Zudem werden sechs bestehende Motorradparkplätze aufgehoben. Dafür entstehen 29 neue Veloabstellplätze.
Auch nach den Bauarbeiten werde es laut «Tages-Anzeiger» wohl keine weiteren Parkplätze geben. Auf «Wunsch der Anwohnenden» werde dort neu eine Begegnungszone mit Tempo 20 eingeführt. Dabei soll das Trottoir verbreitert und 24 neue Bäumen sollen gepflanzt werden.
Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident von Zürich. Der SP-Politiker trat am Sonntag im zweiten Wahlgang ohne Gegenkandidatur an und wurde mit 41’098 Stimmen gewählt. Auf vereinzelte weitere Kandidierende entfielen dennoch 9481 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag insgesamt bei tiefen 23,5 Prozent.
Anders im Kreis 10: Dort belief sich die Wahlbeteiligung auf 27,06 Prozent. Damit liegen Höngg und Wipkingen auf dem zweiten Platz aller Zürcher Stadtkreise. Nur in den Kreisen 7 und 8 war die Beteiligung mit 27,12 Prozent noch leicht höher. Schlusslicht war der Kreis 12 mit lediglich 16,95 Prozent.
Weiterhin die SP
Das Stadtpräsidium bleibt damit weiterhin bei der SP. Golta übernimmt das Amt von Corine Mauch, die Zürich während 17 Jahren als Stadtpräsidentin prägte.
Der zweite Wahlgang wurde notwendig, nachdem Golta am 8. März zwar 54’832 Stimmen erzielt hatte, das absolute Mehr von 57’562 Stimmen jedoch verpasste. Sein Konkurrent, der FDP-Kandidat Përparim Avdili, kam damals auf 28’053 Stimmen.
Das Kurswesen in der Pfadi Sankt Mauritius Nansen (SMN) ist vielfältig. So gibt es den ersten Kurs bereits ab dem Alter von 15 Jahren. Das ist für die Teilnehmenden jene Zeit während der sogenannten Piostufe. Dabei liegt der Fokus auf der Planung und Ausführung von eigenen Projekten.
So werden erste Grundsteine für das spätere Leiten gelegt: Organisation, Zeitmanagement und Auswertung der eigenen Arbeit werden gelernt. Im Zentrum steht ebenso die gemeinsame Zeit mit den anderen Teilnehmenden des Kurses. Auch das Erleben und der Spassfaktor spielen eine Rolle. Aus diesem Grund sind auch die Projekte sehr vielfältig.
Ob ein Ausflug auf die Lenzburg, auf einen Aussichtspunkt oder gemeinsames Grillieren, (fast) alles ist möglich. Der darauffolgende «Futurakurs» bildet für die erste Leitungstätigkeit aus. Als Hauptkursleitung gibt es für die erfolgreiche Durchführung so einiges zu beachten.
Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits im Sommer davor, wenn das Kursteam zusammengesetzt wird. Im Anschluss arbeitet das Team gemeinsam daran, das Programm zu planen. Sowohl Lernen, Anwenden und Ausführen, aber auch Spass und Entspannung finden Platz in fünf abwechslungsreichen und dicht gepackten Tagen.
Tipps und Tricks
Weitere aufbauende Kurse sind anschliessend offiziell durch Jugend und Sport zertifiziert. In diesen Kursen bekommen die Leitungspersonen Tipps und Tricks für die Durchführung und Organisation von Lagern mit und sie lernen, wie ein Lagerprogramm korrekt geplant wird. Die Kurse begeistern auch mit verschiedenen Höhepunkten: Spannenden Aktivitäten wie Abseilen oder auch Curling sowie Wanderungen mit fantastischen Ausblicken und der Übernachtung in einer Berghütte.
Unverzichtbar für jedes Lager und jeden Kurs: Der Lagerdruck entsteht. (Foto: zvg.)
Alle Kurse gemeinsam haben das Aufeinandertreffen von verschiedensten Personen. Das Team und die Teilnehmenden bringen unterschiedliche Erfahrungen aus den eigenen sowie aus anderen Abteilungen mit. Dadurch kommt es zu einem regen Austausch in Zeiten des gemütlichen Beisammenseins, wovon alle profitieren können.
Da der Frankentaler Böögg im letzten Jahr aufgrund des Norovirus nicht zum Einsatz kommen konnte, wartete er bereits ungeduldig im Keller des Wohnzentrums auf seinen diesjährigen Einsatz. Fein herausgesputzt stand er am Mittag des Sächsilüüte-Montags auf seinem Scheiterhaufen und sah seinem Schicksal entgegen.
Zahlreiche Gäste, darunter Mitglieder, Angehörige, Mitarbeitende und natürlich die Bewohnenden des Wohnzentrums Frankental fanden am Nachmittag bei trockenem Wetter den Weg in den Garten. Nach der offiziellen Begrüssung durch den Institutionsleiter Urs Horisberger begann das gesellige Beisammensein, und das Buffett wurde eröffnet. Für das leibliche Wohl sorgten die traditionelle Sechseläuten-Bratwurst sowie eine vielfältige Auswahl an Grilladen, frischen Salaten und feinen Desserts. Alles fand grossen Anklang.
Ein schöner Sommer
Ein besonderer Höhepunkt war das Verbrennen des Bööggs. Um Punkt 18 Uhr, beim sechsten Schlag der Glocken, wurde der Scheiterhaufen von freiwilligen Anwesenden entzündet und alle warteten gespannt, wie lang es wohl dauern würde, bis der Kopf des Bööggs herunterfällt. Im Wohnzentrum brannte dieser fünf Minuten und 27 Sekunden, was traditionell einen vielversprechenden und schönen Sommer prophezeit. Zum Vergleich: In der Stadt Zürich brannte der Böögg 12 Minuten und 48 Sekunden, bevor es zum grossen Knall kam. Auch dies verspricht uns einen schönen Sommer.
Für zusätzliche Spannung sorgte die Verkündung der Gewinner des Schätzwettbewerbs. Es wurde jeweils ein Gewinner unter den Bewohnenden, den Mitarbeitenden sowie den Gästen ermittelt. Die Glückspilze durften sich über ein Trio aus hausgemachten Produkten aus dem Frankental freuen: ein Glas Konfitüre, eine Kerze und Kräutersalz.
Das Sächsilüüte im Frankental war ein rundum gelungener Anlass, der allen in bester Erinnerung bleiben wird und auf einen schönen Sommer hoffen lässt.
Eingesandt von Kathrin Richter, Wohnzentrum Frankental
Der Mittwochnachmittag ist der beste Nachmittag in der ganzen Woche. Das finden zumindest die meisten Kindergarten- und Schulkinder. Denn dieser Nachmittag ist immer frei. Und wer dann noch keine grossen Pläne, aber Lust auf Basteln und Spielen hat, für den bietet das GZ Höngg wieder jede Woche Spannendes: Das mobile Bastel- und Spielangebot ist im Quartier unterwegs.
Wöchentliche Inspiration
Das Elektrovelo hat erneut allerhand Spielgeräte geladen und die Mitarbeiterinnen vom GZ Höngg bieten wöchentlich neue Bastelinspirationen für alle jungen Talente. Das Mobil macht jeweils abwechselnd auf der Schärrerwiese und im Rütihof Halt. Das Spielangebot ist gratis, für die Bastelangebote wird ein Unkostenbeitrag von drei Franken pro Person erhoben. Das Bastel- und Spielmobil richtet sich an Vorschulkinder und Kinder bis 8 Jahre. Kinder unter 7 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson.
Bastel- und Spielmobil
Ab 20. Mai, jeweils mittwochs von 14 – 17 Uhr.
Auf der Schärrerweise und im Rütihof.
Bei Regen wird das Angebot des Standorts Schärrerwiese ins GZ Höngg verlegt.
Im Rütihof findet es bei jedem Wetter statt.
Aktuelle Daten und Standorte: gz-zh.ch/gz-hoengg
Unkostenbeitrag: Fr. 3.–
«Wenn die Leute nicht ins Kino können, muss halt das Kino zu ihnen», sagt Roman Vital. Tatsächlich begrüsst der Regisseur die Gäste im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg mit seinem Pop-up-Kino persönlich. Er zeigt dort seinen Dokumentarfilm «Herbstfeuer». Für Vital selbst ist es etwas Besonderes, sein Werk nun auch im eigenen Quartier zeigen zu können. «Ich fand es so schön, dass Nachbarn kommen. Durch das Flyer-Verteilen in die Briefkästen erlebte ich das Quartier wieder von einer neuen Seite.»
Im Zentrum von «Herbstfeuer» steht der Brand des traditionsreichen Grandhotels Waldhaus Vulpera im Unterengadin im Jahr 1989. Das imposante Gebäude im Stil der Neorenaissance galt einst als Treffpunkt der internationalen Elite: Bundesräte, Schriftsteller, reiche Geschäftsleute und indische Prinzessinnen logierten dort. Der Brand verursachte einen Schaden von rund 30 Millionen Franken – die Ursache blieb ungeklärt.
Herbstfeuer – Ein Film von Roman Vital
Im Film begleitet Vital den damaligen Hoteldirektor Rolf Zollinger, der bis heute nicht von den Ereignissen loskommt. Jahrzehnte später rollt Zollinger gemeinsam mit einem pensionierten Ermittler den Fall nochmals auf. Er hatte die Hoffnung, endlich Antworten zu finden. Vital interessierte weniger der Kriminalfall selbst als die psychologische Dimension. «Es geht im Film um das Loslassen und darum, dass wir nie die ganze Wahrheit sehen können», erklärt der Regisseur.
Persönliche Verbindung
Der Film ist für Vital ein sehr persönliches Projekt. Der damalige Hoteldirektor Rolf Zollinger ist sein Götti. Lange hatte er kaum Kontakt zu ihm. Erst ein intensives Gespräch vor einigen Jahren änderte das. «Er erzählte mir die ganze Geschichte des Brandes in dreieinhalb Stunden», erinnert sich Vital. «Da wurde mir bewusst, dass seine Geschichte etwas Universelles hat.»
Die Recherchen begannen bereits vor fünf Jahren. Vital führte zahlreiche Gespräche, sichtete Archivmaterial und traf die beteiligten Personen mehrfach. Besonders wichtig war ihm dabei, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. «Wenn wir nur eine Perspektive haben, hängt man in einer Welt fest, in der man sich eine einseitige Geschichte konstruiert.»
Der Film lebt stark vom Gegensatz seiner Hauptfiguren: «Ich habe einen emotionalen Hoteldirektor und einen faktenbasierten Kommissar. Das gibt per se schon eine gute Konstellation», sagt Vital. Immer wieder stellt der Film die Frage, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umgehen und wie weit Wahrheit überhaupt eindeutig feststellbar ist. Dabei sei das Thema universell. «Der Film hat viele Andockpunkte zum eigenen Leben und löst Erinnerungen aus», sagt Vital. Gerade deshalb seien die Reaktionen des Publikums sehr unterschiedlich.
Bewegende Reaktionen
Viele Filmfans, die das Pop-up-Kino besuchten, verbanden persönliche Erinnerungen mit dem Hotel oder der Region. Heidi Bader aus Dielsdorf kam aus emotionalen Gründen an die Vorstellung. Ihr Mann war früher Wanderleiter im Hotel und die beiden wohnten damals oft selbst im «Vulpera». «Der Film war tiefgründig und gut», meint sie nach dem Film. Das offene Ende beschäftige sie aber noch.
Auch Ines Bernasconi aus Uetikon-Waldegg erinnert sich an Ferien als Kind im «Vulpera»: «Bis zum Brand waren meine Eltern jedes Jahr dort. Wir sind alle Wege abgewandert.» Besonders geblieben seien ihr das grosse 1.-August-Buffet und das Feuerwerk. «Mir gefiel die Geschichte von Zollinger und zu sehen, dass es ihm heute gut geht. Ich hätte mir aber gewünscht, dass im Film noch mehr zur Brandursache herauskommt.» Gabrielle Guckelberger aus Höngg sieht die Länge des Films ambivalent: «Gewisse Szenen waren etwas lang. Aber das war wohl nötig, um Details auszubeineln.» Als Engadin-Fan habe sie den Film dennoch sehr spannend gefunden.
Im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg zeigte Roman Vital vier Vorstellungen seines Filmes. (Foto: jao)
Neben dem Film selbst stiess auch das kleine Quartierkino von Vital auf viel Sympathie. Esther Hiltebrand und Margrit Castelmur schätzen das unkomplizierte Angebot in Höngg. «Das ist ganz herzig so. Es braucht eigentlich gar keinen grosser Saal dafür», sagt Castelmur. Und Hiltebrand ergänzt: «Es ist toll, dass wir nicht extra in die Stadt müssen.» Genau darum geht es Vital mit seinem Pop-up-Kino-Konzept: Filme dorthin zu bringen, wo klassische Kinos verschwunden sind oder kaum mehr stattfinden.
Jens Mackensen hatte alle Hände voll zu tun: Wochenlang haben er und seine Frau Helen auf die Luga hingearbeitet. Auf 300 Quadratmetern zeigten sie Helens Playmobil-Sammlung – und lockten damit Kinder in Scharen an. Aus zwei Containern voller Playmobil-Fundstücke zauberte das Wipkinger Ehepaar eine Welt, wie sie verspielter kaum sein könnte.
Da stand die mittelalterliche Burg mit einem Heer aus Rittern, dort die Flotte mit Piratenschiffen, daneben ein Berg mit Seilbahn. Gleich daneben düste ein Zug vorbei – nein, mehrere Züge. Sie fahren vorbei am Zirkus Knie, an einem brennenden Haus und vielem mehr. Die Ausstellung in dieser Form war erstmals an der Luga zu sehen und zeigte rund 90 Prozent der Sammlung.
Jens Mackensen vor der Sammlung seiner Frau Helen an der Luga. (Foto: dad)
Tatsächlich durften die Kinder die ausgestellte Welt nicht anfassen. Doch Helen und Jens Mackensen dachten auch an den Spielspass: Sie boten eine eigene Ecke an, in der sich die Kinder mit Playmobil austoben konnten. So wurde die «Faszination Playmobil» mitten in der Luzerner Frühlingsmesse zu einer wahren Attraktion – ein direkter Import aus Wipkingen.
Eine Flotte von Piratenschiffen. (Foto: dad)
Ein Leben mit Playmobil
Jens Mackensen erzählte der «Luga-Zytig», wie seine Leidenschaft in der DDR begann: Weil Playmobil dort kaum erhältlich war, bekam er erste Figuren von Verwandten aus Westdeutschland geschenkt. Gemeinsam mit seinem Grossvater baute er daraus eigene Ritterwelten. Nach der Wende wuchs die Sammlung stetig weiter.
Später lernte er seine Frau Helen kennen, die ebenfalls zur begeisterten Sammlerin wurde. Nach dem Tod seines Grossvaters übernahm Helen die über Jahre gewachsene Sammlung. «Heute gehört sie ganz ihr – und ich bin sozusagen ihr Manager», sagt Jens mit einem Lächeln.
Auch an ihrer Hochzeit spielten die kleinen Figuren eine besondere Rolle. Stolz präsentierte Jens der Zeitung zwei Playmobil-Figuren im Brautkleid und Hochzeitsanzug. «Das sind Helen und ich an unserem schönsten Tag.»
Ein breites Publikum
Zehn Tage lang wurde die Luzerner Allmend zum Treffpunkt für die ganze Zentralschweiz. «Die Luga zeigte sich einmal mehr lebendig, farbenfroh und authentisch», freut sich Messeleiterin Linda Gabriel laut Medienmitteilung. Über 120’000 Menschen liessen sich inspirieren, unterhalten, kauften ein und entdeckten Neues.
Entsprechend positiv fällt auch Gabriels Bilanz aus: «Ich bin sehr zufrieden. Überall auf dem Gelände war eine tolle Stimmung spürbar, und wir hatten keine Zwischenfälle.» Auch das frühlingshafte Wetter trug zur guten Stimmung bei und lud zum Verweilen ein. «Die Kombination aus Marktplatz, Landwirtschaft, Unterhaltung und Gastronomie sowie das Zusammenspiel von Bewährtem und Neuem spricht ein breites Publikum an», erklärt Gabriel.
Nach der Messe folgt der Verein
Auch ein Berg mit Seilbahn wurde aufgestellt. (Foto: dad)
Helen und Jens Mackensen waren gemeinsam mit Freunden täglich vor Ort und pendelten zwischen Luzern und Wipkingen. Mittlerweile ist die Playmobil-Welt wieder zurück im Kreis 10 – doch sie soll weiterhin genutzt werden. Mit dem Verein «Helens Playmobil Traum» gründeten die Mackensens eine Plattform für alle, die ihre Begeisterung für Playmobil teilen. Und vielleicht folgt schon bald die nächste Ausstellung.
Mittlerweile dürfte die Geschichte des Musicals «Mamma Mia!» fast allen bekannt sein. Die originale Bühnenfassung mit den Abba-Hits sprengte Rekorde, und die Hollywood-Verfilmung mit Meryl Streep wurde zum Millionenseller. Dennoch eine kurze Erinnerung: Auf einer griechischen Insel betreibt Donna eine kleine Pension, während sich ihre Tochter auf die Hochzeit vorbereitet. Diese will unbedingt ihren bis anhin unbekannten Vater einladen – doch genau das wird zum «Problem». In einem Tagebuch ihrer Mutter findet Sophie Hinweise auf gleich drei mögliche Kandidaten. Kurzerhand lädt sie alle drei Männer ein. Das sorgt für reichlich Tumult – und für viel Musik und Tanz auf der sonst so friedlichen Insel.
«Mamma Mia!» funktioniert weltweit: Das Musical wurde bereits in 16 Sprachen aufgeführt, darunter Deutsch, Schwedisch, Spanisch, Koreanisch, Französisch und Niederländisch. Warum also nicht auf Schweizerdeutsch? Eric Hättenschwiler und Dominik Flaschka (Dialoge) sowie Roman Riklin (Songtexte) gaben der Geschichte einen Mundartanstrich. Ab dem 7. Mai erobern nun Donna (Sandra Studer) und Sophie (Judith von Orelli) bis am 14. Juni die Maag-Halle – im gewohnten Setting und in vertrauter Sprache.
Szene aus «Mamma Mia!». (Foto: René Tanner)
Heimkehr auf die Musicalinsel
Mit auf der Insel: die Hönggerin Maja Xhemaili-Luthiger. Für die diplomierte Bühnentänzerin und Musicaldarstellerin ist die Produktion so etwas wie ein Heimkommen, wie sie dem «Höngger» erzählt. Bereits vor acht Jahren stand sie bei den Thunerseespielen in «Mamma Mia!» auf der Bühne; ebenfalls unter der Regie von Dominik Flaschka.
Lebt mit ihrer Familie in Höngg: Maja Xhemaili-Luthiger. (Foto: zvg)
«Es ist ein grossartiges Stück, und das Ensemble ist besonders im ersten Teil gefordert», sagt Xhemaili-Luthiger. Ironischerweise hielt die Hönggerin früher nicht besonders viel von Abba-Songs. Mit dem Engagement änderte sich das jedoch. Im Hinblick auf die kommenden Shows sagt sie: «Ich nahm an, ich müsste die für meine Rolle erforderlichen Choreografien und Noten neu lernen. Doch mein Körper schien sich noch sehr gut an die Shows in Thun zu erinnern.»
Einen besonderen Bezug hat sie inzwischen auch zu einem der Lieder: «Slipping Through My Fingers» erklingt im Musical, wenn Donna realisiert, wie schnell ihre Tochter erwachsen wurde. «Seit drei Jahren bin ich selbst Mutter eines Kindes. Deshalb kann ich mich in diesen Song sehr gut einfühlen», sagt Xhemaili-Luthiger.
Plan B im Hinterkopf
Ursprünglich wollte Xhemaili-Luthiger eine Ballerina werden und absolvierte die Grundausbildung u.a. an der Schule des Opernhaus Zürich. «Doch ich war zu klein für eine klassische Ballettkarriere», sagt sie. Deshalb entschied sie sich für eine Musicalausbildung an der Hamburg School of Entertainment und bildete sich später in New York und Zürich weiter.
Mit Erfolg: Seither steht Xhemaili-Luthiger regelmässig auf der Bühne. 2017 war sie beispielsweise in der Operette «Das Land des Lächelns» am Opernhaus Zürich zu sehen sowie in «Tanz der Vampire» in Wien. In Emmen spielte sie in «Sister Act», und 2019 war sie Choreografin für «Jesus Christ Superstar». Zuletzt, im Jahr 2025, gehörte sie zum Cast von «Der Glöckner von Notre Dame» in Thun.
«Ich hatte zunächst einen Plan B und bin ausgebildete Primarlehrerin. Das gab mir etwas Gelassenheit. Unterrichtet habe ich bislang jedoch wenig, da es mit dem Bühnenberuf vorwärts ging.» Ein Beruf, der die junge Mutter auch privat fordert. Da ihr Mann, Lavdrim Xhemaili, ebenfalls Darsteller ist (wir berichteten), sind die Arbeitszeiten der jungen Eltern unregelmässig – die Unterstützung der Familie sei daher unentbehrlich. «Bislang funktioniert das sehr gut. Wie es in ein paar Jahren aussieht, werden wir sehen», sagt Xhemaili-Luthiger. Sie hofft, dass Höngg auch künftig ihr Lebensmittelpunkt bleibt: «Wir leben enorm gerne hier im Quartier.»
Was ist das Schönste an Zürich im Sommer? Das Wasser. Die Limmatstadt ist europaweit, gemessen an der Zahl der Einwohnerschaft, die Stadt mit der höchsten Dichte an Badis. Das behauptet zumindest die Autorin Tina Schmid in ihrem «Züribadibuch». Neben den frei zugänglichen Badestellen am See und an der Limmat sind es insgesamt 25 Bäder, die der Stadtbevölkerung zur Verfügung stehen: 7 Hallenbäder und 18 Sommerbäder.
Von Letzteren finden sich vier verschiedene Typen: die Kastenbäder, die Seebäder sowie die Fluss- und Freibäder. Eines dieser Freibäder ist die Badi Zwischen den Hölzern in Oberengstringen und an der Grenze zu Höngg. In diesem Frühjahr jährt sich deren Eröffnung zum 60. Mal.
Eine Kooperation über die Stadtgrenzen hinweg
Ihre Entstehung ist einer Kooperation zwischen der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen zu verdanken: In den 1960er-Jahren, so schildert es die «Limmattaler Zeitung» in einem Artikel aus dem Jahr 2016, wuchs nämlich aufgrund zunehmender Bevölkerungszahlen sowohl im Stadtquartier Höngg als auch in Oberengstringen der Bedarf nach einer eigenen Badeanstalt.
Denn für die Oberengstringer Bevölkerung war die nächste Badi erst in Schlieren zu finden. Auch in Höngg musste man zur Abkühlung eine weite Reise unternehmen, wenn man sich nicht in die Limmat wagen wollte: entweder in Richtung Altstetten zur Badi Letzigraben oder nach Oerlikon ins Allenmoos.
Aus diesem Grund einigten sich die Stadt und die Gemeinde darauf, ein gemeinsames Projekt zu verfolgen. Damit war beiden gedient – denn, wie die «Limmattaler Zeitung» die Situation erklärt, «hatte Oberengstringen genügend Land, aber kein Geld. Die Stadt hatte das Geld, jedoch kein Land».
In der Folge überliess Oberengstringen das Land oberhalb des Frankentals der Stadt Zürich für 99 Jahre im Baurecht und übernahm die Erschliessungskosten in der Höhe von 620 000 Franken. Die Stadt ihrerseits war für den Bau des Schwimmbads zuständig, was mit rund 3 Millionen Franken zu Buche schlug. Für den Betrieb der Badi wiederum war bis zum Jahr 2005 die Gemeinde Oberengstringen zuständig, dann übernahm das Sportamt der Stadt Zürich.
Zur Eröffnung ein grosses Fest
Mit dem Bau der Badi, die Mitte Mai 1966 fertiggestellt wurde, wurde das renommierte Büro Stücheli Architekten beauftragt. Erstellt wurden drei Schwimmbecken: ein 50 Meter langes Schwimmer-, ein 25 Meter langes Nichtschwimmerbecken sowie ein kleineres Lernschwimmbecken. Ein Planschbecken und eine Sprungbucht mit einem Sprungturm ergänzten das Angebot. Am Sonntag, 22. Mai 1966, hatte die lokale Bevölkerung, wie «Der Höngger» in seiner damaligen Ausgabe berichtete, die Gelegenheit, ihre neue Badi erstmals zu besichtigen.
In Betrieb genommen wurde das «Hölzli» schliesslich einen Tag später mit einer feierlichen Zeremonie. Sowohl der Stadtpräsident Emil Landolt als auch sein designierter Nachfolger Sigmund Widmer, waren zugegen. Musik spielte, ein Kinderchor sang, Kanufahrer und Synchronschwimmerinnen traten auf. Und als Highlight, so berichtet die «Limmattaler Zeitung», habe Widmer trotz der kühlen Temperaturen sogar einen Sprung vom Dreimeterbrett gewagt.
Baden im Wald
Die Eintrittspreise waren damals äusserst moderat, zumindest aus heutiger Sicht. Wie «Der Höngger» schrieb, kostete der Einzeleintritt für Erwachsene 60 Rappen, Kinder kamen mit nur 20 Rappen davon – und mussten oft gar nichts bezahlen: Montag, Dienstag und Freitag ab 16 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag ab 14 Uhr war der Eintritt für sie frei.
Heute kommen die Badegäste zwar immer noch günstig, aber nicht mehr ganz so billig davon: Ein Erwachseneneintritt kostet acht Franken, Kinder bezahlen vier. Gratiseintritte gibt es nur noch für Kinder unter sechs Jahren.
Doch beliebt ist die Badi bei der Höngger und der Engstringer Bevölkerung nach wie vor. In den letzten Jahren verzeichnete sie jährlich jeweils mehr als 60 000 Eintritte – an Spitzentagen tummeln sich über 1000 Badegäste auf den Liegewiesen und in den Schwimmbecken. Das liegt sicherlich auch an ihrer besonderen Lage, die auch die NZZ im vergangenen Jahr zu würdigen wusste: «Das Spezielle an dieser unaufgeregten Badi ist, dass sie umgeben ist von Wald, mit Blick auf die ferne Stadt, und von einem hübschen Rebberg. Und sie ist so weitläufig, dass alle, ob jung oder alt, ohne Dichtestress aneinander vorbeikommen.»
Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des «Hölzlis» sind bis anhin allerdings keine geplant. Dafür stand das «Hölzli» aber im vergangenen Jahr bei den dreitägigen Festivitäten zum 1155-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Oberengstringen ganz im Mittelpunkt des Geschehens.
Start Badesaison
9. Mai 2026
Täglich und bei jeder Witterung
von 9 bis 14 Uhr, bei schönem Wetter teilweise bis 21 Uhr
Gesponserter Inhalt vom Quartierverein Höngg (Violaine Stehli), in Zusammenarbeit mit Connecta.TV Höngg.
Der Quartierverein Höngg organisiert gemeinsam mit dem Turnverein Höngg die diesjährige Ausscheidung von «De schnällscht Zürihegel». Der traditionsreiche Laufwettbewerb für Zürcher Schülerinnen und Schüler findet bereits seit 75 Jahren statt und begeistert laut Website jährlich über 4000 Kinder.
Schon die Quartierausscheidungen sind ein Highlight: In Höngg gehen jeweils am Nachmittag weit über 300 Kinder an den Start – nach den Wipkinger Teilnehmenden, die am Vormittag laufen. Der 60-Meter-Einzellauf ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
Wer mitmachen will, sollte früh auf dem «Hönggi» sein, um sich rechtzeitig zu registrieren. Startberechtigt sind die Jahrgänge 2013 bis 2018 sowie jüngere Kinder. Die Schnellsten qualifizieren sich für den Final am Samstag, 13. Juni, auf der Sportanlage Fronwald in Affoltern.
Ist wieder eine «Donnergang» dabei?
Auch die Stafetten sind Publikumslieblinge – nicht zuletzt wegen ihrer kreativen Teamnamen. Im letzten Jahr waren etwa die «Schnellen Schildkröten», «Powersushi» oder die «Donnergang» am Start. Sechs Kinder aus einer Schulklasse bilden jeweils ein Team. Die Anmeldeformulare wurden den Lehrpersonen zugestellt. Wer keines erhalten hat, findet es auf der Website des «Zürihegel».
Quartierausscheidung «Zürihegel»
Samstag, 30. Mai,
13.30–17 Uhr
Turnerhaus und Sportplatz TV Höngg, Kappenbühlstrasse 60
Teilnahme
Startberechtigt sind Kinder der 1. bis 6. Primarklasse.
60-Meter-Einzellauf für sechs Jahrgänge
60-Meter-Klassenstaffel für Primarschulklassen
Das schnellste Drittel jeder Kategorie qualifiziert sich für die Zwischenläufe.
Die schnellste Staffel jeder Kategorie erreicht den Final.
Ein Anlass für das ganze Quartier
Für viele Kinder ist der Zürihegel der erste Wettkampf überhaupt:
Aufregung vor dem Start, Anfeuerungsrufe am Rand und grosser Stolz im Ziel.