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  • Seeüberquerung soll am Mittwoch, 1. Juli, stattfinden

    Seeüberquerung soll am Mittwoch, 1. Juli, stattfinden

    Die 36. Stadtzürcher Seeüberquerung soll dieses Jahr am Mittwoch, 1. Juli 2026, stattfinden, wie der Verein Stadtzürcher Seeüberquerung mitteilt. Im Fall einer wetterbedingten Verschiebung sind die Ersatzdaten der 8. Juli und 19. August 2026.

    «Mit Platz für bis zu 9000 Teilnehmenden dürfen wir auch dieses Jahr die grösste Seeüberquerung der Schweiz vorbereiten», sagt Flavio Seeberger, Präsident der Stadtzürcher Seeüberquerung.

    Definitiver Durchführungsentscheid

    Am Montagvormittag, 29. Juni, informiert das Organisationskomitee, ob die Seeüberquerung definitiv am Mittwoch, 1. Juli 2026, stattfindet oder um eine Woche verschoben werden muss.

    Die Seeüberquerung wird nur bei einer stabilen Wetterlage und bei einer Wassertemperatur von mindestens 21 Grad Celsius durchgeführt.

    Bei den Freiwilligen, welche den Sportanlass möglich machen, sind auch viele Mitglieder der SLRG Sektion Höngg dabei (siehe Artikel unten).

    Quelle: Medienmitteilung Verein Stadtzürcher Seeüberquerung

  • Neuer Böötli-Ausstieg beim Höngger Wehr verspätet sich

    Neuer Böötli-Ausstieg beim Höngger Wehr verspätet sich

    Die neue Ausstiegsstelle beim Höngger Wehr kann nicht wie ursprünglich geplant eröffnet werden. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, rechnet die Stadt Zürich inzwischen damit, dass die Anlage frühestens im Spätsommer in Betrieb genommen werden kann.

    Das Höngger Wehr gilt seit Jahren als heikle Stelle auf der beliebten Strecke zwischen Wipkingen und Dietikon. Besonders an warmen Sommertagen kommt es dort zu Engpässen, wenn zahlreiche Personen ihre Boote vor dem Wehr aus dem Wasser nehmen und danach wieder einsetzen.

    Die Stadt Zürich baut deshalb die bestehenden provisorischen Ein- und Ausstiegsstellen zu dauerhaften und sichereren Anlagen aus (wir berichteten). Die neue Einstiegsstelle unterhalb des Wehrs wurde bereits Anfang Mai eröffnet. Sie bietet mehr Platz für das Wiedereinwassern der Boote.

    Provisorischer Ausstieg bleibt in Betrieb

    Anders sieht es beim geplanten Ausstieg oberhalb des Wehrs aus. Dort entsteht ein rund 35 Meter langer Stahlsteg. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestätigt das Tiefbauamt Verzögerungen bei den Fertigstellungsarbeiten.

    Als Gründe nennt die Stadt die anspruchsvolle Koordination verschiedener Unternehmen, Lieferverzögerungen bei Baumaterialien sowie die Lage der Baustelle in einer Trinkwasserzone. Zudem hängen einzelne Arbeiten vom Wasserstand der Limmat ab.

    Bis die neue Anlage eröffnet werden kann, bleibt der provisorische Ausstieg unter der Europabrücke in Betrieb. Für die neuen Ein- und Ausstiegsstellen beim Höngger Wehr hat die Stadt insgesamt 2,6 Millionen Franken bewilligt. Nach aktuellem Stand soll dieser Kostenrahmen eingehalten werden.

  • Hopp Schwiiz: Höngger Buchhandlung lanciert «Kapitel 12»

    Hopp Schwiiz: Höngger Buchhandlung lanciert «Kapitel 12»

    Im Fussball spricht man oft vom «zwölften Mann» – Fans, die ihrer Mannschaft im entscheidenden Moment den nötigen Schub verleihen. Angelehnt an diese Idee wird die Buchhandlung Kapitel 10 während der Spiele der Schweizer Nati an der Fussball-Weltmeisterschaft zum «Kapitel 12», wie es auf dessen Website heisst.

    Eine Grossleinwand, Beamer und Lautsprecher stehen bereit, zudem werden Getränke angeboten und der Eintritt ist kostenlos. Die Türen öffnen jeweils um 19.30 Uhr, der Anpfiff erfolgt um 21 Uhr. Gezeigt werden die drei Vorrundenspiele der Schweiz: am Samstag, 13. Juni, gegen Katar, am Donnerstag, 18. Juni, gegen Bosnien-Herzegowina sowie am Mittwoch, 24. Juni, gegen Kanada.

    Weitere Public-Viewings mit Schweizer Beteiligung sind geplant, falls die Nati die nächste Runde erreicht. Ob die Spiele gezeigt werden, hängt unter anderem von den Anspielzeiten ab. Das Kapitel 10 informiert dazu via Instagram und Newsletter.

    Stadt lockert die Regeln für Gartenrestaurants

    Die WM-Spiele sind selbstverständlich auch in anderen Lokalen zu sehen. Für Gartenrestaurants hat die Stadt Zürich für die Dauer des Turniers sogar die Regeln gelockert und erlaubt die Übertragung auf Fernsehgeräten im Freien ohne spezielle Bewilligung.

    Für Partien der Schweizer Nationalmannschaft gelten sogar erweiterte Ausnahmeregelungen. Damit soll laut der Stadt das gemeinsame Fussballerlebnis in den Quartieren gefördert werden.

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    Zeit für ein neues Abenteuer

  • Die Stadt Zürich erhöht Beiträge für PV-Anlagen

    Die Stadt Zürich erhöht Beiträge für PV-Anlagen

    Die Stadt Zürich unterstützt über das ewz nachhaltige Energieprojekte mit Fördergeldern, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Um den Anreiz für den Bau von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) und deren Wirtschaftlichkeit weiter zu erhöhen, werden die Förderbestimmungen des ewz angepasst: Der Grundbeitrag wird von 4400 auf 5000 Franken erhöht.

    Ergänzend werden die variablen Beträge pro Kilowattpeak (kWp) Leistung angehoben. Zusätzlich wird neu für alle bewilligungspflichtigen PV-Anlagen auf bestehenden Gebäuden ein pauschaler Beitrag von 3000 Franken ausgerichtet.

    Neu: Förderbeiträge für Batteriespeicher

    Weiter soll der Einsatz von Batteriespeichern gefördert werden. Dies soll dazu beitragen, bei bestehenden sowie neuen PV-Anlagen den Eigenverbrauch der selbst erzeugten Energie zu maximieren und damit die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen:

    Für eine Batteriespeicheranlage mit einer Speicherkapazität ab drei Kilowattstunden (kWh) wird ein Pauschalbetrag von 1000 Franken ausbezahlt.

    Zusätzlich 100 Franken pro kWh Speicherkapazität bis maximal 100 kWh.

    Werden für eine stationäre Batteriespeicheranlage gebrauchte Batteriezellen verwendet, wird der Förderbeitrag um weitere 100 Franken/kWh erhöht. Gefördert werden ausschliesslich stationäre Batteriespeicher, die mit einer PV-Anlage sowie einem Energiemanagementsystem kombiniert sind.

    Der Stadtrat beschliesst die Teilrevision der Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über gemeinwirtschaftliche Leistungen im Rahmen der klima- und energiepolitischen Ziele (AB VGL) in denen die Förderbestimmungen geregelt sind. Die teilrevidierten AB VGL treten per 1. August 2026 in Kraft und gelten für Fördergesuche, die ab diesem Zeitpunkt über die Förderplattform eingereicht werden.

    Mit dieser Anpassung setzt der Stadtrat ein klares Signal für den weiteren Ausbau der Solarenergie im Rahmen der städtischen PV-Strategie (STRB Nr. 3248/2025) und stärkt den Klimaschutz sowie die Investitionssicherheit gleichermassen.

  • «Hot Wok» hat nach 30 Jahren ein neues Zuhause

    «Hot Wok» hat nach 30 Jahren ein neues Zuhause

    Bereits vor zwei Jahren schrieb der «Höngger»: Die kulinarische Reise durch Asien beginnt direkt hinter der Stadtgrenze – nämlich im «Hot Wok» in Regensdorf. Während 30 Jahren war das beliebte Restaurant im Gemeinschaftszentrum Roos zu Hause. Nun hat der Familienbetrieb ein neues Lokal bezogen – nur einen Steinwurf entfernt: das Restaurant Hardegg beim Bahnhof Regensdorf. Grund für den Umzug ist der geplante Neubau des Gemeinschaftszentrums.

    Die Gemeinde Regensdorf, Eigentümerin beider Liegenschaften, bietet dem Familienbetrieb mit dem Pachtvertrag eine neue Perspektive an. Der vorherige Wirt hatte laut «Tages-Anzeiger» im Sommer 2025 Konkurs angemeldet – damit wurde der Weg frei für das «Hot Wok».

    Für Ravi Nair, seinen Sohn Prashant Nair und das zehnköpfige Team bedeutet der neue Standort auch mehr Platz: Das Restaurant Hardegg verfügt laut «Tages-Anzeiger» über rund 100 Sitzplätze im Innenbereich sowie weitere 100 Plätze in der Gartenwirtschaft. Die sanierte Gaststube wurde modern gestaltet und bietet ein vertrautes Ambiente.

    Feierliche Schlüsselübergabe

    Die offizielle Eröffnung fand am 22. Mai statt. Gemeindepräsident Stefan Marty nahm persönlich an der feierlichen Schlüsselübergabe teil. Es freue ihn ausserordentlich, so Marty in seiner Ansprache, so viele Gäste zu diesem freudigen Ereignis begrüssen zu dürfen.

    Das «Hot Wok» sei mittlerweile das einzige Restaurant, das in einer gemeindeeigenen Liegenschaft eingemietet sei. «Ravi und Prashant haben mit diesem Umzug einen grossen Schritt gewagt», sagte Marty.

    Der Gemeindepräsident erinnerte auch an die Anfänge des «Hot Wok» vor 30 Jahren. Die Zusammenarbeit sei in all den Jahren ausgezeichnet gewesen. «Welches Restaurant hat heute noch während 30 Jahren dieselbe Leitung – trotz schwieriger Zeiten wie während der Pandemie?», fragte Marty rhetorisch.

    Der Ausbau des Gemeinschaftszentrums Roos sei notwendig geworden, führte er weiter aus, da dieses «aus allen Nähten platze». Die Gemeinde habe deshalb frühzeitig das Gespräch mit Ravi Nair gesucht. «Er war zunächst nicht begeistert», sagte Marty.

    Der Umzug sei mutig gewesen – und die Gemeinde hoffe, dass sich der malaysische Familienbetrieb auch im Hardegg weitere 30 Jahre behaupten könne. Unter dem Applaus der Gäste überreichte Marty schliesslich einen grossen goldenen Schlüssel an Ravi und Prashant Nair.

    Der Sohn bedankte sich im Anschluss bei der Gemeinde für die Unterstützung. Sein Dank galt auch den Mitarbeitenden, die den Umzug mitgetragen haben. «Wir hoffen, dass unseren Gästen das neue Lokal gefällt.»

    Eine Verbindung besteht

    Ravi Nair erzählte danach, dass er sich im Zuge des Umzugs mit der Geschichte des Gebäudes Hardegg beschäftigt habe. Einst wirtete dort die Familie Frei, wie er sagte. Eine Verbindung zu dieser Familie gebe es bis heute: «Die Nachfahren kommen noch immer jeden Sonntag bei uns essen», sagte Nair. Deshalb habe er historische Bilder des Lokals im neuen Restaurant aufgehängt. «Mein Sohn Prashant und ich sind sehr stolz, dass wir dieses Lokal übernehmen durften», sagte Ravi Nair.

    Zum Abschluss luden Vater und Sohn ihre Gäste zu einem reichhaltigen Buffet mit chinesischen, thailändischen, indischen und malaysischen Spezialitäten ein. Traditionelle Vorführungen wie ein Löwentanz sorgten zusätzlich für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

  • Wipki Velofäscht lädt zum Mitmachen und Ausprobieren ein

    Wipki Velofäscht lädt zum Mitmachen und Ausprobieren ein

    Mit dem Wipki Velofäscht wird der Drahtesel mitten in der Stadt gefeiert. Auf dem Gelände beim Burrischopf an der Wasserwerkstrasse 105 können Kinder, Familien und Velobegeisterte von 12 bis 18.30 Uhr zahlreiche Angebote entdecken und ausprobieren. Der Anlass wird vom Verein Burrischopf und dem Quartierverein Wipkingen unterstützt.

    Bereits ab Mittag steht der Max-Trax-Veloparcours der Stiftung Prävention der AXA bereit. Für das leibliche Wohl sorgen Pizza, Glace, Sandwiches und Pommes.

    Spezialvelos, Testfahrten und mobile Werkstatt

    Ab 14 Uhr präsentieren verschiedene Organisationen ihre Angebote rund ums Velo. Pro Velo Kanton Zürich ist mit einem Infostand, Spezialvelos zum Ausprobieren, einem Frappé-Velo und einem Glücksrad vor Ort. Die Vélorution informiert über ihre Aktivitäten und bietet unter anderem Kinder-Tattoos, Sticker und Ausmalbilder an.

    Wer sein eigenes Velo fit für den Sommer machen möchte, kann die mobile Velowerkstatt von Drehmoment nutzen. Zudem stehen Kindervelos und Lastenbikes von Zweiradgeber für Probefahrten bereit. Das Velo Tixi Zürich informiert über sein Angebot und ermöglicht Testfahrten. Kreative Kinder können beim Malort den Veloumzug gestalten.

    Ein Höhepunkt des Nachmittags ist die Ankunft der Kidical Mass um 15 Uhr. Der Veloumzug für Gross und Klein setzt sich für sichere und kinderfreundliche Velowege ein. Informationen zum Umzug sind unter www.velorution.ch zu finden.

    Weitere Informationen und das detaillierte Programm

  • Das Höngger Wappen: Eine Spurensuche durch Geschichte und Heraldik

    Das Höngger Wappen: Eine Spurensuche durch Geschichte und Heraldik

    Max Furrer

    Das Höngger Wappen ist in ortsgeschichtlicher Hinsicht von erheblicher Bedeutung. Im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Renovation des Rebbauernhauses «zum Chranz» als Sitz des Ortsmuseums hat sich eine interessante, historisch-heraldische Frage ergeben, die bislang kaum nachverfolgt wurde: Seit 1977 zierte das grossflächig gemalte Höngger Wappen eine Innenwand mit der knappen Legende: «1674: älteste Darstellung des Höngger Wappens, Das Tatzenkreuz erinnert an die früheren Rechte des Grossmünsters, Rebmesser und Rebstock weisen hin auf die jahrhundertelange Hauptbeschäftigung der Höngger.»


    Das Höngger Wappen im Ortsmuseum. (Foto: Max Furrer)

    Die Abbildung zeigte eine auffällige, bemerkenswerte Einzelheit. Im Gegensatz zum heutigen Höngger Wappen war der «grüne Grund» – heraldisch bezeichnet als «gewachsener Boden» – nicht horizontal, sondern leicht gewölbt dargestellt.

    Erste Erwähnung im Jahr 1674

    In der gedruckten Sammlung «Zürcher Wappen» aus dem Jahr 1674 von Conrad Meyer (1618–1689) wird das Höngger Wappen neben weiteren Dorfwappen nachgewiesen – vermutlich erstmals und der heutigen Gestaltung weitgehend ähnlich. Auf der Seite nach dem Titelblatt ist das klein gehaltene Wappen – betitelt mit «Höng» – neben anderen abgebildet.


    In der Sammlung «Zürcher Wappen» von 1674 wird «Höng» nachgewiesen.

    Blasoniert, das heisst heraldisch erfasst: «In Rot auf gewachsenem Boden eine Rebe (keine nähere Bezeichnung von Trauben und Blättern), beseitet rechts oben mit einem silbernen Tatzenkreuz, links ein silbernes Rebmesser mit goldenem Griff.»

    Jedoch: Der grün gefärbte Boden entsprach nicht dem ursprünglichen Original von 1674. Zwar auch gewölbt, ist diese Fläche nicht koloriert, nur oben schwarz kurz schraffiert. Mittendrin zwei kaum erkennbare Minuskeln «si» als Abbreviaturen für «Silber».

    Diese Abbildung ist erst später manuell nachkoloriert worden: silberner Stickel, roter Hintergrund, blaue Trauben, grüne Blätter, oben beidseitig Kreuz und Rebmesser. Die dargestellte Version soll auf ein früheres Wappen der Obervogtei zurückgehen.

    In der 1667/68 erschienenen Erstausgabe der Zürcher Karte von Hans Conrad Gyger (1599–1674) ist das Höngger Wappen ohne «Grund» dargestellt. Etwa 100 Jahre später publiziert Johannes Müller (1733–1816) eine abstrakt gestaltete und farblich abgeänderte Variante: einen Rebstock mit je drei Trauben und Blättern, ebenfalls ohne grünen Grund.

    Fragen zum Höngger Wappen

    Recherchen im Staatsarchiv Zürich haben einige Erkenntnisse zum Höngger Wappen ergeben. Diese werfen einige Fragen nach ihren Ursprüngen beziehungsweise generell zu ihrer Authentizität auf. Könnte auch ein Siegel, das zu bestimmten Zwecken (Rechtserlasse, Urkunden oder Briefverkehr) von ermächtigten Personen (Geistliche oder «Meier») verwendet wurde, als offizielles Wappen bezeichnet werden? So haben Höngger Kirchherren 1299 ein Siegel mit «Mauritius-Figur» benutzt.

    Der Heilige Mauritius (Moritz), Schutzpatron der ersten Höngger Kirche, ist vermutlich als ältestes Bild überliefert. In der Chronik von Gerold Edlibach (Landvogt, Ratsherr; Stiefsohn von Hans Waldmann, 1454–1530) wird es in Form des Wappenschilds «Höngt» nachgewiesen.

    Die Darstellung von 1489/93 soll auf einer jüngeren Kopie beruhen. Wahrscheinlich ist diese uralte Version im oder nach dem Höngger Bildersturm Ende September 1523 mit dem damaligen, obsolet gewordenen Ensemble «Heiligenfiguren» bei der Kirche, «entsorgt» worden.


    Die Höngger Fahne ist am Sächsilüüte ein begehrtes Sujet. (Foto: dad)

    Weiter kann 1608 ein Scheibenbild möglicherweise auch als heraldische Darstellung gedeutet werden. Ob es die Funktion als Wappen erfüllt, ist jedoch fraglich: «Auf blauem Grund zwei weisse Kreuze, ein Rebmesser und eine Pflugschar». Eine gewisse Ähnlichkeit mit den heutigen Wappen von Ober- und Unterengstringen sowie von Weiningen lässt sich in diesem Zusammenhang erkennen.

    Gelten Wappen, die möglicherweise früher zu Höngg gezählt wurden, beziehungsweise einen Bezug hatten, jedoch nicht dem heutigen Bild entsprechen, deshalb als Gemeindewappen? Bis 1674 sind drei unterschiedliche Versionen nachgewiesen.
    Seit wann gilt ein Wappen regulär für die Gemeinde beziehungsweise für die Kirch-, Pfarr- und Dorfgemeinde?

    Am 12. März 1928 beschliesst der Höngger Gemeinderat erst viel später, das von der Zürcher Antiquarischen Gesellschaft vorgeschlagene, heraldisch geprüfte, einwandfreie Wappen, als offizielles Gemeindewappen zu übernehmen.

    Zeugen der Vergangenheit

    Weitere Höngger Wappen, die Zeugnis vergangener Zeiten ablegen, sind noch heute im Quartier zu bewundern. Zum einen an der Ecke Limmattal- und Bauherrenstrasse: Dort befindet sich der älteste Dorfbrunnen «Frohbühl» mit Wappen aus dem Jahr 1784. Ein etwas abgeändertes Wappen verziert den steinernen Brunnentrog in der heutigen Wieslergasse (1789).


    Der Brunnen an der Bauherrenstrasse. (Foto: dad)

    Zum anderen ist das Wappen ein Teil des Wirtshausschildes von 1787 des ehemaligen Gasthauses Zum Rebstock beim Meierhofplatz: Das angepasste Wappen zeigt oben das Tatzenkreuz, das mit dem unten quer gehängten Rebmesser den traubenbehangenen Rebstock einrahmt.

    Beim Abbruch 1959 des früheren Gemeindewirtshauses wurde das Schild unmittelbar vor dem Entsorgen gerettet. Später schmückte es die seitliche Hausfassade des Neubaus mit dem wiedereröffneten Restaurant Rebstock bis 2019.

    Erfreulich ist, dass dieses wertvolle und kürzlich restaurierte Schild im soeben renovierten Ortsmuseum Höngg voraussichtlich seinen endgültigen Standort findet. Dort erinnert es symbolisch an eine vergangene Epoche der Höngger Gastronomiekultur.

    Dem Höngger Wappen begegnen wir aber auch im heutigen Alltag: An bestimmten Fest- und Feiertagen schmücken Höngger Fahnen und Flaggen das Ortsbild. Dem Höngger Wappen wird zudem Referenz erwiesen, zum Beispiel von der Zunft sowie im Logo verschiedener Höngger Vereine.

    Sogar während der Corona-Pandemie wurden graue Gesichtsmasken mit dem Höngger-Wappen angeboten, was den intendierten Schutz vermutlich wesentlich verstärkt haben dürfte …


    Auch auf Hygienemasken wurde das Höngger Wappen abgebildet. (Foto: Max Furrer)

    Quellen

    – Meyer, Conrad: «Kurtze Beschreibung der uralt weitberühmten Statt Zürich…“, 1674

    – OGK Mitteilung 2 (1930): Rebbau, zürcherische Rebgüter und Trotten

    – OGK Mitteilung 11: Das Gemeindewirtshaus und Gesellenhaus zum Rebstock in Höngg (1945)

    – OGK Mitteilung 38: Bäche und Brunnen im Dorf Höngg (1992)

    – OGK Mitteilung 39: Gemeindekeller und Gemeindetrunk im alten Höngg (1993)

    – Sibler, Georg: Ortsgeschichte Höngg. Zürich, s.n., 1998

  • Dagmar schreibt: Symptome einer Midlife-Crisis, Teil 3

    Dagmar schreibt: Symptome einer Midlife-Crisis, Teil 3

    So, mir reichts. Ich höre jetzt einfach auf mit dem Gejammere über das Älterwerden und darüber, was das alles in mir auslöst. Ich bin ja auch nicht der erste Mensch, der 50 wird? So schwer kann das schon nicht sein. Ausserdem ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass es tatsächlich auch seine Vorteile hat, emotional, geistig und entwicklungstechnisch – sagen wir mal – aus dem Gröbsten raus zu sein.

    Nicht nur kann man sich auf seine Lebenserfahrung schon ein bisschen etwas einbilden und in manchen Runden sogar mit wilden Geschichten aus der Jugend auftrumpfen. Es fühlt sich auch irgendwie gut an, auf Partys den «Jungen» dabei zuzusehen, wie sie sich über die Musik der 1980er und 1990er freuen, und zu behaupten, das sei die eigene Musik. Die meiner Generation. Die heute noch top ist, ganz anders als so vieles von dem neumodischen Kram, der gleich wieder vergessen geht.

    Neu gewonnene Gelassenheit

    Darüber hinaus gibt es aber noch eine ganz angenehme Errungenschaft des Alters: Ich profitiere nämlich von einer neugewonnenen Gelassenheit, die mir sonst eher fremd war. Denn ich bin, ich hatte es bereits erwähnt, eine grosse Meisterin darin, mich gedanklich selbst in den Wahnsinn zu treiben. Einerseits als Hypochonderin, andererseits als Schwarzmalerin und als Dramaqueen. Ich tendiere dazu, Dinge in ihrer Bedeutung völlig zu überhöhen und panisch auf Kleinigkeiten zu reagieren.

    Ein bevorstehender Besuch beim Zahnarzt kann mich da ebenso belasten wie die Gefahren, denen sich meine Kinder auf ihren Reisen in die Ferien aussetzen oder das Gefühl der Unzulänglichkeit, wenn ich irgendeinen dämlichen Fehler gemacht habe. Oder wenn mir etwas Peinliches widerfahren ist. Da konnte ich früher buchstäblich im Erdboden versinken.

    Und dieses Gefühl konnte ziemlich lange anhalten. Stets war ich selbst meine allergrösste Kritikerin und der innere Teufel in mir flüsterte mir in solchen Situationen unentwegt zu, wie dumm und unfähig ich bin. Voll nervig, so ein innerer Dialog mit sich selbst.

    Morgen ist ein neuer Tag

    Seit ich nun aber tief in den 40ern stecke, ist mir aufgefallen, dass der innere Teufel an Macht verliert. Ich kann mich zwar immer noch sehr schnell echauffieren und in eine üble Weltuntergangsstimmung hineinmanövrieren, aber insgeheim weiss ich ganz genau, dass dieser Pessimismus nicht lange anhalten wird. Die schlechten Gefühle flauen ziemlich schnell wieder ab.

    Denn hey, morgen ist wieder ein neuer Tag. Eigentlich ist es auch ziemlich wurscht, was die anderen von einem halten. Die sind nämlich alle auch nicht unfehlbar, das durfte ich in den vergangenen Jahren hinlänglich erfahren.

    Und schliesslich, und das ist vielleicht die grösste Erkenntnis: Es lohnt sich schlicht nicht, sich schlecht zu fühlen. Denn das Leben ist viel zu kurz für schlechte Gefühle. Es ist meine eigene Entscheidung, wie ich emotional auf eine Situation reagiere. Ändern wird sich dadurch ohnehin nix mehr. Wenn etwas Doofes passiert ist, ist das halt so. Aber deswegen muss ich noch lange nicht doof sein.

    Ist ziemlich befreiend, diese Einsicht. Älterwerden tut einfach gut.

  • Entdecke die Höngger Mauersegler mit dem Natur- und Vogelschutzverein

    Entdecke die Höngger Mauersegler mit dem Natur- und Vogelschutzverein

    Der Mauersegler verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft – sogar im Schlaf. Das und andere erstaunliche Fakten über die rasanten Flieger, kleine Spiele sowie Rätsel und Tipps präsentiert der Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV) an seinem Naturspaziergang für Kinder. Auf dieser Exkursion wird die Welt dieser faszinierenden Flugkünstler erforscht. Die spannende Beobachtungstour im Quartier wird von Margret Müller geleitet.

    Die Platzzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten. Der NVV empfiehlt, wettergerechte Kleidung anzuziehen sowie eine Trinkflasche und eventuell einen Feldstecher einzupacken. Bei Regen oder starkem Wind findet der Naturspaziergang nicht statt.

    Der Naturspaziergang

    Freitag, 12. Juni,
    17–19 Uhr
    Anmeldung bis 9. Juni:
    margret.mueller@hispeed.ch
    Treffpunkt:
    Meierhofplatz

  • So war der Tag der Nachbarschaft in Wipkingen

    So war der Tag der Nachbarschaft in Wipkingen

    Die Idee des Nachbarschaftstags stammt ursprünglich aus Paris. Dort wurde 1999 erstmals die «fête des voisins» durchgeführt. Ziel der Aktion war es, wie auf der Webseite des Nachbarschaftstags zu lesen ist, alle Formen der Solidarität unter Nachbarinnen und Nachbarn zu fördern und der Anonymität der Grossstadt entgegenzuwirken.


    Nachbarn in Wipkingen. (Foto: zvg)

    Mit Erfolg: Aus Paris schwappte die Idee schnell auf ganz Frankreich und von dort aus auch auf weitere Länder in Europa über. Die Schweiz beteiligte sich erstmals 2004. Hier war es die Stadt Genf, die als erste den «European Neighbours’ Day» beging. Zürich folgte 2007 mit seinem ersten «Tag der Nachbarn». Seither wird er auch in der Limmatstadt alljährlich – mit einem Unterbruch während der Corona-Jahre – durchgeführt.


    Es war viel los am Tag der Nachbarschaft in Wipkingen. (Foto: zvg)

    Der Tag der Nachbarschaft in Wipkingen


    Da kann man nicht nein sagen. (Foto: zvg)

    In Wipkingen wurde der Anlass von zahlreichen Akteuren aus dem Quartier organisiert: Mit an Bord waren das GZ Wipkingen, der Quartierverein Wipkingen, die Nachbarschaftshilfe Zeitgut, die Freie Kirche Wipkingen, die reformierte und die katholische Kirche, die offene Jugendarbeit, die Kinderkleiderbörse KiWi, der Wartsaal Wipkingen sowie das Restaurant Nordbrüggli, das Chez Nous, der Kiosk Röschibach, das Belmondo und das ViCafé.


    Kinderschminken ist immer ein Hit. (Foto: zvg)

    Zu den Highlights gehörten der beliebte Nachbarschaftseistee, die Hüpfburg für die jüngsten Gäste, ein Quartierrundgang mit Willkommensgeschenk sowie die musikalischen Darbietungen einer Live-Band. Daneben boten zahlreiche weitere Aktivitäten Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche.


    An der Kuchen-Theke. (Foto: zvg)

    Die durchwegs positiven Rückmeldungen zeigten, wie wichtig solche Anlässe für das Quartierleben sind. Mehrfach wurde der Wunsch geäussert, den Nachbarschaftstag im kommenden Jahr zeitlich zu verlängern. Der Anlass setzte erneut ein starkes Zeichen für gelebte Nachbarschaft und Gemeinschaft.


    Das Team von der Nachbarschaftshilfe Zeitgut. (Foto: zvg)

    Eingesandt von der Pfarrei Guthirt