Sache: Im Dezember 2025 hat der Gemeinderat dem Kauf des ehemaligen Postgebäudes von einem Preis von insgesamt 3,4 Millionen Franken zugestimmt (der «Wipkinger» berichtete). Was mit dem Gebäude geschieht und wie der Platz in Zukunft genau gestaltet werden soll, dazu existieren jedoch durchaus unterschiedliche Vorstellungen.

    So wünschten sowohl die FDP als auch die SVP einen möglichst raschen Abriss des Postgebäudes. Die beiden Parteien äusserten ihre Zukunftsvorstellungen Ende letzten Jahres in zwei Postulaten: Die FDP plädierte für die Errichtung eines Pop-up-Parks anstelle des Postgebäudes, die SVP wünschte sich, den Platz wieder in den Zustand von 1950 zurückzuversetzen, wie «Tages»Anzeiger» und NZZ im vergangenen Dezember berichteten. Die beiden Postulate fanden im Gemeinderat jedoch keine Mehrheit.

    Mitwirkungsverfahren

    Der Stadtrat hingegen habe bis anhin, so der «Tages-Anzeiger», die Pläne für den Platz noch nicht genau definiert. Die Rede ist von einem «Begegnungs- und Aufenthaltsort». Ein Rückbau des Postgebäudes ist wahrscheinlich. Für die Besetzer des Postgebäudes bedeutet das: Bis zur Klärung dieser Fragen werden sie auf dem Wipkingerplatz geduldet.

    Gleichzeitig soll die Bevölkerung in die Planung und Gestaltung des Platzes mit einbezogen werden. So wurde die Anwohnerschaft im Rahmen einer Sozialraumstudie des Büros für Stadtraum und Sozialleben bereits zu ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt. Die Ergebnisse dieser Studie, so Evelyne Richiger, Leiterin Kommunikation beim Tiefbauamt, seien noch nicht publiziert, sollen aber, sobald sie aufbereitet sind, auf einer Webseite zum Wipkingerplatz aufgeschaltet werden.

    Vor rund drei Wochen fand zudem die erste Sitzung der Spurgruppe Wipkingerplatz statt. Dabei waren gemäss Beni Weder vom Quartierverein Wipkingen je eine Vertreterin des GZ Wipkingen, der Schule Waidhalde, der Schule Viventa, des Quartiervereins Wipkingen, der IG am Wasser Breitenstein und der reformierten Kirche Street Church, zudem Vertreterinnen der Stadt Zürich vom Büro für Soziales und Stadtraum BSS, die Projektleitung des Tiefbauamts und zwei externe Fachspezialistinnen.

    Wie Richiger erklärt, solle die Spurgruppe «das Projektteam zum geplanten mehrstufigen Mitwirkungsverfahren in Bezug auf Inhalt, Formate (Veranstaltungen, Befragungen usw.) und weitere Gefässe beraten». Die Spurgruppe habe sich nun zur ersten Kennenlernsitzung getroffen. Im Sommer solle dann mit dem eigentlichen Mitwirkungsprozess gestartet werden können.

  • Neustart für den Tierpark Waidberg

    Neustart für den Tierpark Waidberg

    Wie der «Wipkinger» bereits berichtete, fanden Mitte März die Generalversammlungen der beiden Vereine «Förderverein Tierpark Waidberg» sowie «Verschönerungsverein Zürich» statt. Das wichtigste Traktandum: der geplante Zusammenschluss der beiden Vereine und die gleichzeitige Gründung eines neuen Vereins. Die Fusionspläne waren im vergangenen Jahr ausgearbeitet worden.

    Naturerlebnis und Hirschpark Zürich

    Nun haben die beiden Generalversammlungen Nägel mit Köpfen gemacht und die Fusion einstimmig beschlossen, wie Ernst Tschannen, aktuell Präsident des Vereins Tierpark Waidberg, dieser Zeitung mitteilt. Der neue Verein «Naturerlebnis und Hirschpark Zürich» ist bereits rückwirkend auf den 1. Januar dieses Jahres in Kraft gesetzt.

    Für dieses Jahr werden die bisherigen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit Neuzugängen den Verein leiten, ab dem nächsten Jahr ziehen sich die Bisherigen zurück und überlassen die Leitung sechs jüngeren, motivierten Vorstandsmitgliedern.

  • FDP Kreis 10: DANKE für insgesamt 29’571 Stimmen!

    FDP Kreis 10: DANKE für insgesamt 29’571 Stimmen!

    Ein Beitrag von Caroline Hobi, Vorstand FDP Kreis 10

    Die kurze Antwort: Ja, sie kann! Wir freuen uns sehr über die insgesamt 29 571 Stimmen, die wir von unseren geschätzten Wählerinnen und Wählern erhalten haben. Es sind über 5000 Stimmen mehr als im Jahr 2022 (plus 22 Prozent). Herzlichen Dank für Ihre Stimmen und Ihre Unterstützung! Insgesamt haben 1627 Personen eine unveränderte FDP-Liste eingereicht. 776 Personen haben kumuliert und panaschiert.

    So gratulieren wir den beiden Gemeinderäten zur erneuten Wiederwahl: Andreas Egli mit 2989 Stimmen und Martina Zürcher mit 2952 Stimmen. Trotz des stärksten Resultats seit 2002 konnten wir leider den angestrebten dritten Sitz nicht erobern. Insgesamt hat die FDP für das Stadtparlament zwei zusätzliche Sitze gewonnen, was die Partei als zweitstärkste Kraft bestätigt und weiter stärkt.

    Wiederwahl von Stadtrat Michael Baumer

    Zudem freuen wir uns über die erfolgreiche Wiederwahl von Stadtrat Michael Baumer: mit 52 644 Stimmen. Auch unser Stadtrats- und Stadtpräsidentskandidat Përparim Avdili hat das absolute Mehr mit 47 372 Stimmen erreicht. Leider hat es knapp nicht gereicht für den neunten Sitz im Stadtrat, was wir ausserordentlich bedauern.

    Ein weiterer Wermutstropfen: Die zahlreichen zerstörten und gestohlenen Plakate der FDP-Kandidierenden hinterlassen eine schlechte Erinnerung an die freie Meinungsäusserung in unserem Quartier. Insbesondere die mehrfach verunstalteten Plakate auf privatem Boden haben eine neue Dimension angenommen, so dass die Polizei eingeschaltet werden musste.

    Von daher ist klar: Wir müssen dranbleiben, wenn wir Zürich wieder in eine liberale, offene und prosperierende Stadt verwandeln wollen. Dazu sind in jedem Fall auch Sie nötig, liebe Wählerinnen und Wähler. Im nächsten Jahr finden bereits die Kantonsratswahlen in Zürich statt. Bleiben auch Sie dran und treten Sie mit uns in Kontakt, wenn Sie ein liberales Anliegen haben. Wir freuen uns!

    Sie wollen sich einen genaueren Überblick über unsere Resultate verschaffen? Die finden Sie hier.

    Caroline Hobi: Mein persönliches Fazit

    Für mich war es mein erster Wahlkampf im Kreis 10. Ich wusste nicht so genau, was mich erwartet. Ich habe aber unglaublich viel gelernt in den letzten Monaten: von den vielen tollen Begegnungen im Quartier, bei den Gesprächen in den Vereinen, von den Rückmeldungen auf meine Postkarten Aktion sowie den spontanen Feedbacks an den Standaktionen. Ich bin dankbar und sehr inspiriert weiterzumachen, auch wenn es für den 3. FDP-Sitz aktuell nicht ganz gereicht hat. Einzig die destruktiven Plakat-Attacken auf dem Privatgrund meiner Nachbarn geben mir immer noch zu denken. Das steckt man nicht einfach so leicht weg. Woche für Woche nächtlicher Vandalismus. Deshalb gilt weiterhin «Oises Züri für alli!». Bis die Toleranz in Züri wieder hergestellt ist.

  • Wasser mit allen Sinnen erleben

    Wasser mit allen Sinnen erleben

    Die Ausstellung «Urban Waters» der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) findet bis 12. April direkt an der Limmat beim GZ Wipkingen statt. Insgesamt 39 Installationen laden dazu ein, Wasser neu zu entdecken. Ergänzt wird die Ausstellung an den Wochenenden durch ein vielfältiges Programm mit Workshops und Veranstaltungen für Gross und Klein.

    Initiiert wurde das Projekt im Jahr 2024 durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), das die ZHdK beauftragte, Erlebnisse zum Thema Wasser zu entwickeln. Ziel war es, Umweltfragen über künstlerische Perspektiven erfahrbar zu machen. Für die künstlerische Leiterin Juliana Schneider liegt darin die besondere Stärke der Ausstellung: «In der Ausstellung gibt es keine Fakten, Nummern und Graphen – unsere künstlerische Perspektive macht den Zugang emotionaler und sinnlicher.»


    Juliana Schneider, die künstlerische Leitung von «Urban Waters». (Foto: zvg.)

    Sinnliche Installationen

    So zum Beispiel beim «OCTOTON», einer mehrheitlich aus Recyclingmaterialien entstandenen Tintenfischinstallation. Aus den Alutentakeln erklingen Wassergeräusche. Die Installation «I’m Happy When It Rains» hingegen funktioniert nur bei Regen: in verschiedenen Behältern dem Klang und Rhythmus fallender Regentropfen lauschen. Die Sensoren der Installation «My Rainbow» werden erst mit dem Sonnenlicht aktiviert. Feine Wasserdüsen formen einen Wasserwürfel und machen das Phänomen der Spektralfarben durch Lichtbrechung erfahrbar.

    Die ausgestellten Arbeiten stammen von Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni der ZHdK. Insgesamt wurden 65 Projekte eingereicht, aus denen eine Jury eine Auswahl anhand verschiedener Kriterien traf. «Wir wollten ein vielfältiges Programm zusammenstellen, das unterschiedliche Zugänge ermöglicht und ein breites Publikum anspricht. Gleichzeitig musste die Umsetzbarkeit gewährleistet sein», erklärt Schneider.

    Die Ausstellung verfolgt ein klares Ziel: Besuchende sollen Wasser bewusster wahrnehmen und mit einem neuen Blick darauf nach Hause gehen. «Sie sollen motiviert werden, achtsam mit Wasser umzugehen», so Schneider. Bereits diskutiert wird über eine Fortführung der Ausstellung im kommenden Jahr.

    Das Programm

    «Urban Waters» präsentiert noch bis 12. April im GZ Wipkingen Performances, Workshops, Lesungen, Konzerte und Kunstinstallationen an der Limmat unter freiem Himmel. Das öffentliche Kunstfestival inspiriert zum Nachdenken und Erleben der ökologischen, sozialen und kulturellen Bedeutung des Wassers. 

    Zum vollständigen Programm