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  • Glück kennt kein Verfalldatum

    Glück kennt kein Verfalldatum

    «Ge-GLÜCK-tes Altern» lautete das Motto des Nachmittags. Untertitelt mit: «Von der Kunst, im Alter Glück zu finden». Eingeladen hatte der reformierte Kirchenkreis zehn Mitte Mai in das Kirchgemeindehaus Höngg. Rund 25 Personen, viele davon bereits im gesetzten Alter, folgten der Einladung. Suchten sie alle das Glück? «Ich bezeichne mich als glücklich», meinte eine Besucherin im Vorfeld gegenüber dem «Höngger». Und ergänzte: «Aber man ist nicht jeden Tag glücklich, manchmal gelingt es, manchmal nicht.» Vielleicht, so hoffte sie, erhalte sie ein paar gute Tipps.

    Zunächst begrüsste zum Auftakt der Sozialdiakon Peter Lissa die Anwesenden. Er hatte den Themennachmittag organisiert. «Glück kann man nie genug haben», sagte er und das erste Schmunzeln ging durch den Zwinglisaal. Dann übernahm Dr. Heinz Rüegger das Wort. Seine Botschaft: Auch im Alter lässt sich Glück erfahren. Und das sei weder Schicksal noch Glückssache. Man könne sehr wohl etwas dafür tun.


    Dr. Heinz Rüegger. (Foto: Monika Stock)

    Acht Anregungen

    Wie das gelingen kann, zeigte Rüegger anhand von acht Anregungen. Zunächst sei es entscheidend, das Alter zu bejahen und das Älterwerden anzunehmen – fernab der gesellschaftlich oft negativ geprägten Bilder. Dazu zeigte er die Zeichnung «Die Lebenstreppen des Mannes» (um 1850), die das Leben in zehn Stufen gliedert: Mit 50 sei Stillstand erreicht, dann gehe es bergab, so die Aussage der Zeichnung. Von solchen Vorstellungen müsse man sich lösen, sagt Rüegger. «Es geht nicht darum, möglichst lange jung zu bleiben, sondern selbstbewusst und offen für Neues alt zu werden.»

    Ein Beispiel brachte er gleich mit: «Wenn Ihnen jemand sagt, Sie sehen zehn Jahre jünger aus, dann ist das kein Kompliment», erklärte er. Die passende Reaktion sei schon eher: «Wollen Sie mir meine gelebten zehn Jahre absprechen?». Denn in dieser Zeitspanne sei viel Wertvolles erlebt und gelernt worden.

    Reifung und Lebenszufriedenheit

    Rüegger geht bei seinen Anregungen von einem gesunden älteren Menschen aus. Dies vorausgesetzt, könne durch Reifung und Altersweisheit eine besondere Zufriedenheit entstehen. Wichtig sei, sich von starren Vorstellungen zu lösen und offen zu bleiben. «Es gibt keine Garantie, kein Versprechen. Also fördern Sie keine fixen Erwartungen darüber, wie das Alter sein müsste.» Ein zentraler Gedanke: «Glück gibt es nur zusammen mit Unglück.» Das Leben halte beides bereit. Doch selbst in schwierigen Zeiten könne man Glücksmomente wahrnehmen, nicht zuletzt dank Lebenserfahrung.

    Oft bleibt das Negative länger im Gedächtnis als das Positive. Hier helfen bewusste Erinnerungen. «Verdrängen Sie nicht und setzen Sie lieber die Glücksbrille auf», riet Rüegger. Ein biografischer Rückblick helfe: Welche Zeiten waren von Glück geprägt? Warum war das so? War es verdient oder unverdient? Die Dankbarkeit, die dabei entstehe, fördere ein gutes Lebensgefühl.

    Doch Glück finde man nicht nur im Rückblick. Es sei auch beglückend, sich für andere Menschen oder eine Sache einzusetzen. Etwa durch Freiwilligenarbeit oder die Unterstützung der Jüngeren. «Es müssen keine grossen Dinge sein, aber es lohnt sich, die eigene Bedeutsamkeit bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.»
    Auch Beziehungen seien ein Glücksfaktor. Besonders im Alter, doch auch sie erfordern Arbeit: Interesse, Toleranz, Akzeptanz und Nachsicht: «Es stimmt nicht, dass früher alles besser war», sagt Rüegger.

    Das pure Dasein

    Bevor man aber rastlos durch den «goldenen Herbst» hetze, gelte es, empfänglich zu sein für das pure Dasein. Innehalten, Ruhe geniessen, sich selbst Zeit schenken. Ein Tag ohne To-dos? Kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Schliesslich sprach Rüegger über die Kunst des Loslassens: von Überzeugungen, Aktivitäten, Positionen oder dem Anspruch auf Kontrolle. Nicht überall müsse man mitmischen. Man solle anderen den Vortritt lassen und nicht auf starren Standpunkten beharren. Daraus wachse eine innere Freiheit.

    Mit Leidenschaft

    «Ich bin leidenschaftlich gerne alt», sagte Rüegger während seines Vortrags. Dem «Höngger» erklärte er später, was er damit meint. Zum einen sei es sein Beruf: Er habe 25 Jahre in der Gerontologie gearbeitet und sich intensiv mit den Fragen des Alters auseinandergesetzt. Zum anderen aber auch die persönliche Erfahrung: «Mit der Pensionierung begann ein neuer Lebensabschnitt und ich suchte einen neuen Zugang zum Leben.» Die Analyse des eigenen Daseins empfand er als bereichernd: «Ich wusste, ich muss aktiv werden und mich einbringen.» Rüegger erwähnt weiter auch eine Krebserkrankung, die seine Sicht der Dinge ebenfalls beeinflusste. Heute sei er genesen und wisse daher zusätzlich, wie grossartig das Leben sein könne.

    Die Reaktionen auf seine Vorträge seien durchweg positiv, erzählte er weiter – so auch an diesem Nachmittag in Höngg. Die Menschen sind stets offen für das Thema Glück. Gerade in einer Lebensphase, in der Altersdiskriminierung – auch die selbst auferlegte – ein Thema sei. «Wer sich zurückzieht, sich nostalgisch verhält, verliert oft den Zugang zum Glück.» Deshalb müsse man selbst aktiv werden. Von nichts komme eben auch nichts.

    Im Fokus: Wertvolle Jahre

    Der «Höngger» veröffentlicht auch in diesem Jahr verschiedene Artikel, die sich der Lebensrealität von betagten Menschen widmen. Diese Reihe entsteht mit freundlicher Unterstützung der Luise Beerli Stiftung, die sich für solche Menschen stark macht.

  • Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Mit leichter Verspätung begann die 88. Generalversammlung des Quartiervereins Höngg (QV) am Montag, 2. Juni. Präsident Alexander Jäger stellte erfreut fest, dass trotz der Woche vor Pfingsten zahlreiche Mitglieder den Weg in den grossen Saal des Tertianums Residenz Im Brühl fanden. Traditionsgemäss eröffnet ein kurzes Referat die Versammlung.

    Dieses Jahr stellten Barbara Comiotto und Danielle Lalive d‘Epinay den Bereich ETH Campus Community Relations vor, die zentrale Anlaufstelle für Anliegen aus der Nachbarschaft rund um die ETH-Standorte. Sie seien häufig «im Doppelpack» unterwegs, nicht nur auf dem Hönggerberg, sondern überall dort, wo die ETH ein Zuhause hat. Ihr Zauberwort heisse Vernetzung: zunächst innerhalb der ETH, dann in Koordinationsgruppen, ergänzt durch Mitgliedschaften wie jene im Quartierverein Höngg.

    Persönliche Beziehungen seien ebenso wichtig wie eine gute Medienarbeit. «Kommen Sie zu uns, wenn Sie ein Anliegen zur ETH haben», forderte Barbara Comiotto die Anwesenden auf. Als Werner Bader, Leiter des Bänkli-Teams im Verschönerungsverein Höngg, den Abfall bei den roten Sitzgelegenheiten rund um die ETH Hönggerberg ansprach, bestätigten die ETH-Vertreterinnen, dass sie dafür die Ansprechpersonen sind.

    Subventionen der Stadt

    Im Anschluss eröffnete Alexander Jäger den offiziellen Teil der Generalversammlung und begrüsste die Gäste: Beni Weder vom Quartierverein Wipkingen und Esther Leibundgut vom Quartierverein Altstetten sowie Vorstandsmitglied der Quartierkonferenz Zürich waren vor Ort, und die Gemeinderäte Johann Widmer (SVP), Ronny Siev (GLP) und Andreas Egli (FDP), der zugleich Vorstandsmitglied des QV Höngg ist. 90 Stimmberechtigte waren anwesend, die Traktanden wurden zügig behandelt und gaben informative Einblicke in die Arbeit des QV sowie der Vereine Wümmetfäscht, KulturBox Höngg und Weinweg Höngg, die alle auf ein erfolgreiches Jahr zurückblickten.

    Ein wiederkehrendes Thema waren die städtischen Subventionen und die damit verbundenen neuen Anforderungen. Einige Vereine – so auch der QV Höngg – seien auf diese Beiträge angewiesen, sagte Jäger. Konkret: Die Stadt wolle neue Anforderungen wie Kollektivunterschriften, externe Revisionen und individuelle Vereinbarungen einführen, da es in der Vergangenheit im Quartierverein Witikon zu Veruntreuungen kam. Nur so werde sie weiterhin Gelder sprechen. «Wir möchten unnötigen Mehraufwand vermeiden», so Jäger. Gewisse Anforderungen der Stadt könne man jedoch nachvollziehen und habe man auch sofort eingeführt, wie die Kollektivunterschrift.

    Schliesslich zu den Zahlen: Der QV Höngg zählt aktuell 907 Mitglieder. Einst der grösste seiner Art in Zürich, liege man heute im oberen Mittelfeld der städtischen Quartiervereine. Der QV Wipkingen, so Beni Weder, zähle aktuell 926 Mitglieder. Die Spitze halte derzeit wohl der QV Wiedikon mit über 1100 Mitgliedern. Jäger zeigte sich zuversichtlich: «Wir haben ein Ziel und wollen wieder 1000 Mitglieder zählen.»

    Die Jahresrechnung wurde von Tanja Ramah präsentiert, die souverän durch die Tabellen führte. Der QV Höngg kann sich über einen Gewinn von rund 1600 Franken freuen. Für das kommende Vereinsjahr ist jedoch ein Verlust von rund 5000 Franken budgetiert. Grund ist die geplante Erneuerung der Weihnachtsbaumbeleuchtung in Höngg. Rechnung und Budget wurden angenommen, und die Decharge wurde erteilt.

    Neue Gesichter und eine Ehre

    Gegen Ende der Versammlung wurden die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Béatrice Meier und Enrique Zbinden mit viel Applaus verabschiedet. Alexander Jäger dankte ihnen herzlich für ihr Engagement. Danach stellten sich Violaine Stehli, Frederic Martin und Stefan Gamper zur Wahl. Alle drei wurden einstimmig in den Vorstand gewählt.

    Die Überraschung folgte zum Schluss: Ueli Stahel wurde für seine langjährigen Verdienste im QV-Vorstand, unter anderem als Präsident, sowie insbesondere für sein Engagement für das Wümmetfäscht als Ehrenmitglied vorgeschlagen. Eigentlich ist diese Ehre nur Mitgliedern mit 20 Jahren Vorstandstätigkeit vorbehalten – Stahel bringt es auf 19 –, doch sei seine Leistung mehr als ehrenswert. Unter grossem Applaus nahm er die Wahl an. Nicole Kraft, Co-Präsidentin des Wümmetfäschts, überreichte ihm das Präsent und sagte gerührt: «Wir verdanken dir so viel.» Stahel betonte, dass seine Leistungen nur durch die Vernetzung und Unterstützung vieler Menschen möglich gewesen seien. «Ich danke Ihnen allen», sagte das neue Ehrenmitglied.

    Er nutzte auch die Gunst der Stunde, um auf die Mühlehalde aufmerksam zu machen, dessen Saal für die Gemeinschaft von grossem Wert sei. Er schlug vor, dass sich ein Zusammenschluss der Höngger Vereine statt eines externen Trägers um den Saal kümmern könnte. Vielleicht wäre dies finanziell machbar und auch für die Stadt eine gute Lösung. «Es wäre schön, wenn die Mühlehalde wieder in Höngger Hand ist», so Stahel. Damit endete der offizielle Teil der 88. Generalversammlung und der Apéro wurde eröffnet.

  • «Höngg spielt chic!»

    «Höngg spielt chic!»

    Für die 80 aktiven Mitglieder der «Hönggermusik» gibt es vier Jahreszeiten. Allerdings nicht die klassischen, sondern die vier Konzertphasen, die das Vereinsjahr prägen. Aktuell läuft die Sommerkonzertphase. Gemeinsam wird ein unterhaltendes Programm erarbeitet, das in der ersten Juliwoche mehrfach in der City aufgeführt wird: «Hercules», «How To Train Your Dragon», «Get Lucky» oder «Far and Away» sind ein paar der weit herum bekannten Titel.

    Neue Konzertanzüge

    Parallel dazu plant der Musikverein die Erneuerung seiner Konzertanzüge. Diese «Uniformen» sind 15 Jahre im Einsatz und in die Jahre gekommen. Ganz nach dem Motto «Damit wir so gut aussehen, wie wir klingen!» sollen deshalb bis Frühling 2026 alle Musizierenden neu eingekleidet werden, damit das Corps weiterhin mit einer einheitlichen Optik überzeugen kann.

    Für die Anzüge wurde wieder ein ähnlicher, anthrazitfarbener Stoff gewählt, wobei der Schnitt etwas modernisiert wird. Unterscheiden werden sich die Accessoires, das Geheimnis um den neuen Farbton wird am Konzert im Frühling 2026 gelüftet. Für die Beschaffung der neuen Konzertanzüge sind rund 90 000 Franken nötig. Deshalb hat der Verein die Sammelaktion «Höngg spielt chic» lanciert. Weitere Informationen dazu sind auf der Website des Orchesters zu finden.

    Sommerkonzerte

    Dienstag, 1. Juli, 19.30 Uhr, Füsslistrasse/St. Annahof
    Donnerstag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Hirschenplatz
    Freitag, 4. Juli, 19.30 Uhr,
    St. Peterhofstatt

  • Taschendiebe am oberen Letten verhaftet

    Taschendiebe am oberen Letten verhaftet

    Gegen 16 Uhr fielen Fahndern der Kantonspolizei Zürich drei Männer auf, die sich im Bereich des oberen Letten verdächtig verhielten. Als sie die Polizisten bemerkten, rannten zwei der Männer weg. Dank der schnellen Reaktion der Fahnder und der Unterstützung eines Passanten, der sein Velo zur Verfügung stellte, gelang es, die beiden Flüchtigen nach einer kurzen Verfolgung anzuhalten. Den dritten Mann erkannten die Polizisten rund zwei Stunden später im Kreis 2 wieder und konnte diesen ebenfalls verhaften.

    Zwei dieser drei Rumänen waren bereits wegen Taschendiebstahls zur Verhaftung ausgeschrieben. Die 33 und 44 Jahre alten Männer wurden nach der polizeilichen Befragung der Staatsanwaltschaft zugeführt. Dem dritten Mann konnte keine Straftat nachgewiesen werden. Er wurde nach seiner Überprüfung und Identifizierung wieder entlassen.

    Quelle: Medienmitteilung Kantonspolizei Zürich

  • Die Veloprüfung im Kreis 10

    Von Montag, 16. Juni, bis Freitag, 27. Juni, findet in der Stadt Zürich die traditionelle Veloprüfung für alle Kinder der 5. Klasse statt. Das Sicherheitsdepartement sowie das Schul- und Sportdepartement danken allen Verkehrsteilnehmenden im Voraus für ihre Rücksichtnahme, wie sie mitteilen.

    Seit vielen Jahren setzen sich Schulinstruktor*innen der Stadtpolizei Zürich – unterstützt von den Lehrpersonen – für die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmenden ein. Vom Kindergarten bis zur 2. Klasse steht die «Fussgängerausbildung» im Fokus, ab dem 3. Schuljahr rücken das Velofahren sowie die dazugehörenden Regeln und Signale ins Zentrum der Verkehrsinstruktion. Den Abschluss und den Höhepunkt bildet die seit 1947 jährlich stattfindende Veloprüfung in der 5. Klasse.

    Sicherheit erlangen die Kinder, indem sie bereits vor der Prüfung auf den Prüfungsstrecken üben können. Alle Veloprüfungsstrecken in der Stadt Zürich sind mit Verkehrsschildern gekennzeichnet. Dadurch erhalten die Kinder noch mehr Möglichkeiten, im Strassenverkehr Sicherheit zu erlangen.

    In Höngg findet die Veloprüfung am Mittwoch, 25. Juni, vormittags beim Schulhaus Vogstrain statt.

  • 65plus: Neun von zehn sind online

    65plus: Neun von zehn sind online

    Die neue Studie «Digital Seniors 2025» von Pro Senectute liefert ein aktuelles Bild über die digitale Teilhabe älterer Menschen in der Schweiz, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Studie ergänzt die Erhebungen von 2010, 2015 und 2020.

    Seit der letzten Erhebung vor fünf Jahren hat sich der digitale Graben weiter verkleinert, wie unter anderem der deutliche Anstieg der Internetnutzung zeigt: Neun von zehn Personen über 65 Jahre nutzen das Internet.

    Das entspricht mehr als einer Verdoppelung seit der Erstbefragung im Jahr 2010. Die Altersgrenze der Offlinerinnen und Offliner hat sich indes weiter ins hohe Alter verschoben. Nach wie vor sind Personen über 85 Jahre seltener online.

    Dies korreliert mit dem Befund, dass die Kompetenzprofile innerhalb der älteren Bevölkerung sehr unterschiedlich ausfallen: Während 88 Prozent der 65- bis 74-Jährigen grundlegende digitale Kompetenzen aufweisen, verfügen Personen ü85 über deutlich geringere.

    Digitale Geräte gewinnen an Bedeutung

    Die aktuelle Studie liefert eine erstaunliche Erkenntnis: Erstmals informieren sich mehr ältere Menschen über digitale Geräte wie Smartphone, Tablet und Computer (33 %) als über klassische Zugänge wie Fernseher (30 %), Printmedien (22 %) oder Radio (15 %).

    Diese Entwicklung im Newskonsum könnte für die öffentliche Hand schneller als gedacht wichtig werden: «Wir sind überrascht über das Tempo dieses Umschwungs. Es ist unabdingbar, dass der Service public dem wandelnden Informationsbeschaffungsverhalten älterer Menschen Rechnung trägt», sagt Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation bei Pro Senectute Schweiz.

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    Leben in der digitalen Welt

    Nichtsdestotrotz werden nie alle diesem Trend folgen können: «Aufgrund altersbedingter kognitiver oder körperlicher Einschränkungen werden wohl schätzungsweise stets fünf bis zehn Prozent der hochaltrigen Bevölkerung (wieder) offline sein», meint Burri Follath. Auch diese Personen dürften nach wie vor nicht vergessen werden.

    Individuelle Unterstützung fördern

    2025 reicht es nicht mehr, einfach online zu sein. Ältere Menschen müssen digitale Technik auch sicher, kritisch und zu ihrem Vorteil nutzen können. Dafür müssen digitale Inhalte und Anwendungen verständlich, anwendungsfreundlich und alltagstauglich gestaltet sein. Eine zunehmend individuelle Unterstützung beim Erlernen neuer Anwendungen ist ebenso zentral.

    Dieses Bedürfnis hat Pro Senectute längst erkannt: «Unsere kantonalen Pro Senectute Organisationen setzen zunehmend auf Unterstützungsangebote, die gezielt auf die einzelnen Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren im Umgang mit der Digitalisierung eingehen. Das ermöglicht uns, ältere Menschen für eine digitale(re) Zukunft fit zu machen», so Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz.

    Quelle: Medienmitteilung Pro Senectute

    Digitale Nachhilfe – eine Auswahl

    Digitale Unterstützung
    Genossenschaft Zeitgut
    Jeden ersten und dritten Samstag im Monat, von 10 bis 11 Uhr, im «Höngger», Meierhofplatz 2 (kostenlos, ohne Anmeldung).
    Jeden zweiten und vierten Samstag, von 10 bis 11 Uhr, in der Pfarrei Guthirt, Guthirtstrasse 3–7 (kostenlos, ohne Anmeldung).
    www.zeitgut-zuerich.ch

    Stadt Zürich:
    Fachstelle Zürich im Alter
    Informationen zu digitalen Hilfsmitteln: www.stadt-zuerich.ch /zuerich-im-alter

    Gesundheitszentren für das Alter: Computercorner
    Regelmässige Unterstützung in den Zentren Bürgerasyl-Pfrundhaus, Dorflinde, Eichrain, Langgrüt, Laubegg, Limmat und Wildbach.
    www.stadt-zuerich.ch/gesundheitszentren

  • Schönheit als Handwerk

    Schönheit als Handwerk

    Obwohl das «Wellness- & Beautycenter» mit modernen Geräten ausgestattet ist und in drei Behandlungsräumen verschiedene kosmetische Behandlungen anbietet, bleibt für die Inhaberin Cornelia Höltschi das Handwerk das Herzstück der Arbeit: «Technik ist hilfreich, aber wir arbeiten mit den Händen. Deshalb ist es mir wichtig, dass meine Kundschaft auch die Kosmetikerin wählen kann, die zu ihr passt», erklärt sie. Ihr Team besteht neben ihr aus der diplomierten Kosmetikerin Serena Corina-Borelli und der Lernenden Rebecca De Zotti.

    Das Team bildet sich regelmässig weiter. Auch medizinische Aspekte wie die Früherkennung von Hauterkrankungen oder Hautkrebs spielen eine Rolle. «Wir sind gewissermassen die Vorstufe zum Dermatologen», erklärt Höltschi. Der erste Besuch beginnt mit einer Anamnese, bei der gemeinsam die Ziele und passenden Wirkstoffe definiert werden. «Anti-Aging beginnt heute schon mit 25, aber in kleinen Schritten. Denn wenn wir 90 sind, soll die Pflege immer noch zur Haut passen», so die Expertin.

    Auch eine altersgerechte Behandlung ist zentral. «Unser ältester Kunde war 104 Jahre alt», erinnert sich Höltschi. Doch nicht alle wollen jünger aussehen. Besonders berührend bleibt ihr eine Kundin in Erinnerung: «Nehmen Sie mir meine Fältchen nicht weg – die habe ich mir hart verdient.»

    Viele Männer als Kunden

    Der Kundenstamm reicht weit über Höngg hinaus und manche reisen sogar aus dem Ausland an. Überraschend: Rund die Hälfte der Kundschaft sind Männer. «Anfangs waren es weniger», erinnert sich Höltschi. «Aber da ich selbst Leistungsschwimmerin war, hatte ich viele männliche Kollegen, die sich enthaaren liessen.»

    Früher geschah das meist mit Wachs, heute ist die IPL-Technologie (Intense Pulsed Light) gefragt. «Diese Methode ist weniger schmerzhaft, was viele Männer bevorzugen», so Höltschi. Kosmetik ist für viele Männer inzwischen ein selbstverständlicher Teil der Körperpflege, sagt sie.

    Kinder als neue Zielgruppe

    Ein wachsender Trend sind Kinderbehandlungen. «Oft bringen Gotti ihre Patenkinder mit für Maniküre, Pediküre, Massage oder sanftes Schminken mit kindgerechten Produkten», erzählt Höltschi. In einer Zeit, in der soziale Medien den Druck, «perfekt» auszusehen, verstärken, kommt solchen Angeboten eine besondere Bedeutung zu. «Wir begleiten die Kinder altersgerecht und bringen ihnen den richtigen Umgang mit Kosmetik bei», erklärt Höltschi.

    Sie warnt jedoch vor der Verwendung von Produkten, die für Erwachsene gedacht sind: «Wenn eine Sechsjährige eine Anti-Aging-Creme verwendet, kann das die Haut stark reizen oder Allergien auslösen.»

    Ein typischer Frauenberuf?

    Höltschi beschreibt ihren Beruf als «typischen Frauenberuf», obwohl es mittlerweile circa 15 Prozent Kosmetiker gibt. Nicht wegen des Geschlechts, sondern wegen der Eigenschaften, die er erfordert: «Man braucht Idealismus, Empathie und ein feines Gespür für Menschen. Viele Kundinnen kommen gestresst, bei uns können sie loslassen.» Vertrauen spiele dabei eine grosse Rolle: «Beim Eintreten legt man auch ein Stück Schutz ab. Viele denken dann: Oh Gott, wie sehe ich nur aus?» Das schönste Kompliment sei es, wenn die Kunden entspannt und dankbar den Salon verlassen.

  • Vom Helfer zum Opfer

    Vom Helfer zum Opfer

    Um 14.30 Uhr fielen Fahndern der Stadtpolizei Zürich zwei Männer auf, die wiederholt Passanten ansprachen. Kurze Zeit später betraten die Männer mit einem jüngeren Mann eine Bankfiliale. Als sie diese wieder verliessen, entschlossen sich die Fahnder die beiden Männer zu kontrollieren, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    Dabei stellte sich heraus, dass es sich um mutmassliche Betrüger handelte. Die zwei irischen Staatsbürger im Alter von 19 und 39 Jahren wurden für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht.

    Eine bekannte Masche

    Die angewendete Betrugsmasche ist als «Stranded Traveller Scam» bekannt. Dabei geben sich Trickbetrüger*innen als «gestrandete Reisende» aus, die sich in einer Notlage befinden. Häufig behaupten sie, Opfer eines Diebstahls geworden zu sein und dass sie deshalb finanzielle Hilfe benötigen.

    Um Vertrauen aufzubauen, versprechen sie, das geliehene Bargeld sofort per Online-Überweisung zurückzuzahlen. Sie öffnen dazu auf einem Smartphone eine manipulierte Bank-App und tätigen die angebliche Rückzahlung. Diese findet jedoch nicht statt und das geliehene Geld ist verloren.

    Die Tipps der Stadtpolizei

    So schützen Sie sich laut der Stadtpolizei Zürich vor dem «Stranded Traveller Scam»:

    – Seien sie wachsam, wenn Sie auf der Strasse angesprochen werden und halten Sie ausreichend Abstand.

    – Übergeben Sie niemals Bargeld an Ihnen unbekannten Personen.

    – Tätigen Sie keine Geldtransferzahlungen an Fremde, auch wenn Sie meinen, die Plattform zu kennen.

    – Geben Sie keine persönlichen Daten an unbekannte Personen weiter.

    – Verlassen Sie umgehend die Örtlichkeit, wenn Sie sich bedrängt fühlen oder bitten Sie andere Passant*innen um Hilfe.

    – Rufen Sie im Zweifelsfall immer sofort die Notrufnummer 117 an.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • Neuer Weiher im Höngger Wald geplant

    Neuer Weiher im Höngger Wald geplant

    Im Höngger Wald soll ein neuer Weiher entstehen. Wie Grün Stadt Zürich am 7. Mai in den amtlichen Bauprojekten mitteilte, ist die Neuerstellung an der Huberwiesenstrasse bei der Parzelle HG8367 (Hueberwisen) vorgesehen. Das Projekt ist unter der Nummer 2025/0291 registriert, die Planauflage läuft bis zum 30. Mai.

    Das neue Gewässer wäre das vierte seiner Art im Höngger Wald, neben dem Hammer-Weiher (auch «Granatenweiher» genannt), dem Weiher an der Mittelwaldstrasse und dem Kappeliholzweiher. Weiher im Wald gelten als Aufwertung der Lebensräume und fördern Flora und Fauna.

    Geplant ist laut Grün Stadt Zürich eine Wasserfläche von rund 320 Quadratmetern mit einer Tiefe von etwa einem Meter. Zur ökologischen Aufwertung des Standorts sind im Uferbereich zusätzliche Pflanzungen mit Baum- und Straucharten vorgesehen.

  • Frischer Wind im Quartierverein

    Frischer Wind im Quartierverein

    Die Suche nach neuen Kräften für den Quartierverein Wipkingen war erfolgreich: An der Generalversammlung im Gesundheitszentrum für das Alter Käferberg Mitte April wurden zwei neue Mitglieder ins Gremium gewählt. Das schreibt der Quartierverein auf seiner Website.

    Lukas Erdin, Architekt und Raumplaner, kandidierte für das Ressort Verkehr und Städtebau und wurde von den rund 70 anwesenden Mitgliedern gewählt. Er wird laut Website des Quartiervereins die Veränderungen in Wipkingen begleiten. Erdin folgt auf Micha Pscheor, der in ein anderes Quartier gezogen ist. Dessen Engagement wurde an der Versammlung mit grossem Applaus gewürdigt.

    Im jüngsten «Wipkinger» sagte Erdin: «Mit meinem beruflichen Hintergrund als Architekt und Raumplaner möchte ich mich gerne besonders bei diesen Themen im Verein engagieren. Wipkingen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Diese Veränderungen möchte ich begleiten – wo nötig auch kritisch.»

    Neue Ideen einbringen

    Mit Oliver Fini, Betriebsökonom, konnte ein weiteres Vorstandsmitglied gewonnen werden. Fini wird im Ressort Finanzen und Mitgliederverwaltung den Vereinsbuchhalter Markus Wiederkehr unterstützen, wie der Quartierverein schreibt. Zudem hatte sich Fini bereits im vergangenen Jahr als Gast im Vorstand aktiv eingebracht und die Digitalisierung der Mitgliederbewirtschaftung entscheidend vorangetrieben.

    Auch Fini äusserte sich im «Wipkinger» zur bevorstehenden Wahl: «Die Zusammenarbeit (mit dem Quartierverein) hat mich motiviert, einen aktiveren Beitrag zu leisten. Mein Ziel ist es, bestehende Projekte mitzugestalten und neue Ideen einzubringen, die den Zusammenhalt und die Lebensqualität in Wipkingen weiter stärken. Dabei lege ich Wert auf eine konstruktive und pragmatische Herangehensweise, um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln.»

    Beni Weder bleibt Präsident

    Die zur Wiederwahl stehenden bisherigen Vorstandsmitglieder wurden mit grossem Mehr bestätigt. Zum Präsidenten wurde erneut Beni Weder gewählt. Cornelia Schwendener, Ressort Vernetzung und Kultur, verdankte als «Amtsälteste» laut Website das langjährige Engagement von Weder für das Quartier.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen