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  • Mit 89 Jahren am Start: Höngger läuft stark am Zürich Marathon

    Mit 89 Jahren am Start: Höngger läuft stark am Zürich Marathon

    Unter den Teilnehmenden des Ochsner Sport Zürich Marathons war auch der 89-jährige Höngger Gregorio Sablone, der im Halbmarathon an den Start ging. Diese Zeitung bezeichnete ihn einst als «schnellsten Senior» des Quartiers. In seiner Kategorie der über 75-Jährigen belegte Sablone mit einer Zeit von 2:14:53 Stunden den sechsten Platz.

    Sablone kam einst als Gastarbeiter aus den Abruzzen in die Schweiz, war NZZ-Postbote und wohnt beim Heizenholz. Bis heute hat er an über unzähligen Volksläufen teilgenommen und dabei viele Kategoriensiege erzielt.

    Die Strecken am Zürich Marathon

    Der Zürich Marathon bietet verschiedene Strecken und Kategorien für unterschiedliche Leistungsniveaus. Die klassische Hauptdisziplin ist der Marathon über 42,195 Kilometer, der entlang des Zürichsees führt. Daneben gibt es den Halbmarathon über 21,1 Kilometer, der besonders beliebt ist.

    Wer es kürzer mag, kann am 10-Kilometer-City-Run teilnehmen, der durch die Stadt verläuft und auch für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet ist.

    «Hart, aber stolz»

    Der Kenianer Davis Kiplangat gewann laut offizieller Medienmitteilung die 23. Austragung des Marathons in 2:09:03 Stunden. Es war der erste Marathon-Sieg seiner Karriere. Der ehemalige 3000-Meter-Läufer zeigte sich im Ziel emotional: «Es war sehr hart, aber ich bin stolz», sagte er.

    Für das sportliche Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Raphael Josef. Die nationale Spitzengruppe blieb lange geschlossen, ehe sich Josef in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:49 Stunden erreichte er das Ziel als bester Schweizer.

    Starke Siegerzeit bei den Frauen

    Das Frauenrennen wurde von Beginn an von den beiden Kenianerinnen Lydia Cheruto und Anastasha Rono geprägt. Das Duo bestimmte das Tempo, ehe sich Cheruto durchsetzen konnte. Sie gewann in 2:28:25 Stunden – der drittschnellsten Siegerzeit in der Geschichte des Marathons.

    Auf Rang drei klassierte sich bereits die beste Schweizerin: Selina Ummel überzeugte mit einer starken Zeit von 2:39:13 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um rund fünf Minuten. «Ich wollte unterwegs aufgeben, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht. Am Ende war ich schneller als erwartet», erklärte sie im Ziel.

    Quelle: Medienmitteilung Zürich Marathon Ochsner Sport

  • «Zeit zum Loslassen»

    «Zeit zum Loslassen»

    In Höngg war sie Seelsorgerin, Predigerin, Dichterin, Trauerbegleiterin und vieles mehr: Anne-Marie Müller wurde in zehn Jahren zur Vertrauensperson für viele Menschen. Nun wendet sie sich einem neuen Kapitel zu. In einem Interview mit ihrem Kollegen Beat Gossauer, nachzulesen in der März-Ausgabe des «reformiert.lokal», blickt die Pfarrerin zurück.

    Müller sagt darin, dass die Seelsorge von Anfang an – schon während des Studiums und später in den 36 Jahren im Pfarramt – ihr zentrales Thema gewesen sei. «So viele Anliegen, Probleme, Trauer, Interesse, Not, auch von Heranwachsenden, auch von mir, würden Seelsorge benötigen. Schade, dass viele Menschen gar nicht auf die Idee kommen, dass Seelsorge helfen kann.»

    «Du bist nicht allein, du bist gehalten»

    Laut dem Interview arbeitete die Bernerin unter anderem vor ihrem Amtsantritt in Höngg in einem Pflegezentrum in Dielsdorf. Dort begleitete sie fast täglich Sterbende – und tat dies, wie sie sagt, sehr gerne. «Du bist nicht allein, du bist gehalten», lautete ihre Botschaft an jene Menschen. Schliesslich sei für sie aber die Zeit gekommen, in einer «quirligen Gemeinde» in der Stadt zu arbeiten – und sie fand diese in Höngg.

    In ihrem Wirken hier habe sie vieles erlebt: Lebensgeschichten, Hochs und Tiefs, Trauer und Freude, Erinnerungen und ungelöste Konflikte – aber auch den Blick nach vorn. Auch ihr Gespür für Symbole kam zum Tragen: «In sehr vielen Gesprächen und Diskussionen ist ein Symbol, eine Bewegung, eine Farbe, eine Schachfigur weiterführend, anschaubar. Mehr als lange Erklärungen.»

    Offene Worte und Sätze

    Nun sagt Müller Adieu zu ihrer Gemeinde – ein Moment, der ihr nicht leichtfällt, wie sie im Interview mit Beat Gossauer einräumt. Doch das Loslassen sei eine der Aufgaben, die ihr gegeben sei. Wie sie der «Höngger»-Redaktion auf Nachfrage mitteilt, kehrt sie in ihre Heimat nach Wabern zurück.

    Als Dichterin will sie weiterhin tätig sein – eine Aufgabe, für die sie ebenfalls geschätzt wird. «Gedichte sind offene Worte und Sätze, die Halt geben. Dies habe ich immer gebraucht. Gedichte bieten Raum zur eigenen Interpretation.»

    Zudem suche sie weiterhin nach dem Sinn des Lebens – und finde ihn manchmal auch. Zum Abschiedsgottesdienst, geleitet von Yvonne Meitner, war die reformierte Kirche Höngg sehr gut besucht. Damit schliesst sich für Müller ein Kapitel und ein neues beginnt. (dad)

    Quelle: «reformiert.lokal», Interview von Beat Gossauer

  • Der Quartierverein Wipkingen macht ernst: Deutliche Absage an die Stadt

    Der Quartierverein Wipkingen macht ernst: Deutliche Absage an die Stadt

    Die 166. Generalversammlung des Quartiervereins Wipkingen (QW) hat am 10. April die von der Stadt Zürich vorgelegte Subventionsvereinbarung mit 64 Stimmen bei zwei Enthaltungen zurückgewiesen. Damit sei ein klares Zeichen gesetzt worden, wie es auf der Website des QW heisst. Die Mitglieder folgten geschlossen dem Antrag des Vorstands.

    Die neue Subventionsvereinbarung der Stadt sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Bislang honorierte die Stadt die freiwillige Quartierarbeit «unkompliziert», so der QW, mit jährlichen Beiträgen von insgesamt rund 12’745 Franken. Dies entspricht etwa 18 Prozent des Budgets des Wipkinger Vereins. Mit der neuen, nicht verhandelbaren Vereinbarung ab 2026 wolle die Stadt jedoch weitreichende Bedingungen stellen, heisst es weiter.

    Einschränkung der Autonomie

    Der Vorstand des QW sieht im neuen Vertragswerk eine massive Einschränkung der Vereinsautonomie. Die Vereinbarung würde unter anderem Vorschriften zur Organisation, zur Rechnungsführung sowie Verpflichtungen zu Stillschweigen und Sperrfristen für Vorstandsmitglieder umfassen. Zudem werde eine externe Revision verlangt, die laut QW gesetzlich nur für grössere Unternehmen vorgeschrieben ist.

    «Für den Vorstand schränkt diese Vereinbarung die Unabhängigkeit massiv ein und auferlegt ihm einen unnötigen administrativen Aufwand», sagt QW-Präsident Beni Weder. Er erinnerte an der Generalversammlung an die lange Geschichte des QW, der seit 1859 existiert, politisch neutral agiert und sich massgeblich durch Mitgliederbeiträge, Spenden und eigene Aktivitäten finanziert.

    Unabhängigkeit ist wichtiger

    Mit dem deutlichen Abstimmungsergebnis von 64 Ja-Stimmen zur Ablehnung machten die Mitglieder laut QW unmissverständlich klar, dass ihnen die Unabhängigkeit von der Stadtverwaltung wichtiger ist als städtische Zuschüsse.

    Wie diversen Medienberichten zu entnehmen ist, ist der Widerstand aus Wipkingen gegen die Subventionsvereinbarung nicht der einzige: Auch der Quartierverein Altstetten lehnte die Vereinbarung mit einer überwältigenden Mehrheit von 98 Prozent der Stimmen ab. Etwas knapper fiel das Resultat beim Quartierverein Wiedikon aus, wo sich 54 Prozent dagegen aussprachen.

    Neue Vorstandsmitglieder dank Statutenänderung

    An der 166. Generalversammlung wurden zudem neue Vorstandsmitglieder gewählt: Marc Bürgi (Kultur), Raffaela Hartmann (Kommunikation), Sebastian Kernbach (Kultur) und Martin Landolt (Kommunikation/Web) gehören neu dem Gremium an. Möglich wurde dies durch eine Statutenänderung: Die maximale Anzahl der Vorstandsmitglieder wurde von 14 auf 16 erhöht, um den neuen Kräften Platz zu bieten.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen

  • Sächsilüüte 2026: Zunft Höngg an fünfter Stelle

    Sächsilüüte 2026: Zunft Höngg an fünfter Stelle

    Das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs hat das Programm des diesjährigen Zürcher Frühlingsfests angekündigt: Start am Freitagnachmittag auf dem Lindenhof mit Präsentation und Programm des Kantons Graubünden, Kinderumzug am Sonntag sowie der Zug der Zünfte zur Bööggverbrennung auf dem Sechseläutenplatz am Montag.

    Graubünden nimmt mit einer eigenen Delegation von 300 Personen am traditionellen Zug zum Feuer am Sächsilüüte-Montag teil. Am Kinderumzug am Sonntag sind rund 150 Kinder aus fünf Kinderchören mit dabei. An beiden Umzügen ist der eigens für das Sechseläuten komponierte Song «Patgific» zu hören.

    Die Ehrengäste

    Der Zug der Zünfte am 20. April wird ab 15 Uhr von der Zunft zu Wiedikon angeführt, die Zunft Höngg folgt bereits an fünfter Stelle. Insgesamt werden wieder 26 Zünfte durch die Innenstadt ziehen und sich präsentieren.

    Wie der offiziellen Gästeliste des Zentralkomitees zu entnehmen ist, zählen Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Bundesbahnen, Vincent Ducrot, CEO der Schweizerischen Bundesbahnen, Nationalrat Martin Candinas sowie Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch, zu den Ehrengästen der Zunft Höngg.

    Die Gästeliste insgesamt hält viele illustre Namen bereit: SRF-Moderator Nik Hartmann ist bei der Zunft Wiedikon dabei, die Schauspielerin Tonia Maria Zindel bei der Zunft Hottingen, der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal bei der Zunft zu Oberstrass oder Bischof Joseph Maria Bonnemain bei der Zunft Wollishofen.

    Insgesamt seien rund 120 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kultur und Sport am Zug der Zünfte dabei.

    Quelle: Website Sächsilüüte

    Verkehrseinschränkungen wegen Sechseläuten

    Wegen des Kinderumzugs am Sonntag, 19. April 2026 und dem Zug der Zünfte und der Bööggverbrennung am Montag, 20. April 2026 werden mehrere Strassen in den Stadtzürcher Kreisen 1 und 2 für den Verkehr gesperrt. Die Dienstabteilung Verkehr und die Stadtpolizei Zürich signalisieren Umleitungen; dennoch kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Die Stadtpolizei Zürich empfiehlt, die Innenstadt grossräumig zu umfahren.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Am 5. Kantonsratslauf gaben bekannte Gesichter und Parteien das Tempo vor

    Am 5. Kantonsratslauf gaben bekannte Gesichter und Parteien das Tempo vor

    Heute, am 13. April 2026, um fünf vor sieben, gab Regierungsrat Mario Fehr den Startschuss: Dann machten sich die Kantonsratsmitglieder auf der Tartanbahn im Zürcher Letzigrund auf den Weg, so viele Meter und Kilometer wie möglich abzuspulen.

    Zum bereits 5. Mal fand der jährliche Zürcher Kantonsratslauf, organisiert vom Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und der Parlamentarischen Gruppe Sport (PGS), statt. 60 Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte nahmen an der frühmorgendlichen Sportsession teil.

    Die Mehrheit legte innert 20 Minuten joggend oder walkend ihre Runden auf der Bahn zurück, während die restlichen Teilnehmenden eine Gymnastik-Einheit in der Aufwärmhalle absolvierten.

    Mittlerweile Tradition

    Der alljährliche Event, der immer im April vor einer Ratssitzung stattfindet, geniesst mittlerweile Tradition unter den Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Gut ein Drittel des Kantonsrats nimmt regelmässig daran teil.

    Sinn und Zweck des Kantonsratslaufs ist denn auch ein gemeinschaftlicher: gemeinsam Sport zu treiben, anstatt zu politisieren – und das über die Parteigrenzen hinaus. Dennoch gab es auch dieses Jahr wieder einen sportlichen Anreiz.

    Die zurückgelegten Jogging- und Walking-Distanzen beziehungsweise die durchgeführte Bewegungseinheit (mit einer Pauschal-Distanz) wurden den jeweiligen Fraktionen der Teilnehmenden gutgeschrieben. Und dies spornte die Kantonsratsmitglieder sichtlich an: Zahlreiche Teilnehmende bewiesen Kampfgeist und gute Ausdauer.

    Die GLP schnitt am besten ab

    Wie in den letzten Jahren schwangen unter den Parteien wieder die altbekannten Gesichter oben hinaus: Die GLP-Fraktion legte mit gesamthaft 33,6 Kilometern innert 20 Minuten ein weiteres Mal die grösste Distanz zurück, gefolgt von der SVP (29 km) und der SP (23,4 km).

    Insbesondere SVP-Kantonsrat Domenik Ledergeber und SP-Kantonsrätin Sibylle Jüttner hatten grossen Anteil an der Gesamtdistanz ihrer jeweiligen Partei, waren sie doch der beste Läufer bzw. die beste Läuferin auf der Bahn.

    Auch für die EVP gab es einen augenzwinkernden Prestige-Erfolg: Gewichtet nach Anzahl Teilnehmenden, war sie die Fraktion mit der durchschnittlich grössten zurückgelegten Distanz (3,9 km pro Person).

    Quelle: Medienmitteilung Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS)

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    Politik auf zwei Rädern

  • Wenn 45 Studierende eine Schule in Wipkingen übernehmen 

    Wenn 45 Studierende eine Schule in Wipkingen übernehmen 

    Einmal alles anders in der Schule Nordstrasse: Der Unterricht in der Primarschule und in den Kindergärten, oder die Organisation und die Betreuung lagen für eine Woche in studentischer Hand. Sogar die Schulleitung wurde durch zwei Studentinnen ersetzt. Die angehenden Lehrpersonen studieren am Institut Unterstrass in den Studiengängen «Kindergarten/Unterstufe» und «Primarstufe».

    Im Modul «Schule als Organisation» wurde bereits deutlich, dass Schule weit mehr ist als Unterricht: Sie ist ein lebendiges System, in dem viele Aufgaben gleichzeitig ineinandergreifen. Dass diese Woche der Schulübernahme mit der Abschlussklasse aus dem Institut Nordstrasse so reibungslos verlief, ist dem grossen Engagement der Studierenden sowie der Schule Nordstrasse unter der Leitung von Christian Gerber zu verdanken.

    Eine ungewohnte Situation

    Für die Schülerinnen und Schüler war die Situation zunächst ungewohnt: «Am Anfang sei es schon ein wenig komisch gewesen», erzählen zwei Mädchen aus der Mittelstufe. «Überall liefen Studierende herum.» Wenn so viele neue Gesichter da seien, frage man manchmal automatisch die Falschen oder vielleicht auch gerade die Richtigen. Nach kurzer Zeit habe sich das Gefühl jedoch verändert. 

    Es sei plötzlich einfach cool gewesen, einmal eine Woche lang nur mit Studierenden zu lernen. Auch für die Studierenden selbst wurde diese Woche zu einer prägenden Erfahrung. Ideen wie offene Lernräume und Kurse, die im Studium oft zunächst theoretisch erscheinen, wurden im Schulalltag konkret erfahrbar. 

    «D’Zuekunft sind mir»

    Den Abschluss der Woche bildete ein gemeinsames Projekt mit allen Kindern vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Während der Übernahmewoche wurde das Lied «Heldä vo morn» von den «Schwiizergoofe» eingeübt, das für die Schule Nordstrasse leicht umgeschrieben wurde. Nun trug es den Titel «D’Zuekunft sind mir».

    Am Ende der Woche versammelten sich alle in der Turnhalle und sangen den Ohrwurm mit viel Begeisterung. Damit fand die Woche einen bewegenden Abschluss, der die Übergabe auf besondere Weise prägte. 

    Eingesandt von Anna Schölkopf und Nina Meisser

  • Raumschliff: Frühling, bitte einziehen!

    Raumschliff: Frühling, bitte einziehen!

    Ein Beitrag von Karin Stirnimann

    Der Frühling klopft an die Tür – und jedes Jahr spüre ich, wie mit den ersten warmen Sonnenstrahlen auch meine Lust auf Veränderung wächst. Der Frühling weckt in mir dieses besondere Lebensgefühl: mehr Leichtigkeit, mehr Farben, mehr Schwung. Genau diese Energie übertrage ich gern auf mein Zuhause.

    Und ich kann aus Erfahrung sagen: Oft braucht es gar keine grossen Umstellungen, um Wohnräume zu revitalisieren. Ein paar gezielte Veränderungen reichen, um frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen. Mein erster Tipp für mehr Frühlingsgefühl: Textilien austauschen.

    Ich empfehle, schwere Winterstoffe jetzt gegen leichte Materialien zu tauschen. Dunkle Kissenhüllen dürfen fröhlichen Mustern oder sanften Pastelltönen weichen. Leinen, Baumwolle oder feine Stoffe wirken sofort luftiger. Wenn ich zusätzlich die Sofadecke oder sogar die Vorhänge austausche, bekommt der ganze Raum plötzlich eine neue Frische.

    Optische Leichtigkeit

    Mein zweiter Tipp sorgt für optische Leichtigkeit: Möbel auf Füssen oder schwebende Elemente an der Wand. Möbel, die ein Stück über dem Boden stehen, lassen Räume automatisch leichter und beweglicher wirken. Der Boden bleibt sichtbar, der Raum kann atmen.

    Auch schwebende Regale oder eine elegante Wandleuchte bringen überraschende Leichtigkeit ins Zuhause und schaffen Platz, wo vorher vielleicht Enge war.

    Und dann gibt es noch meinen liebsten Frühlingsklassiker: frische Blumen. Kaum etwas verwandelt einen Raum so schnell wie ein üppiger Strauss. Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen bringen Farbe, Duft und sofort gute Laune. Ein Strauss auf dem Couchtisch oder kleine Blumentöpfe auf dem Fenstersims wirken wie ein kleines Frühlingswunder.

    Für mich ist das Zuhause immer auch ein Spiegel unseres Wohlbefindens. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mit Raumschliff Räume gestalte: weil ich liebe, wie kleine Veränderungen grosse Wirkung entfalten können. Also: Fenster auf, Lieblingsvase füllen, Kissen tauschen – und die Frühlingsenergie einfach hereinlassen.

    Willkommen im Frühling!

    Raumschliff GmbH
    Frankentalerstrasse 26
    8049 Zürich

  • Im Wasser ohne Grenzen: Trainieren im Bläsi trotz Handicap

    Im Wasser ohne Grenzen: Trainieren im Bläsi trotz Handicap

    Draussen schneits – zum wiederholten Mal diese Woche. Der Frühling verlängert seine Pause wohl noch um ein paar Tage. Doch das macht den Badegästen, die sich im städtischen Hallenbad Bläsi einfinden, nichts aus. Im Gegenteil: Im Bad sind die Temperaturen angenehm warm, das Wasser auf 29 Grad geheizt, da lässt es sich gut aushalten.

    Das wissen auch die Personen zu schätzen, die heute wie an jedem Dienstagnachmittag hier trainieren: Der Behinderten-Sport Club Zürich (BSCZ) hat die äusseren zwei Bahnen für sich reserviert. Drei Teilnehmenden befinden sich bereits im Wasser, selbstständig oder mit Unterstützung von Kursleiterin Erika Köchling ziehen sie ihre Bahnen.

    Andere stossen später dazu, die erste Gruppe kann flexibel von 17 bis 18.30 Uhr trainieren, danach ist bis 20 Uhr die zweite Gruppe an der Reihe.

    Wenn das Schicksal zuschlägt

    Die Badegäste kommen nicht nur aus Höngg, sondern aus der ganzen Stadt Zürich – und sogar von weiter her. So reist etwa Lina seit ihrem Wegzug aus der Stadt Zürich allwöchentlich aus dem Aargau an, weil es in ihrer Nähe kein derartiges Angebot gibt.

    Andere haben es weniger weit – wie Peter, der in Höngg zu Hause ist. Er hat schon seine Kindheit hier im Quartier verbracht und war sogar einmal, wie er berichtet, der schnellste Höngger im 80-Meter-Lauf. Damals strebte er noch eine Laufbahn als Sportlehrer an und stand kurz vor seiner Ausbildung, als ein Autounfall seine Pläne jäh durchkreuzte. Lange lag er im Koma und war mehrere Jahre auf den Rollstuhl angewiesen, doch er kämpfte sich zurück – und nimmt das Sportangebot des Vereins nun gerne in Anspruch.

    Mit Rettungsschwimmer-Kurs dabei

    Auch Olaf Reinecke ist regelmässig als Helfer dabei. Seit seiner Pensionierung vor anderthalb Jahren engagiert er sich im Verein nicht nur als Helfer, sondern auch als Vorstandsmitglied. Heute ist er für den Empfang zuständig und wartet im Eingangsbereich des Hallenbads auf die Ankommenden.

    «Ich bin selbst gerne im Hallenbad und ziehe hier meine Bahnen. Nach der Pensionierung wollte ich mich gerne sinnvoll engagieren und habe mich dem Verein angeschlossen», erklärt er seine Motivation.

    Doch er ist nicht der Einzige, der die Teilnehmenden heute unterstützt. Weil viele in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und bei der sportlichen Betätigung auf Hilfe angewiesen sind, ist eine grosse Anzahl von aktiven Freiwilligen nötig, um das Angebot durchführen zu können.

    So sind ausser Reinecke und der Kursleiterin Köchling heute noch vier weitere Vereinsmitglieder zugegen: eine Assistentin im Wasser, welche die Teilnehmenden unterstützt, sowie drei weitere Mitglieder am Beckenrand, die beim Umkleiden behilflich sind und während dem Schwimmen vom Beckenrand aus den Überblick über das Geschehen im Wasser behalten.

    Ein wenig Fachwissen ist nötig, um alle Teilnehmenden optimal zu unterstützen: So hat Reinecke einen eintägigen Rettungsschwimmkurs besucht, um als Helfer aktiv werden zu können. Wer die Schwimmenden im Wasser unterstützen möchte, muss einen mehrtägigen Ausbildungskurs besuchen, die Kursleiterin hat sogar eine mehrwöchige Ausbildung absolviert und ist neben ihrer Tätigkeit im BSCZ noch an zahlreichen weiteren Orten als Schwimmlehrerin und -trainerin aktiv.

    Freiwillige immer willkommen

    Der BSCZ kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Bereits seit 1958 bietet er Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen aus der ganzen Stadt zu einem geringen Betrag betreute Sportangebote an. Die Schwimmkurse gehören zu den wichtigsten Angeboten, weil durch den Auftrieb im Wasser auch für Menschen mit starker körperlicher Beeinträchtigung eine fast schwerelose Bewegung möglich ist.

    Darüber hinaus wird im BSCZ aber auch geturnt sowie Badminton und Torball gespielt. Wettkämpfe und festliche Anlässe ergänzen das Jahresprogramm. Insgesamt zählt der Verein rund 320 Mitglieder, davon circa 200 Aktive. Doch der Bedarf an weiteren Personen, die helfen wollen, ist gross.

    Unterstützung willkommen

    Wer Interesse hat, den Behinderten-Sport Club Zürich als Freiwilliger zu unter­stützen, findet auf der Plattform karmalama.ch weitere Informationen.

    Der grösste Kostenblock des Vereins sind die verbandsüblichen Entschädigungen an die Freiwilligen.

    Für eine kostendeckende Finanzierung ist der BSCZ neben den Zuwendungen des BSV und des Verbands auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

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    Gemeinsam geht’s besser

  • Neues Co-Präsidium der Grünen-Fraktion stellt der Kreis 10

    Neues Co-Präsidium der Grünen-Fraktion stellt der Kreis 10

    Auf die neue Legislatur hin übernehmen laut einer Medienmitteilung der Grünen Stadt Zürich Leonora Seiler und Martin Busekros das Präsidium der Grünen Fraktion des Zürcher Gemeinderats von Sibylle Kauer und Jürg Rauser. Beide übernehmen nach «zwei intensiven und spannenden Jahren» neue Aufgaben.

    Seiler, die in Wipkingen wohnt, bringt Präsidiumserfahrung aus ihrer Zeit als Co-Präsidentin der Jungen Grünen Zürich mit, welche Busekros, der in Höngg lebt, mit seiner vierjährigen Erfahrung im Gemeinderat ergänzt.

    Die Fraktion wurde laut den Grünen durch die Wahlen jünger und weiblicher. Nach der Verabschiedung von zehn Fraktionsmitgliedern freut sich die Fraktion, mit sechs neuen und engagierten Personen loslegen zu können. Ihre erste Aufgabe: Anfang Mai gemeinsam und mit voller Kraft in die neue Legislatur starten – auf dem Fundament, das die bisherige Fraktion gelegt hat.

    Position darf auch unbequem sein

    Im Wahlkampf sei die Partei zusammengewachsen: «Die Energie der vielen aktiven Mitglieder hat uns im Wahlkampf getragen, und genau darauf möchten wir aufbauen», so Seiler. Gemeinsam mit Busekros möchte sie die Zusammenarbeit von Fraktion und Partei intensivieren.

    Durch breit abgestützte Kampagnen soll viel erreicht und das Profil der Partei in der Öffentlichkeit geschärft werden. Busekros sagt: «Unsere Positionen vertreten wir dabei weiterhin konsequent, auch unbequem. Ob Tram Affoltern, Dubai-Goldküsten-Hafen oder UBS-Büroturm: Wenn die SP sich auf die Seite der Bürgerlichen stellt, stehen wir auf der anderen.»

    Auch gegen die finanz- und verkehrspolitischen Schikanen des bürgerlichen Kantons werden sich die Grünen in aller Deutlichkeit stellen.

    Austritt aus der Gruppe Sport

    Diese Entschlossenheit zeigt sich auch im Austritt aus der gemeinderätlichen Gruppe Sport. Aus Sicht der Grünen-Fraktion ermöglicht nur der Austritt den Grünen, sich weiterhin glaubwürdig und unabhängig für den Sport in seiner ganzen Breite einzubringen. Die Anzahl der Mitglieder sei in dieser Gruppe hingegen beschränkt, im Gegensatz zu anderen Interessengruppen.

    Anliegen des Sports können gut über die zuständige Sachkommission besprochen werden. Hierfür brauche es nicht zusätzlich eine Gruppe, die regelmässig «mit Goodies von der Stadt versorgt werde», wie es in der Medienmitteilung abschliessend heisst.

    Quelle: Medienmitteilung Grüne

  • Eine «stehende Welle» in der Limmat?

    Eine «stehende Welle» in der Limmat?

    Surfen und Kajakfahren – und das mitten in Zürich in der Limmat. Das schwebt den Gemeinderäten Marco Denoth, Matthias Renggli (beide SP) sowie Christian Traber (Die Mitte) vor. Und zwar im Limmatkanal unterhalb des Laufwasserkraftwerks Letten. Funktionieren könne das mit einer sogenannten stehenden Welle.

    Das geht aus einer Motion hervor, die von den drei Politikern am 1. April eingereicht wurde. Der Stadtrat würde demnach beauftragt, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, um eine solche Welle zu erschaffen.

    Geeignete hydrologische Voraussetzungen

    Die drei Gemeinderäte begründen ihre Motion damit, dass sich Surfen und Kajakfahren in verschiedenen Städten als «attraktive, öffentlich zugängliche Freizeitangebote» etabliert hätten, und verweisen dabei auf den Eisbach in München. Und weiter: Stehende Wellen würden sportliche Aktivitäten im urbanen Raum mit Bewegung, Erholung und Stadtraum auf innovative Weise verbinden.

    Der Vorschlag wäre aus Sicht der drei Politiker ideal, da beim Laufwasserkraftwerk Letten das Wasser durch die Turbine und danach «relativ schnell und mit angenehmer Tiefe in Richtung und durch das Flussbad Unterer Letten» laufe. Das seien geeignete hydrologische Voraussetzungen für die Erzeugung einer stehenden Welle. Eine Umsetzung müsste selbstverständlich mit dem laufenden Kraftwerksbetrieb sowie dem «sensiblen und urbanen Flussraum» vereinbar sein.

    Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle

    Die drei Politiker denken dabei an «bewährte wasserbauliche Lösungen» wie feste Rampen, Schwellen oder regulierbare Elemente, die an unterschiedliche Abflussmengen angepasst werden können. Prüfenswert könnten auch «Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle» sein, die an veränderte Abflussmengen angepasst werden könnten.

    Ob die Motion an den Stadtrat überwiesen wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen.